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Wgo

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41

Sonntag, 7. April 2019, 10:16

Wenn du nicht weiter schreibst, ich finde dich, werde dich am Schreibtisch anketten und..... mit einigen guten südafrikanischen Tropfen foltern :D :wine: .

Welch grausame Vorstellung, angekettet zusehen zu müssen, wie ein anderer die geliebten Südafrikaner schlürft - und man muss tatenlos zusehen ;( .
Unter diesem Druck verspreche ich, zügig weiter zu schreiben ...
:saflag:

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Kitty191

Schnürsenkel

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Sonntag, 7. April 2019, 10:17

Hallo Wolfgang,
schön, etwas aus dem Tankwa Karoo zu lesen und zu sehen. Uns hat es dort im November auch super gefallen. Allerdings waren wir wesentlich fauler als ihr. Denn zum Elandsberg Lookout sind wir mit Chuck Norris hochgefahren und zumindest ich fand es sehr aufregend und habe es viel steiler als von dir beschrieben in Erinnerung. 8o Der fantastische Ausblick bleibt natürlich gleich, auch wenn er von euch ehrlicher erarbeitet war, haben wir ihn nicht minder genossen. Zu unserer Entschuldigung könnte ich vielleicht vorbringen, dass es bei uns nochmal deutlich heißer war. Wir hatten in den drei Tagen im Tankwa immer über 40C. Und unglaublich viele lästige Fliegen.
Springböcke haben wir übrigens einige zwischen den Häusern im Elandsberg Wilderness Camp gesehen. Und ja, die Pools, die nicht abgedeckt waren wurden als Wasserstelle von allerlei Getier gerne angenommen. Wir haben das eine ganze Weile beobachten können.
Jetzt freue ich mich sehr auf Augrabies. Einer der eindrücklichsten und abwechslungsreichsten Parks auf unserer Nordkap Tour.

LG
Kitty
Falls Du glaubst, dass Du zu klein bist um irgendwas zu bewirken, dann versuche mal zu schlafen, wenn eine Mücke im Zimmer ist
Dalai Lama

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Wgo (7. April 2019, 18:32)

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43

Sonntag, 7. April 2019, 18:32

... habe es viel steiler als von dir beschrieben in Erinnerung. 8oDer fantastische Ausblick bleibt natürlich gleich, auch wenn er von euch ehrlicher erarbeitet war, haben wir ihn nicht minder genossen.


Hi Kitty,
200 m Höhe auf km auf ca. 4 km Wegstrecke sind immerhin 5% Steigung :). Aber du hast natürlich Recht: ein paar Abschnitte waren schon steil!
Ich finde, wer die Strecke mit dem 4x4 hochfährt hat sich die Aussicht genauso ehrlich erarbeitet wie wir als Fußgänger, denn das Geläuf auf dem
Weg ist doch recht unwegsam. Ich sagte jedenfalls "hier würde ich mich nicht unbedingt trauen hochzufahren". Daran erinner ich mich noch genau.
LG
Wolfgang

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Kitty191 (7. April 2019, 19:24)

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44

Sonntag, 7. April 2019, 18:55

10.3.19 Augrabies Falls NP

Late night drive mit schönenTiersichtungen

„Asphalt ist eine sehr gute Erfindung“ stellen wir fest, als wir nach den ca. 600 Kilometern Schotterpisten der letzten Tage in Calvinia wieder auf eine glatte, asphaltierte Straße gelangen. Zugegeben: ein großer Teil der gravel roads war in recht ordentlichem Zustand, ein anderer Teil jedoch hat Mensch und Fahrzeug doch einiges abverlangt. Vor allem haben wir die waschbrettartigen Rüttelstrecken „ins Herz geschlossen“.
Nachdem wir früh am Morgen (6:55 Uhr) im Nationalpark aufgebrochen sind und nochmals gut 100 km gravel road hinter uns gebracht haben, machen wir gegen 9:00 Uhr in Calvinia einen ganz kurzen Tank- und Rast-Stopp auf unserer langen Fahrt vom Elandsberg Wilderness Rest Camp zum Augrabies Falls National Park. Hier lassen wir den Luftdruck der Autoreifen wieder hochsetzen, den wir für die Fahrten auf den gravel raoads abgesenkt hatten.

