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Beate2

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Mittwoch, 19. Mai 2021, 16:06

27.10.2020

Die Nacht war nicht so toll, denn mich plagten immer wieder Wadenkrämpfe. Das Bett ist zwar extra lang, aber die fehlende Bewegung der letzten Wochen rächt sich. Um 6.00 stehen wir auf, duschen kalt und machen einen kleinen Rundgang. Die Aussicht einiger Bungalows in der ersten Reihe auf den Fluß ist ganz gut, bei einigen guckt man nur ins Gebüsch. Auch hier im Camp wird fleißig renoviert.

Der Blick auf die Selati Bridge, auf der die alten Zugwaggons zu einem Luxushotel umgebaut werden







Die Loks im alten Bahnhof sind interessant, nicht nur Eisenbahnfans. Das Restaurant ist auf den Bahnsteigen und auch in einigen Waggons







Unser Cottage offenbart bei Tageslicht ebenfalls einige Mankos. Alle Tische haben noch diverse Gläserringe und kleben. Das Camp ist wegen der Corona-Maßnahmen ja nur teilweise gebucht. Dennoch mangelt es hier scheinbar an ausreichender Bettwäsche. Warum sonst werden viel zu kurze Bettlaken aufgezogen :S ? Und die base cover für die Betten spart man sich gleich ganz.





Für 6 Gäste gibt es am Esstisch 4 Stühle und auf der Terrasse 5 Stühle. Wie heisst doch gleich das Kinderspiel… :rolleyes: ?
Im Letaba Camp gab es auf den Terrassen bequeme Sessel mit dicken Polstern. In Satara waren es immerhin noch Sessel ohne Polster. Hier gibt es das Sparmodell „Biergarten-Klappstuhl“. Die Cottages liegen in derselben Preisklasse.

Unsere Aussicht auf einen gefällten und Unkraut überwucherten Baum ist deprimierend, daneben stehen die Mülltonnen und eine abgebrochene Harke liegt rum. Hinter dem Haus türmen sich Rohrleitungen, kaputte Stühle und Berge trockenes Laub :thumbdown: .



Bevor wir auf der Terrasse frühstücken können müssen wir erst mal den Tisch stabilisieren. Der Boden ist so uneben, dass wir dafür das 1 Liter Saft Tetrapack brauchen. Zum Glück wurde der Recyclingmüll vom house keeping nicht entsorgt. Und die Scherben eines zerbrochenen Tellers wurden auch nur teilweise aufgefegt.

Zur Erheiterung haben wir während des Frühstücks nette Unterhaltung durch einen African Hoopoe :) . Der kleine Kerl pflügt auf der Suche nach Insekten unermüdlich durch das trockene Laub und fliegt dann mit seiner Beute ein paar Meter weiter zu seinem Nest. Sekunden später ist er wieder da und macht weiter. Das Foto ist leider nicht wirklich scharf, er war zu hektisch.



Auf der anderen Seite klopft dieser Specht lange Zeit an einen Baum



Diese Tree Agama hat sich gut getarnt



Der Collared Sunbird ist von seinem Spiegelbild ganz fasziniert



Nach dem Frühstück fahren wir zum Centrum des Camps. Wir müssen für eine längere Zeit ins Internet, dafür suchen wir uns einen schattigen Tisch beim Cattle Baron. Wenigstens das klappt! Ein Magnum und ein Cappuccino versüßen das Ganze. Der Shop ist auch hier gut mit frischen und TK Lebensmitteln sortiert. Das finden wir in allen Camps erfreulich :thumbup: .

Der Himmel bleibt den ganzen Vormittag über wolkig und bei 28° ist es schwül. Wir setzen uns wieder auf die Terrasse, die wir noch mit unserer Wäsche zum Trocknen verzieren.
Der Hoopoe ist wieder auf Futtersuche und eine junge Dwarf Mongoose huscht vorbei.

