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Marc

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21

Freitag, 8. Mai 2020, 22:48


Edit: Die Casart Game Lodge wird bereits schon angeboten und viele andere: (Der Link ist für Gäste ausgeblendet. Um ihn zu sehen, bitte registrieren!)


Rein aus Neugierde, gibt es Erkenntnisse, wie so eine Lodge gehandelt wird? :whistling:
Schöne Inselgrüße Marc

Marc

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22

Samstag, 9. Mai 2020, 08:03

mal was aus der kulinarischen Ecke

Mit level 4 fangen auch mehr und mehr Restaurants einen take away und Lieferservice an, die sie vorher nicht im Angebot hatten. Das bringt hoffentlich etwas Geld in die leeren Kassen und gibt den Leuten Arbeit. Auch einige der Top Restaurants sind dabei.

Oder man kauft sich einen Gutschein für spätere Genüsse.


Das sind die selben Verzweifelungstaten, wie bei uns. Nach meiner wirtschaftlichen Einschätzung verlängert das nur den Exitus und der Glaube an ein Wunder. Ja, "take away" bringt etwas Geld in die leeren Kassen und erhält einen Teil der Arbeitsplätze, bei den Gastronomen in meinem Umfeld sind das zwischen 15-20% des regulären Umsatzes, die laufenden Kosten konnten aber nur auf 60-70% reduziert werden. Entsprechend müssen die Unternehmer zubuttern, es ist eine Illusion, dass das zielführend ist.

Genauso sieht es mit den Gutscheinen aus. Es bringt jetzt etwas Geld in die Kassen, verlagert das Problem aber nur auf später, wo dann quasi unentgeltlich der Gutschein eingelöst werden muss. Auch das ist nur ein Todeskampf und keine Hilfe. Hinzu kommt das Risiko, dass der Gutschein-Käufer gar keine Gegenleistung mehr bekommt, da der Betrieb einfach nicht mehr existiert.

Selbiges gilt im Übrigen für die erlaubte 50%-Eröffnung in Deutschland, das schafft zwar Einkommen, aber streng genommen müsste man jedem Gastronomen empfehlen jetzt Insolvenz anzumelden, anstatt jeden Monat noch mehr Schulden aufzubauen. Ich schätze, es wird im nächsten Jahr 50-70% der Gastronomie, die wir lieb gewonnen haben, nicht mehr geben, die Insolvenz-Pandemie wird sich auf Zulieferer und auch Verpächter ausweiten, auch Banken werden da ein massives Problem bekommen. Das einzig Gute daran ist, ist die Tatsache, dass die Branche sehr homogen ist, dieser Shutdown wird viele alt eingesessene Gastronomen zerstören und das Feld für viele neue Gastronomen ebnen. Nur unser altes Lieblingsrestaurant wird es nicht mehr geben. ;(
Schöne Inselgrüße Marc

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Beate2

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23

Samstag, 9. Mai 2020, 11:04


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toetske (9. Mai 2020, 22:35), Tutu (9. Mai 2020, 13:02)

M@rie

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24

Samstag, 9. Mai 2020, 11:55

Das sind die selben Verzweifelungstaten, wie bei uns. Nach meiner wirtschaftlichen Einschätzung verlängert das nur den Exitus und der Glaube an ein Wunder.

ganz ehrlich? ich merke hier u.a. auch vor Ort gerade, dass der, der kreativ ist die besten Chancen hat - okay, vllt aktuell nicht die besten Umsätze macht, aber eben in Erinnerung bleibt bzw sich bringt und so überleben wird.... bspw eine Kosmetikerin, die derzeit nicht arbeiten kann verschickt per Whatsapp Tutorials an ihre Kunden und promotet so Produkte, die sie dann verkauft und per Fahrrad ausliefert, die kleine Kaffeerösterei in einem Ladenlokal, promotet sich per Flyer und liefert ebenfalls regional aus - der "Grieche um die Ecke", der bisher kein Liefer- bzw Abholservice hatte und nun umgestellt hat - eine Köchin aus Paris, die ihr Restaurant geschlossen hat, aber die gelieferten, regionalen Lebensmittel verkauft und so auch ihre Zulieferer unterstützt, denn deren andere Restaurantkunden sind weggebrochen und und und

