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Dudel

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Montag, 16. September 2019, 16:46

Reisebericht: "Land der Gegensätze - Südafrika 2019"

Liebes Forum,
nachdem Ihr mir bei der Planung (Der Link ist für Gäste ausgeblendet. Um ihn zu sehen, bitte registrieren!) , möchte ich mich gerne mit einem Reisebericht revanchieren.

Grobe Route
JNB, Drakensberge, Pretoria, Pilanesberg, Marakele, JNB

Wer ich bin
Ich bin Matthias, 38 Jahre alt und reiserfahren. Südafrika und Afrika im Allgemeinen ist aber Neuland.

Zu den Fotos
Ich betreibe Fotografie als Hobby, aber nicht als Passion und will die Bilder in erster Linie für uns haben um meinen Urlaub zu dokumentieren. Mein Interesse liegt nicht in perfekten Bildern in Wettbewerbsqualität, ich habe weder die Zeit noch die Lust jedes Bild zu bearbeiten. Deshalb kommen die Bilder so hier rein, wie sie aus der Kamera kommen, auch wenn ich bei unserem Fotomaterial durchaus Wert auf Qualität legen. Ich verwende für meine Bilder eine Nikon D5100 mit 10:20, 16:85 und 70:300 Objektiv.

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Montag, 16. September 2019, 17:10

Tag 01 - 28.08./29.08. - Konstanz - Royal Natal N.P.

Tag 01 - 28.08./29.08. - Konstanz - Royal Natal N.P.


Diesmal etwas Neues für mich, Matthias. Haben ich doch bisher alle unsere Fernreisen gemeinsam mit meiner Frau gemacht, so bin ich jetzt zum ersten Mal alleine unterwegs. Ein Erasmus-Aufenthalt an der University of Pretoria und ein paar Urlaubstage machen es möglich. Der Flug verläuft nach Standard, von Zürich geht es über London mit British Airways nach Johannesburg. Da hatten wir noch ein paar Avios übrig und so ist sogar die geräumige Premium Economy drin.



Auf ins Abenteuer


Willkommen in Afrika



Nach der Landung am Donnerstagmorgen geht es zügig durch die Immigration, ein ATM ist auch gefunden und bei Avis ist die Wartezeit auch überschaubar. Der georderte Nissan X-Trail 4x4 ist da und schneller als gedacht bin ich mit meinem schicken SUV auf der Straße. Es geht gleich mal Richtung Süden. Bei der Fahrt durch die Ausläufer von Johannesburg werden direkt die Unterschiede deutlich. Einfache und einfachste Hütten wechseln sich mit umzäunten und ummauerten Gegenden ab. Man sieht auch immer wieder Schwarze, die selbst an Autobahnen entlanglaufen. Das Mitfahren auf der Ladefläche des Pickups ist völlig normal.



Mein Auto


Auf der N3 Richtung Süden


Auf der N3 Richtung Süden


An der N3 Richtung Süden



Hinter Johannesburg, in Heidelberg, steuere ich dann eine Mall an und versorge mich mit dem nötigsten für die nächsten Tage. Dann geht es durch einsame, weite Landschaften, überwiegend braun und trocken Richtung Drakensberge. Ab Harrismith kommen erste Erhebungen langsam in Sicht und je weiter es Richtung Nationalpark geht, desto schlechter werden die Straßen, die durch einfache Siedlungen führen. Irgendwann steht man dann vor dem Tor zum Nationalpark und auch das berühmte Amphitheater, eine im leichten Halbkreis angeordnete, um fast 1000 Meter senkrecht abfallende, Felswand kommt ins Blick. Bei strahlend blauem Himmel sind das fantastische Ansichten.



Es wird bergiger


Sterkfontein Dam Nature Reserve


Blick vom Oliviershoekpass


Richtung Royal Natal N.P.


Richtung Royal Natal N.P.


Richtung Royal Natal N.P.



Im Thendele Camp beziehe ich im Upper Camp eine kleine Hütte mit Blick auf das Amphitheater. Dabei passe ich einmal kurz nicht auf und habe einen Pavian in der Küche sitzen, der sich in Ruhe über mein gekauftes Brot hermacht. Es stand in der Gästemappe, die ich hinterher gelesen habe, drin, dass man alle Fenster und Türen immer geschlossen haben soll, aber als unbedarftes Afrika-Greenhorn war das die erste ungewollte Begegnung mit Wildlife. Durch lautes Hämmern von außen an die Tür trollt sich der Affe schließlich, aber das Brot ist weg und etwas Geschirr ist auch zu Bruch gegangen.