Kurz nach 15.00 fahren wir noch mal los, über die H11 zur Sabie River Road S3. Der Himmel zieht sich weiter zu und es sind weiter nur 28°. Wir sehen lediglich einige Impala, Waterbuck, Warthog, 3 Kudubullen



und einen African Hoopoe. Leider ist auch er bei der Finsternis nicht wirklich scharf, aber ich finde die Zeichnung so schön



Die pad ist sehr hügelig, die Büsche stehen bis dicht an den Rand und machen Sichtungen fast unmöglich. Nach Westen hin wird es stockfinster und bei 32° drückend schwül, das könnte ein Gewitter geben.
Am Rand der pad verlaufen über längere Zeit Rhinospuren, denen wir folgen. Der Verursacher ist leider nirgends zu sehen. Nur ein junger Elefant steht ein Stück weg im Grün.



Bis wir auf die S1 stoßen vergehen gute 2 Stunden. Um 17.20 gibt es die beste Sichtung heute: Eine Gruppe Hyänen liegt entspannt auf und neben der pad. Die Erwachsenen schlafen alle weiter weg im Gras. Einige Junge können wir aber gut beobachten 8o :love: . Insgesamt sind es wohl 10 Tiere.











Leider sitzt uns doch die Zeit im Nacken und so trennen wir uns schweren Herzens. Zebras, Elefanten, Kudus, Waterbuck und 2 Rhinohinterteile machen den Rest der Sichtungen. Hier ist die Landschaft zwar etwas offener, aber die Tiere sind für Fotos alle zu weit weg.

Ob er zum Bautrupp gehört?



Um 17.59 erreichen wir das Campgate. Der Himmel ist jetzt wieder heller, im Westen versinkt ein feuerroter riesiger Sonnenball im Rest der Wolkenbank. Das ist so kitschig schön, dass alle für Fotos anhalten und wir die letzten Meter zum Gate auf der vierten Fahrspur zurück legen.

Wir gehen wieder ins Selati Restaurant. Heute nehmen wir Fish & Chips und Steak & Veggies, dazu noch mal den leckeren asiatischen Salat. Alles sind wieder gute Portionen, frisch, knackig, lecker. Dies Restaurant ist das Highlight im Camp :thumbsup: !

Danach packen wir mal wieder unsere Sachen, schreiben Tagebuch und sortieren die letzten Fotos.

Tagestemperaturen: 20° - 32°
Tageskilometer: 83km
Highlight des Tages: Die Hyänen

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Bufi

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Mittwoch, 19. Mai 2021, 16:24

Nach dem Frühstück fahren wir zum Centrum des Camps. Wir müssen für eine längere Zeit ins Internet,
Hat man in den Häusern kein Netz oder ging es euch um WLAN ?
Die Cottages liegen in derselben Preisklasse.
Die abgewrackten Häuser müssten eigentlich günstiger sein, teilweise ist das ja wirklich eine Zumutung, was für den Preis geboten wird.

Grüße
Hans

Beate2

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Mittwoch, 19. Mai 2021, 19:42

Zitat von »Beate2«
Nach dem Frühstück fahren wir zum Centrum des Camps. Wir müssen für eine längere Zeit ins Internet,
Hat man in den Häusern kein Netz oder ging es euch um WLAN ?
ja, wir brauchten WLAN, da wir aus uns zu dem Zeitpunkt unerfindlichen Gründen keinen Zugriff auf unsere Datenkarten hatten :wacko:
Zitat von »Beate2«
Die Cottages liegen in derselben Preisklasse.
Die abgewrackten Häuser müssten eigentlich günstiger sein, teilweise ist das ja wirklich eine Zumutung, was für den Preis geboten wird.
Ds ist mit nichts zu rechtfertigen, auch nicht der Lage im Park. Jeder privaten Unterkunft würden die Gäste weg laufen

LG Beate

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Beate2

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Montag, 24. Mai 2021, 20:06

28.10.2020 vom Skukuza Camp zum Crocodile Bridge Camp

Die Nacht wurde von Wadenkrämpfen mehrmals unterbrochen und so stehen wir um kurz nach 5.00 müde auf.

