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Hochwälderin

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41

Freitag, 9. September 2016, 09:05

Missverständnis

Hallo Christian,

o je, da hast du mich aber ebenso missverstanden, denn ich meinte gar nicht dich und deine Einstellung - sorry, falls es so rüber kam. Nein, ich meinte die diversen Touristen-Typen und ihre eventuelle Reaktion auf das Geschehen und dachte, du würdest dich darüber sorgen, wie bei denen das Culling ankommt.

Bei dir gehe ich automatisch davon aus, dass du zur Kategorie " Ökosystem-Versteher " gehörst - ich hoffe, dies nun klargestellt zu haben.

Einen schönen Tag wünscht
Heike

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parabuthus (9. September 2016, 11:10)

parabuthus

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42

Freitag, 9. September 2016, 10:26

Kein Problem, Heike.

Die Diskussion nehme ich einmal zum Anlass, einen Literatur-Tip zu geben.

(Der Link ist für Gäste ausgeblendet. Um ihn zu sehen, bitte registrieren!)

In dem Buch wird sehr anschaulich dargestellt, welche Politik Sanparks über die Jahre verfolgt hat, insbesondere in den Punkten Culling und künstliche Wasserlöcher und wie sich diese Veränderungen auf den Bestand der Tierwelt ausgewirkt haben.

Früher gab es oft sehr lange Dürreperioden, in denen Tiere qualvoll verendet sind oder gecullt wurden. Sanparks hat darauf mit der Einrichtung von künstlichen Wasserlöchern reagiert.

Es ist insbesondere sehr interessant, daß sich die Einrichtung künstlicher Wasserlöcher sich erheblich auf das Migrationsverhalten einiger Tierarten ausgewirkt hat. Der Wegfall der Migration hat sich dann widerum sehr negativ auf andere Tierarten ausgewirkt, z.B. Sable und Roan.

Mittlerweile hat sich bei Sanparks die Ansicht durch, daß künstliche Wasserlöcher eher schädlich für das Ökosystem sind.

In Dürrezeiten haben die Tiere zwar was zu trinken, aber nach wie vor nichts zu fressen, da nur unmittelbar um die Wasserstellen halbwegs brauchbarer Bewuchs ist.

Außerdem hofft man durch die Schließung von künstlichen Wasserlöchern und Dämmen, die Migration wieder anzuschieben und dadurch bedrohte Arten, wie Roan und Sable zu entlasten.

Das ist jetzt allerdings eine sehr verknappte und vereinfachte Darstellung des Ökosystems.

In Shaping Kruger gibt es für die größeren Säugetierarten je ein eigenes Kapitel. In diesen Kapiteln wird die Entwicklung des Bestandes über die Jahre geschildert - teilweise sind es ja Wiedereinführungen - , die Bedürfnisse der speziellen Arten und die Auswirkungen der durch den Menschen vorgenommenen Veränderungen im Park-Ökosystem.

Es gibt Kapitel über die Big 5, Wildhunde, Hyänen, Zebras, Antilopen, Giraffen und viele mehr.

Ich kann das Buch wärmstens empfehlen, insbesondere wenn man sich für das Gesamtökosystem Krüger interessiert.

Es ist natürlich schon speziell, nicht für den oberflächlich Interessierten, zum Glück allerdings auch für Nichtwissenschaftler sehr gut verständlich und nachvollziehbar. Ob das allerdings wissenschaftlich alles korrekt ist oder den neuesten Stand der Forschung wiedergibt, vermag ich nicht zu beurteilen.

Das Buch gibt es im Netz zu bestellen. Es liegt aber auch vor Ort in jedem Krüger-Shop. Dort hab ich es mir gekauft :thumbsup: .

LG

Christian

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Mick777

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43

Freitag, 9. September 2016, 19:34

Ich werde nächste Woche beim Lagerfeuer am Sweni Trail mal mit den Rangern sprechen - bin schon sehr gespannt, das aus "erster Hand" zu erfahren.
In den sozialen Medien gibt es derzeit eine riesige sehr emotionale Diskussion über das Thema...

