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Dicobo

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Dienstag, 11. Februar 2020, 17:27

Minibusse zahlen keine Protokolle und streiken dagegen

Heute hatten wir einen Tisch für ein Lunch in Franschhoek bestellt und sind rechtzeitig von Somerset West gestartet. Aber auf der R44 vor Stellenbosch ging nichts mehr.Endloser Stau,Strasse von der Polizei komplett gesperrt.Alle mussten runter und sich durch die Innenstadt schlängeln.Nach einer knappen Stunde haben wir aufgegeben und sind zurück nach Somerset. Dann im Internet nach dem
Grund gesucht. Es waren die Minibusse,die wohl die Strassen blockiert haben,weil die Behörden deren Protokolle nun stärker einfordern. Auch wurden Reifen verbrannt,wie üblich.

Weiss jemand den Hintergrund dieser Geschichte ? Das ist für mich eine verkehrte Welt. Die Busfahrer begehen Verstösse im Strassenverkehr,bekommen Protokolle en masse,zahlen diese nicht und
protestieren noch dagegen,dass die Behörden endlich das Geld wollen. Ich habe selbst oft genug erlebt,dass diese Chaoten bei Rot über die Ampel fahren,fast immer zu schnell sind usw...

DurbanDirk

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Dienstag, 11. Februar 2020, 17:51

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"...in apparent protest to being pulled over by traffic officials..."

Is klar, man fährt wie eine Wildsau und beschwert sich dann, dass man rausgewunken wird. :cursing:
LG

Dirk

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Dicobo

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Dienstag, 11. Februar 2020, 19:09

(Der Link ist für Gäste ausgeblendet. Um ihn zu sehen, bitte registrieren!)

"...in apparent protest to being pulled over by traffic officials..."

Is klar, man fährt wie eine Wildsau und beschwert sich dann, dass man rausgewunken wird. :cursing:
Heisst dass,die bezahlen einfach nicht und denen passiert dann nichts...und wenn die Behörden dann strenger werden, blockiert man eben Strassen und setzt Reifen in Brand...und bezahlt immer noch nicht,bis die Sache im Sande verläuft. Wenn wir hier zu schnell fahren, wird das Bussgeld über den Autovermieter von der Kreditkarte abgezogen.Meistens ist man dann schon wieder in D.land., Sonst würde ich vielleicht auch einen Reifen verbrennen :D

toetske

oorbietjie

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Mittwoch, 12. Februar 2020, 00:18

Heisst dass...

Noch schlimmer ist: oft haben sie weder eine Auto-Versicherung noch Führerschein :saflag:
Diese Info kann ich zwar nicht 100% nachweisen, haben wir aber schon sehr oft gehört. Vielleicht gibt es diesbezüglich allerdings Unterschiede in den verschiedenen Provinzen :?: ?(

VG. Toetske
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Marc

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Mittwoch, 12. Februar 2020, 06:21

Das ist wie in Deutschland, es wird nur mit voller Härte des Gesetzes verfolgt, wenn auch etwas zu holen ist. :whistling:
Schöne Inselgrüße Marc

Beat H. Schweizer

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Mittwoch, 12. Februar 2020, 08:33

