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chrissie2006

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Samstag, 23. Januar 2021, 19:53

Fazit:
Sambia haben wir nicht so exotisch empfunden wie wir im Vorfeld in einigen Reiseberichten gelesen hatten. Wir waren zwei Jahre zuvor in Uganda, wo wir bereits mit dem Unterschied in der Infrastruktur zu Südafrika oder Namibia als auch mit dem Gefühl, fast die einzigen „Weißen“ zu sein, konfrontiert wurden.
Es war insgesamt eine sehr schöne Reise, wenngleich auch ein paar nicht so schöne Erfahrungen dazu gehörten. Einen weiteren Urlaub in Sambia können wir uns grundsätzlich vorstellen. Durch enormen Entfernungen im Land wäre eine Fahrzeugübernahme in Lusaka ideal, was zumindest für uns auch aufgrund der dadurch entfallenen Grenzübertritte vorteilhaft wäre. Zur Zeit unserer Planungen 2018/19 war dies jedoch wesentlich teurer und ob die Fahrzeugausstattung mit dem Standard von Bushlore oder anderen renommierten Fahrzeugverleihern im südlichen Afrika mithalten kann, können wir nicht beurteilen.

Grenzübergänge:
Für uns der nervenaufreibendste Teil der Reise.
Aufzupassen, alle notwendigen (und korrekt ausgefüllten!) Formulare, Stempel etc zu erhalten, daneben bei den Gebühren für Visa, Road Tax und Versicherung nicht übers Ohr gehauen zu werden, ggf. allzu aufdringliche „Möchtegern-Helfer“ - denen ich trotz allem ein gewisses Maß an Verständnis gegenüber aufbringe - abzuwehren, kostet uns jedes Mal einiges an Konzentration, Nerven und Zeit.

Unsere Route:
Es ist vermutlich egal, wie lange man Zeit hat, man muss immer Abstriche machen. :whistling:
Wie im Prolog schon erwähnt, hätte mich das Chimfunshi Wildlife Orphanage gereizt, welches jedoch aus der Planung rausfiel, da diese keine Schimpansen-Walks mehr anbieten.
Im Nachhinein bedauere ich, dass wir den Kasanka Nationalpark nicht eingebaut haben, da zu unserer Reisezeit dort die Invasion der Flughunde war. Das wäre sicherlich ein Highlight gewesen. Der Grund, warum ich den Park bei der Planung unberücksichtigt gelassen habe, ist, dass wir dann weniger Zeit im SLNP gehabt hätten und wesentlich mehr Kilometer fahren müssen.

Wetter:
Uns war bewusst, dass wir zu Beginn der Regenzeit unterwegs sind. Somit beschweren wir uns gerade über den häufigen Regen zum Anfang der Reise nicht. Schade war es nur um die Bootsfahrt auf den Chobe.

Straßenverhältnisse / Navigation:
Die Qualität der Straßen/Wege in Sambia schwankte von gut bis grottig, aber die Navigation mit Straßenkarte und T4A war kein Problem.

Tsetsefliegen:

Sehr nervend im Kafue NP und vereinzelt im SLNP. Macht einfach weniger Spaß, wenn man wegen der Plagegeister mit geschlossenem Fenster unterwegs ist und daher die Umgebung nicht mit allen Sinnen aufnehmen und nur schlecht fotografieren kann. Dass sich bei mir einige Stiche entzündet haben, ist persönliches Pech, macht die Biester jedoch nicht sympathischer.

Preis-Leistungs-Verhältnis:

Die Eintrittspreise für die Nationalparks sind deutlich höher als in Namibia oder Südafrika. Das ist vielleicht ein Grund, dass diese Parks im Vergleich zB mit dem Kruger mehr Exklusivität bieten, aber ob der Preis gerechtfertigt ist bzw. ob man diesen Preis zahlen will, muss jeder für sich selbst beantworten.
Die Stellplätze im Kafue NP waren mit 25 USD pP/N hoch. Für das Kasabushi Camp fanden wir dies noch halbwegs akzeptabel (sehr schöner Stellplatz am Wasser und gepflegter ablution block für wenige Campsites), beim Mayukuyuku Bush Camp jedoch überzogen.