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Hochwälderin

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44

Samstag, 10. September 2016, 08:11

Hallo Christian,

hier ein Posting von mir zum Thema Migration und künstliche Wasserstellen vom Mai dieses Jahres :

Der Krüger Park ist durchaus kein sich in allen Belangen selbst regulierender Nationalpark. Im letzten Mai anlässlich eines Morning Drives von Lower Sabie aus sprachen wir unseren Ranger auf die teilweise ausgetrockneten Wasserstellen im Süden an. Er erklärte uns,dass dies vom Parkmanagement größtenteils bewusst herbeigeführt würde, um die Überweidung um besagte Wasserstellen herum zu begrenzen und das Wild zu zwingen, sich andere Wasservorkommen zu suchen und um diese neuen Wasserstellen herum zu grasen. So könne sich die Vegetation um die stillgelegten Wasserstellen wieder regenerieren. Die Auswirkung des allzu bequemen Lebens in der Nähe leicht zugänglichen Wasser sieht man an den Impalas, deren Nachwuchs zu einem ungewöhnlich hohen Anteil überlebt und damit zusätzlichen Druck auf die Vegetation und die Ressourcen ausübt.

Danke für den Link zum Buch, ich werde es mir im nächsten März vor Ort im San Parks Shop direkt ansehen !

LG, Heike

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sunny_r (10. September 2016, 22:36), parabuthus (10. September 2016, 09:03)

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45

Sonntag, 11. September 2016, 06:52

Stichwort " wild dogs " - Lower Sabie pack ausgelöscht

Hallo,

als sei die Dürre nicht schlimm genug, hier ein Link, den ich vor einigen Wochen fand

(Der Link ist für Gäste ausgeblendet. Um ihn zu sehen, bitte registrieren!)

Das Wildhund-Rudel von Lower Sabie wurde von einem Virus komplett ausgelöscht - ein Rückschlag mehr für diese enorm gefährdete Art !

Gruß,
Heike

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Mick777

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46

Sonntag, 11. September 2016, 09:51

Hallo Heike,

das hat M@arie glaube ich unter Neues bei Sanparks damals leider schon gepostet.

Leider ist im Hluhluwe oder passiert dort gerade dasselbe: (Der Link ist für Gäste ausgeblendet. Um ihn zu sehen, bitte registrieren!)

Ein herber Rückschlag für diese vom Aussterben bedrohte Rasse :thumbdown:

Grüße Michael

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Hochwälderin (11. September 2016, 12:40), Piepsi (11. September 2016, 12:25)

M@rie

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47

Sonntag, 11. September 2016, 12:32

lG M@rie

"Schildkröten können dir mehr über den Weg erzählen als Hasen." - chin. Chengyu

,,,^..^,,, erst einmal kein Kruger in Planung *schnüff* ,,,^..^,,,

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Hochwälderin (11. September 2016, 12:40)

Hochwälderin

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48

Sonntag, 11. September 2016, 12:44

Dann hatte ich das bei dir gelesen !

Hallo M@rie,

als Christian über das Buch " Shaping Kruger... " postete, war mir im Hinblick auf die auch im Posting genannten Wildhunde eingefallen, dass ich da etwas Beunruhigendes gelesen hatte und ich googelte den Artikel - es war mir nicht mehr bewusst, dass du die ursprünliche Quelle warst, sorry - hätte sonst nicht nochmal gepostet :blush: .
LG, Heike

bibi2406

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49

Sonntag, 11. September 2016, 22:06

Hallo,

Gerade zurück aus beiden Gegenden finde ich das sehr erschreckend. Nochdazu, weil wir gleich drei Wildhundsichtungen hatten.
Ein Mal haben wir sie selber in Imfolozi Teil beim Fressen gesehen ( sehr stolz, die Kinder haben sie entdeckt). Dass es nur noch 57 Stück gibt führt mir nur noch mehr vor Augen, wie besonders diese Sichtung war :rolleyes:
Sollten wir das auch melden?

VG
Barbara

M@rie

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50

Montag, 19. September 2016, 17:20

lt. diversen Posts in den Social Media hat es wohl in weiten Teilen des Krugers angefangen zu regnen .... der (Der Link ist für Gäste ausgeblendet. Um ihn zu sehen, bitte registrieren!) ist zuversichtlich, drücken wir mal die Daumen, dass es eine (sehr) gute Regenzeit gibt :thumbup:
lG M@rie

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Fop

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51

Dienstag, 20. September 2016, 20:44

Hallo alle,
das können wir bestätigen. Wir sind am Sonntag vom Marakele NP zum Punda Maria Gate gefahren. Die ganze Fahrt über hat es schon genieselt und leicht geregnet. Diesen Nieselregen haben wir dann in den Krüger mitgenommen. Erste Unterkunft war Sirheni, hier ging es dann mit dem Wetter so weiter. Gestern nieselte es dann den ganzen Tag mal mehr mal weniger.Die Elefanten nutzten die Gelgenheit und machten einen Roadblock nach dem nächsten und saugten viele Teile des Regenwassers von den Straßen. Ein gutes Gefühl das hier mal wieder ein wenig was runter kommt.