Die Taxi-Besitzer sind in zwei Syndikaten vereinigt. Man sieht deren Zugehoerigkeit an den Heckklebern, wo auch die Linien-Nummern eingetragen sind. Die eine Lobby ist von Muslimen beherrscht, die andere ist gemischtreligioes, jedoch ebenfalls sehr eng organisiert. Fahrer werden oft aus armen Familien rekrutiert und zur Leistung gezwungen. Vor Monaten machte die Stadt Kapstadt eine umfassende Razzia. Ueber 1000 Delinquenten wurden aus dem Verkehr gezogen (kurzfristig natuerlich, die haben ihre Anwaelte). Die ausstehende Bussgeld-Summe betrug damals ueber 36 Millionen Rand. Ist alles hier in diesem Forum nachzulesen. Die Polizei ausserhalb der City ist aber eingeschuechtert, die 'kleinen Syndikatsbosse' sind zu stark, als man gegen die was gross machen kann. Stellenbosch war der Versuch, mal wieder etwas Ordnung zu schaffen. Was daraus geworden ist, hat man erleben koennen. Man muss sch daran gewoehnen, dass Gangster den Strassenverkehr beherrschen. Das Verhalten dieser Exponenten ist tagtaeglich zu spueren, so man in den groesseren Orten unterwegs ist. Eine weitere Seuche ist die Vermehrung der Taxis und die rasante Ausdehnung des Geschafts, das ist sehr gut organisiert und traegt Fruechtet. So sind die Central Line der Metro nach Mitschell's Plain und Khayelitsha nach millionenschweren Beschaedigungen zZt. definitiv geschlossen. Den 'Dienst am Kunden' haben die Taxis uebernommen. So geht das!
Die Vermehrung der Taxi-Fahrzeuge ist auch an den Taxi-Ranks zu sehen, die sich weiter und weiter ausdehnen. Sich frech der oeffentlichen und privatn Parkings bedienen - und NICHTS dafuer bezahlen - oder statt Nutzen zu Bringen nur Kosten verursachen! Beispiele: 1River Mall Eersteriver, Postoffice Somerset West, Market Place Stellenbosch, Somerset Mall, etc.)
Noch Fragen?
Cheers
Battli
Gartenbahner, Modellbauer, Vielreisender. Alles in der HP www.trainmaster48.net nachzulesen.

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Beate2

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Mittwoch, 12. Februar 2020, 09:20

Heisst dass,die bezahlen einfach nicht und denen passiert dann nichts...und wenn die Behörden dann strenger werden, blockiert man eben Strassen und setzt Reifen in Brand...und bezahlt immer noch nicht,bis die Sache im Sande verläuft. Wenn wir hier zu schnell fahren, wird das Bussgeld über den Autovermieter von der Kreditkarte abgezogen.Meistens ist man dann schon wieder in D.land., Sonst würde ich vielleicht auch einen Reifen verbrennen
Die Forderung nach Einhaltung der Verkehrsregeln und Zahlung ihrer Strafen sehen viele Taxifahrer als Eingriff in ihre persönliche Selbstbestimmung :cursing: Und mit dem Druck, den sie ausüben haben sie scheinbar oft Erfolg.


Mein Mann steckte gestern auch im Chaos fest. Die Polizisten standen am Straßenrand und schwatzten :wacko: Einige Geschäfte haben irgendwann die Türen abgeschlossen, weil nichts mehr ging. U.a eine Autovermietung - wer dort gestern seinen Mietwagen abholen wollte hatte ganz schlechte Karten X(

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Dicobo

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Mittwoch, 12. Februar 2020, 09:25

Hallo Battli,
sehr interessante Ausführung über die Situation.Hört sich ja fast danach an,das die Central Line von der Minibus Mafia sabotiert wurde,um diese Strecke zu fahren. Unglaublich,dass die Stadt Kapstadt sich das gefallen lässt,einen so hohen Betrag nicht massiv einzufordern.Auf der anderen Seite sind die Minibusse für die schwarze Bevölkerung unentbehrlich und das wissen die Bosse und Fahrer,also
nahezu vogelfrei...
Dieter

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Mittwoch, 12. Februar 2020, 09:50

Das ist Teil deren "Kultur". Deswegen auch, zum Thema Sicherheit in Kleinstädten, das kann immer und überall passieren.
Jederzeit, von gleich auf jetzt.

Die Taxi (also Mini-Bus) Organisationen erschiessen sich wegen Zuteilung einer neuen 10 km Route. Wer sich die Mühe machen will: Es gibt etliche Artikel in den SA online Portalen. Im "Kleinen" gilt lieber mal die Spur frei machen wenn die angerast kommen. Ich fahre immer mal die Nebenstrecke von Century City nach Norden, bis hinter Du Noon. Da wurden die MyCiti Bus Stationen zerstört und abgebrannt. Und das sind nicht nur "H" Schilder mit einem Dach, sondern eher so Haltestellen wie in Dubai oder Frankfurt Flughafen von T1 zu T2. Viel Glas und Stahl.

70% des Personentransportes von SA geht auf deren Konto. Stellt euch mal vor die blockieren die N2!
TIA - This is Africa!

