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LIRPA 1

Gaukler

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Donnerstag, 4. Juli 2019, 13:32

Von Nkomazi über Malelane nach Skukuza

@ Wilfried und Kalingua: :danke:

Ein wenig spät und ein wenig traurig verließen wir Nkomazi. Wer weiß, wie es sich entwickelt und ob wir es jemals wiedersehen. Ganz vom Tisch ist die Macadamiafarm nicht – wenn auch die Mitarbeiter etwas anderes hoffen. Und wir natürlich auch. Diese schöne Landschaft soll eine Nussfarm werden? Das verdirbt einem doch glatt den Appetit auf Macadamias. :thumbdown:

Gut, dass wir ein neues, altes Ziel vor Augen hatten. Auf freien Straßen durch grüne, ...



...teilweise blühende Landschaften rollten wir ohne Probleme auf unser Ziel zu...



... und erreichten es nach knapp zweistündiger Fahrt um kurz nach 13 Uhr. Wir überquerten den Crocodile und waren endlich im Krüger!



Erfreulich, wie schnell es am Gate ging. Wir stellten unser Auto links vom Gate auf die Parkplätze, enterten direkt die Rezeption, zeigten den Confirmation Letter und waren nach 5 Minuten fertig und rollten zum nahen Camp.
Wie so oft gehörten Impalas zum Willkommenskomitee und wir hatten ein Grinsen im Gesicht.



Am Camp, das ich (Der Link ist für Gäste ausgeblendet. Um ihn zu sehen, bitte registrieren!) beschrieben habe, packten wir nur kurz aus und fuhren zum Großeinkauf mit leerem Fahrzeug zum Malelane Spar. Hier bekamen wir alles Gewünschte, und auch das Fleisch, welches wir eigentlich danach in der Impala Butchery kaufen wollten, erwarben wir hier und wissen im Nachhinein, dass das keine schlechte Idee war. Die verschieden marinierten Hähnchenspieße, tollen Lammkoteletts und das Rinderfilet waren komplett von sehr guter Qualität, wurden für uns luftdicht verpackt und dann von uns zum weiteren Gebrauch im Camp eingefroren. Klappte gut und unsere mitgebrachte Kühltasche im Verbund mit eingefrorenen Wasserflaschen hielt das Fleisch auch bis zu unserer dritten Station im Park, Orpen, gefroren.
Da alles gut klappte, waren wir zur Kaffeezeit zurück im Camp, genossen die Melktart und die nette Umgebung.

Ein kurzer Verdauungsspaziergang brachte uns dann von der Melktart zur Kremetart und der Einsicht, dass der südlichste Baobab wohl nicht an der H1-3 beim Kumana Damm steht, wie es die Krüger Map behauptet, sondern im Malelane Camp.



Den Abenddrive ersetzten wir durch eine Entspannungsphase und so blieb es heute bei 194,4 gefahrenen Kilometern.
Wir waren nun die letzten Tage immer früh aufgestanden und da in der Nacht uns das nahe Löwengebrüll nicht schlafen ließ, fiel der Morning Drive diesmal aus. Statt dessen standen wir spät auf, schlenderten gegen 7.30 Uhr durch das Camp, beobachteten diverse scheue Vögel...



... und bekamen mit, dass die Affen schon wieder die Camper plünderten. Auch unser Frühstück war unter ständiger Beobachtung, auf Grund unserer Aufmerksamkeit aber ohne Verluste.
Dann ging es weiter, Malelane hat uns gefallen und wir werden trotz der Affen wieder kommen. Als kleinen Abstecher fuhren wir die S110 und die S120, beide mit hauptsächlich Vogelsichtungen, wie z.B. diesen Jungspund.



Zurück auf der H3 bremste Ralf plötzlich und sagte: „Kannst Du sie sehen?“ Nee, konnte ich nicht und suchte die Büsche neben der Straße ab. Dort war aber gar nichts zu sehen, die Sichtung befand sich auf der Straße, war eine echt pelzige Schönheit und eine der Topsichtungen unseres gesamten Urlaubes. Seht selbst:



Das nächste Tierchen auf der Straße war nicht weniger schön, gehört aber zu den häufigeren Sichtungen und da wir auch schon so manches Exemplar tot auf der Straße haben liegen sehen, standen wir ein wenig quer, bis sich das Tierchen ins Gras gerettet hatte.



Ein Zwischenstopp war am Afsaal Picknickplatz geplant.

Durch das späte Frühstück, waren wir nicht hungrig und inspizierten nur die Veränderungen. Tindlovu hat alles ein wenig aufgepimpt, ...



... die Preise sehen aber noch okay aus ...



und im hinteren Bereich hatte sich gar nicht viel geändert. Auch die alten Warnschilder auf diverse Tierarten standen noch.
Der Shop war eher nicht besser ausgestattet als vorher, die üblichen Andenken, ein paar Snacks und kühle Getränke – ausreichend.
Die Toiletten waren noch im alten Zustand aber sauber und es gab nichts zu meckern.

Weiter ging es in Richtung Skukuza. An der Kreuzung mit der H1-1 bogen wir kurz in Richtung Pretoriuskop ab. An den dann folgenden Felsen haben wir eigentlich immer Klippspringer gesehen und wollten ihnen unsere Aufwartung machen. Trotz zweimaligem Abfahren (hin und zurück) wurden wir diesmal nicht fündig. Aber immerhin sahen wir diesen Giant Plated Lizard, da hat sich der kleine Umweg doch gelohnt.



Skukuza war dann natürlich viel zu früh nach 72,2 km (dabei blieb es, auf einen Drive verzichteten wir) erreicht und wie immer bekamen wir unseren Schlüssel noch nicht vor zwei Uhr. Immerhin checkten wir ein, was uns um zwei Uhr dann das Anstehen ersparen würde und prüften dann das Camp auf Veränderungen.
Der Shop war wie immer gut gefüllt. Das bezieht sich nicht nur auf die größte Andenkenauswahl im Park, auch die Lebensmittel waren gut sortiert, wenn auch für uns nicht interessant, da wir uns in Malelane eingedeckt hatten.
Unterwegs kamen wir auch an diesem Bauzaun vorbei.



Hier ist die neue Skukuza Safari Lodge entstanden und sieht auch fertig aus. Scheinbar hat die Bauabnahme aber nicht geklappt denn das angebrachte Schild war nicht ganz up to date.



Ehrlich gesagt waren wir nicht wirklich unglücklich darüber. Ganz weit weg liegt die Lodge nicht von den LR2W Bungalows und die Gäste sind dann sicher auch potentielle Besucher des Boardwalks vor den Hütten. Man sollte nach Eröffnung wohl eher auf die LR2E Bungalows zurück greifen. Die liegen ein wenig ab vom Schuss. Aber halt, nein, das ist womöglich auch nicht der Weisheit letzter Schluss, die liegen ja näher an dem neu zu errichtenden (Der Link ist für Gäste ausgeblendet. Um ihn zu sehen, bitte registrieren!) . Angesichts des Verzuges, den die Lodge bei ihrer Eröffnung hat, glaube ich allerdings auch noch nicht, dass dieser Zug pünktlich eröffnet. Die Brücke sah noch aus, wie immer, nur einmal war die Draisine auf einer Kontrollfahrt zu sehen.



Auch das alte Selati Restaurant war noch eingezäunt und genau genommen hat sich scheinbar seit unserem letzten Besuch vor einigen Jahren hier nichts geändert. Auch waren keinerlei Aktivitäten oder Arbeiter an diesem Wochentag zu sehen. Hier soll also in 6,5 Monaten die Rezeption stehen. Da heißt es dann aber 'ran halten und möglichst keine streikenden Arbeiter...





Während unseren Aufenthaltes sah die Brücke noch so aus und das fanden wir auch nicht schlecht.



Nach der Inspektion begann dann unsere Zeit im Camp aber das ist dann etwas für den nächsten Beitrag.

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Freitag, 5. Juli 2019, 11:52

Tja, der Park scheint sich zu verändern...

Die neue Safari Lodge würde ich auch nicht gerne in der Nachbarschaft haben wollen.

Auf der Camp Map ist sie noch nicht eingezeichnet. Wo genau entsteht sie denn, Lilly? Kann man schon abschätzen, wie viele Wohneinheiten die haben wird?

LG

Christian

M@rie

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23

Freitag, 5. Juli 2019, 13:41

ich bin zwar nicht Lilly ;) - sie entsteht bzw steht (Der Link ist für Gäste ausgeblendet. Um ihn zu sehen, bitte registrieren!) und der Komplex ist recht groß ....

btw ... bei meinem Aufenthalt im März hieß es, dass Ende März eröffnet werden sollte :whistling: ;)
lG M@rie

"Schildkröten können dir mehr über den Weg erzählen als Hasen." - chin. Chengyu

,,,^..^,,, erst einmal kein Kruger in Planung *schnüff* ,,,^..^,,,

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LIRPA 1

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Freitag, 5. Juli 2019, 14:41

@ Christian: Nicht drängeln bitte. :P Guckst Du hier: (Der Link ist für Gäste ausgeblendet. Um ihn zu sehen, bitte registrieren!) ;)

LG Lilly

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Freitag, 5. Juli 2019, 15:46

:D Ich hätte es eigentlich wissen müssen. Wie immer danke ich für die vielen kleinen Details :danke:

LIRPA 1

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Montag, 8. Juli 2019, 12:07

Skukuzas Tierwelt

@ Christian: Gerne! Ansonsten freue ich mich natürlich über Nachfragen, zeigt das doch, dass sich der Leser mit meinem RB beschäftigt. Noch besser sind natürlich Fragen wenn ich gerade an der Antwort schreibe. Daher: :danke: dafür!

