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Meerbie

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Samstag, 16. November 2019, 20:00

Versicherungsschaden Mietwagen - Erfahrungen

Ich möchte euch noch einen Erfahrungsbericht nachliefern, wie das Spiel so läuft, wenn bei der Rückgabe des Fahrzeugs ein Schaden festgestellt wird. Vielleicht nützen meine Einlassungen, weil ja oft Unsicherheit bei den Versicherungen und bei der Miete herrscht.

Gemietet hatten wir bei Europcar (über BilligerMietwagen und FTI) einen Toyota Fortuner Diesel.
Versicherungspaket war vergleichsweise gut: Die SB sollte ZAR 42.368 betragen (ca. 2.600 EUR)
Kaution (lt. FTI-Unterlagen): 1500 ZAR plus 30% der SB plus Mautgebühren
Dazu noch: Reifen, Glas, Unterbodenversicherung (wozu ich IMMER wärmstens raten würde) Hinweis: In den Unterlagen, die man vom Vermieter vor Ort bekommt, steht übrigens nichts von "Unterboden" - da ist nur "Tyre & Windshield" vermerkt.
Dazu noch die Selbstbeteiligungsausschlussversicherung in Höhe von 5.000 EUR. Die Selbstbeteilung (Excess) ist mit dieser Versicherung also abgedeckt. (Diese Versicherung kann man natürlich auch z. B. über eine britische Zusatzversicherung günstig abdecken, was - nach allem was man so liest - gut funktionieren soll und sich schnell rechnen kann, wenn man häufiger Autos mietet). Grundsätzlich halte ich eine Versicherung des Selbstbehalts für ein nicht zu diskutierendes Muss.

Nach meinem Verständnis hieß das: auf der Kreditkarte würden nur 30% von 42.368 ZAR plus 1500 ZAR (vermutlich für die Tankfüllung) gesperrt werden (ca. 875 EUR). Für mich übrigens ein Alleinstellungsmerkmal der FTI-Buchung und damit Argument für meine Buchung - bei allen anderen stand für den Fortunter wären die 42.368 ZAR fällig.

Abholung des Fahrzeugs am Airport Cape Town war gegen 22 Uhr am Abend. Überraschung: Europcar SA will von den nur "30%" nichts wissen. Die sperren also mal fröhlich 43.863 ZAR auf der Kreditkarte. Achtet also darauf, dass ihr in jedem Fall das Limit der Kreditkarte weit höher habt, als ihr meint zu benötigen - unverhofft kommt oft. Mit den Unterlagen bekommt ihr einen DIN A5 großen Zettel in Kopie, auf dem die Vorschäden des Fahrzeugs vermerkt sind (Vehicle Quality Check): schwer lesbar, schwer interpretierbar, dazu noch winzig. Achtet auf diesen Zettel - er kann viel Geld wert sein. Man bot uns an (es war ja stockdunkel draußen), das Fahrzeug 24 Stunden lang checken zu können und falls irgendwelche Schäden am Fahrzeug seien, die nicht auf dem Zettel wären, sollten wir uns melden oder vorbeikommen.

Wir haben - mit Handylicht - das Fahrzeug vor Ort (ohne den Vehicle Quality Check - Zettel) gecheckt, aber das ist weitestgehend witzlos in der Dunkelheit. Dummerweise haben wir das am nächsten Tag aber auch nicht mehr getan, wir hatten zu viel zu tun - was uns in diesem speziellen Fall aber auch nicht geholfen hätte. Also: Prüft das Fahrzeug auf Vorschäden und moniert jeden blöden Kratzer, falls ihr was entdeckt. Leider ist das Formular recht kryptisch: Fragt ruhig schon am Schalter, was das ist, was da auf dem Formular steht. Die Kopien sind wirklich schwer lesbar.