Hier vor Ort haben sich schon vor Jahren einige Händler und Dienstleister zusammengeschlossen, halt regional und nur vor Ort - eine Online-Plattform geschaffen, über die bestellt werden kann, Bestellungen werden zusammengefasst und ggf tagggleich ausgeliefert. Die Grundidee ist sicherlich sehr gut, aber anstatt, dass sich weitere anschliessen und das Angebot ausgebaut werden kann, wird gejammert, dass so wenig diesen Service nutzen - schaut man sich die bisherigen Teilnehmer an, wundert es nicht wirklich.... diese Plattform hätte wesentlich stärker in AKtion treten können/müssen. Wir haben hier vor Ort auch eine regionale SuMa-"Kette", innerhalb der Stadt 4 größere Läden, die schon seit Jahr und Tag jeweils einen Lieferservice haben - es muss halt zunächst im Laden eingekauft werden - sprich, die Infrastruktur des Lieferdienstes wäre vorhanden. Nun beschwert sich der Geschäftsführer, dass so viele Kunden zu den Online-Supermärkten abgewandert wären - warum nicht selber einen regionalen Online-Shop aufbauen und - wie bisher - regional begrenzt ausliefern?

klar, Hotels können keine "Betten to go" anbieten, aber wer flexibel und kreativ ist, bringt sich bzw bleibt in Erinnerung und das gilt in vielen Bereichen - Anpassungsfähigkeit ist gefragt und btw mit den Gutscheinen, da gibt es die Gegeninitiative, nämlich dass die Käufer die Gutscheine zerreissen, nur... wer von vornherein noch nicht einmal an so einer Aktion teilnimmt, bringt sich dann selber um diese Chance.
lG M@rie

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Beate2

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25

Samstag, 9. Mai 2020, 12:09

PicknPay und Woolworths bieten hier schon lange einen online Lieferservice. Zu Beginn des lockdowns lag die Wartezeit auf eine Lieferung bei ca 10 Tagen. Sie waren von der Nachfrage selbst überrascht und wollten das Angebot deutlich ausweiten, wie es aktuell ist weiss ich nicht.
Die kleineren SPAR-Märkte haben sich mit einem Lieferservice angeschlossen, der brummt auch. Woolies bietet seit kurzem auch "click & collect" - online bestellen, mit der Filiale einen Zeitpunkt vereinbaren, dann kommt ein Mitarbeiter mit dem Einkauf zu extra markierten Parkplätzen dicht am Eingang in die Mall. Find ich gut :thumbup: ! Geht schneller als der Lieferservice nach Hause und man muss nicht in den Supermarkt.
Wobei wir hier neulich erstmals seit 5 Wochen wieder eine Warteschlange vor und im Laden gesehen haben. Sonst ist alles ziemlich relaxt. Und es gibt immer noch alles 8o

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M@rie

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26

Samstag, 9. Mai 2020, 12:26

Die kleineren SPAR-Märkte haben sich mit einem Lieferservice angeschlossen, der brummt auch. Woolies bietet seit kurzem auch "click & collect" - online bestellen, mit der Filiale einen Zeitpunkt vereinbaren, dann kommt ein Mitarbeiter mit dem Einkauf zu extra markierten Parkplätzen dicht am Eingang in die Mall. Find ich gut :thumbup: ! Geht schneller als der Lieferservice nach Hause und man muss nicht in den Supermarkt.

:thumbup: genau sowas meine ich .... finde ich ebenfalls klasse und "click & collect" wäre auch hier - also jeweils regional - ebenso möglich - einige Ketten bieten es an (Drogerie, großer Kaffeeröster, Möbel, Mode - wobei Möbel per"click & collect"? :whistling: 8o :D )