Vor der Reise gab es eine interne Diskussion: Biyamiti oder Skukuza? Leider waren wir schon lange nicht mehr in dem sehr schönen Bushcamp Biyamiti aber dennoch gewann Skukuza und dafür gibt es nur einen Grund: Lake Panic. Wenn man den Bird Hide möglichst ruhig oder wie wir im optimalen Fall sogar ein wenig alleine erleben möchte, gibt es nur Skukuza als Unterkunftsmöglichkeit. :rolleyes:
Wie bei unserem letzten Aufenthalt in Skukuza machten wir uns also zur gleichen Zeit auf, um rechtzeitig am Gate zu sein. Es gab nur einen kleinen Unterschied. Vor 4 Jahren waren wir 5 Minuten vor Toröffnung als fünftes Fahrzeug am Gate, dieses Mal standen wir im Rückstau von unzähligen Fahrzeugen. Für die, die Skukuza kennen: Wir standen hinter dem Kreisverkehr! :thumbdown:
Da war schon klar, dass auch LP nicht leer sein würde. Tatsächlich kamen wir als sechstes Fahrzeug am Bird Hide an. Natürlich waren auch die besten Plätze schon belegt aber wir fanden noch eine Bank und wurden mit allen anderen erst einmal von der Sonne begrüßt.



Dann zogen die Hippos alle Blicke auf sich. Durch einige rangelfreudige Jungtiere gab es genug zu sehen ...



... bevor die ersten Vögelchen sich bereit machten.

Über allem thronte wieder eine Fisheagle und wenn er flog löste er oft ein wenig Hektik aus. Natürlich nicht bei allen aber besonders Enten waren ein wenig panisch.



Witziger weise leerte sich der Hide fast genauso schnell, wie er sich morgens gefüllt hatte, und nach einer halben Stunde waren nur noch drei Paare inklusive uns vor Ort. Dann kamen immer wieder Nachzügler und es ging eigentlich ziemlich leise zu, wenn nicht kam von irgendeinem Gast sicher ein Schschschscht.









Irgendwann beschlossen auch wir dann auf unsere Mägen zu hören und brachen zum Frühstück auf. Genau im richtigen Moment, wir gingen und drei gut gefüllte Safarifahrzeuge oder besser deren Insassen enterten den Hide. Das war bestimmt ein Spaß für die schon Anwesenden...



Es gibt aber um Skukuza nicht nur den Lake Panic, sondern auch mehrere ergiebige Game Drive Strecken. Als wir nachmittags dann eine Tour nach Osten inklusive der Marula Kehre fuhren, war es zwar nicht gerade leer aber von übergroßem Auto aufkommen kann man auch nicht reden. Mag daran gelegen haben, dass sich die größeren Tiere gut versteckten.



Das ist für uns eher kein Problem, Vögel gibt es immer und es sind auch echt bunte darunter.

Zu den Vögeln, die eigentlich immer aktiv sind und sehr nett zu beobachten, zählen ja die Perlhühner, die wir hier bei der gemeinsamen Gefiederpflege erwischten.



Auch diverse Kingfisher kann man schön auf Brücken bei der Jagd beobachten. Teilweise sind die sehr an Autos gewöhnt.



Und dann kamen auch noch diese eingesperrten Tiere an uns vorbei. Genau genommen sind es tierische Helden, denn es handelte sich um Hunde der Anti Wilderer Einheit. Und auch der Fahrer der Tiere war ein vorbildlicher Mitarbeiter der Nationalparks. Die Perlhühner wurden nicht verjagt sondern es wurde gewartet, bis alle Tiere vorbei waren. :thumbsup:



Insgesamt fuhren wir an unserem ganzen Tag in Skukuza nur 52,3 km. Morgens Lake Panic, abends langsames Tiere suchen, da kommt nicht viel zusammen. Wer jetzt denkt, dann haben wir aber nicht viel gesehen, der täuscht sich. Schon wenn man nur auf der eigenen Terrasse sitzt, kommt man auf Grund diverser Beobachtungen kaum zum Lesen. Ein wenig erstaunt waren wir darüber, wie oft wir diese Vögel sahen.
Die Überfluggenehmigung scheint ein wenig aufgeweicht zu sein.
Auch diese Tier machten uns nicht nur glücklich. Nicht so beherrschend wie in Malelane aber beobachtet kam man sich schon vor. Einer der Affen schien wohl des öfteren gefüttert worden zu sein und kam, obwohl nichts zu essen in der Nähe war, ganz nah und berührte mich ganz vorsichtig mit der Pfote am Fuß. Nicht bedrohlich aber auch nicht wirklich beruhigend.



Ansonsten gab es natürlich unterschiedlich große Insekten, ...

... Gottesanbeterinnen und Springspinnen, ...

... sowie diese Frottee liebende Libelle, die es sich auf den Handtüchern der nächsten Gäste an unserem Abreisemorgen gemütlich gemacht hat.



Wenn wir den Blick von der Terrasse lösten, gab es in den umliegenden Bäumen natürlich auch einiges.
Diese Exemplar saß direkt über uns, …

… der hier kletterte im Nachbarbaum herum.

Als wäre das nicht schon genug an Sichtungen, konnte man ja auch immer noch zum Fluss hinunter sehen. Elefanten sah man dann immer wieder, sie kamen sogar direkt bis an den Weg, der vor den Hütten verläuft und waren teilweise zum Greifen nah und auch näher, als wir sie im Auto sitzend erleben. Dabei waren sie absolut entspannt und friedlich. Genial! :)



Wenn man sich dann sowieso schon zum Weg begeben hatte, konnte man ja auch weiter durch das Camp laufen. Mehr als 2 - 3 Meter hinter sich zu bringen, ohne Tiersichtungen zu haben, war kaum möglich.

Flatterhaft,

bunt oder tarnfarben,

mit Kill

oder aufmerksam.

Wir hatten wirklich unsere Freude. Es war ja nicht nur die schiere Anzahl an Tieren, es waren auch die vielen unterschiedlichen Arten, Farben und Formen, die begeisterten.







Bei all den Sichtungen hebt sich diese noch einmal ab. Direkt am Weg, dennoch gut getarnt, nur leider etwas scheu.



Wie man sieht, es war wieder eine tolle, sichtungsreiche Zeit in Skukuza. Dennoch ging es nach zwei Nächten weiter. Auch andere Camps bieten womöglich Sichtungen innerhalb der Zäune. Das ist aber eher etwas für einen neuen Beitrag.

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Mittwoch, 10. Juli 2019, 21:31

Auf dem Weg nach Orpen und Diebe dort

Weiter geht es für uns nach Orpen und wieder stehen wir vor einer schwierigen Entscheidung: S36 oder H1-3? Generell fahren wir auf Game Drives lieber die kleineren Gravel Roads aber bei einer Strecke über 100 km nehmen wir normalerweise die Asphaltstraßen. Asphalt würde ca. 30km mehr bedeuten, dafür wäre es rüttelfreier und wir könnten Tshokwane besuchen, den Picknickplatz, mit dem uns seit unserer ersten Krüger Reise eine besondere Beziehung verbindet. :help:
Langes Denken, kurzer Sinn, letztendlich entscheidet Ralfs Bauch für die S36. Im Nachhinein eine gute Entscheidung. Die Piste war im guten Zustand, es waren nur wenige andere Fahrzeuge unterwegs und gute Sichtungen hatten wir auch. :thumbup:

Nach einem ausgiebigen Frühstück mit tollem Blick auf den Sabie verlassen wir um kurz nach acht Uhr Skukuza. Erst einmal geht es etwas schleppend voran, schließlich müssen wir auf jeder Brücke Vögel und Reptilien begutachten.



Später gibt es vereinzelt Roadblocks und dieser kleine Kerl macht erst einmal die Welle bevor er dann hinter seinem Freund hertrottet und und freundlicherweise seine gut durchbluteten Ohren präsentiert.





Immer wieder sehen wir die üblichen Verdächtigen, die auch durchaus freundlich posen oder versonnen in die Ferne schauen.



Dann erreichen wir des (Der Link ist für Gäste ausgeblendet. Um ihn zu sehen, bitte registrieren!) : Nhlanguleni!



Ein netter kleiner Picknickplatz, mit einem nahe liegenden, gut besuchtem Wasserloch und einer reichlichen Vogelwelt. Und dabei waren tatsächlich nicht nur der von Südafrikanern gefütterte GoAway, sondern erfreulicherweise eine Erstsichtung für uns, der Papagei in der Mitte und eine Seltensichtung, der Grautoko ganz links. Das war Klasse!



Klar, es gab noch mehr zu sehen aber ab so 100km Tagesleistung werden wir müde und wir waren gar nicht unfroh, als wir nach 126 km unser Tagesziel Orpen erreichten. Wir wurden sehr freundlich an der Rezeption empfangen, etwas ungewohnt war die Frage, für welches Camp wir reserviert haben. Eigentlich kein Wunder, bedient die Rezeption doch mit Maroela, Tamboti und Orpen gleich 3 Camps. Nun, diese Mal hatten wir für Orpen reserviert und wie in kleinen Camps durchaus nicht unüblich, konnten wir auch schon deutlich vor 14 Uhr unsere Hütte beziehen. Und damit wir uns direkt wohl fühlen, war auch schon eine Giraffe am Wasserloch.



