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Lillifee

Schüler

  • »Lillifee« ist der Autor dieses Themas

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1

Dienstag, 26. September 2006, 10:26

Kriminalitaet in Suedafrika

Seit ein paar Jahren lebe ich mit meiner kleinen Familie in Suedafrika. Alles war so perfekt und rosig in den letzten Jahren. Die Kriminalitaet kennt man nur aus Zeitungsberichten und Erzaehlungen Betroffener. Aber bisher ist uns selber nie etwas passiert.

Die ersten Jahre haben wir in Johannesburg und Pretoria gelebt. Ueberfaelle und Entfuehrungen waren an der Tagesordnung. Das alles hat uns eher sekundaer beruehrt, denn es war ja nicht unser Shopping Center oder unsere Strasse. Doch seit ein paar Wochen stellen wir fest, dass gerade die Ueberfaelle auf Shopping Center zunehmen. Da wo wir taeglich mit unserem Kleinkind einkaufen gingen, vermehren sich die Ueberfaelle. Menlyn Mall und Brooklyn Square in Pretoria, oder wie gestern in Cresta (Joburg). Meine Freunde haben dieses Drama life miterlebt. Schrecklich.

Seit einem Jahr leben wir am Kap. Naja, hier ist ja alles noch nicht so schlimm wie in Gauteng - dachten wir bis zum letzten Wochenende. Mit unserem kleinen Sohn machten wir einem Ausflug zur Weinfarm Boschendal. Ploetzlich sprangen 3 Maenner (bewaffnet mit 2 Kalaschnikows!!!) auf die Strasse und entführten das Auto vor uns! Das Ehepaar wurde aus dem Auto gezerrt und die Gangster machten sich über alle Berge...
Waeren wir das erste Auto gewesen - sie haetten unseren Sohn, der auf der Rueckbank im Kindersitz sass, einfach mitgenommen...

Zum ersten Mal begriffen wir, dass wir es in diesem Land so schwer verantworten koennen, unserem Sohn eine sichere Zukunft zu geben.

Herzliche Gruesse,
Lillifee

joubertpark

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2

Dienstag, 26. September 2006, 11:15

RE: Kriminalitaet in Suedafrika

hallo lilli ,tut mir leid was ihr miterlebt habt. eins kann ich dir garantieren, eine sichere zukunft hat euer Sohn in SA. auf keinen Fall. gruß B.

asango

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3

Dienstag, 26. September 2006, 12:09

Das hört sich schrecklich an.
Hoffentlich könnt Ihr das Erlebnis möglichst bald verarbeiten.
Wünsche Euch alles Gute.

Erschreckend ist aber, dass es "einfach so" passiert ist und jeden treffen kann. Ich meine: tagsüber, nette Gegend, usw.
Never underestimate the power of your actions; with one small gesture you can change a person's life.

Satara

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4

Dienstag, 26. September 2006, 18:15

RE: Kein Silberstreif am Horizont .....

Zitat

Original von Lillifee
Seit ein paar Jahren lebe ich mit meiner kleinen Familie in Suedafrika. Alles war so perfekt und rosig in den letzten Jahren. Die Kriminalitaet kennt man nur aus Zeitungsberichten und Erzaehlungen Betroffener. Aber bisher ist uns selber nie etwas passiert.

Die ersten Jahre haben wir in Johannesburg und Pretoria gelebt. Ueberfaelle und Entfuehrungen waren an der Tagesordnung. Das alles hat uns eher sekundaer beruehrt, denn es war ja nicht unser Shopping Center oder unsere Strasse. Doch seit ein paar Wochen stellen wir fest, dass gerade die Ueberfaelle auf Shopping Center zunehmen. Da wo wir taeglich mit unserem Kleinkind einkaufen gingen, vermehren sich die Ueberfaelle. Menlyn Mall und Brooklyn Square in Pretoria, oder wie gestern in Cresta (Joburg). Meine Freunde haben dieses Drama life miterlebt. Schrecklich.

