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LIRPA 1

Gaukler

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Montag, 8. Juni 2020, 13:08

Okaukuejo Restcamp

@ Timm: Danke! :blush:

Unser erstes Camp im Etosha war also ein erfreulicher Einstieg in den Park und wir waren gespannt auf das nächste Camp. Erst lagen aber noch 173 km vor uns. Da hieß es früh aufstehen und zeitig los fahren. Ersteres klappte gut, bei Sonnenaufgang (6.00 Uhr) waren wir auf, …



… zweiteres klappte so medium. Zeit kostete natürlich das Frühstück und dann das Warten auf den (frühzeitig) bestellten Shuttle. Der brachte uns erst um 8.30 Uhr zu unserem Fahrzeug und um 8.40 machten wir dann noch ein Abschiedsfoto vom Camp und fuhren los.

Man kommt im Park zügiger voran als im Krüger. Das hat verschiedene Gründe.

1. liegt die erlaubte Höchstgeschwindigkeit bei 60 km/h. Das nutzt uns nicht zu viel, da wir eigentlich nie die Höchstgeschwindigkeit fahren.



2. die Landschaft ist erheblich offener, die Pisten oft über lange Strecken schnurgerade oder in weit geschwungenen offenen Kurven. Dadurch sieht man Tiere eher, muss nicht wegen eventuell hinter der nächsten engen Kurve, dem nächsten Busch versteckten Tieren sehr langsam fahren (selbst kleine, liegende Springböcke erkennt man auf Entfernung).





3. gibt es entlang der Piste auch weniger Tiere zu sehen, für die man stoppen könnte. Diese halten sich doch oft sehr konzentriert um die (oder in den) Wasserlöchern auf.



4. Picknickplätze, die zu einer Pause einladen, gibt es im Park zumindest zwischen Dolomite und Okaukuejo eher nicht. Diesen Picknickplatz, einen von zwei auf dieser Route erreichten wir nach 2,5 Stunden. Eingezäunt, mit Toiletten, die von außen einen guten Eindruck machen, von innen allerdings nicht wirklich Vertrauen erweckend waren (vorsichtig formuliert).





Die Piste war größtenteils nicht so schlecht, wie wir erwartet haben. Entweder filterte der Fortuner die Waschbrett Piste gut weg oder unsere Geschwindigkeit von 45 – 50 km/h passte ganz gut. Immer mal wieder wurden wir sehr flott überholt und eingestaubt. Ob die höhere Geschwindigkeit zu den vielen Klagen über die schlechten Pisten führt, entzieht sich meiner Kenntnis.

Stopps lohnten sich eigentlich immer an Wasserlöchern, …



dabei geriet uns u.a. auch die nächste Tierart vor die Linse.



Allerdings sollte man immer auch unterwegs die Augen im Spotter Modus lassen. Okay, diese Riesin mit ihrem noch recht frischem Nachwuchs kann man in freier Landschaft nicht übersehen...



… aber auch unter Büschen kann die nächste Riesen(trappe) mehr als einen Blick wert sein.



Last but not least, lohnt sich auch für Pflanzen, die es je näher wir Okaukuejo kamen öfter gab, einen Blick oder Foto.



Wir erreichten Okaukuejo quasi wie geplant um 14 Uhr zum Einchecken. 5.25 Stunden benötigten wir also. Eine Durchschnittsgeschwindigkeit von über 32 km/h also. Das erreichen wir im Krüger auch bei Transferfahrten eher nicht. Gebucht hatten wir über TC, (Der Link ist für Gäste ausgeblendet. Um ihn zu sehen, bitte registrieren!) ist das Camp bei NWR.

In Okaukuejo war alles ein wenig größer als im intimen Dolomite. Dennoch ging auch hier das Einchecken erstaunlich schnell voran. Schon erstaunlich, denn wir mussten hier auch noch die Eintrittsgebühr für unsere 6 Nächte im Park bezahlen. Bei unserer Einreise am Galton Gate klappte die Bezahlung der Gebühr genauso wenig, wie im Dolomite Camp. Wir wurden an Okaukuejo verwiesen. Das sollte sich inzwischen geändert haben.





Um 10 nach 14 Uhr machten wir uns dann auf die Suche nach unserer Hütte. Gebucht hatten wir ein Bush Chalet. Etwas irreführend der Name. Wer darunter eine einzeln stehende Hütte im Busch versteht, wird enttäuscht.



Wir erhielten Nr. 87. Nicht besser, nicht schlechter als seine Brüder und Schwestern.



Da die Terrasse ein wenig im dunkeln liegt, hier noch einmal eine hellere Aufnahme. Tisch und Grill waren sehr einfach, leider nicht beweglich aber okay, und wenn wir dort saßen, kam auch mal ein Schakal oder eine Manguste vorbei.



Tritt man durch die Eingangstür, steht man in der Wohn“küche“. Außer den hier abgebildeten Einrichtungsgegenständen gab es nichts, also kein Besteck, Teller, Herdplatten oder gar Toaster.



Weiter ging es durch einen offenen Durchgang in das Schlafzimmer. Völlig okay, eine Klimaanlage (nicht benötigt oder getestet) war genau wie eine Kofferablage und ein Einbauschrank vorhanden.





Vom Schlafraum ging es durch eine Tür zum WC. Waschbecken und Dusche. Alles sauber und funktionierend, nichts zu kritisieren.