Meine Hütte


Terrasse mit Blick


Thendele Camp


Erster tierischer Besuch


Der freche Pavian


Tierischer Besuch


Abendstimmung



Ich werfe dann noch den Grill an und genieße einfach das Panorama und später den Sternenhimmel. Morgen wird gewandert.



Grillen


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Montag, 16. September 2019, 22:56

:danke: Matthias,

Es ist immer wieder schön einen neuen Reisebericht zu lesen 8o

Zu diesen ersten Beitrag hätte ich zwei Fragen:
Hast Du irgend etwas am Sterkfontein Dam unternommen?
Hast Du alles was beim letzten Foto auf dem Grill liegt am ersten Abend aufgegessen? :thumbup:

Ich freue mich auf die Fortsetzung, die mit M@ries Link bestimmt noch einfacher zu lesen wird.

VG. Toetske
one life, LIVE IT !

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Montag, 16. September 2019, 23:10

:danke: Matthias,


Hast Du irgend etwas am Sterkfontein Dam unternommen?
Hast Du alles was beim letzten Foto auf dem Grill liegt am ersten Abend aufgegessen? :thumbup:



1) Nein, das ist nur ein Foto von dem kleinen Parkplatz an der Straße. Habe da nur kurz angehalten.
2) Ebenfalls nein. In der Alufolie ist ein Kräuterbrot drin, das hat mir für ein paar Tage gereicht.

Was die Bilder angeht, habe ich inzwischen dem Admin geschrieben. Ich habe in alten Postings gefunden, das es eine Whitelist für erlaubte Domainnamen gibt und ich hoffe, dass er mich da aufnimmt. Möchte die Fotos nämlich ungern hier oder bei einem anderen externen Hoster hochladen, weil ich meine eigenen Bilder gerne unter eigener Kontrolle auf meinem Server haben möchte.

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Dienstag, 17. September 2019, 20:14

Tag 2

Tag 02 - 30.08. - Royal Natal N.P.


Nachdem ich früh ins Bett bin, um etwas Schlaf vom Flug nachzuholen, bin ich um kurz nach 6 wach. Erstens ist es ganz schön abgekühlt über Nacht und zweitens eröffnet sich mir, als ich die Schlafzimmervorhänge aufziehe, ein fast schon magischer Moment, da gerade in diesem Moment die Sonne aufgeht und das Amphitheater rötlich anstrahlt. Traumhaft. Ich bleibe einfach im Bett liegen und genieße den Anblick. Vorweggenommen: Das Wetter bleibt heute wie am Morgen, blauer Himmel von Horizont zu Horizont und erst ab frühem Nachmittag ein paar Wölkchen.



Sonnenaufgang



Kurz nach 8 habe ich dann gefrühstückt, beichte bei der Rezeption meine Unvorsichtigkeit mit dem Pavian und zahle das beschädigte Geschirr. Danach trage ich mich in das Wanderbuch ein und starte auf den Thukela Gorge Trail. Mein Körper braucht einige hundert Meter um sich an die ungewohnte Höhe zu gewöhnen, aber auch das kriegen wir hin. Der Trail führt über gut 7 Kilometer zuerst sehr exponiert (Sonnenschutz sehr hilfreich!) am Hang entlang, dann durch Wälder und schließlich durch das Flussbett des Thukela River. Über die Steine und Felsen kann man klettern, wie man will, zwischendurch gibt es kleinere kristallklare Pools, doch insgesamt ist der Thukela River um die Jahreszeit ein Thukela Rinnsal.



Los gehts


Tierischer Begleiter am Wegesrand


Thukela Gorge Trail


Thukela Gorge Trail


Thukela Gorge Trail


Thukela Gorge Trail


Thukela Gorge Trail


Thukela Gorge Trail


Thukela Gorge Trail


Rockhopping durch die trockene Schlucht


Rockhopping durch die trockene Schlucht


Rockhopping durch die trockene Schlucht



Am Ende des Flussbetts ergeben sich vier Möglichkeit. Der Weg rechts zum Aussichtspunkt ist gesperrt, zumindest ist an der Chainladder ein entsprechendes Hinweisschild. Ich möchte mit meinem gesunden Körperbau das jetzt nicht austesten. Zweite Möglichkeit ist der Tunnel, ein sehr enger Canyon durch den der Fluss strömt. Dort hole ich mir an einer Stelle nasse Füße, klettere aber bis zum Ende, wo man nicht mehr weiterkommt. Links davon kann man in einen weiteren kleinen Canyon klettern, der auch bis zu einem spärlichen Wasserfall begehbar ist. Und ganz links gibt es schließlich noch eine Holzleiter, an die sich ein kurzer und steiler Weg anschließt, der zu einem Aussichtspunkt führt.