Wie auch in Skukuza beschränkten wir uns sehr bei Game Drives, 48,1 km waren es an unserem ganzen Tag in der Orpen Region und wir waren durchaus zufrieden mit unseren Sichtungen. Adler nah und fern, ...



... sehr häufig im gesamten Urlaub: Steinböckchen, immer ein wenig neugierig und immer ein wenig versteckt und genauso immer sehr hübsch anzusehen.



Ein Geier, der von einem toten Baum sich Äste für seinen Nestbau pflückte war ein echter Zeitfresser. Er war dabei sehr wählerisch, brach, warf weg, brach neu, warf weg und erst als er zufrieden war, flog er mit seiner Astwahl davon. Klasse Sichtung, hat uns gefesselt.



Apropos fesseln, das hätte dieser Kudubulle wohl auch ganz gerne getan, so ganz willig war sie (noch) nicht. :blush:



Aber auch in Orpen waren wir von den Sichtungsmöglichkeiten im Camp angetan. Am Wasserloch tat sich immer etwas ...



... und man konnte auch ohne Maschendraht fotografieren.



Beim obligaten Spaziergang durch das Camp, der natürlich ein wenig schneller erledigt war, als in Skukuza, fand sich auch die Muße Blümchen zu fotografieren.

Wie in der Hüttenbeschreibung (Der Link ist für Gäste ausgeblendet. Um ihn zu sehen, bitte registrieren!) schon erwähnt, zeigte sich der Vorteil unserer Hütte erst später. Unsere Aussicht mit dem Vogelbad in der Mitte war sehr erfreulich, ...



... dabei sahen wir auch diese Kombo, die aussah, als ob eine Mutter ihre Kiddies badet. In Wirklichkeit war der Graue ein wenig indigniert ob der Aufführungen der Drosslinge.



Wenn es am Bad einmal ruhig war, war da immer noch ein Buschböckchen, dass ein wenig aufgescheucht seine Muskeln trainierte ...



... oder auch balzende Starlings.

So weit alles sehr erfreulich. Nun zu den unerfreulichen Begebenheiten. Ich saß mit Deon Meyer auf unserer Terrasse, hatte 20 Zentimeter von mir entfernt meine Lieblingsrusks von Millys auf dem Tisch und genoss das Leben als plötzlich jemand auf den Tisch sprang, die Rusks griff und entfloh. Bis dahin hatten wir Baboons im Camp noch gar nicht gesehen und das ein Angriff quasi im geschützten Bereich der Hütte vorkam, war schon echt unerfreulich. Ralf, der immer alle Lebensmittel direkt wegräumt und da auch sehr pedantisch ist, gab mir natürlich die Schuld (er lag ja auch auf dem Bett und schlief).
Keine 15 Sekunden nach dem dreisten Diebstahl erschien dann auch dieser Herr, der mit Plastikgeschossen versucht der Plage her zu werden. Nicht immer erfolgreich trotz der martialischen Ausrüstung. Wenig später saß der Verbrecher als könnte er kein Wässerchen trüben im Gras und tat so als würde man nie etwas anderes fressen als Gras...



Und damit zu anderen ähnlich gestrickten Tierchen, die komischer Weise dennoch eher positive Gefühle bei uns wecken. ?( Schon um 18.30 Uhr, direkt als wir unser Braai beendet hatten, startete dieses Paar seinen Kontrollgang hinter den Müllcontainern.

:whistling:

Diese Container sind sicherer als die Eimer an den Hütten, werden aber von den meisten Gästen kaum genutzt. Womöglich weil sowohl Affen aus auch Dachse auch aus diesen Behälter ab und zu etwas erbeuten, wahrscheinlich aber eher weil man zu diesen ein paar Meter laufen muss.
Nun, wir nutzten die Container für unseren Müll und den Mülleimer an unserer Hütte nur als Alarmanlage. Funktionierte prächtig. Die gefallenen Dosen über dem leeren Eimer weckten uns und wir konnten die Kerlchen beim Nachbarn erfolgreicher agieren sehen.



Soweit zu Orpen, demnächst geht es dann mit Letaba weiter.

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Montag, 15. Juli 2019, 11:48

Zwischenspurt nach Letaba

Orpen war wieder nett, die Badger gerne gesehen, wenn uns auch eine weniger Müll basierte Sichtung sicher lieber wäre.
118,3 km werden wir heute fahren. Da es eine Transfer Etappe war, wurde Asphalt als Untergrund gewählt. Dadurch war Satara als Stopp quasi gesetzt, was sich mit unserer besten Tiersichtung während der Reise als echter Glücksfall erwies. Entspannt ging es los und die erste schöne Sichtung ließ auch nicht lange auf sich warten. Da war allerdings viel Glück dabei, denn viel zu sehen ist auf Anhieb nicht:



Da der Kerl sich aber in Moment des Vorbeifahrens bewegte, wurde er wahrgenommen und nach zurück setzen und konzentrierter Suche mit dem Fernglas auch entdeckt. Ein sehr scheuer Vertreter seiner Art und er verzog sich dann auch schnell. Immerhin eine Sichtung ohne Verkehrsauflauf.



Weiter ging es mit dieser Sichtung. Schon merkwürdig, haben wir bei unseren vorigen Krüger Besuchen Baumhopfe kaum gesehen, flogen sie uns diesmal ständig vor die Linse und waren zudem noch erfolgreich bei der Jagd zu beobachten. Gut, dass wir keine Eile hatten, wir konnten eine Gruppe von etwa 8 Hopfen längere Zeit schön beobachten.





Noch sehr zufrieden mit der Sichtung erreichten wir Satara. Ein kurzer Blick in den Shop, ein wenig Beine vertreten und dann sollte es wieder los gehen. Während Lilly noch einmal das WC aufsuchte, kontrollierte Ralf, ob die Eulen, die im Baum an den WCs gewohnt haben, noch vor Ort sind. Entdeckt hat er sie nicht aber an der nahe gelegenen Mauer nahm er eine Bewegung war und war erstaunt, war er da entdeckte. Batman war wohl aus seinem Schlafzimmer gefallen oder hat sich sonst wie verflogen, jedenfalls krabbelte er ziemlich frustriert die Mauer hoch und versuchte vergeblich sich dort irgendwo kopfunter aufzuhängen.



Da er mitten in der Sonne brutzelte und dann auch herunter fiel, nahmen wir ihn mit einem Leinentuch vorsichtig auf und setzten ihn auf den nahe gelegenen Baum. Selbst wenn er den Baum nicht als Schlafplatz nutzen will, kann er von oben starten und sich fliegend etwas suchen. Vom Boden oder unten an der Mauer können Fledis das nicht. Schön zu sehen, wie viel sicherer er sich auf dem Material fühlte, und schnell an Höhe gewann. Letztendlich war er nicht mehr zu sehen und hat einen guten Hängeplatz wohl gefunden.



Erstaunlich, diese Sichtung hatten wir quasi exklusiv. Obwohl wir fotografierend dort standen, interessierte sich eigentlich niemand für den kleinen Kerl. Für uns der Höhepunkt unserer Tiersichtungen auf dieser Reise, für fast alle Anderen noch nicht einmal einen zweiten Blick wert. Da wir alle Fledertiere ja sehr mögen und man sonst nicht in die Lage kommt, sie so gut zu sehen, waren wir natürlich sehr glücklich über diese ungewöhnliche Sichtung.
Beschwingt verließen wir Satara, entdeckten mal wieder ein Steinböckchen und waren verwundert, dass es nicht nur kurz stehen blieb, sondern den Busch inspizierte, um sich dort zur Rast nieder zu lassen.



Ein paar recht groß noch Muttermilch aufnehmende Zebras später, …



… kamen wir an dieses ehemalige Wasserloch und nahmen uns die Zeit die dort errichtete Tafel mit den Erklärungen zur Abschaffung von diversen Wasserlöchern im Park zu lesen.



Wer sich dafür genauer interessiert, wann welches Wasserloch außer Betrieb genommen wird, dem sei diese Seite (Der Link ist für Gäste ausgeblendet. Um ihn zu sehen, bitte registrieren!) ans Herz gelegt.

Dann ein Roadblock, den wir gar nicht schätzen. Mit viel Glück kamen wir noch vorbei und um nicht zu riskieren, dass wir in dem entstehenden Chaos gefangen werden, fuhren wir flott weiter. Grund war ein Leopard mit Beute in einem Baum. Kaum zu erkennen und daher auch ohne Fotos unsererseits.



Wenig später erreichten wir den Olifants. Auf der H1-4 gibt es ja kurz vor der S91 eine Brücke mit Ausstiegsmöglichkeit. Diese nutzten wir gerne. Wie schon im Forum diskutiert, erschien uns der Wasserstand nicht übermäßig hoch.





Tiere waren am Fluss natürlich einige zu sehen, dieser Dreifach Elefant hat es uns durchaus angetan...



... aber auch die üblichen Verdächtigen waren sehenswert.