Die nächsten ca. 400 km gehen mehr oder weniger kerzegeradeaus auf einer endlos erscheinenden Straße, die durch fast unbesiedeltes Land geht. Alle 80 bis 140 km kommt eine winzige Ortschaft. Ansonsten erstrecken sich links und rechts der Straße mal komplette Schotter- oder Sandflächen, manchmal gibt es an eine Bauschuttdeponie erinnernde Haufen von schwarzem Stein- und Geröll, manchmal zieren ein paar Büsche und Grasbüschel die Felder neben der Straße. Diese Felder dienen offensichtlich der Schafzucht. Die armen Tiere, die sich hier in sengender Hitze ohne Schatten von den wenigen verdorrten Gräsern ernähren müssen! Was hier als Halbwüste oder was als Wüste zu bezeichnen ist, können wir nicht klären. Egal.









Einen Vorgeschmack auf die Vegetation der Kalahari bekommen wir durch vereinzelt in der kargen Landschaft stehenden Köcherbäume, einer Aloe-Pflanze, die nur in der Northern Cape Region und in Namibia heimisch ist.


Ganz plötzlich verändert sich die Landschaft. Wir sind am Orange River (Oranje Rivier) angekommen. Der Streifen entlang des großen Flusses nennt sich auch „Green Kalahari“. Weinfelder, Baumwollpflanzen und andere landwirtschaftliche Flächen werden hier durch Bewässerung am Leben gehalten. Immer wieder säumen auch Palmen unseren Weg. Ein schönes Beispiel für eine alte Bewässerungsanlage erspähen wir in Keimoes.

Bei Augrabies hat sich der Orange River tief in einen Canyon in den Granit eingegraben. Am Eingang des Canyons stürzt er 56 Meter in einem Wasserfall in die Schlucht hinab. Da es hier in der Region schon seit drei Jahren sehr wenig Niederschläge gab und es in 2019 bisher nur 40 mm (im Februar) geregnet hat, ist der Wasserfall längst nicht so imposant, wie auf Bildern, die wir von ihm gesehen haben. Aber dennoch ist das „Gesamtwerk“ außerordentlich: die Felsformationen, die der Fluss in Jahrtausenden beim Eingraben in den Canyon hinterlassen beeindrucken uns, genauso wie die umgebende Landschaft.



Gleich als wir hier angekommen sind, haben wir für heute ab 19 Uhr einen Nightdrive gebucht, sowie eine Safari zum Sonnenaufgang morgen um 6 Uhr. Wir essen noch geschwind im Restaurant zu Abend und treffen uns dann pünktlich um Sieben als einzige Teilnehmer der heutigen Tour mit „unserem“ Ranger. Nach dem letzten „game drive“ ohne eine einzige Sichtung (in Kagga Kamma), sind unsere Erwartungen hier nicht besonders hoch. Aber ganz schnell stellt sich heraus, dass diese Tour ein voller Erfolg wird. Gleich zu Beginn sehen wir ein Gruppe von spielenden Affen, anschließend einen Eisvogel in einem Abstand von maximal einem Meter (!!!), der geduldig minutenlang fürs Foto posiert.




Kurz darauf erspähen wir Giraffen aus recht kurzer Distanz. Wir sind überglücklich diese großen, anmutigen Tiere erstmals in natura zu erleben. Aber damit nicht genug: wir sahen außerdem einen Steenbok, mehrere Klippspringer, immer wieder Gemsboks, eine Eule, einige Red Hartebiests, ein Stachelschwein, eine Manguste, ein Borstenhörnchen und als wir um 22 Uhr wieder in unserer Unterkunft ankamen zuletzt noch einen Gecko in unserem Badezimmer :D.


Nun aber schnell ins Bett und schlafen, denn morgen klingelt der Wecker um 5:30, damit wir unsere morgendliche Pirschfahrt nicht verschlafen.

PS: die "Spurenauswertung" heute Morgen in Elandsberg ergab, dass in der Nacht tatsächlich Antilopen am Pool waren, um dort zu trinken.