Dann Überraschung bei der Abgabe am Flughafen nach 3 Wochen. Da gerieten wir ausgerechnet an einen eifrigen Lehrling, der mit seiner Lehrmeisterin auf unser Auto zusteuerte. Intensive Untersuchung und was findet er? Einen losen Kunststoffstreifen am Heck, unterhalb der Stoßstange. Der war uns nach ca. 5 Tagen auch kurz aufgefallen (auf Fotos nach 3 Tagen war er auch, jüngere hatten wir nicht) und ich hatte da einen silbernen, verzinkten L-Winkel als Befestigung gesehen, wo ich dachte: "Hä, ... sieht ja aus, wie eine Reparatur aus dem Baumarkt ..., das gehört da nicht hin ...", aber weil das mitten im Dreck und es heiß war, wollte ich dem nicht weiter nachgehen und habe nicht genauer hingeschaut. Eine lose Leiste halt - 1.50m breit und 4cm hoch." Hätte ich zu dem Zeitpunkt (oder bei der Abgabe) auf das Vehicle Quality Check Formular geschaut, wäre mir an der Stelle allerdings ein "L" aufgefallen und das hätte ich als "Loose" interpretiert und hätte genau nicht bei Europcar angerufen, weil ich das für einen Vorschaden gehalten hätte. Also: Bei der Abgabe unbedingt das Formular mit dem vorgeworfenen Schaden abgleichen! Das Formular haben die mir sogar abgenommen und es angeschaut, aber den Zusammenhang nicht gesehen. Und in dem Bereich gab es keinen anderen Schaden, keinen Kratzer, keinen Abplatzer, keine Delle.

Der junge Lehrling war aufgeregter als ich: "What will I have to do now?" seine Frage. Man bat mich ins Büro und ich musste ein Schadenformular (Motor Incident Report) ausfüllen und unterschreiben. Was ich nicht beachtet habe: Man unterschreibt damit sogleich ein Schuldanerkenntnis! Also: Den Passus "I am liable for the damage ..." möglichst einfach streichen und umformulieren, wenn die Schuldfrage nicht klar ist. Das fällt ansonsten auf einen zurück.

Nach ca. 10 Tagen hatte ich dann eine Rechnung von Europcar-SA, bzw. die Nachricht, dass man den Betrag einbehalten würde von der Kaution. Ich bat dann noch um alle dazugehörigen Unterlagen, weil ich ja wissen wollte, wofür ich denn zahle und zur Vorlage bei meiner Versicherung. Das ging alles problemlos über E-Mail und man versorgte mich dann mit allem, was man hatte - incl. bebildertem Reparaturreport. Ich habe natürlich widersprochen, weil ich inzwischen realisiert hatte, dass an der Stelle im Vehicle Quality Check ein Vermerk "L" war und der Schaden war: "Loose rear bumber strip". Ich bekam nach ca. 2 Tagen Antwort, dass man so einen Schaden vorher mit Sicherheit repariert hätte, dass die Schäden auf dem Formular nur Kratzer usw. wären, dass so ein Auto im Vermietungsprozess mehrfach geprüft würde (soweit ich verstanden habe, haben die auch einen unabhängigen Dienstleister, der das Handling solcher Reparaturen übernimmt und kein Interesse hätte, Reparaturen nicht auszuführen) und dass ich ja unterschrieben hätte, dass ich die Schuld tragen würde. Nicht eingegangen ist man auf die Tatsache, dass an der Stelle am Fahrzeug keinerlei Schaden zu sehen war, der dieses "L" ansonsten erklären würde. Und das ist natürlich genau der Punkt, wo die Kuh Wasser lassen müsste.

Und das war der Punkt, wo ich einsah, ohne Anwalt ginge das nicht weiter, hätte aber ohnehin kaum Sinn. Der Schaden betrug ca. 680 Euro ... für eine Kunststoffleiste ... lackiert hat man auch irgendwas, das war eigentlich das teuerste.

Ich beschloss also, dieses Fass nicht aufzumachen, das Ding als Schaden an die Versicherung zu melden und fertig. Ich teilte der Versicherung mit, ich wüsste nicht, woher dieser Schaden gekommen wäre, möglicherweise durch einen Stein, der beim Fahren auf Pisten unglücklich gegen eine Halterung der Leiste geschlagen sei. Ich bin allerdings bis heute überzeugt, dass dieser Schaden schon vorher am Fahrzeug vorhanden gewesen ist (der seltsame Winkel ... der auf den Reparaturbildern nicht zu sehen war, für dessen Existenz ich aber keinen Beweis habe, außer meinen Augen) die Lackiererei, die mit der Winkelbefestigung gut in Zusammenhang stecken könnte, weil der Winkel irgendwie befestigt worden sein muss und v. a. der Vermerk auf dem Formular, der nach meinem Dafürhalten nicht anders zu erklären war. Letztlich war es aber nur ein von mir nicht zu beweisender Verdacht. Es ist ja durchaus möglich, dass ich mich irre - der Teufel ist ja ein Eichhörnchen.

