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DurbanDirk

Durban - my roots

  • »DurbanDirk« ist der Autor dieses Themas

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1

Freitag, 5. Juli 2019, 20:04

Nachtfotografien von Tieren mit Spotlights

Ich lese hier öfter Reiseberichte mit Fotos, wo Tiere während eines Night-Drives mit Spotlights angestrahlt werden.
Mir hat auf unserer letzten SA-Reise ein Ranger gesagt, dass dies für ihn ein absolutes No-Go wäre, da die Tiere dadurch (je nach Art) zwischen 10 Sekunden und 1 Stunde regelrecht blind wären.
Er selber benutzt Infrarot zum Aufspüren der Tiere, was natürlich fotografieren nicht möglich macht. Man kann halt "nur" die Tiere beobachten.
Wie ist eure Meinung dazu?
LG

Dirk

Kitty191

Schnürsenkel

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2

Freitag, 5. Juli 2019, 20:19

Ich finde das sehr gut! Denn man darf nicht vergessen, dass das eigene egoistische Interesse an einem brauchbaren Foto dem Tier durchaus zum Verhängnis werden kann.
Ich persönlich fotografiere auf Nightdrives nie.
Zum einen finde ich das Anstrahlen der Tiere nicht so nett und zum anderen werden zumindest meine Bilder sowieso meist nichts.
Falls Du glaubst, dass Du zu klein bist um irgendwas zu bewirken, dann versuche mal zu schlafen, wenn eine Mücke im Zimmer ist
Dalai Lama

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Hochwälderin (6. Juli 2019, 07:14), Dicobo (5. Juli 2019, 21:10), DurbanDirk (5. Juli 2019, 20:42)

Dicobo

Meister

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3

Freitag, 5. Juli 2019, 21:14

Man sollte den Teilnehmern verbieten, Fotoausrüstungen auf nächtlichen Gamedrives mitzunehmen.Ds ist nur Stress für die Tiere.Ich glaube auch nicht,dass das Anstrahlen mit den grossen Leuchten,die von den Game Drivern benutzt werden, den Tieren nichts ausmacht. Es sollte ausreichen, die tollen Eindrücke einer nächtlichen Beobachtungsfahrt im Gehirn zu speichern.

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Hochwälderin (6. Juli 2019, 07:14)

LIRPA 1

Gaukler

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4

Freitag, 5. Juli 2019, 21:43

Hmmmh, konsequent wäre dann eigentlich auf Nachtfahrten komplett zu verzichten. Denn mit den Strahlern gesucht wird ja sowieso und ob jemand fotografiert ist auch nicht relevant, die Tiere werden in jedem Fall angeleuchtet.

Wir haben eine recht starke Taschenlampe und wenn wir durch ein Camp gehen oder auch auf Drives nach Rücksprache mit dem Guide nutzen wir diese. Wir leuchten Tieren nicht in die Augen sondern meist auf den hinteren Rücken. ;)

Aber: wir haben es schon des öfteren erlebt, das z.B. Leoparden oder Schakale in den Lichtkegel unserer Lampe gegangen sind und dann auch in unsere Richtung geblickt haben. Und das mehrfach und quasi dem Lichtkegel folgend. Masochisten? Bei Schakalen könnte ich mir noch vorstellen, das sie Insekten jagen. Das sieht man auch öfter an angestahlten Wasserlöchern aber Leos?!?

LG Lilly

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SilkeMa

Reisende

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5

Samstag, 6. Juli 2019, 00:22

Hmmmh, konsequent wäre dann eigentlich auf Nachtfahrten komplett zu verzichten. Denn mit den Strahlern gesucht wird ja sowieso und ob jemand fotografiert ist auch nicht relevant, die Tiere werden in jedem Fall angeleuchtet.

Tja, und dann habe ich es schon erlebt, dass auch Gäste die Lampe in die Hand bekommen haben. Es ist auch die Frage, ob man so genau leuchten kann, dass die Tiere nicht geblendet werden, selbst, wenn man versucht nur auf den Körper zu leuchten.
Ich persönlich denke nur dran, wenn man selbst auf dem Fahrradweg in der Nacht außerhalb von einer Ortschaft fährt und die Autos blenden auch selten aufgrund eines Fahrrads ab, dann ist das auch sehr unangenehm. Für die Tiere muss es noch schlimmer sein, weil sie erst gar nichts mehr sehen.

Kurt hat in Deutschland auch schon Füchse angeleuchtet, auch mit einer solchen sehr starken Leuchte. Das war sehr spannend sie quasi dort auf Hasen lauern zu sehen. Aber für die Füchse sicherlich gar nicht lustig. Ich bin da auch sehr zwiegespalten, egal ob in Deutschland oder Südafrika. In Deutschland war die Entfernung zu den Füchsen eh zu groß, d.h. zu weit weg zum Fotografieren.