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Wgo

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Sonntag, 7. April 2019, 19:28

11.3.19 Tiere und Landschaft: Augrabies Falls NP

Wie schon gesagt, der Tag beginnt heute früh für uns: 5:30 Uhr aufstehen, schnell in die warmen Klamotten springen (3- Lagen) und kurz vor 6.00 Uhr stehen wir für den Morningdrive bereit. Unser Guide, Thys (ein „Weißer“ in unserem Alter), macht dort weiter, wo wir gestern Abend aufgehört haben, beim Sternenhimmel. Wir sehen den Saturn und Thys erklärt uns, wie man am Südhimmel den Himmelspol bestimmt, also den Punkt, um den alle Sterne kreisen. Außerdem zeigt er uns Jupiter und im Fernglas sieht man sogar Jupitermonde!

Dann steigen wir wieder in den 11- Sitzer-Toyota (wieder eine Exklusiv-Tour nur für uns beide) und machen uns auf den Weg in den 820 km² großen National Park. Um es vorweg zu nehmen: dieser Morningdrive glänzt nicht durch atemberaubende Tiersichtungen, sondern dadurch, dass wir diese wunderbare, teils bizarre, farbige Landschaft beim „Erwachen“ erleben dürfen.


Zunächst aber bedient Wolfgang auf der linken, Thys auf der rechten Seite die Scheinwerfer, um in der Morgendämmerung Tiere aufzuspüren. Aber außer den treuen Oryxantilopen und ein paar Vögeln machen wir keine nennenswerten Sichtungen. Das ist uns nach der erfolgreichen „Jagd“ vom Vorabend aber auch ziemlich egal. Wir lassen uns lieber von der wunderbaren Landschaft verzaubern, denn der stimmungsvolle Sonnenaufgang setzt die vorherrschenden Farben Orange, Gelb, Grün und Schwarz ins beste Licht. Nebenbei halten wir an besonders schönen Aussichtspunkten (Thys hat mittlerweile die Hauptroute verlassen), lassen uns allerlei Wissenswertes über spezielle Pflanzen und die einzigartige Geologie dieser Region erklären und werden auf eine unscheinbare Grabstätte der San und deren Bewandtnis aufmerksam gemacht. Und wir genießen die ABSOLUTE Ruhe!



Als wir wieder auf die Hauptroute stoßen, stellen wir befremdet fest, dass wir bisher kein einziges weiteres Auto gesehen haben. Damit sprechen wir Thys aus der Seele: die meisten Gäste kommen nach Augrabies, schauen sich den mehr oder weniger spektakulären ( - je nach Wasserstand - ) Wasserfall an und fahren dann weiter, bestenfalls mit einer Übernachtung dazwischen. Doch den Park besucht nur ein geringer Prozentsatz, meint Thys. SEHR SCHADE, das finden wir auch, denn allein die Landschaft verschlägt uns den Atem! Ein 2-tägiger Aufenthalt ist das Mindeste, zu was wir raten würden in diesem offensichtlich häufig unterschäzten Nationalpark.




Auf dem Rückweg zum Restcamp sehen wir dann doch noch diverse Tiere, u.a. wieder die scheuen Klippspringer, einen Hammerkopf (Wasservogel) und Borstenhörnchen. Unsere Fahrt hat, wie schon am Vorabend, knapp 3 Stunden gedauert und war damit eine Stunde länger, als geplant. Scheinbar hatte Thys an uns und unserem Wissensdurst genauso viel Gefallen, wie wir an seinem Wissen - wir haben uns blenden verstanden. Entsprechend herzlich fällt unser Abschied aus.


Eigentlich wollten wir den Rest des Tages im Camp faulenzend verbringen, aber wir haben „Blut geleckt“! Nach einem üppigen Frühstück um 9:30 Uhr auf der Terrasse der eigenen Unterkunft (beäugt von diversen kleinen Vögeln in der schatten spendenden Akazie) begeben wir uns also nochmals in den Park, tiefer als bisher, wandern auf den „Moonrock“, einem einzigartigen Monolithen aus grauem Granit, der sich wie ein Walfischbuckel in der Landschaft erhebt, fahren zum „Arrarat-View“ Point und zur „Echo Corner“ und sind (ich wiederhole mich) immer wieder verzaubert von dieser bizarr-schönen, einzigartigen Landschaft, die nach jeder Wegbiegung wieder ein anderes Gesicht zeigt. Die Fahrt zu den verschiedenen Aussichtspunkten in den Canyon ist ein echtes Highlight, das man sich nicht entgehen lassen sollte.