Fazit zum Skukuza Camp
Ihr ahnt es - zero points :( . Dies geballte Desinteresse kann man sich nur in einem staatlichen Camp erlauben. Davon abgesehen ist es uns zu groß. Wenn das Camp und dazu noch die ganzen Unterkünfte drum herum voll gebucht sind - puh, das wäre zu viel Trubel für uns.

Um 6.30 verlassen wir diesen ungastlichen Ort. Es ist bewölkt und die 22°sind heute angenehm.

Entlang der H1-2 steht die Vegetation dicht und hoch, wir sehen erst mal nur ein Impala und einen Geier. Auf der anderen Seite der pad ist dann ein ziemlicher Auflauf, dem wir uns neugierig nähern. Alles guckt zum Fluß hinunter und wir suchen auch nach einem Ausblick. Wie Sie sehen sehen Sie Blech… Zwei dicke 4x4 machen sich breit und blockieren glatt 4 Plätze. Der dritte im Bunde kommt von hinten angeprescht, ihm wird Platz gemacht und die drei Fahrer halten triumphierend ihre walkie talkies hoch. Mir kommt auch was hoch und ich will weg hier ;( .

An der Brücke der H12 über den Sabie haben wir einen schönen Blick auf den Fluß, weiter weg trinken Elefanten. Die H4-1 ist ebenfalls dicht bewachsen und tierarm.



Um 8.00 erreichen wir die Nkuhlu Picnic Site, die jetzt noch fast leer ist. Dort frühstücken wir und freuen uns über den Blick auf den Fluss, die wieder sehr saubere Anlage und die ruhige Morgenstimmung.


Wir sehen Three-banded Plover, Wattled Plover, Giant Kingfisher, Glossy Starling und ein Krokodil mit imposantem, nadelspitzem Gebiss


Im trockenen Laub vor uns raschelt es und zuerst denken wir es ist eine Schlange. Dann sehen wir die Beine des Rock Monitor



Hatten wir um 9.00 noch 24° sind es um 9.40 bereits 30°. Auf der H4-1 fahren wir weiter in Richtung Lower Sabie. Am und im Fluß sehen wir einige Büffel, Elefanten und Impala.
Die Büffel suchen schon Abkühlung im Fluss



Ansonsten herrscht auch hier das Blech vor. Es ist richtig voll und viele haben es eilig. Immerhin weist uns ein freundlicher Fahrer auf Löwen am Fluß hin, nur ein kurzes Stück weiter. Sie sind sogar auf unserer Seite der pad, aber einige Fahrer sind so egoistisch, dass in Sekunden die pad blockiert ist, alle drängeln und stehen irgendwie quer. Als uns einer fast vorne rein fährt wollen wir weg. Leichter gewollt als getan. Und das wären dann die Löwen gewesen… :(

Am Sunset Dam machen wir den nächsten Stop. Hier ist es sehr schön und zum Sunset muss die Stimmung toll sein, dann steht man hier bestimmt auch dicht an dicht.


Dies Webernest mitten im Dam ist vor Schlangen ziemlich sicher


Wir sehen viele Impala, Zebras, Waterbuck, Warthog, Grey Heron, Yellow-billed Stork, ein gewaltiges Krokodil




und eine Truppe Hippos




Holzauge sei wachsam… Von weitem sieht es so aus, als ob der Blacksmith Plover von einem Krokodil beäugt würde



Um 10.00 sind es 32° und wenig später fahren wir auf den Parkplatz vom Lower Sabie Camp. Da müssen wir einige Runden drehen, bis wir einen Parkplatz bekommen. Es ist voll, heiß und hektisch hier. Befremdlich finden wir einen Mann, der offen eine Pistole und 2 Magazine am Gürtel trägt und im Revolverheldengang an uns vorbei kommt. Wir sehen uns hier kurz um und da im Restaurant ist kein Platz ist essen wir nur ein Magnum im Stehen und fahren dann weiter.