Seit einem Jahr leben wir am Kap. Naja, hier ist ja alles noch nicht so schlimm wie in Gauteng - dachten wir bis zum letzten Wochenende. Mit unserem kleinen Sohn machten wir einem Ausflug zur Weinfarm Boschendal. Ploetzlich sprangen 3 Maenner (bewaffnet mit 2 Kalaschnikows!!!) auf die Strasse und entführten das Auto vor uns! Das Ehepaar wurde aus dem Auto gezerrt und die Gangster machten sich über alle Berge...
Waeren wir das erste Auto gewesen - sie haetten unseren Sohn, der auf der Rueckbank im Kindersitz sass, einfach mitgenommen...

Zum ersten Mal begriffen wir, dass wir es in diesem Land so schwer verantworten koennen, unserem Sohn eine sichere Zukunft zu geben.

Herzliche Gruesse,
Lillifee


Es ist wirklich deprimierend - und am schlimmsten finde ich es, dass es einfach keinen Silberstreif am Horizont gibt, der Hoffnung auf Besserung verspricht.

Nach dem was Du erzählst, scheint ja die Gewalt weiter zu zu nehmen, statt mal endlich weniger zu werden. Weil sich die Menschen versuchen zu schützen, werden jetzt auch immer mehr Bereiche betroffen, die bisher als sicher galten - so auch jetzt die Einkaufszentren oder die "Wein-Route".

Wo soll das noch hinführen ???
Wenn natürlich die Gangster nichts zu befürchten haben, selbst wenn sie mal gefasst werden, ist klar dass die Gewalt weiter eskaliert. Es werden keine Grenzen gesetzt.

Ich wünsche Euch, dass Ihr bald wieder ruhig schlafen könnt und hoffe, dass Ihr auch bald wieder angstfrei durch die Lande fahren könnt - sofern das jetzt noch überhaupt möglich ist.
Viele Gruesse
S.

..... and still missing Charly ;(

Kongo-Otto

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5

Dienstag, 26. September 2006, 20:17

RE: Kein Silberstreif am Horizont .....

Und das besonders deprimierende: IN 20 Jahren werden wir in SA die gleichen Verhältnisse wie in Zim haben. Der Exodus der Weissen hat eh schon begonnen und wird durch politisch gewollte Maßnahmen wie BEE beschleunigt.

yellowcat

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6

Dienstag, 10. Oktober 2006, 11:46

RE: Kriminalitaet in Suedafrika

Echt traurig - ist Südafrika doch ein so schönes Land!

Eine Frage: Was das denn tagsüber?

LG
Yellow

Maline

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7

Dienstag, 10. Oktober 2006, 20:26

Die Frage kann sogar ich Dir beantworten, da Weinfarmen gewöhnlich etwa von 10 bis 16 Uhr geöffnet haben. Manchmal etwas länger....

Maline

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8

Dienstag, 10. Oktober 2006, 20:34

Das ist echt deprimierend... vor allem, weil es quasi vor meiner Haustür war.

Wir sind noch ein Jahr hier, eigentlich nur wegen mir, mein Freund ist fertig mit seiner Arbeit. Ich will sowieso nur noch hier weg und halte nur irgendwie durch. Meine Nerven sind dauerangespannt... ich weiß, es klingt übertrieben und viele verstehen mich nicht. Aber an Tagen, wenn ich solche Geschichten wie diese lese, ist es besonders schlimm. Vielleicht, weil wir die Verantwortung für kleine Kinder mittragen.

Und es deprimiert mich so, weil ich weiß, daß für meine Kinder hier ein Stück Heimat ist und immer sein wird und ich mir eigentlich wünsche, daß sie hier immer mal für Besuche herkommen können, ohne sich Sorgen machen zu müssen.