Ich bestelle zur Zeit auch Lebensmittel online, habe da 3 "Online-SuMä" zur Auswahl, anfangs war es kein Problem ein Liefertermin innerhalb der Woche zu bekommen (also bspw Dienstag bestellt, Freitag geliefert), dann wurde es immer schwieriger - ein SuMa hatte gar keine Lieferfenster mehr, einer im 4Wochen-Rhythmus, bei dem 3. mit viel Glück innerhalb von 14 Tagen - SuMa 1 und 3 haben ihre Lieferkapazitäten hochgefahren, da ist es jetzt wieder möglich innerhalb einer Woche einen Liefertermin zu bekommen - würden hier die SuMas einen "click&collect"-Service anbieten, würde ich lieber den in Anspruch nehmen und ich glaube, da wäre ich nicht die einzige
lG M@rie

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27

Samstag, 9. Mai 2020, 12:37

@ den Relaunch des Fliegens und die Kosten von „social distancing“ im Flugzeug laut IATA
(Der Link ist für Gäste ausgeblendet. Um ihn zu sehen, bitte registrieren!)
@M@rie,#24 ff
Kann ich aus meinem Umfeld in A voll bestätigen, ich sehe da in der Praxis ein viel differenzierteres Bild als die generelle Weltuntergangsstimmung vermuten ließe, quer durch alle Sparten, Handel, Dienstleister, bis Gewerbe und Industrie.
Viele „Kleine“ waren sehr kreativ, haben ihre Stammkunden aktiviert, werden von diesen unterstützt. Lieferservice etc. aufgestellt, aber sicherlich ist der Arbeitsaufwand/Umsatzeinheit enorm gestiegen. Das muss es einem aber Wert sein.

Hart getroffen sind Dienstleister, die obige Möglichkeiten nicht haben. Über die „informell“ erbrachten Leistungen wissen wir aber nichts. Nicht alle, die ich auf der Straße sehe, haben eine lange Mähne. Manchen Händlern und Dienstleistern ist aber alles weggebrochen, z. B. einem Trachtenmodengeschäft udgl.

Industriebetriebe in meiner Umgebung waren teilweise bis kaum und gar nicht stillgelegt. Branchen, denen die Lieferkette für Vormaterialien und –produkte nicht abgerissen ist, konnten weitermachen, nach kurzen Unterbrechungen zur Umsetzung der Hygienemaßnahmen. Wo nicht, wird schon seit ein paar Wochen wieder angefahren. Die Informationen in Medien dazu sind aber dürftig, werden aber mehr.

Aber sicher, wer viel Fremdkapital und/oder Außenstände hat, ist arm dran.

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M@rie

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28

Samstag, 9. Mai 2020, 13:19

Industriebetriebe in meiner Umgebung waren teilweise bis kaum und gar nicht stillgelegt.

es gab auch nie die (behördliche) Anweisung, dass der Shutdown auch für die Industrie gelten soll (im Gegensatz bspw zu Italien etc), dass in (größeren) Industriebetrieben die Arbeit stillstand hat einzig mit weggebrochenen Lieferketten bzw Nachfrage zu tun, ganz zu schweigen von den Zweigen, in denen schon vor SARS Cov II Kurzarbeit drohte und die die Pandemie "mit Kußhand genommen" haben, um Staatshilfen in Anspruch zu nehmen

sicherlich ist der Arbeitsaufwand/Umsatzeinheit enorm gestiegen.
ja, es ist erheblicher Mehraufwand und es fällt sicherlich erst einmal nach einer gewissen Schockstarre nicht leicht, sich aufzuraffen.... dennoch.... Anpassungsfähigkeit, Flexibilität, Kreativität kann das Überleben sichern

bspw hat ein Hotelier hier im Ort, der sein Hotel schliessen musste, aber sein Personal nicht entlassen wollte eben Kurzarbeit beantragt und geichzeitig die Betten für hiesige Obdachlose zur Verfügung gestellt (deren Anlaufstellen ja komplett dicht gemacht werden mussten) - ein anderer Hotelier vor Ort wollte eh sein Hotel umbauen bzw renovieren und hat dieses Projekt nun vorgezogen - die zeitweise Schliessung und Ausgaben waren eh geplant, nur das "wann" kam halt ungeplant bzw plötzlich. Auch "mein" Friseur sprach schon seit Jahren von einer geplanten Modernisierung, diese Ausgaben waren ebefalls geplant und er hat jetzt die Wochen genutzt, seinen Salon zu modernisieren - sicherlich nicht auf alle Branchen anwendbar und ja, es gibt Bereiche, da werden Insolvenzen/Geschäftsaufgaben folgen, dennoch .... kein Grund für generelle Weltuntergangsstimmung *find*



