Sie sind nicht angemeldet.

Lieber Besucher, herzlich willkommen bei: Südafrika Forum. Falls dies Ihr erster Besuch auf dieser Seite ist, lesen Sie sich bitte die Hilfe durch. Dort wird Ihnen die Bedienung dieser Seite näher erläutert. Darüber hinaus sollten Sie sich registrieren, um alle Funktionen dieser Seite nutzen zu können. Benutzen Sie das Registrierungsformular, um sich zu registrieren oder informieren Sie sich ausführlich über den Registrierungsvorgang. Falls Sie sich bereits zu einem früheren Zeitpunkt registriert haben, können Sie sich hier anmelden.

tripilu

Reisetantchen

  • »tripilu« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 270

Danksagungen: 670

  • Nachricht senden

21

Donnerstag, 4. Mai 2017, 10:10

Nach einem weiteren köstlichen Frühstück fuhren wir über Hazyview durch das Phabene Gate in den Krüger-Nationalpark. Der Weg dorthin war wegen der schlechten Straßenverhältnisse mit vielen Kurven und unendlichen Schlaglöchern anstrengend. Aber dann haben wir es geschafft: Krüger, wir kommen! Nach Erledigung der Formalitäten mit Registrierung als Tagesgast(die WILD-Card hatten wir schon zu Hause gebucht) fuhren wir also auf unsere erste Safari. Schon direkt nach 10 Minuten Fahrt auf der S1 sahen wir kleine Impalas, davon gibt es ca. 200.000 Stk. im ganzen Park, sie begegnen uns in den nächsten Tagen oft. Wir waren natürlich begeistert und haben lange diese schönen Tiere angeschaut. Dann dass erste Highlight, ein männlicher Löwe döste im Gras unter einem Baum, zwar ein bisschen entfernt, aber gut zu sehen. Hurra, in der ersten Stunde schon einen Löwen - perfekter Start!



Daneben lag noch die Löwin, gut versteckt.

Im Laufe der weiteren Fahrt, nur von einem Zwischenstopp Mittags im Restaurant des Sukuza-Camps und Toilettengang, unterbrochen, sahen wir viele andere Tiere: Zebras, Gnus, Kudus, Giraffen – und zwei Elefanten auf der Straße, direkt neben dem Auto – man konnte sie atmen und kauen hören.





Dazu das Zwitschern der Vögel und die anderen Stimmen des Busches, das alles war unheimlich beeindruckend. Es gibt aber nicht nur die großen wilden Tiere, sondern auch eine unbeschreibliche Vogelvielfalt, die meisten sehr bunt und fotogen, nicht nur die Geier und Adler sind beeindruckend, sondern auch die ganz kleinen Vögel, wie Pirols oder Europäische Bienenfresser.



Meine Reise-Schwester hatte mittags kalte Cola getrunken - wir waren kaum unterwegs, da drückte es im Gedärme. Das ist aber im Krüger ein Problem. Wir retteten uns zur nächsten Toilette – das kann aber mal locker 1-2h dauern - Sie hat es gerade noch geschafft!

Die Straße, die wir heute nutzten, H4-1 und H4-2 im Park sind teilweise geteert oder es waren rote Sand-Schotter-Pisten. Aber es ist eigentlich kein Problem. Wenn viele Autos halten, sollte man auch stoppen – denn meistens gibt es dann etwas Besonderes zu sehen – umso mehr Autos, umso mehr gibt es zu sehen: 10 Autos = Löwe! 2 Autos = Impalas oder Gnus.

Wir verbrachten den ganzen Tag im Park und sind am Spätnachmittag über das Crocodile Bridge Gate aus dem Park rausgefahren auf den Weg zu unserer nächsten Unterkunft, Buckler’s Africa Lodge, direkt am Crocodile River. Die Lodge ist toll, direkt am Fluss gelegen – wir hatten ein kleines Holzhaus, unten eine Wohnküche, oben das Schlafgemach, schöne Veranda, komplett eingerichtet. Die Anlage hat noch einen großen Swimmingpool und eine Terrasse, von der aus man auf den Fluss und auf den Krüger-Park schauen kann.

Wir fuhren zum Essen in den Ort nach Komatipoort. Hier wurden wir vor dem Restaurant vom selbsternannten Security of the Day auf den Parkplatz eingewiesen und er versprach, gut aufzupassen aufs Auto. Dafür bezahlt man dann später 3-5 Rand, das sind ca. 20-30 Cent. Nach dem Abendessen in Komatipoort und einem Bier als Schlaftrunk, fielen wir müde ins Bett.

Tier des Tages: Löwe

Unterkunft: Buckler’s Africa Lodge, Komatipoort
Das wichtigste Stück im Reisegepäck ist und bleibt ein fröhliches Herz

Es haben sich bereits 15 registrierte Benutzer bedankt.