Chain Ladder - gesperrt


Eingang zum Tunnel


Im Tunnel


Blick nach oben am Ende des Tunnels


Am Ende des linken Canyons



Von diesem Aussichtspunkt hätte man einen guten Blick auf die Thukela Falls – je nach Messweise die höchsten oder zweithöchsten Wasserfälle der Welt. Die Betonung liegt auf „hätte“, denn durch die Trockenheit sind diese allerhöchstens durch Färbungen am Gestein zu erahnen. Das tut der Wanderung insgesamt aber überhaupt keinen Einblick, denn sowohl der ständige Blick auf das Amphitheater wie auch die rückwärtige Perspektive auf den sich weitenden Royal Natal N.P. sind durchgehend atemberaubend. Das Wetter tut natürlich sein Übriges, aber das ist schon ein verdammt schöner Flecken Erde.



Blick vom Aussichtspunkt


Die kümmerlichen Thukela Falls



Durch meinen frühen Start treffe ich auf dem Hinweg keine Menschenseele und auch auf dem Rückweg nur eine gute Handvoll anderer Wanderer. Dafür, dass das einer der schönsten und bekanntesten Trails im Nationalpark ist, ist dieser mal so überhaupt nicht überlaufen. Kurz vor 14 Uhr bin ich dann wieder im Camp und lege erstmal mit einem verdienten Bier die Füße auf der Terrasse hoch.



Auf dem Rückweg



Kopf und Uhrzeit sagen, dass noch Zeit genug für einen weiteren kleinen Trail wäre, doch Körper und Füße sind strikt dagegen. Also mache ich auf lässig, gehe in Ruhe duschen, lese mit Blick auf das Panorama und werfe am späten Nachmittag wieder den Grill an.



Tierischer Besucher


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Dudel

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Donnerstag, 19. September 2019, 13:44

Tag 03 - 31.08. - Royal Natal N.P.

Tag 03 - 31.08. - Royal Natal N.P.


Ich wache wieder um halb 7 auf, ziehe die Vorhänge zurück und blicke auf eine weißgraue Nebel- und Wolkenwand. Na toll. Also nochmal unter die Decke gekuschelt, das Buch gegriffen und der aufgehenden Sonne dabei zugesehen, wie sie alle Wolken binnen einer dreiviertel Stunde vertrieben hat. Nach dem Frühstück mache ich mich dann um kurz nach 8 bei herrlichem Sonnenschein auf den Weg. Lediglich ein starker Wind begleitet mich heute den ganzen Tag.



Nach wenigen Minuten sind wir wolkenfrei



Für den Vormittag habe ich mir den Trail zum Policeman’s Helmet ausgesucht. Das ist ein exponiert stehender Sandsteinfelsen, der stark erodiert ist und schon mit wenig Fantasie an einen englischen Bobby erinnert. Auf dem Weg dorthin treffe ich nach kurzer Zeit auf eine große Herde Wild, die haben aber viel mehr Angst vor mir und ziehen sich schnell zurück. Der Trail führt schön am Hang entlang, dann länger durch savannenartige Gräser und am Ende dann nach oben zum Helm. Die letzten Meter muss man klettern, es gibt aber eine kleine Leiter. Der Ausblick dort oben ist fantastisch und weit, ich bleibe mehr als eine halbe Stunde dort sitzen und genieße einfach nur die Landschaft.



Policeman's Helmet - mein heutiges Ziel


Policeman's Helmet Trail


Diese Herde grast am Wegesrand


Policeman's Helmet Trail


Policeman's Helmet Trail


Policeman's Helmet Trail


Policeman's Helmet Trail


Policeman's Helmet Trail


Policeman's Helmet Trail


Policeman's Helmet Trail


Policeman's Helmet Trail (Mitte links erkennt man das Thendele Camp)


Policeman's Helmet Trail



Wie schon gestern ist es auch heute alles andere als überlaufen. Auf dem Rückweg begegne ich noch zwei Wanderern, ansonsten habe ich auf dem Trail meine Ruhe. Ich kann mich gar nicht sattsehen, auf der einen Seite das mächtige Amphitheater, auf der anderen Seite die schier endlose Weite. Der Rückweg geht dann etwas zügiger, gegen 12 bin ich wieder im Camp.