Eigentlich hätten wir gerne noch die Mountain-Zebras gesehen, die wir schon einmal vor 4 Jahren im De Hope National Park kurz zu Gesicht bekamen. Und so folgen wir Thys Empfehlung, noch tiefer als bisher in den Park zu fahren. Wir sehen Kudus, Red Hartebiests … aber leider keine Mountain Zebras (diese unterscheiden sich in Gestalt und Färbung von den „normalen“ Zebras). Doch dann steht da plötzlich ein einzelner Springbock, unbeeindruckt durch unserer Anwesenheit … nach einem kurzen Fotoshooting fahren wir weiter …



... und können es kaum glauben: zur linken ein Giraffenbulle, keine 10 Meter entfernt, zur rechten der „Rest“ der Gruppe, sage und schreibe 9 Giraffen, die wohl lieber im Hintergrund bleiben. Der Bulle lässt sich von mir und meiner Kamera überhaupt nicht aus der Ruhe bringen, so dass ich ein paar wunderbare Aufnahmen aus nächster Nähe machen kann.




Beim Verlassen des Parks sichten wir wieder die possierlichen Äffchen, die wahre Kunststücke für uns vollbringen.

In der Unterkunft angekommen kühlen wir dank Klimaanlage kurz runter (Außentemperatur 34°C), tauchen in den nahe gelegenen Pool, relaxen und machen uns kurz vor 18:00 Uhr auf den Weg zur Rezeption + Restaurant, wo wir wider Erwarten günstig Internetzugang haben, und laden die Berichte und Bilder der vergangenen 3 Tage hoch. Ich erstehe noch schnell im klitzekleinen Supermarkt einen Portwein aus hiesigem Anbau und dann machen wir es uns auf unserer kleinen Terrasse gemütlich bei gegrilltem Lamm, Kartoffeleintopf und leckerem Rotwein …

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Wgo

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Montag, 8. April 2019, 09:33

12.3.19 Upington

Wir sind mittlerweile super in unserem „Roadtrip-Modus“ angekommen. Damit meine ich das Einpacken – Weiterfahren – Ankommen – Auspacken – Genießen – etc. So auch heute, denn es geht weiter auf unserer Tour nach Upington. Das ist eine Stadt mit ca. 70.000 Einwohnern flussaufwärts am Orange River gelegen, in einer Oase in der riesigen Wüste/Halbwüste hier im Nordwesen Südafrikas.




Upington ist für uns Zwischenstation vor dem Besuch des Kgalagadi (Kalahari) Transfrontier NPs. Auf dem etwa 1 ½-stündigen Weg hierher fallen uns die riesigen Weinfelder auf. Allerdings sehen die Reben nicht aus wie solche für Qualitätsweine. Kein Wunder, denn ein sehr großer Teil der hier angebauten Trauben geht in die Produktion von Rosinen. So sehen wir auch die gigantischen Betonplatten, auf denen die Trauben in der Sonne getrocknet werden. Mal sehen, was auf der Rosinenpackung steht, wenn wir zuhause wieder eine kaufen. Vielleicht stammt sie ja von hier. Das wäre keine Überraschung, denn der weltweit zweitgrößte Betrieb für Trockenfrüchte ist hier ansässig.



Kurz vor Upington: von weitem sieht es so aus, als wären hier Außerirdische in der Wüste gelandet. Hell gleißendes Licht am Ende eines hohen Turms mit einer Aura umgeben und so hell, dass man mit bloßen Auge nicht hinschauen kann, obwohl wir im Abstand von etwa 2 km an der Anlage vorbeigefahren. Das könnte durchaus ein Raumschiff sein. Ist es aber nicht. Unsere Vermutung, dass es sich hierbei um ein Sonnenkraftwerk handeln muss, bestätigt sich, als wir am Fuße des Bauwerks zahllose Spiegel ausmachen können, die das Sonnenlicht an der Turmspitze zur Energiegewinnung konzentrieren.





(Diese Luftaufnahme wurde ein paar Tage später auf dem Flug Upington -> Cape Town aufgenommen)



Gegen 11.30 Uhr checken wir im Riverplace Manor ein. Das schmucke, moderne Hotel liegt direkt am Fluss. Der äußerst gepflegte Garten mit einem schönen Pool schließt unmittelbar ans Ufer des Orange River an. Das haben wir sehr gut ausgewählt! Praktisch, dass hier auch ein Abendessen angeboten wird. Wir reservieren also für heute Abend gleich mal einen Tisch.