Um 11.00 sind es 34°. Die H4-2 ist tierisch ziemlich ausgestorben, das anfangs noch dichte Grün bietet den Tieren Schatten und nur die üblichen Verdächtigen sind zu sehen: Impala, Zebra, Giraffe, Kudu, Elefant.


Die Oxpecker finden reichlich Futter





Dann wir es sehr trocken und wir erreichen unser Ziel, das Crocodile Bridge Camp, bereits um 12.00 bei 36°. Zum check in sollen wir um 13.40 wieder kommen, also heisst es die Zeit zu überbrücken. Wir parken erst mal im Schatten, trinken eine kalte Cola und staunen, was die Leute schon wieder auf den Grill packen.

Wir fahren dann noch mal zum Hippo Pool, dort sind es 38°. Außer einigen Elefanten im Fluß gibt es kein Lebenszeichen.


Ein Leberwurstbaum




Wenigstens finden wir unter einem Baum Schatten. Da aber keine weiteren Tiere kommen fahren wir bald wieder zurück und kommen an diesem Blue Wildebeest vorbei, das mit wenig Schatten auskommen muss



Wir können doch schon etwas früher einchecken und haben, wie gewünscht, die Nummer 9 und sind sofort rundum zufrieden! Der kleine Bungalow ist gut in Schuss und vor allem sauber. Na also, es geht doch :thumbup: ! Die Lage am Zaun zum Fluß gefällt uns gut und selbst wenn man auf den Zaun guckt gibt es dahinter im Grün einiges zu sehen. Und die hohen Bäume geben Schatten, der ist heute sehr willkommen.


Zeitgleich kommt die Nachbarfamilie aus Nummer 8 an. Wir parken unseren Wagen auf unserem Platz und ich grüße freundlich. Als Antwort bekommen wir die Ermahnung, dass das so nicht ginge ?( . Das wäre ihr Parkplatz und sie müssten schließlich ihren trailer auch parken. Ok, es gibt 3 Parkplätze für 3 cottages. Wohin mit dem trailer? Er würde hier immer parken, er hätte immer die Nummer 9, wir müssten weiter zur Seite :rolleyes: . Dann haben die aus Nummer 10 aber keinen Platz mehr. Mein lieber Mann bleibt auf unserem Platz, wir entladen und sind gespannt, wie sich das entwickeln wird. Das entwickelt sich dahin, dass der trailer auf dem Zuweg zu unserem Cottage geparkt wird. „That should work…“ meint Herr Nachbar. Ich kriege Schnappatmung :evil: und mein Blick trifft den seiner Frau. Sie macht große Augen und ich gehe erst mal zurück ins Cottage. Ausatmen, einatmen… Als ich kurz darauf noch mal zum Wagen gehe sehe ich, dass der Herr doch einen anderen Platz für seinen trailer gefunden hat - auf dem Zuweg zu seinem Cottage :D . Na also, das geht doch auch 8) !

Während wir schon Kaffee & Kekse auf der Terrasse genießen schleppen die Nachbarn immer noch ihren Hausstand ins Cottage. Was haben die bloß vor?
Wir sind erstaunt und erschreckt, wie unfreundlich und egoistisch viele Besucher hier im südlichen Teil des Parks sind. Da war man weiter nördlich im Park deutlich entspannter.

Heute ist es uns zu heiß, um noch mal los zu fahren und wir gucken einfach, wer auf der anderen Seite des Zaunes vorbei kommt: Impala, Kudu, Springbock, Grey Heron…

Unser Blick auf den Fluss, in der Mitte sieht man die Reste der alten Eisenbahnbrücke über den Crocodile, ganz klein dahinter die Autobrücke.


Eine Gruppe Elefanten kommt durch den Flus und geht am Zaun entlang an uns vorbei


Hier gefällt es uns sehr gut und es wird sicher ein schöner Abschluss für unseren Aufenthalt im Krüger :thumbsup: . Auch wenn ich nicht mehr an eine Löwensichtung glaube :( .