Heute allerdings schon wieder trocken mit 30°C. So das sind die aktuellen Meldungen aus dem Norden des Krüger NP.

lG
Sab & Fop :saflag:

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Mick777

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Sonntag, 11. Dezember 2016, 09:56

So wie es aussieht ist die Dürre im Krüger vorerst beendet. Nach bereits guten Regenfällen im Süden und Norden hat
heute Nacht auch die Gegend um Satara fast 100mm Regen abbekommen, dort hatte es bisher kaum geregnet.
Nahezu alle Flüsse fliessen (Timbavati, Nwanetsi), der Nsemani Dam geht über und Teile der Sandstrassen sind heute wegen der starken Regenfälle gesperrt.
Der Wetterbericht für die kommenden Tage sagt ergiebige weitere Regenfälle voraus. Ich bin gespannt, wie schnell sich die Natur nun erholen kann.

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Tim_83

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Sonntag, 11. Dezember 2016, 15:39

Das klingt doch sehr gut für die Natur :thumbsup:

Habe die letzten Tage auch ein wenig nach dem Wetter geguckt und gesehen das einiges an Regen angesagt war, aber angesagt und dann tätsächlich kommen ist ja immer was anderes.

November war lautet Sanparks Statistik auch an den meisten Orten ganz OK

(Der Link ist für Gäste ausgeblendet. Um ihn zu sehen, bitte registrieren!)


Hoffen wir das es noch ein bisschen regelmäßiger Niederschläge gibt in den nächsten Monaten :)

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Mick777 (11. Dezember 2016, 16:32)

Beleza

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Montag, 12. Dezember 2016, 12:16

Hallo,

wir sind nun seit 5 Tagen zurück. Wir haben fünf Nächte im Kruger verbracht (Lower Sabie und Crocodile Bridge) und ich war sehr erschrocken. Ja es hat geregnet und ja, die großen Flüsse führen wasser. Jedoch reicht das bei weitem noch nicht aus. Die Ranger mit denen ich mich unterhalten habe, sagen alle, wenn es nicht eine sehr, sehr, sehr ergiebige Restregenzeit wird, so wird es noch weitreichende und vor allem lang anhaltende Folgen für die Tierwelt haben. Wir haben Hippos fast rund um die Uhr draußen beim fressen beobachten können, mehr als 600 sind wohl schon verendet bzw. geschossen worden. Die Büffel sind nur noch Gerippe und auch die anderen Tiere wirken nicht sonderlich gut genährt (ausgenommen der Raubtiere, die sind kugelrund).

Auch finde ich, dass man weniger Tiere bzw. kleinere Gruppen sieht. Die ganzen kleinen Wasserlöcher sind trocken und bis vor 3 Wochen muss es noch viel schlimmer gewesen sein. Zwar grünt es durch das bisschen Regen nun durchaus, aber ob der späte Regen reichen wird um für genügend frisches Gras und sprießende Bäume zu sorgen bleibt abzuwarten.

Ich hoffe sehr, dass die kommenden Monate viel Regen bringen werden.

Viele Grüße
Beleza
"Sing like no one's listening, love like you've never been hurt, dance like nobody's watching, and live like its heaven on earth"

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Mick777

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55

Montag, 12. Dezember 2016, 18:00

Auch finde ich, dass man weniger Tiere bzw. kleinere Gruppen sieht. Die ganzen kleinen Wasserlöcher sind trocken und bis vor 3 Wochen muss es noch viel schlimmer gewesen sein. Zwar grünt es durch das bisschen Regen nun durchaus, aber ob der späte Regen reichen wird um für genügend frisches Gras und sprießende Bäume zu sorgen bleibt abzuwarten.
Ich hoffe sehr, dass die kommenden Monate viel Regen bringen werden.



Viele der kleinen Wasserlöcher sind mittlerweile trocken, weil Sanparks einen Teil davon auch nicht mehr füllt. Spät ist der Regen dieses Jahr nicht, Dezember und Januar sind die Hauptregenmonate
im Krüger. Die Frage ist eher, wieviel Auswirkung die vergangene Dürre auf das jetzige Wachstum des Grases haben wird. Das wird sich sich nächsten Wochen dann zeigen....

