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M@tt

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Dienstag, 17. April 2018, 16:22

Reisebericht Blyde River – KNP – Swasiland – Zululand – Drakensberge – Indischer Ozean

Nachdem wir im Jahr 2015 über Kimberley und der Karoo nach Kapstadt gefahren sind, haben wir uns diesmal in den Osten gewagt und mit Hinweisen aus dem Forum und eigenenÜberlegungen die folgende Reise geplant.
Ich hoffe ein Reisebericht findet Interesse.
Eckdaten der Reise:


16.03. bis 02.04.2018


Flüge British Airways

Hinreise: Amsterdam – London – Johannesburg – Nelspruit (SAA)
Rückreise: Durban – Johannesburg – London – Amsterdam

Die Reise begann mit einer entspannten Parkplatzsuche im holländischen Blumenzentrum Aalsmeer, ca. 15 Minuten im Shuttlebus von Schiphol entfernt. Ankunft in Heathrow war 20:05h – der Weiterflug war mit 21:10h so getaktet, dass es bei der inzwischen automatisierten Passkontrolle und der Security keine großen Verzögerungen geben darf, zumal auf dem Weg zum Terminal 5 auch noch zwei Stationen mit der automatischen Bahn zu fahren sind. Bei Ankunft am Gate sind die meisten Mitflieger schon im A380 verstaut, so dass wir ohne Schlange stehen direkt zu unseren Plätzen gehen konnten. In Johannesburg hatten wir nach Ankunft gegen 10:30h genug Zeit für die Einreiseformalitäten, Beschaffung von Bargeld und SIM-Karte und einem Snack im Flughafen bis zum Weiterflug nach Nelspruit um 15:00h.
Da ich diesen Flughafen nicht kannte und daher weder Wege noch Zeiten für Gepäck und Mietwagen einschätzen konnte hatte ich vorab der Unterkunft mitgeteilt, dass wir möglicherweise nach 18:0h eintreffen würden. Dies wurde uns aufgrund Straßenverhältnisse, Wetter, Dunkelheit und einer nach 18:00 nicht mehr besetzten Rezeption als nicht empfehlenswert mitgeteilt. Bei Zahlung einer kleinen Gebühr sei aber auch das durchführbar, wenn ich eine halbe Stunde vor Ankunft anrufe.

Nelspruit ist sehr überschaubar, die Koffer drehten schon bei Eintritt ihre Runde und die Schlange bei bidvest bestand aus meiner Person und eine halbe Stunde nach Verlassen des Flugzeugs saßen wir im Nissan Qashqai auf dem Weg nach Graskop, wo wir um kurz nach sechs eintrafen.
Die Rezeption des „Autumn Breeze Manor“ ( (Der Link ist für Gäste ausgeblendet. Um ihn zu sehen, bitte registrieren!) ) war noch besetzt und gleich nach Bezug des Zimmers sind wir zu Fuß zum Restaurant „The Glass House“ an der Hauptstraße im „Zentrum“ des Städtchens gelaufen Sehr gute afrikanische Küche und ein netter Gastgeber waren ein sehr guter Abschluss des Reisetages!

Tageskilometer 120 km

Tag 2

Der Namensursprung des Blyde River kam aus dem flämisch/Afrikaans (aber auch unserem plattdeutschen) bliede – glücklich. Er konnte Goldsucher seinerzeit glücklich machen. Heutzutage eben auch Touristen, wenn sie wie wir einen perfekten Tag erwischten. Strahlender Sonnenschein, blauer Himmel, und bis zum Mittag kaum Mitstreiter bei den Sehenswürdigkeiten. So hatten wir den Ausblick auf Wasserfälle, Bourke's Luck Pothole und den three Rondawels mit dem Stausee des Blyde River freie Sicht und erst am Nachmittag bei den Aussichtspunkten aufs lowveld beim God’s Window mussten wir anstehen und warten, bis wir die Aussicht genießen konnten.

Zur Mittagspause konnten wir entdecken, was passiert, wenn ein Geheimtip sich zum #1 Restaurant der Graskop-Umgebung bei einem "Reiseportal" entwickelt! Der Parkplatz war schon sehr voll und an der Boskombuis bot man uns einen Platz in 45 Minuten an und empfahl uns einen kurzen Spaziergang entlang des Flusses.


Da wir die wesentlichen Punkte schon abgefahren hatten, ließen wir uns auf den Deal ein. Andere Gäste hatten offensichtlich ein strafferes Programm und nicht viel Zeit eingeplant für diesen schönen Ort und waren entsprechend ungehalten über die Situation. Als wir den Tisch zugewiesen bekamen war die Hälfte der Speiskarte schon weggegrillt, aber was da war schmeckte und entschädigte für die Warterei. Abends sind wir auf Empfehlung unserer Gastgeberin ins neueröffnete „Schwester“-Restaurant des Garden Shed Restaurant, welches sich in der Nähe von Berlin Fall befindet. Der Standort in Graskop befindet im „Backyard“ des Autumn Breeze Manor in den ehemaligen Räumlichkeiten des in Google Maps noch verzeichneten „Finches Pub“ und bietet indisch/afrikanische Küche. Das Curry war ausgezeichnet und wenn alles fertig ist, sicher ein nettes Plätzchen zum Verweilen.

