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Marc

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Sonntag, 15. März 2020, 10:09

[Corona] Folgen für die Wirtschaft


Selbst mein Reiseveranstalter hofft noch das wir Mitte April nach Peru reisen können und will die Reise noch nicht stornieren.
Die Hoffnung stirbt zuletzt! Ich finde das verantwortungslos.


Ja und nein. Die Branche sieht sich in ihrer Existenz bedroht, für etwas was früher oder später ohnehin 80% der Weltbevölkerung erreichen wird. Auch wenn Du bereit wärst für die Verzögerung des COVID-19 auf Dein gesamtes Einkommen für die nächsten Monate zu verzichten, viele können das schlicht und ergreifend nicht.
Schöne Inselgrüße Marc

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leser (15. März 2020, 15:08)

U310343

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Sonntag, 15. März 2020, 10:20

Hallo Marc
Tut mir leid aber ich habe 0 Verständnis für Deine Antwort.
Eigentlich macht sie mich wütend.

Weil man auf seine Provision nicht verzichten will schickt man Menschen auf jene ungewisse - oder eher nicht - Reise.
Wie groß ist deren Schaden?
Genauso macht es gerade der Veranstalter bei meiner Tochter.

Das ist unverantwortlich und muss Konsequenzen haben. Aber dazu ist es zu früh und meine Prioritäten liegen woanders.
Ja, wir müssen aktuell primär an uns selbst denken, das ist legitim. Aber nicht auf Kosten anderer.

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petersa (18. März 2020, 20:37), leser (15. März 2020, 15:09), Blinki (15. März 2020, 12:45)

Marc

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Sonntag, 15. März 2020, 10:31


Eigentlich macht sie mich wütend.


Das ist tatsächlich eine recht normale, rein emotionale Reaktion. Bitte bekomm diese Kritik nicht in den falschen Hals.

Weil man auf seine Provision nicht verzichten will schickt man Menschen auf jene ungewisse - oder eher nicht - Reise.
Wie groß ist deren Schaden? Genauso macht es gerade der Veranstalter bei meiner Tochter.


Wenn die Priorität auf der eigenen Gesundheit liegt, kann jeder Reisende die gebuchte Reise stornieren und die Stornierungskosten entsprechend der AGBs akzeptieren, nichts spricht dagegen.

Ja, wir müssen aktuell primär an uns selbst denken, das ist legitim. Aber nicht auf Kosten anderer.


Eben, diese "me first - Haltung" erlaubst Du Dir, bist aber nicht bereit sie Deinem Vertragspartner ebenso zu gewähren.

Das ist unverantwortlich und muss Konsequenzen haben.


Bitte denk noch mal darüber nach Wilfried, Du hinterlässt bei mir bisher den Eindruck eines weltgewandten Geschäftsmann, dazu passt Deine letzte, eher emotionale Reaktion nicht so ganz. :)
Schöne Inselgrüße Marc

Dudel

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Sonntag, 15. März 2020, 10:33

Das ist wie bei dem Rumgeeire in der Bundesliga z.B. - wer absagt, der zahlt. Und deswegen ist es für mich nachvollziehbar, wenn man als - unter Umständen in der Existenz bedrohtes - Reisebüro sich so lange wie möglich dagegen sträubt.

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U310343

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Sonntag, 15. März 2020, 10:36

Stimmt - wenn es um die Fürsorge um Menschen geht dann sehe ich das so.

Es gilt nicht immer BUSINESS AS USUAL

Marc

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Sonntag, 15. März 2020, 10:44


Es gilt nicht immer BUSINESS AS USUAL


Vollkommen richtig, aber welche Vertragspartei ist denn die schwächere?

Der Urlauber, der einen Urlaub finanziell in den Sand setzt, oder das Tourismusunternehmen, welches alle EInnahmen verliert?

Der Urlauber wird sich ärgern, trägt aber keinen bleibenden Schaden davon, das Tourismusunternehmen verliert hingegen die Möglichkeit zu überleben und auch die Möglichkeit die Mitarbeiter zu bezahlen. Die Kette ist viel weittragender und schlimmer.

