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kOa_Master

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21

Mittwoch, 15. Juni 2016, 13:14

Das deckt sich einigermassen mit dem was ich sonst noch so höre - Freunde von uns waren im nördlichen Timbavati und haben dort überraschend viele Tiere, v.A. Raubkatzen gesehen. Ausserdem hätten Sie 2x Löwen und einen Leoparden in Letaba gesehen. Entweder war das pures Glück oder die Tiere suchen sich langsam andere Gebiete.
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Gora

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22

Sonntag, 19. Juni 2016, 21:13

Hallo
habe hier gespannt das Thema verfolgt. Hört sich für Mensch und Natur nicht sonderlich toll an.

Ich habe vor im September 2016 den Krüger Nationalpark zu besuchen.
Gibt es vielleicht im Krüger noch Gebiete wo Hippos genug zu essen haben und ein Wasserloch oder Fluss haben um zu überleben.

Wie sieht es eigentlich mit dem Olifants River aus, vom Restcamp z. B.
In 2013 konnte ich da vom Aussichtspunkt sogar Hippos wandern sehen. Ebenso Elefanten und Vögel. Der Fluss war ein großer Lebensraum für viele Tiere. Und heute ?
Im Lower Sabi waren auch immer Hippos zu finden.

Da ja die Hippos mit dem Gras evtl. am meisten betroffen sind, frage ich hier nach diesen Tieren, obwohl mir natürlich bewusst ist, das es sich auf viele andere auch auswirkt.

Würde mich über weitere Reiseberichte oder Erfahrungen bedanken, um einen Eindruck zu erhalten, wie es im Krüger NP weiter geht.

Vielen Dank

gora

LIRPA 1

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23

Sonntag, 19. Juni 2016, 21:40

Hi,

der Olifants führte noch Wasser, wenn auch nicht sonderlich viel. Ganz versiegen wird er eher nicht. Um den Fluss und am Camp (höher liegend) war es auch grün aber nach etwa 5 km sehr, sehr trocken. Der Sabie führte deutlich mehr Wasser, der Sunset Damm war ziemlich voll. Im Süden gab es auch genügend Gras.
Wie schon geschrieben beginnt ja die Trockenzeit erst. Der September wird sicher deutlich weniger Hippos sehen als der Mai. Die Hippos suchen in ihrer Verzweiflung schon ungewönliche Orte auf. So gabe es ein Hippo im Wasserloch bei Talamati. Bilder aus den Regionen von Anfang Juni reiche ich in meinem RB nach.

LG Lilly

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Gora

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24

Dienstag, 2. August 2016, 20:54

Aktuelle Situation im Krüger Nationalpark

Hat noch jemand Neueres zu berichten aus dem Krüger Nationalpark was die Dürre für Auswirkungen hat. Ich frage hier, da ich schon etliche Male im Krüger NP war und versuche
vorher die Situation abzuschätzen, bevor wir unsere Reise im September antreten wollen.

Ein oder zwei Übernachtungen hatten wir für das Olifants Restcamp eingeplant. Jedoch lese ich da, das der Mittlere Teil doch karger sein soll, stimmt das so ? Oder ist da ein anderer Abschnitt gemeint.
Schließlich möchte ich alte schöne Erinnerungen nicht mit ... erneuern.

Lohnt sich eine Reise dieses Jahr. Oder sollte wir dies lieber erst nächstes Jahr probieren.

Vielen Dank schon mal.
gora

rhein-mainer

Uralter Shongololo

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25

Mittwoch, 3. August 2016, 09:07

Trockenzeit im Krüger

Auch in meinem Bericht von unsrer Reise im September bis November 2015 haben wir schon die starke Trockenheit und den Wasser bzw. Niederschlagsmangel angesprochen. Schon in Letaba über Olifants , Satara, war es erschreckend trocken. Die Sandstrasse S 90 von Balule bis Witpens
führte durch total trockenes Gebiet. Lediglich am Gudzani Wasserloch fanden Büffel , Zebra ,Gnu noch genügend Flüssigkeit um den Durst zu stillen. Weiter im Süden besonders am Mpondo See war die Vegetation im Vergleich zu den vorhergehenden Jahren erschreckend zurück
geblieben.
Schon zu dieser Zeit sprachen die Leute dort , das durch " El Ninjo " kein Niederschlag in grösseren Mengen zu erwarten wäre.In der Gegend von Crocodil Bridge war es besonders schlimm . Grüne Zuckerrohrfelder an der Aussengrenze des Parks, innerhalb fürchterlich braun.
Gehofft und immer wieder die Wetter Prognosen im " Sanparks Weather Report " beobachtet haben wir weiterhin .
Der weltweite Klimawandel auch von uns verursacht wirkt sich in Afrika besondes drastisch aus.