Tageskilometer: 120 km

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Dienstag, 17. April 2018, 18:22

Hallo M@tt,

schön noch ein interessanter Reisebericht. :danke:
Da steige ich gerne zu und freue mich auf die Fortsetzung.

Viele Grüsse
Claudia

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Dienstag, 17. April 2018, 20:12

Hallo M@tt

auch ich steige mal schnell zu. :danke: dass Du einen RB schreibst.

Für Herbst 2019 ist es zwar noch etwas hin mit Flügen Buchen, aber vllt kannst Du noch zum Flugpreis / Sitzplatzreservierung / Essen etwas sagen.
Waren das in Aaalsmer öffentliche Parkplätze? Den Shuttlebus zum Flughafen Shiphol hatte ich nicht auf dem Schirm. Soweit ist Amsterdam ja nicht von Solingen aus entfernt, falls die Düsseldorfflüge weiterhin so teuer bleiben.

LG
Rainer

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Dienstag, 17. April 2018, 20:34

RE: Reisebericht Blyde River – KNP – Swasiland – Zululand – Drakensberge – Indischer Ozean

Abends sind wir auf Empfehlung unserer Gastgeberin ins neueröffnete „Schwester“-Restaurant des Garden Shed Restaurant, welches sich in der Nähe von Berlin Fall befindet. Der Standort in Graskop befindet im „Backyard“ des Autumn Breeze Manor in den ehemaligen Räumlichkeiten des in Google Maps noch verzeichneten „Finches Pub“ und bietet indisch/afrikanische Küche. Das Curry war ausgezeichnet und wenn alles fertig ist, sicher ein nettes Plätzchen zum Verweilen.

Vielen Dank für den Tipp - der wird meine Mädels für unsere diesjährige Reise sicherlich begeistern und steht jetzt auf unserer Liste :D

LG Erik

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Mittwoch, 18. April 2018, 19:50

Tag 3

Der Vormittag war für die neue Attraktion in Graskop, den Graskop Gorge Lift reserviert ( (Der Link ist für Gäste ausgeblendet. Um ihn zu sehen, bitte registrieren!) ).


Der Parkplatz war schon ziemlich leer und an der Rezeption wurde uns der Grund auch schnell klar – Der Lift war außer Betrieb! Aber in Afrika gibt es meistens eine Alternative und so machten wir uns gegen Zahlung von 80 Rand pP. Mit einem Guide zu den „Notausgangtreppen“ und stiegen über 270 Stufen zum Rundweg am Boden der Gorge hinab (und natürlich später wieder hinauf).


Es hat sich gelohnt – man spaziert in einer feuchten Regenwald-Atmosphäre mit tollem Blick auf Wasserfall und dem plätschernden Flussverlauf mit üppiger Vegetation. Vermutlich war die Erfahrung so gut, weil Steg und Hängebrücken uns fast allein gehörten.
Den Nachmittag verbrachten wir auf den Spuren der Goldgräber.


In Pilgrim’s Rest war es nicht ganz einfach an den „Waschanlagen“ vorbei zum public parking zu fahren. Der Ort – zu aktiven Goldsucherzeiten immer als Provisorium gehandelt und nach Aufgabe durch die Minengesellschaft in der 70er Jahren zum lebenden Museum erklärt - präsentiert sich im Zustand Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts. Im Ort und in der Umgebung lassen sich gut die Spuren der Glücksritter erkennen.
Am späten Nachmittag erkundeten wir noch die Arts & Craft Läden in Graskop und hatten ein kleines Abendessen bei „Harries Pancake“ ( (Der Link ist für Gäste ausgeblendet. Um ihn zu sehen, bitte registrieren!) )

Tageskilometer 100 km

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Mittwoch, 18. April 2018, 20:17

Hallo M@tt

auch ich steige mal schnell zu. :danke: dass Du einen RB schreibst.

Für Herbst 2019 ist es zwar noch etwas hin mit Flügen Buchen, aber vllt kannst Du noch zum Flugpreis / Sitzplatzreservierung / Essen etwas sagen.
Waren das in Aaalsmer öffentliche Parkplätze? Den Shuttlebus zum Flughafen Shiphol hatte ich nicht auf dem Schirm. Soweit ist Amsterdam ja nicht von Solingen aus entfernt, falls die Düsseldorfflüge weiterhin so teuer bleiben.