Nachdem wir hier gut angekommen sind und eingerichtet haben, brechen wir auch schon wieder zu einer Weinprobe auf (hier in Upington werden die Reben vorwiegend für den Weinanbau genutzt). Wir wollen die Weine des Bezalel Wine & Brandy Estate probieren. Die leckere Käseplatte, die wir uns vor dem Tasting einverleiben, bietet eine gute Grundlage für die Verkostung. Probiert haben wir:
Colombard 2017, Desert Rose Sauvignon Blanc, Blanc de Noir Estate Merlot 2018, Blood of Jupiter Sangiovese, Sweet Roé 2018, Zandland Viognier, Cape Tawny. Keiner der Weine konnte uns wirklich überzeugen, außer vielleicht dem Sangiovese. Besonders bemerkenswert – aber nicht besonders gut schmeckend – der sortenreine Viognier. Dafür war das Ambiente in dem lauschigen Gärtchen überragend.




Zurück in unserem Hotel bleibt uns ausreichend Zeit, uns in und an den Pool zu legen. Die Erfrischung tut gut, denn es ist satte 34 Grad warm. Wir kommen bei der Lektüre unserer Bücher ein Stück voran, genießen die wunderbare Umgebung und den Komfort dieses Hotels und das prächtige Wetter.



Ein wenig enttäuscht waren wir darüber, dass die Sunset-Bootsfahrt auf dem Orange River wegen nicht ausreichender Besucherzahl ausfallen muss. So genießen wir schon um 19 Uhr unser Abendessen im Riverplace Manor. Dieses wird in einem stilvoll eingerichteten Raum serviert, die Tische sind schlicht, aber stimmig eingedeckt und dekoriert, wir fühlen uns fast wie in einem Wohnzimmer bei Freunden. Im Hintergrund läuft leise klassische Musik, doch dann stutzen wir. Das Lied klingt fast wie „Oh, Du Fröhliche“. Nach genauerem Hinhören sind wir uns sicher, es IST dieses bekannte Weihnachtslied. Nachdem als nächstes „Ihr Kinderlein kommet“ aus den Lautsprechern säuselt, fragen wir recht amüsiert die Bedienung, ob sie diese Lieder kennt. Als sie verneint, erklären wir ihr den Hintergrund, woraufhin sie schnell andere Musik auflegt. Nach einem ansprechenden Abendessen sitzen wir noch eine geraume Zeit auf unserem Balkon und genießen den wunderbaren Ausblick auf den Fluss und den hauseigenen Sherry :D .

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Montag, 8. April 2019, 10:34

:danke: :danke: :danke: für die außergewöhnlichen Fotos des Sonnenkraftwerks. 8o
.
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gregorcgn

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48

Montag, 8. April 2019, 11:40

Bezalel weine haben uns auch nicht richtig überzeugt, die Umgebung aber fanden wir seht schön. Wir waren auch bei Die Maas und deren Gin und Brandy mit kalahari Trüffel sind fantastisch.

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Wgo (8. April 2019, 11:46)

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Montag, 8. April 2019, 11:46

Bezalel weine haben uns auch nicht richtig überzeugt, die Umgebung aber fanden wir seht schön. Wir waren auch bei Die Maas und deren Gin und Brandy mit kalahari Trüffel sind fantastisch.
Schade, dass wir Die Maas nicht besucht haben. Du meinst den: "Die Mas van Kakamas" (Der Link ist für Gäste ausgeblendet. Um ihn zu sehen, bitte registrieren!) , oder?
Am Tag drauf waren wir bei Orange River Cellars. Bericht folgt ...

gregorcgn

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Montag, 8. April 2019, 12:41

Bezalel weine haben uns auch nicht richtig überzeugt, die Umgebung aber fanden wir seht schön. Wir waren auch bei Die Maas und deren Gin und Brandy mit kalahari Trüffel sind fantastisch.
Schade, dass wir Die Maas nicht besucht haben. Du meinst den: "Die Mas van Kakamas" (Der Link ist für Gäste ausgeblendet. Um ihn zu sehen, bitte registrieren!) , oder?
Am Tag drauf waren wir bei Orange River Cellars. Bericht folgt ...
Ja, den meine ich :D

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Wgo (8. April 2019, 13:45)

Bär

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Montag, 8. April 2019, 14:21

Welchen Mietwagen habt ihr denn eigentlich gebucht bzw. bekommen?
.
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Montag, 8. April 2019, 14:40

Welchen Mietwagen habt ihr denn eigentlich gebucht bzw. bekommen?

