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KTS

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Freitag, 30. Juni 2017, 18:17

Reisebericht: Zweiter Versuch, Südafrika im August 2016, geplant und doch ganz anders

Nachdem ich ja einige Male versucht habe, einen Anlauf zum Reisebericht zu machen, habe ich mich entschlossen unsere Erlebnisse und Erfahrungen doch als Bericht aufzuschreiben.
Ich starte dieses Thema absichtlich nochmals neu, um hier einen mit Abstand geschriebenen Bericht einzustellen, ich hoffe das ist so o.k.? Falls nicht, bitte ich die Moderatoren um Zusammenführung.

Wir, das sind 2 Erwachsene und 1 Kind (damals 8 Jahre alt), alle reiselustig und reiseerfahren sowie gern in unserer wunderschönen Welt unterwegs.

Der Urlaub (mein Kindheitstraum Südafrika) sollte eine Mischung aus TIEREN, TIEREN, TIEREN und Landschaft werden, Zeit hatten wir 4 Wochen im August 2016. Aufgrund der Sommerferien und der Tipps hier aus dem Forum hatten wir uns für den Norden / Nordosten Südafrikas entschieden.

Geplant haben wir alleine (nun ja, eigentlich mit Euch allen zusammen), aber eben ohne Reisebüro. Die Flüge wurden mit Emirates gebucht, Hinflug nach Durban, Rückflug ab Johannesburg. Der Mietwagen war ein Toyota Fortuner 4 x 4 von DerTour über Hertz (zumindest ab der 2. Woche).

Genug der Vorgeschichte, los geht´s.

Unsere Route



Die einzelnen Stationen waren geplant (für alle war kein Platz bei google):

Ankunft Durban

2 Nächte Salt Rock – B & B by the Sea

4 Nächte St. Lucia – St. Lucia Wetlands Guesthouse

2 Nächte Hluhluwe – Mpila Camp

2 Nächte Pongola – Nkwazi Lake Lodge

4 Nächte White River – Thokozani Lodge und Panoramaroute

1 Nacht Lower Sabie – Rest Camp

2 Nächte Satara – Rest Camp

2 Nächte Letaba – Rest Camp

2 Nächte Bateleur – Bushfeld Camp

1 Nacht Sirheni – Bushfeld Camp

2 Nächte Louis Trichard – Madi a Thava Mountain Lodge

2 Nächte Tzaneen – Mashutti Country Lodge

3 Nächte Thabazimbi – Marula Cottage

Abflug ab Johannesburg


Abflug oder doch nicht? Durban und Emirates, die unendliche Geschichte?


Hurra, der Tag war gekommen, nach großen Ängsten, ob die Reise überhaupt stattfinden kann, mich hatte unmittelbar vor der Reise noch eine Lungenentzündung erwischt, hatten die Ärzte grünes Licht gegeben, es konnte losgehen. Einen Tag vorher kam das Blutergebnis, alles gut, Sie können fliegen. Wie fühle ich mich? Müde und noch nicht fit, besorgt, ob ich die 4 Wochen durchhalte, aber wir haben uns so lange gefreut, wird schon klappen.

Also stiegen wir erwartungsvoll ins Taxi, ab zum Flughafen, Durban – wir kommen. Vorher eingecheckt, die Schlange am Emirates Schalter ist hier recht kurz und was passiert? Nichts! Es bewegt sich gar nichts, keiner darf zum Counter, alle rennen aufgeregt rum. Nach gut 1 Stunde plötzlich die Anzeige auf der großen Tafel – geplante Abflug-Zeit 7.40 Uhr. Hä??? 21.35 Uhr sollte es losgehen, wieso 7.40 Uhr? Das ist doch morgen? Jep, genauso war es, ein Unfall am Flughafen Dubai verschob den Reisebeginn.

Also wieder nach Hause, am nächsten Morgen wieder zum Flughafen. Ein Deja-Vu – es passierte wieder NICHTS! Der Flug wurde verschoben und verschoben, um 13.30 Uhr ging es endlich los. Gegen 20 Uhr landeten wir in Dubai, mit dem Wissen, dass unser Flug nach Durban erst am nächsten Tag morgens gegen 11 Uhr geht. Den Flug hatte ich gut überstanden, meine Sorge, ob die Lunge mitmacht war Gott sei Dank unbegründet, alles fein. Wir übernachten also in Dubai, nicht geplant, aber nicht zu ändern.

Wer schon einmal am Flughafen Dubai war, kennt dessen Ausmaße und kann sich vermutlich das Chaos vorstellen, das entsteht, wenn nahezu alle Flüge von gut 2 Tagen ausfallen. Endlich hatten wir irgendwann unseren Voucher für das Hotel, saßen im Taxi und kamen um ca. 23 Uhr in unserem Hotel an.

Das 5-Sterne Hotel mit einem tollen Zimmer und einem BADEPALAST statt Badezimmer (wow, das war toll) im 30. Stock war uns ehrlich gesagt eigentlich völlig wurscht, wir waren müde, durchgeschwitzt (Nachttemperatur Dubai 48 Grad Celsius!) und HUNGRIG. Wir wollten noch eine Kleinigkeit essen, leider stellte sich das als nahezu unmöglich heraus. Die Restaurants im Hotel hatten zu (sorry we´re closed at 11 p.m.), die Restaurants auf der Straße auch. Na toll, unser Zwerg war nicht wirklich entspannt (wer Kinder hat, weiß, was ich meine). In die Bars mit Kleinigkeiten wie Tapas durften wir nicht (sorry no Kids) rein. Kurz vor Mitternacht fanden wir eine entzückende Philippina, die uns noch eine Portion pappiger Nudeln mit tütenähnlicher Tomatensauce, einen Salat und ein Wasser im fast schon geschlossenen italienischen Buffetrestaurant besorgte – der Preis, umgerechnet schnäppchenmäßige 370 EUR!!!! Geht auf Kosten Emirates, mir doch egal!

Geschlafen haben wir nur kurz, aber gut, Frühstück war ganz gut aber keine 5 Sterne, ab zum Flughafen und los ging es tatsächlich nach Durban. Der Weg vom Bus über die Gangway in den Flieger war eine echte Herausforderung, den Handlauf konnte man nicht anfassen, die Temperatur morgens um kurz vor 11 in Dubai lag bei 54 Grad Celsius, puh. Drin und die Maschine ist nicht ausgebucht, wir hatten also vernünftig Platz und konnten uns ausstrecken.

Gegen 17 Uhr landeten wir nach einem guten Flug, Entertainment und Verpflegung gewohnt prima an Bord, wir sind wirklich auf südafrikanischem Boden!

Die Einreise zog sich wie Kaugummi, wir brauchten fast 2 Stunden, bis wir durch waren, wieso stehen hier gefühlte Millionen von Menschen? 250 Koffer waren in Dubai stehen geblieben, unsere 3, also alle, gehörten dazu. Na prima und nun? Wieder anstehen, Formulare ausfüllen und nach ungefähr 3 Stunden waren wir in der Flughafenhalle Durban.

Nun gut, dann halt keine Koffer, Gepäck wird eh überbewertet und Wechselwäsche, wer braucht schon sowas? Wir hatten ja noch einmal Unterwäsche und für den Notfall Badesachen dabei, das langt doch für 4 Wochen, oder? Die Koffer sollten in 2 Tagen nach St. Lucia geliefert werden (es dauerte 5, das aber nur nebenbei).

Sue, die Besitzerin des B & B, wartete sehnsüchtig auf uns, wir hatten sie zwischendurch immer kurz per sms über den Stand der Dinge informiert. Wir versorgten uns noch kurz mit ein wenig Bargeld, holten uns Sandwiches und Getränke, um ein kleines Abendessen zu haben, dann fuhren wir zu ihr.

Im Stockdunklen kamen wir in Salt Rock an, vom Balkon aus konnte man das Meer erahnen und vor allem hören und riechen. Wir bedauerten jetzt schon, dass wir leider am nächsten Morgen schon weiter mussten. Eigentlich sollten es hier 2 Tage sein. Wir blieben nicht lang auf dem Balkon, es war recht kühl, ein Teil davon war sicherlich unserer Erschöpfung nach dieser Anreise geschuldet, knabberten unsere Sandwiches und fielen kaputt in die Betten.

KwaZulu-Natal findet sich an der Ostküste von Südafrika und grenzt an 3 weitere Staaten, an Mozambique, Swaziland und Lesotho. Die angrenzenden Provinzen im eigenen Land sind Mpumalanga, Free Staate und das Eastern Cape. Entstanden ist diese Provinz 1994 durch den Zusammenschluss der Provinz Natal und dem ehemaligen Homeland KwaZulu. Die Hauptstadt dieser 92.301,1 km2 großen Provinz ist Pietermaritzburg (diese war sogar Hauptstadt der Burenrepublik Natalia).