Policeman's Helmet Trail



Dort lege ich für eine Stunde die Beine hoch und mache mich dann nochmal auf den Weg zum Tiger Falls Trail. Dadurch, dass das Thendele Camp schon deutlich höher liegt als das Visitor Center, hat der Tiger Falls Trail kaum Höhenmeter, sondern ist ein etwa 40minütiger, überwiegend flacher Weg, der angenehm zu begehen ist. Er führt vom Camp in die andere Richtung, so dass sich neue weite Blicke auf das Land und die Siedlungen außerhalb des Parks ergeben.



Tiger Falls Trail


Tiger Falls Trail


Tiger Falls Trail


Tiger Falls Trail


Tiger Falls Trail


Tiger Falls Trail



Nach einigen Biegungen kommt man den Tiger Falls näher, ein sicheres Indiz dafür ist der grüner werdende Hang, der in Sicht kommt, meistens ein untrügliches Zeichen für Wasser. Doch am Wasserfall sieht man davon nichts, auch die Tiger Falls sind ausgetrocknet. So kann man bequem und ohne nass zu werden hinter den eigentlichen Wasserfall klettern und unter der Abbruchkante sitzen. Trotzdem ein netter Weg für den Nachmittag.



Tiger Falls... sollten da sein



Auch hier treffe ich nur eine Familie, die sich an den Falls gerade mit einer Drohne an einem Familienfoto versucht. Angesichts der atemberaubenden Schönheit des Parks und unter Berücksichtigung der Tatsache, dass es sich um einen Samstag mit Kaiserwetter handelt, bin ich erstaunt, wie leer es hier ist. Wo hat man das sonst noch so? Zurück im Chalet kriegen die Beine ihre verdiente Ruhe. Dusche, Grillen, Lesen – morgen geht es leider wieder raus aus dem Park.



Abendstimmung im Camp


Gast zum Grillen


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Floh2808

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Donnerstag, 19. September 2019, 14:19

Bilder

Hallo Matthias/Admins

habe mich auf deinen Reisebericht gefreut und anfangs auch den Link der Bilder anklicken können. Leider geht das jetzt nicht mehr?
Wisst Ihr einen Rat?

Liebe Grüße Manuela :help:

Dudel

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Donnerstag, 19. September 2019, 14:23

Im ersten Beitrag waren die Links anklickbar, weil die Bilder da noch auf einem anderen Server lagen. Nach Rücksprache mit einem Admin binde ich die Bilder jetzt über Dropbox direkt im Text an.
Erscheinen die bei Dir nicht?

Floh2808

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9

Donnerstag, 19. September 2019, 14:29

Hallo Matthias,

ich habe über Firefox versucht und über Explorer. Dabei mit Doppelklick und auch rechter Maustaste und Bilder öffnen. Es tat sich - bei mir - nichts.

Gruß Manuela

Dudel

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10

Donnerstag, 19. September 2019, 15:00

Da kann ich nicht viel zu sagen. Ich sehe die Bilder direkt im Posting und andere User scheinen das auch zu tun. Vielleicht kann sich ja noch jemand äußern, ob er die Bilder im Text sieht. Wenn ja, dann liegt das Problem leider irgendwo bei Dir und Deiner Rechnerkonfiguration.

DurbanDirk

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11

Donnerstag, 19. September 2019, 15:25

Also ich kann sowohl die Bilder mit den Links öfnnen, als auch die jetzt eingebundenen Bilder sehen.
LG

Dirk

tripilu

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12

Donnerstag, 19. September 2019, 16:39

ich sehe gar keine Bilder - nicht mal mehr links, nur eine wohl "Bildbeschreibung". Edge und IE probiert
Das wichtigste Stück im Reisegepäck ist und bleibt ein fröhliches Herz

Kitty191

Schnürsenkel

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Donnerstag, 19. September 2019, 16:40

Hallo,
mit meinen „gammligen Äpfeln“ kann ich auch alles sehen. :) Kann auch die Links im ersten Beitrag noch öffnen.
Danke für den Bericht :danke:


LG
Kitty
Falls Du glaubst, dass Du zu klein bist um irgendwas zu bewirken, dann versuche mal zu schlafen, wenn eine Mücke im Zimmer ist
Dalai Lama

Floh2808

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Donnerstag, 19. September 2019, 19:19

Hallo Matthias,

habe das Problem, die Bilder nicht zu sehen, vom Bürorechner gehabt. Vielleicht wurde was von "oben" geändert. Bis heute ging es sonst immer. Jetzt zu Hause kann ich die schönen Bilder bewundern.
Danke für Deinen tollen Bericht und die schönen Bilder.