Wir haben bei Europcar über den ADAC Deutschland einen Wagen der Klasse PRAD (z.B. Toyota Fortuner) gebucht.
Preis für 18 Tage: 1.000,60 EUR

Vollkasko- und Diebstahlschutz ohne Selbstbehalt (Premium Protection)
ein Zusatzfahrer
Glas- und Reifenschutz inklusive
unbegrenzte Kilometer
Haftpflichtversicherung (TI/MLI)
Einweggebühr inklusive
Bekommen haben wir dann diesen Toyota Fortuner:



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tribal71 (15. Juni 2019, 11:43), Tutu (25. April 2019, 13:58), Floh2808 (10. April 2019, 12:18), gatasa (9. April 2019, 13:28), Bär (8. April 2019, 21:02), RuM (8. April 2019, 18:44), OHV_44 (8. April 2019, 14:49)

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Montag, 8. April 2019, 14:44

Für die Zeit in den Winelands hatten wir dann einen (etwas hässlicheren) Toyota Corolla

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parabuthus (16. April 2019, 08:20), cameleon (11. April 2019, 14:00), gatasa (9. April 2019, 13:28), Bär (8. April 2019, 21:03), OHV_44 (8. April 2019, 14:49)

Beate2

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Montag, 8. April 2019, 16:17

Schade, dass ihr auf Bezalel den Brandy nicht probiert habt. Ein netter Tropfen :thumbup:

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Montag, 8. April 2019, 16:30

Schade, dass ihr auf Bezalel den Brandy nicht probiert habt. Ein netter Tropfen :thumbup:

OK. beim nächsten Mal dann ...
Bin aber weniger der Mann für's Hochprozentige :)

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Montag, 8. April 2019, 20:00

Neben dem leckeren Brandy fand auch der sehr leckere Tawny den Weg mit uns nach Hause...
Dein Bericht gefällt mir übrigens sehr gut. :thumbsup: , erinnert mich sehr an unsere Tour, nur in anderer Reihenfolge.

Grüsse von Gisela

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Dienstag, 9. April 2019, 15:50

13.3.19 Kanu und Wein in Upington

Ausschlafen und dann ein gutes Frühstück, so beginnt unser heutiger Tag. Ich erinnere mich, dass in der Hotelbeschreibung über die Möglichkeit geschrieben stand, ein Kanu zu mieten. Und tatsächlich: am Fluss stehen zwei Kanus für Hotelgäste bereit. Ich frage, ob wir nach dem Frühstück eines nehmen können. No problem!
So brechen wir gleich nach dem Frühstück zu einer zweistündigen Kanufahrt auf dem Orange River auf. Hohes Schilf besäumt den ganz langsam daher fließenden Fluss, der sich immer wieder in Seitenarme aufteilt. Wir paddeln gemütlich vor uns hin und suchen die Ufervegetation nach Vögeln ab. Wir kennen längst nicht alle, aber zumindest weiße und graue Reiher, Ibisse, Nilgänse, Kormorane und der Eisvogel sind uns bekannt. Erst als Felsen und starke Gegenströmung uns das Weiterkommen verwehren, drehen wir um. Diese Outdoor-Aktivität hat uns richtig viel Spaß bereitet.

Eine Dusche – und schon sind wir bereit für eine weitere Weinprobe. Heute haben wir es nicht weit, denn wir besuchen ganz in der Nähe zum Hotel die Probierstube der Orange River Cellars. Das ist ein riesiger Betrieb, der die Weinernte von über 850 Weinbauern der größeren Region aufkauft und daraus ansprechende bis gute Weine ausbaut. Das Tasting bei Orange River Cellars umfasst 6 Weine: Cab Sauv. 2017 (gut), Shirzaz 2016 (gut), Ruby Cabernet 2016 (sehr gut), Lyra Shiraz Reserve 2014 (18 Monate im Barrique, sehr gut), Lyra Vega (Blend aus Petit Verdot, Shiraz, Cabernet Franc, Cabernet Sauvignon und Merlot, 18 Monate auf frz. Eiche – ausgezeichnet!), Hanepoot (Muscat d’Alexandrie, etwas eindimensional, aber nicht schlecht).Vorher, zur Olivenplatte trinken wir ein Glas des Lyra Quasar 2018, ein toller Colombard. Und ich dachte schon, diese Rebsorte sei gar nicht mein Fall :whistling:.