Ich hatte ja noch eine indirekte Frage an Dich: Wärst Du bereit für die Verzögerung des COVID-19 auf Dein gesamtes Einkommen für die nächsten Monate zu verzichten?
Schöne Inselgrüße Marc

U310343

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7

Sonntag, 15. März 2020, 10:49

Das ist wie bei dem Rumgeeire in der Bundesliga z.B. - wer absagt, der zahlt. Und deswegen ist es für mich nachvollziehbar, wenn man als - unter Umständen in der Existenz bedrohtes - Reisebüro sich so lange wie möglich dagegen sträubt.
Gerne wieder sachlich.
Wenn ich privat buche trage ich alle Risiken.
Das Reisebüro bzw. der Veranstalter schlägt Minimum 30% auf.
Das gilt auch für den Veranstalter bei dem meine Tochter gebucht hat.
Ich schaue mir manchmal so wie hier auch die Bilanzen an.
Dabei gönne ich gerne jedem viel Geld zu verdienen.

Bei einem Rohertrag vor Personal und Vetriebskosten von 16.000T€ beträgt der Gewinn vor Steuern mehr als 10% = 1.800 T€
Keine schlechte Rendite! Da hält sich mein Mitleid in Grenzen.


Ich spreche hier nicht vom Reisebüro, die müssen mit mickrigen Margen klar kommen.

liebe Grüsse
Wilfried

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Blinki (15. März 2020, 12:46)

Armando

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Sonntag, 15. März 2020, 12:30

Hallo Wilfried,

Ich halte die Bewertung bei deiner Beispielrechnung für völlig unfair gegenüber allen diejenigen, die hart arbeiten und in der Reisebranche eine Dienstleistung erbringen.

Die Rechnung selbst ist durchaus realistisch und korrekt. Aus dem Rohertrag, üblicherweise als Deckungsbeitrag bezeichnet, errechnet sich ein Gewinn von etwa 11%. Dieser Deckungsbeitrag entspricht bei einem Reiseveranstalter, vorausgesetzt der Margenaufschlag beträgt 30%, einem Umsatz von 70.000 T€. Und dann sieht die Kennzahl für die Umsatzrendite schon etwas anders aus: Sie liegt bei gerade einmal 2,5%.

Oder anders gesagt: Bei einer teuren Reise von 5000 Euro bleiben dem Veranstalter 125 Euro als Gewinn. Von denen er noch Ertragssteuern zu zahlen hat. Sorry, aber ich halte das nicht für unfair.

Mit diesen 2,5% Umsatzrendite vor Steuern dürfte dein Veranstalter so ziemlich im Durchschnitt der Branche liegen, eher etwas darunter. Reichtümer lassen sich damit nicht verdienen.

Und so finde ich es zumindest nachvollziehbar, wenn ein Reiseveranstalter versucht, seine Geschäftstätigkeit zu retten. Denn eines ist sicher. Die Existenz aller derjenigen, die iim Reise- und Gastgewerbe arbeiten, ist durch die aktuelle Coronakrise zutiefst gefährdet. Das betrifft Reiseveranstalter, Reisebüros gleichermaßen, aber ebenso Hotels, Gaststätten, Fluggesellschaften usw. In Deutschland und in den Zielgebieten. Und noch etwas: Die Reisebranche ist kein Gewerbe, das durch Spitzenlöhne auffällt. Im Gegenteil, die Tourismusbranche steht stets am unteren Ende der Lohnskala.

Viele Grüße
Armando

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U310343

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Sonntag, 15. März 2020, 12:44

Ich hatte ja noch eine indirekte Frage an Dich: Wärst Du bereit für die Verzögerung des COVID-19 auf Dein gesamtes Einkommen für die nächsten Monate zu verzichten?
Ganz schlechte Frage:
Aktuell gehen wir davon aus das das ganze Jahresergebnis futsch geht. Wenn wir nicht noch tiefer tauchen.
Aber keine Sorge ich brauche kein Mitleid.

Wenn der Reiseveranstalter 1,800T? Gewinn macht dann kann er auch ein Jahr ertragen in dem er keinen Gewinn macht. Im schlimmsten Fall auch Verlust.
Wer sich tiefer mit Auswirkungen dieser Krise beschäftigt will sollte diesen Artikel lesen. Besser kann man die Situation kaum beschreiben.
(Der Link ist für Gäste ausgeblendet. Um ihn zu sehen, bitte registrieren!)


Ich telefoniere seit einschl. diesem Wochenende mit Menschen die um Ihre nackte Existenz kämpfen.
Aktuell Hotels, Gastronomie aber auch Fotografien und und und.

Da ist kaum einer dabei der jemals nach Gehalt 1.800T€ verdient hat.

Und wir werden nicht alle retten können.

Deshalb wird ich mich hier nicht mehr weiter zu solchem Egoismus äußern.