Kurz vor 13 Uhr kamen wir dann in Letaba an. Wie in großen Camps leider üblich, bekamen wir weder unseren Schlüssel noch wollte die Dame an der Rezeption uns unsere Hüttennummer nennen. Nun ja, die kannten wir allerdings und zumindest als wir nach fragten, ob es bei Nr. 60 geblieben wäre, bestätigte sie uns das. Also fuhren wir zur Hütte, die ich (Der Link ist für Gäste ausgeblendet. Um ihn zu sehen, bitte registrieren!) beschrieben habe, packten unsere Lebensmittel in den Kühlschrank (dafür ist ja zum Glück kein Schlüssel notwendig und zogen für ein paar Sichtungen durch das Camp.



Interessant war dieser Barbet, der scheinbar die Pylone sehr mochte, sie genau inspizierte, hinein marschierte und mit dem Schnabel auf Festigkeit prüfte. Scheinbar war letztendlich alles in Ordnung. ;)



Um 14 Uhr konnten wir dann auch unsere Hütte von Innen in Augenschein nehmen und kurz darauf wurden wir dann beim Käffchen von unseren residenten Nachbarn in Selbigen genommen.



Das soll es dann für heute gewesen sein, am Nachmittag unternahmen wir nichts mehr und über unsere Drives berichte ich dann im nächsten Beitrag.


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Montag, 22. Juli 2019, 14:40

Letaba und Ausfahrten von dort

Drei Nächte verbrachten wir in Letaba. Das hatte mehrere Gründe. Erstens mögen wir das Camp mit seinen vielfältigen Möglichkeiten, tollen Ausblicken und sehr guten Game Drive Gebieten, zweitens sollte von dort dort zweite Einkauf getätigt werden und drittens war unser Wunschcamp Sirheni zu diesen Daten leider ausgebucht.
Zweitens entfiel aus Unlust die Strecke nach Phalaborwa und zurück zu fahren. Über 100 Kilometer als Einkaufsfahrt erschien uns nach Besichtigung des Shops überflüssig. Die Shops im Park haben seit unserem ersten Besuch und auch seit unserem letzten Besuch des Krüger deutlich mehr Lebensmittel in ordentlicher Qualität zu bieten. Auch haben wir dieses Mal keine abgelaufenen Produkte gefunden, das war schon sehr erfreulich. Die Preise liegen auch nicht mehr so viel höher als außerhalb des Parks und wir fanden tatsächlich genügend um unsere Vorräte aufzustocken. Geradezu köstlich waren die Venison Patties, die Ralf mit ein wenig Gemüse, Knoblauch, Senf und Bier zu einer köstlichen Nudelsoße verarbeitete.



Durch die fehlende Einkaufsfahrt hatten wir Zeit für normale Game Drives gewonnen. Nette Strecken gibt es um Letaba reichlich. Sobald man die nähere Umgebung des Letaba (Fluss) verlässt, fährt man oft durch Mopane Busch-/Baumland, im Herbst durchaus rotbraun angehaucht.



Neben Vögeln, die man immer entdecken kann, …



… waren bei Fahrten in diesem Gebiet Hyänen quasi omnipräsent. Teilweise auf einer Mission, mit etwa 20 km/h neben dem Auto herlaufend, …



... teilweise an ihrem Bau im Entspannungsmodus.

Am Letaba war es deutlich grüner, wie dieser Baum, der unten herum von Blattfresser eine glatte Reichweitenkante verpasst bekommen hat, schön sehen kann.



Auch hier gabt es natürlich unterschiedliche Vögel und sehr viele Elefanten(-bullen).



Ein Highlight sind dabei immer wieder die Brücken. Auf diesen lässt sich immer sehr viel beobachten und Stopps sind für uns obligatorisch.



Wie man an dieser Echse gut erkennen kann, sind die Tiere an/auf den Brücken sehr an Fahrzeuge gewöhnt und lassen sich geduldig ablichten.



Einer unserer Morgendrives führte uns auch nach Olifants (Camp), nachdem wir am gleichnamigen Fluss Hippos beim Sonnenbad beobachtet haben, ...



... erreichten wir das Camp und marschierten direkt zur uns bekannten Aussichtsplattform links vom Restaurant. Wie schon während der Reise kurz gemeldet, ist die Plattform teilweise eingestürzt und z.Zt. gesperrt.



Also bleibt die Restaurantterasse oder der darunter verlaufende Weg.



Diese Aussicht hat man nach links,...

...rechts ...

... und gezoomt.

Gegessen haben wir nichts im Tindlovu Restaurant aber kurz mit dem Kellner gesmalltalkt als wir nach den Fledis Ausschau hielten, die unter den Vordach des Restaurants zu hören und zu riechen waren. Entdecken konnten wir sie leider nicht.
Wer hofft, dass die Plattform bald wieder benutzbar ist, dem sei gezeigt, wie weit man mit der Renovierung der im August 2017 abgebrannten Hütte ist... :whistling:



Die Hüttenruine ist leider auch im erweiterten Sichtfeld mancher der eigentlich so netten Viewunterkünfte des Camps, nicht wirklich ein erfreulicher Anblick.



Allen, denen der Anblick vom Camp aus nicht reicht, dem sei der Trip zum Aussichtspunkt der sowieso zu empfehlenden S44 als Ergänzung empfohlen (Sorry nur Handyfotos).



Das sich auch Asphaltstraßen eignen um schöne Sichtungen zu haben, zeigt das letzte Drivefoto. Man muss halt immer die Augen offen und die Kamera bereit haben, manchmal sind die Sichtungen doch sehr versteckt und flüchtig. Aber diese selbst entdeckten und ohne Massenauflauf an Fahrzeugen statt findenden Kurzsichtungen erfreuen uns schon sehr.



Obligatorisch waren in diesem Urlaub Spaziergänge durch die jeweiligen Camps. In Letaba ist das durch die Größe und Ausdehnung des Camps, sowie durch die im Camp lebenden Tiere immer wieder toll. Folgendes ist uns dieses Mal aufgefallen:

Impala Lily ist ein treuer Winterblüher, ...

... an den Zeltunterkünften war die Buschbockdichte sehr hoch und scheu waren die Mädels nicht wirklich, ...





... Hyänen zeigen sich auch am Camp ...

... und der Pool ist, wenn auch kalt, inzwischen mit schönen Liegen ausgestattet.



Auf den Spaziergängen durch das Letaba Camp darf bei keinem Aufenthalt ein Besuch der Elefantenhalle fehlen. Die beeindruckenden Stoßzähne und die Bilder der Tusker sind nie langweilig und wenn man viel Zeit hat, kann man auch die etwas versteckteren Infos aufsaugen. :thumbup:





Was wir aber am meisten während unserer Zeit genossen haben, war unsere Hütte, die ich (Der Link ist für Gäste ausgeblendet. Um ihn zu sehen, bitte registrieren!) beschrieben habe. Klar ist sie klein, lange nicht renoviert und mit deutlichen Gebrauchsspuren aber das macht sie mehr als wett durch die tolle Aussicht auf die Park ähnliche Anlage, den Fluss und die neugierige Tierwelt.





Unsere beobachteten Beobachter habe ich ja schon erwähnt und kann doch die Doppelung nicht weglassen, aber auch in der Dunkelheit war Einiges los. Möglicherweise ist eine Begebenheit aber nicht Jedermanns Sache. Während ich auf Insektenjagd war, nutzte das Mäuschen mich doch tatsächlich um mit zwei Sprüngen vom Baum auf den Boden zu kommen. Ralf war äußerst belustigt und ich gedankenschnell genug das Tierchen noch auf der Flucht zu erwischen.



Enden möchte ich die Letaba Schwärmerei mit einem alten Bekannten, der leider äußerst scheu war und keine guten Fotos ermöglichen wollte. Böses Bushbaby! :rolleyes:



Mit der Fahrt nach Pafuri geht es dann demnächst weiter.

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Freitag, 26. Juli 2019, 13:40

Von Letaba bis Shingwedzi

Nachdem wir am ersten Tag in Letaba 97,2 und am zweiten vollen Tag 111 Kilometer gefahren waren, war auch die Fahrt zum Zwischenstopp Shingwedzi mit 113,5 Kilometern nicht wesentlich länger. Das hieß in Ruhe frühstücken, packen und um kurz vor 9 Uhr den Schlüssel in die Box werfen. Wir befinden uns ja auf der Strecke von Letaba nach Shingwedzi im angeblich so tierarmen Norden des Parks, dennoch wurde es die beste Einzelfahrt während unserer Reise und fing auch direkt sehr gut an.
Wenn man im Sommer im Krüger unterwegs ist, kommt man ja öfter mal an Stellen vorbei, wo die komplette Straße voller Crickets ist. Wir halten da immer gerne und beobachten sie. Leider ist der Winter nicht die richtige Zeit dafür und so blieb dieses Einzelexemplar unsere einzige Sichtung auf dieser Reise.



Kurz darauf dann etwas, was wir gar nicht gerne sehen: Ein KFZ-Roadblock.



Diesem Stau konnten wir leider nicht ausweichen. Obwohl es insgesamt nur 10 Fahrzeuge waren, war die Straße komplett dicht. Das ist zwar eigentlich verboten, so wie die drei Fahrzeuge im Gegenverkehr stehen, darf man laut Krüger Regeln nicht parken, wurde aber durch die Sichtung verständlich. Keiner hätte hier vorbei fahren können, ohne die Sichtung für alle zu zerstören.
Die beiden Geparden, die am rechten Straßenrand lagen kennt der geneigte Leser schon aus dem Eröffnungsposting dieses RB,...



... zusätzlich gab es noch diese beiden am linken Rand.