Unsere Nachbarn aus der Nummer 10 kommen von ihrem drive und wir haben ein interessantes Schwätzchen. Das tut gut!

Dies ist der erste Tag im KNP, an dem ich Lust habe abends was zu essen zu machen. Wir haben noch Nudeln und Sauce. Danach steht mir aber nicht der Sinn und ich gehe noch mal zum shop, da habe ich vorhin Gemüse gesehen. Und ja, es gibt in diesem kleinen Laden alles, was ich für einen bunten Salat brauche: Eisberg, Gurke, Tomaten, Paprika, Eier, Schafskäse, Mais, Thunfisch, Salatsauce. Das passt.

Während ich auf der Terrasse das Gemüse putze höre ich ein Quieken. Ich gucke um die Ecke und sehe eine Banded Mongoose. Und noch eine, noch eine, noch eine… Schließlich wuseln 17 Tiere umeinander und wir schauen ihnen fasziniert zu. Sie buddeln unter dem trockenen Laub und in der Erde nach Insekten, sie jagen & beißen sich, sie versuchen auf den braai zu springen und genießen offensichtlich das Leben. Oh wie schön ist das denn 8o !






Sie sind über 15 Minuten da und wir gucken ihnen gebannt zu. Die sind ja so schnell, dass kaum ein scharfes Foto möglich ist. Selbst das Kauen passiert wie im Zeitraffer.

Nun wird es Zeit für den Salat, dazu gibt es ein kaltes Bier und der Abend wird gut. Wir sitzen lange draußen, trinken noch ein Bier, sichten Fotos und schreiben Tagebuch. Vom Fluß her hören wir Elefanten, Hyänen und Hippos.

Tagestemperaturen: 22° - 38°
Tageskilometer: 105km
Highlight des Tages: Die Banded Mongoose :love:

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Beate2

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Freitag, 28. Mai 2021, 15:12

29.10.2020

In der Nacht bleibt es trotz offenen Fenstern und laufendem Fan sehr warm und nach einer Mückenattacke schlafen wir schlecht wieder ein. Und ich soll auch noch geschnarcht haben… So stehen wir um 5.00 auf und sind um 5.30 schon auf der pad. Es sind noch angenehme 20°und der Tag verspricht wieder heiß zu werden.

An der Crocodile River Road S25 ist es sehr schön, im weichen Morgenlicht läuft ein Schakal, dem wir eine Zeit lang folgen



Das Land ist offen und wir sehen Zebras, Impala, Blue Wildebeest



und eine Giraffenfamilie in Fotoposition






Mutter und Kind kommen beim Fressen langsam weiter auf uns zu, das gefällt dem Herrn Papa gar nicht und er nähert sich uns in Bewacherpositur. Dann fahren wir lieber mal weiter, wir wollen ja keinen Streit mit ihm.


Und dann sitzt er hoch oben auf einem kahlen Baum in der Sonne - ein Bateleur. So schön :love: ! Ihn beobachten wir eine ganze Weile. In echt war das Licht ganz toll, für das Foto dafür recht schwierig.



Kurz darauf posiert ein junger Bateleur





Eine Gruppe junger Giraffen spaziert vor uns auf der pad. Die beiden Jungbullen reiben immer wieder ihre Hälse aneinander, ganz vorsichtig.





Außerdem sehen wir einen Lilac-breasted Roller bei der Morgentoilette



Yellow-billed Hornbill, Warthog und noch ein junger Bateleur. Er spreizt immer wieder die Flügel, putzt und sonnt sich. Danke Maddy für die Berichtigung





Dann kommen noch ein Geier, Magpie Shrike, Glossy Starling und eine Gruppe Elefanten an einem der ersten dicht bewachsenen Abschnitte



Es ist ruhig, kein Wagen außer uns und alle Tiere sind vollkommen tiefenentspannt.