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M@rie

Buschbaby

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26

Mittwoch, 3. August 2016, 13:05

*malsoanmerk* in den letzten Tagen hat es in einigen Regionen im Kruger geregnet, über das aktuelle Wetter bzw Wetteraussichten der nächsten Tage kann sich (Der Link ist für Gäste ausgeblendet. Um ihn zu sehen, bitte registrieren!) informiert werden
lG M@rie

"Schildkröten können dir mehr über den Weg erzählen als Hasen." - chin. Chengyu

,,,^..^,,, erst einmal kein Kruger in Planung *schnüff* ,,,^..^,,,

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kOa_Master

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27

Mittwoch, 3. August 2016, 13:18

Wo es wieviel geregnet hat im letzten Jahr, kann man für den Krüger relativ detailliert auf der SANParks-Seite nachschauen.
Ich hatte das letztens hier verlinkt:
(Der Link ist für Gäste ausgeblendet. Um ihn zu sehen, bitte registrieren!)

Fazit: Ja, um Satara herum ging wirklich fast nichts runter. Es gibt aber einige Regionen, für die sich die Niederschlagsmenge im "normalen" Rahmen hielt, z.B. Punda Maria, Shingwedzi oder Pretoriouskop
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LIRPA 1

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28

Mittwoch, 3. August 2016, 13:30

Regen bzw. Wasser ist nicht das Problem. Selbst wenn es jetzt regnet oder geregnet hat, reicht die Temperatur nicht, um Grün in der benötigten Menge sprießen zu lassen. D.h. bis mindestens November würde ich die Mitte des Krüger meiden, wenn ich viele lebende Tiere und grüne Landschaften sehen möchte.

LG Lilly

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Mick777

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29

Mittwoch, 3. August 2016, 14:41

Im September wäre es so oder so nirgends grün, sondern überall braun. Die Gegend um Pretoriuskop bis ca. BergenDal sieht auf den Bildern bisher auch nicht anders aus als sonst um die Jahreszeit. Weiter östlich (Croc.Bridge) und dann bis Satara war wohl leider sehr wenig Regen und die Meldungen über die toten Hippos im März um Lower Sabie und jetzt vermehrt um Satara sind wohl die Auswirkungen des nicht vorhandenen Futters. Wenn ich mir die aktuelle Reiseberichte und Bilder auf FB ansehe, sieht es nicht danach aus, als wäre z.B. um Satara recht viel weniger Tiere als sonst. Mach Dir doch am besten selbst ein Bild anhand der täglich in den sozialen Medien geposteten Bildern und z.B. anhand der Live Gamedrives täglich auf wildearth.tv. Ich finde es gehört zum Kreislauf der Natur und mich schreckt es nicht ab, auch wenn's natürlich manchmal nicht schön anzusehen ist...

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bibi2406

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30

Mittwoch, 3. August 2016, 17:46

Hallo,
Regen bzw. Wasser ist nicht das Problem. Selbst wenn es jetzt regnet oder geregnet hat, reicht die Temperatur nicht, um Grün in der benötigten Menge sprießen zu lassen.
Ich verstehe das nicht ganz, wieso reichen Temperaturen von 25-30 Grad nicht um Gras wachsen zu lassen?

VG
Barbara

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31

Mittwoch, 3. August 2016, 17:55

Hi!

Weil die Tageslichtzeit und die Nachttemperaturen dagegen sprechen, vermute ich. Regen und warme Tagtemperaturen hatten wir im Mai/Juni vor Ort auch, Keimung von wesentlichen Grün gab es eigentlich nicht. Die Baboon Tails haben win wenig Grün entwickelt, ansonsten fast nichts. Mike (Besitzer und Guide in Muweti) meinte genau wie ein Sanparks Ranger, mit dem wir uns in Letaba (dort regnete es während unseres Aufenthaltes kräftig) unterhalten haben, das der Regen zu spät für die Keimung käme.