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LIRPA 1

Gaukler

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Mittwoch, 12. Februar 2020, 10:08

Hi,

sehr interessant dieser Thread und die Doppelmoral. Die Taxifahrer, die bestimmt nicht zu den Reichen gehören und sicher nicht nach Übersee fliegen um dort Urlaub zu machen, dürfen natürlich nicht gegen die Strafen vorgehen.

Anders sieht es bei den reichen Touris aus, wie hier im Forum schon öfter zu lesen war. Einige Beispiele zu Diskussionen hier im Forum:

- Da wird gebechert bis der Arzt kommt, von Weingut zu Weingut gefahren und sich danach noch ins Auto gesetzt. Darüber wird dann hier stolz berichtet.
- Es werden Tipps zu Blitzern gegeben und wie man sie erkennt. Damit man vorher und nachher (besoffen) rasen kann.
- Wenn man dann eine Strafe erhält, wird darüber diskutiert, dass der Vermieter das nicht einziehen darf und wie man am besten trickst um nicht zahlen zu müssen.
- Schuld sind immer die Anderen!

Um nicht missverstanden zu werden: Ich halte die Proteste der Taxifahrer und wie sie veranstaltet werden nicht für richtig und unterstütze das nicht.

Lilly

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Bär

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11

Mittwoch, 12. Februar 2020, 11:28

Interessante Diskussion. Dennoch - ich halte das Vorhandensein von Verbrechersyndikaten und Korruption nicht gerade für "Kultur". :rolleyes:

P.S.: was sind denn eigentlich "Protokolle"? Ich nehme an, es sind Tickets gemeint.
.
*** Wenn du nicht mehr weißt, wohin du gehen sollst, halte inne und schau zurück, woher du gekommen bist. (Sprichwort aus Afrika) ***

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Tutu

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12

Mittwoch, 12. Februar 2020, 18:20

PS.: was sind denn eigentlich "Protokolle"? Ich nehme an, es sind Tickets gemeint.
Zumindest bei uns hier im Pott nennt man die Tickets oft Protokoll oder auch „Knöllchen“.

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Bär (12. Februar 2020, 20:37)

Dicobo

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Mittwoch, 12. Februar 2020, 18:30

Hi,

sehr interessant dieser Thread und die Doppelmoral. Die Taxifahrer, die bestimmt nicht zu den Reichen gehören und sicher nicht nach Übersee fliegen um dort Urlaub zu machen, dürfen natürlich nicht gegen die Strafen vorgehen.

Anders sieht es bei den reichen Touris aus, wie hier im Forum schon öfter zu lesen war. Einige Beispiele zu Diskussionen hier im Forum:

- Da wird gebechert bis der Arzt kommt, von Weingut zu Weingut gefahren und sich danach noch ins Auto gesetzt. Darüber wird dann hier stolz berichtet.
- Es werden Tipps zu Blitzern gegeben und wie man sie erkennt. Damit man vorher und nachher (besoffen) rasen kann.
- Wenn man dann eine Strafe erhält, wird darüber diskutiert, dass der Vermieter das nicht einziehen darf und wie man am besten trickst um nicht zahlen zu müssen.
- Schuld sind immer die Anderen!

Um nicht missverstanden zu werden: Ich halte die Proteste der Taxifahrer und wie sie veranstaltet werden nicht für richtig und unterstütze das nicht.

Lilly
Ich glaube,hier hat jemand nicht so richtig verstanden,dass gewalttätige Strassenblokaden nicht mit sich gegenseitig vor Blitzern warnen, verglichen werden können. Und wenn diese Minibusfahrer, von den nicht wenige äusserst agressiv fahren und schon viele ihrer Passagier in den Tod gefahren haben,sich keinen Urlaub in Übersee leisten können, rechtfertigt auch das nicht, Protokolle und Anzeigen nicht zu zahlen. Hier muss der Staat konsequent durchgreifen,sonst ändern die ihre Fahrweise nie.Und was soll die Bemerkung "Schuld sind immer die anderen"? Hiermit werden kriminelle Minibusfahrer
mit Touristen,die Tipps zu Radarkontrollen austauschen,auf eine Stufe gestellt.