Das Ambiente ist chic, aber längst nicht so idyllisch wie gestern bei „Bezalel“, aber hier gibt es die deutlich besseren Weine. Aufgrund eines Missverständnisses essen wir vor der Verkostung eine Olivenplatte, bestehend aus 8 Schälchen unterschiedlicher Oliven mit unterschiedlichen Kräutern und drei verschiedenen Tapenaden, sowie einigen Crackern. Gar nicht schlecht, finden wir.

Anschließend statten wir der Kalahari-Mall noch einen Besuch ab, um uns mit Lebensmitteln für die nächsten Tage einzudecken, denn im Kgalagadi Transfrontier Park (KTP) werden wir unser Frühstück selbst zubereiten und auch mindestens einmal abends grillen.



Noch einmal zieht es uns dann an den großartigen Pool unseres Hotels. Es ist 38 Grad heiß. Da etwas Wind geht, kann man es im Schatten der hohen Bäume des Hotelgartens prima aushalten. Wir baden, lesen, beobachten eine Vielzahl an Vögeln, die den Rand des „infinity pools“ als Trink- und Badegelegenheit nutzen.





Nach und nach ziehen dunklere Wolken auf. Es war für heute Abend auch ein Gewitter vorhergesagt. Mal sehen, ob sich eines zusammenbraut und ein paar der durchschnittlich 188 mm Regen pro Jahr heute fällt. (Vergleich: im trockenen 2018 waren es bei uns zuhause immerhin noch über 800 mm).

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Wgo

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Dienstag, 9. April 2019, 16:11

14.3.19 Kgalagadi Transfrontier Park

250 Km nordwärts geht es heute. Wir wollen die nächsten drei Tage im Kgalagadi Transfrontier Park (KTP) verbringen. Der KTP ist mit seinen 38.000 km² größer als das eine oder andere Land dieser Erde und auf jeden Fall einer der größten Nationalparks der Welt. Den Park erreichen wir über eine asphaltierte Straße, die uns schon kurz nach Upington durch die wunderschöne Kalahari führt. Wikipedia lehrt uns, dass die Kalahari die weltweit sechstgrößte Wüste ist. Landläufig stellt man sich unter „Wüste“ immer eine Sandwüste vor. Das war die Kalahari bis vor 10 … 20.000 Jahren. Seither sind ihre Sanddünen aber mit dornigen Büschen und harten Grasbüscheln bewachsen. Zwischen den Pflanzen scheint aber immer der orangerote Dünensand durch.



Die Straße durchschneidet die schier unendlich anmutende Reihe von Dünen. Das Farbenschauspiel ist einzigartig: orangeroter Sand, silbrige und olivgrüne Büsche darauf, vereinzelt ein dunkelgrüner Baum, darüber der strahlendblaue Himmel mit ein paar Weißen Wölkchen. Die zweieinhalb Stunden von Upington zum KTP vergehen wie im Flug und wir können uns an der Landschaft kaum sattsehen.



Gleich hinter dem Parkeingang liegt unser erstes Rest Camp „Twee Rivieren“. Mit 31 Wohneinheiten, Tankstelle (an der ich wieder den Reifendruck ablasse), Shop, Restaurant und 24 Stunden Strom ist Twee Rivieren ein großes, gut ausgestattetes Camp.

Unsere Unterkunft ist noch nicht bezugsfertig – es ist ja noch nicht mal 12 Uhr, darum entscheiden wir spontan, den „kleinen“ (100 km) Loop zu fahren, der im Nossob-Tal beginnt, dann die Dünen zwischen den beiden Tälern quert, um dann im Aurob-Tal wieder zurück zu führen. „Tal“ heißt in diesem Zusammenhang „ausgetrocknetes Flusstal, in dem alle 60 bis 100 Jahre einmal Wasser fließt, zuletzt 2000“. Im Nossobtal bewegen wir uns entlang der Grenze zu Botswana. Mal befinden wir uns in Südafrika, mal im Nachbarland Botswana.