*edit* bzgl "social distancing" im Flieger .... LH will ja besonders schlau sein und fordert Maskenpflicht in ihren Fliegern (jeder Fluggast soll seine eigene mitbringen), sie wollen aber damit bspw den Mittelplatz weiterhin besetzen
lG M@rie

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toetske (9. Mai 2020, 22:42), Beate2 (9. Mai 2020, 14:23), Tutu (9. Mai 2020, 13:29)

29

Samstag, 9. Mai 2020, 13:54

Noch ein PS @ die professionelle Hotelerie, also nicht die „Zimmer frei“ Fahnenbesitzer, die flexibler reagieren können und nicht so verwundbar sind.
Hier spielt sich lt. den Medienberichten gerade etwas bizarr Paradoxes ab. Heuer ist ja überall „Heimaturlaub“ angesagt. Anbieter wie Urlauber in spe warten nur mehr auf die Freigabe, die bald aber sicher vor der Sommersaison kommen wird, damit ist wohl zu rechnen, wollen daher buchen. Das ist aber gar nicht so einfach, weil viele Zimmer schon gebucht (!!!!) sind, und zwar durch (noch) nicht abbestellte Vor-Corona-Buchungen. Die Gebuchten warten (auch auf wiederholte persönliche Anfrage) zu, ob es nicht vielleicht doch noch geht und die Betreiber müssen zähneknirschend mitmachen um die Kunden insbes. Stammkunden nicht zu vergrämen……und verlieren sichere Neubucher*). Es ist wie bei High Noon; Wer zieht zuerst?

*)Einfach verrückt, jemand hat mir unlängst erzählt, dass er ganz schön beschäftigt war, im Salzkammergut 2 Zimmer zu kriegen…..weil ausgebucht.
In A konnten sich außerdem Beherbungsbetriebe als "Schlüsselbetrieb" registrieren und konnten für notwendige "Dienstreisen" offen halten, dieser Markt ist in normalen Zeiten gar nicht so klein, jetzt natürlich auch eingeschränkt....

@ M@rie, sehe ich auch so und weiß betr. Industrie, in Medien und „den Foren“ wurde aber ein anderes Bild gemalt. Z.B ist in meiner Nähe das Stammwerk eines großen IT-Unternehmens mit mehreren Produktionsstätten in China, was aber auf die in A hergestellten Produkte keinen negativen Effekt hatte. Die Hygienemaßnahmen war für sie natürlich ein Klacks, siehe produzieren voll, und die in China wg. Schließung ausgefallen Produktion wird nicht abgeschrieben sondern mit Überstunden herein gearbeitet….könnte man noch lange fortsetzen... wie das Röhrenwerk im Bezirk, das wegen des Ölpreisverfalls schon vor Corona in Kurzarbeit war.....

Marc

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Sonntag, 10. Mai 2020, 14:09

Ich freue mich ja, dass Ihr das so positiv seht. Tatsächlich ist proaktives Handeln auch durchaus gefragt und manchmal hilft es da sogar nicht zu kaufmännisch zu denken, sondern einfach mutig ins kalte Wasser zu springen. Wenn man mit dem Rücken zur Wand steht, ist es letztendlich eigentlich sogar egal, wie hoch die Insolvenz dann ausfällt und eventuell ist ja auch doch noch ein Wunder möglich. :) ;)


Viele „Kleine“ waren sehr kreativ, haben ihre Stammkunden aktiviert, werden von diesen unterstützt. Lieferservice etc. aufgestellt, aber sicherlich ist der Arbeitsaufwand/Umsatzeinheit enorm gestiegen. Das muss es einem aber Wert sein.


