Sie sind nicht angemeldet.

Lieber Besucher, herzlich willkommen im "Suedafrika-Forum.org"! Falls dies Ihr erster Besuch auf dieser Seite ist, lesen Sie sich bitte die Hilfe durch. Dort wird Ihnen die Bedienung dieser Seite näher erläutert. Darüber hinaus sollten Sie sich registrieren, um alle Funktionen dieser Seite nutzen zu können. Benutzen Sie das Registrierungsformular, um sich zu registrieren oder informieren Sie sich ausführlich über den Registrierungsvorgang. Falls Sie sich bereits zu einem früheren Zeitpunkt registriert haben, können Sie sich hier anmelden. Wichtiger Hinweis zur Verwendung von Cookies: Um unsere Webseite für Sie optimal zu gestalten und fortlaufend verbessern zu können, verwenden wir Cookies. Durch die weitere Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen zu Cookies erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Bär

Vollkommen Ahnungsloser

Beiträge: 10 819

Dabei seit: 10. März 2008

Danksagungen: 16860

  • Nachricht senden

21

Freitag, 26. Oktober 2018, 13:20

Leicht beschämt muss ich gestehen, dass wir leider auch zu der Fraktion gehören, die Swaziland bislang nur als Transitland zwischen Mpumalamga und KwaZulu-Natal betrachteten. Nach den vielen schönen Berichten hier, müssten wir das eigentlich dringend ändern.

Auch ich freue mich, dass sich das Bild von Swaziland langsam ändert. Viele Jahre wurden von den Transferbefürwortern die "Nachteile" betont: dass man sich vom Vermieter eine Durchfahrtsgenehmigung ausstellen lassen muss, dass der Grenzübertritt Zeit kostet, Schlaglochstraßen, die Monarchie, sogar die 5 EUR Straßennutzungsgebühren wurden genannt. Dank der Reiseberichte stellt sich nun heraus, dass es sich um ein zwar armes, aber freundliches und entspanntes Völkchen handelt, dass man als Tourist viel weniger als Tourist behandelt wird als in anderen Ländern, dass die Berge schön und die Parks nett sind. Leute, fahrt hin und überzeugt euch selbst.

Daniele, danke dass Du Shewula vorgestellt hast. Klingt sehr interessant. Schade, dass "der junge Erwachsene" sich nicht für die Community-Aktivitäten erwärmen konnte. :huh:
.
*** Wer nicht klettern kann, sollte sein Geld nicht einem Affen anvertrauen. (aus Afrika) ***

Es haben sich bereits 8 registrierte Benutzer bedankt.

Benutzer, die sich für diesen Beitrag bedankt haben:

Floh2808 (1. Juni 2019, 22:21), SilkeMa (31. Mai 2019, 21:35), bibi2406 (5. November 2018, 12:51), Tutu (1. November 2018, 01:19), kalingua (26. Oktober 2018, 19:19), Daniele (26. Oktober 2018, 14:15), toetske (26. Oktober 2018, 13:49), Kitty191 (26. Oktober 2018, 13:46)

Daniele

Meister

  • »Daniele« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 142

Dabei seit: 25. September 2017

Danksagungen: 992

  • Nachricht senden

22

Freitag, 26. Oktober 2018, 14:15

Daniele, danke dass Du Shewula vorgestellt hast. Klingt sehr interessant. Schade, dass "der junge Erwachsene" sich nicht für die Community-Aktivitäten erwärmen konnte. :huh:
Ja, schade. Aber ich kann ihn ein bisschen verstehen - Jugendliche (oder junge Erwachsene) haben da oft größere Scheu als die erwachsenen Erwachsenen. Ich war in dem Alter sicher nicht anders... und auch heute muss ich mich ein bisschen überwinden, bevor ich an solchen Aktivitäten, die ja immer einen Hauch von Voyeurismus haben, teilnehme. Wobei in Swaziland die Hemmschwelle wirklich niedrig war, einfach weil man mit den Leuten so entspannt reden konnte. Du hast völlig recht, man wird viel weniger "als Tourist" behandelt und kann sehr leicht auf einer sehr allgemein-menschlichen Ebene mit den Swazis ins Gespräch kommen.
(einzige Ausnahme: die strenge Polizistin bei einer Polizeikontrolle. Aber auch sie hat uns letztlich nichts getan...)

Es haben sich bereits 6 registrierte Benutzer bedankt.

Benutzer, die sich für diesen Beitrag bedankt haben:

cameleon (3. Juni 2019, 12:58), SilkeMa (31. Mai 2019, 21:35), gatasa (31. Januar 2019, 13:03), Tutu (1. November 2018, 01:20), SarahSofia (26. Oktober 2018, 14:41), Bär (26. Oktober 2018, 14:36)

Daniele

Meister

  • »Daniele« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 142

Dabei seit: 25. September 2017

Danksagungen: 992

  • Nachricht senden

23

Sonntag, 28. Oktober 2018, 00:01

Bei den großen Elefanten

Die Swaziland-Episode wird abgerundet mit der Weiterfahrt nach Süden; überwiegend unspektakuläre, zuweilen auch trostlose Landschaft, endloses Zuckerrohr. Spannend ist die etwa 40 km lange Passage auf der M16: Wie schon mehrfach hier im Forum beschrieben eine wirklich üble Pothole-Piste. Es war gut, das vorher zu wissen, so dass wir uns darauf einstellen konnten. Wir nehmen es sportlich (beim Skifahren macht Slalom schließlich auch Spaß), aber es ist schon ganz schön anstrengend. Die gesamte Straßenbreite wird genutzt, nur bei Gegenverkehr zieht man sich auf die eigene Spur zurück. Wir brauchen etwa eine Stunde, das kann man schon mal aushalten. Danach ist die Straße wieder wunderbar.

Landschaftlich reizvoll wird die Weiterfahrt - unser Ziel ist der Tembe Elephant Park - nach der Wiedereinreise nach Südafrika (die Grenzstation Lavumvisa/Golela ist deutlich moderner als die von Mananga; wieder ist der Übertritt unkompliziert). Bis Jozini fährt man in einem großen Bogen um den Pongolapoort-Stausee herum; vor allem nach Verlassen der N2 hat man von der hoch oben am Berg verlaufenden Straße großartige Blicke über den See. Nach dem trotz Sonntag recht trubeligen Jozini wird es dann einsam; die Straße verläuft schnurgerade, vom Rasen halten aber die zahlreichen Tiere und Menschen am Fahrbahnrand ab; auffällig auch, dass die zahlreichen Grund- und Hauptschulen am Wegesrand immer durch z.T. ganz schön hohe Fahrbahnschwellen (bumper) gesichert sind; man muss wirklich radikal das Tempo rausnehmen. Pünktlich um 14 Uhr kommen wir in Tembe an; von Hlane bis dort haben wir ziemlich genau 4 Stunden gebraucht (haben aber auf der Fahrt bis auf die Grenzformalitäten keinerlei nennenswerte Pausen gemacht).

Auf Tembe hatte ich mich von Anfang an besonders gefreut; mir gefiel das Konzept, die Einbindung der lokalen community, die Naturnähe. Auch waren wir gespannt, wie uns der geregelte Tagesablauf in einem quasi-PGR gefallen würde ? und die im Vergleich zu anderen Lodges moderaten Preise (etwa 100 € pro Person und Nacht) im Tembe waren für so ein Ausprobieren genau richtig.

Der erste Eindruck: Hier ist alles so schön grün! Tatsächlich eine ganz andere Vegetation als in den Gegenden, die wir bisher durchfahren hatten. Hier ist von Dürre keine Spur, die Natur wirkt geradezu üppig, das erfreut die Seele. Die zweite Beobachtung: Die Tembe-Leute sind unglaublich freundlich, herzlich, zugewandt. Es herrscht in der ganzen Lodge eine geradezu buddhistisch anmutende friedliche Atmosphäre; man merkt, dass man es hier den Gästen ganz besonders schön machen will. Und zu diesem sehr erfreulichen Gesamteindruck trägt auch bei, dass wieder diverse Tiere im Camp herumlaufen - am Zelt bekommen wir am Nachmittag Besuch von einer Gruppe Nyalas, die sich von unserer Anwesenheit so dermaßen gar nicht stören lassen, dass wir sie fast streicheln können.





Wobei sie natürlich genau wissen, wie sie zu reagieren haben, wenn man wie wirklich anfassen wollte:



Das ist schon eine sehr schöne afrikanische Erfahrung: Auf der Terrasse sitzen, lesen... und keine zwei Meter neben mir lässt sich der Nyala-Bock die Blätter der Büsche schmecken).



