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Beate2

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21

Montag, 10. Dezember 2018, 14:07

... Und außerdem habe ich jetzt eine superduper stadionausleuchtende Flutlichtscheinwerfer Taschenlampe. Damit kann ich ganz Südafrika taghell erstrahlen lassen. Krasses Ding!
Hallo Kitty,

solch eine Taschenlampe ist momentan das must have in SA beim load shedding 8) Du bist also bestens auggestattet :D

LG
Beate

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Bär

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22

Montag, 10. Dezember 2018, 15:57

@Dr. Bär: bin leider nur Kassen Patient. Werde deshalb meine Therapie wohl selber zahlen/schreiben müssen.

Gut, dass Du Dich für die Schreibtherapie entschieden hast. Du wirst sehen, das hilft. Ich habe mit Deiner KK gesprochen und die übernehmen die Kosten für die üblichen Anwendungen. Und falls die nicht ausreichen sollten, kann ich auch ein paar Hedgehog-Leistungen anbieten. 8o
.
*** Wenn du nicht mehr weißt, wohin du gehen sollst, halte inne und schau zurück, woher du gekommen bist. (Sprichwort aus Afrika) ***

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gatasa (15. Dezember 2018, 09:46), Kitty191 (10. Dezember 2018, 16:41)

Kitty191

Schnürsenkel

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23

Montag, 10. Dezember 2018, 17:38

Anreise

09.11.18

Der Tag beginnt früh aber unerwartet entspannt, wenigstens für mich. Der Chef verlässt um 5:30 protestierend und griesgrämig das Haus. Für ihn heißt es noch 4 Stunden Arbeit. Ich dagegen fröne schon seit 2 Tagen dem Müßiggang.
Der Blick aus dem Fenster offeriert graues Herbstwetter. So ist es auch nicht weiter tragisch noch ein paar letzte Handgriffe im Haushalt zu erledigen.
Um 14:00 besteigen wir ein Taxi in Richtung Tegel. Die Stadt ist im Wochenend-Staustufe-Rot-Modus- nichts- geht-mehr. Wieder erwarten schaffen wir es doch zum Flughafen. Ein Hoch auf Ali und die türkische Taxi Mafia. Der Checker gibt Tips, Ali gibt Gas. So funktioniert das in der Hauptstadt.
LH 2043 TXL-MUC ist voll. Ein typischer Business Flieger, ebenfalls im Wochenendmodus. Die einzig Hochdeutsch sprechenden Menschen sind offensichtlich wir.
Pünktlich um 17:00 verlassen wir die Hauptstadt. Das Umsteigeintervall in München ist knapp. Allerdings ist die Minimal Conecting Time in München lächerliche 30 Minuten. Die Landung ist pünktlich, das Aussteigen zieht sich. Geschlagene 20 Minuten passiert nichts. Die Zeit läuft....
Im Laufschritt geht's durch Terminal 2. Wir haben das indische Gate - ganz am Ende des Ganges.
20 Minuten vor Take Off erreichen wir Gate H48. Nix mit Duty Free, nix mit irgendwas. Leicht derangiert betrete ich den Lufthansa Airbus 340-600. in der Reihe vor uns 4 Kleinkinder. Läuft!
Die Maschine ist ebenfalls voll bis unter's Hüttendach. Pünktlich um 19:05 steigen wir in den Nachthimmel von München auf. Der Service ist gut und schnell, das Essen schmeckt, die Turbulenzen halten sich im Rahmen. Das wird mein Flug - sowas spüre ich einfach. Der Chef schaut mich verwundert an.