Soweit ist die pad sehr gut zu fahren und wir sind happy. Eine Gruppe Wild Dogs verpassen wir leider knapp.
Weiter geht es auf der S108. Das Gayisenga Wasserloch liegt verlassen. Leider sind die S108 und danach die H5 und die S102 alle übelstes Wellblech, das uns total durchrüttelt :wacko: . Dazu noch dichter Bewuchs bis an die pad. Vorbei ist es mit der Freude. Und Tiere sehen wir erst wieder am Mpondo Dam. Dort sind Hippos, Impala und ein Fish Eagle.
Die 26 zurück Richtung Camp ist auch nicht besser. Wir sind geschafft und es wird auch schon wieder heiß.

Wir sehen dann eine Staubwolke auf uns zu kommen und müssen auf der engen pad anhalten, weil wir nichts mehr sehen können. Wir schaffen es gerade noch Fenster und Lüftung zu schließen, bevor eine Gruppe 4x4 an uns vorbei braust. Der Staub hüllt uns noch eine ganze Weile lang ein. Als wir weiter fahren wollen sehe ich im letzten Moment eine Spotted Hyena, die direkt vor unserer Stoßstange sitzt und die pad queren will. Sie ist im Staub und Sand so gut getarnt, dass das knapp war. Sie guckt uns an, als ob sie sagen will „ich komme zuerst“ und geht dann gemächlich rüber. Leider verschwindet sie zu schnell im Gestrüpp. Schade! Dann sehen wir an einer Furt im Schatten auf den Steinen noch eine Spotted Hyena, aber auch sie verschwindet zu schnell.

Wir begegnen noch mal White-backed Vulture, Elefanten, Kudus, Warthog, Steenbok, Zebras. Die meisten suchen bereits den Schatten.



An einem Wasserloch steht ein Lexus LX, hinter dem wir einige Impalas trinken sehen. Als wir langsam vorbei fahren grinst die Fahrerin uns glücklich an, hält die Daumen hoch und wir sehen gerade noch einige Warthog, die ein ausgiebiges Schlammbad genommen haben und nun davon traben. Tja…

Ein Stück weiter stehen links 2 SUV und alle Insassen blicken gebannt ins Gebüsch. Wir recken die Hälse sehen aber nichts. Man ignoriert uns in der zweiten Reihe geflissentlich. Wir sind es leid und fahren zurück ins Camp. Vor dem gate war am frühen Morgen schon eine lange Autoschlange, jetzt steht da immer noch ein gutes Dutzend Wagen und wartet auf Einlass. Um 9.00 haben wir 29°. Wir duschen erst mal und setzen uns dann mit unserem Frühstück auf die Terrasse.

Der Mann macht ein Schläfchen, ich wasche etwas Wäsche. Um 12.00 sind es 36° und wir verbringen den Rest des Tages im Camp.
Den ganzen Vormittag über kommen viele Cape und White-backed Vulture und landen am Camp zwischen Zaun und Fluß. Da muss ein Kill liegen, der leider nicht zu sehen ist. Zeitweise zähle ich ca 30 Vögel in der Luft, dazu noch etliche in den Bäumen und am Boden. Das muss ein Festmahl sein!

Im Camp spaziert ein Bushbuck vorbei, hinter dem Zaun wandern Elefanten und Impalas. Ein Bearded Woodpecker hämmert am Baum. Hoopoe, Burchell’s Coucal und Glossy Starling landen in den Bäumen.

Um 16.00 haben wir 39° und ich gehe noch mal zum shop um unsere Salatzutaten für den Abend aufzustocken. Dort falle ich mittlerweile auf „ah, it’s you again, the Lady with the cooler bag“. Die Kassiererin ist ganz fasziniert von meiner Kühltasche :) - „you are not South African?“ No.

Der Salat schmeckt vorzüglich bei der Hitze. Leider müssen wir früh rein gehen, denn es ist sehr schwül und die Mücken kommen in Scharen. Irgendwo weiter weg hören wir Donner grollen. Wir packen unsere Sachen und gucken noch kurz Videos, bei denen ich aber schon einschlafe.