South Luangwa Nationalpark:
Der SLNP war für uns definitiv die lange Anfahrt wert. Aufgrund unserer Reisezeit haben wir den Nsefu Sektor nicht kennengelernt, aber der Teil, den wir vom Wildlife Camp erkundet haben, hat uns sehr gut gefallen. Auch die Sichtungen (wild dogs, Löwen, Hyänen, Leos und natürlich Elefanten) waren gut. Der Sunset drive hat sich sehr gelohnt.

Kafue NP:

Im Vergleich zum SLNP haben wir nur einen kleinen Teil des Parks kennengelernt. Die vom Kasabushi Camp organisierte Bootsfahrt war klasse, obwohl es keine besonderen Sichtungen gab.

Bushcamper:
Der Bushcamper ist ein tolles Auto für so eine Reise. Wir haben es wieder sehr genossen, dass der Auf- und Abbau mit wenigen Handgriffen erledigt ist und morgens durch das Herunterklappen der Herdplatte schnell heißes Wasser zur Verfügung steht. Wenn man etwas Negatives finden will, ist es der Zugriff auf den Kühlschrank. Günstiger wäre es, wenn von außen auf den Kühlschrank zugegriffen werden könnte.

Vielen Dank allen, die trotz der langen Intervalle zwischen den einzelnen Tagesetappen bis zum Schluss dabei geblieben sind.
Bis zum nächsten Mal
Chrissie

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Samstag, 23. Januar 2021, 21:43

Hallo Sabine und Christian,

es war wieder sehr spannend und informativ euch zu folgen. Es gibt bei Ländern wie Sambia, Uganda u.v.m. so viele Dinge, die abschreckend für Selbstfahrer sind und die Planung sehr schwer machen. Umso erstaunlicher, was ihr immer wieder geregelt bekommt. Respekt! Bin gespannt, was nun kommt.
Mal schauen. Wenn alles gut geht, kommen wir dieses Jahr auch mal aus der Komfort Zone raus.

Hoffentlich geht bald wieder mehr.

:danke:

LG

Christian

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Sonntag, 24. Januar 2021, 11:04

Vielen lieben Dank für den tollen Bericht und das Fazit, Chrissie! :danke: :danke: :danke:

Was zahlt man denn für das Permit pro Tag im Kafue und im SLNP?
Soweit ich weiß, vermietet Bushlore auch ab Lusaka Fahrzeuge. Sambia wäre ab/bis Lusaka auch in 2 - 3 Jahren für uns mal eine Option.

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chrissie2006 (29. Januar 2021, 17:54)

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Sonntag, 24. Januar 2021, 12:36

Hallo Ihr 2,

gerne bin ich bei Euch wieder mitgefahren und habe interessiert die einzelnen Etappen verfolgt.
Wie immer bin ich beeindruckt wie gut Ihr diese Reisen vorbereitet habt, weil die Informationsrecherche außerhalb von Südafrika und Namibia um einiges mehr an Ausdauer verlangt.
Die Fotos und Bestimmungen Eurer Sichtungen (speziell Vögel und Pflanzen) sind immer sehr lehrreich für mich, auch dafür vielen Dank.

Viele Grüße,
Markus

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Freitag, 29. Januar 2021, 18:07


es war wieder sehr spannend und informativ euch zu folgen. Es gibt bei Ländern wie Sambia, Uganda u.v.m. so viele Dinge, die abschreckend für Selbstfahrer sind und die Planung sehr schwer machen. Umso erstaunlicher, was ihr immer wieder geregelt bekommt. Respekt!

:danke: :danke:


Bin gespannt, was nun kommt.
Das sind wir auch. Mal sehen, was möglich ist. Da wir SA im September für unrealistisch halten, hoffen wir auf Namibia.


Mal schauen. Wenn alles gut geht, kommen wir dieses Jahr auch mal aus der Komfort Zone raus.