Der Flug insgesamt ist erstaunlich ruhig. Die Kinder schlafen und auch wir schaffen ein 4-5 stündiges Nickerchen. Über Namibia wird das Frühstück serviert. Bei wunderbarem Wetter bekommen wir einen grandiosen Anflug auf Kapstadt geboten. Da soll mal noch einer sagen Service Wüste Deutschland...
15 Minuten zu früh berühren wir Kapstädter Boden. Die Sonne lacht, der Himmel ist blau. Der weibliche Officer von Home Affairs ist freundlich, lächelt und ist sogar zu einem kleinen Smalltalk aufgelegt. Keine Fingerabdrücke, alles geht schnell. Wir bekommen unsere Stempel in den Pass gedonnert und gute Wünsche für den Urlaub mit auf den Weg. Auf dem Weg zum Gepäckband stellen wir uns die bange Frage, ob unsere Koffer den Spurt in München wohl ebenfalls erfolgreich hinter sich gebracht haben. Sie haben. Sogar ziemlich schnell spuckt das Gepäckbank sie aus. Frohgemut ziehen wir weiter und drehen unsere bewährte Schleife. ATM, SIM Karte (diesmal MTN) Wooly's und zu guter Letzt Europcar (Tempest wird durch Europcar abgewickelt) Die freundliche Leihwagen Lady überreicht uns den Schlüssel für einen weißen Ford Ranger. Das Bordwerkzeug ist an Ort und Stelle, der Lack wird kontrolliert und weder Kratzer noch Beulen müssen nachträglich ins Übernahmeprotokoll aufgenommen werden. Das Gefährt hat 31.000 km auf dem Tacho. Die Reifen sehen ziemlich neu aus. Wir sind guter Dinge.
Die Karre ist riesig. Wir sind ehrlich beeindruckt. Der Chef klettert auf den Fahrersitz und fühlt sich wie Kapitän Ahab beim Ausparken der Gorch Fock. Ich dagegen schaue mich suchend nach einer Einstiegshilfe um.
Schnell lassen wir Kapstadt hinter uns. Das Auto legt eine erstaunliche Laufruhe an den Tag. Die 160 PS ziehen kraftvoll an. Wir fühlen uns in unserer doch deutlich erhöhten Sitzposition pudelwohl und haben sogleich ein leichtes Viewpoint Feeling.
Unser erstes Zwischenziel ist schnell erreicht. Die Paarl Mall soll unser Einkaufseldorado sein. Das Schlachtschiff hat lediglich ein gut einsehbares Canopy mit fragwürdigem Schloss, so ist also nach nur 50 km das erste Mal eine Ermessensfrage zu klären. Wir lassen alles im Auto und stürzen uns in einen Großeinkauf bei Pick n Pay. Ein Meterlanger Einkaufszettel ist abzuarbeiten. Neben der Grundausstattung, wie Kühlbox, Grillrost, Holz, Mückenspray, Plastik Staubox mit Deckel uvm müssen Lebensmittel für 6 Tage und ein ausreichend großer Wasservorrat in den Einkaufswagen, bzw. 2 Einkaufswagen. An der Kasse zähle ich der Kassenlady ohne mit der Wimper zu Zucken 3082 Rand auf den Tresen. Auch auf die wiederholte Frage nach Plastiktüten schütteln ich energisch den Kopf und ernte ungläubige Blicke. Die große IKEA Tüte war ein brillanter Einfall meinerseits. Der Chef schiebt unsere Beute zum Raumwunder auf 4 Rädern und ich enterte den Liquor Store. Der Parkwächter der Stellung vor unserem Fahrzeug bezogen hatte bekommt sein Trinkgeld und wir setzten gegen 12:00 unsere Fahrt in Richtung Tankwa Karoo fort. Weitere 265 km trennen uns noch vom heutigen Tagesziel. Inzwischen ist es von warm in Kapstadt auf echt heiß in der Karoo gewechselt. Das Thermometer zeigt inzwischen stolze 36 Grad. Erinnerungen an den deutschen Hitzesomner wabern durch mein Hirn.
Die Fahrt ist landschaftlich reizvoll. Zuerst geht es durch den Huguenot Tunnel und durch endlose Weinberge immer weiter nordwärts. Wir erreichen Ceres. Dort ist für uns vor dem Tankwa Karoo die letzte Tankmöglichkeit. Wir nutzen Sie, auch wenn nur 15 l reingehen.
Kurz hinter Ceres geht die R 355 in Gravel über. Die nächsten 180 km staubt es und rüttelt zum Teil ordentlich. Der Chef wird müde und ich übernehme das Steuer von Chuck Norris, wie ich unser 4x4 Ungetüm inzwischen getauft habe.




Wir sind Gravel nun schon im Fiesta, im Tucson und nun eben mit Chuck Norris gefahren. Unser gute Chuck lässt so eine Piste fast schon zum Vergnügen werden. Gegen 15:00 erreichen wir die Parkgrenze.










Nun geht es weitere 30 km über merklich schlechtere Gravel Pisten bis zum Park Office. Hier checken wir für die nächsten 3 Nächte ein. Die nette SanParks Lady gibt uns noch zwei Park Karten mit, wünscht uns eine gute Zeit und erklärt noch rasch den Weg zum De Zyfer Cottage. Es empfängt uns ein zauberhaftes kleines Haus. Eine ehemalige Schaffarm, die um 1900 von der Familie Liefde gebaut und betrieben wurde. Sehr würdig finde ich die Tatsache, dass im De Zyfer Cottage ein Bilderrahmen mit Mitgliedern der Familie hängt. Ich fühle mich sofort ein kleines bisschen zugehörig. Wohnen mit Familienanschluss - wie nett.




1973 starb der letzte aktive Farmer und im Zuge der Parkerweiterung wurde auch diese Stück Land von SanParks gekauft. Das Haus wurde renoviert, hat aber nichts von seinem ursprünglichen Charme eingebüßt. Hier lebt man ohne Strom und einsam. Sehr authentisch wie wir finden.