Maline

Heinz

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9

Mittwoch, 11. Oktober 2006, 03:33

Maline, Du hast sicher recht, aber wir können alle zurück nach "wo auch immer". Viele werden ihr Leben lang Heimweh haben nach Südafrika, auch das stimmt sicher. Nur ist das, was ihr erlebt NICHTS gegen die Erlebnisse, die schwarze Familien verarbeiten müssen und die haben den Nachteil, sich eben nicht in eine behütete Gemeinschaft zurück ziehen zu können. Zurück nach Europa oder ähnlich.
Und solange man mir nur mein Auto nimmt, werde ich wohl kaum hysterisch werden.
Heute kam z.B. Thio, einer der Arbeiter, die für mich werkeln, mit einem Dicken Pflaster auf der Schulter zur Arbeit. Er sollte für seine Mutter Brot und Milch holen. 30 Rand hatte sie ihm gegeben und die reichten aus dafür, dass er von 2 anderen fast "abgestochen" wurde. Sie wollten ihn töten, um an die 30 Rand zu kommen. Die ganz gewöhnliche art "Beute" zu machen. Sie wollten wohl zum Bottle Store, einen trinken.... für 30 Rand.
Meine Frage, gerichtet an Zandile, wieso Thio keine Polizei gerufen hat, hat sie nicht einmal mehr übersetzt, sondern mich gleich gefragt: "Warum?"
Wenn Du diese Antwort richtig verstehst, weißt Du erst, wie gut es den Weißen in Südafrika noch geht.
Wissen muss man noch, dass die South Coast "Port Shepston destrict" zu den Gegenden mit sehr geringer Kriminalität gehört.
Jedenfalls bist Du als Weiße/r - im Vergleich - noch relativ sicher.
Noch hat die Mehrzahl dieser "Elemente" Angst vor den Weißen.

Hoffentlich denkt jetzt nicht wieder ein Teil der Leser: "Die bösen Schwarzen."
Nein, fast alle arbeiten hart - im Rahmen ihrer Möglichkeiten - und überfallen keine anderen Menschen. Trotz ihrer Armut.

Gruß, Heinz

Maline

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10

Mittwoch, 11. Oktober 2006, 11:12

Ach Heinz,

Du hast natuerlich recht. Es geht mir noch relativ gut und mit der alten Schrottmuehle, mit der wir herumfahren, duerften wir auch noch relativ sicher sein. Trotzdem waere fuer uns der Verlust selbst dieser Schrottmuehle nicht so leicht zu verkraften. Vor allem, wenn ich nicht weiss, was sie mit den Kindern auf den Ruecksitzen machen wuerden.

Klar habe ich eine Wahl... etwas, was viele Menschen auf diesem Planeten nicht haben. Und danke, dass Du damit versuchst, mich ein bisschen auf den Teppich zurueckzuholen.

Du hast das doch hoffentlich nicht geschrieben, weil ich in letzter Zeit oefter probiert habe, den Afrikaaner an sich zu begreifen. Meine Sympathien liegen nach wie vor vor allem mit den Aermeren hier im Land. Wenn es die vielen Gaertner und Farmarbeiter nicht gaebe, die mir immer zulaecheln und mich anspornen, wuerde ich glaube ich gar nicht mehr laufen gehen!

Ich habe zuviel am Hals zur Zeit, da ist die Angst vor jemandem, der uns oder meine kinder angreift, verletzt, umbringt, oft der letzte Tropfen, den ich gerade nicht brauchen kann und der mich dann sehr verletzlich und angreifbar fuehlen laesst.

Ach Lilifee... hoffe, Du bekommst die Bilder bald aus Deinem Kopf.

Maline

Heinz

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11

Mittwoch, 11. Oktober 2006, 17:51

Ich verstehe dich natürlich, Maline, und hätte ich Kinder hier, würde ich genauso denken wie Du.
Wollte auch nur daran erinnern, dass es hier noch andere Menschen gibt und ein Auto ersetzbar ist.
Gruß, Heinz

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12

Donnerstag, 12. Oktober 2006, 03:23

Hi Maline,

bei meinem letzten Aufenthalt in Hermanus hatte ich Besuch von einer Freundin mit ihren zwei Kindern, 7 / 13.
Wir lebten normal. Schlicht und ergreifend. Fuhren per MIetwagen ins Dorfzentrum, wanderten in die Berge, Fernkloof, das sogar sehr spektakulär, steht in meinem unveröffentlichten Reisebericht.
OK. Sie und Kinder 4 Wochen bei mir.
Ihre Schulfreundin, seit mehr als 1o jaHREN IN cape town, lebt ständig in gewisser panik. ihre kinder kennen wie die schulkollegen nichts, als mals, zur freizeit. shoppen.

die beiden waren bei mir sehr rege, gingen zum strand, halfen im garten, beim kochen, normal sozusagen, unverbogen.