Benutzer, die sich für diesen Beitrag bedankt haben:

SilkeMa (19. Juli 2017, 16:25), toetske (16. Juli 2017, 23:42), gatasa (20. Mai 2017, 22:21), Tutu (12. Mai 2017, 18:54), maddy (11. Mai 2017, 13:51), rhein-mainer (11. Mai 2017, 08:40), Cassandra (7. Mai 2017, 09:23), sunny_r (5. Mai 2017, 21:50), jomaca (4. Mai 2017, 21:25), ChristianeLu (4. Mai 2017, 20:59), Wicki4 (4. Mai 2017, 19:24), ReginaR. (4. Mai 2017, 14:42), Western Waldi (4. Mai 2017, 12:27), Kitty191 (4. Mai 2017, 12:12), Bär (4. Mai 2017, 11:21)

tripilu

Reisetantchen

  • »tripilu« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 270

Danksagungen: 670

  • Nachricht senden

22

Donnerstag, 4. Mai 2017, 10:12

Liebe Moderatoren,

was mache ich falsch? warum sehe ich immer die Quellcodes? Ich kopiere aus Word Datei in den Editor, da sieht alles normal aus. Vielleicht kann mir jemand mal einen Tipp geben, bevor ich weiter mache!

Lieben Dank!

Pia
Das wichtigste Stück im Reisegepäck ist und bleibt ein fröhliches Herz

Kitty191

Schnürsenkel

Beiträge: 2 972

Danksagungen: 14016

  • Nachricht senden

23

Donnerstag, 4. Mai 2017, 12:21

Hallo Pia,
ich schreibe meine Berichte in WPS (Apple) und kopiere diese dann in den Quellcode! Wenn Du danach wieder auf Editor umschaltest kannst Du noch Dinge dazu schreiben, Fotos einfügen und alles sieht wieder normal aus. ;)


LG
Kitty
Falls Du glaubst, dass Du zu klein bist um irgendwas zu bewirken, dann versuche mal zu schlafen, wenn eine Mücke im Zimmer ist
Dalai Lama

Es hat sich bereits 1 registrierter Benutzer bedankt.

Benutzer, die sich für diesen Beitrag bedankt haben:

tripilu (5. Mai 2017, 10:09)

tripilu

Reisetantchen

  • »tripilu« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 270

Danksagungen: 670

  • Nachricht senden

24

Freitag, 5. Mai 2017, 10:15

26.02.:
Heute klingelte um 5.00h der Wecker, wir hatten einen Morning Drive - d.h. eine geführte Safari-Tour gebucht und wurden um 5.45h am Hotel abgeholt. Obwohl es eigentlich warm war mit ca. 25 Grad, war es auf den Autos sehr kalt und wir waren froh, unsere Wind- und Regenjacken zu haben. Zu Siebt (noch ein englisches Ehepaar und zwei Deutsche plus Fahrer) fuhren wir in einem offenen Safari-Landrover, zunächst über die S24, dann über die H5, S21. Schon schnell fanden wir eine schlafende Löwin, weitere Sichtungen waren Paviane, Meerkatzen, Antilopen, Kudus, Knus und Zebras, heute meist in großen Herden unterwegs. Das Highlight war heute eine sehr große Elefantenherde mit vielen Jungtieren, auch ganz kleinen Elefantenbabys, die um unser Auto rumliefen. Unbeschreiblich.






In dieser Jahreszeit haben die meisten Tiere kleine Babys. Das ist niedlich anzuschauen. Der Krüger war zwar wegen der vielen Regenfälle der letzten Wochen SEHR grün, aber ich empfand es als spannend, nach den Tieren ein bisschen zu suchen.
Wir sahen noch Krokodile und wieder viele Vögel. Unser Tourguide zeigte uns viel und erklärte einiges zu Flora und Fauna. Wir bekamen dann den Hinweis auf einen Leoparden in einer anderen Strecke. Wir rasten dorthin – doch der Leopard war schneller, er war dann nicht zu mehr zu finden.


Unser Tourguide machte uns dann ein köstliches Frühstück mitten im Busch, allerdings in einem abgetrennten Bezirk mit Grillplätzen und einer Toilette, bei Lower Sabie. Wir haben einen Löwen brüllen gehört, so als wäre er keine 100 m von uns entfernt, haben ihn aber nicht gesehen. Es gab Toast, Bacon, Tomaten, Eier, ganz frisch zubereitet. Und dazwischen flogen dann wieder herrliche Vögel um uns rum. Auf der Rückfahrt über die S28 sahen wir unter anderem noch einen einzelnen Elefanten, der gegen einen Baum gelehnt schlief.



Um 12.30h wurden wir von unserem Hotelbesitzer wieder am Crocodile Bridge Gate abgeholt. Der Rest des Nachmittags sollte entspannt sein – wir haben uns auf die Terrasse der Lodge gelegt und die Tiere auf der anderen Flussseite beobachtet – zunächst eine Elefantenherde, dann später 2 Nashörner! Die haben wir den ganzen Tag im Park gesucht und bekommen sie jetzt auf dem silbernen Tablett serviert.
Ein entspannter Nachmittag endete mit einem gemeinsamen Kochen – wir wollten nicht ins Restaurant sondern kauften uns Lammspieße, dazu gabs Spaghetti – und natürlich eine Flasche Pintotage – südafrikanischer Rotwein.
Tier des Tages: Europäischer Bienenfresser
Unterkunft: Buckler’s Africa Lodge, Komatipoort
Das wichtigste Stück im Reisegepäck ist und bleibt ein fröhliches Herz

Es haben sich bereits 14 registrierte Benutzer bedankt.