Durban nach St. Lucia oder der Start einer unendlichen Geschichte mit Hertz


Ein wunderbarer Morgen brach an, strahlender Sonnenschein, eine Aussicht, die uns allen das Herz aufgehen ließ, Südafrika begann, uns mit seinem Zauber zu locken. Wir standen auf dem Balkon, lauschten, schnupperten und schauten sehnsuchtsvoll auf das Meer – erspähen wir Delfine? Nein, leider nicht, Sue bestätigte uns, dass häufig in der Saison Delfine, manchmal sogar Wale vom Balkon aus zu sehen sind.



Wir wurden mit einem wunderbaren Frühstück versorgt, nach einiger Zeit musste sie sogar den Sonnenschirm aufspannen, es wurde zu hell und warm. Minütlich wurde unsere Lust, diesen schönen Ort zu verlassen, weniger. Dies bestärkte uns in unserem Wunsch, hier noch einmal her zu kommen und dann auf jeden Fall mehr Zeit zu haben für Strandspaziergänge und einfach die Seele baumeln zu lassen.

Sue war so nett und herzlich, wir hatten das Gefühl, uns schon ewig zu kennen. Schweren Herzens fuhren wir mit ihrem Mann gegen 10 Uhr zum Flughafen, wo wir heute unseren Mietwagen übernehmen wollten.

Auch George war einfach ein Schatz, schon diese kurze Begegnung mit beiden weckte in uns die Vorfreude auf die Menschen, die wir hier noch kennenlernen dürfen, Südafrikaner scheinen wirklich nette Menschen zu sein. Hier wurden wir nicht enttäuscht!

Am Flughafen angekommen holten wir nochmals Bargeld am Automaten und kauften Karten für Handy und Tablett. Bei Vodafon dauerte es etwas länger, während mein Mann sich anstellte und den technischen Schnickschnack besorgte, saß ich mit Sohnemann in der Halle und lauschte den Klavierspielern, die sich dort versuchten. Wir hatten das Glück, einem jungen Mann zuhören zu dürfen, der fabelhaft spielte, was für eine schöne Wartezeit.

Nachdem wir dies erledigt hatten, kauften wir noch ein paar Ersatzkleidungsstücke, Unterwäsche, T-Shirts und Socken, damit wir die ersten Tage über die Runden kommen konnten. Eine weise Entscheidung! Ein paar Sandwiches und Getränke wurden bar bezahlt, damit wir Kleingeld für die Straße haben.

Um 12 Uhr standen wir schließlich bei Hertz und hier begann die unendliche Geschichte, die nun Montag, den 7.3.2107 endlich ein Ende gefunden hat, wir haben endlich eine Erstattung bekommen, Hertz hat begriffen, dass wir den Fortuner wirklich abgegeben haben. Der junge Mann am Schalter war sehr nett, alle Papiere lagen vor, die Reservierung auch, prima – dachten wir. Kurzes Palaver mit dem Vorgesetzen, er hätte leider den gebuchten Wagen nicht da, wir würden einen Tiguan bekommen. Aber gar kein Problem, in 2 Tagen (heute war Samstag) würde man uns den Wagen ins Guesthouse bringen.

Unerfahren, naiv und gutgläubig, wie wir waren akzeptierten wir, wir hatten ja auch kein Gepäck, das mit musste. Der Kofferraum des Flohs, so nannten wir den Wagen, war mit 3 Rucksäcken (unser Handgepäck) pickepackevoll. Jacken noch drauf werfen und Feierabend. Wie kommen eigentlich andere Leute mit so einem Auto zurecht???? Wir hatten noch 3 Koffer, auf die wir warteten, 1 Hartschalenkoffer, 1 Handgepäckstrolly und ein mittelgroßer weicher Rollkoffer, hmm… für 4 Wochen doch eigentlich bei 3 Leuten nicht so viel? Aber das Problem stellte sich in diesem Moment ja nicht, also nahmen wir die Karre und fuhren los.

Navi vom Tablet angeworfen und los ging es – ACHTUNG!!!! LINKSVERKEHR!!!!! Ups, ach ja.

Kurze Zeit später waren wir auf der N2, die Toll Stationen nahmen wir mit Bravour, wir waren ja vorgewarnt, Kleingeld hatten wir ja und so wagten wir uns in das Abenteuer Linksverkehr.

Für mich als Beifahrer eine echte Herausforderung, mein bester Fahrer aller Zeiten hatte leider einen echten Linksdrall. Da der Straßenrand einfach gruselig aussah, sah ich uns mit geplatzem Reifen irgendwo in die Pampa fliegen. Die 2 spurige Straße, auf der uns häufig Holzlaster auf unserer Spur entgegenkamen sorgte nicht für Entspannung – HILFÄÄÄÄ, die fahren ja wie die Irren! Es war recht voll und nach gut 3 Stunden erreichten wir St. Lucia und unser Guesthouse, hurra, die erste Etappe ist gemeistert.

Interessant waren die Gedankengänge unseres Sohnes. Stille hinten im Auto, hm… ungewöhnlich, spielt er die ganze Zeit Tablet? Nö, er guckt und guckt und guckt. Was suchst Du? Na die Tiere! Welche Tiere? Löwen, Elefanten und so! Wo, hier auf der Straße? Mama, wir sind doch in Afrika, da müssen die doch hier sein! Ach so … es dauerte ein wenig, bis wir ihm erklärt haben, dass die Tiere hier auch nicht so herumrennen, die Straßen und Städte sind ähnlich wie bei uns, da findet er ja auch nicht überall Rehe, Wildschweine o.ä. – er war doch etwas enttäuscht, in seiner Vorstellung rannten überall Tiere herum.

St. Lucia ist ein kleines Städtchen ca. 30 km von der N2 entfernt. Über die R618 fährt man nach Osten bis man die Halbinsel erreicht. Auf der östlichen Seite von St. Lucia liegt der indische Ozean, im Westen umschließt der Lake St. Lucia die Lagune. Das Örtchen ist wirklich klein und besteht hauptsächlich aus der Hauptstraße „Mc Kenzie Street“, die anderen Staßen sind schachbrettartig angeordnet, man findet sich innerhalb kürzester Zeit zurecht. In der Mc Kenzie Street gibt es einen Spar Sparmarkt, einen Liquorshop, eine Tankstelle, eine Apotheke, Souvenir- und Kleidungsgeschäfte, Touranbieter und verschiedene Restaurants.

Angekommen in St. Lucia bezogen wir unser Zimmer, Colin der Sohn des Besitzers versorgte uns mit Informationen und einem Welcome Drink und gegen 16.30 Uhr zogen wir los, ein erster Spaziergang am Boardwalk sollte uns auf St. Lucia einstimmen. Auspacken mussten wir ja nicht …

Der Boardwalk beginnt am Estuary Beach. Die Lagune des Lake St. Lucia ist eine Meereslagune, kein reiner Binnensee. Bei Hochwasser in der Regenzeit vermischte sich hier bis 2004 das Wasser aus dem See mit dem Meerwasser des indischen Ozeans. Durch Aufschüttung einer Düne wurde nach einer Havarie des Frachters Jolly Rubino verhindert, dass die Küstenlandschaft durch eine Ölpest verunreinigt wurde.

Der Boardwalk selbst ist ein erhöhter Holzsteg, der dicht an der Lagune vorbeiführt, manchmal liegen direkt darunter Krokodile, Warnschilder sind deutlich angebracht.

Aufgrund der einsetzenden Dunkelheit blieb wirklich nur Zeit für einen kurzen Spaziergang, ein paar erste Fotos und nach ungefähr einer Stunde beschlossen wir, es ist Zeit für Abendessen.

Das erste Abendessen nahmen wir im Ocean Basket zu uns, auch wenn es eine Kette ist, uns hat es fabelhaft geschmeckt, im Sonnenuntergang auf dem Balkon war es der perfekte Start für den Urlaub, nun kann es ja nur noch toll werden.
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Kitty191

Schnürsenkel

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Freitag, 30. Juni 2017, 19:14

Hallo Bine,
schön, dass Du Dich nun mit ein bißchen Abstand, dochnoch entschlossen hast, uns an Euren Reiseerlebnissen teilhaben zu lassen. Und auch Südafrika bekommt von Dir, wahrscheinlich schneller als erwartet, eine zweite Chance. :thumbup:
Ich freu' mich.


LG
Kitty
Falls Du glaubst, dass Du zu klein bist um irgendwas zu bewirken, dann versuche mal zu schlafen, wenn eine Mücke im Zimmer ist
Dalai Lama

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KTS (2. Juli 2017, 11:49)

Aishak

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Freitag, 30. Juni 2017, 19:49

Hallo Bine

Super, dass Du doch noch einen Bericht schreibst! Ich begleite Dich gerne.