Gruß Manuela

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Donnerstag, 19. September 2019, 19:31

Hallo Matthias,

habe das Problem, die Bilder nicht zu sehen, vom Bürorechner gehabt. Vielleicht wurde was von "oben" geändert. Bis heute ging es sonst immer. Jetzt zu Hause kann ich die schönen Bilder bewundern.
Danke für Deinen tollen Bericht und die schönen Bilder.

Gruß Manuela


Durchaus möglich, dass es da eine zentrale Firewall gibt, die Zugriffe auf bestimmte Domains (u.a. hier eben Dropbox) unterbindet. Aber schön, dass es jetzt geklappt hat. :thumbup:

Bär

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Donnerstag, 19. September 2019, 23:41

Ich wache wieder um halb 7 auf, ziehe die Vorhänge zurück und blicke auf eine weißgraue Nebel- und Wolkenwand. Na toll. Also nochmal unter die Decke gekuschelt, das Buch gegriffen und der aufgehenden Sonne dabei zugesehen, wie sie alle Wolken binnen einer dreiviertel Stunde vertrieben hat.

Das habe ich dort auch mal erlebt. Den Nebel hat es richtiggehend weggebeamt, er hat sich vor meinen Augen in wenigen Augenblicken einfach aufgelöst. Genial.

Durchaus möglich, dass es da eine zentrale Firewall gibt, die Zugriffe auf bestimmte Domains (u.a. hier eben Dropbox) unterbindet. Aber schön, dass es jetzt geklappt hat. :thumbup:

Übrigens, Bilder werden nur angezeigt, wenn man ins Forum eingeloggt ist. Ggfs. könnte es auch daran liegen. Ich habe nun Deinen Beitrag mit den Links gelöscht, damit es nicht weiter zu Irritationen kommt. VG, Bär, Moderator
.
*** Wer nicht klettern kann, sollte sein Geld nicht einem Affen anvertrauen. (aus Afrika) ***

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Freitag, 20. September 2019, 20:22

Zitat



Durchaus möglich, dass es da eine zentrale Firewall gibt, die Zugriffe auf bestimmte Domains (u.a. hier eben Dropbox) unterbindet. Aber schön, dass es jetzt geklappt hat. :thumbup:

Übrigens, Bilder werden nur angezeigt, wenn man ins Forum eingeloggt ist. Ggfs. könnte es auch daran liegen. Ich habe nun Deinen Beitrag mit den Links gelöscht, damit es nicht weiter zu Irritationen kommt. VG, Bär, Moderator


Nach meinen Beobachtungen stimmt das so nicht. Ich hatte die Bilder dann auch mal uneingeloggt über Handy getestet und da wurden mir diese im Beitrag angezeigt. Links werden ausgeblendet, wenn man nicht angemeldet ist, das stimmt.

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arni 0815 (11. Oktober 2019, 21:48)

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Samstag, 21. September 2019, 13:07

Tag 04 - 01.09. - Royal Natal N.P. - Pretoria

Tag 04 - 01.09. - Royal Natal N.P. - Pretoria


Heute ziehe ich zum letzten Mal die Vorhänge auf und erfreue mich am Blick auf das Amphitheater. Ein paar Wolken und die Sonne versteckt sich auch noch, es ist auf frische 10 Grad abgekühlt. Ich räume kurz auf, checke aus und mache mich dann auf den Weg. Eine wunderbare Ecke in Südafrika habe ich da in den ersten drei Tagen kennengelernt.



Ein letzter Blick zurück



Die Fahrt Richtung Norden, über weite Strecken über die N3, ist unspektakulär, die Landschaft einsam und weit. Am Sterkfontein Dam fahre ich diesmal in das Gebiet rein, halte aber nur kurz für ein paar Fotos. Aufgelockert wird das durch zwei Polizeikontrollen, die zuerst etwas überraschend daherkommen, weil jeweils ein erst auf den zweiten Blick als Polizist erkennbarer Mann winkend mit beiden Armen mitten auf die Straße springt. Danach sind beide aber sehr freundlich und entspannt und nach einem kurzen Blick auf den Führerschein – „Ah, Germany. Franz!“ – darf ich jeweils weiterfahren.