Grüße

Michael

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yoshi1310

Christkind

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56

Montag, 19. Dezember 2016, 19:46

Ich war letzte Woche in Satara und hab mir im "Kino" den Film angeschaut. Nach der Vorführung hat ein Sanparks-Mitarbeiter die Gäste gebeten doch bei Interesse noch zu bleiben. Er erforscht für Sanparks die Dürre und dessen Auswirkungen. Neben mir waren noch ein paar weitere Sanparks-Mitarbeiter geblieben und einige Südafrikaner. Ich hab ein paar Slides abfotografiert und mir ein paar Notizen gemacht, die ich hier gerne wiedergeben möchte:

Er hat vor allem mit der Dürre im 91/92 verglichen. Leider sieht man auf dem Foto nicht alles so genau, drum kurz eine Erklärung. Das Foto zeigt den Schnitt der Regenfälle (obere Kurve) sowie die Jahre 91/92, 2015/2016 und 2016/2017. Letzteres bleibt im November stehen. Ist jedoch recht analog zur Dürre von 91/92 (rötliche Linie). Ebenfalls der Vergleich Dürre 91/92 und 2015/2016. Das Problem ist hierbei nun, dass bereits 2016/2017 vom Schnitt abweicht und eben eher auf den Dürre-Schnitt zusteuert.



Beim nächsten Bild ist vor allem das Linke interessant. Das zeigt nämlich den Regenfall 2015/2016 von der Limpopo-Gegend. Der ganz rote Fleck in der Mitte am rechten Rand ist die Gegend um Satara, wo man die Dürre sehr sehr gut sieht. Man sieht aber auch, dass die Regionen Berg-en-Dal wie auch Pretoriuskop schön blau eingefärbt sind. Das sieht man auch sehr gut vor Ort. Man denkt man wäre in einem anderen Park!

Das rechte Bild zeigt die Abweichung vom normalen Regenschnitt. Auch hier sehr auffällig der dunkelrote Fleck rund um die Satara-Gegend.



Hier sieht man die Anzahl Tage welche in Skukuzza über 40 Grad gemessen wurden. die blauen Säulen sind 91/92 und die roten sind 2015/2016. 91/92 waren dies nur 7 Tage über das Jahr. 2015/2016 waren es 29! Allein im Dezember 2015 wurden 8 Tage mit über 40 Grad gemessen. Der Sommer war also massiv wärmer als in der letzten Dürre.



Und hier sieht man noch, die Büffelpopulation. Seine Aussage hier war auch, dass eben die Dürre eine wesentliche Rolle in der Regulierung der Population der Tiere spielt.



Generell werden die Wasserlöcher, wie bereits im Post oben an mir, durch Sanparks geschlossen. Das hat vor allem den Grund, dass die Tiere das Wasser nicht riechen, sondern das Futter. Das heisst, ein Wasserloch bringt nur etwas, wenn daneben dadurch auch Gras wachsen würde. Oft hat man aber ja diese "Pools", wo kein Wasser wegfliessen kann. Hier hat er auch erwähnt, dass die Tiere eben nicht am Wasser-, sondern am Futtermangel sterben. Die Flüsse werden anscheinend nun auch ausserhalb vom Park reguliert. Falls in einem Fluss zu wenig Wasser oder die Strömung zu wenig wäre, meldet dies Sanparks den zuständigen Personen ausserhalb vom Park und die versuchen mit den Schleusen dies wieder auf das gewünschte Level zu bringen.

Spannend war, dass er auch erwähnt hatte, dass die Strassen wir kleine Flüsse fungieren. Es ist euch sicherlich auch schon aufgefallen, dass neben den Teerstrassen meist viel grün ist und dort während der Dürre auch viele Warzenschweine am Futtern waren. Das ist weil das Regenwasser über den Teer auf die Ränder abfliesst und somit genügend Wasser für das Grad vorhanden ist.