Der Kühlschrank ist solarbetrieben und leider ausgestellt. Bei 39 Grad Außentemperatur und nur unwesentlich weniger Gräten innerhäusig keine guten Startvorraussetzungen für unser eingekauftes Kühlgut. Alles bleibt in der Kühlbox, auf die wir geistesgegenwärtig noch einen Beutel Eis geworfen haben und der Chefmechaniker macht sich auf, den Konverter anzuschalten. Nun muss man nur noch so schlau sein, die Steckdose ebenfalls anzustellen und schon arbeitet auch der Kühlschrank. Was man jetzt noch brauch ist Geduld. Easy eben...
Derweil entfacht der Grillmeister fachgerecht ein kleines Feuerchen auf dem Grill und ich bereite einen Salat. Temperaturtechnisch kontraproduktiv ist es übrigens die überaus romantischen Petrolium Lampen im Haus zu entzünden. Da ist das Taschenlampen Flutlicht deutlich zweckmäßiger. Und Romantik wird manchmal auch einfach überschätzt.




Jetzt ein Glas Wein denke ich sehnsüchtig. Doch dieser hat ungefähr die Außentemperatur. 39C warmer Weißwein, da streikt sogar mein nicht sonderlich ausgeprägter Sinn für Machbarkeit und Ästhetik. Da ich aber nicht wählerisch bin und den Urlaub gerne mit einen Glas Wein beginnen würde, fingere ich 3-5 Würfel Eis aus der Tüte und schmeiße sie ganz unfachgerecht ins Glas. Na bitte, geht doch.
Auf den Grill wandert das Lamm, dazu besagter Salat und ein Baguette vom Woolworth am Flughafen in Kapstadt. Oben drauf gibt es schöne Aussicht,unendliche Weite, Stille, die in den Ohren schmerzt und Trillionen von Sternen. Das Hauptstadt Auge und Ohr zeigt leichte Zeichen der Überforderung.














Geduscht wird kalt, denn warmes Wasser gibt es nur, wenn man vorher den Donkey anfeuert. Eine kalte Dusche ist bei dieser Affenhitze aber keine echte Strafe.
Um 21:00 liegen wir im Bett, es war ein langer Tag. Ich habe mir weitere Eiswürfel aus der Kühlbox gefischt und sie in ein Handtuch gewickelt. Ohne Strom ist zwar authentisch aber ohne Fan oder AC eben auch hot.

Und nun noch der Beweis, dass M@rie hiermit: (Der Link ist für Gäste ausgeblendet. Um ihn zu sehen, bitte registrieren!) eindeutig Recht hatte






Kilometer: 315
Wetter: Sonnig, 39C
Falls Du glaubst, dass Du zu klein bist um irgendwas zu bewirken, dann versuche mal zu schlafen, wenn eine Mücke im Zimmer ist
Dalai Lama

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Chemiker69

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24

Montag, 10. Dezember 2018, 18:54

Halo Kitty,

ich bin auf jeden Fall bei eurer Reise dabei.
Leider, mein Frauchen meint es gibt überall schöne Ecken :thumbdown: , waren wir jetzt in diesem Jahr nicht, und im nächsten auch nicht :help: in SA.
Bin trotzdem immer mal hier im Forum und freue mich auf deinen RB.
Hab schon mitbekommen das ihr eine etwas chaotische Reise hattet, aber ihr wolltet es ja so :D
Hauptsache gesund daheeme :thumbsup:

Kitty191

Schnürsenkel

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25

Montag, 10. Dezember 2018, 18:56

Hallo Steffen,
da freu ich mich trotz Südafrika Abstinenz doch ganz besonders über deine Mitreise.

LG
Kitty
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Beate2 (10. Dezember 2018, 19:23)

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26

Montag, 10. Dezember 2018, 19:17

Hallo Kitty,

ich springe auch noch schnell in den überdimensionierten Kofferraum und habe auch gleich einen Wischmop dabei, um mir ein staubfreies Plätzchen herzurichten. Mir ist das Gefährt wohlbekannt, denn es hat uns auch im Oktober/November 3.300 km durch durch den Nordosten geschaukelt.

Ich freue mich sehr auf deinen Reisebericht, irgendwie habe ich das Gefühl dir immer zeitversetzt hinterher zu fahren, denn nächstes Jahr geht es für uns auch in ein paar Regionen, die ihr abgefahren seid....herrlich, schreib schnell weiter :thumbup:

Liebe Grüße, Enja

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Kitty191 (10. Dezember 2018, 19:23)

Kitty191

Schnürsenkel

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27

Montag, 10. Dezember 2018, 19:28

Wunderbar Enja, endlich jemand, der sich erbarmt und das völlig versandete Canopy reinigt. Ich habe den Chef 2x gezwungen da hinten auszufegen. Nachdem er mir mit ernster Miene mitteilte, wenn er diese Arbeit auch nur noch ein einziges Mal verrichten müsse, ich an seinem verfrühten Ableben schuld sei, habe ich im Verlauf der Reise davon abgesehen. Da hinten vegetierte sowieso nur mein Koffer und das meist defekte Reserverad.