Am Sterkfontein Dam


Am Sterkfontein Dam


Am Sterkfontein Dam


Am Sterkfontein Dam



Irgendwann kommt dann die Skyline von Johannesburg in den Blick, der Verkehr wird dichter und auch die Hütten und Behausungen entlang der Straße wieder mehr. Alleine im Auto habe ich viel Zeit mir Gedanken darüber zu machen, wie privilegiert ich doch leben darf. Auch wieder auffallend, wieviel Leute – teilweise in Sonntagskleidung – entlang der Straßen unterwegs sind. Dass da jemand eine mehrspurige Autobahn kreuzt, darf einen nicht aus der Fassung bringen.



Johannesburg Skyline



Auf dem Weg nach Pretoria steuere ich noch „Cradle of Humankind“ an, die Wiege der Menschheit in der einige der ältesten menschlichen Fossilien überhaupt gefunden wurden. Ich dachte, es handelt sich dabei um ein Museum, doch Pustekuchen, falsch informiert. „Cradle of Humankind“ ist ein größeres Gebiet mit verschiedenen einzelnen Attraktionen und zusätzlich auch ein Naherholungsgebiet, das bei diesem schönen Wetter kräftig genutzt wird. Google führt mich erst zu einem völlig falschen Punkt in dem Gebiet, ich folge den Massen auf einen Parkplatz und weiter zu einem Eingang. Dort findet aber eine Art Festival statt und ich habe kein Ticket und vor Ort gibt es keine. Mir dämmert, dass es das nicht gewesen sein kann, ich befrage Google erneut und es führt mich dann doch noch gut 15 Kilometer weiter zum eigentlichen Visitor Center „Maropeng“.

Das Visitor Center dort ist gut gemacht, es gibt am Anfang sogar eine kleine Bootsfahrt und dann eine sehenswerte Ausstellung über die Entstehung der Erde und die Entwicklung des Lebens bis hin zu dem, was uns zu Menschen macht und wo die Verbindung zwischen uns und den Menschenaffen zu finden ist. Dazu eine Menge Fossilien. Außerdem gibt es noch einen kleinen Bushwalk. Der ist nicht sonderlich spektakulär, taugt aber zum Vertreten der Beine und die Landschaft ist auch ganz attraktiv. Beeindruckend dagegen die Kunstinstallation „Long March to Freedom“, die wichtige Personen des schwarzen Freiheitskampfes porträtiert.



Cradle of Humankind


Cradle of Humankind


Cradle of Humankind


Cradle of Humankind


Cradle of Humankind


Long March to Freedom


Long March to Freedom


Long March to Freedom


Long March to Freedom


Long March to Freedom


Long March to Freedom



Danach fahre ich dann weiter nach Pretoria, bin ich doch nicht nur aus privaten Gründen in Südafrika. Im Gästehaus der Universität ist der Schlüssel für mich hinterlegt. Hohe Mauern, elektrischer Zaun, dazu vor der Zimmertür noch eine separate Gittertür. Trotzdem sagt mir die Security am Tor, dies sei eine „Safe area“ und ich könnte problemlos zu Fuß zum Essen gehen. Innerlich ziehe ich eine Augenbraue hoch, mache mich dann aber auf den Weg ins Zentrum von Hatfield, so heißt der Stadtteil, der durch studentisches Leben geprägt ist. Google lässt mich dann zum zweiten Mal heute im Stich, die mit „jetzt geöffnet“ ausgewählten Restaurant erweisen sich als geschlossen. Schließlich finde ich ein kleines türkisches Restaurant - Köfte, Fladenbrot und Salat schmecken gut. Im Supermarkt um die Ecke sitzt der Kassierer hinter einem Gitter, die zweite Augenbraue zieht sich auch nach oben. Trotzdem habe ich mich nicht unsicher oder unwohl gefühlt.



Blick aus dem Zimmerfenster auf Mauern und Elektrozaun



Morgen früh geht es dann an die Universität, ich bin gespannt.