Was ich auch nicht wusste, ist der wohl bestehende Kampf zwischen Gräsern und Bäumen. Während der Dürre stirbt meist vor allem das Gras ab, was wiederum die Bäume stärkt. Darum ist eine Dürre für Elefanten und Impalas auch weniger schlimm, da sie beides Essen. Schlimm ist es eben für die Grasfresser wie Büffel, Zebras, Warzenschweine, Hippos etc. Da das Gras aber fast vollständig weg ist, gibt es erstaunlicherweise in der Dürre fast gar keine Brände. Und das ist mir tatsächlich aufgefallen. War es vor zwei Jahren überall verkohlt, war dieses Jahr (im Oktober und auch jetzt im Dezember) einfach eine Art Wüste mit Bäumen vorhanden.

Gleich zu Beginn hat er uns gefragt, wie viele glückliche wohlgenährte Löwen wir gesehen hätten. Und tatsächlich geht es denen aktuell natürlich blendend. Etwas ketzerisch hat er dann auch gemeint, dass man als Mensch eben einfach mit an Hunger sterbenden Tieren Mitleid hat, dass man aber in einer "normalen" Zeit mit abgemagerten Raubtieren eher selten Mitleid verspüre. Sein Fazit war am Ende, dass es Gewinner und Verlierer gäbe. Büffel und Hippos seien die grossen Verlierer, jedoch sei die Büffelpopulation noch nie so hoch wie aktuell gewesen. Hier spielt also wieder eben die natürliche Regulierung seine Rolle. Ebenfalls sei der Mix, zwischen Gras und Bäumen auch sehr wichtig. Diese ständen in einem dauerhaften Konkurrenzkampf. Wichtig sei nun, dass es beständig immer mal wieder regne. Sonst wachse Gras und zwei Wochen später wäre dies ohne Regen gleich wieder tot.

-> In Satara hatte es dann am Sonntag vor einer Woche auch stark geregnet (ich glaube im ganzen Krüger), jedoch hat es so stark geregnet, dass die Erde das viele Wasser fast gar nicht aufnehmen konnte. Als ich da war (Dienstag bis Donnerstag) hat es aber wieder kein bisschen geregnet, aber es war auch nicht so heiss wie im Süden. Dieser war aber sehr grün als ich nun da war und es hatte auch immer mal wieder geregnet.

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Montag, 19. Dezember 2016, 21:30

Die grössten Verlierer sind meines Wissens vor allem die Gnus und diverse "seltenere" Antilopenarten.
Die Zusammenhänge sind meistens einiges komplexer als man auf den ersten Blick so denkt.
I never knew of a morning in Africa when I woke up that I was not happy. - Ernest Hemingway

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Hochwälderin (20. Dezember 2016, 15:43), tripilu (19. Dezember 2016, 21:56)

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Samstag, 24. Dezember 2016, 08:30

Für die nächsten 48h sind im Dreieck Phalaborwa, Hoedspruit und Skukuza rund 120mm Regen angesagt, nachdem es die letzten Tage bereits überall drumherum gewittert hat.
Mal schauen und hoffen - im Gegensatz zu Europa habe ich hier kein Problem mit verregneten Weihnachten :)
Gruss aus dem zur Zeit richtig feucht-heissen Timbavati
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hawaiki (26. Dezember 2016, 08:29), Hochwälderin (26. Dezember 2016, 07:38), Fop (24. Dezember 2016, 09:36)

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59

Samstag, 24. Dezember 2016, 08:38

Ich bin mal gespannt, verfolge es seit 3 Tagen und die vorraussichtlichen Regenmengen schwanken je nach Vorhersage zwischen 5mm bis 200 mm.
Hoffe, es kommt die nächsten 5 Tage mal richtig was runter, aktuell sehe ich auf der Satara Cam das erste Mal seit Monaten ein wenig grünes Gras :thumbsup:

Schöne Weihnachten euch und Grüße aus dem Berchtesgadener Land ins Timbavati Gebiet :D

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Hochwälderin (26. Dezember 2016, 07:38), kOa_Master (24. Dezember 2016, 14:17)

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Samstag, 24. Dezember 2016, 09:36

Heiligabend in Mopani

Hi.
Ihr lieben , die die Weihnachtszeit in SA verbringt. Heiligabend und die Weihnachtstage danach , haben wir im Mopani Camp 2013 / 14 verbracht. Im Gegensatz zu dem letzten Jahr war es damals recht feucht bis heftig nass dort und in Olifants danach.

Ein frohes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins neue allen Usern !!!

VG Horst

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SilkeMa (29. Dezember 2016, 08:03), Hochwälderin (26. Dezember 2016, 07:38), parabuthus (24. Dezember 2016, 14:54), kOa_Master (24. Dezember 2016, 10:47)