LG
Rainer
Nein, das ist kein öffentlicher Parkplatz. Ein privater Anbieter mit Shuttle. Diesmal war es SkyPark in Aalsmeer, finden kann man die z.B. bei ParkenFlughafen.de
Manche sind besser als andere - wir mussten bei der Ankunft etwas lange auf den Bus warten. Mein Tip: Immer aktuelle Telefonnummer erfragen! Spart aber bis zu 2/3 der Langzeitparkplätze (P3) in Schiphol
Der Preis für die BA Flüge (AMS - LHR - JNB / DUR - JNB - LHR - AMS) waren 725€.
Sitzplatzreservierung sind wie überall 24 Stunden vor Abflug kostenlos beim checkIn online möglich.
Essen ist nichts großartiges - sitzt man am Ende ist die Auswahl manchmal eingeschränkt - Der Hunger treibt rein :whistling:
Beste Grüße, M@tt

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Freitag, 20. April 2018, 11:19

Tag 4

Am Morgen wurde klar, warum unser Zwischenziel Hazyview und die Panorama-Route tatsächlich dem Nebel zum Opfer fallen kann!

Da wir erst zum Mittag an unserer nächsten Unterkunft erwartet wurden, haben wir kurz vor Hazyview beim Shangana Cultural Village ( (Der Link ist für Gäste ausgeblendet. Um ihn zu sehen, bitte registrieren!) ) gehalten und uns in den Verkaufshütten umgesehen. Eine Führung ins Dorf haben wir nicht gemacht.

Gegen elf Uhr passierten wir das Sabie-Sands Gate am Rand des Krueger National Park und hatten dann noch 10 km Sandstrecke vor uns. Unterwegs begegneten uns Safari Jeeps und die ersten Impala Herde.

Gegen Mittag erreichten wir unsere Lodge für die nächsten zwei Nächte mit vier Safari-Fahrten auf dem Gebiet der Umkumbe Lodge ( (Der Link ist für Gäste ausgeblendet. Um ihn zu sehen, bitte registrieren!) ).
Sabie Sands ist nicht mehr mit einem Zaun vom Krueger Park abgetrennt, aber die Lodges müssen offensichtlich penibel ihre „Grenzen“ einhalten, es sei denn die Lodge hat Durchfahrrechte von den Nachbarn „gekauft“. Umkumbe fährt ausschließlich auf ihrem Gebiet – Es ist aber auch groß genug um viele interessante Tier-Sichtungen und beim „Sundowner“ etwas Bush-Feeling zu bekommen.
Die Lodge liegt sehr schön am Sands River und direkt am Pool laufen auch schon mal Tiergruppen vorbei.

Tageskilometer 100 km

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Samstag, 21. April 2018, 20:47

Tag 5

Ein „typischer“ Safari-Tag in Umkumbe:
05:00h: Wecken
05:30h bis 09:30h Safari unterbrochen mit einer Kaffeepause
09:30h bis 16:00h: Frühstück – Chillen und Tiere beobachten vom Pool unterbrochen mit einem Lunch
16:00h bis 20:00h Safari unterbrochen mit einem Sundowner
20:30h Dinner im „Boma“

Die Fahrer (und am Nachmittag auch ein „Spotter“) waren gut informiert, haben sich gut abgesprochen, so dass es kein Verkehrschaos bei den Tieren gab. Nur als die Löwin auf dem Gelände gesichtet wurde, standen alle drei Jeeps an der Stelle.


Auch wenn der Schwerpunkt auf den Big5 lag (nur der Leopard wollte sich nicht einstellen), wurde den kleineren Tieren und der Vogelwelt ebenfalls genug Aufmerksamkeit gewidmet.


Tageskilometer 0

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Montag, 23. April 2018, 12:49

Tag 6

In der Nacht hat es kräftige Gewitter mit andauernden starken Regenfällen gegeben, in den Unterkünften hörte sich das Prasseln wie in einem Zelt an. Nichtsdestotrotz wurde um fünf Uhr geweckt, Regencapes verteilt und zur Safari gestartet. Da bei dem Regen niemand eine Kamera zücken wollte und wir, außer einer Riesenherde Büffel, die bedröppelt im Regen stand, keine weiteren Tiere entdecken konnten brachen wir die Fahrt ab und zogen das Frühstück vor. Der Eigentümer der Lodge war inzwischen die Sandpiste abgefahren und erklärte diese für befahrbar. Es gibt wohl 2 oder 3 Furten, die - wenn diese Wasser führen - für die kleinen Autos „schwierig“ werden.
Für uns ging es dann auch schnell vorbei am Sabie Sands Gate zum Paul Kruger Gate, an dem uns der Chef auch gleich begrüßte.

Die Schlange an der Rezeption bestand aus zwei Autos, so dass die „Einreiseformalitäten“ schnell erledigt waren. Wir beschlossen einen Kaffee im Camp Skukuza zu trinken und dann über die S114 und S21 Richtung Lower Sabie zu fahren, wo wir eine Übernachtung gebucht haben.
Die Tiere, die wir sahen hatten eine ausgelassene Stimmung, wohl der Abkühlung von 35°C auf 22°C und dem nachlassenden Regen geschuldet.