Benutzer, die sich für diesen Beitrag bedankt haben:

SilkeMa (19. Juli 2017, 16:26), ReginaR. (17. Juli 2017, 06:31), toetske (16. Juli 2017, 23:44), gatasa (20. Mai 2017, 22:23), Tutu (12. Mai 2017, 18:56), maddy (11. Mai 2017, 13:51), rhein-mainer (11. Mai 2017, 08:41), Cassandra (7. Mai 2017, 09:25), Kitty191 (6. Mai 2017, 21:34), sunny_r (5. Mai 2017, 21:50), Wicki4 (5. Mai 2017, 19:39), ChristianeLu (5. Mai 2017, 18:30), Biha6 (5. Mai 2017, 17:02), Bär (5. Mai 2017, 10:28)

tripilu

Reisetantchen

  • »tripilu« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 270

Danksagungen: 670

  • Nachricht senden

25

Freitag, 5. Mai 2017, 10:22

27.02.2017 :
Wir frühstückten köstlich auf der Terrasse unserer Lodge mit frischem Obstsalat, Eiern, Speck und Käsewürstchen. Gut gestärkt machten wir uns auf zu unserer eigenen Safari. Wir haben auf der S 25 einen Leoparden gesehen, in der Nähe einer Impalaherde. Wir waren ganz begeistert - denn Leoparden sind eher selten hier.



Die Impalas stießen helle Warnschreie aus - interessant zu hören. Wieder sahen wir Kudus und Gnus. Wir fuhren die S25 parallel zum Crocodile River. Die Landschaft änderte sich und wurde hügelig. Hohes Gras ließ die Tiere sich gut verstecken. Wir sahen mehrere Elefantenherden, sehr nahe an uns ran. Da diese auch viele Jungtiere haben, sind sie aggressiver als sonst. Meine Reise-Schwester rutschte im Auto auf den hinteren Sitzen hin und her, die Video-Cam im Anschlag, während ich langsam fuhr. Dann kam wieder eine Elefantenherde. Wir stoppten und schauten uns in Ruhe die Elefanten mit ihren Kindern an. Dann kam ein Elefant von hinten auf unser Auto zu, wackelte mit Kopf und Ohren und sah etwas aggressiv aus. Meine Reise-Schwester hat plötzlich laut „Los, schnell - fahr los, schneller….“ geschrien, weil uns der Elefant langsam verfolgte. Also Gas geben und abhauen, eine Anhöhe hoch und plötzlich der nächste Schreck: Ein Nashorn quer auf der Fahrbahn, höchstens 20 m entfernt. Sicherheitshalber wieder den Rückwärtsgang eingelegt und zur Flucht bereit.



Aber das Nashorn, das sich anfangs auf uns zubewegte, war entspannt, ließ sich fotografieren. Wir waren begeistert von diesen tollen Sichtungen, meine Reise-Schwester war eher noch etwas geschockt. Jeder Elefanten-Haufen, den wir ab jetzt sahen, machte sie unruhig und ängstlich. Sie verstand nicht, dass ich völlig entspannt und unaufgeregt blieb.
Nach einer Mittagspause und kleinem Spaziergang in einem Sanpark-Camp Berg-en-Dal fuhren wir weiter. Die Zeit reichte nicht mehr bis zum Crocodile-Gate zur Unterkunft, da dieses ja um 18.30h schließt. Man fährt mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von heute 27km,/h durch den Park, das heißt, man muss genau planen. Also sind wir einige Schleifen über kleine Schotterpisten gefahren, S120 und S121, S118 und S114, um abends am Maleane-Gate den Park pünktlich verlassen zu können. Nochmal hatten wir tolle Tier-Sichtungen: Mehrere Nashörner und wieder einige Elefanten, die sich in den Wasserlöchern tummelten. Außerdem sahen wir einen Büffel im Wasserloch – damit haben wir die Big 5 (Leopard, Löwe, Elefant, Büffel, Nashorn) alle erwischt im Kruger-Park!


Dazu kamen noch einige afrikanische Landschildkröten, die die Straße überquerten, wieder viele Vögel, u.a. den Schwarzstorch, Flussenten und ein Krokodil.