Dritte Beobachtung: Das ganze Camp, sowohl die eigentliche Lodge mit dem offenen Restaurant, dem Feuerstelle und diversen "Lounge"-Bereichen als auch die sehr geräumigen, locker und mit großen Abständen voneinander im Busch verteilten Zelte (alle mit eigenem Bad und herrlicher Außendusche) sind mit sehr viel Geschmack und Sinn auch für kleine Details eingerichtet. Da war (wie ja überhaupt in vielen touristischen Einrichtungen in Südafrika) viel innenarchitektonisches know-how im Spiel. Die vierte Besonderheit des Tembe erklärt uns Nkosi, unser guide für die vier game drives, die zum all-inclusive-Paket dazugehören (im Tembe ist individuelles Fahren nur sehr eingeschränkt möglich, da alle Wege ausschließlich für 4x4-Autos befahrbar sind; wir sehen auch bald, warum das so ist: Der Boden ist extrem sandig, da würden normale PKW oder SUV sofort steckenbleiben), gleich bei der ersten Fahrt: Wegen der Weitläufigkeit des Parks (dessen gesamter Nordteil an der Grenze zu Mozambique völlig unzugänglich ist und für die Tiere ein Rückzugsgebiet darstellt), wegen der relativ wenigen Wege und wegen des dichten Bewuchses sind die Sichtungschancen geringer als in anderen Parks: "Man sieht wenige Tiere, aber wenn man sie sieht, dann von nahem." Gut, dass wir das jetzt schon wissen, denn es stimmt - und so wird eventuellen Enttäuschungen vorgebeugt. Leider hatten sich offenbar vor allem die weiblichen Elefanten ein paar Tage zuvor nach Norden verzogen; es waren also weniger Tiere als üblich im zugänglichen Gebiet. Trotzdem wurden die Fahrten nie langweilig, zumal Nkosi sich als exzellenter Vogelkenner herausstellte (wobei er betonte, dass alle Tembe-guides das genauso gut können wie er). Bekannt ist Tembe vor allem für seine Elefantenpopulationen; die Tiere werden hier besonders groß - und auch wir haben einige wirklich imposante Exemplare gesehen. (Aber auch die anderen Tiere werden hier oft größer als anderswo: Offenbar herrschen besonders günstige Lebensbedingungen.)




Es haben sich bereits 20 registrierte Benutzer bedankt.

Benutzer, die sich für diesen Beitrag bedankt haben:

cameleon (3. Juni 2019, 13:00), Floh2808 (1. Juni 2019, 22:23), SilkeMa (31. Mai 2019, 21:37), Netti59 (31. Mai 2019, 13:46), gatasa (31. Januar 2019, 13:08), ReginaR. (13. November 2018, 09:02), Mogli98 (7. November 2018, 22:15), Wicki4 (6. November 2018, 05:58), setepenre (5. November 2018, 14:09), bibi2406 (5. November 2018, 12:57), Tutu (1. November 2018, 01:25), Charlotte_ (30. Oktober 2018, 09:05), kalingua (29. Oktober 2018, 19:15), Cosmopolitan (29. Oktober 2018, 15:13), Bär (28. Oktober 2018, 09:29), Cassandra (28. Oktober 2018, 09:05), maddy (28. Oktober 2018, 07:22), SarahSofia (28. Oktober 2018, 03:32), toetske (28. Oktober 2018, 00:53), Kitty191 (28. Oktober 2018, 00:06)

Daniele

Meister

  • »Daniele« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 142

Dabei seit: 25. September 2017

Danksagungen: 992

  • Nachricht senden

24

Sonntag, 28. Oktober 2018, 00:22

Gruppendynamik

Regelmäßiger Anlaufpunkt bei den game drives ist das Wasserloch, das sich nicht weit von der Lodge befindet (es ist das Wasserloch, das man auf der Tembe-Homepage auch von zu Hause aus über eine Webcam sehen kann - eine herrliche Erfindung, um Fernweh-Attacken zu bekämpfen): Hier können regelmäßig größere Ansammlungen der Elefanten beobachtet werden, und das ist tatsächlich ein herrliches Schauspiel. Allein die verschiedenen Techniken, das Wasser mit dem Rüssel aufzunehmen, um es dann gut dosiert ins Maul zu spritzen!






Auch die Interaktion der Tiere untereinander ist immer wieder interessant: die Rangeleien (in der Regel friedlich, aber man kann schon erkennen, dass es auch mal ernster werden kann, wenn die Hierarchien nicht respektiert werden) gerade unter den Jugendlichen, vor allem aber auch das geradezu freundschaftlich anmutende Miteinander in vielen Situationen. (ja, ich weiß, das ist gänzlich unzulässiger Anthropomorphismus, aber die Versuchung, menschliches Empfinden und menschliche Motive in das Verhalten der Tiere hineinzulesen ist oft so groß, dass man ihr nicht ganz widerstehen kann...)






Ans Wasserloch kommen natürlich auch andere Tiere: Aber es ist schon allen klar, dass die Elefanten Vorrang haben... und die kleineren erst dann an der Reihe sind, wenn die Großen ihnen das Feld (bzw. das Wasser) überlassen haben.


(hier beobachten sie noch aus dem HIntergrund)


(jetzt ist endlich Platz!)

Es haben sich bereits 20 registrierte Benutzer bedankt.

Benutzer, die sich für diesen Beitrag bedankt haben:

cameleon (3. Juni 2019, 13:00), Floh2808 (1. Juni 2019, 22:23), SilkeMa (31. Mai 2019, 21:38), Netti59 (31. Mai 2019, 13:45), gatasa (31. Januar 2019, 13:10), ReginaR. (13. November 2018, 09:02), Mogli98 (7. November 2018, 22:15), Wicki4 (6. November 2018, 05:59), setepenre (5. November 2018, 14:10), bibi2406 (5. November 2018, 12:57), Tutu (1. November 2018, 01:27), Charlotte_ (30. Oktober 2018, 09:05), kalingua (29. Oktober 2018, 19:15), Cosmopolitan (29. Oktober 2018, 15:13), Bär (28. Oktober 2018, 09:29), Cassandra (28. Oktober 2018, 09:05), maddy (28. Oktober 2018, 07:24), SarahSofia (28. Oktober 2018, 03:32), toetske (28. Oktober 2018, 00:54), Kitty191 (28. Oktober 2018, 00:36)

Daniele

Meister

  • »Daniele« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 142

Dabei seit: 25. September 2017

Danksagungen: 992

  • Nachricht senden

25

Sonntag, 28. Oktober 2018, 00:44

Tembe-Fazit

Und natürlich sehen wir auf den insgesamt vier Fahrten, an denen wir teilnehmen, noch diverse andere Tiere (nur die letzte Fahrt war ausgesprochen unergiebig. Es hatte geregnet, und die Tiere schienen keine Lust auf Bewegung zu haben). Sogar zwei jugendliche Löwen-Männchen bekommen wir zu Gesicht - nach einer überaus rasanten Fahrt vom einen zum anderen Ende des Parks, bei der Nkosi zeigen konnte, dass er nicht nur ein "Birding"-Fachmann ist, sondern auch Rallye-Qualitäten aufweisen kann.










Schön am Tembe ist schließlich auch, dass hier auf relativ kleinem Gebiet sehr unterschiedliche Landschaftsformen zu finden sind: Echte, dichte Wälder, sattes, fast sumpfiges Grassland, Steppe. So sind die Fahrten selbst dann abwechslungsreich, wenn sich die Tiere mal rar machen.

Insgesamt haben uns die zwei Tage hier gut gefallen; sicherlich hätten die Sichtungen spektakulärer ausfallen können (was vielleicht auch an dem vorübergehend etwas durchwachsenen Wetter lag), aber die gesamte Atmosphäre in der Lodge und im Park war doch außerordentlich schön. Schon luxuriös (für unsere Verhältnisse), aber nicht exzessiv; wir haben uns sehr wohl gefühlt, was vielleicht auch daran lag, dass auch die anderen Gäste (soweit man mit ihnen in Kontakt kam) sehr angenehm und sympathisch waren. Ich hatte den Eindruck, dass die meisten Gäste gerade wegen der Mischung aus Atmosphäre, Natur und sozialem Engagement hier her kommen, nicht aus "profanem" Big 5-Interesse. Zwei Tage „all inclusive“ waren dann aber auch genug: 4 üppige (übrigens ausgesprochen feine) Mahlzeiten am Tag ist mehr, als wir auf Dauer vertragen, und letztlich lieben wir doch die individuelle Tagesgestaltung zu sehr. Wir waren glücklich, hier gewesen zu sein – aber auch nicht unglücklich, als es weiterging.


(wird fortgesetzt)

Es haben sich bereits 25 registrierte Benutzer bedankt.