Nach der Hüttentour, einem Käffchen und einem Powernap ging es zur Campbesichtigung. Der (ehemalige) Wehrturm war leider nicht besteigbar.

Ein- und Ausfahrttor mit Öffnungs-/Schließzeiten.

Außer der Tankstelle gab es hier auch noch Post Office und Shop. Letzterer war zwar am besten ausgestattet von allen von uns besuchten Shops im Park aber außer Souvenirs, Bier, Wein, Feuerholz, Eis und Süßwaren gab es nicht wirklich viel. Man würde sicherlich mit dem gefrorenen Fleisch und den Dosen überleben können, besser bringt man aber seine Lebensmittel von außerhalb mit. Die Krüger Park Shops sind deutlich besser ausgestattet, auch die Shops im vielleicht eher vergleichbarem KTP bieten etwas mehr (z.B. frisch gebackene Roosterkoeks).



Die Poollandschaft mit den bequemen Liegen sah recht einladend aus, die Temperatur ließ aber zumindest für uns Warmduscher einen Besuch nicht zu. ;(



Auf unserem Rundgang kamen wir dann auch zu den ziemlich hochpreisigen Wasserloch Chalets und waren nachträglich sehr froh, dass wir diese nicht genommen haben. Die Terrasse oben ist nett, keine Frage, der Blick zum berühmten Wasserloch wird aber teilweise von Bäumen verdeckt...



... und man liegt auf dem Präsentierteller für die anderen Besucher und hat die nicht immer angenehme Geräuschkulisse durch selbige ebenfalls mit bezahlt. :P



Auch im Preis für dieses Camp war das Frühstück inkludiert. Die Auswahl war etwas üppiger als in Dolomite, es gab eine Station, an der Eierspeisen zubereitet wurden und es wurde alles als Buffet zur Verfügung gestellt. Annehmbar aber kein Highlight.
Abends haben wir einmal im Restaurant gegessen. Man wurde satt, das war es auch schon. Schöner war die Nutzung des eigenen Grills und unser selbst zubereitetes Mahl.





Bevor es im nächsten Beitrag zu unseren Sichtungen geht, hier noch eines der Hinweisschilder zum Wasserloch. Links die Tagesversion, rechts die Nachtversion des gleichen Schildes. Schön gemacht! :thumbup:


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Bär

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Montag, 8. Juni 2020, 16:39

Wer nun doch meint die Lösung zu kennen, nenne bitte die gesehenen Arten mit.

Vier Zebras, ein Strauß, ein Kudu und hinten viele Webervögel. Plus zahlreiche Termiten. Stimmt doch, oder? :D
.
*** Wenn du nicht mehr weißt, wohin du gehen sollst, halte inne und schau zurück, woher du gekommen bist. (Sprichwort aus Afrika) ***

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jirka

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23

Dienstag, 9. Juni 2020, 14:16

Tieraufzählung

Moin,

ich probiere es mal :)

1 x Hartmann Bergzebra

1 x Strauß

3 x Zebra

1 x Eland

danke für den Reisebericht

Gruß

LIRPA 1

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Mittwoch, 10. Juni 2020, 14:12

Sichtungen von Okaukuejo aus

@ Baer: Fast aber nicht genau genug. :thumbup: :danke:

@ Jirka: Sehr gut, nur ein Flüchtigkeitsfehler. :thumbsup: :danke:

Von rechts nach links: Kudu(kopf), 3x Burchell's Zebra (Unterart des Steppenzebras), Strauß, Hartmanns Zebra (Bergzebra). Mithin 4 Arten, wie Jirka schon geschrieben hat.
Wir waren erstaunt, wie oft wir Gruppen sahen, die aus Berg- und Steppenzebras bestanden. Beide scheinen gut im Park zu Recht zu kommen.

Morgens geht es noch vor dem Frühstück zum Wasserloch. Am frühen Morgen ist der Aufenthalt dort noch nicht so skurril, wie tagsüber und am Abend. Es sind deutlich weniger Leute so früh schon auf, es ist ziemlich ruhig und es fließt noch nicht so viel Alkohol. Eigentlich eine schöne Stimmung. Als die Besucheranzahl zunimmt, verkrümeln wir uns zum Frühstück und gehen dann auf die Piste.



Von Okaukuejo aus gibt es deutlich mehr (Rundfahr-)Möglichkeiten. (Der Link ist für Gäste ausgeblendet. Um ihn zu sehen, bitte registrieren!) . Zuerst einmal machten wir ein paar Häkchen auf unserer Artenliste für den Etosha.



Hörnchen und Weber sahen wir weniger als im vergleichbaren KTP. Das kann aber auch an der Jahreszeit gelegen haben.





Dann ging es weiter zur Pfanne, genauer gesagt zum Aussichtspunkt an ihrem Rand.



Dort versuchte ich mich mit einer Panoramaaufnahme, ...



... mein Lieblingsfoto aus dieser Ecke des Parks ist aber dieses etwas trostlose Bild.



Natürlich steuerten wir auch Wasserlöcher an. An einem näherte sich kurz nach uns auch dieser spitze Freund.



Was diese Art der Hörner betrifft, liegt die Anzahl und Länge unserer Sichtungen im Etosha deutlich vor der Gesamtzahl von Sichtungen in südafrikanischen Parks. Schön auch, dass man an den Wasserlöchern wartend viel Zeit mit der Beobachtung der Tiere verbringen konnte. Die Anzahl der Fotos steigt damit aber auch.