Und es gibt doch immer wieder die Unverbesserlichen, die für ein Foto einfach das Auto verlassen. Dieser Unbelehrbare hatte im Auto 2 kleine Kinder sitzen.... :thumbdown:


Kurz vor dem Schließen der Parktore (18.30h) haben wir den Park verlassen. Wir haben dann sofort ein Restaurant aufgesucht, lecker gegessen und sind dann noch 45 Minuten über die N4 bis zu unserer Lodge zurück gefahren. Vor dem Eingang zu unserem Bungalow war ein ca. 5-7 cm langer Käfer, der hoch sprang. Das hat mich völlig geschockt und ich flüchtete schnell in den Bungalow. Meine Reise-Schwester lachte sich kaputt, meinte, ich hätte keine Angst vor 4 m hohen aggressiven Elefanten, aber würde wild schreiend vor einem 7 cm großen, sehr interessant aussehenden Käfer (ok, der sprang auch noch wie ein Frosch) davonrennen.
Bei einem Glas Bier haben wir den Bericht geschrieben, den wir dann regelmäßig per email zu Familie und engen Freunden schicken, um die an unseren Erlebnissen teilhaben zu lassen. Das machen wir seit vielen Jahren auf unseren Reisen. Aus diesen Berichten haben wir für uns eine Art Fortsetzung-Buch geschrieben, jetzt schon mit 187 DIN-A4 Seiten. Das sind tolle Erinnerungen, vor allem sind es die Kleinigkeiten am Rande (wie hier der springende Käfer), die beim Lesen auch Jahre später wieder lebendig werden.
Tier des Tages: Leopard
Unterkunft: Buckler’s Africa Lodge, Komatipoort
Das wichtigste Stück im Reisegepäck ist und bleibt ein fröhliches Herz

Es haben sich bereits 15 registrierte Benutzer bedankt.

Benutzer, die sich für diesen Beitrag bedankt haben:

SilkeMa (19. Juli 2017, 16:26), ReginaR. (17. Juli 2017, 06:35), toetske (16. Juli 2017, 23:48), gatasa (20. Mai 2017, 22:27), Tutu (12. Mai 2017, 18:58), maddy (11. Mai 2017, 13:56), rhein-mainer (11. Mai 2017, 08:42), Halbmond (11. Mai 2017, 07:53), Cassandra (7. Mai 2017, 09:26), Kitty191 (6. Mai 2017, 21:34), sunny_r (5. Mai 2017, 21:50), Wicki4 (5. Mai 2017, 19:44), ChristianeLu (5. Mai 2017, 18:32), Biha6 (5. Mai 2017, 17:10), Bär (5. Mai 2017, 10:28)

tripilu

Reisetantchen

  • »tripilu« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 270

Danksagungen: 670

  • Nachricht senden

26

Freitag, 5. Mai 2017, 10:29

28.2.:
Heute starteten wir um 7.00h, denn wir hatten eine lange Fahrt vor uns. Wir fuhren durch Swasiland. An der Grenze muss man jeweils in beiden Ländern zunächst zur Einwanderungsbehörde, dann zum Zoll. Überall gibt es Stempel und Zettel. Mindestens 10 Personen waren in unsere Einreise involviert. Da lernt man zu schätzen, dass es in Europa keine Grenzen mehr gibt!
Im Swasiland wollten wir den Hlane Park zu einer Safari nutzen, das ist der königliche Jagd- Park. Der Swasiland-König hat aktuell 15 Frauen, er lebt polygam. Jeder Frauen bekommt ein deutsches Luxus-Auto als Liebesweis.


Es stand ein großes Schild am Park, dass man nicht aussteigen sollte, da DANGEROUS. Da war aber ein Tor. Wir haben länger überlegt, dann stieg ich tapfer aus, um das Rolltor zu öffnen, während meine Reiseschwester Ausschau nach wilden Tieren hielt - es kamen aber keine. Leider waren die Wege dort im Park nach dem vielen Regen der letzten Wochen so schlecht, dass wir nicht mit dem eigenen Auto fahren konnten. Eine geführte Tour wurde nur am späteren Nachmittag angeboten, dazu fehlte die Zeit. Wir machten nur eine längere Rast an einem Wasserloch und sahen dort unsere ersten Nilpferde. Dann gings weiter. Unterwegs am Straßenrand trafen wir noch diesen reizenden Erdenbürger.





Wir wollten noch einen zweiten Park besichtigen, auch dort dasselbe Problem: Mit unserem Auto nicht befahrbar.
Die Straßen in Swasiland sind überwiegend katastrophal mit tiefen Schlaglöchern. Das war ein Slalomritt, wir konnten aber nicht allen Löchern ausweichen, obwohl wir viel auf der Gegenfahrbahn fuhren. Übrigens fuhren wir Kilometer lang an Zuckerrohrplantagen und einigen großen Zuckerfabriken vorbei – das ist hier wohl das Hauptanbaugebiet.