LG
Kitty
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toetske (10. Dezember 2018, 20:28)

SarahSofia

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28

Montag, 10. Dezember 2018, 20:13

Hallo Kitty,
wow, du hast ja in aller Schnelle das Winteroutfit übergeworfen - ich hoffe, nur wegen der Kälte und nicht, um den Urlaub schnell wieder zu vergessen ?! Auf jeden Fall freu ich mich auch über jedes neue Kapitel.
LG SarahSofia

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Kitty191 (10. Dezember 2018, 20:14)

toetske

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29

Montag, 10. Dezember 2018, 20:42

Liebe Kitty,

Draussen ist es sehr kalt und sogar im Haus fühlt man den Wind... das ist dann für mich wieder Zeit fürs Forum 8o

Ich war sowieso gespannt auf eure Erlebnisse im Tankwa Karoo. Mein Avatar wurde nämlich am 13. Januar 2011 draussen am De Zyfer fotografiert. Es sieht danach aus, dass es den damaligen Grill nicht mehr gibt, oder?

Von Deinen bisherigen Bildern hat mir übrigens vor allem (Der Link ist für Gäste ausgeblendet. Um ihn zu sehen, bitte registrieren!) gut gefallen :thumbsup:

Wie immer warte ich gespannt und geduldig auf die Fortsetzung.

Liebe Grüsse
toetske
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Kitty191

Schnürsenkel

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30

Montag, 10. Dezember 2018, 20:55

Liebe Toetske,
als ich dieses Auto in Paternoster entdeckte, musste ich sofort an dich und dein neues Lebensmotto denken. Mit ein Grund warum ich es fotografierte.
Einen gemauerten Grill gibt es beim De Zyfer nicht mehr. Nur noch den rostige Metallgrill. Aber er tut seinen Dienst und als es so windig war, hatte er den Vorteil, dass wir ihn zur Seite schieben konnten. Deinen Rat, die Petrolium Lampen nicht im Haus anzuzünden haben wir beherzigt und sie stattdessen mit nach draußen genommen.


@SarahSofia: das Winteroutfit folgt traditionell immer sofort dem Urlaubsoutfit. Und eigentlich ist es das Weihnachtsoutfit. Mit dem Urlaub hat das gar nichts zu tun. Es lief zwar lange nicht alles glatt, trotzdem möchte ich auf nichts verzichten (außer vielleicht dem Fish River Canyon) Der Urlaub war toll und das Leben eben kein Wunschkonzert.

LG
Kitty
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toetske

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31

Montag, 10. Dezember 2018, 21:16

musste ich sofort an dich und dein neues Lebensmotto denken. Mit ein Grund warum ich es fotografierte.

:danke: Kitty, das freut mich!

Ich habe heute Nachmittag übrigens auch sofort an Dich gedacht... als wir gerade noch rechtzeitig vor Ladenschluss einen Reifen flicken lassen mussten, in dem sich ein kleiner Dorn gebohrt hatte. Hat uns volle 35 Rand gekostet.
Zum Glück hatten wir bei der letzten Reise einen Reifenmonitor installieren lassen - ein pfeifen verrät uns sofort wenn und wo etwas nicht mehr in Ordnung ist.

LG. Toetske
one life, LIVE IT !

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Kawa (17. Dezember 2018, 06:49), Kitty191 (10. Dezember 2018, 21:17)

bandi

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Montag, 10. Dezember 2018, 21:35

Hallo Kerstin,


kaum wähne ich dich auf heimatlichem Boden, schon hast du in die Tasten gehauen und die ersten Fotos eingestellt. :danke: :thumbsup:
Also gewöhn dich erstmal wieder ans Berliner Schmuddelwetter :thumbdown: , vergiss Chuck Norris X( und träum von Schneeweißchen... :D (Zukunftsmusik) :saflag: ?? ? Und ja, ich bin gespannt auf deinen weiteren Bericht 8o - dieser fing ja schon mal wieder sooo gut an. Wie ich deinen Schreibstil mag! :thumbup: Guten Wiedereinstieg in die Arbeit und

lieben Abendgruß

Renate :)
Es scheint immer unmöglich, bis es vollbracht ist.
Nelson Madela

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Kitty191 (10. Dezember 2018, 21:36)

Budenknipserin

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Dienstag, 11. Dezember 2018, 09:25

Hui, da habt ihr ja ordentlich Programm geschrubbt am Anreisetag! :thumbsup:

Ich als Nicht-Camperin hab immer noch nicht kapiert, was dieser ominöse Donkey ist, aber es klingt immer so lustisch. Ich freue mich auf die Fortsetzung.