Die freundin aus cape town, leiterin einer großen klinik, lebt in permanenter angst. immer, vot allem, seit 10 oder mehr jahren, sit sie in cape town ist. wäre sie nicht verheiratet, w

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13

Donnerstag, 12. Oktober 2006, 03:38

Hi Maline,

bei meinem letzten Aufenthalt in Hermanus hatte ich Besuch von einer Freundin mit ihren zwei Kindern, 7 / 13.
Wir lebten normal. Schlicht und ergreifend. Fuhren per MIetwagen ins Dorfzentrum, wanderten in die Berge, Fernkloof, das sogar sehr spektakulär, steht in meinem unveröffentlichten Reisebericht.
OK. Sie und Kinder 4 Wochen bei mir.
Ihre Schulfreundin, seit mehr als 1o jaHREN IN cape town, lebt ständig in gewisser panik. ihre kinder kennen wie die schulkollegen nichts, als mals, zur freizeit. shoppen.

die beiden waren bei mir sehr rege, gingen zum strand, halfen im garten, beim kochen, normal sozusagen, unverbogen.

Die freundin aus cape town, leiterin einer großen klinik, lebt in permanenter angst. immer, vot allem, seit 10 oder mehr jahren, sei sie in cape town ist. wäre sie nicht verheiratet, wäre sie wohl schon weg.

er hat den deutschen pass, könnte mit nach d. man lebt sehr luxuriös. könnte man das auch in d? So? Man bleibt

ich gehe davon aus, als studentin hätte man weniger luxuriös in d gelebt, als in sa. die kinder eingepfercht im kindergarten, im engen, underground sozusagen, aber sicher, wech von natur und so. In abhängigkeit vom wohnort. ich sehe hier immer die kinder aus dem previlegierten waldorf kindergarten, die in den park können. dafür zahlen die eltern richtig.

aber du blutest jeden tag, dass den kindern auf dem rücksitz was passiert. na ja, ich kenne stellenbosch.

ich wünsch dir, dass bei deiner rückkehr nicht gerade ein ort zur diskussion steht, wo gerade päderasten ihre hochburg haben, deutsches tv bringt auf jedem kanal abends was zu dem thema. ist hier in, sozusagen. neben den themen der kriminalität und gewaltttigkeit an deutschen schulen. nun, du gehst besser nach finnland, wenn du allem ausweichen willst. habe gerade einen bericht gesehen, ich meine wohl, es war norwegen, nicht finnland, da hat man das nicht.

maline, ich frustriere und schockier dich schon wieder, aber bist du nicht ein wenig weltfremd? was erwartest du? abgesehen davon, dass die steuerzahler dich und überhaupt finanzieren? hast du ein generelles problem? ich mein das nicht böse, sondern sehr, sehr, sehr, ernst. fast zu ernst für ein forum wie dieses. aber tu dir den gefallen und denke bitte darüber nach. du vergkeichst deine situation in strllenbosch mit joburg - selbst wenn in stellenbosch was passiert ist, im auto vor dir ... es war das auto VOR dir. hast du die leute wenigstens eingesammelt und mit genommen? oder st4ehen lassen, aus angst vor den opfern?

Maline

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14

Donnerstag, 12. Oktober 2006, 09:19

Hi Sunny,

Es ist mir absolut nichts Neues, dass in Deutschland auch Dinge geschehen... und sicher muss man hier wie dort lernen, trotzdem noch sein Leben zu geniessen, vielleicht vor allem WEIL es morgen vorbei sein kann.