Wir stellten uns also dazu und sahen den vieren so lange zu, bis ein Gepard den Befehl zum Aufbruch gab. Alle vier marschierten nach links ab und waren im hohen Gras nur noch kurz zu sehen. Das Stauchen löste sich auch sehr schnell, so etwas kann bei den großen Blocks im Süden deutlich länger dauern.



Nun folgten immer wieder die üblichen Verdächtigen, bis wir kurz vor Mopani an einem Fluss die beiden Sattelstörche sahen. Die sind schon eine echte Augenweide und wurden von uns während ihrer Morgentoilette längere Zeit beobachtet.



Kurz vor Mopani kamen wir dann am Mooiplaas Picknickplatz vorbei. Die Sperrung hatte ich ja schon live gepostet, hier das Bild dazu. Einmal mehr ein Hinweis dafür, dass man Fahrten nicht zu knapp planen sollte und insbesondere eventuelle WC-Pausen nicht zu spät legen sollte.
Im Fall Mooiplaas ist das Problem ja nur marginal, Mopani liegt in der Nähe und das fuhren wir ja auch an.



Einige Tage vor unserer Ankunft war ja eine der Besucherplattformen im Camp eingestürzt, sonderlich spektakulär sehen die Reste nicht aus, dennoch hat es beim Absturz schwer Verletzte gegeben und wir stehen ein wenig beklommen davor. Auch der Weg zur erhaltenen großen Plattform links vom Restaurant wird von einem mulmigen Gefühl begleitet. ;(



Das Restaurant nutzen wir nicht, dem Parkshop statten wir aber für ein Eis einen kurzen Besuch ab. Ich habe ja schon geschrieben, dass die Shops gut sortiert sind und das uns auch die Preise angemessen erscheinen. Da das scheinbar nicht jeder so sieht, erklären die Shops ihre Sicht mit diesem witzigen Plakat. :thumbup:



Dann geht es weiter, in einem Busch entdecken wir dieses erfreuliche Ärgernis. Die riesigen Schwärme, die wir im Norden gesehen haben, sind ein ständiger Quell der Freude für uns. Wir standen oft und haben die Flugkünste staunend beobachtet. Blöd ist nur, dass unser fotografisches Können nicht dafür geeignet ist die Tiere im Flug ab zu bilden und wenn sie kurz in einem Strauch sitzen, wird es auch nicht leichter.



Kurz darauf die nächste Einzelsichtung. Im Sommer eine Sichtung, die man sekündlich macht, im Winter war dieser Dung Beetle trotz reichlich vorhandenen Materials leider unsere einzige Beobachtung dieser Art. Seinem Eifer und unserer Unterhaltung tat das keinen Abbruch.



Dann der nächste Stopp. Ich sehe erst einmal nicht, warum Ralf zurück setzt, dabei lümmelt sie sich auf meiner Seite. Wenn man weiß, wo sie liegt ist der Bauch so leuchtend, dass man sich fragt, wie man den übersehen konnte.





Nun, nicht nur ich, auch die Fahrer der beiden Fahrzeuge, die es eiliger als wir hatten und uns kurz vorher überholt haben, waren wohl uninteressiert. Lange blieben auch wir nicht und als ein Fahrzeug hinter uns hielt, zeigten wir die Löwin und rollten weiter. Erst einmal ganz langsam, wir bezweifelten, dass sie alleine war und tatsächlich hinter einem Busch lag dann auch er. Schwer zu sehen und dann auch noch unwillig ob der Fotos. Beide Hände vor das Gesicht, das kenne ich auch von Ralf, der mag Fotos von sich auch nicht.



Vier Stunden nach unserem Aufbruch in Letaba erreichten wir Shingwedzi. Das Camp ist ja nicht gerade unser Lieblingscamp. Die Hütten sind zwar gut, unsere habe ich (Der Link ist für Gäste ausgeblendet. Um ihn zu sehen, bitte registrieren!) beschrieben aber die Anordnung im Camp gefällt uns nicht. Wir gucken lieber in den Park und haben Viewunterkünfte, das ist unser Luxus. Lieber eine kleine Hütte mit guter Aussicht, als ein Palast mit Blick auf den Nachbarn. Und gerade in Shingwedzi wären die Bedingungen für solche Hütten optimal. So bietet der Shingwedzi auf den 2 Kilometern von der H1-6 zum Camp großartige Tiersichtungsmöglichkeiten. Hier wird man eigentlich nie enttäuscht und man kann seine Drives von dem Camp quasi auf diese Strecke beschränken.







Auch durch Shingwedzi sind wir marschiert, leider nicht so ergiebig, wie in Letaba oder Skukuza aber das war nicht wirklich erstaunlich. Fazit: Als Zwischenstopp immer, für mehrere Nächte nimmer.



Soviel von der ersten Etappe zum Pafuri Camp. Weiter geht es dann hoffentlich bald.

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Donnerstag, 1. August 2019, 14:41

Pafuri, die Lodge

Shingwedzi verlassen wir gegen 8.30 Uhr. 102,2 Kilometer werden es heute werden, so sollten wir es schaffen etwa um 13 Uhr am Pafuri Camp zu sein. Wir fahren fast ausschließlich die H1-7 und die H1-8. Nur für die S56 verlassen wir die Asphaltstraße kurz. Die Sichtungen halten sich im normalen Rahmen, unser fliegenden Freunde (@ Maddy: Cisticola? Und wenn ja, welche ?( :help: ) umschwärmen uns geräuschvoll, ...



Zwergmangusten sind unterwegs aber leider haben sie es immer eilig, ...



Strauße gab es hier im Norden dann auch häufiger ...



und lümmelnde Löwinnen sind nur Grund für Kurzstopps.



Baobabs übernehmen das Kommando, hier im Norden sind sie recht häufig und teilweise von enormen Umfang.



Nach 4 Stunden erreichen wir die Brücke über den Luvuvhu.

Er bildet die Grenze zur Makuleke Conzession, unserem Tagesziel.



Ziemlich direkt nach der Brücke geht es für geladene Gäste gut ausgeschildert rechts ab zur Lodge.

Auf dem einen Schild stand zu lesen „STRICTLY NO ENTRANCE WITHOUT A RESERVATION“. Nun, die hatten wir, es war aber ein wenig aufwändig sie zu einem uns genehmen Preis zu bekommen. Wie immer versuchten wir es bei South African Lodges, Bushbreaks und auch weltweiten Anbietern, wie Booking oder Expedia. Die weltweiten flogen in hohem Bogen 'raus. Einmal mehr konnten sie nicht mit den Preisen der südafrikanischen Anbieter mithalten. :thumbdown: Sie forderten knapp das Doppelte, da helfen auch 10 % Rabatt und Paybackpunkte nicht. :P
SAL und BB hatten Angebote mit 3100 Rand pPpN (ohne Getränke), diese galten aber auch auf Nachfrage nur für Südafrikaner. Also nahmen wir direkt mit (Der Link ist für Gäste ausgeblendet. Um ihn zu sehen, bitte registrieren!) Kontakt auf und erhielten immer sehr schnell, freundlich und ausführlich Antwort von Carmen van Wyk. Sie bot uns an, dass wir inklusive Getränke 3500 Rand zahlen könnten. 21000 Rand, für drei Nächte, das war mit den inkludierten Getränken, das beste Angebot. Freundlicher Weise hat Barbara (bibi2406) uns per PN über die Attraktivität des Angebots informiert. :danke: Wir warteten dennoch ab, Nightsbridge zeigte schließlich genügend freie Zelte. Mitte April kam dann das Autumn Special für 19020 Rand. Das buchten wir, da wir nicht sonderlich viel Alkohol trinken, würden wir damit günstiger weg kommen. Nun, mal schauen, ob wir damit Gäste zweiter Klasse werden.

An diesem Rondell erreicht man die Lodge, ...

noch während wir ausstiegen, kam schon Enos, der Hospitality Manager, um uns in Empfang zu nehmen. Wir waren zwar mehr als eine Stunde vor der Eincheckzeit angekommen, das war aber bei einer fast leeren Lodge kein Problem. Erst einmal luden wir aus. Dabei auch unsere gekühlten Lebensmittel. Da es in den Unterkünften keine Kühlschränke gibt, hatten wir schon vorher bei Carmen nachgefragt, ob Platz für ein paar Teile im Kühlschrank wäre. Kein Problem war ihre Antwort und das wurde vor Ort optimal umgesetzt. Je eine Tüte von uns landete in Gefrierschrank und im Kühlschrank der Lodge und zur Abreise erhielten wir beides perfekt gekühlt zurück. :thumbsup:
Nach dem Ausladen musste dann noch unser Fahrzeug zum Parkplatz, das übernehmen die Mitarbeiter. Allerdings nicht bei Ralf. Wenn er als einziger Fahrer beim Verleiher eingetragen ist, hält er sich an den Vertrag. :rolleyes: Auch kein Problem, das dauerte nur 2 Minuten.
Über diese Rampe gelangt man dann zum Empfangsbereich.



Wir setzten uns mit Enos und einem kühlen Getränk nicht an die Rezeption …



… sondern ein wenig weiter mit Blick auf den Fluss.



Hier wurde dann erst einmal geschildert, was uns erwarten würde, Wünsche wurden besprochen, und die Lodge gezeigt. Direkt rechts von uns befand sich der Pool mit schöner Aussicht und Poolbar. Beides würde uns nicht sehen.