BilligerMietwagen sagt mir: Schicke uns alles, wir leiten das weiter. Eine Woche später von denen eine Mail: Ne, wieso schickst du uns das? Schick das mal an die Versicherung. Die hat nun 4 Wochen gebraucht und uns heute den Betrag "ohne weitere Prüfung" erstattet. Was wollen die auch noch prüfen - ich habe die ja schon mit allen Informationen und Dokumenten zugeschi ... und man glaubt nicht, was da alles zusammenkommt. D. h. es hat jetzt 2 Monate gedauert, bis wir unser Geld zurück haben - das ist i. O.

Wichtig: Wenn euch so was passiert, achtet darauf, dem Autovermieter lesbare Mailadressen, Telefonnummer usw. zu hinterlassen - ansonsten wird es mit dem Kontakt schwierig. Eigentlich klar, aber wie schnell hat man sich verschrieben?


Und macht Foto vom Auto: Vorher - Nachher!
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rhein-mainer

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Samstag, 16. November 2019, 23:07

Unterschiede bei Auto Vermietern

Hallo.
Wir haben in den 8 bisherigen Autovermietungen in Südafrika sehr unterschiedliche Erfahrungen gemacht.
Der erste Schaden , passierte am Chapmans Peek Drive . Dort knallte eine Tür eines neben uns aussteigen Fahres gegen unsren Bumper ( hintere Stoßstange ). Ich war am filmen und bemerkte dies nicht , aber der Fahrer , ein Schweizer ,
war ein koprrekter und sprach mich an und meldete mir den Schaden. Wir besorgten uns am nächsten Tag bei der Police in Fish Hook eine Case Nr. und bei der Abgabe des Wagen s in Cape Town mit den Papieren , war alles OK. Nie eine
Nachfrage oder Card Belastung später. !

Im vergangenen Jahr , dagegen , gemietet bei Billiger ... , Brocker : Budget . Ohne Schaden am Fahrzeug . Bei der Heimkehr , die unangenehme Überraschung : AVIS Joh- Burg , die Mutter Gesellschaft von Budget hatte mir über 3000 , - Euro
ohne Nachfrage an an mich von der Card eingezogen. Ein riesiger Aufwand mit DER - Tour der Deutsche Brocker um mein Geld nach 4 Wochen teilweise zurück zu bekommen. Ein Rest von ca. 300 Euro wurde mir erst nach Reklamation und Einschreiben meinerseits von DER Tour erstattet.

Dieses Jahr. Gebucht bei Billiger ... Brocker : Bidvest . Kein Schaden , keine Abbuchung . Alles Gut !!.

Fazit für mich : nie mehr Avis oder Budged als Vermieter !

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Meerbie (21. November 2019, 11:32)

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Sonntag, 17. November 2019, 08:41

Ich bin kein Versicherungsexperte und hatte glücklicherweise auch bisher keine Probleme mit Autovermietern wie zuvor beschrieben.

Bei Che...24 kann ich doch beim Versicherungsschutz auswählen: "ohne Selbstbeteiligung KEINE ZAHLUNG". Ist natürlich teurer wie "100 % Rückerstattung" aber mit dieser Versicherungsvariante müsste doch ein Szenario wie von Meerbie und rhein-mainer beschrieben ausgeschlossen sein, oder?