Liebe Grüsse
Andrea

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KTS (2. Juli 2017, 11:49)

Biha6

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Freitag, 30. Juni 2017, 21:41

Hallo Bine,

da steige ich doch auch noch schnell ein. Freue mich auf deinen Bericht, da wir in 65 Tagen das erste mal nach SA fliegen und eine ähnliche Tour fahren.

LG
Birgit

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KTS (2. Juli 2017, 11:50)

KTS

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Samstag, 1. Juli 2017, 12:28

Danke für Euer Interesse :danke: .

Hier mal ein paar Bilder zum Appetitmachen :saflag:

Blick aus dem Fenster in Dubai




Blick von der Terrasse in Salt Rock



Hier gab es Frühstück



Mehr Meer (liebe Lilly - ohne Giraffen Gier :D )



Weiter geht es in Kürze.

LG
Bine
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Samstag, 1. Juli 2017, 18:07

Sonntag, St. Lucia, 7.8.2016

In der Nacht wache ich mit starken Schmerzen im Rücken auf, bekomme schlecht Luft, oh weh, doch wieder die Lunge? Nein, nur völlig verspannt, Zugluft und ein langer Flug, irre Verrenkungen im Bett helfen ein wenig, die Wärmesalbe ist natürlich im Koffer!

Nach einem köstlichen Frühstück mit allem, was das Herz begehrt machen wir uns heute auf, St. Lucia zu erkunden. Hier noch die Zufahrt zu unserem wunderbaren Gueshouse:



Heute Nachmittag wollen wir eine Hippo Tour mit Shaka Barker auf dem St. Lucia River machen, so fahren wir in die Hornbill Street, eine Parallelstraße zur Kingfisher Street und wollen unsere Buchung vornehmen. Schade, für heute ist alles ausgebucht. Na ja, macht nichts, für morgen geht es, so buchen wir eben die Sundowner Tour am nächsten Tag.

Nun führt uns unser Weg auf die Mc Kenzie Street, die Hauptstraße, um eine Apotheke aufzusuchen und eine Wärmesalbe gegen die fürchterlichen Rückenschmerzen zu kaufen. Deep Heat, Peaceful Sleep und ein Kanister Wasser nehmen wir mit.


Eigentlich sollte es nun zum Isimangaliso Wetlands Park gehen, leider sind wir um kurz nach 10 Uhr morgens viel zu spät dran, die Schlange bis zum Tor ist endlos, so fahren wir aus der Schlange zurück und planen um!

Bestens ausgerüstet für den Tag fahren wir erneut zum Boardwalk, einem Teil des St. Lucia Estuary und gehen den Holzsteg entlang, geniessen die Aussicht, die Stille und die Natur.



Nachdem wir heute tagsüber hier sind, laufen wir bis zum Meer weiter. Wow! Toller Sand, eine irre Brandung und der warme Sonnenschein, ein perfekter Tag. Gute 2 Stunden genießen wir einfach den Strand.



Die obligatorische Sandburg wurde gebaut – die bauen wir immer, egal ob in Dänemark oder am anderen Ende der Welt, Mama und Sohn sitzen im Sand und buddeln mit den Händen eine kleine Burg, immer mit Burggraben und Brücke. Papa sitzt daneben, grinst und schüttelt den Kopf, er mag Sand auf der Haut nicht so gern – und schon gar nicht unter den Fingernägeln.



Wir beobachteten das Treiben, machten eine kleine Zehenprobe im Wasser – huh kalt!!! – und sahen den Booten zu, die mit Karacho auf den Sand fuhren und dann vom Trecker weggezogen wurden. Da hätten wir auch gern drin gesessen, die Leute darin hatten echt Spaß.

Da wir ja leider keine Gelegenheit in Salt Rock hatten, nutzten wir hier die Möglichkeit, uns die Meeresbrise um die Nase wehen zu lassen.

Sonne, Strand und Meer, dazu eine wunderbare Landschaft drumherum, mit Hippos und Krokodilen, die sich zwar heute noch nicht wirklich zeigten, dachten wir. Auf den Fotos waren dann plötzlich Krokodile zu erkennen, ups, die waren ja wirklich da.

Gegen Mittag beschlossen wir dann, es ist Zeit für ein Sandwich und einen Mittagsschlaf und vielleicht ist ja das Gepäck und/oder das Auto da. Nöööö, nichts von beiden. Sandwich und Schläfchen gab es aber dennoch. Danach noch eine Dosis Deep Heat, die Zaubersalbe und eine Massage meines Privatmasseurs beides half gut. Nach ca. 3 Tagen klappte atmen wieder ohne Schmerzen.

Nachmittags ist Kaffee-Zeit, wir fahren zurück auf die Mc Kenzie Street und gehen im Coffee Shop einen Kaffee und Cola trinken, guckten hier und da und genossen das Dolce Vita auf südafrikanisch.

Abends gingen wir dann zu Fuß vom Guesthouse ins Braza und schlemmten uns durch die Fleischkarte, sehr lecker und vor allem viel. Spare Ribs, Surf & Turf und ein kleines 400 g Rumpsteak werden mit Genuss verputzt.



Rollenderweise ging es zurück, leider ohne Hippos gesehen zu haben. Tatsächlich kommt es regelmäßig vor, dass die Hippos nachts zum Grasen in die Stadt und auf die Grundstücke der Guesthouses kommen. Wir waren hin- und hergerissen ob wir eine Begegnung wünschen oder fürchten sollten, ich denke, es war beides.
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Samstag, 1. Juli 2017, 18:17

Montag, St. Lucia, 8.8.2016

Oh weh, heute fängt der Tag gar nicht gut an, unser Sohn hat Magen-Darm! Die riesige Portion Spare Ribs war eindeutig zu viel für den kleinen Magen, leider quer durchs Zimmer, der Weg zum Bad war zu weit, die Roommaid war ein Schatz, uns war es extrem peinlich.

Nun wollen wir zum Western Shore des Isimangaliso Wetlands Park und uns den weniger bekannten Teil anschauen. Zunächst kurz nochmals zur Mc Kenzie Street, um bei Spar Wasser zu kaufen. Leider macht der Magen dem Ganzen einen Strich durch die Rechnung, Gott sei Dank nicht ins Auto!

Also dann halt nochmal kurz zum Boardwalk und ein Besuch des Ski Boat Club, um einen Kaffee auf der Aussichtsterrasse zu trinken, vielleicht sehen wir ja Hippos! Um 10 Uhr sind wir dort, die Bar öffnet gerade, wir bestellen uns Cola, in der Hoffnung, dass diese den Magen beruhigen und setzen uns nach draussen. Da der Wind so extrem kalt und unangenehm ist, verziehen wir uns recht schnell nach innen, verfolgt von einer super nervigen Katze, die dauernd zum kuscheln kommen will. Als Katzen-Allergiker flüchte ich dauernd vor dem Vieh, sie rennt aber ständig hinter uns her! Wir schauen uns draussen noch ein wenig um und beschließen dann, zu gehen, Tiere sind kaum zu sehen, nur ein paar Reiher, die durch´s Wasser waten.

An den Souvenirständen erstehen wir zwei geschnitzte Holztiere der Big Five, einen Büffel und ein Nashorn und fahren zurück zum Guesthouse. Hoffentlich klappt es mit dem Magen am nachmittag auf dem Boot, nun ja, falls nicht, müssen eben die Krokos und Hippos gefüttert werden .

Zurück in der Stadt bummeln wir ein wenig durch die Lädchen. In einem Outdoorshop wurden 2 große Hüte á la Indiana Jones oder Crocodile Dundee gekauft. Als wir damit wieder zu Hause am Flughafen ankamen, wurden die beiden gefragt, ob wir aus Australien kommen, na ja, knapp daneben.

Um viertel vor drei stehen wir, wie angewiesen draußen und warten auf unseren Abholer. Die Abholzeit am Guesthouse wurde südafrikanisch überzogen (wir warteten gute 20 Minuten) easy eben?

Mit einem Unimog und 8 weiteren Gästen, 4 Inder mit kleinem Jungen und 4 Amerikaner, Eltern mit Sohn und Tochter zusammen geht es zum Bootsanleger. Anthony unser Guide macht einen sehr netten, relaxten Eindruck.

Ein bisschen aufgeregt steigen wir auf das Boot, was wird uns heute erwarten? Kurz nach dem Start halten wir an einem Baum, dort hängt ein Chamäleon, leider sehr gut versteckt, man kann es kaum erkennen, ein Foto war gar nicht möglich. Einige Meter weiter liegt ein Krokodil faul in der Sonne und blinzelt. It´s real, sagt Anthony, stimmt, man kann das Blinzeln sehen, kein Plastik-Kroko!



Aus dem Seitenarm, in dem die Boote liegen fahren wir auf den St. Lucia River. Gute 2 Stunden fahren wir herum, z.T. ist es wieder extrem windig, die Funktionsjacken mit Kapuze waren eine wirklich gute Idee, wir sehen wahnsinnig viele Hippos. Zwischendurch wird geankert, es gibt heiße Schokolade und Rusks, lecker! Das Highlight kommt beim Ankern, ein sehr neugieriges Hippo kommt bis zum Boot und leckt es sogar an, wie toll ist das denn!