So- und jetzt nur weiterlesen, wer Krimi-Erfahren ist – es wird brandgefährlich:
Ich war von der langsamen Fahrt wegen der schlechten Straße genervt. Dann kamen wir nach Südafrika (wieder die gleichen Grenzformalitäten wie bei der Einreise) die Straßen wurden besser. Es kam eine lange, gerade Strecke, ohne Schlaglöcher, und ich gab Gas. Unser Navi sagte, wir dürfen 120 km/h fahren, ich fuhr 105 km/h. Dann wurden wir von der Polizei gestoppt, angeblich 80er Zone (wir haben das nicht gesehen). Dann begann der Krimi. Wir mussten das Auto verlassen und über die Straße zum Polizeiwagen gehen. 2 schwarze Polizisten. Sie sagten, wir seien 105 km /h gefahren und müssten dafür 1500 Rand, ca. 120 Euro zahlen. Wir bezweifelten, dass ich zu schnell gefahren sei. Wir wollten auch das Geld nicht zahlen. Er verwies auf ein Laser-Messgerät, Foto gab es nicht. Wir zeigten den Antikorruptions-Flyer, den wir dabei hatten. Da steht drin, dass man niemals auf der Straße Polizisten Geld geben soll.
Also wir sagten, dass wir das nicht zahlen würden. Sie sollten uns zuerst einmal beweisen, dass wir zu schnell gefahren seien. Sie verwiesen immer auf das Lasergerät. Ich sagte dann, sie sollten die ganzen Unterlagen an die Mietwagenfirma senden, die uns dann darüber benachrichtigen würde. Aber darauf wollten sie sich nicht einlassen. Sie wären hier und würden die Sache selbst erledigen. Nachdem wir ihnen dann kein Geld geben wollten, sagten Sie, dass wir auch an einer Polizeistelle zahlen könnten. Wir müssten dafür aber ca. 20 km zurückfahren. Ich wollte das nicht und ich war überhaupt dagegen irgendetwas zu zahlen ohne Beweis. Meine Reiseschwester war sauer und ging dann demonstrativ vor das Polizeiauto und schrieb die KFZ-Nr. auf, was die Polizisten gar nicht toll fanden. Ich sagte ihr, sie solle nichts mehr sagen, da das Ganze zu eskalieren drohte. Als ich zahlen wollte, zog der eine Polizist ein kleines weißes Heftchen ohne Beschriftung heraus. Da ist meine Reiseschwester dann ausgeflippt und sagte, dass das wohl keine offizielle Quittung sein könnte. Sie ging über die Straße zurück in unser Auto und machte Videos von der ganzen Sache, da sie die Aufnahmen als Beweis sichern wollte, während ich durch Verhandlungen einen Touristenfreundschaftspreis von 1000 Rand ausgehandelt hatte. Leider bemerken die beiden, dass sie gefilmt wurden und wurden nun ungemütlich. Sie kamen an unser Auto und wollten die Videos und die Bilder, die sie gemacht hatte, sehen. Sie schrien sie an, dass sie keine Polizisten filmen dürfte und wollten sie verhaften, die Handschellen hatten sie schon in der Hand. Die Filme und Videos haben wir dann vor ihren Augen gelöscht. Meine Reiseschwester musste in ihr Polizei- Auto steigen und sie haben gesagt, dass sie eine Nacht ins Gefängnis müsste. Ich war ganz aufgelöst und schrie, dass ich nicht ohne mich weiterfahren würde. Meine verrückte Reiseschwester war noch ganz ruhig und dachte schon wie es evtl. aussehen würde eine Nacht hinter „schwedischen Gardinen“ zu verbringen. Uns war schon klar, dass es korrupte Beamte waren, die uns erpressen wollten. Aber man weiß ja nie, was in seinem solchen Land wirklich passiert. Ich war aber fertig mit den Nerven und versuchte auf die Tränendrüse zu drücken und heulte los (Tränen flossen aber noch nicht so recht). Auch meine Reiseschwester kam dann zur Erkenntnis, dass wir die Beiden sowieso nicht überführen können und letztlich nur Ärger bekommen. Ich versuchte nochmal die Verhandlung, ging dann mit dem einen Polizisten zu unserem Auto, während meine Reiseschwester ja immer noch im Polizeiwagen saß und mittlerweile den reumütigen Sünder mimte. Ich habe letztendlich 1000 Rand schwarz gezahlt, dafür konnte ich die Reiseschwester „ freikaufen“, von dem Knöllchen war auf einmal keine Rede mehr, der Zettel wurde vernichtet. Wir haben uns dann noch „reumütig“ entschuldigt und sind dann mit 1000 Rand weniger in der Tasche davon gefahren.

Abends saßen wir dann relativ entspannt im Garten unserer Lodge in Hluhluwe – haben zum Runterkommen ein Bier getrunken und dann gegrillt – Lammsteaks! Köstlich! Dazu gab es geröstetes Olivenbrot. Und eine Flasche Rose-Wein aus Südafrika. Es ging uns (wieder) gut.
Tier des Tages: Flusspferd
Unterkunft: Ama Hulu Guest House, Hluhluwe
Das wichtigste Stück im Reisegepäck ist und bleibt ein fröhliches Herz

Es haben sich bereits 15 registrierte Benutzer bedankt.

Benutzer, die sich für diesen Beitrag bedankt haben:

SilkeMa (19. Juli 2017, 16:27), DiBo (17. Juli 2017, 07:19), ReginaR. (17. Juli 2017, 06:42), toetske (16. Juli 2017, 23:54), gatasa (20. Mai 2017, 22:31), Tutu (12. Mai 2017, 19:01), maddy (11. Mai 2017, 14:05), rhein-mainer (11. Mai 2017, 08:43), Halbmond (11. Mai 2017, 07:57), Cassandra (7. Mai 2017, 09:28), Kitty191 (6. Mai 2017, 21:34), sunny_r (5. Mai 2017, 21:54), Wicki4 (5. Mai 2017, 19:52), ChristianeLu (5. Mai 2017, 18:35), Biha6 (5. Mai 2017, 17:19)

Lele

Fortgeschrittener

Beiträge: 36

Dabei seit: 10. Juli 2011

Danksagungen: 36

  • Nachricht senden

27

Freitag, 5. Mai 2017, 11:40

egal was ich filme oder fotografiere, das ist immer sofort auf meinem pc zu hause !
d.h. wenn ich das gefilmte/fotografierte Vorort lösche, kann ich trotzdem auf alles zugreifen bzw
Tochter anrufen und sie könnte das gefilmte von zuhause aus nach Südafrika senden.
diese Einstellung schwierig? nein, nur Häkchen setzen !


ps.: aber aufregend ist so eine Situation schon!
frage an die "alten Hasen" die in SA leben, wie verhält man sich bei so einer Begegnung?