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Kitty191 (11. Dezember 2018, 09:45)

bibi2406

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Dienstag, 11. Dezember 2018, 09:34

Liebe Kitty,

schön, dass ihr wohlbehalten wieder zurück seid!
Du legst ja ein Tempo vor, das entspricht ja so gar nicht unserer bayerischen Gemütlichkeit :D . Als ebenfalls Bandscheibengeschädigte kann ich dir nur raten nicht zu lange vor dem PC zu sitzen ;)
Aber ich freue mich natürlich schon wahnsinnig auf deinen Bericht, das ist schon fast wie ein Adventskalender, jeden Tag neue Erlebnisse....
Und da ich selber wohl nicht in diese Gebiete komme, ist es wie ein Urlaub von zu Hause aus :thumbsup:


Also ich springe noch schnell hinten mit rein, ich habe noch ein paar Plätzchen eingepackt, damit wir in der menschenfeindlichen Gegend nicht verhungern müssen. Die mit Schokolade habe ich extra nicht dabei, denn 40 Grad und mehr mögen die nicht :P


Die Fotos sind ja schon sehr vielversprechend :danke:


LG
Barbara

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Kitty191 (11. Dezember 2018, 09:46)

Kitty191

Schnürsenkel

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Dienstag, 11. Dezember 2018, 10:30

Liebe Renate, Budenknipserin und Barbara,
Willkommen an Bord.

@Renate: schön, dass du mitreist, obwohl du das Wesentliche ja schon kennst. Ich hoffe du fühlst dich trotzdem gut unterhalten. Einige deiner Tipps waren Goldes wert. :thumbup:


@Budenknipserin: unser Pensum am Anreisetag liegt immer etwa in diesem Bereich. Wir sind zu zweit und fahren beide. Easy eben... Der Donkey ist eigentlich eine ganz einfache Sache um heißes Wasser ohne Strom oder Gas zu produzieren. Wie früher die Badeöfen. In Berlin gibt es noch vereinzelt Altbau Wohnungen mit Badeofen. Das einzige was man brauch ist Zeit und Geduld. In Anbetracht der unglaublichen Hitze brauchten wir ihn aber nicht. Da war kalt duschen eine echte Wohltat.


@Barbara: schön das du auch zugestiegen bist. Mit bayrischer Gemütlichkeit haben wir Hauptstädter es nicht so. Ich hoffe du kannst Schritt halten.


LG
Kitty
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Dienstag, 11. Dezember 2018, 11:49

Tankwa Karoo Part I

11.11.18

Nachdem wir beide heute Nacht geschlafen haben wie die Steine, kitzelt mich um 6:30 die Sonne im Gesicht. Langsam wende ich den Kopf und sehe zwei ebenfalls offene Augen beim Siebenschläfer. Mann müssen wir erschöpft gewesen sein, meint mein amtlich bestellter Matratzenprüfer. Bei diesem Folterinstrument, was den Namen Matratze nicht verdient, haben wir sage und schreibe 9 Stunden durchgeschlafen. Glückwunsch an uns beide. Ich versuche eine halbe Rechtsdrehung um die Beine über die Bettkante schwingen zu können. Vorbei ist es mit der Herrlichkeit. Mein Rücken jault auf, mein Nacken stimmt ein und leichter Kopfschmerz bildet den Background Gesang. So angeschlagen tappe ich zur Toilette und krame nach einer Schmerztablette. Mit Kaffee und Tee lassen wir uns auf der Terrasse nieder und genießen die um diese Tageszeit noch moderaten Temperaturen. Doch unaufhaltsam erobert die Sonne unsere Sitzplätze. Wir rücken unsere Stühle dicht neben Chuck Norris. Der gute ist ja hoch wie ein Haus und spendet damit noch ausreichend Schatten. Die Aussicht ist zugegebenermaßen eingeschränkt, dafür sind die Temperaturen aushaltbar. Der Vogelflüsterer befüllt die zur Vogeltränke zweckentfremdeten Aschenbecher mit frischem Wasser und tut so auch unseren gefiederten Freunden einen Gefallen. Bis um 9:00 trödeln wir rum und sortieren die Koffer neu. Dann Schwinge ich mich auf und bereite das Frühstück.
Über Nacht sind leider beide Batterien, die von den 3 Solarpaneelen mit Strom gespeist werden leer gelaufen. Der Kühlschrank ist aus und macht keinen Mucks mehr. Wenigstens ist das Fleisch über Nacht gefroren. Im Innenraum des Kühlschrankes herrschen eher frühlingshafte Temperaturen. Langsam wandert die Sonne Richtung Solarzellen und die Hoffnung auf einen funktionierenden Kühlschrank steigt. Vorerst bleibt er aber aus um den Batterien eine kleine Chance einzuräumen. Gegen 10:30 brechen wir auf in Richtung Rezeption. Vorher aber gebe ich dem Schalter am Kühlschrank einen zaghaften Schubs. Er läuft.








Rezeption



mit schön angelegtem "Garten"



Notfall Funk - kein Handy Empfang im ganzen Park



Botterbloom Baum und Melkbos - so ziemlich das einzige Grün weit und breit




Der Rezeption Lady erkläre ich kurz wohin uns der heutige Weg führt und das wir uns melden, wenn wir wieder da sind. Sie schaut leicht irritiert. Ich führe aus, dass wir nicht im Besitz eines Sat-Phone’s sind und ein verstehendes Lächeln huscht Ihr über das Gesicht. Anerkennend merkt sie an, dass das keine schlechte Idee sei.
Kurz hinter der Rezeption befindet sich eines der Wasserlöcher im Tankwa. Dort herrscht meist morgens reger Betrieb. Diverse Springböcke tummeln sich in der Regel, meist auch Strauße und ab und zu Oryx Antilopen.