Wir fahren danach noch ein Stück den River hinauf, Anthony erklärt viel zur Fauna und Flora des Isimangaliso Wetland Parks, einem der ersten Nationalparks Südafrikas überhaupt. Den Wechsel zwischen Schilf- und Mangrovenlandschaft konnte man sehr gut sehen. Der St. Lucia Lake ist das Zentrum des Parks, 50 km lang und bis zu 15 km breit und nimmt alles Wasser, was aus der Sumpflandschaft heraus fließt, auf.

Anthony konnte unglaublich viel berichten und verschwieg auch Gefahren durch die Tiere nicht. Hippozähne wurden herumgegeben, ganz schön beeindruckend.





Langsam beginnt die Sonne zu sinken, eine wunderbare Stimmung und traumhafte Spiegelungen auf dem Wasser begleiten uns auf dem Rückweg.

Die Bootsfahrt durch das Wetland war ein Highlight, unsere Entscheidung, die Tour am späten Nachmittag zu machen war genau richtig, die Fahrt in den Sonnenuntergang, großartig. Der Wind war allerdings nicht von schlechten Eltern, z.T. hatten wir Mütze und Kapuze auf, es pustete wirklich ordentlich, das Boot lag aber erstaunlich ruhig im Wasser.

Gegen 18 Uhr sind wir zurück beim Guesthouse, der Unimog hat uns zurück gebracht. Abendessen für uns Große gibt es erneut im Ocean Basket, Sushi steht auf dem Speiseplan, 2 x die Platten für 2, komisch, irgendwie werden die aber doch alle. Der Kleine knabbert nur an dem trockenen Brot herum, hurra, es bleibt drin! Ein wunderschöner Tag geht zu Ende.
Leben ist das, was dir passiert, während du dabei bist, andere Pläne zu schmieden.

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KTS

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Samstag, 1. Juli 2017, 18:37

Dienstag, St. Lucia, 9.8.2016

Tja eigentlich hatten wir am letzten Tag den Western Shore besuchen wollen, aber manchmal kommt es eben anders, als man plant. Das war sowieso das Motto dieses Urlaubes.

Die Bauchschmerzen sind vorbei und welch Überraschung, unser Gepäck ist da! Emirates hat es nach fast 5 Tagen endlich geschafft, uns die Koffer zu bringen. Heute Nacht um 1 Uhr wurde Derrek aus dem Bett geklingelt und unsere Koffer waren da.

Nach einem tollen Frühstück fahren wir los, um uns den Isimangaliso Wetlands Park anzuschauen.

Gegen 9.30 Uhr kamen wir am Bhangazi Gate an und bekamen einen Schreck – Schlange stehen! Es ging aber dann doch erstaunlich schnell, wir zahlten unseren Eintritt, die Wildcard galt ja hier nicht, kauften noch eine Karte des Parks und waren kurz vor 10 Uhr drin.

Seit 2007 heißt der ehemalige Greater St. Lucia Wetland Park iSimangaliso Wetland Park. Er hat eine Größe von über 3.000 Quadratkilometer und erstreckt sich über 280 km entlang der Küste. Der Park beginnt an der Grenze zu Mozambique in Kosi Bay und endet ca. 15 km südlich von St. Lucia bei Mapelane. Er steht als Weltnaturerbe seit 1999 auf der Liste der Unesco und ist der zweitgrößte Park in Südafrika.

Kurz vor dem Gate ist noch ein Crocodile Center, das wollten wir uns evtl. am Nachmittag noch ansehen, falls Zeit ist.

Wir fahren ein paar km und sehen auf der rechten Seite die ersten Tiere, Zebras und Nyalas, Wildebeests. Weiter geht es mit tollen Sichtungen, Kudus und, Warthogs laufen uns über den Weg. Jeder befahrbare Loop wurde von uns mitgenommen, jedes Tier sorgte für Jubelschreie.







BÜFFEL!!!! Hurra einer der „Big 5“ gleich beim ersten Game Drive.






Wir nehmen jeden Viewpoint mit, der erste ist der Amazibu Hide, der uns einen traumhaften Ausblick beschert.



Danach geht es den Berg hinaus zum uMziki Lookout Trail, den wir nach oben und nach unten „erwandern“. Die Aussicht über den Park ist grandios, wunderschöne Blumen am Wegesrand.

Auf dem Rückweg haben wir das erste „Bushfeeling live“, ein Warthog kommt aus dem Gebüsch, läuft über den Weg, schaut uns neugierig an und knabbert links und rechts an Büschen herum. Das Schweinchen war sehr neugierig, es machte den Eindruck, als wäre es gern näher gekommen, wir waren recht aufgeregt, ob es harmlos ist.



Nun geht es zu Mission Rocks, wir sind hin und weg von der Gewalt des Ozeans, der hier an die Felsen peitscht, tolle Felsformationen, die Gischt auf der Haut, strahlende Sonne von oben, ein perfekter Tag! Wasser, Felsen, Wind, mehr brauchen wir nicht, um glücklich zu sein!

Bei der Weiterfahrt zum Cape Vidal sehen wir wieder Büffel und machen noch einen Stop beim eMfabeni Lookout. In der Ferne sind Hippos zu erkennen.

Gegen 13.30 Uhr haben wir das Cape Vidal erreicht. Wie toll es hier ist, ein traumhafter Sandstrand, das Meer ist relativ ruhig, wenig Menschen vor Ort, wir sind begeistert. Es weht ein mittelstarker Wind, zwischendurch werden wir beim im Sand sitzen leicht vom Sand paniert.

Im Dezember kommen hier Meeresschildkröten zur Eiablage an den Strand, das ist bestimmt ein grandioses Erlebnis, vielleicht schaffen wir das einmal.



Mein Sandkunstwerk:




Nach ungefähr 1 Stunde fahren wir zurück, wir wollten eigentlich den Grassland Loop fahren, nach gut 2 km müssen wir umdrehen, die Straßen sind gesperrt, leider ohne Hinweisschild zu Beginn.

Davon lassen wir uns den Tag nicht verderben, wir fahren auf der Hauptstraße zurück und nehmen dann kurz vor dem Parkeingang den Vlei-Loop. Jetzt geht es mitten hinein in Nichts. Wir sind das einzige Auto, nur Bush um uns herum. Nyala, Wildebeest, Impalas und Kudus begegnen uns, die Straßen sind recht holperig, plötzlich wird es höher und höher, Sand auf der Straße, oh weh, hoffentlich fahren wir uns nicht fest, klappt aber und dann geht es steil bergab, unser Tiguan ist artig, wir kommen hinunter und auch prima wieder hinauf!





Ganz stolz erreichen wir die Hauptstraße und verlassen gegen 16 Uhr den Park. Direkt hinter dem Eingang ist das Crocodile Center, ach ja, lasst uns das doch noch mitnehmen. Leider schließt das Center um 16.30 Uhr, das ist uns dann doch zu kurz, unsere Idee ist, das morgen früh vor der Fahrt ins Mpila Camp zu machen. Da rechneten wir noch mit dem pünktlichen Auftauchen unseres neuen Autos …

Zum Abendessen gehen wir nochmals ins Ocean Basket, leider gibt es noch keinen Mengen- oder Comeback-Rabatt :D , unsere Platte peppen wir noch mit ein paar Muscheln und Prawns auf, es ist einfach zu lecker.

Der letzte Abend in St. Lucia, schön war es hier, wie immer fallen wir vor 22 Uhr müde ins Bett.
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Samstag, 1. Juli 2017, 20:16

Hallo Bine,

ich steige auch noch schnell zu und freue mich auf deinen weiteren Bericht. :D

Viele Grüße
Claudia

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KTS (2. Juli 2017, 11:50)

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Sonntag, 2. Juli 2017, 11:58

Prima, dass Ihr mitreist, ab heute können wir Euch auch unterbringen, man glaubt es kaum, unser Autotausch hat stattgefunden :thumbsup: .

Also, sucht Euch ein Plätzchen, der Fortuner ist wirklich bequem, ach ja, wartet noch kurz, bis wir im Hluhluwe drin sind, ach quatsch, steigt einfach in St. Lucia zu und fahrt mit dem Hertz Mann im Toyoyta Hilux mit, warum? Erkläre ich hier gleich 8)


Weiter geht´s.



Es hätten in St. Lucia noch 1 – 2 Tage mehr sein können, vielleicht auch einen Tag nur zum Cape Vidal, um einen Strandtag einzulegen, und auch um zusätzlich den Western Shore zu sehen. Selbst mit dem unfreiwilligen halben Tag nichts tun, im Nachhinein war die Pause nicht verkehrt, Entschleunigung tut einfach doch gut.