Benutzer, die sich für diesen Beitrag bedankt haben:

cameleon (3. Juni 2019, 13:02), Floh2808 (1. Juni 2019, 22:23), Netti59 (31. Mai 2019, 13:45), gatasa (31. Januar 2019, 13:10), ReginaR. (13. November 2018, 09:02), Christine1509 (11. November 2018, 22:45), Mogli98 (7. November 2018, 22:15), Bueri (6. November 2018, 20:13), Wicki4 (6. November 2018, 06:00), setepenre (5. November 2018, 14:14), bibi2406 (5. November 2018, 12:59), Tutu (1. November 2018, 01:28), Charlotte_ (30. Oktober 2018, 09:06), kalingua (29. Oktober 2018, 19:15), Cosmopolitan (29. Oktober 2018, 15:14), Sella (28. Oktober 2018, 19:19), Bär (28. Oktober 2018, 09:29), Cassandra (28. Oktober 2018, 09:05), maddy (28. Oktober 2018, 07:26), SarahSofia (28. Oktober 2018, 03:32), U310343 (28. Oktober 2018, 03:08), M@rie (28. Oktober 2018, 01:02), toetske (28. Oktober 2018, 00:55), corsa1968 (28. Oktober 2018, 00:49), Kitty191 (28. Oktober 2018, 00:47)

Daniele

Meister

  • »Daniele« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 142

Dabei seit: 25. September 2017

Danksagungen: 992

  • Nachricht senden

26

Sonntag, 28. Oktober 2018, 10:33

fast Massentourismus - aber eben nur fast

Bis St. Lucia, unserem nächsten Ziel, haben wir etwa 3 Std. gebraucht; die Fahrt war unkompliziert, aber auch ohne große Höhepunkte, über die R 22 und dann die N2 ging es durch das wenig besiedelte Hinterland der Küste; hier und da informieren die Straßenschilder, dass links und rechts der Straße game reserves liegen - aber keinerlei Großwild tut uns den Gefallen, sich ausgerechnet jetzt am Zaun zu zeigen. Nach zwei etwas wolkigeren Tagen herrschte jetzt wieder eitel Sonnenschein.
In St. Lucia hat man unterkunftstechnisch ja die Qual der Wahl: Wir hatten uns für die Sunset Lodge ganz am Ende der McKenzie-Road entschieden, wo man vom Trubel des Ortszentrums nichts mehr spürt. Es ist eine sehr gute Wahl: 5 oder 6 nette, funktionale Holz-Chalets, dazu ein schöner Garten mit großem Braai-Platz und ein wunderbares Pool-Deck, beides mit Blick auf das Estuary und damit den Sonnenuntergang.



Bei der Ankunft werden wir gleich mit allen nötigen Infos über mögliche Aktivitäten ausgestattet – und die Vermieterin bietet uns auch gleich an, für den Nachmittag die unumgängliche (und tatsächlich höchst lohnende) Hippo&Croc-Tour zu buchen; die begehrten kleinen Boote sind leider schon voll (will man unbedingt mit diesen fahren, müsste man sie wohl tatsächlich vorbuchen), und zunächst werden wir auf einen gerammelt vollen Doppeldecker geführt (wir sind definitiv nicht mehr in der kleinen, feinen Tembe Lodge oder in der touristischen Nische von Swaziland...; in St Lucia ist doch erkennbar mehr los; aber eigentlich störend ist es nicht - "Massentourismus" muss man hier wirklich in Anführungszeichen setzen, die "Massen" verlaufen sich schnell... und schon an den Stränden in unmittelbarer Ortsnähe kann man mit etwas Glück große Einsamkeit genießen). Dann aber wird ein zweites, kleineres Boot bereitgestellt und kurz entschlossen siedeln wir um. Wir haben Glück und treffen auf eine sehr engagierte und sympathische guide an Bord. Sie erkennt schnell, dass wir uns auch für die kleineren Tiere interessieren, und hilft kräftig mit, Kingfisher, Fischadler, Pelikane und andere Vögel zu spotten; auch ein ganz junges Krokodil entdeckt sie am Ufer, wir erkennen es erst aus nächster Nähe, so perfekt ist es an die Farbe des Baumstamms, auf dem es sitzt, angepasst.








Dieser Giant Kingfisher im Mangrovenwald hat uns besonders gefreut. Auf der ganzen Tour ist das Zusammenspiel aus Landschaft, Flora und Fauna einfach phantastisch - zumal an einem so herrlichen, klaren Sonnentag wie diesem (wobei man im RB von kalingua sehen konnte, dass die Tour auch bei schlechterem Wetter äußerst reizvoll sein kann).

Es haben sich bereits 21 registrierte Benutzer bedankt.

Benutzer, die sich für diesen Beitrag bedankt haben:

cameleon (3. Juni 2019, 13:03), Floh2808 (1. Juni 2019, 22:24), SilkeMa (31. Mai 2019, 21:39), Netti59 (31. Mai 2019, 13:45), gatasa (31. Januar 2019, 13:15), ReginaR. (13. November 2018, 09:09), Mogli98 (7. November 2018, 22:15), Bueri (6. November 2018, 20:13), Wicki4 (6. November 2018, 06:02), setepenre (5. November 2018, 14:15), bibi2406 (5. November 2018, 13:00), Tutu (1. November 2018, 01:30), Charlotte_ (30. Oktober 2018, 09:07), Cassandra (30. Oktober 2018, 07:18), toetske (29. Oktober 2018, 22:49), kalingua (29. Oktober 2018, 19:15), Cosmopolitan (29. Oktober 2018, 15:15), Kitty191 (28. Oktober 2018, 17:07), maddy (28. Oktober 2018, 17:01), Bär (28. Oktober 2018, 14:36), SarahSofia (28. Oktober 2018, 10:48)

Daniele

Meister

  • »Daniele« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 142

Dabei seit: 25. September 2017

Danksagungen: 992

  • Nachricht senden

27

Sonntag, 28. Oktober 2018, 10:45

Hippos gabs natürlich auch...

Die Flusspferde sind natürlich auch toll, einige sehen wir außerhalb des Wassers am Flussufer, die meisten aber sind noch am Baden, kein Wunder, es ist jetzt am späteren Nachmittag richtig heiß.










Zurück „zu Hause“ genießen wir erst den Sonnenuntergang, dann ein leckeres Braai im schönen Garten. Lange, ausnahmsweise bis nach Mitternacht, sitzen wir noch mit einer Flasche Wein am Feuer – in der stillen, aber leider vergeblichen Hoffnung, die Hippos könnten ausgerechnet heute Abend genau diese Wiese zum Grasen auswählen. Aber auch ohne Hippos: Was für ein schöner Abend!


Es haben sich bereits 19 registrierte Benutzer bedankt.

Benutzer, die sich für diesen Beitrag bedankt haben:

cameleon (3. Juni 2019, 13:03), Floh2808 (1. Juni 2019, 22:24), SilkeMa (31. Mai 2019, 21:39), Netti59 (31. Mai 2019, 13:45), gatasa (31. Januar 2019, 13:15), ReginaR. (13. November 2018, 09:09), Mogli98 (7. November 2018, 22:15), Bueri (6. November 2018, 20:13), Wicki4 (6. November 2018, 06:02), setepenre (5. November 2018, 14:16), bibi2406 (5. November 2018, 13:01), Tutu (1. November 2018, 01:31), Cassandra (30. Oktober 2018, 07:18), toetske (29. Oktober 2018, 22:50), kalingua (29. Oktober 2018, 19:15), Sella (28. Oktober 2018, 19:19), Kitty191 (28. Oktober 2018, 17:08), maddy (28. Oktober 2018, 17:01), Bär (28. Oktober 2018, 14:36)

Daniele

Meister

  • »Daniele« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 142

Dabei seit: 25. September 2017

Danksagungen: 992

  • Nachricht senden

28

Sonntag, 28. Oktober 2018, 22:34

Safari stressfrei

Wir entscheiden uns, den Safari-Rhythmus beizubehalten und trotz des langen Abends am Feuer früh aufzustehen, auch wenn es in St. Lucia eigentlich nicht unbedingt nötig ist. Aber es reizt doch sehr, die Helligkeit des Tages so weit wie möglich auszunutzen. Wir haben schon wieder Lust auf Tiere, und so brechen wir früh zu einer Tour durch den Ostteil des Isimangaliso Wetlands Park auf, die klassische Route zum Cape Vidal und zurück - eine wunderbare Möglichkeit, Landschaft und Wildlife mit einem Badestopp am Strand zu verbinden. In aller Ruhe fahren wir die diversen kleineren Loops auf dem Weg ab; wir sind weitgehend allein, beobachten Wasservögel und Krokodile an einem ersten kleinen See, freuen uns über Kingfisher und Webervogel (?) am Wegesrand und einen Red Duiker im Wald, beobachten fasziniert die Krebse an den Mission Rocks.









Nach den vielen Sichtungen im Kruger, im Hlane und im Tembe fahren wir sehr entspannt und ohne jeden Leistungsdruck, freuen uns über jedes Tier, das wir sehen, sind aber auch nicht weiter traurig, wenn uns gerade nichts vor die Kameralinse läuft. Die Landschaft ist eh so schön, dass das Auge genug zu sehen hat.
Schon gegen Mittag sind wir am Cape Vidal. Vor den Wellen und den Strömungen des Indischen Ozeans haben wir Respekt (zumal eigentlich niemand im offenen Meer schwimmt), deshalb baden wir hier nur in der von einigen Felsen geschützten Zone: Das Wasser ist erfrischend, aber nicht übermäßig kalt: Bayerische Bergseen sind kälter! Der endlose Strand ist wunderbar, zumal nur wenige Menschen da sind (schließlich ist der Zugang zum Park begrenzt). Auch die angrenzenden bewaldeten Dünen sind ausgesprochen schön - ein landschaftliches Gesamtkunstwerk.