Am Nachmittag haben wir eingecheckt und sind gleich wieder rausgefahren, um Flusspferde zu suchen.
Dabei wurden wir an der Brücke südlich des Camps auf einen Löwen hingewiesen, den man beim Vorbeifahren kaum gesehen hätte. Als dann noch ein Warzenschwein sich dazugesellte, war sein Interesse geweckt, wobei das junge Tier die Jagd wohl noch üben muss.

Am SunSetDam gab es auch noch Hippos und Krokodile zu bestaunen bis wir kurz vor sechs ins Camp zurück kehrten.

Das Abendessen gab es dann im Mugg & Bean.

Tageskilometer: 95km

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Dienstag, 24. April 2018, 14:36

Tag 7

Unser Plan war, den Kruger NP beim Gate am Crocodile Bridge zu verlassen und via M4 über Malelane, N570 folgend bei Jeppes Reef die Grenze zu Swaziland überqueren dann die M1 bis Piggs Peak und schließlich die MR21 bis zum Ziel zu fahren.
Am Vortag bekamen wir allerdings eine email vom Management des Guesthouses, der uns empfahl den Grenzübergang bei Josefdal zu nutzen, da die Straße von Piggs Peak „not favourable to drive due to the heavy rain“ sei.
Ins Deutsche übersetzt heißt das „unpassierbar“! :saflag:
Also machten wir uns nach einem Frühstück im Restaurant auf den verregneten Weg Richtung Crocodile Bridge. Nachdem uns die Affen den Weg wieder freigegeben haben,

Gnu und Hornbill uns auch deutlich zeigten, was sie von diesem Wetter halten,

fuhren wir also auf südafrikanischer Seite via Malelane und Barberton über die R40 zum Josefdal Grenzübergang. Diese Straße ist geologisch hochinteressant da sie durch die ältesten Bergformationen der Welt führt. Entlang des „Geotrails“ sind an Parkplätzen Besonderheiten im Gestein beschrieben.

Daneben gab es immer wieder atemberaubende Ausblicke in die Täler des Gebirges – auch nebelverhangen gab es tolle Aussichten.

Kurz vor Schließung des Grenzüberganges um 16:00 Uhr passierten wir ohne Probleme den Grenzübergang und erreichten die Bulembu Country Lodge im ehemaligen Haus des General Managers einer Mine, die 1970 aufgegeben wurde.
2009 wurde der Ort inkl. aller Anlagen und Einrichtungen von der „Bulembu Ministries Swasiland“ gekauft und restauriert. Mit ihrer Strategie für Community Care und Community Business ist Bulembu heute Heimat für 380 Waisenkinder, die hier Ausbildung, medizinische Versorgung und eben auch Arbeit in unterschiedlichen Bereichen wie Mineralwasser Abfüllung, Imkerei, Museum (der ehemaligen Asbest-Mine) und eben Übernachtungsmöglichkeiten im Conference Center ( (Der Link ist für Gäste ausgeblendet. Um ihn zu sehen, bitte registrieren!) )

Abendessen gab es im Community Center mit den Locals.

Tageskilometer 215 km

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Mittwoch, 25. April 2018, 10:43

Tag 8

Die Sonne kämpfte sich durch den Nebel und schien ins Gästehaus der Mine, unsere Unterkunft in der Lodge.

Beim Frühstück erkundigten wir uns, ob denn die Straße nach Piggs Peak befahrbar sei. Nachdem man sich nach unserer Automarke erkundigt hatte hieß es „Should be possible“.
Bei strahlendem Sonnenschein ging es auf die abenteuerlichste Piste, die ich je befuhr.
Die Gravel Road entpuppte sich als Lehm/Schluff-Gemisch und war insbesondere in den Waldabschnitten ziemlich schlammig und tiefgründig.

An zwei Passüberquerungen musste ich den Wagen zurückrollen lassen und nochmal Anlauf nehmen. Nach zwei Stunden und ein paar schönen Ausblicken war es geschafft und wir hatten wieder Asphalt unter den Rädern.

Im Museum von Bulembu gab es einen Hinweis auf Buschmann-Zeichnungen etwas südlich von Piggs Peak. Uns wurde versichert, dass es dort einen Parkplatz gibt, und der Spaziergang nicht weit sei.
Da weder mein Navigationsgerät noch Google Maps den mysteriösen Ort Nsangwini kannte half diesmal die Offline-Karte der App „maps.me“. Die Straße ist ähnlich der MR21 aber deutlich trockener. Zum Schluss ist die Straße einspurig und man fährt an sehr ärmlichen Farmen vorbei. Am Parkplatz (man könnte auch sagen Wendeplatz am Ende der Straße) angekommen findet sich dort eine Hütte aus der ein Junge sprang und uns anbot für 50 Rand zu den Felszeichnungen zu führen.
Der „Spaziergang“ erwies sich als 20minütige Kletterei hinab zu einem Felsvorsprung mit den Zeichnungen und imposantem Ausblick auf den Fluss Komati mit dem Stausee.