Das komische Erlebnis mit dem Wagen, der uns irgendwie hinterherfuhr hatte ich an anderer Stelle hier im Forum beschrieben – uns ist nichts passiert, aber aufmerksam sollte man auch hier durchaus sein.

Wirklich nervig war das Warten auf das richtige Auto. Ich weiß nicht mehr, wie viele Telefonate wir geführt haben, mit Durban, Johannesburg und sogar Kapstadt (Hertz), Frankfurt (DerTour), selbst das Guesthouse hat für uns dutzende Male für uns bei Hertz angerufen. Am letzten Tag habe ich dann telefonisch Hertz so zusammengebrüllt (manno, das ist nicht meine Art, ich habe es gehasst) aber plötzlich kam gegen 11 Uhr ein Auto! Prima, ein Hilux ohne Verdeck. Sind die denn eigentlich total bekloppt? Soll das Gepäck auf die offene Ladefläche? Mit oder ohne Schild: „Klau mich jetzt“ und „Dreck zu mir“!!!! Also wieder brüllen! Der arme Kerl, der den Wagen bringt ist selbst völlig entsetzt, versucht krampfhaft, etwas zu organisieren. So viel Dämlichkeit habe ich noch nie erlebt. Selbst Derrek und Hettie (die Besitzer des St. Lucia Wetlands Guesthouse) sind entsetz und sagen, dass sie soviel Inkompetenz noch nie erlebt haben, irgendwie ist mir nur noch nach Heulen zu Mute.

Das Ende vom Lied war, dass wir mit dem Tiguan fuhren, der Fahrer nahm unser Gepäck mit und fuhr gegen 12 Uhr mit uns zum Mpila Camp. Abends gegen 17 Uhr kam dann tatsächlich, oh Zeichen – oh Wunder – unser Fortuner. Na wow, Gepäck ist da, Auto auch, der Rücken funktioniert, haben wir jetzt endlich Urlaub? Soviel vorweg – technische Probleme gab es keine mehr, es war alles da und blieb auch da!

Mittwoch, St. Lucia – Mpila Camp, Hluhluwe Imfolozi Park, 10.08.2016

Gemeinsam mit dem Mann von Hertz fuhren wir also nach dem Einkaufen im Spar in St. Lucia in Richtung Mpila Camp Kolonne. Irgenwie echt lächerlich, aber nicht zu ändern. Er fuhr mit unserem Gepäck und den Einkäufen ( Fleisch, Grillkohle, Brot, Käse, Grillsoße, Wasser und Milch) wir vor ihm her.

Nach ungefähr einer Stunde kamen wir zum Gate, was würde uns hier wohl alles erwarten?

Kurz nach dem Passieren des Gates erfüllten sich unsere Wünsche, direkt an der Hauptstaße waren sie dann:

- Elefanten – eine ganze Herde mit Babys unten am Wasser beim Trinken
- Rhinos
- Impalas
- Affen
- Warthogs
- Nyalas
- Kudus
- Zebras

So sieht das also aus und so fühlt sich das an, wenn Brehm´s Tierleben lebendig wird, toll!



Vor lauter Begeisterung und schauen wären wir einige Male fast von der Straße abgekommen. Unser glücklicher Fahrer von Hertz war hin und weg, hier war er auch noch nie. Er hat sogar Giraffen gesehen, diese konnten wir aber heute noch nicht entdecken. Somit waren wir dann gleich noch Pfadfinder – jeden Tag eine gute Tat!

Wir brauchten für den Weg bis zu unserem Cottage bzw. bis zur Rezeption fast eine Stunde, wir konnten uns einfach nicht losreißen und mußten immer wieder stehenbleiben und gucken.



Das Cottage mit der Nummer 19 entsprach unseren Erwartungen, ein Wohnzimmer, 2 Schlafzimmer mit jeweils 3 Betten, wir nutzten nur eines davon. Warthogs liefen herum, Affen beäugten neugierig die Neuankömmlinge – naaaa… lasst Ihr auch schön Türen offen, damit wir Euch beklauen? Nö, heute nicht, alles zu und immer schön abschließen.

Eigentlich wollten wir heute Nachmittag ja nochmal losfahren, nachdem wir aber auf den anderen Hertz Mann mit dem Fortuner warten mussten, blieben wir halt da. Wir kochten uns einen Kaffee, knabberten ein paar Kekse, genossen die Aussicht von unserem Hügel und liefen ein bisschen im Camp hin und her. An der Rezeption buchten wir für den nächsten Tag einen Nightdrive.

Das Aufbauen der Moskitonetze funktionierte ganz gut, im Laufe des Urlaubes waren wir dann aber zunehmend genervt von den Dingern, würden sie aber dennoch immer wieder nutzen.

Abends wurde dann das erste Mal gebraait, mit Kohle, nicht mit Holz. Das Fleisch war riesig und schmeckte gut, dazu gab es Butternuß in einer Art Tomatensauce (ich hatte eine Nudelsoße zweckentfremdet, sonst wäre uns das Ganze zu trocken gewesen), gegrillte Pilze und Kartoffeln, echt lecker. Wir hätten gern draußen gegessen aber dafür war es einfach zu kalt.



Leider nicht richtig scharf geworden :whistling:




Mitten in der Nacht heult es wie verrückt, eine Hyäne, wir sind mitten im Busch! Gute Nacht Südafrika!

Wir hatten auf den Rost ein Stück Alufolie gelegt, damit die Marinade nicht ins Feuer tropft. Da die Folie noch kochend heiß war, als das letzte Stück Fleisch heruntergenommen wurde, legten wir Steine darauf, damit sie nicht in die Landschaft geweht wird. Am nächsten Morgen war die Folie blitzeblank geschleckt! Gesehen haben wir niemanden (zumindest in dieser Nacht …).
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Sonntag, 2. Juli 2017, 12:08

Donnerstag, St. Lucia – Mpila Camp, Hluhluwe Imfolozi Park, 11.08.2016

Am nächsten Morgen waren wir früh auf, nicht so früh wie alle anderen, aber um 7 Uhr saßen auch wir im Auto, um das Abenteuer Game Drive zu beginnen. Tja, Abenteuer? Nein, leider nicht. Wir sahen immerhin in guten 3 Stunden 1 Rhino,



Warthogs, ein paar Vögel, die leider zu schnell für unsere Kameras waren, ein paar Impalas und das war´s.



Am Picknickplatz machten wir halt, blieben ein wenig, vertraten uns die Beine, und schauten auf den Fluß. Auch hier, nichts zu sehen, 1 Impala blieb bei uns, recht dicht sogar, aber ansonsten tierfreie Zone, nicht mal ein Vogel.



Ziemlich enttäuscht fuhren wir zurück, das hatten wir uns nach dem Start gestern anders vorgestellt. Nun wurde gefrühstückt und ein wenig geruht, Uno gespielt und gelesen. Nachmittags leider der gleiche „Erfolg“, nur dieses Mal noch nicht mal mehr Rhinos. Ein paar einzelne Impalas und Warthogs, manchmal ein vorbeifliegender Vogel.






Ach, das wird bestimmt beim Nightdrive ganz anders! Wir freuten uns sehr darauf. Gebraiit wurde heute schon früh, um 5 gab es Essen, um 6 startete ja schon der Drive. Es gab wieder Riesensteaks, Brot und einen Salat.

Wir zogen uns warm an, Skiunterwäsche, dünner Fleecie, dicke Fleecejacke drüber, Doppeljacke an, Schal, Mütze und Handschuhe kamen mit, es sollte ja 2,5 Stunden im offenen Jeep durch die Nacht gehen. Ordentlich eingesprüht mit Peeceful Sleep an jedem Fitzelchen Haut, das noch die Chance hatte, an den Kleidungsschichten vorbeizukommen, die Klamotten eingesprüht mit Nobite Kleidung. So, die Mücke, die uns beißt, möchte ich sehen! Wir waren ein wandelnder Chemiecocktail.

Auf dem Wagen waren außer uns noch ein junger Australier, ein Amerikaner mit 2 Söhnen und 2 Südafrikanerinnen. Die Amerikaner waren einfach unerträglich, was die beiden Jungs (ca. 14 und 10) dabei wollten, entzog sich unserer Kenntnis. Die interessierten sich nur für Ihr Handy. Mehr als einmal drehten wir uns um und baten um Ruhe, beim letzten Mal wurde es dann ein deuliches, lautes „Shut up“, dann war endlich Ruhe.