LG Lilly

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bibi2406

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32

Dienstag, 23. August 2016, 21:16

Hallo,

Wir sind seit gestern im Krüger unterwegs und ich habe ja keinen Vergleich wie es sonst aussieht um diese Jahreszeit, aber es ist schon korktrocken. Teilweise treiben die Bäume schon wieder aus, aber teilweise fährt man auch durch Gebiete, da sieht man kein grünes Blatt mehr. Nur weisse Dornenbüsche oder trockene Bäume.
Die H1-1 ist z.B. sehr trocken und man sieht kaum Tiere. Um Lower Sabie herum sieht es eigentlich gut aus, da waren heute auch viele Sichtungen auf der Tafel angezeigt auf der H4-2.
Der Sabie River führt noch Wasser, aber nicht viel. Der Crocodile River hat auch noch Wasser.
Das dürften im Süden aber auch die einzigen Wasserquellen sein, die restlichen Flussläufe sind alle trocken.
Tote Hippos haben wir zum Glück keine gesehen und es waren auch nicht besonders viele Tiere am Wasser. Man möchte ja meinen, dass bei der Trockenheit die Tiere vermehrt zum Wasser kommen, aber das haben wir nicht erlebt.
Was wir nur festgestellt haben ist, dass man auf den geteerten Strassen mehr sieht, als auf den Gravelroads. Die führen ja meist durch Gebiete ohne Wasser und da ist es extrem trocken und oft sehr tierarm.
Morgen testen wir das Gebiet um Berg en Dal und dann noch die S25. Gefahren sind wir bis jetzt Phabeni Gate, S3,S7, H2-2,H3 ganz, H1-1 halb, Crocodile Bridge bis Skukuza und dann weiter bis Malelane Gate. Und die S2.
Das Sichtungsglück war uns bis jetzt aber relativ hold :D

Viele Grüße aus dem Krüger
Barbara

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tom1978

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33

Dienstag, 23. August 2016, 22:45

Das Sichtungsglück war uns bis jetzt aber relativ hold :D
Schön zu hören, dass es doch nicht gar so schlimm ist und noch Leben zu finden ist.

Ich hab schon arge Bedenken, wie der Kruger Anfang Oktober aussieht.

Bin gespannt, wie sich die nächsten Wochen entwickeln ...


Tom

Mick777

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34

Mittwoch, 24. August 2016, 06:53

Bis Mitte Oktober wird sich das Ganze wohl noch verschlimmern, die Wetterprognosen sagen in den nächsten Wochen keine oder nur
minimale Regenfälle und Temeperaturen bald wieder über 30 Grad voraus. Hoffe ja, dass die Vorhersagen nicht stimmen - bei uns gehts in genau 3 Wochen los...

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maddy

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35

Mittwoch, 24. August 2016, 14:10

Hallo Barbara,
Was wir nur festgestellt haben ist, dass man auf den geteerten Strassen mehr sieht, als auf den Gravelroads. Die führen ja meist durch Gebiete ohne Wasser und da ist es extrem trocken und oft sehr tierarm.
Das hat schon seinen Grund, vor allem wenn es wenig regnet: das Wasser, das von der Teerstrasse ab fliesst foerdert den Graswuchs am Strassenrand. Achte dich mal: es ist jeweils viel gruener am Strassenrand einer Teerstrasse als neben einer Gravel road. Und wenn das Futter durchwegs rar ist, befinden sich halt mehr Tiere neben der Teerstrasse.

Ich wuensche dir noch viel Spass, geniesse den Kruger!

Gruss aus Sodwana
Maddy

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Mick777

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36

Donnerstag, 8. September 2016, 15:29


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schauli54

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37

Donnerstag, 8. September 2016, 15:41

Das sind ja schlechte Nachrichten,

aber es muss wohl sein und sie sind zumindest nicht untätig.

Gruß Marlies

parabuthus

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Donnerstag, 8. September 2016, 16:43

Zum Glück bekommt man davon als Tourist vermutlich nichts mit.

Mir tun aber die Ranger und sonstigen Sanparks Angestellten leid, die aufgrund der Umstände zu solch drastischen Maßnahmen gezwungen sind. Da möchte sicher keiner tauschen...

Man kann nur hoffen, daß die kommende Regensaison besser ausfällt und die Natur sich erholen kann.

Hochwälderin

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39

Freitag, 9. September 2016, 08:08

Warum sollten Touristen nichts von den Reduktionsabschüssen mitbekommen ?