Viele Grüße und einen entspannten Sonntag
Hans-Jürgen

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Meerbie (21. November 2019, 11:33), rhein-mainer (17. November 2019, 18:26)

Bär

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Sonntag, 17. November 2019, 10:38

Danke Meerbie für den Report.
Eine Deiner wichtigen Erkenntnisse möchte ich nochmals hervorheben: niemand kann jemanden zwingen, etwas zu unterschreiben. Tut es einfach nicht.
Und wer glaubt, über den Tisch gezogen zu werden: das Drohen mit rechtlich zulässigen Maßnahmen ist erlaubt. "Wie ist Ihr Name? Ich möchte mich bei Ihrem Vorgesetzten über Ihr Verhalten beschweren." "Ich werde die dafür zuständige Behörde einschalten." "Sie können das machen. Ich werde dann die Polizei rufen."
.
*** Wer nicht klettern kann, sollte sein Geld nicht einem Affen anvertrauen. (aus Afrika) ***

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Meerbie

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Donnerstag, 21. November 2019, 11:32

[...] möchte ich nochmals hervorheben: niemand kann jemanden zwingen, etwas zu unterschreiben. Tut es einfach nicht.
Und wer glaubt, über den Tisch gezogen zu werden: das Drohen mit rechtlich zulässigen Maßnahmen ist erlaubt. [...]
Grundsätzlich hast du ja so Recht.

... nur fühlte ich mich in diesem Fall zu nichts gezwungen. Ich war in der Annahme, lediglich ein Schadenformular mit meinen Daten zu füllen, kurz den Schaden zu beschreiben und ... ja hätte ich mal das Kleingedruckte gelesen. Und ich wollte da ohnehin keine Welle machen ... hatte meine Gründe ... man will ja nicht, dass die sich dann den Rest des Fahrzeugs noch genauer anschauen.

Meine "Ausrede": Vorflugsituation - gerade durch den Verkehr gequält, der deinen Zeitpuffer dann doch irgendwie schon wieder angefressen hat, Hektik, Chaotik, Fußpilz, dazu hatte ich nur noch den "worst seat in airline industry" für den Weiterflug ab Joburg bekommen - wir kennen ja alle diese Nerverei. Und "Zack" ... hast du was unterschrieben, was du in Ruhe vor dem Computer nie unterschrieben hättest. Jedenfalls klar mein Fehler.

Zu Hause merkst du dann, die haben dich möglicherweise über den Tisch gezogen (natürlich nicht bewusst, denn die haben da alle nur ihren Job gemacht und der Schaden war schließlich vorhanden), aber die Beweislage erschien mir extrem dünn. Und mir war klar, bei 680 Euro Schaden und der Sachlage, da würde die Versicherung hier auch kein Fass mit Gutachter und Anwalt aufmachen. Mein Entschluss: Kein Sand in dieses Getriebe werfen, denn die hatten schließlich unser Geld schon. Und hätte ich das getan, würde sich das ewig hinziehen.

Na ja, in diesem Fall: Ende gut, alles gut. Und Auto war auch gut.
Und aus meinen Fehlern lerne ich hoffentlich. Offensichtlich lernt man nie aus - bis ins Grab.

Meerbie

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Donnerstag, 21. November 2019, 11:51

[...] Bei Che...24 kann ich doch beim Versicherungsschutz auswählen: "ohne Selbstbeteiligung KEINE ZAHLUNG". Ist natürlich teurer wie "100 % Rückerstattung" aber mit dieser Versicherungsvariante müsste doch ein Szenario wie von Meerbie und rhein-mainer beschrieben ausgeschlossen sein, oder? [...]
Hallo Hans-Jürgen,
das sehe ich bewusst jetzt zum ersten Mal dort. Danke für den Tipp. Ich würde fast dazu neigen zu sagen: Das ist neu. Grundsätzlich tolle Sache. Ja, so ein Szenario wie von mir beschrieben, sollte dann - zumindest bei solchen Kleinschäden - ausgeschlossen sein.

Gut, da muss man dann halt vergleichen. Grundsätzlich hatte ich mit diesem Verwur ... ;) Broker so meine Schwierigkeiten. Die hatten im Sommer Fahrzeuge in falschen Fahrzeugklassen angeboten. Wer das gebucht hatte und z. B. einen Hilux Double Cab erwartet und dann nur einen Rav4 bekommen hätte, hätte sicher ziemlich dumm geguckt. Ich hatte die darauf aufmerksam gemacht, man wollte sich darum kümmern, aber Wochen später gab es diese Angebote immer noch. Also dort ganz genau prüfen, welche Klasse man bucht (ACRISS/SIPP-Codes abgleichen mit den Angaben beim Vermieter).