Die Rangerin war leider ein Totalausfall, völlig lustlos, nuschelig und leierig ratterte sie irgendwelche Sätze herab, die man kaum verstand. Sie fuhr mit einem Affenzahn, Tiere sahen wir auch fast keine, zu Beginn 2 junge Hyänen – wir waren begeistert, was kommt noch? Leider nicht mehr viel, viele Hasen – den Namen der Viecher hab ich leider vergessen, „rabbits halt“ wie mein Sohn sagte, ein paar graue Duiker, 3 Bushpigs von hinten (komisch, ich hab grad fürchterlich Appetit auf Schinken …), eine Eule und ein Highlight gab es, ein junger Giraffenbulle – Africas Next Top-Giraf – ein Poser vor dem Herrn. Das war´s. Auch das hätten wir uns anders vorgestellt. Fotos waren nicht möglich, die Tiere waren zu weit vom Auto weg, bzw. die Lichtverhältnisse so schlecht, dafür hätte man eine echte Profikamera gebraucht (und einen Ranger mit Muße und Ruhe). So gibt es von diesem Drive nur „Mr. Giraf 2016“.



Lausig kalt war es, wir waren froh um jeden Zentimeter Kleidung, den wir hatten, die Decken aus dem Auto legten wir uns auch noch um. Die Amerikaner nur in dünnen T-Shirts froren erbärmlich – ätsch! Das war die Strafe für´s quatschen.

Unser Highlight erlebten wir dann „zu Hause“, wir saßen gegen 9 Uhr wieder im Wohnzimmer, spielten Uno und plötzlich heulte es schaurig. Zack hatte ich einen jungen Mann auf dem Schoß, Mama, was ist das? Keine Ahnung, komm wir gehen gucken. Wir löschten die Lichter und schlichen zum Fenster.

COOOOOL!!!! 2 riesige Hyänen standen direkt vor dem Fenster und schauten uns an. Wow – Helene ist da! Wieso Helene? Na ja, Hyäne hört sich doch ein bisschen an wie Helene und ihr Kumpel hieß logischerweise Florian.

Helene und Florian marschierten zum Braii, gingen auf die Hinterbeine und schleckten wieder den Fleischsaft ab, die armen Tiere, die Marinade war höllisch scharf. Am liebsten hätte ich ihnen Wasser rausgestellt. Unsere Hütten-Nachbarn gingen mit großen Strahlern nach draußen, so dass wir das Schauspiel gut verfolgen konnten. Leider sind alle Fotos nichts geworden, macht aber nichts, diese Bilder haben sich im Herzen eingebrannt. Wir rannten von Fenster zu Fenster, um die beiden zu beobachten. So groß hätte ich mir die nicht vorgestellt, Helene blieb irgendwann direkt vor dem Schlafzimmer stehen und schaute auf das Haus, Aug in Aug mit Hyäne, schaurig schön war es, wir waren froh um das Glas zwischen uns.

Nachts gegen 3 Uhr weckte uns der Kleine nochmal – sie heulten wieder – warum machen die das? Ach schlaf weiter, die unterhalten sich.


Am nächsten Tag verließen wir das Mpila Camp, auf dem Weg zum Gate sahen wir dann endlich auch wieder viele Tiere, Nyalas, Elefanten usw. – es gibt sie also doch. Nur eben nicht in unserem Teil des Parks, zumindest an unseren Tagen nicht.

Wir überlegten, ob wir durch den Park noch in den anderen Teil fahren, entschlossen uns dann aber dagegen und fuhren über Mtubatuba zum Tanken und dann nach Pongola. Im Nachhinein hätten wir fahren sollen, aber hinterher ist man ja immer schlauer.

Wir würden gern nochmal wiederkommen, dann auch den anderen Parkteil anschauen. Ob wir tatsächlich aber nochmal in der absoluten Trockenzeit herkommen, wissen wir nicht, es war wirklich während der Drives sehr frustrierend nahezu „kein“ Tier gesehen zu haben. Von unserem 3-stündigen Drive sahen wir in der ersten Stunde ein paar Tiere und dann gar nichts mehr. Die Gegend ist schon schön, aber für 2 Stunden ist es dann doch ein bisschen viel nur Gegend. Ich denke, wir werden nochmal einen Versuch wagen und dann 2 und 2 Nächte (also Hiltop und Mpila) machen.
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Sonntag, 2. Juli 2017, 13:13

Freitag, Mpila Camp Hluhluwe Imfolozi Park – Nwazi Lake Lodge Pongola 12.08.2016

2 Tage im Paradies – Nkwazi Lake Lodge


Heute heißt es Abschied vom Mpila Camp nehmen. Wir checken gegen 9 Uhr aus und machen uns auf dem Weg zurück zum Nyalazi Gate. Hier machen uns die Tiere den Abschied wirklich schwer, Nashörner, Elefanten, Kudus, Wildebeest, Paviane, Zebras, Impalas, alle winken uns noch einmal zu. Besonders toll ist es, einen riesigen Elefanten an einem Wasserloch zu beobachten, wie er trinkt und sich immer wieder spielerisch mit Wasser besprüht. Schön war es hier.

Wir fahren zurück nach Mtubatuba, um zu tanken und über die N 2 nach Pongola zu fahren. Kurz überlegten wir, ob wir bis zum Hiltop Camp und über das Maingate ausfahren wollen, entschieden uns aber dagegen, da wir noch keine wirkliche Erfahrung über die notwendigen Fahrzeiten hatten. Google Maps sagte für die Strecke 2,5 Stunden, wir schätzen 4 Stunden, tatsächlich benötigten wir gute 5 Stunden.

So fuhren wir also wieder hinaus und lenkten unseren Wagen wieder zurück bis Mtubatuba, wo wir tankten und dann wieder auf die N2 fuhren, um nach Pongola ins Pongola Game Reserve zu kommen. In Mtubatuba bekamen wir erstmalig ein Gefühl für afrikanisches Gewusel. Unglaublich viele Menschen an der Tankstelle, auf der Straße und in den kleinen Läden und Obst- und Gemüseständen rund um die Tankstelle, bunt, fröhlich und lautstark, es wirkte wie ein bunter Haufen Kolibris, die wild durcheinanderflogen. Ungewöhnlich und noch konnten wir es nicht einordnen, fühlte sich ungewohnt und ungewöhnlich an.

Tanken mit Fullservice und Scheibenwaschen war auch etwas Neues, aber daran könnten wir uns wirklich gewöhnen, schon schön, wieder saubere Scheiben zu haben.

Zurück auf der Hauptstaße ging es weiter in Richtung Pongola. Die Straßen waren gut gefüllt, wir sahen sehr viele extrem gut gekleidete, farbenfrohe Menschen auf dem Weg in die Kirche, die Fahrweise aller flott, aber nicht hektisch, wir kamen gut durch. Nach ungefähr 2 Stunden erreichten wir die Gegend um Pongola, nach und nach tauchten Schilder mit verschiedenen Lodges auf, wir warteten darauf, „unser Schild“ zu sehen.

Allerdings verfuhren wir uns kurz vor dem Ziel, die Lodge war nicht ausgeschildert. So bogen wir in Richtung Golele der Grenze nach Swaziland ab, dort war ein Schild der Shayamoya Lodge (die wir als Unterkunft auch in Betracht gezogen hatten), wir nahmen an, die wissen, wo wir hin müssen. Dies war ein Irrglaube, der Herr am Tor wollte uns zum See schicken, dort würden wir mit dem Boot zur Lodge gebracht. Wie mit dem Boot – und das Auto? Nein, das müsste stehen bleiben. Oh weh und unser ganzes Gepäck? Die Karre ist schließlich pickepacke voll. Ach nein, rufen wir sicherheitshalber die Lodge an. Diese Entscheidung war goldrichtig. Die Dame schickte uns zurück zur N2 zum Leukop Gate. Ein weiterer kleiner Irrglaube, wir gingen davon aus, das Tor geht auf und wir fahren hinein, aber nicht doch, der Ranger lief vor – follow me, aber wohin denn? Der gute Herr in Military Optik lief über die Straße, den Abhang hinab und öffnete ein Weidetor. Dort ließ er uns in das private Game Reserve hinein und nach 12 km sollten wir die Lodge erreichen.

Nun begann unser Offroad Abenteuer. Es ging steil bergauf, über Schotter und Geröll, so dass sogar unser 4 x 4 Fortuner zwischendurch ausbrach. Mein Mann schwitze Blut und Wasser und verfluchte mich die gesamten 12 km über. Was hast Du uns hier wieder eingebrockt? Endlich oben angekommen waren wir einfach nur noch stumm und staunten.

Traumhafte Häuser, auf Stelzen gebaut, die sich oberhalb des Sees idyllisch in die Landschaft schmiegten. Der Blick – Wahnsinn. Hieran kann man sich niemals „übersehen“. NICHTS mit Aussicht! Nun ja, tolle Häuser oberhalb des Sees, so gut wie keine Menschen, ein Traum! Wir bekamen die Hütte Nr. 5, o.k. hier bleiben wir und gehen nie wieder weg.







Wir wurden freundlich von Khomba, unserem Rezeptionisten, einem Zulu aus Hluhluwe begrüßt. Unsere Hütte hatte die Nummer 5, auch beim Betreten der Hütte waren wir einfach nur entzückt, wunderschön, alles aus Holz, stilvoll mit eigener Terrasse, die natürlich Blick auf den wunderschönen Lake Jozini und die traumhafte Landschaft hatte.