Wenn ich es auch überlebe werden ich in diesem thread die Zahlen aus der Bilanz dieses Veranstalters für 2020 einsetzen. Und diese werden nach meiner Einschätzung nicht negativ sein.

Leider gehöre ich zu den Menschen die das nicht vergessen.

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leser (15. März 2020, 15:25)

Marc

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Sonntag, 15. März 2020, 14:31

Ich hatte ja noch eine indirekte Frage an Dich: Wärst Du bereit für die Verzögerung des COVID-19 auf Dein gesamtes Einkommen für die nächsten Monate zu verzichten?
Ganz schlechte Frage:
Aktuell gehen wir davon aus das das ganze Jahresergebnis futsch geht. Wenn wir nicht noch tiefer tauchen.


Auch diese Antwort ist wieder nicht ganz fair. Wir reden hier in erster Linie nicht von Konzernen, die dann dieses Jahr einen Verlustvortrag in der Bilanz stehen haben, den sie dann in den Folgejahren gewinn- und steuermindernd ansetzen können, sondern von kleinen Einzelunternehmen, denen der Verlustvortrag nichts mehr bringen wird, da sie auf Grund des mangelnden Cashflows nicht mehr da sein werden. Bei denen ist nicht das Jahresergebnis futsch, sondern die Existenz.

Ich weiß nicht, ob Du Selbstständig oder in angestellter Position bist, als Angestellter wirst Du Dein Grundgehalt beziehen, bis kein Geld mehr da ist und hast somit ein Einkommen. Als Selbstständiger sieht die Welt etwas anders aus. Vielleicht sind wir uns einig, dass Du die gesamte Branche in einen Topf geworfen hast und der Reiseveranstalter, von dem Du sprichst nicht mit einem kleinen Reisebüro oder Hotel oder Restaurant vergleichbar ist. ;)
Schöne Inselgrüße Marc

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Rhino (17. März 2020, 10:24), leser (15. März 2020, 15:26)

Beate2

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Mittwoch, 18. März 2020, 20:16

diese Info poste ich mal hier, passt am Besten
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erst ESKOM, jetzt Corona ;(

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toetske (18. März 2020, 22:05), Bär (18. März 2020, 20:58)

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Mittwoch, 18. März 2020, 21:04

Ich glaube ab jetzt geht es für sehr viele ums nackte Überleben. Da wird es wenig Kulanz oder gar Wohltäter geben. 2020 wird als das Jahr mit den meisten Pleiten und Insolvenzen in die Geschichte eingehen. Die kleinen Geschäfte die bisher so eben über die Runden kamen werden jetzt in die Insolvenz gehen. Da hilft auch nicht ein zinsfreier 100K€ Kredit über 8 Jahre. Das zögert allenfalls die Insolvenz für den Zeitraum X heraus.
Der Mittelstand , die Arbeitnehmer , die 450 € Jober sind die großen Verlierer.
Man kann jedem nur wünschen , dass es ihn nicht zu hart trifft.
Bleibt gesund.
Petersa

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Mittwoch, 18. März 2020, 22:15

Danke für den Link, liebe Beate!

Zitat

A Cape Town restaurant operator, who spoke on condition of anonymity, said the new regulations discriminate against licensed restaurants by allowing unlicensed restaurants to trade without restrictions

Mir ist in diesem Artikel vor allem dieser Satz aufgefallen. Ein Unterschied zwischen Licensed und Unlicensed Restaurants ist in meinen Augen im Corona-Fall völlig absurd.

VG. Toetske
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Beate2

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Mittwoch, 18. März 2020, 23:20

Zitat

A Cape Town restaurant operator, who spoke on condition of anonymity, said the new regulations discriminate against licensed restaurants by allowing unlicensed restaurants to trade without restrictions
Mir ist in diesem Artikel vor allem dieser Satz aufgefallen. Ein Unterschied zwischen Licensed und Unlicensed Restaurants ist in meinen Augen im Corona-Fall völlig absurd.
Ich bin nicht sicher, aber vielleicht hängt die Schließung der Betriebe mit Schanklizenz damit zusammen, dass man exzessiven Alkoholgenuss vermeiden will. Die "normale" Freizeitbeschäftigung vieler in den townships ist leider das Geld, das man eigentlich eh nicht hat, zu versaufen. Und wenn durch weniger Arbeit noch weniger Geld da ist...
Es wird ja auch über ein generelles Verbot des Alkoholverkaufs nachgedacht.

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Beate2

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Donnerstag, 19. März 2020, 15:52

und die besonders Gierigen bekommen was auf die Finger :thumbup:
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