Nachdem wir dann noch zwei Sichtungen hatten, bei denen wohl Schönheit im Mittelpunkt stand, …



ging es zurück.

Die Mittagshitze hätte man gut in schattigen Bereichen am Wasserloch verbringen können. Leider dachten das wohl auch einige Tagestouristen und es war nicht immer so ruhig am Wasserloch, wie wir es uns gewünscht hätten. Auch dieser Elefant zeigt mit seiner Gülledusche was er von diesem Verhalten hält. :rolleyes:



Fast noch unschöner wurde es zu Sonnenuntergang. Viele Besucher sprachen reichlich alkoholischen Getränken zu, wurden (dadurch) immer lauter und alles wurde ein wenig merkwürdig. Auf der einen Seite des Zauns der Sonnenuntergang, die Tiere und eigentlich alles bereitet für einen schönen, ruhigen Moment, auf der anderen Seite das genaue Gegenteil.







Im Gegensatz zu den Bewohnern der Wasserloch Chalets, konnten wir uns zu unserer Unterkunft in ruhigeren Bereichen des Camps zurück ziehen. Ganz verzichten mussten wir auch dort nicht auf tierische Begegnungen. Für diese blauäugige Schönheit war bei uns allerdings jedes Betteln vergeblich.



Später gingen wir dann noch einmal zum Wasserloch. Es war wieder ruhiger geworden und auch scheuere Tiere kamen zum Wasser fassen. Leider reichen meine fotografischen Fähigkeiten bei solchem Restlicht dann hinten und vorne nicht mehr. Dennoch bevor es demnächst mit Namutoni weiter geht, hier noch ein Foto. Witzig finde ich, dass besonders das Jungtier in der Spiegelung besser zu erkennen ist.


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Serengeti

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Mittwoch, 10. Juni 2020, 15:13

Hi,
die Menschen am O-Wasserloch hatten uns ebenfalls schwer genervt. (2011, 2015). Laut Aussagen von Freunden ist es wohl in den letzten Jahren noch extremer geworden. Bierdosenklientel und entsprechende "Glückseeligkeit" sind dort mittlerweile das Ergebnis. Schade, aber auch die Folge vieler Reisegruppen in NAM.
VG
Serengeti

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LIRPA 1

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Mittwoch, 17. Juni 2020, 13:46

Namutoni Restcamp

@ Serengeti: Wir waren ja in der Nebensaison vor Ort und es war zwar nervig aber sicher noch erträglich. Wir würden Okaukuejo sicher wieder besuchen, denn bei allen Randerscheinungen ist das Wasserloch eine geniale Sichtungsquelle. Bzgl. Bierdosen teile ich Deine radikale Meinung nicht. Wir erlebten Bierdosen Trinker, die nur versuchten die Tierwelt zu genießen während diejenigen mit Weinflasche und Gläsern lauthals palavern mussten. Auch hier gilt: Pauschalisierungen sind nicht hilfreich.

Also auch Okaukuejo enttäuschte und von den Sichtungen her nicht, auch die Unterkunft war okay, aber an Dolomite kam dieses Camp nicht vorbei. Weiter ging es in Richtung Namutoni. Schaun wir mal, wo sich dieses Camp einreiht. :whistling:

Da uns die lächerlichen 115 km Entfernung zwischen O. und N. für Etosha Verhältnisse zu gering erschienen, planten wir einen Stopp in Halali, der die Distanz auf 131 km verlängerte, ein. Kurz vor 8 Uhr verließen wir Okaukuejo. Auf und neben der ganz ordentlichen Piste hieß es dann weiter die Sichtungsliste zu ergänzen. Nicht jeder posierte dabei vorbildlich. Die Zebramanguste war äußerst unkooperativ. :thumbdown: Zur Strafe bekommt sie nur ein Drittel.



Zwei Stunden später erreichten wir Halali.



Das Camp wirkte ruhiger als Okaukuejo, der Shop war noch schlechter ausgestattet, ...



... die Poolarea wirkte ein wenig steril. Mag an dem eckigen Pool liegen.



Die Unterkünfte sahen wir nur von außen, waren nicht wirklich unser Traum, was die Lage betrifft.



Die Terrasse der etwas besseren Unterkünfte machte aber einen guten Eindruck. Ausblick fehlte hier aber auch.



Das Wasserloch war selbst uns dann zu ruhig. Es war keine Menschenseele vor Ort, das war natürlich okay, Tiere waren aber auch weit und breit nicht zu sehen. Dennoch würden wir bei einem weiteren Besuch Halali mit mindestens 2 Nächten bedenken. Der geringere Rummel wirkte einladend und die Situation am Wasserloch kann bei einem längeren Aufenthalt ganz anders sein als bei einem asiatischen Blick und weg.

In jedem Fall okay war Halali als Zwischenstopp. Die WCs auf den Picknickplätzen sind für uns eher nichts gewesen und so hatten wir einen durchaus angenehmen Halt.

Weiter ging es vorbei an den üblichen Verdächtigen entlang der Piste.



An einem Wasserloch konnten wir einen Weißen Riesen entdecken, der alle Blicke auf sich zog. Ein wahrhaft mächtiger Elefant, der sich auf Grund seiner Größe und reichlich aufgelegtem Puder deutlich von der Masse abhob.