Leider merkte man auch hier wieder die extreme Trockenheit, schön war es dennoch. Stille, Ruhe und Frieden, ja, hier spürten wir eigentlich den Zauber Afrikas am Deutlichsten.

Khomba war sichtlich stolz und sehr erfeut, dass es uns so gut gefiel. Wir kamen in Ruhe an, schauten und schauten, tranken Kaffee auf der Terrasse und versuchten später, ein Bad im Pool zu nehmen. Keine Chance, das Wasser war so eisig, wir großen gingen nur bis zu den Knieen hinein (blöde Idee, bei beiden entstanden Blasenentzündungen, aua, gut dass wir homöopathische Kügelchen dabei haben). Unser Sohn war mutig und ging ganz hinein und schwamm sogar, völlig verrückt unser Kind, er ist übrigens gesund geblieben.

Nach dem Bad standen wir auf der Terrasse und schauten verträumt dem sich verabschiedendem Tag zu. Prompt wurde ich natürlich gestochen, oh weh, ein Mückenstich und noch keine Malaria-Prophylaxe! Die Angestellten beruhigten mich, hier wäre kein Malaria-Gebiet, nun ja, so ganz vertraute ich ihnen nicht, bisher ist aber alles gut :rolleyes:

Nachdem wir leider noch den Safe geschrottet hatten, nun ja, nicht geschrottet, aber er ließ sich nicht mehr öffnen, durfte Junior (er war´s :D ) dann auch Hilfe holen. Aber ich kann doch kein Englisch, dann lern es 8) , nein, wir übten ein paar Sätze und dann flitzte er ganz mutig los und holte uns einen „Safeknacker“. Toll hat er es gemacht und war dann stolz wie Bolle.

Pongola Nature Reserve - in Zulu uPhongolo Nature Reserve genannt - liegt am nördlichen und östlichen Ufer des Pongolapoort Dams. Noch Ende des 19ten Jahrhunderts gab es in der weiten afrikanischen Savannen-Landschaft riesige Herden von Antilopen, Zebras, Giraffen, Nashörnern, Büffel und Elefanten. Auch gab es Löwen und andere Grosskatzen in grosser Zahl. Präsident Paul Kruger proklamierte das Gebiet darum im Jahr 1894 als Naturschutzgebiet. Durch die Wirren des Burenkriegs wurde das Vorhaben jedoch nicht realisiert. Stattdessen übernahmen Farmer das Land. Sie töteten in den Folgejahren nahezu alles Wild, in der irrtümlichen Annahme, dadurch die durch die Tsetse-Fliege übertragene Schlafkrankheit ausrotten zu können.

1970 wurde der Staudamm errichtet, der den Pongola Fluss staut. Der Stausee sollte der Bewässerung von Zuckerrohrplantagen in der Region dienen. Rund 17000 Hektar des Landes wurden darum geflutet. Ein Teil des ursprünglichen Reservats wurde 1979 zum Naturschutzgebiet erklärt.

Heute gibt es wieder einen beträchtlichen Wildbestand im Park, der im Wesentlichen aus Akazien-Buschland besteht, das zum See hin sanft abfällt. Besonders auffällig ist die grosse Giraffen-Population. Doch man sieht auch Breitmaul-Nashörner, Gnus, Kudus, Impalas, Nyalas, Burchell und Berg-Zebras, Büffel sowie Elefanten im Park. Im - relativ flachen - See leben zahlreiche Flusspferde und Krokodile.

Wir spazierten immer mal wieder herum, schauten und schauten, saßen auf dem Balkon mit frischem Kaffee, lasen und relaxten bis zum Dinner. Wir buchten und für den nächsten Tag morgens eine Bootsfahrt und nachmittags einen Gamewalk. Der Ranger Taun bestätigte, dass er unseren Sohn mitnimmt, obwohl er noch keine 12 ist, da keine Löwen auf dem Gelände sind und wir alleine unterwegs waren, konnte er das verantworten.

So verging die Zeit bis zum Abendessen, den Sundowner nahmen wir an der Bar gemeinsam mit 2 Norwegern, Amarula und Sprite gab es. Das Paar aus Norwegen war sehr nett, unser Barkeeper war Taun, der auch am nächsten Tag unser Guide war.

Insgesamt waren wir nur 12 Personen in der Lodge, ein Paar aus Norwegen, 2 südafrikanische Familien mit kleinen Kindern und wir 3. Die Südafrikaner waren merkwürdig, die Männer waren den ganzen Tag fischen, die Frauen passten auf die Kinder auf, man unterhielt sich nur wenig miteinander, die Kinder waren nervig und unerzogen. Selbst unser Sohn war genervt von den Kleinen. Wir bekamen sie aber nur beim Essen mit, ansonsten waren sie nicht gesehen.

Abendessen wurde eingeläutet mit dem Schlagen von Trommeln, Khomba hatte es angekündigt: „Come and have dinner when you hear the drums“, wir mussten lachen, so lange wir nicht im Kochtopf enden :thumbsup: . Fritierte Calamari, Roastbeef und gefrorenes Panacotta mit Schokosoße – lecker und unglaublich reichhaltig. Ein wunderschöner Tag geht zu Ende.

Nachts wachte ich auf von extrem komischen Geräuschen, fiepen, piepen, hohe Töne, die in den Ohren weh taten – Fledermäuse. Dann wurde mir heiß, ich schwitze wie verrückt – Malaria??? Nein, einfach nur eine zu warme Decke. Nachdem ich die Decke vom Überzug getrennt hatte und mich nur mit dem Überzug zudeckte war alles prima. Laute Geräusche, ein fahrendes Auto, wildes Wendemanöver auf dem Geröll – ein Überfall??? Nein alles friedlich nur der Eigentümer, der nach Hause fährt. Eine unruhige Nacht, wieder einschlafen. Trotzdem wachte ich um 4 wieder auf, schlafen wird wohl sowieso überbewertet, wer braucht schon Schlaf? Ich blieb wach und begann zu lesen, schlafen konnte ich sowieso nicht mehr, als die Sonne aufging schlich ich mich auf den Balkon und war allein mit Afrika :saflag:
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KTS

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Sonntag, 2. Juli 2017, 13:26

Samstag, Nkwazi Lake Lodge Pongola, 13.08.2016
Bootstour & Rhino Tracking


Um kurz vor 7 Uhr machten wir uns auf den Weg, um mit unserem Ranger Taun zusammen die Bootstour zu machen. Ein schnell gekochter löslicher Kaffee, dann stiegen wir in den Wagen und fuhren ca. eine halbe Stunde bis zum Bootsanleger. Wie toll, wir waren nur zu Dritt, eine Privatführung, sensationell. Aber, wir hatten nur das kleine Boot – also wirklich klein! Quasi ein etwas größeres Fischerboot. Ein wenig mulmig war uns schon, diese Nußschale und wir, umgeben von Hippos und Krokodilen. Nun gut, Taun wird schon wissen, was er tut!

Los ging die Reise über den Lake Jozini. Viele Wasservögel, Wasserböcke, Impalas, Herden von Hippos und viele Krokodile waren um uns herum. Die erste Stunde waren wir komplett alleine auf dem See, kein anderes Boot um uns herum, der Sonnenaufgang, die Natur, die Tiere und wir, es war gigantisch. Leider hat es seit 3 Jahren so gut wie gar nicht geregnet, der Wasserspiegel sinkt immer weiter, der See war früher viel größer. Taun erzählte viel über den See, die Gegend und „seine“ Tiere, die interessante Geschichte über die Wasserleitung vom Lake Jozini nach Swaziland. Diese Leitung wurde früher von der britischen Regierung gelegt, um das Wasser nach Swaziland abzuleiten. Nach Beendigung der britischen Herrschaft verlangte der König von Swaziland, dass die Leitung bestehen bleibt, um Wasser zu bekommen und nun bekommt Swaziland immer noch kostenloses Wasser, das im Lake Jozini viel dringender gebraucht wird.











Taun zeigte uns den See von nahezu allen Seiten, einer Hippo-Mama mit Baby kamen wir etwas zu nah, sie zeigte deutlich und geräuschvoll ihren Unmut, wir zogen uns respektvoll zurück.

Im Sonnenaufgang machten wir Halt und picknickten, der Wind hatte aber schon deutlich aufgefrischt, die erste geplante Ankerstelle konnten wir nicht nehmen, es war zu windig. Aufgrund des niedrigen Wasserspiegels war der Boden teilweise so dicht unter dem Motor, dass es sich fast anfühlte, als ob wir stecken bleiben, hurra, mit den ganzen Krokodilen um uns herum. Die Tiere, die wir am frühen Morgen nicht gesehen hatten lagen nun zu Dutzenden am Ufer herum. Das eine oder andere kam uns auch tatsächlich sehr nah und tauchte unter uns hindurch. Manchmal etwas unheimlich.

