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SvenSA

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61

Mittwoch, 16. Mai 2012, 18:55

Hi Jonas,

keine Probleme :D - ich kann damit umgehen, dass nicht Jeder meiner Meinung ist ;) :beer:

Ich glaube mittlerweile auch, dass das Wort Apartheid zu dem jetzigen Zustand in diesem Land nicht passt, aber Rassismus schon und dazu stehe ich auch und ich hoffe, Du nimmst mir das nicht übel.

Wir sind hier wirklich sehr glücklich, was unsere persönliche Situation betrifft, aber das es diese Einteilung nach Hautfarbe wieder gibt, hat mich schon masslos entäuscht und auch immer wieder gegen diese Dummheit gepaart mit Arroganz anzukämpfen ist ein Wehrmutstropfen.

Hi frodolin,

und ich hoffe, wir können es noch ein wenig betreiben, da Home Affärs trotz anderer Vereinbarung (schriftlich!) jetzt behauptet unsere 6jährige Business-Permit gilt nur 3 Jahre und unsere Permanent-Residenz, die wir Ende Februar erhalten sollten, kann sich durchaus noch 12 Monate hinziehen - ach ja, die angeblichen 3 Jahre sind im Oktober rum :cursing: :cursing: :cursing: :cursing:
(Es wird wie immer eine Lösung geben, aber das ist schon nicht sehr nett, was man hier treibt und auch anstrengend)

Liebe Grüße aus Jeffreys Bay, Sven

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asango (18. Mai 2012, 14:44), Marchese (16. Mai 2012, 19:03)

HJ*

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62

Mittwoch, 16. Mai 2012, 19:23

Marchese,
es ist sehr schwer für jemanden aus der Praxis, mit einem Theoretiker zu diskutieren. Hätte, hätte, hätte bringt niemanden weiter.

Das größte Problem dabei ist, daß 99,9 % der Menschen in Deutschland den Sinn und den Hintergrund der Apartheidspolitik, wie ursprünglich definiert, nicht verstehen aufgrund mangelnder Sachkenntnis und gezielter indoktrinierender oberflächlicher Informationspolitik/ Desinformationspolitik der deutschen gleichgeschalteten Medien.

Es geht nicht darum die Apartheidspolitik zu beschönigen; nein, es geht darum sie zu verstehen, um sich ein eigenes und kein nachgeplappertes Urteil bilden zu können. Rückblickend betrachte ich große Teile der Apartheidspolitik in der Ausführung als absurd, aber es gibt auch Teile davon wie z.B. die Parallellität zur Zusammenführung der Bildung, als durchaus angebracht.

Wenn man aber die Politik auf durch Demonstranten angezündete Schulen, auf Polizisten mit Schlagstöcken und getrennte Krankenhäuser (die übrigens besser ausgestattet waren als die weißen Krankenhäuser - siehe Baragwanath in Johannesburg oder Katutura in Windhoek-), getrennte Bänke in parkanlagen u.s.w. reduziert, der hat nichts begriffen, weil er desinformiert, manchmal sogar indoktriniert worden ist.

Mal auch Beispiele aus Namibia mit einem sehr ähnlichen Hintergrund wie Südafrika (Apartheid etc.).
Erst kürzlich flippte der (schwarze) Wirtschaftsminister von Namibia, Hage Geingob, auf einer politschen Veranstaltung seiner Partei aus, weil ihm seine (schwarzen) Landsleute vorhielten, daß es ihnen zum Zeitpunkt der Apartheid und weißer Regierung sehr viel besser ging als unter seiner Swapo-Regierung, besonders in den Townships funktionierte die städtische Versorgung, im Gegensatz zu heute.

Ganze Gemeinden sind von der Wasser- und Stromversorgung abgeschnitten worden, weil die neuen Herren und Damen sich an dem von den Gebührenzahlern eingegangenen Geld bedienten und das nicht abführten. Millionen sind aus Rentenfonds in die Taschen dubioser Schnellaufsteiger verschwunden.

Erst in der vergangenen Woche drückte sich mir gegenüber ein (schwarzer) Beamter in Namibia wie folgt aus:
"Im Gegensatz zu fast allen afrikanischen Politikern arbeitet unser Präsident Pohamba zum Wohle seiner Heimat Namibia und nicht für seine eigene Tasche. Er ist der ärmste Präsident Afrikas, weil er im Gegensatz zum Meer an korrupten Politikern und Beamten (sog. Fat Cats) rundherum nicht in seine eigene Tasche wirtschaftet, und niemals gegen die Korruption ankommen kann und wird".

Diese Aussage war ein Volltreffer der tatsächlichen Situation. Denn die weitere Frage stellt sich, warum 90%, d.h. die Mehrheit, mit BEE und Affirmative Action vor 10% der Bevölkerung (nach mathematischen Regeln eine absolute Minderheit) noch nach 20 Jahren geschützt werden muß.
Das sind alles nur Gesetze für die kleine regierende Elite, um den Staat von vorne bis hinten bestehlen zu können.

Was noch ? Hast Du Dich mal mit dem Tribalismus in SA auseinandergesetzt? Wie die scharzen Stämme miteinander umgehen?

Die Probleme sind so vielfältig, die ein Europäer gar nicht verstehen kann, auch wenn er wollte. Am allerwenigsten ein Tourie, der verständlicherweise glückshormongesteuert alles durch die rosa Brille sieht. Warum sollte er sich auch damit auseinander setzen?

Aber glaube nur nicht, das Problem der Stämme in Ruanda/ Burundi mit Massenmorden würde sich in Afrika nicht wiederholen. Es wird immer Gruppen und Stämme geben, die auch etwas vom Kuchen abhaben möchten (siehe Kenia), genannt die "have´s" und "have not´s". Alle paar Jahre kommt es zu Eruptionen. Auch wie in Johannesburg zwischen Einheimischen und Zimbabwern, die besser gebildet und fleißiger vielen streikfreudigen und aggressiven Einheimischen inzwischen die Arbeitsplätze weggenommen haben. Statt sich etwas zu bemühen, wird halt in altafrikanischer Manier der Knüppel und das Messer zur Hand genommen zur Lösung des Problemes.

Denke mal darüber nach und setze Dich mit der Vielfältigkeit der Probleme und ihren Ursachen auseinander, nicht was eine massenverdummende Boulevardpresse herausposaunt. Alles ist sehr viel diffizieler und vielschichtiger als Du es Dir vorzustellen vermagst. ?(

Schönen Abend noch!

HJ

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asango (18. Mai 2012, 14:45)

  • »Johannes« ist der Autor dieses Themas

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63

Mittwoch, 16. Mai 2012, 22:03

Der Thread ist geschlossen

Als Starter des Threads schliesse ich das Thema - es scheint zu stark zu polarisieren...

Be cool - life goes on! :beer: 8) :thumbsup:

Grüsse: Johannes
_________/\/**************\/\__________
Kapstadt Reiseführer: www.Kapstadt.de

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Marchese (16. Mai 2012, 23:26)