Ein paar durchaus erfreuliche Roadblocks weiter, ...



... erreichten wir ca. gegen 13 Uhr Namutoni.



Wir lesen im Vorfeld ja ziemlich viel und da kam Namutoni häufig sehr schlecht weg und es wurde oft empfohlen außerhalb des Parks zu wohnen. Dennoch haben wir das Camp gewählt und fanden es deutlich unterbewertet.
Schon die Mitarbeiter*Innen an der Rezeption waren sehr freundlich und zuvorkommend. Wir durften auch direkt unsere Unterkunft ( (Der Link ist für Gäste ausgeblendet. Um ihn zu sehen, bitte registrieren!) ) beziehen und diese war durchaus erfreulich.



Wir hatten Bush Chalet Nr. 30. Man betrat dieses über die Terrasse, die sich hinter der Palisade verbirgt. Leider war diese so unattraktiv, dass ich noch nicht einmal ein Foto gemacht habe. Zwei unbequeme Stühle ein Minitisch auf Kies ohne Grün und ohne Ausblick. Sicher viel „privacy“ aber nicht wirklich attraktiv.



Innen sah es dann links von der Tür so aus:

In der Mitte stand dann das Bett und …

… rechts eine kleine Sitzecke.

Das Bad war groß, gut ausgestattet und ergänzt durch eine in unserer Reisezeit nicht genutzte Außendusche.



Mit dem Inneren der Hütte waren wir durchaus sehr zufrieden. Alles sauber, geräumig und bequem. Die Klimaanlage, Kühlschrank und der Wasserkocher sind ja zu sehen, ansonsten gab es auch hier keine Ausstattung abseits von je zwei Gläsern und Tassen. Einen Grill gab es nicht, man hätte einen der öffentlichen Grills benutzen können. Nicht gerade unser Traum, was wir auf unserem Rundgang durch das Camp entdeckten.



Erfreulicher dann die nächsten Sichtungen und …



auch der Pool, der nicht ganz so klinisch wirkte, wie der in Halali.



Natürlich gingen wir auch zum berühmten Fort. Von außen machte es auch einen echt guten Eindruck. :thumbup:



Von innen war es eher enttäuschend. Die Shops entweder fast leer oder geschlossen, genau wie die Bar. Das scheint sich alles nicht zu lohnen. ;(



Der Aufgang zur Mauer geschlossen, rechts sieht man dann auch warum.



Wenigsten einen der Türme konnte man besteigen und dort auch das Wasserloch sehen.



Auf dem Weg zum Wasserloch, gab es dann die nächsten Sichtungen.



So erfreulich wie rätselhaft. Keine Ahnung, was es da Leckeres gab.

Letztes Ziel unserer Erkundung war das Restaurant. Netter Außenbereich, der aber früh morgens und abends nicht genutzt werden konnte.



Das Frühstück (inkludiert) war als Buffet aufgebaut, hatte die üblichen Bestandteile und als echt erfreuliche Überraschung jeden Morgen auch sehr leckere warme Minicroissants. Auch abends war das 3 Gänge (Wahl)menü okay. Es wurden je drei unterschiedliche Vor-, Haupt- und Nachspeisen angeboten. Serviert von netten Mitarbeitern. Wie in jedem Camp versorgten wir uns auch einen Abend selbst. So sieht das dann aus:



Abends gingen wir immer noch zum Wasserloch. Die Ruhe der wenigen Anwesenden dort war geradezu ein Traum. Tierisch war aber auch nur so wenig los, da mußten dann die demnächst geschilderten Fahrten um Namutoni punkten (was sie im wahrsten Sinne auch taten). Einen netten Besuch hatten wir aber doch am Wasserloch. Kein Vergleich mit dem Gewimmel in O. Scheinbar kann man nicht Alles haben.


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LIRPA 1

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Dienstag, 23. Juni 2020, 11:18

Sichtungen von Namutoni aus

Tierisch war aber auch nur so wenig los, da mußten dann die demnächst geschilderten Fahrten um Namutoni punkten


Um nicht zu viel auf die lange Bank zu schieben, hier gleich der Beweis, dass die Umgebung punkten konnte:



Wir sind nicht allzu viel gefahren um Namutoni. Genau genommen haben wir nur eine langweilige Ausfahrt von ca. 4 Stunden gemacht. Los ging es nach einem echt späten Frühstück, womöglich hingen wir zu lange bei den Croissants fest, erst um 8.30 Uhr. Gleich das erste Wasserloch wurde angefahren. Da ich kein Tagebuch geschrieben habe, kann ich nur noch vermuten, welches es war. Ich denke Twee Palms wird es gewesen sein, reines Bauchgefühl. ;)



Ähnlich leer, wie das Wasserloch am Camp zeigten sich auch die angefahrenen Wasserlöcher. Vögelchen gibt es aber eigentlich immer.



Eigentlich kein Wunder, dass keine Tiere zu sehen waren. Die Landschaft war ein wenig karg. Man könnte nachgerade sagen unsere Spurensuche führte ins Nichts.



Unter jedem verdorrtem Busch und Baum wurden Tiere vermutet. Selbst das braune Etwas rechts im Vordergrund hielten wir für einen Löwen. War natürlich Unfug. Es lag nicht ein Löwe dort.



Es waren zwei Löwen links daneben.