Nach über 2 tollen Stunden traten wir den Heimweg an und fuhren zurück zum Anleger. Mit unserem Safarigefährt ging es holperig wieder zurück zur Lodge und wir genossen ein wunderbares Frühstück mit dem traumhaften Blick über den See. Ein perfekter afrikanischer Tag hatte begonnen!

Danach ruhten wir uns aus, lasen ein wenig spazierten im Gelände umher und schauten immer wieder begeistert über den See, welch ein Blick! Um 15 Uhr waren wir zum zweiten Highlight des Tages mit Taun verabredet, unser Rhino-Tracking!

Normalerweise dürfen Kinder erst ab 12 Jahren mitgehen, da wir aber die einzigen Gäste waren, die gebucht hatten und es keine Löwen in dem Game Reserve gibt, durfte unser Kind mit.

Pünktlich ging es wieder mit dem uns nun schon vertrauten Gefährt los, zunächst zur anderen Lodge, hier holte Taun einen Picknickkorb und ein Gewehr ab. „For safety reasons – only for tranqulize? No, if it´s necessary, for killing”. Wir fuhren dann noch ein ganzes Stück in die Tiefen des Reserves, um dann mit Taun zusammen wirklich im Busch auf die Spuren dieser wundervollen Tiere zu gehen. Wir bekamen genaue Verhaltensregeln mitgeteilt, dann ging es los. Zunächst erfuhren wir sehr viel über die unterschiedlichen Bäume und Büsche am Wegesrand, die Losung der Tiere, Bälle sind vom Elefanten, den Unterschied zwischen Breitmaul- und Spitzmaulnashornkot, Breitmäuler fressen ausschließlich Gras, Spitzmäuler auch Rinde, daher sieht es anders aus. Wir entdeckten Fußspuren eines großen Bullen und dann endlich sahen wir sie.

Als sie uns hörten versteckten sie sich zunächst, wir blieben dann ganz ruhig stehen, alle kamen neugierig wieder nach vorn. Ein wahnsinnig tolles Gefühl, diesen großen Tieren so nah zu sein. Angst kam überhaupt nicht auf, alle Tiere waren tiefenentspannt, sie nahmen uns nicht als Gefahr wahr, wie schön!

Die Rhino-Mami, die nach einiger Zeit zur Seite trat, um uns ihr Baby sehen zu lassen sorgte dafür, dass uns allen warm ums Herz wurde, ich hatte Tränen in den Augen.



Was für tolle Tiere! Wie kann man diese wunderbaren Geschöpfe nur so grausam wildern? Unser Kleiner stand stumm und starr bei uns, keinen Mucks gab er von sich, ich war sehr stolz auf meinen braven Jungen, auch ihn hatten diese Tiere mehr als berührt, er spricht heute noch von diesem Erlebnis. Diese Gefühle waren einfach unbeschreiblich schön. Lange verweilten wir bevor wir uns langsam und vorsichtig zurückzogen.

Den Freßbaum des Leoparden mit allerdings aufgehängtem Futter haben wir auch gesehen, leider ließ sich die Katze mit Flecken nicht sehen, schade. Wobei, nach diesem Erlebnis war gar nichts mehr schade.

Wir gingen zurück zu Auto, holten den Korb heraus und Taun führte uns wenige Meter weiter zu einem Hide direkt über einem Seitenarm des Flusses mit wieder einmal grandiosem Ausblick.



Unten war ein Büffelskelett zu sehen, das Jungtier war einem Krokodil zum Opfer gefallen. Nach kurzer Zeit kamen Elefanten zum Fluß, ca. 10 Tiere mit Jungtieren spazierten herum und boten uns einen traumhaften Anblick.



Aus dem Korb kamen chinesische Köstlichkeiten, Fingerfood wie z.B. Frühlingsrollen u.ä. zum Vorschein, ein Bier, ein Weißwein und Cola als Sundowner, allein im Busch, ohne eine Menschenseele, mehr geht einfach nicht. Wir waren sehr dankbar für dieses traumhafte Erlebnis.

So, genauso und nicht anders hatte ich mir Afrika vorgestellt! Ruhe und Frieden machte sich breit, der Ärger und die Angst vor und bei Urlaubsbeginn waren in diesem Moment von uns abgefallen, unser Herz, Geist und Seele waren angekommen.

Zurück ging es dann über Stock und Stein, Taun nahm nicht den normalen Weg, wir waren wohl länger geblieben, als geplant, die Dämmerung setzte ein. Wir fuhren durch Teile des ausgetrockneten Flußbettes. Hier zeigte das Reserve dann noch einige seiner anderen Tiere, Wasserböcke, „Polizeihühner“ – chicken with police uniforms – Impalas, Kudus (die Geister des Busches wie er uns erzählte) und Giraffen.

Ganz viel erzählte er uns über unterschiedliche Akazienarten, die Probleme eingeschleppter Büsche, die mühsam wieder entfernt werden müssen, dass sie einheimische Pflanzen verdrängen. Mit diesem Guide hatten wir einen absoluten Glücksgriff, super nett, sehr informativ und engagiert, man merkte in jedem Moment die Liebe zu seinem Land und seinen Tieren.







Zum Abendessen wurden wir wieder mit Trommeln gerufen, das Menü war auch heute vorzüglich, schade, schon der letzte Abend war angebrochen, es wurde gebraiit, eine Kürbissuppe als Vorspeise und eine Sünde von Schokoladenkuchen zum Nachtisch, ein absolut perfekter Tag ging zu Ende.

Mit großem Bedauern reisten wir am nächsten Morgen ab, hier wären wir wirklich gern noch mindestens 1 Tag länger geblieben und hätten noch einen Walk mit Taun gemacht.

Die Nkzwazi Lake Lodge wird immer einen besonderen Platz in unserem Herzen behalten.



Nun muss ich erst wieder ein bisschen weiter schreiben und Bilder suchen, bis bald.

LG
Bine
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Sonntag, 2. Juli 2017, 13:36

Hallo Bine,

Ich freue mich auch sehr, dass Du noch einen Anlauf wagst und steige gerne noch mit ein.
Ihr hattet aber auch wirklich Pech am Anfang......da kam einfach alles zusammen und was schief gehen kann ging schief ;(


LG
Barbara

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KTS (26. Juli 2017, 11:39)

gatasa

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15

Sonntag, 2. Juli 2017, 19:28

In der Hoffnung, dass in eurem Fahrzeug wohl noch etwas Platz ist, quetsche ich mich mal mit rein.

Bin gespannt, wie es weitergeht.

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KTS (26. Juli 2017, 11:39)

kOa_Master

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16

Sonntag, 2. Juli 2017, 19:34

Klasse, sehr schön dein Bericht. Ich nehm den Bakkie aka Hilux und fahre mal mit :P :thumbup:
I never knew of a morning in Africa when I woke up that I was not happy. - Ernest Hemingway

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KTS (26. Juli 2017, 11:39)

Biha6

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17

Sonntag, 2. Juli 2017, 19:55

Hallo Bine,

:danke: :danke: für deinen tollen Bericht. Bei deiner Schilderung der Bootstour und Rhino Tracking hatte ich das Gefühl, mit im Busch zu sein (war in Gedanken völlig weg). Ich hoffe, dieses Gefühl und so einen perfekten Tag werden wir auch erleben (noch 63 Tage).


Freue mich schon auf die Weiterfahrt.


LG
Birgit

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KTS (26. Juli 2017, 11:39)

Mogli98

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18

Montag, 3. Juli 2017, 14:16

Hallo Bine,
ich würde auch noch gerne mitfahren :) schön, dass euer Erlebnis auf dem Rhino Tracking den Ärger der Anreise vergessen ließ.
Finde ich toll, dass Taun dies auch für euer Kind möglich gemacht hat.
Bin gespannt auf die Weiterreise


LG Mogli

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KTS (26. Juli 2017, 11:39)

toetske

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Dienstag, 25. Juli 2017, 21:30

Hallo Bine,

Dein Reisebericht hat mich bisher seeehr fasziniert: Eure glücklichen Erlebnisse habe ich viel intensiver "gespürt" als der Ärger 8o

Ich freue mich auch schon riesig auf die Fortsetzung! Dürfen wir hoffen dass es bald weiter geht?

VG. Toetske
one life, LIVE IT !

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KTS

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20

Mittwoch, 26. Juli 2017, 11:39

Hallo an alle,

danke für Eure netten Worte und ja, es geht bald weiter.

Momentan ist beruflich sehr viel zu tun, zudem bereite ich unseren kleinen Sommerurlaub (eine Woche in Bella Italia) vor.

Parallel dazu bastel ich am Fotobuch ...

Die "Baustellen" werden langsam und eine nach der anderen abgearbeitet, habt bitte ein wenig Geduld mit mir :blush:

Liebe Grüße
Bine
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