Uebrigens ist es nicht mir passiert, sondern lillifee. Mir reicht es schon, von solchen Geschichten zu hoeren. Glaub mir, wenn ich nur fuer mich entscheiden muesste, waere mir das alles relativ egal.

Die Kinder spielen oft im Garten. Man kann sie von der Strasse sehen und oft rennen sie bis zum Tor und wieder zurueck... man ist, egal wo, permanent angespannt, lauscht, ob man ihre Stimmen hoert, weiss dann, wo sie sich befinden und was sie gerade spielen. Achtet auf jedes unbekannte Geraeusch. Ich sperre sie nicht im Haus ein, das macht keinen Sinn, aber ich bin angespannt und in dem Fall waere ich es in Deutschland sogar noch mehr.

Mit mir selbst gehe ich wesentlich weniger sorgsam um. Ich jogge durch Gegenden allein, die man als Frau allein einfach nicht betritt. ("You are in Africa now!" - das ist der Afrikaanertalk fuer: "vorsicht, da gibt es Farbige udn SChwarze"). Zum einen halte ich die Gegend nicht fuer gefaehrlich und zum anderen habe ich dann die Kinder nicht bei mir.

Ich halte weder meine Sachen, noch mich, fuer unersetzlich, selbst fuer meine Kinder bin ich nicht unersetzlich. ABER ich weiss, dass ich nicht den Tag erleben will, an dem meinen Kindern was passiert.

Ich habe das Gefuehl, Du verstehst einfach nicht, auch wenn Du vernuenftig und logisch gedacht, recht haben magst.

Hermanus ist, was Stellenbosch frueher mal war. Aber Stellenbosch wandert immer naeher an Kapstadt heran... und das im wahrsten Sinne des Wortes.

Und: es ist nicht nur das, was mir hier passieren koennte, es ist auch das, wen interessiert es hier im Land, wenn mir etwas passiert und wer ist fuer mich da... mein staerkstes Sozialnetz ist immernoch in Deutschland.

Maline

Rossi

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15

Samstag, 14. Oktober 2006, 20:05

Zitat

Original von sunshine-sa
ich wünsch dir, dass bei deiner rückkehr nicht gerade ein ort zur diskussion steht, wo gerade päderasten ihre hochburg haben, deutsches tv bringt auf jedem kanal abends was zu dem thema. ist hier in, sozusagen. neben den themen der kriminalität und gewaltttigkeit an deutschen schulen.


Weltfremd - wenn du schon diesen Ausdruck hier in diesem Posting gebrauchst, finde ich vielmehr, wenn es um Kriminalität in Südafrika geht ständig auf die Kriminalität in Deutschland hinzuweisen und damit das Problem hier herunterspielen will.

Tut's sich natürlich prima von Deutschland aus. Nur ist leider Fakt, dass Südafrika da ein massives Problem hat. Wer davor die Augen verschliesst, leistet dem Vorschub und trägt keineswegs zur Besserung bei.

Rossi

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16

Sonntag, 15. Oktober 2006, 23:20

Zitat

Original von Rossi

Zitat

Original von sunshine-sa
ich wünsch dir, dass bei deiner rückkehr nicht gerade ein ort zur diskussion steht, wo gerade päderasten ihre hochburg haben, deutsches tv bringt auf jedem kanal abends was zu dem thema. ist hier in, sozusagen. neben den themen der kriminalität und gewaltttigkeit an deutschen schulen.


Weltfremd - wenn du schon diesen Ausdruck hier in diesem Posting gebrauchst, finde ich vielmehr, wenn es um Kriminalität in Südafrika geht ständig auf die Kriminalität in Deutschland hinzuweisen und damit das Problem hier herunterspielen will.

Tut's sich natürlich prima von Deutschland aus. Nur ist leider Fakt, dass Südafrika da ein massives Problem hat. Wer davor die Augen verschliesst, leistet dem Vorschub und trägt keineswegs zur Besserung bei.