Quasi zur Poolbar gehörend dann noch ein paar Barhocker mit Flussblick, die Boma und dann die Zelte 9 – 20. Dabei sieht man auch die einzigen Zelte mit einsehbarer Terrasse, die wir während unserer Zeit entdeckten. Meiner Meinung nach Nr. 9 und 10.



Links von uns, zwischen Rezeption und Minishop befanden sich noch nicht bebilderte Toiletten, die angesichts der weiten Wege zu den einzelnen Zelten vor und nach Game Drives gut frequentiert wurden. :whistling:



Weiter links, am Fluss entlang folgt dann der Restaurantbereich, wieder mit Bar ...



... und einer, während unserer Anwesenheit nicht genutzten Erweiterung des Restaurantbereichs.



Nachdem wir die Gemeinschaftsbereiche besichtigt hatten, ging es dann endlich zu unserem Zelt. Die Zelte liegen aufgereiht am Fluss 9 – 20 in Blickrichtung Fluss rechts vom Gemeinschaftsbereich, 8 – 1 links. Je nachdem, welches Zelt man erhält, können die Wege lang werden. Kein Problem aber wer aus Zelt 1 oder 20 den Game Drive pünktlich erreichen möchte muss früher los gehen als 8 und 9. :D Die „weiten“ Wege sind natürlich notwendig, damit jedes Zelt genug Abstand zum Nachbar und den gleichen tollen Blick zum Fluss hat. Das ist wirklich gut gemacht.
Auf solchen Holzstegen geht es zu den Zelten.



An den Abzweigungen zu den einzelnen Zelten stehen die Zeltnummern auf den Planken. Unsere Nr. 6 entsprach ziemlich genau den Bildern, die man auf den einschlägigen Seiten findet. Scheinbar sind alle ziemlich ähnlich inkl. der Eulenbilder. ;)



Im Schlafbereich befinden sich außer den großen Bett noch diese Möbel mit Flussblick.



Hinter dem Bett befindet sich der Badbereich mit Innen- und Außendusche, Doppelwaschbecken und WC. Zum WC gibt es nur einen nicht sonderlich geräusch- und geruchsunterdrückenden Vorhang. :blush:



Da es sich bei Zelt Nr. 6 um ein Familienzelt handelt, kommt noch ein weiterer Raum (ohne Flussblick) mit zwei Einzelbetten. Auch zu diesem Raum gibt es einen Vorhang.



So weit so schön. Jetzt noch ein paar Kleinigkeiten, die uns aufgefallen sind. Es gab erfreulich viele Haken zum Aufhängen von Kleidungsstücken, Handtüchern, Kulturtaschen - das ist oft anders. Es gibt, wie geschrieben, keinen Kühlschrank, folglich auch keine gekühlten Getränke. Es gibt aber eine Thermoskanne mit kaltem Wasser und eine weitere Kanne mit heißem Wasser, die täglich aufgefüllt/erneuert wurden. Kaffee, Tee und Milch gab es genau wie Kekse ebenso. Den Safe haben wir nicht benutzt, er war immerhin verschraubt, das hatten wir in teureren Unterkünften ebenfalls schon anders.



Die Außendusche tropfte sehr lange nach, die einheimischen Tierwelt goutierte das und unterband die Wasserverschwendung. :thumbup:



Die Beleuchtung in der Hütte war gut, die Wechselschalter, mit denen man (zusätzlich) vom Bett aus den Badbereich bedienen konnte, waren gut durchdacht. Auch an Lademöglichkeiten und die Bedienung für den Venti (AC gibt es nicht) fehlte es nicht.



Das Moskitonetz über dem Bett war leider im Bereich des Ventilators nicht dicht und erfüllt so seinen Zweck nur bedingt. Die Schiebetüren zum Zelt waren von Innen und Außen durch diese Haken sicherbar, wer sich dennoch unsicher fühlt, es wurde beim Empfang ein Funkgerät für den Notfall ausgehändigt und die Bedienung erklärt.



Highlight des Camps und jeden Zeltes ist sicherlich der Ausblick auf den Luvuvhu. Auch für uns war deshalb relaxen auf unserer Terrasse neben den Drives die Haupttätigkeit.



So, das war jetzt viel graue Theorie. Den Grund, warum ich unsere Unterkünfte so genau schildere, habe ich im Forum ja schon einmal erläutert. In Zeiten von gefakten Hotelbewertungen auf den einschlägigen Portalen sind für uns Reiseberichte zum besseren Orientierungspunkt geworden und das wollen wir auch so bieten.

Weiter geht es dann möglichst bald mit Guide, Drives und Verpflegung.

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Donnerstag, 1. August 2019, 16:03

(@ Maddy: Cisticola? Und wenn ja, welche ?( :help: ) umschwärmen uns geräuschvoll, ...

sind das nicht (Der Link ist für Gäste ausgeblendet. Um ihn zu sehen, bitte registrieren!) im Schlichtkleid, also ausserhalb der Brutzeit, denn dann unterscheiden sich Männlein und Weiblein nicht
lG M@rie

"Schildkröten können dir mehr über den Weg erzählen als Hasen." - chin. Chengyu

,,,^..^,,, erst einmal kein Kruger in Planung *schnüff* ,,,^..^,,,

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Bär (1. August 2019, 19:47)

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Donnerstag, 1. August 2019, 16:09

Hallo LIRPA,
vielen Dank :danke: für die tolle und detaillierte Beschreibung von RETURNAfrika Parufi. Da werden Erinnungen wach .......herrlich.
Wir haben übrigens für letztes Jahr Oktober/November für 2 Nächte All-In 12.000 ZAR bezahlt, und zwar über booking.com (inkl. Genius-Rabatt). Das war günster als die oben erwähnten Alternativen. Eventuell spielen Jahreszeit, Buchungsdatum etc. auch immer noch eine Rolle.
Ich freue mich auf die Fortsetzung :)

Viele Grüße

LIRPA 1

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Donnerstag, 1. August 2019, 16:11

Hi M@rie,

hätte ich auch so eingeordnet, unser Guide meinte aber es wären Cisticolas, die in der Jahreszeit in der Region Schwärme bilden...

@ travel-next: Ja, alles von Dir genannte spielt beim Preis mit, zusätzlich zur jährlichen Preissteigerung. Weißt Du noch, wie weit im Voraus ihr gebucht habt. Wäre vielleicht interessant für potentielle Gäste. In den zwei Monaten vor unserer Reise war booking zu keiner Zeit günstiger als direkt (tägliche Kontrolle ;) ).

LG Lilly

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Freitag, 2. August 2019, 06:52

Guten Morgen LIRPA,

wir haben Ende Juni gebucht und waren Ende Oktober dort. Ich hatte übrigens auch regen E-Mail-Kontakt mit Olivia, die mir auch einen "Silberhochzeitsrabatt" auf den Originalpreis angeboten hat, allerdings war das immer noch teurer als bei booking.com, so dass ich in Absprache mit ihr dann über booking.com gebucht habe.

Viele Grüße, Enja

casimodo

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Samstag, 3. August 2019, 11:57

Hallo Lilly,
ich habe mich hier neu angemeldet und da ist Dein Reisebericht doch eine gute Gelegenheit zu starten ;-)
Wir sind auch ausgesprochene Krüger Fans und völlig Afrika verrückt. Einige kennen mich vielleicht aus einem anderen Afrika Forum.
Da wir im Schwerpunkt meistens in Südafrika unterwegs sind muss man hier eigentlich dabei sein.


Besonders gespannt bin ich darauf, wie es in Pafuri weitergeht. Wir waren vor 2 1/2 Jahren auch dort und fanden es super ! DIe Zelte weiter hinten mit der Lage am Fluss sind für uns so mit das Schönste, was wir bisher in Afrika gesehen habe (und das ist einiges).Viele Grüße
Casimodo

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Tanzmaus (3. August 2019, 19:07)

LIRPA 1

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Freitag, 9. August 2019, 14:11

Tierwelt und Landschaft um die Pafuri Lodge

@ Enja: Danke! Also ca. 4 Monate vorher. So früh haben wir nicht gesucht. Andere werden das jetzt wohl machen.

@ Carsten: Herzlich Willkommen! Schön, dass Du nun auch hier bist. Von Deiner Erfahrung werden sicher viele profitieren. Deine Reiseberichte lese ich schon lange mit der größten Freude. :thumbsup:


Die Örtlichkeiten der Pafuri Lodge habe ich geschildert. Nun ein wenig zu Service, Guide, Drives und Sichtungen. Da schon einige Foriker vor Ort waren, möchte ich darauf Hinweisen, dass es sich um unsere Wahrnehmungen und Befindlichkeiten handelt. Keinesfalls möchte ich damit eventuell andere Eindrücke kritisieren oder als falsch beschreiben!