Falls jemand den Trip auch machen möchte: S26°04’10.67“ E31°17’33.56“
Auf dem Rückweg war die Straße fast schon zur Normalität geworden.

Da es mit diesem Abenteuer schon etwas später wurde, verwarfen wir den Plan ganz im Süden wieder nach Südafrika einzureisen und fuhren nach einem kurzen Stop beim Swasi-Market in Mbabene

beim Oshoek Border Post über die Grenze und erreichten gegen Abend dann unsere Unterkunft in Piet Retief, das B @ home Guest House ( (Der Link ist für Gäste ausgeblendet. Um ihn zu sehen, bitte registrieren!) )
Für das Abendessen wurde uns das Spurs empfohlen - eigentlich langweilige internationale Steak/Burger-Kost, auch wenn es eine südafrikanische Kette ist.

Tageskilometer 289 km

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SilkeMa (27. Mai 2019, 19:45), toetske (8. Juni 2018, 00:38), Savanna 2 (3. Mai 2018, 07:11), Tutu (1. Mai 2018, 22:17), Cassandra (1. Mai 2018, 08:57), ReginaR. (30. April 2018, 07:02), kOa_Master (26. April 2018, 13:49), cameleon (26. April 2018, 09:29), Wicki4 (25. April 2018, 20:11), Liketotravel1 (25. April 2018, 16:31), Kitty191 (25. April 2018, 13:01), sunny_r (25. April 2018, 12:37), Andreas84 (25. April 2018, 12:13), Bär (25. April 2018, 11:55), gatasa (25. April 2018, 11:37)

SarahSofia

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Mittwoch, 25. April 2018, 13:34

Hallo Matt,

schöner Reisebericht :thumbup: .


. . . beim Oshoek Border Post über die Grenze und erreichten gegen Abend dann unsere Unterkunft in Piet Retief, das B @ home Guest House ( (Der Link ist für Gäste ausgeblendet. Um ihn zu sehen, bitte registrieren!) )
Für das Abendessen wurde uns das Spurs empfohlen - eigentlich langweilige internationale Steak/Burger-Kost, auch wenn es eine südafrikanische Kette ist.

Wir haben auch im B@home übernachtet und nach einem Restaurant gefragt - und uns wurde das "Mamma Mia" empfohlen, ein netter kleiner Italiener, mit dem wir sehr zufrieden waren. Vielleicht war der ja an "eurem" Tag nicht offen, aber da sieht man mal wieder, dass Empfehlungen für "gutes" Essen wohl immer sehr von der Person abhängen, die man fragt :).

LG SarahSofia

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toetske (8. Juni 2018, 00:39), kOa_Master (26. April 2018, 13:49), M@tt (25. April 2018, 21:52)

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Donnerstag, 26. April 2018, 07:26

Tag 9

Ein sonniger Sonntagmorgen begrüßte uns zum Frühstück und hatte auch gleich eine Überraschung für uns. Beim Tanken gegenüber der niederländisch reformierten Kirche

Wurden wir auf einen defekten Reifen hingewiesen – der Übeltäter, eine Schraube, wurde schnell gefunden. Einer der drei Tankwarte rief mir zu: „I can fix it“. Vermutlich hätte ich die Hotline der Autovermietung anrufen müssen und bis Montag warten, um eine Fachwerkstatt wo auch immer aufzusuchen. Da wir aber weiter fahren wollten nahm ich das Angebot an und der selbsternannte Vulkanisiermeister leerte seine Plastiktüte mit Werkzeug und Material und operierte dem Reifen einen Plug rein. In 10 Minuten war alles gefixt und die Fahrt Richtung Zululand konnte starten. Mit Ortsnamen wie Luneburg, Vryheid oder Dundee lässt sehr gut erschließen, wer hier im 19. Jahrhundert gesiedelt hat.

Die letzten zwanzig Kilometer waren wieder „Gravel-Road“ aber diesmal trzgen sie ihren Namen zurecht und es waren befestigten Schotterstraßen. Unser Ziel, die Isibindi Zulu Lodge ( (Der Link ist für Gäste ausgeblendet. Um ihn zu sehen, bitte registrieren!) ) erreichten wir rechtzeitig zum Lunch. Zuvor bezogen wir unsere „Beehive“ Unterkunft, den traditionellen Hütten der Zulu nachempfunden.

Von diesen Hütten gibt es in dieser Lodge sechs Einheiten, sodass maximal 12 Personen anwesend sind. Jede Unterkunft hat einen Balkon mit traumhaften Blick über das Flusstal.
Am Nachmittag gab es mit einem Zulu Guide einen dreistündigen Buschwalk, bei dem mehr die unspektakulären (kleinen) Tiere ging. Aber etwas weiter weg als im Kruger konnten wir tatsächlich eine Giraffe erhaschen.