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DurbanDirk

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Mittwoch, 12. Februar 2020, 18:51

Ich glaube,hier hat jemand nicht so richtig verstanden,dass gewalttätige Strassenblokaden nicht mit sich gegenseitig vor Blitzern warnen, verglichen werden können. Und wenn diese Minibusfahrer, von den nicht wenige äusserst agressiv fahren und schon viele ihrer Passagier in den Tod gefahren haben,sich keinen Urlaub in Übersee leisten können, rechtfertigt auch das nicht, Protokolle und Anzeigen nicht zu zahlen. Hier muss der Staat konsequent durchgreifen,sonst ändern die ihre Fahrweise nie.Und was soll die Bemerkung "Schuld sind immer die anderen"? Hiermit werden kriminelle Minibusfahrer
mit Touristen,die Tipps zu Radarkontrollen austauschen,auf eine Stufe gestellt.


Ich wollte auch schon auf den Post antworten.

Danke das du das in meinem Sinne gemacht hast. :thumbsup:
LG

Dirk

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od0001 (14. Februar 2020, 14:14)

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Donnerstag, 13. Februar 2020, 00:18

Hi,

ich glaube hier wollte jemand nicht richtig verstehen, was ich geschrieben habe.

Die Reduzierung meines Beitrages auf "über Blitzer austauschen" ist dann aber weniger eine Verständnisfrage, denn eine absichtliche Veränderung.

1. Der Verweis auf die unterschiedlichen Einkommen ist doch wohl klar. Bei den Minibisfahrern geht es um die Existenz, das Überleben - bei den Touristen um ein möglichst (feucht-)fröhliches Vergnügen. Das da die Mittel andere werden ist doch wohl nachvollziehbar.
2. Es wurde ja wohlweislich überlesen, dass ich auch alkoholisiertes Fahren mit den Verstößen der Minibusfahrer gleich setze. Für ein Opfer macht es nämlich keinen Unterschied, ob es von einem Führerschein losen Minibusfahrer überrollt wird oder von einem besoffenen Weingutbesucher. Natürlich ist mir klar, dass alle Foriker auch alkohlosiert noch bestens fahren und keinen gefährden. Also ja, wer alkoholisiert oder zu schnell fährt ist auf einer Stufe mit den Minibusfahrern.
3. Richtig ist: Vor "Schuld sind immer die Anderen" wäre ein Absatz meinerseits sinnvoll gewesen. Dann wäre es weniger missverständlich gewesen. :blush: Denn das gilt für beide Klientel. Sowohl die Minibusfahrer als auch die Gesetze übertretenden Touristen suchen die Schuld nie bei sich selbst.
4. Ich hatte klar geschrieben, dass ich den gewalttätigen Protest der Minibusfahrer für falsch halte. Die Aufregung darüber scheint mir aber mehr daraus zu resultieren, dass unverschämter Weise touristische Erlebnisse geschmälert wurden. Die Fahrt von Somerset West nach Franschhoek zum Lunch wurde torpediert. Das geht ja mal gar nicht. Darüber muß man sich mal richtig ereifern. Südafrika hat sicherlich keine anderen Probleme als so etwas dramatisches....
5. Ich halte es für durchaus viel verständlicher, dass Minibusfahrer, die in ärmlichen Verhätnissen leben, ihre Protokolle nicht zahlen wollen, als Großkopferte, die in einem Forum darüber diskutieren, ob man sich beim nächsten Mal lieber First als Business gönnt. Ich wiederhole: Es gibt hier mehrer Threads, wo sich darüber ausgetauscht wird, wie man Strafen für Verkehrsvergehen nicht zahlen muß. Das ist also das gleiche wie bei den Minibus Fahrern. Der Protest ist ein anderer, das Thema das gleiche.

Auf einem ganz anderen Blatt stehen Beats Ausführungen. Die geschilderten mafiösen Strukturen der Branche gehören sicher zu den Problemen Südafrikas. Ob es aber angebracht ist, sich wegen eines entgangenen Lunches über die Südafrika typisch brennende Blockaden aufzuregen, halte ich für überlegenswert.

Lilly

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Donnerstag, 13. Februar 2020, 07:33

LIRPA 1: First Class fliegende Touristen, die viel Geld ins Land bringen und damit viele Jobs generieren,mit kriminellen Minibusfahrern in einem Atemzug zu nennen, ist sowas von unqualifiziert und bringt in dieser Diskussion überhaupt nichts!