Vollkommen richtig und diese Kreativität ist atemberaubend, ich staune - wenn man aktuell bei gutem Wetter z.B. durch Hamburg fährt - was da alles kulinarisch auf der Straße to-go angeboten wird und wie viele Menschen dort unterwegs sind. Das Problem ist nur, dass die allermeisten dieser "vielen, Kleinen" nie wirklich viel Geld verdient haben (übrig hatten), wenn die Arbeitsaufwand/Umsatzeinheit dann noch schlechter ausfällt, bleibt eben nichts mehr übrig, bzw. es muss noch Geld mitgebracht werden. Wohl dem, der es dann hat (oder vielleicht auch noch gar nicht weiß, dass er es nicht hat).


Aber sicher, wer viel Fremdkapital und/oder Außenstände hat, ist arm dran.


Klar trifft es das Unternehmen mit finanzierter Immobilie mehr, als einen Pächter mit einer GmbH. Im zweiten Fall ist jetzt die geplante Insolvenz der Joker.

bspw hat ein Hotelier hier im Ort, der sein Hotel schliessen musste, aber sein Personal nicht entlassen wollte eben Kurzarbeit beantragt und geichzeitig die Betten für hiesige Obdachlose zur Verfügung gestellt (deren Anlaufstellen ja komplett dicht gemacht werden mussten) - ein anderer Hotelier vor Ort wollte eh sein Hotel umbauen bzw renovieren und hat dieses Projekt nun vorgezogen - die zeitweise Schliessung und Ausgaben waren eh geplant, nur das "wann" kam halt ungeplant bzw plötzlich. Auch "mein" Friseur sprach schon seit Jahren von einer geplanten Modernisierung, diese Ausgaben waren ebefalls geplant und er hat jetzt die Wochen genutzt, seinen Salon zu modernisieren - sicherlich nicht auf alle Branchen anwendbar und ja, es gibt Bereiche, da werden Insolvenzen/Geschäftsaufgaben folgen, dennoch .... kein Grund für generelle Weltuntergangsstimmung *find*


Wohl dem, der die Renovierung/Umbau/Sanierung ohnehin geplant und vorab bereits finanziert hatte. Das ist dann tatsächlich großes Glück. In unserer Region ist hingegen genau das Gegenteil der Fall, alle haben den vergangen Winter (hier ruhige Zeit) genutzt und viel Geld ausgegeben, in der Erwartung, dass mit den Osterferien die Einnahmen kommen. Das ist nun ausgefallen.

Auch die genannten Lebensmittel-Lieferkonzepte müssen im Übrigen ja bezahlt werden. Meist sind das ja eher hochpreisigere Supermärkte, die entsprechend auch mehr Spanne haben und der Kunde bereit ist das zu zahlen. Generell ist eine EDEKA/Rewe/Spar (als Beispiel) aber auch 30% teurer, als ein Discounter, das können auch nicht alle Kunden nutzen.

Aber alle diese Dinge sind nur zum Teil auf Südafrika zu übertragen. Denn dort ist erstens der shut-down wesentlich strenger, zweitens sind die möglichen Hilfsmassnahmen wesentlich geringer, drittens gibt es fast keinen Arbeitsplatzschutz (hire & fire) und viertens sind die Lohnkosten deutlich niedriger. Auf Grund des letzten Punktes lassen sich da z.B. Lieferdienste deutlich einfacher realisieren und gewinnbringend bewirtschaften.
Schöne Inselgrüße Marc

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SilkeMa (11. Mai 2020, 21:26)

31

Montag, 11. Mai 2020, 10:58

Hallo Marc, was ich geschrieben habe, heißt nicht, dass ich deine Besorgnis nicht teile. Ich wollte nur zum Ausdruck bringen, dass die Situation nicht derart aussichtslos ist, wie öfters pauschal dargestellt. Für schon bisher bw. Grenzwertige aber wahrscheinlich eher doch, leider. In A wird ab Freitag die Gastronomie wieder öffnen. Der eigentliche Härtetest fängt mE dann erst an, nämlich die Abstandsregelung, also stark reduzierte Auslastung. Für kleine Lokale ein großes Problem. Meine Gemeinde wird die „Schanigarten“-Regelung großzügig und kostenlos erweitern.
Die Situation in SA ist unvergleichlich schlechter, trist, weil keine Kompensationen wie bei in reichen Ländern.