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Dudel

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Montag, 23. September 2019, 18:03

Tag 05-09 - 02.09. - 05.09. - Pretoria (Universität)

Tag 05-09 - 02.09. - 05.09. - Pretoria (Universität)


Da die nächsten Tage an der Uni nicht rein touristisch sind und der inhaltliche - sehr interessante - Aspekt des Besuches nicht von allgemeinem Interesse ist, teile ich die nächsten Tage in zwei Blöcke auf. Zuerst mit einigen allgemeinen Informationen über die Universität und den Austausch und dann in einem zweiten Block über das was ich in Pretoria touristisch gemacht habe. Bevor man überhaupt zur Uni kommt, fallen die Sicherheitsvorkehrungen auf. Campus und Gästehaus sind nur mit biometrischer Chipkarte und Fingerabdruck zu betreten, das Konzept eines "offenen Campus für alle" ist völlig unbekannt, meine Gastgeber sagen aber auch, dass das leider nicht möglich ist.



Zimmertür mit extra Gitter


Gästehaus


Fingerabdruckscanner am Eingang



Die University of Pretoria ist mit 50.000 Studierenden eine der größten Universitäten des Landes und die Universität mit dem höchsten wissenschaftlichen Output pro Jahr. Im Rahmen des ERASMUS-Programms konnte ich dort fünf Tage in der Bibliothek verbringen und mich hauptsächlich über das Thema Forschungsdatenmanagement austauschen. Daneben bekam ich aber auch viele weitere Einblicke in die anderen Themen, die die Leute dort bewegen. Meine Hosts waren sehr nett, sehr offen und sich auch der Probleme ihres Landes sehr bewusst.



Die alte Bibliothek "Merensky 1"


Die neue Bibliothek "Merensky 2"



Während der Apartheid war die UP ein rein weiße Universität, inzwischen ist das Verhältnis ausgeglichen. Aber erst seit 2016 ist Englisch die einzige Unterrichtssprache, vorher gab es auch Kurse und Vorlesungen in Afrikaans. Auf dem akademischen Level habe ich keinerlei Vorurteile bezüglich der Hautfarbe beobachtet, aber es ist schon auffällig, dass die meisten Personen in Führungspositionen weiße Männer sind und Putzleute, Pförtner oder Sicherheitsdienst durch die Bank schwarz sind. Diese Unterschiede brechen nur ganz langsam auf und auch nur in die Richtung, dass Schwarze in bessere Jobs kommen. Nicht umgekehrt. Der Campus selber lässt einen vergessen, dass man in Afrika ist. Weitläufig angelegt, mit viel Grün und repräsentativen Gebäuden, könnte er auch irgendwo an der amerikanischen Ostküste sein.



Campus Impressionen


Campus Impressionen


Campus Impressionen


Campus Impressionen


Campus Impressionen


Campus Impressionen


Campus Impressionen


Campus Impressionen


Campus Impressionen



Interessant zu beobachten war für mich, da gerade Graduation Week war, wie unterschiedlich das abläuft. Während es in Deutschland da leider überhaupt keine große Tradition gibt das zu feiern, ist man in Südafrika mächtig stolz und jeder präsentiert sich im Talar und die ganze Familie kommt zum Feiern. Durch die bunte Mischung der Studierenden war das sehr farbenfroh anzusehen, da einige in traditionellen Kleidern ihre Dörfer kamen und dies auch mit Tanz und Gesang untermalten. Mein Host bestätigte auch die Bedeutung, da es oft die erste Person in der Familie - oder gar im ganzen Dorf ist - die einen akademischen Abschluss erreicht.

Diese Studierenden aus eher bildungsfernen Schichten begründen auch einen großen Unterschied zur deutschen Universitäten. Während wir uns auf gute Absolventen fokussieren, liegt bei der UP der Fokus auf dem "First Year Success". Studierende aus ländlichen Gebieten ohne akademische Tradition, mit rudimentärer Technikaffinität und teilweise so arm, dass sie sich nicht mal Essen leisten könnten (Studiengebühren über Stipendien abgedeckt) - da muss man viel mehr investieren um sie durch das erste Jahr zu bringen. Diese Gegensätze in den Voraussetzungen der Studierenden sind eine immense Herausforderung.



The UP Way



Insgesamt waren es fünf sehr spannende Tage mit vielen interessanten Einblicken an der University of Pretoria.