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ZA-Freund (21. November 2019, 19:04)

Marc

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Donnerstag, 21. November 2019, 13:49

Bisher habe ich immer versucht die Broker als Preisindex, aber möglichst nicht als Buchungsplattform zu nutzen. Sprich ich informiere mich über den Markt und buche dann online meist direkt beim Anbieter.

Über die Jahre und bestimmt einige hundert Fahrzeugmieten weltweit habe ich festgestellt, dass es ein Kulanz-Gefälle zwischen Broker/direkt und auch ein Kulanz-Gefälle zwischen kleinen, lokalen Vermietern und großen, internationalen Konzernen gibt. Sprich, wer sehr günstig über einen Broker einen kleinen, regionalen Vermieter bucht hat es mit der Schadensabwicklung deutlich schwerer, als wenn man deutlich mehr Geld ausgibt und das Auto direkt bei einem "der Großen" bucht.

Grundsätzlich unterstütze ich kleine Unternehmen sehr, sehr gerne, wenn es aber für mich Stress bedeutet, der möglicher Weise auch noch unprofessionell abgewickelt werden soll, kostet das mich einen Teil der Erholung, die ich im Urlaub ja suche (und dringend benötige). Entsprechend tendiere ich regelmäßig in Südafrika zu Avis (direkt) und bezahle dafür 30% mehr, habe aber eine wirklich strukturierte, unkomplizierte und professionelle Abwicklung. Übrigens immer ohne eine Zusatzversicherung abzuschließen. Schadensfälle hatte ich dort bislang drei, die ich selbst gemeldet habe und die auch sehr fair abgewickelt wurden. Für mich hat sich diese Strategie bewährt.

Die schlimmste und die beste Abwicklung hatte ich in Namibia. Die Schlimmste war ein Peugeot 406 mit 40tkm, an dem auf den letzten 200km die Klimaanlage ausgefallen ist. Als ich das dem Annahmeprüfer freiwillig (ich Depp) mitgeteilt habe, ist dieser richtig zickig geworden und wir haben fast eine Stunde über jede Kleinigkeit diskutiert, z.B. warum ich die Radkappen abgemacht und in den Kofferraum gelegt habe. Die Beste war letztes Jahr ein Tuscon mit immer hin 89tkm Laufleistung, aber leider einem defekten Dämpfer, eine eMail und das Auto wurde 280km weiter ohne unser Wissen (hat die Rezeption der Lodge geregelt) ausgetauscht und es lag alles am Platz, nur das Auto hatte eine andere Farbe und war jünger.
Schöne Inselgrüße Marc

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Honda

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Donnerstag, 21. November 2019, 16:37

Versicherungsschaden Mietwagen

Moin,
bei den teils extrem günstigen Mietraten (man beachte mal den Wertverlust und den Verschleiß wenn man mehrere Tausend km fährt) ist es ein Grundprinzip bei vielen Verleihern a) möglichst Schäden festzustellen und b) gut daran zu verdienen, auch an der Schadenhöhe. Zumal in SA die Werkstattkosten extrem günstig sind.
Mein Grundprinzip: nie bei Dunkelheit Autos übernehmen, lieber nehme ich eine zusätzliche Taxifahrt zum bzw. vom Hotel (in Flughafennähe) in Kauf.
Und die AGB sind generell nicht gerade leicht verständlich. Ich musste 2015 nach einem Hagelschaden die volle SB bezahlen, es gab keine Erstattung, obwohl ich Erstattung der SB abgeschlossen hatte.
Das war angeblich höhere Gewalt, die angeblich nicht zu versichern war. (Die schwer verständlichen AGB grüßen). Mittlerweile miete ich in SA nur noch den VW Polo, da hier die Kaution und die SB niedrig sind. Hat sich in allen Parks bewährt, extreme Potholes umfährt man eben.
Gruss Rainer :saflag:

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Tutu (21. November 2019, 20:14), leser (21. November 2019, 18:07)

SarahSofia

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Freitag, 22. November 2019, 22:43