Im Gänsemarsch zum Wasserloch



Die Tiere im Park haben eine hohe Fluchtdistanz. Dieser hier hatte den Anschluss verloren.







Wir fahren Richtung Elandsberg. Dort biegen wir ab zum View Point. 4x4 Only steht auf dem Schild. Schreckt uns nicht, wir sind gerüstet. Mein Offroad Prinz kramt kurz in seinen Hirnwindungen und da es sehr steinig gleich ordentlich bergauf geht legt er sichtlich stolz 4L ein. Er betätigt vorsichtig das Gaspedal und Mr. Norris brummt kraftvoll und tatendurstig auf. Ich dagegen sehe den vor mir liegenden Weg eher mit gemischten Gefühlen. Langsam krabbeln wir über Stock und Stein, durch einige ziemlich fiese Verschränkungen und bedrohlich aussehende Absätze. Der Ford zieht durch und langsam bekomme ich Vertrauen in die Sache. Der Chef hat offensichtlich Spaß. Einige Male muss ich raus aus der Karre, die so hoch ist, dass ich springen muss und wende gelerntes an. Ich weise ein und begutachte den Weg. Die Worte des Fahrtrainers hallen im Geiste nach: du musst das Gelände lesen....




4x4 Strecke zum Viewpoint Elandsberg - sieht auf dem Foto weit weniger dramatisch aus, als es tatsächlich war....

Ich also gebe mir alle Mühe, das Gelände zu lesen, der Chef gibt Gas. Nach 30 Minuten haben wir sage und schreibe 5 km gemeistert und sind am Ziel. Die Aussicht ist fantastisch. Es ist kochend heiß und auch hier oben nerven tausende Fliegen.




Grandiose Ausblicke vom Viewpoint






Runter geht es deutlich flüssiger. Da wir schonmal hier sind, besichtigen wir gleich noch eines der Cottages im Elandsberg Wilderness Camp. Eine schöne schattige Terrasse mit kleinem Splash Pool. Das Wasser glitzert hellblau und verführerisch. Ich wiederstehe der Versuchung, da es womöglich doch unhöflich ist, auf fremden Terrassen in fremden Pools zu baden. Was mir letztlich am Elandsberg Camp nicht gefällt, die Häuser stehen doch ziemlich eng beieinander. Einsamkeitsfeeling ist hier Fehlanzeige. Zudem stört zumindest mich das ziemlich durchgestylte Ambiente. Ich finde in so eine reduzierte und karge Landschaft passt dieser Luxus nicht. Stattdessen besteigen wir unser Auto, das mit laufender AC auch angenehm temperiert ist und fahren über weitere 4x4 Pisten gen Heimat.







Immer wieder erstaunlich ist, was in dieser knochentrockenen Landschaft trotzdem alles wächst.









Komischerweise überkommen mich in Anbetracht dieser endlosen Weiten phasenweise immer wieder mal Beklemmungen. Bei soviel Raum sind die Sinneswahrnehmungen eines Großstädters ganz offenbar überfordert. Meistere ich jeden Samstagnachmittag Großeinkauf spielend, schüchtert mich unendliche Weite ziemlich ein. Das wird sich im Verlauf der Reise aber schnell legen. Alles andere wäre auch nicht hilfreich, denn 80% unserer Reise führt durch solche Gebiete.
Gegen 15:30 sind wir zurück auf dem Gehöft. Einsam und authentisch rustikal aber eben ohne Pool.





Aus einem leeren 5l Wasser Kanister basteln wir uns eine Buschdusche und sind sehr zufrieden und erfrischt. Erstaunliche Erkenntnis des Tages: es ist enorm, wie weit man mit 5l kommt. Zum Abend bleibt der Grill aus und es gibt Nudeln mit Tomatensoße.
Auch heute setzt nach Sonnenuntergang wieder kräftiger thermischer Wind ein. Allerdings sind auch gleich nachdem die Sonne verschwunden ist, alle Fliegen weg. Das ist eine Wohltat,denn die sind hier echt super lästig.
Wir sitzen noch lange auf der Terrasse und lauschen in die Nacht. Die Stille dröhnt uns in den Ohren.
Statt der romantischen Petroleum Leuchten entscheiden wir uns auch heute wieder für die eigens angeschafften Solar Leuchten. Nicht so stimmungsvoll dafür aber keine zusätzliche Heizquelle.

Tageskilometer: 77
Wetter: sonnig 38C
Falls Du glaubst, dass Du zu klein bist um irgendwas zu bewirken, dann versuche mal zu schlafen, wenn eine Mücke im Zimmer ist
Dalai Lama

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Dienstag, 11. Dezember 2018, 13:59

Herrliche Landschaft ... und sogar Tiere!

Der Tankwa bleibt definitiv auf der Liste.