Auch auf dem Rückweg tingeln wir langsam mit vielen Stopps durch die Landschaft; auf dem langen grasslands-loop treffen wir auf Büffel, Zebras und Paviane. An einem Bird Hide erwischen wir diesen Storch im Flug.



Und schließlich, fast schon in Sichtweite des Gates, treffen wir auf zwei friedlich grasende Nashörner? und eine Schlange auf der Fahrbahn, die sich bei näherem Hinsehen als junge snouted cobra erweist (richtig bestimmt?).



Den späten Nachmittag nutzen wir noch zu einem kurzen Besuch am Strand von St. Lucia, erstehen bei einem jungen Mann am Parkplatz des Ingwe-Strandes äußerst kunstvolle Schnitzereien aus den monkey orange fruits, spazieren auf dem Boardwalk (dessen südliches Ende offiziell wegen Umbauarbeiten gesperrt ist, was uns aber nicht abgehalten hat, einfach weiterzugehen) bis zum Boat-Club, wo wir uns, weil es uns so gut gefällt, gleich einen Tisch zum Abendessen reservieren (Sea-Platter for two ist für drei Erwachsene ideal portioniert!).
St. Lucia hat uns gut gefallen, trotz der etwas künstlichen, ganz auf Tourismus ausgerichteten Atmosphäre. Es gibt wirklich genug zu unternehmen: die vielen von unserer Vermieterin empfohlenen (und uns aus Reiseführer und Forumslektüre bekannten) Aktivitäten haben wir nur zu einem Bruchteil abgearbeitet. Und es wäre ein idealer Ort, um mal eine Pause einzulegen- der Garten der Sunset Lodge wäre ideal gewesen, einmal einen Tag lesend, badend und chillend zu verbringen. Aber - das hat uns selbst überrascht - wir hatten diese Pause gar nicht nötig; Obwohl wir täglich von früh bis spät auf den Beinen waren und teilweise weite Strecken gefahren sind, fühlten wir uns überhaupt nicht erschöpft oder gestresst, im Gegenteil, entspannt und erholt wie nach zwei Wochen im Provence-Dorf.

Es haben sich bereits 22 registrierte Benutzer bedankt.

Benutzer, die sich für diesen Beitrag bedankt haben:

cameleon (3. Juni 2019, 13:04), Floh2808 (1. Juni 2019, 22:26), SilkeMa (31. Mai 2019, 21:40), Netti59 (31. Mai 2019, 13:45), gatasa (31. Januar 2019, 13:20), ReginaR. (13. November 2018, 09:09), Mogli98 (7. November 2018, 22:16), Bueri (6. November 2018, 20:14), Wicki4 (6. November 2018, 06:05), setepenre (5. November 2018, 14:17), bibi2406 (5. November 2018, 13:01), Tutu (1. November 2018, 01:34), Cassandra (30. Oktober 2018, 07:19), toetske (29. Oktober 2018, 22:53), kalingua (29. Oktober 2018, 19:15), maddy (29. Oktober 2018, 16:30), Cosmopolitan (29. Oktober 2018, 15:17), Kitty191 (29. Oktober 2018, 05:27), Sella (29. Oktober 2018, 05:04), Bär (28. Oktober 2018, 23:29), M@rie (28. Oktober 2018, 23:20), SarahSofia (28. Oktober 2018, 22:44)

Daniele

Meister

  • »Daniele« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 142

Dabei seit: 25. September 2017

Danksagungen: 992

  • Nachricht senden

29

Montag, 29. Oktober 2018, 19:43

Safari, die fünfte... und letzte

Für die letzten beiden Tage unserer Reise durch den Osten/Nordosten (und als fünfte und letzte Safari-Etappe nach Kruger, Hlane, Tembe und Isimangaliso) stand (sehr klassisch; unsere ganze Reiseroute glänzte ja nicht unbedingt durch Originalität…) der Hluhluwe-Imfolozi-Park auf dem Programm. Es zog uns wieder zu den wilden Tieren (wer hätte geahnt, dass game drives derartig süchtig machen?), deshalb haben wir St. Lucia bereits am nächsten Morgen nach einem kurzen Spaziergang über den direkt neben unserer Lodge beginnenden, durchaus schönen, aber unspektakulären Igwalagwala Forest Trail wieder verlassen. Die Entscheidung zwischen einem Baden und Chillen am Strand oder sofortigem Aufbruch zur Pirschfahrt fiel ohne Gegenstimmen zugunsten der Tiere aus.

Da wir so fast noch den ganzen Tag vor uns hatten, beschlossen wir, durch das Memorial Gate in den Park zu fahren und uns dann langsam bis zu unserem Ziel, dem Mpila-Camp im Imfolozi-Teil des Parks vorzuarbeiten. Schon auf der Fahrt zum Hilltop-Camp freuen wir uns, dass auch dieser Park wieder einen ganz eigenen Charakter hat; sehr viel bergiger als Tembe, Hlane und Krüger, dadurch mit guter Fernsicht auf die jeweiligen Gegenhänge, in denen „herausragende“ Tiere wie Elefanten oder Giraffen leicht auszumachen sind – gerade aus dieser Perspektive wird einem bewusst, wie groß sie tatsächlich sind.





Auf der Hilltop-Terrasse essen wir (sehr lecker) eine Kleinigkeit zu Mittag, zu unserer Unterhaltung tollt dabei etwas unterhalb eine größere Gruppe Zebras herum (am nächsten Tag, als wir wieder hier Rast machen, übernehmen Büffel diese Rolle). Insgesamt, das merken wir hier schon und bestätigt sich an den beiden nächsten Tagen, ist nicht viel los im Park (will sagen: wenig Menschen; über die Tierdichte wollen wir nicht meckern); im Restaurant sind wir fast allein, und auch auf der Straße begegnet man nur sporadisch anderen Autos. Auch die Tiersichtungen bleiben erst einmal überschaubar; ein erstes, noch fernes Nashorn unter’m Baum,



einige sehr hübsche Zebras, meist direkt an der Straße;



aber die ganz großen Aufreger bleiben noch aus. Schon gegen 15 Uhr sind wir am Mpila-Camp , wo wir unser Zelt beziehen, das uns gleich begeistert. Die 4-Personen-Variante besteht aus zwei Schlafzelten, jeweils mit eigener Toilette und Dusche, sowie einem Küchenzelt (mit ausgeklügelter Affensicherung); vor den Zelten befindet sich jeweils eine Art Veranda mit Tisch und Bänken. Auch die Einrichtung der Zelte ist sehr schön, nicht so fein wie im Tembe, aber durchaus großzügig und bequem. Wir waren uns einig, dass das eine unserer schönsten Unterkünfte war. (die Zelte lassen sich übrigens tatsächlich nicht verschließen; wie gut, dass wir unsere Juwelenketten zu Hause gelassen hatten).


(bei genauerem Hinsehen erkennt man, dass die Zelte nicht ganz neu sind; aber es hat alles funktioniert und war, so fanden wir, völlig in Ordnung)

Unschlagbar waren die Tierbesuche am Abend und in der Nacht. Die Hyäne, von der auch im Forum schon berichtet wurde, kam tatsächlich pünktlich zum Braai. „Schau mal, da hinter dir ist ein Tier“… Ja, sie war es. Sie war allerdings extrem diskret, kam zwar bis auf wenige Schritte heran (übrigens in völliger Lautlosigkeit: Plötzlich stand sie da. Noch mehrmals am Abend wiederholte sich dieses Spiel), hielt dann aber brav Abstand… und trollte sich. Am nächsten Abend wechselte sie die Strategie, ließ sich gleich unter einem Busch nieder und beobachtete unser Tun und Lassen aus der Entfernung; allerdings wieder erfolglos – wir haben unser Fleisch nicht eine Sekunde aus den Augen gelassen). Später kam noch eine Gruppe Bushpigs (ganz reizend), zwei kapitale Warthogs und eine Gruppe Impalas, die in der Nacht laut schmatzten. Wer nicht kam, waren die gefürchteten Affen. Sie hatten wir zwar um die Rezeption und die Bungalows herum gesehen, am Zelt haben sie uns aber in Frieden gelassen. Sehr freundlich. (wenn ich die Wahl zwischen Baboon und Hyäne habe, würde ich die Hyäne nehmen)


(die bushpigs waren sehr lustig... und ohne jede Scheu; sie wären uns glatt über die Füße gelaufen, wenn wir ihnen irgendwie im Wege gestanden hätten. So konnte man sie auch hübsch fotografieren. Die Hyäne hingegen war wieder verschwunden, kaum hatte man sie bemerkt. Schlechte Karten für die Fotografen, dessen Kamera sich nachts mit dem Fokussieren eh schwer tut...)