Elion

Fortgeschrittener

Beiträge: 29

Dabei seit: 4. November 2016

Danksagungen: 40

  • Nachricht senden

28

Freitag, 5. Mai 2017, 12:38

ps.: aber aufregend ist so eine Situation schon!
frage an die "alten Hasen" die in SA leben, wie verhält man sich bei so einer Begegnung?
Lebe zwar nicht in SA, aber grundsätzlich würde ich mich in der Situation doch so verhalten wie auf der Anti-corruption card beschrieben.
D.h. die Police-Hotline anrufen bzw. wenn die Herren nach Vorzeigen der Anti-Corruption Card weiterhin auf eine Zahlung bestehen und ggf. aggressives Verhalten an den Tag legen, mit ihnen aufs Polizeirevier fahren und dort gegen Erhalt einer Quittung zahlen.

Es haben sich bereits 3 registrierte Benutzer bedankt.

Benutzer, die sich für diesen Beitrag bedankt haben:

toetske (16. Juli 2017, 23:55), Bär (5. Mai 2017, 16:40), Kitty191 (5. Mai 2017, 12:57)

Bär

Vollkommen Ahnungsloser

Beiträge: 11 220

Dabei seit: 10. März 2008

Danksagungen: 18230

  • Nachricht senden

29

Freitag, 5. Mai 2017, 16:40

wie verhält man sich bei so einer Begegnung?

Grundsätzlich ist es bei einer Geschwindigkeitsübertretung so, dass kein Fotobeweis erbracht werden muss. Selbst in Deutschland nicht. Wenn die Laserpistole geeicht ist und gemessen wurde, reicht die Aussage des Polizisten. Er ist Amtsträger und Zeuge. Daher wird man an Ort und Stelle angehalten, um Personalien aufzunehmen und die Situation zu klären. Dass die ("schwarzen" :huh: ) Polizisten von sich aus angeboten haben, man könne die Buße auch im Polizeirevier bezahlen spricht eigentlich dafür, dass sie es nicht auf eine korrupte Abwicklung des Ganzen abgesehen hatten.
Ich wäre die 20 km zurückgefahren und hätte dabei auch gleich darauf geachtet, ob nicht doch irgendwo ein 80 km/h Schild stand, das übersehen wurde. Falls ja, ist das Bußgeld berechtigt, man fährt zum Polizeirevier und bekommt dort auch eine Quittung. Erledigt.
Falls nein, kann man Beschwerde einlegen.
Wovon ich ganz und gar nichts halte ist mit den Polizisten vor Ort über eine Reduzierung der Strafe bei gleichzeitigem Verzicht auf eine Quittung zu verhandeln. Denn damit fördert man genau das, weshalb es den Anti-Corruption-Flyer gibt.
Außerdem würde ich raten, kühlen Kopf zu bewahren und freundlich zu bleiben. Polizisten haben es oft mit Verbrechern und sonstigen unberechenbaren Personen zu tun und achten im Einsatz darauf, dass nichts eskaliert. Die, welche ich in Südafrika erlebt habe, waren besonnen und zumeist sogar sehr freundlich. Hysterische Gefühlsausbrüche des Angehaltenen und das Filmen des Einsatzes (was in vielen Staaten nicht erlaubt ist) sind da sicherlich nicht hilfreich.
.
*** Wenn du nicht mehr weißt, wohin du gehen sollst, halte inne und schau zurück, woher du gekommen bist. (Sprichwort aus Afrika) ***

Es haben sich bereits 15 registrierte Benutzer bedankt.

Benutzer, die sich für diesen Beitrag bedankt haben:

SilkeMa (19. Juli 2017, 16:28), DiBo (17. Juli 2017, 07:19), Sella (17. Juli 2017, 05:00), toetske (16. Juli 2017, 23:56), gatasa (20. Mai 2017, 22:32), Tutu (12. Mai 2017, 19:03), rhein-mainer (11. Mai 2017, 08:43), Halbmond (11. Mai 2017, 07:59), Beleza (8. Mai 2017, 10:38), sunny_r (5. Mai 2017, 21:55), Wicki4 (5. Mai 2017, 19:55), Biha6 (5. Mai 2017, 17:25), Kitty191 (5. Mai 2017, 16:51), M@rie (5. Mai 2017, 16:48), Quorkepf (5. Mai 2017, 16:43)

Biha6

Fortgeschrittener

Beiträge: 76

Dabei seit: 1. Oktober 2016

Danksagungen: 57

  • Nachricht senden

30

Freitag, 5. Mai 2017, 17:37

Sehr schöner Reisebericht mit vielen schönen Bildern :danke: . Auf den Krimi würde ich aber gern verzichten wollen ;( .