Der Botterbloom Baum ist auf unserer Tour irgendwie unser Lieblingsbaum geworden. Sieht irgendwie putzig aus und erinnert mich auf seine Weise an eine Art Bonsai-Baobab.

LG

Christian

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Kitty191 (11. Dezember 2018, 14:12)

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Dienstag, 11. Dezember 2018, 14:03

4x4 Strecke zum Viewpoint Elandsberg - sieht auf dem Foto weit weniger dramatisch aus, als es tatsächlich war....
Ich finde, das sieht schon auf dem Foto sehr dramatisch aus! Aber immerhin ist der Blick fantastisch! Der Weg hat sich gelohnt.
Die Stille dröhnt uns in den Ohren.
:D

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SilkeMa (12. Dezember 2018, 23:53), Kitty191 (11. Dezember 2018, 14:12)

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Mittwoch, 12. Dezember 2018, 17:39

Tankwa Part II

12.11.18

Um 5:00 schlage ich die Augen auf, draußen dämmert es, in meinem Hirn ebenfalls. Der Rücken spricht ein Machtwort und ich schwinge mich an die Bettkante. Der Siebenschläfer neben mir grunzt. Ich Frage ob er etwas von Belang mitteilen möchte, erhalte aber keine Antwort. Leise öffne ich die Haustür und trete raus in einen wunderbar frischen Morgen. Kein Schweiß schießt aus allen Poren. Die Vögel zwitschern und ich bin mir sicher, auch sie genießen die Kühle des Morgens. Meine beste Reisebegleitung ever steht ebenfalls auf und ist entzückt. Etwa 70 m vor unserem Haus ziehen 3 Red Hartebeest vorbei. Der Chef ist urplötzlich munter und springt in Schlafklamotten und Badeschlappen in unseren Flugzeugträger und stellt den Antilopen nach. Noch lange sehe ich die Staubfahne am Horizont. Ich drehe im Nachthemd eine ausgiebige Runde ums Haus. Herrlich wenn man Kilometerweit keine Nachbarn hat.
Der Cowboy kehrt Heim und berichtet von Oryx, Straußen und Springböcken.
Wir schlunzen im Schatten rum, trinken Kaffee und genießen das Nichtstun. Gegen 8:00 durchzuckt ein Geistesblitz meinen rechten Frontallappen. Das kommt nicht so oft vor, deshalb bestehe ich auf Umsetzung. Meine Idee ist folgende: Reserverad ablassen, solange es nicht ernst ist. Eine Trockenübung quasi. Wie auf so einem feudalen Kreuzfahrt Dampfer, wenn das illustre Publikum sich die Schwimmwesten überziehen muss.
Der freundliche Europcar Mitarbeiter hat uns ja gezeigt wo Jack und Crank zu finden sind. Ich stecke fachgerecht die Stange zusammen, genauso wie es der nett lächelnde Herr auf YouTube gemacht hat, und fädele sie in das dafür vorgesehene Loch ein. Läuft, freue ich mich - ganz einfach. Leider lässt sich die Stange nicht wirklich kurbeln. Na ja vielleicht etwas mehr Krafteinsatz.... nö. Es tut sich nichts. Auch lässt sich der Crank nicht mehr rausziehen. Ich schaue anklagend zum Chef und erkläre mit tot ernster Miene, dass das bei YouTube ganz einfach aussah. Mittlerweile knallt die Sonne ordentlich und mein linker Arm, sowie die linke Gesichtshälfte nehmen innerhalb kürzester Zeit eine tief rote Färbung an. Der Schweiß tropft von der Stirn und gefühlt 1000 Fliegen sirren um mich rum. Der Worldbestof kriecht murrend unters Auto und verkündet: sauber verkantet Fräulein. An dieser Stelle kürze ich ab. Nach langen rumgestochere, gefluche und einen beachtlichen Repertoire an Kraftausdrücken gelingt es mir irgendwann die verdammte Stange aus dem Loch zu ziehen. Erleichtert beginne ich selbige zu verpacken. Doch der Chef insistiert und meint zurecht, dass eben gezeigtes wohl rein gar nicht mit besagter Übung zu tun gehabt hätte. Also alles nochmal von vorn. Nach geschlagenen 1,5 Stunden hatten wir das Rad einmal unten und mit viel getrickse unverkantet wieder oben. Ich hoffe inständig, das wir niemals eine Reifenpanne haben. Ich betone NIEMALS! Wer denkt sich so ein Dreckssystem aus?
Ich gehe erstmal ausgiebig kalt duschen, danach bereite ich das Frühstück. Gegen 11:00 machen wir uns auf zum Gannaga Pass. Vom Watervlei 4x4 Trail rät die SanParks Lady dringen ab. Quiet difficult and to late sind ihre Argumente. Mir ist das Recht, der Buddy von Chuck Norris schmollt. Die Passstraße ist wunderschön und eindrückliche Ausblicke ins Roggeveld Escarpment entzücken das Auge.















































Kurz hinter der Gannaga Lodge plingt mein Handy. Mit Verwunderung und gleichermaßen erfreut nehme ich zur Kenntnis: 3G!
So gibt uns Google Maps in luftiger Höhe gleich noch ein paar Tips zur morgigen Weiterreise. Auf der Straße liegen einige Stacheln vom Stachelschwein. Ich sammle sie auf und denke natürlicher Haarausfall oder Drama? Wieder unten gibt es für Chuck und seinen Freund noch ein paar kurze 4x4 Passagen.
Ein letztes Mal tricksen wir die thermischen Winde aus und feuern den Grill an. Die Koffer sind gepackt, morgen früh um 7:00 geht es weiter in den Mokala NP. Ein langer Ritt. Google faselte etwas von 7:20h.