Gleich auf dieser Runde treffen wir einige Tiere an, obwohl die Mittagszeit für Tierbeobachtungen denkbar ungünstig ist. So z.B. Strauße mit 6 Küken, eine große Herde von Springbok und Black Wildebiest (Gnus). Weiter geht es mit Oryx, einem Sekretär (ein großer Greifvogel), Pantherschildkröten, einem Adler, einer (noch nicht näher bestimmten) Schlange von ca. 1,5 m Länge, einigen Steenbok, einem Southern Chanting Pale Hawk und Großtrappen. Nach einer kurzen Rast an einem Picknickplatz entdeckten wir auf der Weiterfahrt Borstenhörnchen, einige der vorhin schon gesichteten Antilopen und Erdmännchen und dazu verschiedene weitere Vögel, die wir erst noch identifizieren müssen.





Zurück im Rest Camp beziehen wir unser „Chalet“. Es ist funktional und einfach eingerichtet, stinkt aber bestialisch nach – ich vermute – dem Holzschutzmittel, mit dem die Dachbalken wohl erst vor kurzem gestrichen wurden. Der Gestank erinnert mich an alte Eisenbahnschwellen aus Holz. Es ist kaum auszuhalten!

Jetzt muss es schnell gehen. Es ist schon nach 16 Uhr und um 18 Uhr startet unser Sundowner Drive und wir wollen noch essen. Ich koche auf die Schnelle Spaghetti mit Biltong-Chakalaka – ein echtes Verlegenheitsgericht mit Chakalaka aus der Dose, das aber trotzdem einigermaßen mundet. Beim Essen besuchen uns Mangusten und verschiedene Vögel, die versuchen, etwas zu stibitzen.



Der Sundowner beginnt mit der Sichtung einer riesigen Eule in einem Baum gleich an der Straße. Bald sehen wir die „üblichen Antilopenarten“ und auch Strauße, die in der untergehenden Sonne ein hübsches Bild abgeben. Spannend wird es erstmals, als ein Schwarzdeckenschakal unseren Weg kreuzt. Wir können ihn eingehend beobachten. Dann erhaschen wir einen Blick auf einen Dachs, der aber gleich wieder verschwindet. Der nächste Höhepunkt der Tour ist die Sichtung einer Afrikanischen Wildkatze, die von den Scheinwerfern angestrahlt sehr gut zu sehen ist und lange in unserem Gesichtsfeld bleibt. Ganz verzückt sind wir, als wir eine Ginsterkatze mit drei Jungtieren entdecken und ausgiebig den Tieren beim Klettern im Baum zuschauen können. Die Jungen müssen noch sehr klein sein, denn sie tun sich noch ein wenig schwer mit der Fortbewegung auf den dünnen Ästen. Zum Schluss des game drive kommt uns noch ganz kurz ein Stachelschwein in den Suchscheinwerfer.




Zwar haben wir keine der legendären Großkatzen der Kalahari (Löwe, Leopard, Gepard) zu Gesicht bekommen, dennoch brachte uns die Pirschfahrt – so fanden wir – eine sehr schöne „Ausbeute“.

Bald nachdem wir wieder im Camp sind, machen wir uns bettfertig, denn morgen klingelt schon um 4:45 der Wecker, damit Andrea noch einmal Sterne fotografieren kann und wir uns danach früh zu unserer Fahrt nach Mata Mata aufmachen können.

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Dienstag, 9. April 2019, 18:02

Hallo,
schön, daß Ihr den Pool in Upington genießen konntet. Als wie Ende September dort waren, war gerade der Winter vorbei.
Sehr interessant die Fotos von Eurer Fahrt in die Kalahari, wie sich doch die Vegetation von Ende September bis zu Eurem Aufenthalt verändert hat (fast 1/2 Jahr). Auf alle Fälle eine superschöne Landschaft! :)
Grüsse von Gisela

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Wgo (10. April 2019, 11:26)

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Dienstag, 9. April 2019, 23:24

Zwar haben wir keine der legendären Großkatzen der Kalahari (Löwe, Leopard, Gepard) zu Gesicht bekommen, dennoch brachte uns die Pirschfahrt - so fanden wir - eine sehr schöne "Ausbeute".

Ja, damit wäre ich allemal zufrieden. :thumbup: Großkatzen sieht man auch tagsüber - und da meist besser. Das kommt hoffentlich noch... 8)
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*** Wer nicht klettern kann, sollte sein Geld nicht einem Affen anvertrauen. (aus Afrika) ***

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