@ LeLe: Wo soll denn der Haken gesetzt werden ????

LG
Birgit

tripilu

Reisetantchen

  • »tripilu« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 270

Danksagungen: 670

  • Nachricht senden

31

Freitag, 5. Mai 2017, 19:55

:saflag: Beim nächsten Mal sind wir sicher besser gewappnet bei solchen Situationen. Wir waren da schon selbst Schuld. Allerdings hielt ich die Polizisten von Anfang an für nicht ganz ehrlich. Wir wollten ja eigentlich im Revier zahlen, die haben aber keine Adresse rausgerückt. und SIE haben angefangen, man könne die Strafe reduzieren als Tourist etc, blabla.,das Ganze zog sich ja fast 30Minuten hin.

Egal. Abgehakt. Dummheit wird bestraft.



@Birgit

, man kann Bilder vom Handy z.B. auf eine Cloud laden. Das mache ich auch. Frist aber viel Datenvolumen. Ich mache das daher nur im wlan. Bei meinen ganzem Fotos wäre das Datenvolumen sonst ständig verbraucht gewesen.
Das wichtigste Stück im Reisegepäck ist und bleibt ein fröhliches Herz

Bär

Vollkommen Ahnungsloser

Beiträge: 11 220

Dabei seit: 10. März 2008

Danksagungen: 18230

  • Nachricht senden

32

Freitag, 5. Mai 2017, 20:32

SIE haben angefangen, man könne die Strafe reduzieren als Tourist etc, blabla.,das Ganze zog sich ja fast 30Minuten hin

Da habe ich Dein

während ich durch Verhandlungen einen Touristenfreundschaftspreis von 1000 Rand ausgehandelt hatte

wohl anders interpretiert. Aber ich verstehe, dass man in so einer Situation im Stress ist und das schnell hinter sich bringen möchte.

Mich würde ja interessieren was passiert, wenn man in Richtung des nächsten Polizeireviers fährt und nach kurzer Zeit mit dem Handy dort anruft, um sich nach der Legitimität der Polizisten zu erkundigen. Vor allem ob die richtigen Polizisten kommen würden, sofern es sich um Betrüger handelt. :whistling:
.
*** Wenn du nicht mehr weißt, wohin du gehen sollst, halte inne und schau zurück, woher du gekommen bist. (Sprichwort aus Afrika) ***

Es haben sich bereits 3 registrierte Benutzer bedankt.

Benutzer, die sich für diesen Beitrag bedankt haben:

toetske (16. Juli 2017, 23:57), sunny_r (5. Mai 2017, 21:55), Kitty191 (5. Mai 2017, 21:45)

Biha6

Fortgeschrittener

Beiträge: 76

Dabei seit: 1. Oktober 2016

Danksagungen: 57

  • Nachricht senden

33

Freitag, 5. Mai 2017, 21:24

@ Bär: Wo bekommt man denn die Tel.-Nr. der Polizei her? Gibt es eine Zentralnummer wie bei uns?

Kitty191

Schnürsenkel

Beiträge: 2 972

Danksagungen: 14016

  • Nachricht senden

34

Freitag, 5. Mai 2017, 21:59

Die Hotline der Polizei steht auf der "Anti-Korruptions-Karte", die in jeder Touristen Info erhältlich ist.

LG
Kitty
Falls Du glaubst, dass Du zu klein bist um irgendwas zu bewirken, dann versuche mal zu schlafen, wenn eine Mücke im Zimmer ist
Dalai Lama

Biha6

Fortgeschrittener

Beiträge: 76

Dabei seit: 1. Oktober 2016

Danksagungen: 57

  • Nachricht senden

35

Freitag, 5. Mai 2017, 22:13

Danke Kitty, die Karte haben wir uns hier schon runter geladen. Die werden wir auf alle Fälle immer dabei haben.

M@rie

Buschbaby

Beiträge: 6 363

Danksagungen: 13201

  • Nachricht senden

36

Freitag, 5. Mai 2017, 22:19

aus gegebenen Anlass:
(Der Link ist für Gäste ausgeblendet. Um ihn zu sehen, bitte registrieren!) - dort ist auch der Flyer incl Tel.Nummer zu finden
lG M@rie

"Schildkröten können dir mehr über den Weg erzählen als Hasen." - chin. Chengyu

,,,^..^,,, erst einmal kein Kruger in Planung *schnüff* ,,,^..^,,,

Bär

Vollkommen Ahnungsloser

Beiträge: 11 220

Dabei seit: 10. März 2008

Danksagungen: 18230

  • Nachricht senden

37

Freitag, 5. Mai 2017, 23:05

Falls man keine Smartphone Coverage hat um die Telefonnummer zu ergoogeln, kann man auch
bei der SAPS-Zentrale (südafrikanische Polizei) anrufen und die Adresse und Nummer erfragen: +27 (0) 12 393 1000
Crime Stop – 08600 10111 oder SMS 32211
SAPS Centre for Service Excellence, um sich über einen Polizeieinsatz zu beschweren: 0800 333 177