Tageskilometer: 93
Wetter: sonnig 37C

Fazit Tankwa Karoo:
Ein Park für die Freunde der Einsamkeit und der ariden Landschaftsformen. Sicher kein Park für Südafrika Einsteiger. Wir trafen in 3 Tagen 4 Autos. Einsamkeit die man mögen muss.
Der Tankwa ist ein Park der die Augen beruhigt und den Kopf frei macht. Die Sinne schärft und den kleinen Dingen Raum gibt. Einfachheit ist hier das Rezept zum Wohlbefinden. Es gibt keinen Strom und kein Handy Netz. Warmes Wasser bekommt man indem man den Donkey befeuert. Der Kühlschrank ist Solar betrieben und läuft keine Nacht durch. Ach ja, Bye Bye Klimaanlage oder Ventilator. Schmoren im eigenen Saft, wird hier zur Kunstform erhoben. Licht spenden sehr romantisch Petroleum Lampen. Wer es aber nicht noch wärmer im Haus haben möchte, greift ganz unromantisch auf solarbetriebene LED Campingleuchten zurück.
Wir bewohnten das alte Farmhaus DeZyfer der Familie Augustyn/Liefde. Das Haus wurde um 19 hundert gebaut und bis in die 40iger Jahre war es eine Schaffarm. Liebevoll ist es mit alten Möbeln eingerichtet, von denen sicher noch das ein oder andere Stück ein Original sein dürfte. Etwa 500m vom Haus befindet sich der Friedhof der Familie. Auch das Elandsberg Wilderness Camp schauten wir uns an. Sehr schön sind die kleinen Splash Pools auf den Terrassen. Allerdings stehen die Häuser sehr nah beieinander, sind relativ neu und haben nichts von der individuellen Note der Farmhäuser. Wir finden zum rauen Charme des Tankwa passt ein authentisches Farmhaus besser.
Ich als bekennender Fiesta Fan kann nur sagen, möchte man diesen Park genießen und erkunden, ist ein 4x4 Pickup genau das richtige Gefährt. Selbst im SUV stößt man schnell an seine Grenzen. Kraft, Bodenfreiheit und Untersetzung sind hier das Rezept zum Erfolg.
Extrem nervig waren Millionen von Fliegen, die sich von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang auf einen stürzten. Sehr anhänglich und kaum zu verscheuchen.
Tiere haben wir einige gesehen. Allen voran Springböcke. Aber auch Oryx, Red Hartebeest, Strauße, Klippspringer ,Baboons, Hasen und jede Menge Vögel. Das Erdferkel, was im Tankwa ltd. SanParks eher Tag aktiv ist, blieb uns auch dieses Mal wieder verwehrt. Mein Erdferkel ist untröstlich, die Verwandschaft wieder nicht getroffen zu haben. Für uns war der Abstecher in die Ödnis der Karoo genau richtig. Trotz entgangener Ardvark Sichtung würden wir einen Besuch jederzeit wiederholen. Nichts hilft besser, die gestresste, reizüberflutete Großstadtseele im Stand By Modus zu halten. Selbst der Blick bis zum endlosen Horizont jagte uns nach 3 Tagen keinen Schrecken mehr ein.
Falls Du glaubst, dass Du zu klein bist um irgendwas zu bewirken, dann versuche mal zu schlafen, wenn eine Mücke im Zimmer ist
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Mittwoch, 12. Dezember 2018, 23:39

:danke: liebe Kitty!
Gannaga Pass.... Die Passstraße ist wunderschön und eindrückliche Ausblicke ins Roggeveld Escarpment entzücken das Auge.

Genauso haben wir den Gannaga Pass auch empfunden


Extrem nervig waren Millionen von Fliegen, die sich von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang auf einen stürzten. Sehr anhänglich und kaum zu verscheuchen.

Fliegen hatten wir dort zwar nicht, aber leider auch nur sehr wenig andere Tiere.
Sehr viele unangenehme Fliegen hatten wir mal im Augrabies NP, aber zum Glück hatten wir (wie immer in den letzten Jahren) unser Schutz-Netz aus Australien mitgenommen, dann können sie zumindest nicht in Ohren, Nase, usw kriechen ;)

Jetzt freue ich mich auf eure Mokala-Erlebnisse!

LG. Toetske
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