Unser Guide erzählte uns viel von Kultur und Verständnis der Zulu und eine komplett andere Sicht auf die Anglo-Zulu Schlachten wie wir sie später im englischen Museum beim Schlachtfeld Rorke’s Drift sehen sollten.
Insofern waren wir vorbereitet auf den nun folgenden Zulu-Abend. Zunächst gab es einen Tanz bei dem jeder Tänzer seine „Leistungsfähigkeit“ und seinen Mut bei einer kommenden Schlacht mit Sprüngen und anderen akrobatischen Darbietungen seinen Mitstreitern zeigte.
Im Anschluss daran gab es eine Zulu-Bierprobe.

Das Bier orientiert sich grob an das deutsche Bierreinheitsgebot Es wird Mais und Hirse für die Alkoholgärung verwendet, sowie ein aus Gras geflochtener Schlauch für die Filterung. Uns wurde ein Bier angeboten, dass nach einem Tag Gärung ca. 1% Alkohol hatte. Es kommt mit jedem Tag ein Prozent hinzu – nach dem fünften Tag wird es allerdings zum Schweinefutter gemischt, die Zulu-Männer sollen ja auch nicht übertreiben, wie uns die Dame beim Einschenken erzählte.
Zum Abschluss des Tages gab es ein Dinner mit typischen Zulu-Gerichten angerichtet in gusseisernen Potjes – eine tolle Vielfalt an Gewürzen, Gerüchen und Geschmack.

Tageskilometer 222 km

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Freitag, 27. April 2018, 11:05

Tag 10

Mit unserem Zulu-Guide waren wir den kompletten Vormittag unterwegs im Herzen des Zulu-Land. Die erste Station war Elandskraal, die ehemalige Mission eines schwedischen Protestanten. Geblieben sind Kirche, Krankenstation, Kindergarten und Primary School. Eine weiterführende Schule befindet sich in der Umgebung.

Im „Einkaufszentrum“ der Region trafen wir völlig unterschiedliche Menschen – von weißen Farmboys, top gestylten Zulu Frauen und Frauen, die mit einem 25kg Sack Maismehl auf dem Kopf gen Homestead liefen.

Homestead – davon sahen wir viele in unterschiedlichen Qualitäten. Man sah, wo die Bewohner den Status der Selbstversorgung überwunden hatten und in Infrastruktur der Farm investieren konnten.

Einen Homestead durften wir besuchen, es war eine Farm, die neben dem Chief 20 Personen Heimat bot. Hier hat mit zwei Solar-Panelen Elektrizität Einzug gehalten, was natürlich zu kulturellen Diskussionen führt. Ein Beispiel ist die Frage, ob die Jugend zur weiterführenden Schule gehen kann oder doch beim Hüten der Rinder einzusetzen ist. Wo ist die Zukunft – Rinderherde oder Bildung?
Für Zulu ist die Koppel, auf die abends die Rinderherde getrieben wird - neben der Ahnenhütte - der wichtigste Ort im Homestead. Die Rinder sind Zeichen des Wohlstandes.

Wir hatten eine intensive Diskussion mit unserem sehr gebildeten Zulu Guide.

Am Nachmittag hatten wir genügend Zeit um diese Eindrücke zu verarbeiten.

Da wir am Abend die einzigen Gäste in der Lodge waren, gab uns der Manager die Ehre uns beim Dinner Gesellschaft zu leisten.

Tageskilometer 0 km

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Samstag, 28. April 2018, 21:26

Tag 11

Der Tag begann mit dem Besuch des Museums und der Gedenkstätte für die Schlacht am Rorke’s Drift wo sich 1879 die Zulu unter ihrem König Shaka Zulu mit den Briten bekämpften. Hatten die Briten Tage zuvor beim nahe gelegenen Isandhlwana noch eine empfindliche Niederlage erlitten, trotzten hier 136 Briten 4000 Zulu-Kriegern.

Im wiederaufgebauten Lazarett gab es eine kleine Ausstellung diesmal aus britisch-südafrikanischer Sicht (die Zulu Sicht wurde uns ja schon vom Zule Guide bei Isibindi nahegelegt).
Inzwischen ist neben dem britischen Friedhof auch ein Denkmal für die gefallenen Zulu-Krieger entstanden – mit vielen Schilden und dem Leoparden als Zeichen der Königswürde.

Entgegen der Empfehlung des Managers einen Umweg über Dundee und dann auf der M3 gen Süden zu fahren, wählten wir die afrikanische Variante unseres Zulu Guides.