In Südafrika reicht es mit mFT nur für ein Beweisfoto. Vom Master mit Kleinbild und einer 1,8 135 Festbrennweite habe ich hier im Forum sehr schöne Bilder gesehen. Ich meine, es war ein Leopardenfoto auf einem Nightdrive.
LG,
Silke

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Dicobo (6. Juli 2019, 14:18), Hochwälderin (6. Juli 2019, 07:15), Kitty191 (6. Juli 2019, 05:03)

Hochwälderin

Erleuchteter

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6

Samstag, 6. Juli 2019, 07:11

Hallo,
bei den morning drives , an denen wir bisher teilnahmen, bedienten immer die Mitfahrer die vorhandenen Suchlampen und wir hatten auch selbst Taschenlampen dabei.
Jeder Benutzer eines spotlights wurde angewiesen, ein Tier nicht länger direkt zu fokussieren, sondern die Fläche so durch Hin- und Herbewegen der Lampe abzusuchen, dass Tiere nur kurz in den Lichtkegel geraten. Wenn ein Tier gespottet wird, soll das Licht abseits des Tierkörpers ausgerichtet bleiben, so dass das Tier nur am Rand des Lichtkegels steht.

Was mich ärgert: Die Ranger selbst hielten sich bei unseren Ausflügen nicht an ihre eigenen Anweisungen, sondern richteten die Autoscheinwerfer durchaus minutenlang direkt auf einen Löwen oder Leoparden auf der Fahrbahn, wahrscheinlich fühlen sie sich genötigt, den zahlenden Gästen diesen " Kick " zu bieten und deren Erwartungen auf ein Nachtfoto zuerfüllen.

Ich machte vor Jahren selbst - als mir die langanhaltende negative Auswirkung des Lichts bei direktem Anleuchten noch nicht bewusst war - einmal den Fehler, eine afrikanische Wildkatze im Camp sekundenlang direkt anzuleuchten....das bedauere ich heute sehr und würde es nie wieder tun.
Im Gegenteil, mittlerweile bin ich überzeugt, dass man den nachtaktiven Tieren einfach ihre Ruhe lassen und ihre Lebensweise respektieren sollte und wäre froh, wenn SANParks statt der Abfahrt um 4:30 Uhr morgens spätere Abfahrten bei Öffnung der gates in der Morgendämmerung anbieten würde.

Es gibt im Tageslicht so viele schöne und interessante Sichtungen, dass Nachtfahrten in Nationalparks ganz unterbleiben könnten. Der touristische Druck ist schon tagsüber für die Tiere groß genug und nachts, wenn sie potentielle Feinde nicht sehen können, muss die Beunruhigung für sie noch viel größer sein.

Gruß,die Hochwälderin
PS: Unsere Nacht-Erfahrung mit dem zahlreich vorkommenden Rotwild auf den wenig befahrenen Nationalpark-Nebenstraßen um unser Dorf herum ( vor wenigen Nächten auf 10 km Fahrstrecke 3 Rotwildrudel und 1 einzelner Hirsch auf oder neben der Fahrbahn ) : Wir schalten, wenn Wild in der Dunkelheit auf der Fahrbahn steht ( selbstverständlich vorausgesetzt, es nähert sich kein anderes Fahrzeug ) die Autoscheinwerfer kurz komplett aus und geben dem/den Tier(en) Zeit, die Straße zu verlassen, einfaches Abblenden genügt oft nicht.

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Dicobo (6. Juli 2019, 14:19), U310343 (6. Juli 2019, 08:47), Kitty191 (6. Juli 2019, 07:56), SilkeMa (6. Juli 2019, 07:36)

U310343

Erleuchteter

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7

Samstag, 6. Juli 2019, 08:47

Hallo

Gute Ranger strahlen mit der Lampe nur „Jäger“ vorzugsweise Wildkatzen und Hyänen an.
Es kann auch schon mal ein jagender UHU sein.



Beutetiere dürfen nicht angestrahlt werden weil sie danach tatsächlich für einige Zeit blind werden und dann ein leichtes Opfer sind.

Man kann sich schlecht in das Tier hinein versetzen aber wir haben häufiger Leoparden nachts über einen längeren Zeitraum begleitet und da war von Irritation nichts zu spüren.

Aber ich teile die Meinung: eigentlich sollte man es lassen. Man sieht nicht viel und die Fotos sind zumeist Schrott.
So richtig Spaß macht es uns nicht.

herzliche Grüsse
Wilfried

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Dicobo (6. Juli 2019, 14:20)

Bär

Vollkommen Ahnungsloser

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8

Samstag, 6. Juli 2019, 16:43

Da der Mensch auch ein Tier ist, sollte man dann nicht konsequenterweise auf Blitzaufnahmen komplett verzichten? Z.B. bei Familienfeiern, in Gebäuden...
Nur so ein Gedanke...
.
*** Wer nicht klettern kann, sollte sein Geld nicht einem Affen anvertrauen. (aus Afrika) ***

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gregorcgn (6. Juli 2019, 20:42), Hochwälderin (6. Juli 2019, 17:09)