Und damit wir die wirklichen Notfallnummern auch gleich aufführen
- in einem Notfall die zentrale Notrufnummer von SAPS - wenn Polizei benötigt wird: 10111
- vom Handy aus 112
- zentrale Medizin-Notrufnummer - wenn die Feuerwehr oder ein Krankenwagen benötigt wird: 10177
- wer eher private Kliniken bevorzugt: Medi-Clinic Hospitals 084 124 und Netcare 082 911
- Automobile Association Rescue 080 001 0101
- Automobile Association Pannenservice (Roadside Assist) 0861 000 234
.
*** Wenn du nicht mehr weißt, wohin du gehen sollst, halte inne und schau zurück, woher du gekommen bist. (Sprichwort aus Afrika) ***

Es haben sich bereits 8 registrierte Benutzer bedankt.

Benutzer, die sich für diesen Beitrag bedankt haben:

SilkeMa (19. Juli 2017, 16:29), toetske (16. Juli 2017, 23:59), Tutu (12. Mai 2017, 19:04), Bizi (11. Mai 2017, 18:22), sunny_r (6. Mai 2017, 20:24), Quorkepf (6. Mai 2017, 07:48), M@rie (5. Mai 2017, 23:26), Kitty191 (5. Mai 2017, 23:08)

Bär

Vollkommen Ahnungsloser

Beiträge: 11 220

Dabei seit: 10. März 2008

Danksagungen: 18230

  • Nachricht senden

38

Freitag, 5. Mai 2017, 23:14

Korrupte Verkehrspolizisten - dort ist auch der Flyer incl Tel.Nummer zu finden

Ob die dort angegebene 082 451 7044 noch funktioniert weiß ich nicht. Beim Ergoogeln der Nummer findet man fast nur Verweise auf den Anti-Corruption-Flyer.
.
*** Wenn du nicht mehr weißt, wohin du gehen sollst, halte inne und schau zurück, woher du gekommen bist. (Sprichwort aus Afrika) ***

Halbmond

Anfänger

Beiträge: 5

Dabei seit: 9. September 2016

  • Nachricht senden

39

Donnerstag, 11. Mai 2017, 08:03

wie verhält man sich bei so einer Begegnung?

Grundsätzlich ist es bei einer Geschwindigkeitsübertretung so, dass kein Fotobeweis erbracht werden muss. Selbst in Deutschland nicht. Wenn die Laserpistole geeicht ist und gemessen wurde, reicht die Aussage des Polizisten. Er ist Amtsträger und Zeuge. Daher wird man an Ort und Stelle angehalten, um Personalien aufzunehmen und die Situation zu klären. Dass die ("schwarzen" :huh: ) Polizisten von sich aus angeboten haben, man könne die Buße auch im Polizeirevier bezahlen spricht eigentlich dafür, dass sie es nicht auf eine korrupte Abwicklung des Ganzen abgesehen hatten.
Ich wäre die 20 km zurückgefahren und hätte dabei auch gleich darauf geachtet, ob nicht doch irgendwo ein 80 km/h Schild stand, das übersehen wurde. Falls ja, ist das Bußgeld berechtigt, man fährt zum Polizeirevier und bekommt dort auch eine Quittung. Erledigt.
Falls nein, kann man Beschwerde einlegen.
Wovon ich ganz und gar nichts halte ist mit den Polizisten vor Ort über eine Reduzierung der Strafe bei gleichzeitigem Verzicht auf eine Quittung zu verhandeln. Denn damit fördert man genau das, weshalb es den Anti-Corruption-Flyer gibt.
Außerdem würde ich raten, kühlen Kopf zu bewahren und freundlich zu bleiben. Polizisten haben es oft mit Verbrechern und sonstigen unberechenbaren Personen zu tun und achten im Einsatz darauf, dass nichts eskaliert. Die, welche ich in Südafrika erlebt habe, waren besonnen und zumeist sogar sehr freundlich. Hysterische Gefühlsausbrüche des Angehaltenen und das Filmen des Einsatzes (was in vielen Staaten nicht erlaubt ist) sind da sicherlich nicht hilfreich.


Hallo Bär,

woher bekomme ich einen Anti-Corruption-Flyer und gibt es den Inhalt dessen auch in Deutsch? ?(



LG Halbmond

Bär

Vollkommen Ahnungsloser

Beiträge: 11 220

Dabei seit: 10. März 2008

Danksagungen: 18230

  • Nachricht senden

40

Donnerstag, 11. Mai 2017, 08:30

.
*** Wenn du nicht mehr weißt, wohin du gehen sollst, halte inne und schau zurück, woher du gekommen bist. (Sprichwort aus Afrika) ***

Es haben sich bereits 2 registrierte Benutzer bedankt.

Benutzer, die sich für diesen Beitrag bedankt haben:

Dolphin2017 (19. Oktober 2018, 20:45), Halbmond (19. Mai 2017, 19:51)