Es hat sich wieder gelohnt neben ausgefahrenen Gravel Roads kamen wir nach 20 km auf die geteerte R33 zügig voran bis zur Ortschaft Tugela Ferry, wo inzwischen über den Tugela Fluss eine Brücke gespannt war. Diese Ortschaft war offensichtlich ein Handelszentrum der Gegend zuerst Bekleidung und Hausrat am Straßenrand –

Und anschließend Baugeschäfte, wo LKW, Pickups und Esel in Dreier-Reihen die Baustoffe untereinander verluden. Dazwischen noch Hühner, Rinder, Menschen – das volle Programm.
Als wir den Ort passiert hatten, war am Pass-Anstieg der Asphalt komplett weg. Es gab zwar einige schöne Aussichten aber mit 5 km/h zwischen zwei LKW den Pass hochzufahren war schon ein Erlebnis.
Kurz nach der Passhöhe war der Asphalt wieder da und bis Howick, unserem nächsten Ziel lief alles gut.
Hier in Howick wurde Nelson Mandela auf dem Weg von Durban nach Pretoria festgenommen. Daher steht hier diese wundervolle Skulptur.

Im Bau befindet sich die zukünftige Außenstelle des Apartheit-Museums von Johannesburg.
Im Ort besuchten wir noch die Howick Falls, die aufgrund der Regenfälle deutlich mehr Wasser führten, als ich auf anderen Bildern sah.

Übernachtet haben wir in dem B&B Biggy Best Cottage ( (Der Link ist für Gäste ausgeblendet. Um ihn zu sehen, bitte registrieren!) ) – die Zimmer waren in Ordnung, das Frühstück etwas chaotisch. Abends fuhren wir dann wieder in den Ort um bei „Black Olive“ eine Pizza zu essen und die war richtig gut.

Tageskilometer 223 km

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Sonntag, 29. April 2018, 12:14

Muss schon spannend sein, die beiden Seiten gleich so "hintereinander" zu erfahren - nebst kulturellen Differenzen ist da wohl viel Heroik beidseitig vorhanden und anders interpretiert :)
Ich wollte nur mal kurz danke sagen für den Reisebericht, weiter so, lese gerne mit!

Spannende Strecke, die R33 - müssen wir diesen südlichen Teil wohl auch mal fahren :)
I never knew of a morning in Africa when I woke up that I was not happy. - Ernest Hemingway

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M@tt (29. April 2018, 21:09)

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Sonntag, 29. April 2018, 21:14

Tag 12

Heute war unser Ziel die Drakensberge – genauer das Giant Castle Rest Camp. Allein die Anfahrt hatte schon beeindruckende Silhouetten zu bieten.

Vorbei an Siedlungen im klassischem Zululand

hatte dieser Tea-Room leider nicht geöffnet

Im Rest-Camp angekommen lösten wir ein Ticket für die Buschmann-Zeichnungen, zu denen eine Wanderung auf einem Höhenwanderweg mit Blick auf das Giant Castle führte.
Dann wurde es etwas steiler und waldiger und am Ende des Weges informierte uns ein Schild, dass man warten möge, ein Guide käme jede Stunde und holt maximal 20 Personen in jeder Stunde ab.

Als wir abgeholt wurden, waren wir immer noch zu zweit, so dass wir eine sehr persönliche und informative Führung zu den wirklich lohnenden Zeichnungen bekamen.

Nach Rückkehr ins Rest Camp suchten wir mit dem Feldstecher bei einer Kanne Tee noch die Umgebung der Restaurant-Terrasse nach Antilopen ab. Wir fanden tatsächlich eine kleine Herde, aber die war definitiv zu weit weg für die Kamera.
Abends haben wir in Howick im Restaurant „68 on Main“ gegessen. Ein schönes im viktorianischen Stil erbautes und liebevoll restauriertes Gebäude. Im Pub gab es kaltes Bier und gutes Essen.

Tageskilometer: 265 km

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Montag, 30. April 2018, 18:54

Tag 13

Wir starteten über die M3 gen Süden, unserem Ziel Shaka’s Rock in Ballito am indischen Ozean entgegen.
Geplant war ein Stop in der Hauptstadt der Provinz KwaZuluNatal Pietermaritzburg. Wir fanden einen Parkplatz in der Straße an der City Hall, zahlten einem Parkwächter 20 Rand und wollten bei strahlendem Sonnenschein die City erkunden.
Aus der britischen Zeit sind auch noch eine Menge Gebäude erhalten, die Provinzregierung sitzt in einem Gebäude geschmückt mit der Statue von Queen Victoria, die wir auch schon vor dem Parlamentsgebäude in Kapstadt sahen.

Vor dem Colonial Building steht überraschenderweise eine Statue von Ghandi, der als junger Anwalt in Durban sein Geld verdiente und in der Nähe von Pietermaritzburg auf dem Weg nach Pretoria aus dem 1. Klasse Abteil herausgeholt wurde, weil ein Weißer nicht im gleichen Abteil mit einem Farbigen sitzen mochte.

In den Seitengassen wurde neben Geschäften, Friseuren und anderen Dienstleistern auch Pap für den Lunch zubereitet.

Imposant war die 1893 erbaute City Hall mit dem Glockenturm.