Rossi


Nein, nein, Rossi,

ich möchte nicht die Kriminalität in SA verniedlichen, wenn ich auf die wachsende Kriminalität in D (insbesondere gegen Kinder und von Kindern / Heranwachsenden ausgehend) hinweise. Aber ich möchte darauf hinweisen, dass es in D nicht lustiger wird. Manchmal deprimiert mich das alles schon sehr, hier in D.

SA hat ein Problem, klar, mindestens eins...

Und Maline hat sicher recht, wenn sie sagt, früher war es in Stellenbosch besser, Hermanus ist (noch) das, was Stellenbosch mal war. Ich werde den Tag verfluchen, an welchen ich meinen zur Straße offenen Vorgarten durch eine Mauer abtrennen muss. Den Tag möchte ich nicht wirklich erkeben, nein ...

Satara

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17

Donnerstag, 1. Februar 2007, 18:02

RE: Kriminalitaet .... ein "Wahrnehmungsproblem"

Wenn schon die Verantwortlichen wie Präsident und Polizeichef die Tatsachen leugnen, wie kann man dann erwarten oder hoffen, dass die Situation ernsthaft angegangen wird ????????????????????
Dieses Verhalten erinnert an Bananenrepublik !!!
Satara 8o 8o 8o


Johannesburg. Südafrikas Kriminalstatistik ähnelt der Bilanz einer kriegerischen Auseinandersetzung. Jeden Tag werden in dem Kap-Staat im Schnitt 50 Menschen ermordet und 150 Menschen vergewaltigt.


Quelle: FNP vom 1.2.2007 von Ralf E.Krüger
Viele Gruesse
S.

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Lothar

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18

Freitag, 2. Februar 2007, 11:07

RE: Kriminalitaet .... ein "Wahrnehmungsproblem"

wen wunderts?
»Lothar« hat folgendes Bild angehängt:
  • sa.jpg

Satara

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19

Freitag, 16. Februar 2007, 22:57

RE: Kriminalitaet .... Schuld ist die Apartheid - auch in Brasilien ???

Zitat

Original von Satara
Wenn schon die Verantwortlichen wie Präsident und Polizeichef die Tatsachen leugnen, wie kann man dann erwarten oder hoffen, dass die Situation ernsthaft angegangen wird ????????????????????
Dieses Verhalten erinnert an Bananenrepublik !!!
Satara 8o 8o 8o



Wer ist schuld in Brasilien ??? Auch die Apartheid ???

Eine Samba-Party mit Trauerflor - Auszug -
Von Emilio Rappold - Quelle: FNP - 16.02.2007

----------------
Kriminalität wuchert weltweit wie ein Krebsgeschwür.

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Sunny38

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20

Donnerstag, 17. Mai 2007, 20:00

Eh, diese Schuldzuweisungen woher die Kriminalität kommt sind doch alle käsequark. Jede Seite benutzt sie als Beispiel gegen den anderen. Für die eine ist es eine Folge der Apartheit, für die andere eine der Abschaffung der Apartheit. Fakt ist - es nimmt weltweit zu, vor allem in den großen Städten. Nur wenn man natürlich die Gefahr verharmlost oder von sich schiebt mit der Begründung der politische Gegner hätte es ja verschuldet, räumt man die Kriminalität nicht weg. Dazu gehört auch das Sicherheitssystem in Südafrika. Ich war letztes Jahr in Jo'burg während der Streiks der Security Leute. Wenn man natürlich die Polizei nicht genügend ausbildet und lausig bezahlt und sich die Leute private Security anschaffen und die dann auch lausig bezahlen, muß man sich nicht wundern das die teilweise mit den Ganoven gemeinsame Sache machen oder im günstigsten Fall einfach die Füße still halten um in der aufgerüsteten Kriminalität nicht in regelrechte Bandenkriege zu geraten. Denn auch das hat zugenommen - organisierte Kriminalität, nicht nur das übliche smash and grab an den Ampeln oder das Highjacken auf den Autobahnen. Südafrika ist ein wundervolles Land, es könnte ein regelrechtes Paradies sein, die Menschen machen es sich nur leider gegenseitig kaputt.

LG