Es haben sich bereits 17 registrierte Benutzer bedankt.

Benutzer, die sich für diesen Beitrag bedankt haben:

cameleon (3. Juni 2019, 13:06), Floh2808 (1. Juni 2019, 22:29), SilkeMa (31. Mai 2019, 21:41), Netti59 (31. Mai 2019, 13:52), gatasa (31. Januar 2019, 13:25), ReginaR. (13. November 2018, 09:09), Mogli98 (7. November 2018, 22:16), Bueri (6. November 2018, 20:14), Wicki4 (6. November 2018, 06:07), setepenre (5. November 2018, 14:19), bibi2406 (5. November 2018, 13:03), Tutu (1. November 2018, 01:37), Sella (30. Oktober 2018, 15:22), kalingua (30. Oktober 2018, 09:00), Cassandra (30. Oktober 2018, 07:20), toetske (29. Oktober 2018, 22:56), Bär (29. Oktober 2018, 22:49)

Daniele

Meister

  • »Daniele« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 142

Dabei seit: 25. September 2017

Danksagungen: 992

  • Nachricht senden

30

Montag, 29. Oktober 2018, 19:55

Santuli- Loop am Abend

Noch schöner als die Zelte war aber das, was uns die spätnachmittägliche Fahrt über den Santuli-Loop bieten sollte. Denn hier findet offenbar (hoffentlich liest hier keiner von den Bösen mit) die Tageshauptversammlung der White-Rhino-Partei Imfolozis statt: Wir sehen ein gutes Dutzend (vielleicht auch mehr) dieser imposanten Tiere, oft in allergrößter (aber nie unangenehmer) Nähe zur Straße oder gar auf derselben. Da wir fast alleine sind, sind alle diese Begegnungen von großer emotionaler Intensität. Wir stellen den Motor aus und gucken zu. Dann geht es ein Stück weiter… wieder den Motor ausschalten, wieder zuschauen.








Die ca. 20 km lange Schleife ist auch landschaftlich außerordentlich schön und bietet zum Schluss einen atemberaubenden Blick auf den Sonnenuntergang. Irgendwann müssen wir uns gewaltsam losreißen („nein, dieses Gnu können wir jetzt nicht mehr fotografieren, sonst kommen wir nicht rechtzeitig ins Camp!“); um 17.58 Uhr sind wir am zurück am Zelt.




Es haben sich bereits 21 registrierte Benutzer bedankt.

Benutzer, die sich für diesen Beitrag bedankt haben:

cameleon (3. Juni 2019, 13:07), Floh2808 (1. Juni 2019, 22:29), SilkeMa (31. Mai 2019, 21:41), Netti59 (31. Mai 2019, 13:53), gatasa (31. Januar 2019, 13:31), ReginaR. (13. November 2018, 09:09), Mogli98 (7. November 2018, 22:16), Bueri (6. November 2018, 20:15), Wicki4 (6. November 2018, 06:08), setepenre (5. November 2018, 14:20), bibi2406 (5. November 2018, 13:04), Tutu (1. November 2018, 01:38), Sella (30. Oktober 2018, 15:22), maddy (30. Oktober 2018, 09:07), kalingua (30. Oktober 2018, 09:01), Cassandra (30. Oktober 2018, 07:20), Kitty191 (30. Oktober 2018, 06:31), toetske (29. Oktober 2018, 22:57), Bär (29. Oktober 2018, 22:49), lottinchen (29. Oktober 2018, 22:16), SarahSofia (29. Oktober 2018, 19:59)

Daniele

Meister

  • »Daniele« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 142

Dabei seit: 25. September 2017

Danksagungen: 992

  • Nachricht senden

31

Montag, 29. Oktober 2018, 23:37

Nashornland

Dass der Hluhluwhe-Imfolozi Nashornland ist, bestätigt sich am nächsten Tag. Wir fahren am frühen Morgen auf der Teerstraße Richtung Norden, und auf den satten Wiesen jenseits des Imfolozi-Rivers werden wir schnell fündig. Im warmen Licht der Morgensonne sind die Tiere besonders schön anzusehen.





Lange schauen wir einem Mutter-Kind-Paar zu. Ein wunderbares Bild: Im Hintergrund sehen wir Gnus und Giraffen; die Tiere grasen in aller Seelenruhe, auf den Rücken der Rhinos landen und starten diverse Vögel.



Da noch kein (Auto-)Verkehr ist, herrscht vollkommene Stille. Auf der Weiterfahrt treffen wir auf zahlreiche weitere Nashörner, meist zu zweit, manchmal aber auch in größeren Gruppen; dazu Elefanten, Giraffen, Büffel ...










... und natürlich Impalas und Nyalas in rauen Mengen.

Es haben sich bereits 21 registrierte Benutzer bedankt.

Benutzer, die sich für diesen Beitrag bedankt haben:

cameleon (3. Juni 2019, 13:07), Floh2808 (1. Juni 2019, 22:30), SilkeMa (31. Mai 2019, 21:42), Netti59 (31. Mai 2019, 13:53), gatasa (31. Januar 2019, 13:32), ReginaR. (13. November 2018, 09:09), Mogli98 (7. November 2018, 22:17), Bueri (6. November 2018, 20:15), Wicki4 (6. November 2018, 06:08), setepenre (5. November 2018, 14:20), bibi2406 (5. November 2018, 13:05), Tutu (1. November 2018, 01:39), Sella (30. Oktober 2018, 15:22), maddy (30. Oktober 2018, 09:08), kalingua (30. Oktober 2018, 09:02), Bär (30. Oktober 2018, 07:44), Cassandra (30. Oktober 2018, 07:20), SarahSofia (30. Oktober 2018, 07:15), Kitty191 (30. Oktober 2018, 06:32), corsa1968 (30. Oktober 2018, 00:28), toetske (30. Oktober 2018, 00:26)

Daniele

Meister

  • »Daniele« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 142

Dabei seit: 25. September 2017

Danksagungen: 992

  • Nachricht senden

32

Dienstag, 30. Oktober 2018, 00:33

Zu recht beklagen sich die Antilopen, dass sie zwar erwähnt, aber nicht im Bild gezeigt werden. Mea culpa. HIer also ein Imfolozi-Impala mit zahlreichen Begleittieren:




Die Oxpecker sind nicht die einzigen Vögel, die wir zu Gesicht kriegen. M. und S. haben einiges mit dem Bestimmen der diversen Sichtungen zu tun, denn natürlich sind es nicht alles "Spatzen" oder "Adler". Gleich am Morgen sehen wir wie schon im Kruger einen Martial Eagle, wieder direkt neben der Straße auf einem kahlen Baum sitzend (bei einem der zuletzt geposteten Reiseberichte hatte ich fast den Eindruck genau diesen Gesellen wiedererkannt zu haben): Es ist schon sehr majestätisch, wie er dort sitzt, und ich hätte nie gedacht, dass man einen Adler in so großer Nähe würde beobachten können. Selbst mit bloßem Auge war er gut zu erkennen, mit Fernglas oder Teleobjektiv ließen sich auch das Gefieder, der Schnabel, die Augen en détail studieren. Absolut faszinierend!



Später erwischen wir einen Geier beim Landeanflug auf sein Nest und können ihn noch eine Weile beim Ausruhen vom anstrengenden Flug beobachten (den Gefallen, uns zuliebe noch einmal zu starten, tut er uns aber nicht)



Daneben natürlich auch kleinere, dafür aber umso hübschere Vögel:




(one of my favorites: ein Hamerkop, oder?)

Relativ tierarm dagegen zeigt sich der Hhluhluwe-Teil des Parks (inzwischen ist es allerdings schon wieder später Vormittag); der vielgepriesene Nzimane-Loop ist landschaftlich schön, aber sichtungstechnisch unergiebig. Vor der Furt diskutieren wir lange, ob wir’s wagen sollen; die Vernunft siegt und wir kehren um – eine kluge Entscheidung (wie ich nach der Rückkehr dem RB von gipfelknacka entnehme…). Interessante Sichtungen gibt es natürlich hier und da trotzdem: Ganz reizend war die Pavianfamilie, die wir schon auf unserem Rückweg Richtung Mpila auf einem Parkplatz über eine längere Zeit beobachten.


Es haben sich bereits 20 registrierte Benutzer bedankt.