Service:
Hier hat uns absolut alles überzeugt. Von der Buchung und der Kommunikation über Carmen van Wyk bis zur Verabschiedung und Korrektheit an der Rezeption, gibt es absolut nichts zu meckern, nur zu loben.
Den Empfang durch Enos habe ich ja schon angerissen. Perfekt war die genaue Einführung in die Lokalitäten, Abläufe und die Bedienung des Funkgeräts. Dann folgte der Gang zum Zelt und auch dort die Schilderung der Gegebenheiten inklusive der Warnung alle Türen bei Abwesenheit immer gegen Affen Zugriffe mit den Haken zu sichern.
Das Zimmer war sauber und wurde auch täglich gut gereinigt. Alles verlief so unauffällig, dass wir begeistert waren. Kein Chi chi, nur Betten machen, putzen und Auffüllen von Verbrauchtem (Kaffee, Tee, Klopapier). Die Handtücher wurden von uns ordentlich aufgehängt und von den Mitarbeitern so belassen, d.h. kein Falten oder Austausch – so wollen wir das.
Auch bei den Mahlzeiten war der Service sehr gut. Freundlich, schnell, aufmerksam = vorbildlich. :thumbsup:

Mahlzeiten:

Auch hier gibt es viel Positives. Nach dem Wecken gab es wie üblich Kaffee und ein paar Kleinigkeiten und nach dem Drive dann das Frühstück mit kleinem Buffet für Brot, Marmeladen, Wurst, Käse und Getränke sowie à la carte diverse warme Gerichte. Immer wenn es ein Buffet gab, stand ein Mitarbeiter dabei um Fragen zu klären und Affen fern zu halten – optimal.
Der Lunch stand dann wieder als Buffet bereit. Süßes und Deftiges wurde angeboten und bei Bedarf aufgefüllt. Immer Variationen und nett präsentiert.



Beim Sundowner und Coffeebreak fiel Pafuri gegenüber anderen Reserves ab. Chips und Kekse ohne Auswahl, das hatten wir mit kreativem Fingerfood schon besser. Ist aber natürlich nicht wirklich relevant.
Abends gab es dann ein serviertes Dinner, das man sich Morgens aus je drei Vorspeisen, Hauptspeisen und Nachtisch zusammen stellte. Gut war die Flexibilität. Als wir lieber ein Gericht, das für den nächsten Tag vorgesehen war, haben wollten, wurde das möglich gemacht. Da Ralf keine süßen Nachtisch isst, fragte er an einem Abend nach einer Käseplatte. Die ist nicht im Programm aber dennoch wurde ihm eine erstellt. Nur bei der Menge vergriff man sich ein wenig. Die Platte hätte für 4 Personen gereicht. Abgerundet wurde, wie inzwischen häufig das Dinner durch Zwischengänge in Form von Sorbets. Unserer Meinung nach so nett, wie überflüssig.



Generell hätten wir dem Koch / der Köchin mehr Mut beim Würzen gewünscht. Hier war noch deutlich Luft nach oben.

Getränke:
Wir hatten ja ohne All Inklusiv Getränke gebucht und das war auch genau die richtige Entscheidung. Wasser stand immer und überall bereit, Kaffee und Tee gab es zu den Mahlzeiten und im Zimmer, Säfte gab es zum Frühstück und Lunch zusätzlich. Mehr benötigen wir tagsüber weder zu Hause noch im Urlaub. Während der Drives waren Getränke inkludiert, so benötigten wir nur Abends ein paar alkoholische Getränke. Eine Flasche Wein gab es vom Haus und die genügte für Lilly drei Abende und Ralfs Bier war zu ortsüblichen Preisen nicht überteuert dann am Zahltag auch keine böse Überraschung. Wir haben weniger gezahlt als der Aufpreis fully inclusive für eine Person für eine Nacht gewesen wäre.

Tierbeobachtungen an der Lodge:
Mit dem Blick auf den Luvuvhu hat man ja sowieso immer schöne Landschaft vor der Nase, eigentlich ständig kommen dann auch Tiere zum trinken. Man bräuchte also die Terrasse nicht zu verlassen und bekommt reichlich geboten.







Die beiden Büffel waren während unseres gesamten Aufenthaltes sehr häufig zu sehen. Meist lagen sie vor unserem Zelt oder streiften um das Camp. Als Ralf dann das Auto holte, begleitete ihn zur Sicherheit der (unbewaffnete) Guide und tatsächlich waren die Büffel gerade in der Nähe der Parking Lot. Allerdings friedlich und gechillt.



Schön waren die Sichtungen von ungewöhnlichen Fellfarben. Sowohl vom Buschbock als auch vom Nyala entdeckten wir hellere Varianten.



Und auch abends ließen sich noch Tiere beobachten. Teilweise musste man aber schon genau hinsehen um sie im Astgewirr zu entdecken.



Auch wenn die Beobachtungen vor Ort gut waren, die Drives ließen wir dennoch nicht ausfallen. In der Pafuri Region ist nämlich in unseren Augen die Landschaft der absolute Co Star, der teilweise den Tiersichtungen den Rang abläuft. Also waren wir auch sechs mal mit Guide und Fahrzeug unterwegs. Daher jetzt unsere Einschätzung dazu.

Der Guide:
Wir hatten Andile und waren nicht so ganz glücklich. In unserer Guidestatistik reiht er sich leider ziemlich weit hinten ein. Los ging es schon bei der Vorstellung. Andile bevorzugt Fragen zu stellen und das Wissen der Gäste wie bei einer Prüfung abzufragen. Diese Variante kennen wir von anderen Guides, wird meist von jungen, unerfahrenen Guides angewendet und gefällt uns nicht wirklich, ist aber kein „Wertungsgrund“.
Andile hat nach der Flut 2013 angefangen für Pafuri zu arbeiten. Er hat als Handwerker beim Wiederaufbau geholfen und ist, als die Arbeiten abgeschlossen waren, in den Service gewechselt. Nach 2 Jahren hat er dann in Hoedspruit ein Field Guide Ausbildung gemacht und fährt seitdem als Guide durch das Reserve. Er hat die Region noch nie verlassen, hat keine Einblicke in andere Reserves erhalten und so fehlen ihm Vergleichsmöglichkeiten. Sein weitester Ausflug führte ihn noch zur Schulzeit zum Mapungubwe. Das schränkt natürlich ein. Bei der Kenntnis der Makuleke Region und der Tierwelt da, ist das aber natürlich nicht negativ und dort hatte er dann auch seine Stärken. Besonders gut kannte er sich mit der gefiederten Tierwelt aus und ermöglichte einige schöne Sichtungen.



Wirklich überzeugend war seine Perlkauzimitation. Er nutzte diesen mehr tonigen Ruf immer wieder um Reaktionen bei kleinen Vögeln zu erzeugen. Diese stehen auf der Speisekarte des Kauzes und fliegen oft auf, wenn der Ruf ertönt. Witzig war eine Begebenheit, als Andile den Ruf nachmachte und dann direkt neben uns ein bis dahin nicht entdeckter Kauz antwortete. Großartig.



Andile fährt sehr langsam, was zum Beispiel bei der Fahrt zur Lanner Gorge deutlich wurde und zumindest dabei nicht unbedingt ein Vorteil ist. Scharfe Augen hat Andile und er entdeckte vieles sehr früh. Auch sein Umgang mit Tieren war sehr gut. Diesen Elefanten brachte er schnell und effektiv von einer Annäherung ab, ...



... für diese Ameisenstraße verließ er die Piste um die Tiere nicht zu töten.



Leider war sein Wissen bei allen Insektenarten als rudimentär zu bezeichnen. Fragen in diesem Bereich konnte er nicht beantworten.
Stärke Andiles waren hingegen die Kaffeezubereitung. Das zelebrierte er richtig, schwärmte von seiner Kaffeesorte und die war in der Tat eine leckere Abwechslung zum Instant Kaffee, den es sonst oft auf Game Drives gibt. Hier sieht Andile auch seine Zukunft. Er würde gerne ins Management der Lodge aufsteigen und hofft seine Erfahrungen als Guide als Sprungbrett nutzen zu können. Auch wir sehen Andile eher im Servicebereich, können uns gut vorstellen, dass sein Ehrgeiz und seine Vorstellungen von Service ihm dort Wege ebnen und denken, dass er dort auch besser aufgehoben wäre. Um nicht falsch verstanden zu werden: Andile ist ein netter fleißiger Kerl, mit dem wir uns gut verstanden haben. Als Guide hat er noch Defizite.

Landschaft und Sichtungen:

Nun, Andiles Fähigkeiten bzw. Wissen und Erfahrungen sind der eine Teil, die Landschaft ein anderer. Die Landschaft auf der Krüger Seite des Luvuvhu gefällt uns so gut, dass es keine Überraschung war, wie gut uns diese Region gefallen hat. Bei 3 Nächten fährt man natürlich viele Highlights der Makuleke Region an und so waren wir auch am und im Fever Tree Forest. Diese Stelle an dem See hat uns gut gefallen, es waren reichlich Wasservögel zu sehen und für einen Sundowner war das eine nette Stelle. Im eigentlichen Fever Tree Wald waren wir bei ungünstigen Lichtverhältnissen, der konnte uns nicht wirklich fangen. Der Ort, an dem Hochzeiten von der Pafuri Lodge ausgerichtet werden, wäre für uns definitiv kein Traumort.



Zur Landschaft gehören die Baobabs und die gibt es reichlich und eigentlich ist jeder einzelne Baum ein Highlight.





Natürlich besuchten wir auch den größten Affenbrotbaum in der Conzession und waren angemessen begeistert.



Echt großer Umfang und nette Details, auf die uns Andile aufmerksam machte. Dieser Bereich des Baumes wurde früher von der Sangoma der Gemeinschaft als Raum genutzt. Ja, das kann man sich vorstellen, dass dieser Ort wichtig war.



Am Fuße des Baumes sieht man, dass wir nicht in einer Wasser reichen Zeit zugegen waren. Der Stamm hat sich zurück gezogen und es war eine deutliche Lücke zwischen Stamm und Erdreich entstanden, die sich wieder schließt, wenn viel Wasser vom Baobab aufgenommen wird.