Hallo Meerbie,
Grundsätzlich halte ich eine Versicherung des Selbstbehalts für ein nicht zu diskutierendes Muss.
sehe ich auch so - aber fast noch wichtiger finde ich mittlerweile die Höhe der Haftpflichtsumme; das kann einem eher das Genick brechen als die Selbstbeteiligung.
Also: Den Passus "I am liable for the damage ..." möglichst einfach streichen und umformulieren, wenn die Schuldfrage nicht klar ist. Das fällt ansonsten auf einen zurück.
Genau- uns wollte man in Durban mal "Kratzer im Lack" unterjubeln, die sich aber eher in der Staubschicht des Wagens befanden und sich wegwischen liessen. Ich habe das Ganze dann kurz umformuliert und nie wieder was von der Versicherung gehört.
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Worüber ich mich immer wieder am Mietwagenschalter wundere : ich gebe bei der Buchung von zu Hause aus immer alle gewünschten Daten an - und dann geht es bei der Übernahme eigentlich wieder von vorne los: ich fülle per Hand ein Formular aus, der/die Angestellte tippt das Ganze ein, fragt auch gerne noch mal nach, ob er alles richtig gelesen hat - das hat mit digitaler Datenübermittlung eher weniger zu tun :whistling:

LG SarahSofia

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Meerbie (3. Dezember 2019, 20:08), Tutu (25. November 2019, 18:46), Blinki (23. November 2019, 20:36)

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Samstag, 23. November 2019, 00:20

Worüber ich mich immer wieder am Mietwagenschalter wundere...
Um dieses (und vor allem eine Warteschlange) zu umgehen, bin ich schon seit einiger Zeit dazu übergegangen, in ZA Broker zu meiden und zB bei AVIS direkt zu buchen. Mein Vertrag liegt schon zur Unterschrift bereit.
Die evtl. benötigten Kontaktdaten meiner Unterkunft halte ich schon als Notiz bereit. Mit Super Cover umgeht man noch die leidige Diskussion über Zusatzversicherungen. Die Abholdauer verringert sich somit auf 10-15 Minuten. Probleme bei Anmietungen bisher keine. Sicher nur Zufall.

Muss mich beim nächsten Mal nur nach einem anderen Fahrzeug umsehen. Den 3er gibt es wohl nicht mehr und der X3 ist mir zu teuer.
Gruß Micha

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Tutu (25. November 2019, 18:47)

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Samstag, 23. November 2019, 13:16

Zitat

Den 3er gibt es wohl nicht mehr und der X3 ist mir zu teuer.
Liegt wohl (Der Link ist für Gäste ausgeblendet. Um ihn zu sehen, bitte registrieren!) . Sry 4 OT.
Gruß Micha

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Mittwoch, 4. Dezember 2019, 15:17

Ich hatte bei AVIS direkt gebucht und in Johannesburg abgeholt und gebracht- Buchung ohne "super cover" da ich die icarinsurance Sellbstbehaltversicherung hatte. Die Übernahme und Papierkram erfolgt ja mittlerweile über ein TAB. Ich hatte die Übernahme unterschrieben, aber nicht gemerkt, dass da noch 4 Seiten davor waren und die "fleißige" Mitarbeiterin mir mal alle nur möglichen Versicherungen untergejubelt hatte für schlappe 25.000 Rand. ich hatte gedacht, dass ist die Kaution oder so.. Hatte ich am Abend 200 km weiter in den emails dann erst gesehen. 1000 Telefonate, hartnäckige Ablehnung der Rückfahrt zur Abholstation JB von mir und ein Besuch in der örtlichen AVIS Station waren nötig, das Paket wieder loszuwerden. Also immer gut schauen ,wenn man auf einem TAB was unterschreibt, was alles da so dranhängt.....

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Mittwoch, 4. Dezember 2019, 15:33

Ich lasse mir gerne von den AVIS MAs vor der Unterschrift die Seiten mit den entsprechenden NULLEN zeigen, damit allem koreckt ist.
Hat bisher immer gut gegangen.
Gruß Micha

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Mittwoch, 4. Dezember 2019, 15:37

das mache ich jetzt auch so. Aber da ich damals alles ohne zusätzliche Versicherung gebucht hatte, war ich davon ausgegangen , dass ich nur eine Seite mit der Übernahem habe. Blöd, aber was draus gelernt... :)

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