Benutzer, die sich für diesen Beitrag bedankt haben:

cameleon (3. Juni 2019, 13:07), Floh2808 (1. Juni 2019, 22:30), SilkeMa (31. Mai 2019, 21:43), Netti59 (31. Mai 2019, 13:54), gatasa (31. Januar 2019, 13:39), ReginaR. (13. November 2018, 09:10), Mogli98 (7. November 2018, 22:17), Bueri (6. November 2018, 20:19), Wicki4 (6. November 2018, 06:10), setepenre (5. November 2018, 14:21), bibi2406 (5. November 2018, 13:06), Tutu (1. November 2018, 01:41), Sella (30. Oktober 2018, 15:22), kalingua (30. Oktober 2018, 09:18), maddy (30. Oktober 2018, 09:11), Bär (30. Oktober 2018, 07:45), Cassandra (30. Oktober 2018, 07:20), SarahSofia (30. Oktober 2018, 07:17), Kitty191 (30. Oktober 2018, 06:33), toetske (30. Oktober 2018, 00:47)

Daniele

Meister

  • »Daniele« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 142

Dabei seit: 25. September 2017

Danksagungen: 992

  • Nachricht senden

33

Dienstag, 30. Oktober 2018, 00:48

Highlight zum Abschluss

Für die längere Durststrecke über Mittag entschädigt erst wieder die Santuli-Loop am frühen Abend. Es ist noch einsamer als am Vortag, es scheint, als seien wir gänzlich allein auf der Piste. Am Picknickplatz über dem Fluss beobachten wir länger das scheinbar tierlose Tal des Imfolozi, als sich plötzlich eine große Gruppe Elefanten anschickt, den Fluss zu durchqueren. Die ersten Tiere sind schon unterwegs, als irgendetwas die Leitkuh stört; lautes Trompeten, große Unruhe in der Herde, alle drängeln zurück ans Ufer, wo sich die Gruppe sammelt. Offenbar muss erst gründlich die Lage gepeilt werden; dann erst scheint die Luft rein, und die Truppe setzt sich erneut in Bewegung. Geordnet schreiten sie durch’s Wasser, am Gegenhang verteilen sie sich dann in den Büschen und genehmigen sich auf den Schreck erstmal einen Imbiss. Für uns war es ein großartiges Schauspiel.







Auf der Weiterfahrt dann wieder die Nashörner;



(immer wieder besonders schön anzusehen sind solche Ensembles: Tiere, die sich gegenseitig beobachten und aufeinander reagieren - die brutale Variante, dass sie sich gegenseitig auffressen, blieb uns erspart. Solange wir zugeschaut haben, war immer große Harmonie im Reich der Tiere...)

Einer Mutter mit (noch ziemlich kleinem) Jungtier schauen wir lange zu; erst beim Grasen, dann beim Trinken: gemütlich legt sich das Kleine auf der Straße nieder – so ist’s viel bequemer als im Stehen. Wir waren äußerst gerührt, die Szene war einfach umwerfend; es war wahrscheinlich der bewegendste Moment der ganzen Reise.






Wieder naht die 18-Uhr-Marke; wir sputen uns, um ins Camp zu kommen; aber zum Glück bleibt noch Zeit für ein weiteres Mutter-Kind-Paar; das Jungtier ist noch kleiner als das vorherige – allerliebst. Der Santuli-Loop war definitiv der Höhepunkt unserer gesamten Safari-Unternehmungen.

Und damit waren die ersten beiden Urlaubswochen auch schon rum. Am nächsten Tag konnten wir noch gemütlich und mit diversen Pausen zum Nyalazi-Gate tingeln, dann ging es über die autobahnähnliche N2 zügig Richtung King-Shaka-Flughafen in Durban. Dieser liegt – anders als in unserer Landkarte verzeichnet, vor der Stadt – deshalb kommen wir mit großem Zeitpuffer an, können das Auto abgeben und in aller Ruhe einchecken und unser Gate suchen. Mit dem orangenen Mango-Flieger geht es in einem 2-Stunden-Flug nach Kapstadt. „Fühlt sich irgendwie an wie Nach-Hause-Kommen“, sagt der junge Mitreisende, und ich kann es ihm nachfühlen: Ich weiß, wie es ist, wenn man in eine Stadt kommt, in der man früher einmal gelebt hat (und glücklich war).

(Fortsetzung folgt)

Es haben sich bereits 22 registrierte Benutzer bedankt.

Benutzer, die sich für diesen Beitrag bedankt haben:

cameleon (3. Juni 2019, 13:08), Floh2808 (1. Juni 2019, 22:32), SilkeMa (31. Mai 2019, 21:43), Netti59 (31. Mai 2019, 13:55), gatasa (31. Januar 2019, 13:56), ReginaR. (13. November 2018, 09:10), Christine1509 (11. November 2018, 22:55), Mogli98 (7. November 2018, 22:18), Bueri (6. November 2018, 20:19), Wicki4 (6. November 2018, 06:11), setepenre (5. November 2018, 14:22), bibi2406 (5. November 2018, 13:07), Tutu (1. November 2018, 01:44), Dolphin2017 (30. Oktober 2018, 19:34), Sella (30. Oktober 2018, 15:23), M@rie (30. Oktober 2018, 10:01), maddy (30. Oktober 2018, 09:14), Bär (30. Oktober 2018, 07:45), Cassandra (30. Oktober 2018, 07:20), SarahSofia (30. Oktober 2018, 07:18), Kitty191 (30. Oktober 2018, 06:36), toetske (30. Oktober 2018, 01:17)

Daniele

Meister

  • »Daniele« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 142

Dabei seit: 25. September 2017

Danksagungen: 992

  • Nachricht senden

34

Sonntag, 4. November 2018, 23:31

Kapstadt 2.0

(So: es geht weiter. Ich hoffe, die bisherigen Leser haben alle den Flug nach Kapstadt erwischt und sind gut gelandet...)

Kapstadt haben wir vor zwei Jahren bereits ausgiebig besichtigt, wir kennen uns schon ganz gut aus in der Stadt. Unser Besichtigungsprogramm ist daher nicht ganz so konventionell wie bei der bisherigen Reise; einige Orte wollen wir wiedersehen, weil sie so schön waren (z.B. den Strand von Llandadno zwischen Camps Bay und Hout Bay oder die Book Lounge in der Buitenkant Street, die wir wie vor zwei Jahren mit einer schönen Auswahl neuer südafrikanischer Literatur verlassen: wir haben einfach die sehr belesenen Buchhändler gefragt, was sie so empfehlen können und dann eine Weile reingeschnuppert; das hatte schon bei unserem ersten Besuch so gut funktioniert, dass wir es gleich wieder so gemacht haben); andere Ziele, zu denen wir beim letzten Mal nicht gekommen waren, sollen jetzt nachgeholt werden. Und wir wollen Freunde wiedersehen: M’s Gastfamilie natürlich, einen seiner Lehrer, eine entfernte Verwandte. So bewegen wir uns zumindest teilweise ein wenig „off the beaten track“ und besuchen etwa ein wunderbares Konzert, das M’s etwa 70jähriger Gastvater Basil mit seiner Band (alles alte „Athlone-Boys“, die seit 35 Jahren zusammen Musik machen und normalerweise auf Tanzveranstaltungen der Coloureds aus den Cape Flats alte Rock-Klassiker zum Besten geben) in der anglikanischen Kirche von Belhar gibt. Es ist eine Art Jubiläumskonzert (35 Jahre!), es werden viele Geschichten aus der Bandgeschichte (die immerhin bis in die Apartheid-Jahre zurückreicht) erzählt, es wird viel mitgesungen (auch von der 96-jährigen Mutter des Saxofonisten der Band), und wir erhalten wieder einmal einen interessanten Einblick in die Kultur der Coloureds vom Kap.


Während der Zeit, die wir gemeinsam in Kapstadt sind, wohnen wir in einer Airbnb-Wohnung in Bo-Kaap. Unsere Wohnung gefällt uns gut (die Auswahl für Kapstadt ist riesig und die Wohnungen sind verhältnismäßig preiswert – und oft gut gelegen; aber natürlich ist Airbnb auch in Kapstadt nicht ganz unproblematisch…); sie hat zwei geräumige Schlafzimmer, eine Wohnküche und eine wunderschöne Terrasse mit einem grandiosen Blick über die Stadt und den Tafelberg.

(die Aussicht über die Stadt)


(unser Haus)


Bo-Kaap ist ja in vielerlei Hinsicht ein sehr interessantes Viertel, nicht nur wegen der pittoresk-kuriosen Häuserfassaden mit den knalligen Farben. Es ist auch quasi der letzte Rest des alten, multikulturellen Kapstadt der Vor-Apartheid-Zeit (viele unserer Bekannten aus Kapstadt sagen, es sei ein Wunder, dass das Viertel die Apartheid überlebt hat.) Es ist auch heute kein ausschließlich muslimisches Viertel, sondern wirklich sehr bunt (und Gentrifizierungs-gefährdet, aber das ist ein anderes Kapitel).
Bis zur Kloof Street sind es nur 5 Minuten zu Fuß, also zu Bäcker, Supermärkten und Restaurants (unbedingt zu empfehlen z.B. Rick’s American Café). Sehr schön ist auch, dass es in Bo-Kaap so etwas wie eine funktionierende Nachbarschaft gibt; keine „gated community“, keine hohen Zäune um die einzelnen Anwesen (wie im benachbarten Tamboerskloof oder in Rondebosch, wo wir vor zwei Jahren gewohnt haben). Man grüßt sich auf der Straße, redet kurz über das Wetter (es regnet!), wünscht sich einen schönen Tag. Wir haben uns bald zu Hause gefühlt und können Bo-Kaap als Standquartier für Kapstadt-Aufenthalte nur empfehlen.