Der Bericht von Marlis zeigt, dass es - trotz Nationalparks und trotz angestrebten minimalen Eingriffs in natürliche Prozesse - in gewissen Situationen gut und unserer Meinung nach notwendig und richtig ist, als Mensch tätig zu werden, anstatt weiter nur zuzusehen und zu analysieren. Ein gezielter Schuss ist gnädiger als ein langsamer, qualvoller Hungertod oder das Verdursten und insbesondere die Reduktion der Hippo-Population schützt die Wasserreserven für alle Tierarten vor Verkeimung mit teils tödlichen Erregern.
Es mag für die Ranger nicht schön sein, ihre Waffen auf die Lebewesen anzulegen, die sie schützen möchten, aber ich glaube, dass auch sie diese Entscheidung der Parkleitung begrüßen, um das Überleben des Großteils der Wildbestände zu ermöglichen, denn der Bericht weist ja auch darauf hin, dass die Ranger selbst Maßnahmen einfordern.

Zu den Touristen:
Es gibt ja nun die unterschiedlichsten Kategorien von Touristen, diejenigen, die den KP aus Sensationslust bereisen, weil sie die Big Five möglichst alle in einem Tag sehen, fotogrfieren und dann diesen Reisepunkt abhaken wollen, diejenigen, für die sich der Traum damit erfüllt, einmal leibhaftig die grandiose Tierwelt Afrikas sehen zu können, die sie nur aus dem Fernsehen kennen, diejenigen, die mit ihren Kindern reisen und ihnen ein besonderes Ökosystem nahebringen möchten und vielleicht dabei auch ein wenig Achtung und Ehrfurcht vor der Schöpfung , die Fotobegeisterten, die auf viele schöne Schnappschüsse aus sind und diejenigen, die sich für das Ökosystem im Ganzen interessieren , zu dem auch das Werden und Vergehen gehören und die es jetzt und in Zukunft bewahrt wissen möchten. Für Letztere dürfte das Culling kein Problem sein, auch wenn der Gedanke sie traurig stimmt, dass diese gewaltigen, wehrhaften Tiere geopfert werden müssen, damit das Ganze überleben kann. Die Oberflächlichen, Sensationslüsternen, die nur auf Löwen , Leoparden und Ellies aus sind, werden es vermutlich ignorieren und beim Rest wird es, sofern sie etwas davon mitbekommen, Betroffenheit auslösen und vielleicht mangels Einblicks in die ökologischen Aspekte, auch Ablehnung. Hier halte ich Aufklärung, leicht verständlich für jeden formuliert, z.B. durch Herausgabe von Informationsblättern bei der Einfahrt in den Park, für die beste Strategie.
Unsere beiden Kinder wuchsen übrigens mit jagenden Eltern auf, für sie war der Anblick eines toten Stück Wildes in der Kühlkammer normal und wir sprachen mit ihnen über das, was wir taten und warum und sie verstanden es, wohingegen wir von emotionalen Erwachsenen öfter mal als " Bambimörder " tituliert wurden ( wir konnten damit leben ). Mitleid gepaart mit Unwissen und Oberflächlichkeit sind bei den notwendigen Aktionen, die momentan im KP anstehen, allerdings fehl am Platz.

Hoffen wir auf Regen in den nächsten Monaten, aber nach dieser Dürre wird der KP für längere Zeit nicht mehr so sein wie vorher.

LG,
Heike

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Piepsi (9. September 2016, 08:12)

parabuthus

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40

Freitag, 9. September 2016, 08:38

Moin Heike,

da hast du mich wohl missverstanden.

Die Notwendigkeit, die Tiere durch Culling vor dem qualvollen Hungertod zu bewahren, sehe ich durchaus, auch wenn es eigentlich der Parkdoktrin widerspricht, den Dingen ihren natürlichen Lauf zu lassen.

Ob ich das als Tourist nun live und in Farbe mitbekommen muss - eher nicht. Das bedeutet aber keinesfalls, dass ich kein Interesse am Ökosystem habe. Im Gegenteil! Da ist mir deine Einteilung zu pauschal.

Den Abschuss eines Rehs durch den Förster würde ich jetzt auch nicht unbedingt mit dem Massenabschuss von Tieren vergleichen.

Dies sind Bilder, die auch die NP Verwaltung dem Tourist nicht zumutet - sei es bei den Robben in Cape Cross oder in früheren Jahren im Krüger bei den Elefanten.

Ich habe aus Berichten und Gesprächen erfahren, dass dies in der Tat eine mehr als unangenehme Aufgabe für die Ranger ist.

Es geht im übrigen primär nicht um verdursten, sondern um Verhungern.

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Mick777 (9. September 2016, 19:24), kOa_Master (9. September 2016, 11:14)