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Dudel

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Mittwoch, 25. September 2019, 16:45

Tag 05-09 - 02.09. - 05.09. - Pretoria (Touristisch)

Tag 05-09 - 02.09. - 05.09. - Pretoria (Touristisch)


Heute nun ein paar Anmerkungen zu touristischen Aktivitäten rund um Pretoria. Eigentlich wollte ich auch mal in die Innenstadt, mir am Church Square die alten Gebäude anschauen. Doch ich hatte in der Teepause mit Johann über meine Pläne gesprochen und er hat mir dringend davon abgeraten. In den letzten Tagen ist es im CBD zu Unruhen gekommen, Einhemische stellen sich gegen Migranten, denen sie Drogenhandel unterstellen, die Polizei mischt auch mit, ein Taxifahrer ist zu Tode gekommen und Geschäfte wurden geplündert und in Brand gesetzt. Es geht zwar nicht gegen weiße Touristen, aber da möchte man auch nicht versehentlich zwischen die Fronten kommen. Es ist schade, dass man das nicht machen kann und im hoch gesicherten Gästehaus kommt man sich schon etwas wie in einem Gefängnis vor. Johann hat das auch bestätigt, die Freiheit, die wir in Europa, auch in Sachen Reise- und Bewegungsfreiheit genießen, ist beneidenswert.

So setze ich mich an einem Nachmittag nur kurz ins Auto und schlängel mich durch den Berufsverkehr zu den „Union Buildings“, dem Sitz der Regierung und des Präsidenten, wenn diese in Pretoria sind (die Hälfte des Jahres ist die Regierung in Kapstadt). Das Gebäude selbst kann man nicht besichtigen, aber es macht auch so repräsentativ einiges her, die Gärten sind schön angelegt und man hat einen guten Blick über die Stadt Pretoria. Zudem dient als Attraktion eine riesige Nelson Mandela Statue. Ich schieße einige Fotos und genieße die Sonnenstrahlen.



Union Buildings - Blick auf Pretoria


Union Buildings


Union Buildings mit Mandela Statue


Union Buildings mit Mandela Statue


Union Buildings



An einem anderen Tag setze ich mich ins Auto und fahre zum Voortrekker Monument. Dies ist ein Denkmal für den Großen Treck der Pioniere, die im 19. Jahrhundert die englische Kapkolonie verlassen und zwei Burenrepubliken im Osten und der Mitte des Landes gegründet haben. Dass bei diesem Zug der Pioniere auch massive „Kriegsverbrechen“ an der indigenen Bevölkerung verübt wurden, darf nicht vergessen werden, wird aber vom Denkmal und dem zugehörigen Museum stark ausgeblendet. Das ist sehr vergleichbar zur Besiedlung des amerikanischen Kontinents, bei der auch die Pioniere heroisiert werden.
Vorbild für das Denkmal soll das Völkerschlachtdenkmal in Leipzig sein und ähnlich massiv und wuchtig steht es auf dem Hügel. Von oben hat man einen tollen Blick auf die Stadt Pretoria und die Umgebung. Ich schlendere ein wenig herum, besuche das Museum im Keller und besuche auch noch kurz die umgebenden Gärten, die aber sehr trocken sind. Es gibt in der Umgebung auch noch einige andere Mahn- und Ehrenmale für südafrikanische Soldaten und mehr. Muss man mögen.




Voortrekker Monument


Voortrekker Monument


Voortrekker Monument


Voortrekker Monument


Voortrekker Monument


Voortrekker Monument


Voortrekker Monument


Voortrekker Monument


Voortrekker Monument


Blick über Pretoria



An einem weiteren Tag laufe gut 15 Minuten zum Stadion der Universität, findet dort doch heute ein Fußballmatch in der Universitätsliga gegen die University of Free State statt. Es gibt großes Tamtam mit Nationalhymne und das Spiel wird auch live im Fernsehen übertragen. Das Stadion füllt sich erst langsam im Laufe des Spiels und die Zuschauer brauchen auch etwas um warm zu werden, die typischen afrikanischen Gesänge und die unvermeidbaren Vuvuzuelas werden erst mit zunehmendem Spielverlauf lauter.

Das Spiel ist typisch, individuell und technisch stark, aber taktisch eher undiszipliniert. Und im Tor steht wirklich noch der, der am wenigsten kicken kann. Interessant auch, dass die Schiedsrichterin eine Frau ist. Free State beginnt stärker, doch Pretoria kann das Blatt mit zunehmendem Spielverlauf drehen und geht in der 88. Minute durch ein Eigentor mit 1:0 in Führung. Alle rasten aus und das ist dann auch der Endstand.




Fussballspiel


Fussballspiel


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