Leider (für uns) bzw. zum Glück (für alle Capetonians) ist das Wetter sehr durchwachsen und regnerisch; jeden Morgen begrüßt der Radiomoderator sein Publikum mit der triumphierenden Meldung: „another wonderful rainy day in the Mother City…“. Wir wollen keine Spielverderber sein und beschließen, uns ebenfalls über den Regen zu freuen; die Stadt hat’s schließlich dringend nötig, wir hatten über Monate die Diskussionen über den bevorstehenden Day Zero verfolgt. Tatsächlich wird überall noch kräftig gespart, aber das Thema ist nicht mehr so allgegenwärtig. Und in den Touristeneinrichtungen dürften die Einschränkungen inzwischen kaum mehr zu spüren sein. Leider fallen wetterbedingt gleich zwei Unternehmungen, die wir uns gewünscht hatten, aus: Der morning walk zum Sonnenaufgang auf den Lion’s Head (quasi als Gegenstück zu unserer Vollmondwanderung vor zwei Jahren) macht wenig Sinn, weil der Berg an jedem Morgen in dichte Wolken gehüllt ist. Wie schade. Und wieder wird es nichts mit der geplanten Robben-Island-Tour; am ersten Tag, den wir ins Auge gefasst hatten, fallen alle Fahrten wetterbedingt aus; und am Tag danach sind prompt alle Touren ausgebucht. Und schon ist unsere Zeit rum. Offenbar Schicksal.

Es haben sich bereits 19 registrierte Benutzer bedankt.

Benutzer, die sich für diesen Beitrag bedankt haben:

cameleon (3. Juni 2019, 13:11), Floh2808 (1. Juni 2019, 22:33), SilkeMa (31. Mai 2019, 21:44), Netti59 (31. Mai 2019, 13:57), ReginaR. (13. November 2018, 09:17), Mogli98 (7. November 2018, 22:20), kalingua (7. November 2018, 10:10), Charlotte_ (7. November 2018, 08:18), Bueri (6. November 2018, 20:21), Tutu (6. November 2018, 14:30), Cassandra (6. November 2018, 06:35), Wicki4 (6. November 2018, 06:14), setepenre (5. November 2018, 14:23), Kitty191 (5. November 2018, 10:33), maddy (5. November 2018, 07:25), SarahSofia (5. November 2018, 07:18), Bär (5. November 2018, 00:12), toetske (4. November 2018, 23:52), M@rie (4. November 2018, 23:35)

Daniele

Meister

  • »Daniele« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 142

Dabei seit: 25. September 2017

Danksagungen: 992

  • Nachricht senden

35

Sonntag, 4. November 2018, 23:49

Immerhin der Tafelberg...

Glück haben wir dagegen mit dem Tafelberg. Angesichts der tristen Wetteraussichten war unser Plan, sofort zur Talstation zu eilen, sobald der Gipfel wolkenfrei ist (ein echter Wandertag ist leider nicht in Sicht. Und von Tafelbergwanderungen bei unsicherer Wetterlage wird überall abgeraten und daran wollen wir uns halten). Das (also der wolkenfreie Gipfel) ist gleich am ersten Morgen der Fall; die Regenwolken verziehen sich, ein Hauch blauer Himmel wird sichtbar, und wir düsen sofort los. Offenbar sind die anderen Touris nicht so entscheidungsschnell wie wir: Es ist nichts los, keine Parkplatzsuche, kein Schlangestehen, einfach nur rein in die Gondel und los geht’s. Am Berg, über dem Talkessel des City Bowl und über dem Meer hängen noch viele Wolken, aber der Himmel ist frei und die Sonne scheint. Die wechselnden Ausblicke sind dadurch ungeheuer reizvoll; mal sieht man Robben Island und die gesamte Table Bay; dann wieder sind Insel und Küste wie von einer dichten Wolke verschluckt.









Die Atmosphäre ist sehr speziell – und sehr schön; immer mal wieder werden auch wir von einer Wolke kurz eingehüllt, die sich dann aber schnell wieder verzieht. Kurze Zeit (und für wenige Fotos...) gibt es die Illusion eines perfekten Sommertages.



Aber die Illusion währt nur kurze Zeit. Die nächste Wolke kommt bestimmt. Wir erkunden das Plateau bis zur Abzweigung des Wanderwegs durch die Platteklip Gorge, verzichten aber angesichts des Wetters darauf, noch weiter Richtung Maclear’s Beacon zu gehen.



Zum richtigen Wandern müssen wir eh noch mal wiederkommen.

Es haben sich bereits 21 registrierte Benutzer bedankt.

Benutzer, die sich für diesen Beitrag bedankt haben:

cameleon (3. Juni 2019, 13:11), SilkeMa (31. Mai 2019, 21:44), Netti59 (31. Mai 2019, 13:59), gatasa (31. Januar 2019, 14:15), ReginaR. (13. November 2018, 09:21), Mogli98 (7. November 2018, 22:20), kalingua (7. November 2018, 10:10), Bueri (6. November 2018, 20:21), Tutu (6. November 2018, 14:44), Cassandra (6. November 2018, 06:35), Wicki4 (6. November 2018, 06:15), setepenre (5. November 2018, 14:24), bibi2406 (5. November 2018, 13:08), Kitty191 (5. November 2018, 10:34), Sella (5. November 2018, 07:58), maddy (5. November 2018, 07:27), SarahSofia (5. November 2018, 07:18), M@rie (5. November 2018, 00:29), Bär (5. November 2018, 00:11), toetske (4. November 2018, 23:56), corsa1968 (4. November 2018, 23:53)

Bär

Vollkommen Ahnungsloser

Beiträge: 10 819

Dabei seit: 10. März 2008

Danksagungen: 16860

  • Nachricht senden

36

Montag, 5. November 2018, 00:11

Ich hoffe, die bisherigen Leser haben alle den Flug nach Kapstadt erwischt und sind gut gelandet...

Wir sind mit dem Auto gefahren, sind aber auch schon da. :D
.
*** Wer nicht klettern kann, sollte sein Geld nicht einem Affen anvertrauen. (aus Afrika) ***

Es hat sich bereits 1 registrierter Benutzer bedankt.

Benutzer, die sich für diesen Beitrag bedankt haben:

toetske (5. November 2018, 00:17)

Daniele

Meister

  • »Daniele« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 142

Dabei seit: 25. September 2017

Danksagungen: 992

  • Nachricht senden

37

Montag, 5. November 2018, 00:30

wie gut, dass ich Euch etwas Zeit gelassen habe! :D

Es haben sich bereits 2 registrierte Benutzer bedankt.

Benutzer, die sich für diesen Beitrag bedankt haben:

Bär (5. November 2018, 01:15), corsa1968 (5. November 2018, 00:37)

Daniele

Meister

  • »Daniele« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 142

Dabei seit: 25. September 2017

Danksagungen: 992

  • Nachricht senden

38

Dienstag, 6. November 2018, 00:18

Von den Pinguinen ...

Auch am zweiten Tag unseres Aufenthalts in der Kap-Region haben wir Glück mit unserer wetterangepassten Planung: Während für Kapstadt Regen angekündigt ist, soll über der Walker Bay die Sonne scheinen; wir setzen also Hermanus und die Wale aufs Programm, sitzen früh (Safari-Rhythmus hilft) im Auto und können, als wir im strömenden Regen am Flughafen vorbei Richtung Somerset West rollen, kaum glauben, dass es wirklich ein schöner Tag werden soll. An der Küste angekommen, hört der Regen immerhin auf, aber der berühmte Clarence Drive, die Küstenstraße Richtung Hermanus, ist bei so wolkenverhangenem Himmel natürlich erstmal nur halb so schön. In Bettys Bay besuchen wir die Pinguine; wir sind fast die einzigen Besucher. Es ist immer noch relativ früh am Morgen, vielleicht ist es deshalb so viel ruhiger als in Boulder’s Beach bei Simonstown, der anderen Pinguinkolonie am Kap. Es ist zwar lausig kalt, aber trotzdem sehr schön und den Pinguinen ist das Wetter eh egal. Es ist eine große Freude, die Tiere so ungestört beobachten zu können - zumal die Pinguine nicht alleine sind, sondern auch eine Menge Dassies, Kormorane und andere Vögel zu sehen sind. Fast der ganze Pinguin-Alltag ist zu sehen: Paare mit oder ohne Kind stehen vor'm Eigenheim; kleinere oder größere Gruppen befinden sich auf dem Weg von irgendeinem A zu irgendeinem B (und es ist immer wieder rührend, wie unbeholfen, aber unbeirrt sie dabei die natürlichen Hindernisse wie größere Felsen oder steile Abhänge überwinden). Die einen stehen am Wasser, andere stürzen sich beherzt hinein, wieder andere tummeln sich in der Brandung.