Moment bitte, ich zoome:





Okay, Löwen, Haken dran. Wie immer echt löwenaktiv. Da bleibt uns nichts als weiter fahren und Vögel gucken. Gibt ja echt bunte Kerle darunter und aktiv sind die auch.



Manchmal allerdings schnell aktiv weg. Oder seht ihr hier auf dem Busch noch einen Toko?



Ich auch nicht. Also wenden wir uns dem Schatten unter dem Busch zu. ZOOOOOOM



Mehr ZOOM. Man sieht, Bäuchlein ist voll, Schnauze rosa, man hat wohl Brunch gehalten.



Es war alles ein wenig grasig, die Essensreste sind deshalb nur zu erahnen. Womöglich besser so.



Na ja, auch diese kleine Großkatze war nicht wirklich aktiv und hielt sich an die Regel „Nach dem Essen sollst Du ruhen“. Wir zogen dann erst einmal weiter. Unsere Sichtungserfolge waren in etwa auf dem selben Niveau wie die Grassuche dieser armen Schweine.



Irgendwann gaben wir dann auf und fuhren zurück. Unser Cheetah lag immer noch alleine an der selben Stelle. Irgendwie hat keiner der anderen Driver einen Stopp für notwendig gefunden oder womöglich bei erlaubten 60 km/h auch nichts gesehen. Da der Gepard auf Grund der geringen Beachtung ganz traurig wirkte und sogar einmal aufstand um besser gesehen zu werden, machten wir das nächste Fahrzeug auf ihn aufmerksam.





Überschwänglicher Dank war die Folge. Wir fragten dann, ob die beiden Löwen (aus der Richtung, keine 2,5 km entfernt waren die Touris gekommen) noch unter ihrem Busch liegen. Das wurde verneint. Man hat den ganzen Tag noch nichts gesehen.
Wir also weiter, und siehe da, die beiden Löwen waren 2 Stunden später tatsächlich weiter gezogen. Sie lagen nun rechts vom Busch.



Lagen stimmt nicht so genau.

Sie (bzw. eine Zunge) waren echt aktiv.

Und dann hatten sie die Nase voll von den Fotografen und verbargen sich so gut es ging oder spielten womöglich für den neuen Schweiger Film Vierohrlöwen vor.



Irgendwann hatten auch wir genügend Fotos mit dem Titel Dornenlöwen und fuhren zurück ins Camp. Auch dort konnte man noch manches entdecken.



Demnächst geht es dann mit einem Fazit zu Etosha und einem ganz überraschendem Camp außerhalb weiter. Ich überlegen schon einmal, ob die wenig kooperative Art der Vögel im Camp mein Fazit beeinflusst. ?(


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Bär

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28

Dienstag, 23. Juni 2020, 15:49

Laaangweilig. Nur viel braunes "Etwas". :whistling:
.
*** Wenn du nicht mehr weißt, wohin du gehen sollst, halte inne und schau zurück, woher du gekommen bist. (Sprichwort aus Afrika) ***

M@rie

Buschbaby

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29

Dienstag, 23. Juni 2020, 16:13

Ich denke Twee Palms wird es gewesen sein, reines Bauchgefühl. ;)

kann ich bestätigen :thumbup: selbst die Palmen haben sich nicht wirklich verändert

und wenn man bedenkt .... mein Bild ist von 2012 ... :whistling: ;)
lG M@rie

"Schildkröten können dir mehr über den Weg erzählen als Hasen." - chin. Chengyu

,,,^..^,,, erst einmal kein Kruger in Planung *schnüff* ,,,^..^,,,

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toetske

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Freitag, 31. Juli 2020, 23:03

Herzlichen :danke: :danke: :danke: liebe Lilly,
für schon wieder einen tollen Reisebericht, den ich jetzt endlich bis hier geschafft habe. Ist wieder sehr interessant und ganz toll bebildert!
Falls wir irgendwann selber eine Reise nach Namibia planen sollten, würde ich sofort eure Reise "nachahmen", aber dann müssten wir eine andere als unsere "normale" Reisezeit wählen (was aus verschiedenen Gründen nicht einfach ist), denn im dortigen Hochsommer wird es wahrscheinlich viel zu heiss sein…

Von einem Anbieter kam der Tipp Batis Birding zu kontaktieren... Eine Website gibt es z.Zt. nicht, hier findet ihr erste Infos

(Der Link ist für Gäste ausgeblendet. Um ihn zu sehen, bitte registrieren!) Ich fand eure Erfahrungen mit Batis Birding super interessant und als "The Naturalist Collection" haben die ja ein ganz grosses Angebot.
Dieser Link stand übrigens auf "Deiner" Swakopmund-Seite als "batisbirdingsafaris".com

Wie immer freue ich mich auf die Fortsetzung!

LG. Toetske


PS
Übrigens: je schneller man über eine Waschbrettpiste fährt, desto geringer ist das Störungsgefühl - zumindest empfinden wir das mit unserem Prado :whistling:
one life, LIVE IT !

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SarahSofia (1. August 2020, 08:34), sunny_r (31. Juli 2020, 23:49)

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Samstag, 1. August 2020, 10:03

Moin Toetske,

als ich den Bericht über Swakopmund schrieb, wurde die Batis Birding Seite gerade neu erstellt und war daher nicht aufrufbar. Daher hatte ich die Swakopmund Seite eingestellt, damit später Lesende die Batis Seite finden können. Das hat ja geklappt. ;) :danke:

Nun habe ich den Link direkt eingefügt.