Wenn ich es richtig in Erinnerung habe, habe ich in einem Thread gelesen, dass es nach Tansania gehen soll. Das würde mich auch reizen, aber die Kosten sind ja nicht unerheblich. Wenn du Lust hast, kannst du mir ja ein bisschen genauer von euren Plänen berichten, gerne per PM oder ein Link auf einen Thread, falls es den gibt.

Hoffentlich geht bald wieder mehr.

Das wünsche ich uns allen.


gerne bin ich bei Euch wieder mitgefahren und habe interessiert die einzelnen Etappen verfolgt.
:danke: :danke:
Wie immer bin ich beeindruckt wie gut Ihr diese Reisen vorbereitet habt, weil die Informationsrecherche außerhalb von Südafrika und Namibia um einiges mehr an Ausdauer verlangt.
Die Fotos und Bestimmungen Eurer Sichtungen (speziell Vögel und Pflanzen) sind immer sehr lehrreich für mich, auch dafür vielen Dank.

Bei Pflanzen sind wir fast zu 100% auf die Unterstützung anderer angewiesen :whistling: , bei den Vögeln meistern wir es – bis auf die die kleinen und großen Braunen :whistling: – größtenteils ganz gut mit unserem Roberts Bird Guide.
Grüße an Nadja. :saflag:

Vielen lieben Dank für den tollen Bericht und das Fazit, Chrissie!
Gerne und :danke:

Was zahlt man denn für das Permit pro Tag im Kafue und im SLNP?

Im Kafue haben wir für das Permit 2019 20,00 USD pP/Tag gezahlt, dazu kamen noch 15 USD fürs Auto (ein Auto mit sambischen Kennzeichen ist preiswerter) und eine sog. Campingfee 5,00 USD pP/Tag, wenn man innerhalb der Parkgrenzen übernachtet.
Für den Stellplatz im Kasabushi Camp und im Mayukuyuku Camp haben wir jeweils 50,00 USD/ Nacht gezahlt.

Im SLNP haben wir 30 USD pP/Tag gezahlt und ebenfalls noch 15 USD/ Tag fürs Auto. Da wir außerhalb der Parkgrenzen übernachtet haben, entfiel die Campingfee. Der Stellplatz im Wildlifecamp war vergleichsweise günstig: glaube zwischen 12 und 14 USD (wir haben in Kwacha gezahlt, da das für uns noch günstiger war). Allerdings ist das ein „green season“ Preis, in der Trockenzeit kostet es mehr.
Du siehst, im Vergleich zu Tansania ist das günstig. :D

Soweit ich weiß, vermietet Bushlore auch ab Lusaka Fahrzeuge. Sambia wäre ab/bis Lusaka auch in 2 - 3 Jahren für uns mal eine Option.

Wir hatten bei der Planung 2018 uns auch über eine Übernahme des Bushcampers von Bushlore in Lusaka erkundigt. Letztendlich haben wir davon Abstand genommen, da noch eine wesentlich höherer Zuschlag für die Übernahme dort anfiel, außerdem hatten wir im Telefonat mit Kwenda auch erfahren, dass es manchmal zu Problemen bei den Papieren kommen kann, wenn ein Angestellter von Bushlore das Fahrzeug über die Grenze bringt. Vielleicht ist das inzwischen anders.

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Budenknipserin (30. Januar 2021, 10:01), parabuthus (29. Januar 2021, 21:18), tribal71 (29. Januar 2021, 19:36), sunny_r (29. Januar 2021, 19:11)

Budenknipserin

Stachelschwein

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Samstag, 30. Januar 2021, 10:02

Danke, Chrissie! Im Vergleich zu Ostafrika ist das in der Tat spottbillig. :thumbsup:

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Samstag, 30. Januar 2021, 14:29

Hallo, herzlichen Dank für diesen interessanten Reisebericht mit den schönen Fotos! Genau vor einem Jahr sind wir nach Südafrika geflogen und ich würde zu gerne die nächste Reise buchen! Ich hoffe auf nächstes Jahr....bis dann freue ich mich über spannende virtuelle Reisen, hier im Forum.
Liebe Grüsse und bleibt gesund Caroline