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Dicobo (11. Mai 2020, 18:53)

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32

Montag, 11. Mai 2020, 12:44

Die Situation in SA ist unvergleichlich schlechter, trist, weil keine Kompensationen wie bei in reichen Ländern.


Dafür hat es Südafrika in der Nachsaison getroffen, dass heißt die Hauptumsätze in deren Sommer sind eingefahren. ;)
Schöne Inselgrüße Marc

33

Montag, 11. Mai 2020, 13:09

Die Situation in SA ist unvergleichlich schlechter, trist, weil keine Kompensationen wie bei in reichen Ländern.
Dafür hat es Südafrika in der Nachsaison getroffen, dass heißt die Hauptumsätze in deren Sommer sind eingefahren. ;)
Na ja, wenn du das darauf einengst......
ich habe das allgemeiner gesehen.....

Marc

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Montag, 11. Mai 2020, 14:10

Allgemein hast Du natürlich recht, aber es wäre für Südafrika bedeutend schlimmer gekommen, wenn der Shut-Down Ende November begonnen hätte, da wären die Kassen nämlich leer gewesen, so sind sie von der gerade noch normal abgeschlossenen Sommersaison zunächst zumindest gut gefüllt.
Schöne Inselgrüße Marc

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SilkeMa (11. Mai 2020, 21:28)

Serengeti

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Montag, 11. Mai 2020, 17:49

Hi,

Thema Online Lieferservice/Lieferung
Das war in Vergangenheit eigentlich oft reines Teufelszeug. Man hat diese Form des Einkaufs immer nur oder zumindest sehr oft mit dem Am... Händler in Verbindung gebracht. Daß auch innovative und geschäftstüchtige Läden im Umfeld dies anbieten schien eher für viele fremd gewesen zu sein ---- und wie gesagt, grds. mit der angesprochenen "Verknüpfung" unbedingt zu meiden. So habe ich dies besonders in meinem Umfeld erlebt.

Schwieriges Thema Restaurant
Aktuell versuche ich vermehrt mit den angesprochenen Gutscheinen und Lieferservices meine geliebten Restaurants zu unterstützen und ich denke, daß sich da auch durchaus die Spreu vom Weizen trennen wird. Wenn man sich mal die Vergangenheit diesbezüglich genauer betrachtet, kenne ich zig Lokalitäten, die eröffnet und nach einigen Monaten wieder geschlossen haben, und dies in ein und derselben Lage/Haus. (Auch ohne Corona) Bewegt man sich mal durch bestimmte Strassen von Großstädten, findet man einen Griechen, Italiener, Döner, Thailänder und,und,und, in einer Strasse nebeneinander. Dieses "Überangebot" an vielen sogenannten Restaurants hat mich schon immer heftig erstaunt und ist mir nicht unbedingt positiv aufgefallen. Da schlägt natürlich Corona extrem ein. Ich habe da, wie schon angedeutet, eine etwas differenzierende Meinung dazu. Und innovativ, gut und dann überlebensfähig zu sein(wie Marie schon schrieb) finde ich nicht ganz so schlecht.
VG
Serengeti

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toetske (11. Mai 2020, 22:41)

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Montag, 11. Mai 2020, 18:59

Allgemein hast Du natürlich recht, aber es wäre für Südafrika bedeutend schlimmer gekommen, wenn der Shut-Down Ende November begonnen hätte, da wären die Kassen nämlich leer gewesen, so sind sie von der gerade noch normal abgeschlossenen Sommersaison zunächst zumindest gut gefüllt.
Die vergangene Hochsaison war aber katastrophal, über 50% der Lodges hatten weniger Übernachtungen als in den Jahren zuvor,teilweise nur zu 40% gebucht. Dadurch hatten auch die Restaurants weit weniger zu tun. Wir haben nich nie so leicht einen Tisch reservieren können. Also viel Speck ansetzen konnte man leider nicht. Und die Buchungen für die kommende Hochsaison am Western Cape sind natürlich noch dramatischer zurück gegangen. Die Self Catering Lodge, in der wir überwintern, hat gerade mal zwei seiner sechs Wohnungen für ein paar Wochen vermietet,wovon wir eine Wohnung von Ende November bis Februar gebucht haben.Keine gute Aussichten fürs Kap.