Danke für Dein aufmerksames Lesen!

LG Lilly

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Freitag, 7. August 2020, 12:38

Waterberg Camp ( Bernabé de la Bat)

@ M@rie: Da hat sich ja in drei Jahren nichts verändert. Nur die Tiere hast Du wohl eingefügt. Danke für die Bestätigung. :danke:
@ Bär: Sorry für die Langeweile. :blush: Nun wieder ein spannender Campbericht. :D

Aber erst muss ich ja noch Etosha bilanzieren. Unsere Erwartungen waren nicht allzu hoch. Das war sicher gut, so konnten wir nicht enttäuscht werden.

Die Camps: Hier hatten wir sehr viel Schlechtes gelesen und waren angenehm überrascht. Ausstattung, Sauberkeit und Freundlichkeit der Mitarbeiter war deutlich besser als vermutet. Die gebuchten Unterkünfte waren völlig in Ordnung, auf die fehlende Küchenausstattung waren wir vorbereitet. Alle Unterkünfte würden wir erneut buchen. Das inkludierte Frühstück war in allen Camps okay, wenn wir abends in den Camp Restaurants gegessen haben, stimmte Preis/Leistung.

Die Landschaft: Okay, wir wussten natürlich, was uns erwartet. Wir mögen eher grüne als braune Landschaften und mussten uns erst an die karge Landschaft gewöhnen. Unsere Wohlfühllandschaft wird es nicht werden, vielleicht wäre die „Regen“zeit für uns besser geeignet aber dann wären die

Tierbeobachtungen: sicher nicht ganz so vielfältig gewesen. Hier wurden wir absolut verwöhnt. Besonders die große Anzahl an Arten, die wir an den Wasserlöchern sehen konnten, haben uns überrascht.

Im Namibia Forum dürfte man so etwas wohl nicht schreiben, hier wage ich es aber: An den Krüger kommt Etosha FÜR UNS nicht heran. Zu trocken, zu wenig vielfältig (Landschaft). Einen weiteren Besuch können wir uns sicher vorstellen, eine Sucht wird es aber nicht werden.

Wir verließen also Etosha und fuhren zurück nach Windhoek. Man kann die Strecke an einem Tag durch fahren, wir wollten aber nicht hetzen und legten noch einen Zwischenstopp ein. Wie immer nahmen wir nicht die kürzeste Strecke, sondern die Strecke mit dem höchsten Asphaltanteil. Also B1 so lange es geht.
Über teilweise kurvige, teilweise schnurgerade ...



... aber immer sehr ordentlichen, wenn auch nicht immer ganz freien Straßen...



... ging es also nach Otjiwarongo.



Hier wollten wir für die letzten Tage einkaufen. Obwohl die lokale Bevölkerung teilweise durchaus adrett gekleidet war, ...

... war direkt nach dem Aussteigen klar, dass wir unser voll bepacktes Fahrzeug nicht alleine lassen. Wir wurden direkt von nicht ganz so adrett gekleideten Menschen belagert. Nicht aggressiv aber unangenehm. Ralf ging also alleine und ich blieb im Auto. Besonders erfolgreich war er dann auch nicht bei seinem Einkauf und nur mit dem Nötigsten ging es weiter. Nachdem wir im Etosha gelernt hatten, dass die Restaurants nicht so schlecht waren, wie ihr Ruf, gingen wir davon aus, dass es reicht. Zur Not hätten wir ja einen erneuten Anlauf mit leerem Fahrzeug unternehmen können.
Recht flott ging es weiter und da auch die C22 und die D2512 in gutem Zustand waren, erreichten wir gute vier Stunden nachdem wir Etosha verlassen hatten, die Abzweigung zum Waterberg Plateau Camp.



Das Tor zum Camp (Der Link ist für Gäste ausgeblendet. Um ihn zu sehen, bitte registrieren!) stand offen,...



... an der Rezeption wurden wir recht freundlich empfangen und erhielten direkt unseren Schlüssel für die Hütte.



Wir hatten uns für ein normales 2er Bush Chalet entschieden. Bei den Premium Chalets war kein Grill aufgeführt und die Möglichkeit eventuell selbst zu grillen, wollten wir schon haben. Wir erhielten Chalet Nr. 59. Als erstes fand unser Gefährte sein schattiges Plätzchen links vom Eingang.



Dann fiel unser Blick auf den Grill rechts vom Eingang. Wir hatten schon Schlimmeres gesehen, der Pflegezustand war aber nicht 1a.



Unser Hinterhof war nicht wirklich schön aber nicht ungepflegt.



Dann ging es ins Haus. Hier die Eingangstür …

… und hier der Blick von dort geradeaus. Die Betten waren problemlos zusammen zu schieben und die Bettwäsche sauber. Damit stand schon fest, dass wir zufrieden sind.



Dann der Blick nach links. Ihr seht, was es gab. Wasserkocher, zwei Tassen, Gläser, Teelöffel, Kaffee, Tee, Kühlschrank und Spülbecken. Mehr hatten wir nicht erwartet. Die Schränke waren leer.



Dann weiter ins Bad. Funktional, schlicht, alles bestens.

Der Blick nach draußen. Nicht schrecklich, ohne Nachbarn, wir waren recht zufrieden.