Es gibt sogar eine Wikipedia Website über den Taxi Krieg in Südafrika,worin eine Statistik der Todesfälle duch Minibusunfälle steht (nur bis 1999), und da waren es jährlich etwa 250 Tote. Wahrscheinlich sind es mittlerweile mindestens 500 Tote jährlich, da die Anzahl Busse extrem zugenommen hat und somit die Zahl dieser gefährlichen Typen, die unverantwortungslos fahren. Diese hohe Anzahl von
Todesopfern, letztes Jahr auf der N1 bei einem Crash sofort zehn Fahrgäste tot, mit Touristen zu vergleichen, die "besoffen" herumfahren, ist unglaublich.

hego

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Donnerstag, 13. Februar 2020, 09:14

als nur economy reisender sitze ich da wohl zwischen den stühlen, bringe ja auch nicht so viel geld mit, dafür vielleicht auch mal die sicht auf die probleme der ansässigen bevölkerung wie lipra es dankenswerter weise ein wenig ins blickfeld rückte ...

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leser (13. Februar 2020, 16:40)

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Donnerstag, 13. Februar 2020, 15:42

OT zum konkreten Thema, aber trotzdem mit Bezug
Was haben folgende Feststellungen gemeinsam?
„Da jammern sie über die Klimaerwärmung, Urlauben aber ständig in sunny RSA.“
Oder
„Da können sie sich Essen und Wohnen kaum leisten, kaufen aber teure Handys, Nike und Addidas und haben Netflix.
Nichts und Vieles gleichzeitig. Beide sprechen nicht näher definierte Kollektive an, die so groß sind, dass die angeführten Widersprüche bei einzelnen INDIVIDUEN tatsächlich vorhanden sein könn(t)en, ansonsten ist die Wahrscheinlichkeit aber groß, dass das einzige Bindeglied und Gemeinsame zwischen den Konträren die Zugehörigkeit zu einer sehr großen Gruppe ist; DIE Deutschen, DIE Jungen usw. und genau deswegen, fühlt sich auch durch solche Ansagen immer Jemand angesprochen und provoziert, der gar nicht gemeint war. Man weiß nämlich oft nicht, aus welchen(r) Motiven und Betroffenheitslage heraus eine Meinungsäußerung entstand. Es sei denn, man kennt sich persönlich, was in Foren eher selten der Fall ist.


Zum Thema selber, Hallo LIPRA.
In deinem Anliegen, wenn (auch) wie folgt gemeint, gebe ich dir in einem Punkt recht. Wenn Touristen in ihrem Wohlfühlprogramm hin und wieder mit der harten Lebensrealität ihres (armen) Gastlandes konfrontiert und dadurch inkommodiert werden, ist das verständlicherweise im Einzelfall ärgerlich, aber auch kein Drama*). Sie könnten nämlich das durchaus ein Mal als Erfahrung und lehrreich verarbeiten*):
So also ist das Leben in (z.B.) RSA (und so gut geht es mir). Dass Leute, die das sowieso schon wissen, weil sie dort leben oder oft hinfahren, oder solches grundsätzlich schwer ertragen können, diese (oft tägliche) Erfahrung nicht als „Bereicherung“ ihres Alltags ansehen, ist aber auch leicht einzusehen.
Und PS: Gemeingefährliches Überholen oder Einbiegen und betrunkenes Fahren sind für mich auch in der selben Kategorie.
Grüße von einem gewissenhaften 0,5er
In der Sache selber habe ich betr. dieses und die anderen Themen über die Verkehrsmisere, abgefackelte Züge, Taximafias etc. wieder einiges dazugelernt. Jedes Mal, wenn ich dort bin, frage ich mich, wann das alles restlos kollabieren wird. Immer mehr Leute und immer weniger (funktionierende) bzw. gar keine Massenverkehrsmittel. Mir tun daher alle Betroffenen leid.
Grüße
*)PSPS und das richtete sich jetzt nicht an eine spezielle Person :blush: , Begründung siehe eingangs :whistling: war also i. A. gemeint

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