In der Nähe der City Hall befand sich das Naturkunde-Museum. Klassisch im viktorianischem Erziehungssinn gebaut und eingerichtet – ein Museumskonzept wie man es bei uns heute in der MultiMediaWelt gar nicht mehr findet. Quasi eine Reise in die Vergangenheit. Sehr schönes Museum der Tierwelt und Kultur der Provinz KwaZuluNatal.

Nachmittags ging es dann weiter Richtung Süden und gegen fünf erreichten wir unser letztes Guesthouse, das „Comfort House“ in Ballito. ( (Der Link ist für Gäste ausgeblendet. Um ihn zu sehen, bitte registrieren!) ) mit einem phantastischen Blick auf den indischen Ozean!

Abends gab es dann afrikanisches Essen mal anders im Mozambik ( (Der Link ist für Gäste ausgeblendet. Um ihn zu sehen, bitte registrieren!) ).

Tageskilometer 162 km

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Dienstag, 1. Mai 2018, 22:15

Tag 14

Der Tag begann mit einer Tiersichtung direkt vom Bett aus!

Hoffen wir mal, dass dieser Freund alles Ungeziefer veputzt ...
Am Vorabend hatten wir schon den Strand direkt unterhalb des Gästehauses besucht, und festgestellt, dass der indische Ozean schön temperiert war aber dank einer mächtigen Brandung einen ordentlichen Sog produzierte.
Da das Wetter sich an diesem Tag von seiner besseren Seite zeugte, war nun ein Strandtag geplant. Im Guesthouse empfahl man uns „Thompson’s Bay Beach“ aufzusuchen. Wir wurden mit Sonnenschirm und Strandstühlen ausgestattet und fuhren die zwei Kilometer zum Parkplatz des Strandes.

Der Strand ist bewacht und bietet ein Badefeld fern der Felsen sowie einen „Tidal-Pool“ der bei Flut mit frischem Wasser versorgt wird.

Direkt am Pool gab es auch noch den berühmten „Hole in the Wall“ von Ballito

Am Strand gab es mehrere Verkäufer, die Eis und gekühlte Getränke im Angebot hatten.
Einfach mal nur Entspannen!

Abends besuchten wir das Restaurant Gianni’s Ristorante ( (Der Link ist für Gäste ausgeblendet. Um ihn zu sehen, bitte registrieren!) ) nach einem Tip einer Forikerin hier im Forum. Gute Empfehlung!

Tageskilometer: 24 km

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Mittwoch, 2. Mai 2018, 20:57

Tag 15

Unser letzter Tag in Südafrika war wettertechnisch nicht strandtauglich – also zog Plan B: Durban und die Shopping Mall in Ballito.
Die erste Station war das African Arts Centre ( (Der Link ist für Gäste ausgeblendet. Um ihn zu sehen, bitte registrieren!) )

Es klang nach mehr, als wir vorfanden. Die zum Kauf angebotenen Stücke waren aber schon handwerklich sehr schön gestaltet.
Auf den Weg zum „Victoria Street Market“ fuhren wir an der „Juma Masjid“ Moschee vorbei,

es ist die größte Moschee in Durban. Um die Einfahrt ins Parkdeck unterhalb des Victoria Street Market zu finden benötigten wir 2 Anläufe.
Diese Touristenattraktion hat auch schon bessere Tage gesehen.

Außerhalb des Gebäudes gibt es noch viele weitere Spezial-Märkte wie dieser „Fashion“-Markt. Das hat allerdings nur für einen Blick über die Brüstung gereicht. Der Gestank war schon übel.

Auf der Rückfahrt nach Ballito fuhren wir am WM-Stadion vorbei, ich weiß nicht, ob es sich hier auch um einen der „weißen Elefanten handelt, die nur Kosten verursachen.

Als Norddeutsche gefallen uns ja immer Leuchttürme – daher gibt es als Abschlussbild den Leuchtturm von Durban

Am Abend begaben wir uns auf die Suche nach dem Restaurant Thave ( (Der Link ist für Gäste ausgeblendet. Um ihn zu sehen, bitte registrieren!) ) Es war etwas versteckt aber das indische Essen hat sich gelohnt!

Der Tag 16 war der Rückreisetag – Durban - Johannesburg – London – Amsterdam und dann noch die paar Kilometer nach Hause – ich glaube davon muss ich hier nichts berichten.

Tageskilometer: 120 km


Fazit

Ihr habt Recht, es gibt den Afrika-Virus!
Unsere zweite Reise in dieses wunderbar widersprüchliche Land hat uns ungemein gefallen!
Wir haben mal wieder so viele Facetten gesehen und erleben dürfen, haben interessante Menschen und Projekte kennengelernt. Ich weiß jetzt, warum der Kruger beliebt ist und die Beschäftigung mit dem Bulembu-Projekt und der Zulu-Kultur hat zum Nachdenken angeregt.

Ich bedanke mich für die Danksagungen und bei den Mitfahrern und hoffe ihr hattet ein wenig Spaß mit meinem Reisebericht.

Vielleicht klappt es ja ein drittes Mal

Beste Grüße
M@tt

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