Wenn man den Blick nach oben richtet, kann man an so manchem Baobab auch etwas Grün im Winter entdecken. Kein Schädling aber ein Profiteur des Baumes.



Kein Baobab aber auch ein interessanter Baum war dieser hier. Der scheinbare Stamm ist ein Fake. :D



Natürlich fuhren wir auch Richtung Crooks Corner und sahen den bekannten Platz im Krüger aus einer anderen Perspektive, die man so von der Krüger Seite nicht einnehmen darf.



Nun zur Tierwelt. Ein paar Vögelchen habe ich ja schon gezeigt, es gab immer wieder schöne Sichtungen, an denen wir auch immer lange genug verweilten.



Buffalo Weaver sahen wir oft und erfreuten uns daran, …



… und neu für uns oder wahrscheinlich so noch nicht genauer beachtet: Vom Glossy Starling gibt es auch eine Long Tailed Version. :thumbup:



Die Besucher dieser Region sind in der Regel nicht nur an Tiersichtungen interessiert, sondern wollen auch die tolle Landschaft genießen. So auch wir. Dennoch hatten wir auch schöne Sichtungen außerhalb der Vogelwelt.









Im Dunkeln:

Natürlich besuchten wir auch die Lanner Gorge. Dorthin ist die Fahrt recht lang, es geht auch längere Zeit mit 50 km/h über Asphaltstraße, dann über einen sehr steinigen, teilweise auch sehr sandigen Weg mit niedriger Geschwindigkeit durch tolle, andere Landschaft als am Fluss. Die Fahrt lohnt sich, die Gorge ist sehenswert, für Fotografen wäre womöglich die Mittagszeit die idealere Zeit als zum Sundowner oder früh morgens. Es war bei uns schon sehr viel Schatten in der Gorge.



Soviel zu unserer Zeit in der Lodge. Weiter geht es dann mit unserer Fahrt nach Sirheni und Phalaborwa.

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Moni68

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Samstag, 24. August 2019, 18:45

:danke: für den sehr informativen Reisebericht.
Da deine Reise so ziemlich genau die Route abdeckt die wir nächstes Jahr geplant haben. Lese ich sehr interessiert mit. Vor allem über das Pafuri Camp, dass auch vorgesehen ist.
Wir schwanken allerdings noch ob wir den Pafuri Walking Trail machen oder das Hauptcamp buchen.

Wenn ich das so lese muss ich bei Pafuri anscheinend nicht schon ein Jahr im voraus buchen, so wie bei bestimmten Kruger NP Camps. Käme mir sehr gelegen, da ich meine Urlaub erst nächstes Jahr einreichen kann und das Pafuri preislich nicht ohne ist und das würde dann hohe Stornokosten vrerursachen.
Freue mich schon auf die Fortsetzung...
Grüße
Moni

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tripilu (24. August 2019, 19:29)

LIRPA 1

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Freitag, 4. Oktober 2019, 13:17

Pafuri bis Phalaborwa

@ Moni: Als Du die Fortsetzung anmahntest, war ich quasi schon auf dem Sprung nach Kanada, daher geht erst jetzt weiter. Hoffentlich rechtzeitig für Deine weitere Planung. Pafuri wird sicher toll.
@ All: Noch zwei Beiträge, dann haben die, die bis zum Ende dabei sind es geschafft. 8)

Ein letzter Drive und ein letzter Sonnenaufgang in der Pafuri Region und dann ging es ans Abschied nehmen und wieder selber fahren.



Vorher natürlich noch aus checken. Alles lief sehr entspannt ab, die Rechnung stimmte, aufgeführt waren nur Ralfs Dinnerbiere :beer: , alles andere war inkludiert, so auch die Drinks auf den Game Drives. Wie schon geschrieben, am Service und der Betreuung gab es nicht den kleinsten Kritikpunkt.

Den Wagen holte Ralf selbst vom Abstellplatz, wurde aber von Andile begleitet, da unsere beiden Büffel sich dort herum trieben. Tatsächlich blockierten sie dann kurz Ralfs Fahrt zum Rondell.
Dann erhielten wir unsere gekühlten/gefrorenen Lebensmittel in bestem Zustand zurück, packten unsere Kühltasche, luden die Koffer ein und begaben uns auf den 77 km Game Drive nach Sirheni.

Nach etwa 2,5 Stunden ereignisloser Fahrt mit den üblichen Verdächtigen und nicht gut fotografierten Vogelschwärmen erreichten wir den Abzweig nach Sirheni und kurz darauf das Camp, das ich (Der Link ist für Gäste ausgeblendet. Um ihn zu sehen, bitte registrieren!) beschrieben habe.
Einen weiteren Game Drive schenkten wir uns, beschränkten uns darauf das Camp zu erkunden und uns an den kleinen Besuchern zu erfreuen.





Am nächsten Tag gab es dann eine Premiere für uns. Wir fuhren durch den Krüger ohne das als Game Drive zu sehen, nur als Überführungsfahrt. Unser Fazit: Kann man machen, wenn es die Verhältnisse nicht anders hergeben, schön ist das überhaupt nicht und wir werden das weiterhin vermeiden wollen und nur im Notfall machen. :thumbdown:
172 km (insgesamt wurden es an dem Tag 198 km) fast nur Krüger hatten wir vor der Nase und da man nie weiß, was einen blockieren könnte, war Ralfs Vorgabe keine Stopps zur Tierbeobachtung zu machen. Knapp 400 Meter nach der Ausfahrt aus dem Camp wurde er bestätigt. Eine Herde Elefanten blockierte unseren Weg, sie waren entspannt aber vor und hinter uns und wir warteten...



Als wir dann freie Fahrt hatten, war klar, wenn nicht die Straße blockiert war, würden wir nicht halten. Und noch einmal: Das macht nicht wirklich Spaß. Wir cruisten bei knapp unter den erlaubten 50 km/h auf der H1-7 und H14 dahin, Ralf recht angespannt da er immer bremsbereit sein musste und wann immer möglich in der Mitte der Straße fahrend. Ein kurzer Stopp in Mopani um zu tanken und dann weiter.
Erst als wir dieses Bild machten, wich die Anspannung. Dieser Berg ist oft eines unserer letzten Fotos, wenn wir durch das Phalaborwa Tor den Krüger verlassen und wir wussten, nun kommt nicht mehr viel dazwischen.



Nach etwa 5 Stunden erreichten wir unser gebuchtes La Lechere Guesthouse. Gut zu finden, nah am Flughafen und mit tollem Service.

Die Einfahrt,

Parkplatz und Eingang,

der Pool,

das Zimmer

mit Bad.

Alles nicht sehr groß aber ausreichend und sauber. Leider wurde am Wochenende kein Dinner angeboten aber wir bekamen Beschreibung und Empfehlung für das Abendessen im Bushfeld Terrace. Nicht allzu weit weg vom Guesthouse und auch Nachts problemlos anzufahren. Das Essen war auch lecker, das Springbok Carpaccio, welches wir beide hatten, brachte uns aber die ganze Nacht durch wechselnde WC-Besuche. Keine Ahnung, was das war, richtig schlimm war es nicht, nur unangenehm. :help:





Das Frühstück am Morgen, das von zwei Angestellten bereitet und serviert wurde, war okay aber mit weniger Auswahl als in ähnlichen GHs.
Highlight dieses Guesthouses war dann aber der (Fahr)service. Da wir unser Fahrzeug in JNB um 8.30 Uhr erhalten hatten, mussten wir es auch zu der Zeit zurück geben oder einen Tag mehr bezahlen. Ralf fuhr also früh morgens zum Flughafen und wurde dann von einer Mitarbeiterin des GH abgeholt. Dann konnten wir in Ruhe packen und uns fertig machen und erst um 12 Uhr mussten wir dann unser Zimmer verlassen und unser Gastgeber brachte uns beide zum Flughafen. Das war ideal für uns und führte zu einer echt entspannten Abreise. Sehr schön, dieses Entgegenkommen, des La Lechere GH, das uns schon im Email Verkehr vorab ganz spontan und freundlich angeboten wurde. :thumbsup:

Heimreise und Kostenrechnung folgen dann noch im letzten Teil.

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Gina R. (18. Oktober 2019, 11:19), Gisel (18. Oktober 2019, 09:33), jirka (17. Oktober 2019, 15:59), toetske (12. Oktober 2019, 22:33), parabuthus (12. Oktober 2019, 19:14), sunny_r (11. Oktober 2019, 13:03), Wicki4 (7. Oktober 2019, 12:38), Piepsi (7. Oktober 2019, 11:16), Floh2808 (6. Oktober 2019, 15:05), Bär (5. Oktober 2019, 13:17), Cosmopolitan (4. Oktober 2019, 21:48), Fluchtmann (4. Oktober 2019, 19:07), Tutu (4. Oktober 2019, 18:52), corsa1968 (4. Oktober 2019, 15:52), M@rie (4. Oktober 2019, 15:36), Bueri (4. Oktober 2019, 14:44), Kitty191 (4. Oktober 2019, 13:47)

Gisel

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Freitag, 4. Oktober 2019, 14:57

Hallo Lilly,
Dieses Guesthouse wollen wir an den Anfang unseres Krüger Besuches stellen. Schön zu lesen, dass es euch gefallen hat.
Grüsse von Gisela

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