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Marc (14. Mai 2020, 11:08), toetske (11. Mai 2020, 22:42)

Kenya

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Montag, 11. Mai 2020, 21:12

Und viele 1000 weitere Jobs gehen meiner Meinung völlig unnötigerweise verloren X(
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toetske (11. Mai 2020, 22:43)

Rhino

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Montag, 11. Mai 2020, 21:55


Selbst mein Reiseveranstalter hofft noch das wir Mitte April nach Peru reisen können und will die Reise noch nicht stornieren.
Die Hoffnung stirbt zuletzt! Ich finde das verantwortungslos.


Ja und nein. Die Branche sieht sich in ihrer Existenz bedroht, für etwas was früher oder später ohnehin 80% der Weltbevölkerung erreichen wird. Auch wenn Du bereit wärst für die Verzögerung des COVID-19 auf Dein gesamtes Einkommen für die nächsten Monate zu verzichten, viele können das schlicht und ergreifend nicht.

Ich denke das ist hier eine Fehlzuordnung. Nicht der Virus oder die Krankheit Corona/Covid19 bedrohen die Branche, sondern die vermeintlichen Gegenmassnahmen und deren Folgen tun das. Ueber ein Jahr gesehen duerfte COVID19 naemlich die Gesamtsterblichkeit nur mariginal erhoehen. Schliesslich war die Begruendung fuer die Massnahmen ja auch, dass man eine Ueberlastung des Gesundheitswesens vermeiden wollte. Die ist tatsaechlich ausgeblieben, inwiefern die Massnahmen das bewirkt haben ist noch eine offene Frage wobei sich da ein Trend abzeichnet.

Fuer Suedafrika ist das Problem aber auch der Umstand dass:
1.: bereits 30% der Bevoelkerung von Arbeitslosigkeit betroffen waren.
2.: Die Grippesaison in den Australwinter faellt - Also ueber einen Monat von jetzt.
3.: Die Bevoelkerung durch den Lockdown an privaten und zivilgesellschaftlichen Vorbereitungsmassnahmen gehindert wurde.
4.: Verarmung weitere Gesundheitsrisiken mit sich bringt.
5.: Die Strangulierung der Wirtschaft mit der Zeit auch staatliche Massnahmen erschweren wird.

Und nicht zu vergessen, dass mit diesem staatsstreichaehnlichem Lockdown auch noch jede Menge krumme Sachen verbunden sind. Im ANC gibt es auch seit laengerem einen Richtungsstreit. Da ist so ein Ausnahmezustand freilich ein willkommenes Mittel um Sachen abzuwuergen. Bleibt zu hoffen das da Vernunft einkehrt und die verrueckten Massnahmen endlich ein Ende haben.

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riccarda (31. Mai 2020, 21:59), Marc (14. Mai 2020, 11:10)

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Montag, 11. Mai 2020, 23:27

Ein Kommentar zu den wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise in RSA:
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Beste Grüße von Christiane

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Donnerstag, 14. Mai 2020, 11:13

Die vergangene Hochsaison war aber katastrophal, über 50% der Lodges hatten weniger Übernachtungen als in den Jahren zuvor,teilweise nur zu 40% gebucht. Dadurch hatten auch die Restaurants weit weniger zu tun. Wir haben nich nie so leicht einen Tisch reservieren können. Also viel Speck ansetzen konnte man leider nicht. Und die Buchungen für die kommende Hochsaison am Western Cape sind natürlich noch dramatischer zurück gegangen. Die Self Catering Lodge, in der wir überwintern, hat gerade mal zwei seiner sechs Wohnungen für ein paar Wochen vermietet,wovon wir eine Wohnung von Ende November bis Februar gebucht haben.Keine gute Aussichten fürs Kap.


Oh, das ist für mich tatsächlich neu. Wir haben nach 20 Jahren ein Jahr ausgesetzt, da wir unserer 2-jährigen Tochter den langen Flug nicht zumuten wollten. Gibt es Erkenntnisse, warum die vergangene Hochsaison so viel schlechter gebucht war?

Ein sehr guter Artikel, Christiane! :thumbup:
Schöne Inselgrüße Marc

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