So weit so gut. Kein großer Grund zur Kritik. Wir waren zufrieden. So sauber, wie die Bettwäsche war, so ordentlich, wie alles auf den ersten Blick wirkt, zu genau sollte man als kritischer Mensch nicht hinschauen, wie einer unserer Stühle offenbart. Letztendlich störten uns weniger die Flecken oder Flicken als die Unbequemlichkeit. Die Armlehnen waren für die Arme zu niedrig, zum fletzen zu hoch.



Warum waren wir dennoch so glücklich mit dem Camp und unserem Zwischenstopp hier? Die, die uns schon länger virtuell folgen wissen die Antwort womöglich schon. Zwei Arten hatten es uns besonders angetan: Die Zebramangusten, die in Herdenstärke omnipräsent waren und die immer durch das Camp huschenden Dikdiks mit ihren beweglichen Rüsseln.





Beim Spaziergang durch das Camp im Sonnenschein konnte man sich direkt in das Camp verlieben.





Besonders gut gefallen hat uns Hütte Nr. 40. Wahrscheinlich ein Premium Chalet. Wir konnten keinen Grill finden aber im Winter echt eine sonnige Lage mit tollem Blick. Im Sommer wäre unsere schattige Nr. 59 wohl angenehmer.



Leider gab es auch wieder Wasser in den Wein, wenn man etwas genauer hinguckt. War aber eventuell nur ein Zustand, der dem leeren Camp geschuldet war.



Auch der Pool, obwohl nett angelegt und mit Liegen, war nicht wirklich einladend. Etwas bräunlich und natürlich Jahreszeit bedingt auch kalt.



Das Restaurant haben wir zum inkludierten Frühstück und auch zweimal abends genutzt. Leider konnten wir morgens und abends nicht draußen sitzen, dafür war es echt zu kalt.





Von Innen habe ich keine Fotos. Das Frühstück war, wie im Etosha okay mit den üblichen Angeboten. Etwas mitgebrachte Wurst war für uns hilfreich, satt wurde man auch so. Am ersten Abend gab es ein à la Carte Menu. Das Oryx Steak gar nicht schlecht und die Bedienung nett und aufmerksam. Am zweiten Abend gab es dann Buffet. D.h. die vier Hauptgerichte der Karte konnte man sich selbst zusammen stellen, Dazu Salate und Vor- und Nachspeise ebenfalls vom Buffet zu einem günstigen Kurs. Buffet gab es, weil eine Gruppe von NWR Mitarbeitern anwesend war. Die Restaurantmanagerin war (daher) ein wenig aufgeregt und wir als externe Gäste wohl eher störend. Zum Glück kümmerte sich unser Kellner vom Vorabend um uns. Daher alles okay, der ruhigere Vorabend hat uns aber besser gefallen.

Nun noch einmal zurück zu den Tieren im Camp. Vögel gab es reichlich, kein Wunder bei der grünen Landschaft.

Auch Paviane waren immer zu sehen. Von denen hatten wir vorher viel Negatives ob ihrer Dreistigkeit gelesen. Während unseres Aufenthaltes waren sie extrem scheu. Sobald sie Menschen nur von weitem sahen, flüchteten auch die größten Männchen in die höchsten Baumwipfel. Wir waren trotzdem natürlich aufmerksam aber als Problem haben wir die Affen nicht wahr genommen.



Demnächst geht es dann mit unseren geringen Aktivitäten vor Ort weiter.


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Montag, 7. September 2020, 15:29

Aktivitäten im Waterberg Camp

Nach den vielen Stunden im Auto auf dem Weg zum, im und weg aus dem Etosha NP, stand uns der Sinn im Waterberg NP eher nach körperlicher Bewegung. Schon am Ankunftstag machten wir uns nach Hüttenbezug und Ankommenskaffee innerhalb der Campumgebung zu einem Spaziergang auf. An der Rezeption gab es zwar keinen Plan zu den Möglichkeiten von Kurzwanderungen, es wurde aber gesagt, dass unterschiedliche Wege markiert wären. Okay, es gibt Markierungen aber zumindest in der Campumgebung waren diese von fragwürdiger Qualität.



Piktogramm und Richtungspfeil waren nicht immer wirklich zu erkennen und noch dazu auf zu kleinen Steinen, die von Menschen mit merkwürdigem Humor oder vielleicht auch Affen auf der Suche nach Leckereien darunter leicht verschoben werden konnten und dann nicht mehr wirklich hilfreich waren. Außerdem war nicht immer der Weg so relativ gut zu erkennen, wie auf diesem Bild.



Wir waren also am ersten Nachmittag wohl teilweise nicht auf dem gewünschten Pfad unterwegs aber das macht nicht wirklich etwas aus. Solange man das Camp noch ahnen konnte war alles okay und wir erfreuten uns an Flora und Fauna.



Dikdiks, die uns im Camp immer wieder erfreuten, sind übrigens nicht nur von vorne auf Grund ihrer immer in Bewegung befindlichen Nase eine wahre Freude, auch von hinten ist ihre markante Frisur ein nicht zu missachtendes Detail. :thumbup:



Auch der abendliche Spaziergang zum und vom Restaurant war nicht zu verachten. Es waren reichlich Tiere unterwegs. Leider wurden meine fotografischen Versuche nicht von Erfolg gekrönt. Die Stachelschweine waren zu schüchtern, schnell und nicht kooperativ. Hier ein Beispiel für mein Versagen im Lichtkegel unserer Zweibrüder. :blush:



Am dann folgenden ganzen Tag, den wir im Camp hatten, nahmen wir den Anstieg zum Plateau in Angriff. Hier soll es hoch gehen.