Beeindruckend ist auch (das hatte ich ganz vergessen), welch einen Krach die Pinguine machen können. So hübsch und possierlich sind aussehen - ihr Geschrei ist nur schwer erträglich...



Mit guten Ohrstöpseln und bei angenehmeren Temperaturen hätte man Stunden zuschauen können. Aber wir haben ja noch Programm. Also fahren wir irgendwann doch weiter...


Es haben sich bereits 16 registrierte Benutzer bedankt.

Benutzer, die sich für diesen Beitrag bedankt haben:

cameleon (3. Juni 2019, 13:11), SilkeMa (31. Mai 2019, 21:45), Netti59 (31. Mai 2019, 14:00), gatasa (31. Januar 2019, 14:17), ReginaR. (13. November 2018, 09:22), toetske (9. November 2018, 22:02), Cassandra (8. November 2018, 08:15), Mogli98 (7. November 2018, 22:21), kalingua (7. November 2018, 10:13), Charlotte_ (7. November 2018, 08:28), Bueri (6. November 2018, 20:21), setepenre (6. November 2018, 20:03), Tutu (6. November 2018, 14:45), Bär (6. November 2018, 08:00), maddy (6. November 2018, 07:13), Wicki4 (6. November 2018, 06:16)

Daniele

Meister

  • »Daniele« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 142

Dabei seit: 25. September 2017

Danksagungen: 992

  • Nachricht senden

39

Dienstag, 6. November 2018, 00:32

... zu den Walen

Bis Hermanus ist es dann nicht mehr weit. Und hier scheint tatsächlich die Sonne.
Wir wollen zunächst einmal vom Ufer aus nach den Walen Ausschau halten; ob wir eine Bootstour (sie ist nicht ganz billig) machen, hatten wir offen gelassen. Ein guter Ort für den Anfang ist das Bientang’s Cave Restaurant – wie der Name schon sagt ein Restaurant/Bar, das eine Höhle in den Klippen nutzt; man sitzt direkt am Wasser und kann bei gutem Cappuccino und noch besserem Karottenkuchen den Blick über die Bucht schweifen lassen. Schon bald entdecken wir, die ersten Wale: hier eine Fontäne, da eine aus dem Wasser ragende Flosse, und sogar den einen oder anderen Sprung (allerdings doch in einiger Entfernung). Vom Panoramaweg über den Klippen hat man allerdings eine deutlich bessere Perspektive. Walbeobachtung hat etwas sehr Kontemplatives; wir sitzen lange auf einem großen Felsen über dem Wasser und sehen zu, wie ein Mutter-Kind-Paar langsam, seeeehr langsam an uns vorbeizieht: Viel näher können sie kaum mehr ans Ufer kommen. Das ist schon extrem beeindruckend, auch wenn man die tatsächliche Größe der Tiere mehr erahnt als sieht.







Auf den Felsen tummeln sich wieder zahlreiche Dassies; sie posen geradezu für's Foto und ich bin beeindruckt, wie außerordentlich entspannt sie wirken - so seinsvergessen möchte ich auch einmal Mittagsschlaf machen können.



Anschließend schlendern wir den „cliff path“ weiter in Richtung Neuer Hafen und genießen die wunderbaren Ausblicke über die Bucht, die ja auch ohne Wale schon großartig wäre.



Für die Bootstour fehlt uns die rechte Lust und Energie, obwohl es sicherlich sehr lohnend wäre, den Tieren noch näher zu kommen und man dabei sicher die Chance hätte, auch mal einen Sprung vor die Kameralinse zu bekommen (wobei auch gar nicht sicher war, dass wir das ohne Reservierung möglich gewesen wäre). Stattdessen brechen wir am frühen Nachmittag wieder auf; jetzt fahren wir den Clarence-Drive im schönsten Sonnenlicht, und das ist allemal lohnend. Weil’s so schön ist, bleiben wir an der Küste, fahren nicht direkt nach Kapstadt sondern noch über den Baden Powell Drive (R 310) über Strandfontain bis nach Muizenberg. Das ist dann wieder ein sehr spezielles Südafrika-Erlebnis: rechts von uns kommt immer wieder das riesige Township von Khayelitsha in den Blick, links liegen die herrliche Dünenlandschaft der False Bay und der Strand. In Muizenberg machen wir einen kurzen Strandspaziergang an den berühmten bunten Umkleidekabinen entlang.



Es beginnt schon die Dämmerung, deshalb bleiben wir nicht allzu lange und fahren schließlich als es dunkel wird über die M5 zurück nach Kapstadt.
Auch für Hermanus gilt das Leitmotiv dieser Reise: Hier hätte man gut und gerne für zwei oder drei Tage bleiben können; aber auch die kurze Stippvisite von Kapstadt aus war überaus lohnend, ohne stressig zu sein.

Es haben sich bereits 18 registrierte Benutzer bedankt.

Benutzer, die sich für diesen Beitrag bedankt haben:

cameleon (3. Juni 2019, 13:12), SilkeMa (31. Mai 2019, 21:45), Netti59 (31. Mai 2019, 14:03), gatasa (31. Januar 2019, 14:20), ReginaR. (13. November 2018, 09:22), OmaUrsula (12. November 2018, 11:03), toetske (9. November 2018, 22:03), Mogli98 (7. November 2018, 22:22), Charlotte_ (7. November 2018, 08:30), Bueri (6. November 2018, 20:22), setepenre (6. November 2018, 20:03), Tutu (6. November 2018, 14:46), Bär (6. November 2018, 08:01), maddy (6. November 2018, 07:17), SarahSofia (6. November 2018, 06:58), Cassandra (6. November 2018, 06:35), Wicki4 (6. November 2018, 06:17), Kitty191 (6. November 2018, 05:16)

Daniele

Meister

  • »Daniele« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 142

Dabei seit: 25. September 2017

Danksagungen: 992

  • Nachricht senden

40

Dienstag, 6. November 2018, 18:05

Schlechtwetterprogramm, Teil 1

Zum Glück gibt es in Kapstadt auch bei weniger schönem Wetter genug zu tun (obwohl es schon ein wenig in der Seele schmerzt, wenn man überall weiß, wie schön es hier mit blauem Himmel aussieht): Unter dunklen Wolken (die einen reizvollen Kontrast bilden zu den knalligen Farben der Protea-Blüten), aber ohne Regen schlendern wir ausgiebig durch den Botanischen Garten in Kirstenbosch , der auch im Winter absolut sehenswert ist (ich will gar nicht wissen, wie schön es im Frühling oder Sommer hier ist...).










Wir bewundern die mannigfaltigen Formen und Farben der Fynbos-Vegetation und freuen uns, dass wir auch zahlreiche Vögel antreffen, die sich an den Blüten der Pflanzen laben - darunter auch die bunten Sunbirds, die uns vor zwei Jahren in Wilderness so begeistert hatten, weil wir sie beim Frühstück von unserer Veranda aus beobachten konnten. Bei unserem Spaziergang gelangen wir bis zum Anfang des Skeleton Gorge, des Wanderwegs, der von hier zum Tafelberg führt, und sind einen Moment traurig, dass uns diese Wanderung entgeht... aber trösten uns mit dem Gedanken, dass wir ja auch noch Argumente brauchen, um wiederzukommen...







Anschließend probieren wir die hervorragenden (aber auch sehr hochpreisigen) Weine von Groot Constantia, wobei sich die Angestellten offenbar freuen, dass die Gäste aus Deutschland echtes Interesse (und ein bisschen Ahnung von der Materie) haben; sie schenken sehr großzügig ein und öffnen auch die besonders guten Flaschen, die eigentlich nicht für?s Tasting vorgesehen sind (u.a. den sehr außergewöhnlichen Süßwein aus unterschiedlichen Muscat-Trauben). Nach dem Tasting dürfen wir die Weingläser behalten - die auf diese Weise, nachdem sie einmal von ihrer Heimat im Bayerischen Wald (Spiegelau) um die halbe Erde bis ans Ende Afrikas gereist sind, in unserem Gepäck wieder zurück nach Bayern gelangen werden. Globalisierung...

Es haben sich bereits 17 registrierte Benutzer bedankt.

Benutzer, die sich für diesen Beitrag bedankt haben:

cameleon (3. Juni 2019, 13:12), SilkeMa (31. Mai 2019, 21:46), Netti59 (31. Mai 2019, 14:03), gatasa (31. Januar 2019, 14:21), Wicki4 (15. November 2018, 10:52), ReginaR. (13. November 2018, 09:22), OmaUrsula (12. November 2018, 11:04), toetske (9. November 2018, 22:04), Tutu (8. November 2018, 15:21), Cassandra (8. November 2018, 08:15), Mogli98 (7. November 2018, 22:23), Charlotte_ (7. November 2018, 08:31), maddy (7. November 2018, 06:21), Bär (6. November 2018, 20:46), Bueri (6. November 2018, 20:23), setepenre (6. November 2018, 20:04), SarahSofia (6. November 2018, 19:42)