Man folgt einem zuerst recht einfachen Weg, …



… steht dann vor einer eher für Kletterer, denn für Wanderer gedachten Felswand …

… an der man entlang geht …

… bis einem Fußspuren einen auch für ungeübte Wanderer wie uns möglichen Weg nach oben weisen.



Um Kunstpausen möglichst unauffällig einlegen zu können, stehen immer wieder tierische Begleiter als Fotomotiv zur Verfügung. Nette Möglichkeit wieder zu Atem zu kommen.





Ab und an bieten sich auch erste Blicke zurück an. Das Camp macht auch von oben einen netten Eindruck.



Irgendwann kommen dann aber auch ungeübte, übergewichtige Wanderer oben auf dem Plateau an und dann wird man mit der noch besseren Aussicht belohnt. Dafür kommen dann sogar unsere südafrikanischen Begleiter aus ihren Tragesitzen und spielen Fotomodell.





Oben geht es dann auch noch ein wenig weiter. Hier ist auch die Markierung von besserer Qualität als im Camp.



Für uns war dann wenige Minuten später Endstation. Hier geht es nur mit Permit weiter und wir halten uns an solche Schilder und machten uns auf den Rückweg.



Weitere Tierbeobachtungen waren natürlich willkommen, ...



... besonders wenn auch diese deutlich ambitionierteren Kletterer zeigten, dass sie den Ausblick ruhend genießen.



Auf weitere Aktivitäten verzichteten wir. Wir hatten uns nach Drives erkundigt, es waren auch noch zwei Plätze auf dem Abenddrive frei, wir hatten aber keine Lust auf ein voll gepacktes Game Drive Vehikel.
Als wir dann am Abend mit anderen Parkbesuchern ins Gespräch kamen, wurden wir in unserer Verweigerung auch bestätigt. Die beiden deutschen Gäste hatten die letzten beiden Plätze genommen und kamen dann abends spät zum Essen. Sie schilderten eine schrecklich holprige Auffahrt im vollen Wagen zum Plateau. Gut durchgerüttelt oben angekommen war es dann natürlich auch noch deutlich kälter als unten, sie sahen kaum Tiere und holperten dann durchgefroren im dunkeln zurück. Nicht wirklich eine Traumfahrt, wie beide meinten.

Wir hingegen waren mit unserem Besuch in den Waterbergen und besonders dieses Camps sehr zufrieden. Die Zebramangusten hatte ich ja schon lobend erwähnt. Es gab zwar vorwitzige unter ihnen, die uns die Zunge heraus streckten … :P



… generell gefiel uns aber wie sie analog zu ihren Teilnamensvettern in Herdenstärke auftraten.



Sollten wir noch einmal in diese Region Namibias reisen, würden wir hier sicher wieder die eine oder andere Nacht einplanen. Allerdings würden wir dann womöglich nicht weitere Erstsichtungen hinzu fügen können. Neben den Dikdiks gab es nämlich noch eine weitere Säugetierart, die wir hier zum ersten Mal sahen und erfreut beobachteten. Zuerst dachten wir, es wären nass gewordene Zebramangusten, als wir dann näher kamen, zeigte sich, dass die Tiere doch kleiner waren und eine für uns neue Spezies wurde in unser Tagebuch aufgenommen: (Der Link ist für Gäste ausgeblendet. Um ihn zu sehen, bitte registrieren!)


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toetske

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Montag, 7. September 2020, 22:24

Liebe Lilly,

Herzlichen :danke: für diese interesssanten Aktivitäten im Waterberg Camp!
Habe auch wieder etwas dazu gelernt 8o : Zweibrüder!
Wie lange sind Tshokwane und Hluhluwe inzwischen eigentlich verheiratet? :whistling:

LG. Toetske
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LIRPA 1

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Mittwoch, 9. September 2020, 09:43

Liebe Toetske,

schön, dass Du so genau liest, dass Dir die Zweibrüder aufgefallen ist. :thumbup: Wir führen zwei unterschiedliche Modelle davon mit. Auf Night Drives fragen wir die Guides, ob wir ab und an damit leuchten dürfen. Nicht jeder Guide möchte das aus durchaus nachvollziehbaren Gründen. Wenn wir aber dann die Taschenlampe nutzen, sind die Guides immer ganz erstaunt, wie hell die kleinen Taschenlampen sind. :D

Tshokwane und Hluhluwe haben sich erst Mitte 2012 kennen gelernt, sind dann ganz spontan nach Las Vegas geflogen und haben dort Anfang Oktober 2012 geheiratet. Hier das offizielle Hochzeitsphoto:



Die Hochzeitsreise führte dann zum Grand Canyon, ...



... wo die beiden eine gute Zeit hatten.



Aus Gründen des Jugendschutzes kann ich nicht posten, wie gut die Zeit war. :love: :blush: :whistling: Die Folgen dieser guten Zeit sind aufmerksamen Lesern unserer RBs sicher nicht entgangen. Merkwürdig ist allerdings, dass das nie kommentiert wurde. :sleeping:

LG Lilly

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