Tagestemperaturen: 20° - 39°
Tageskilometer: 75km
Highlight des Tages: Die drei Bateleur :love:, die Art stand auf meiner Wunschliste

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maddy

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Samstag, 29. Mai 2021, 14:53

Hallo Beate,

Oh, ich sehe du hast auch einen Elefanten begegnet der sich hingelegt hat zum schlafen!! :thumbsup:
Fuer das naechste Mal haben wir uns auch fuer ein paar Uebernachtungen in Crocodile Bridge entschieden - ja, der naechste Trip ist schon in Planung...

Deine Brown Snake Eagles sind allerdings beide junge Bateleurs!

Liebe Gruesse
Maddy

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toetske (29. Mai 2021, 23:01)

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Samstag, 29. Mai 2021, 16:18

Hi Maddy,
Oh, ich sehe du hast auch einen Elefanten begegnet der sich hingelegt hat zum schlafen!!
Fuer das naechste Mal haben wir uns auch fuer ein paar Uebernachtungen in Crocodile Bridge entschieden - ja, der naechste Trip ist schon in Planung...
ja, Croc Bridge wird euch sicher gefallen
Deine Brown Snake Eagles sind allerdings beide junge Bateleurs!
Auch gut, danke für die Aufklärung :D ! Wow 3 Bateleur so kurz hintereinander :thumbsup: Interessant, wie anders die Jungvögel aussehen. Mit den Vögeln hatten wir oft ziemliches Glück 8o

LG Beate

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toetske (29. Mai 2021, 23:02)

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108

Samstag, 29. Mai 2021, 20:05

30.10.2020 vom Crocodile Bridge Camp nach Standerton

Es war noch mal eine sehr warme Nacht, wir haben aber halbwegs gut geschlafen. Um 6.00 stehen wir auf und beim Vorbereiten des Frühstücks kommt wieder die Truppe Banded Mongoose vorbei. Denen müssen wir ja noch mal zugucken.

Um 7.30 verlassen wir bei 22° das Camp und damit den Krüger NP.


Unser Fazit zum Crocodile Bridge Camp
In diesem kleinen Camp haben wir uns sehr wohl gefühlt. Nach den großen Camps war es ein schöner ruhiger Abschluss. Die Lage unseres Bungalows und der Bungalow selbst war super, genau wie erhofft. Von den Strecken in der Umgebung haben wir nicht allzu viel gesehen, da hätten wir noch einen Tag mehr gebraucht und die, die wir gefahren sind haben uns nicht so gut gefallen.

Unser Fazit zum Krüger NP
Das ist ein wunderschöner Park, der durch seine Vielfalt bei Fauna, Flora und Landschaften besticht :thumbsup: . Wobei uns der nördliche bis mittlere Teil am Besten gefallen hat.
Der Süden war uns zu trubelig.
Die Camps sind sehr unterschiedlich und bei aufmerksamerem Management hätte es uns in einigen sicher auch besser gefallen. So fanden wir das Preis-Leistungs-Verhältnis teilweise doch recht fragwürdig. Die vielen Renovierungen sind nötig, leider befürchten wir, dass bei dem vorherrschenden Desinteresse auch die renovierten Unterkünfte recht schnell wieder abgewohnt und ungepflegt sein werden.
Der Vorteil im Park zu übernachten bleibt für uns ein unschlagbares Argument, aber da werden wir beim nächsten Aufenthalt die Erwartung an den Wohlfühlfaktor ganz unten ansiedeln.
Sichtungsmäßig waren die Tage sehr durchwachsen. 10 Tage ohne eine Katze sind sicher Rekord verdächtig :( . Zum Glück haben wir sie auch auf vorherigen Reisen schon gesehen. Aber auch so war ich manchmal doch nicht ganz happy. Ich tröste mich damit, dass es anderen Besuchern zu der Zeit ähnlich erging. Dafür hatten wir schöne Vogelsichtungen 8o .


Gleich außerhalb des Parks ändert sich die Vegetation komplett. Wir fahren durch unendliche Zuckerrohr-, Citrus- und Bananenplantagen. Wasserknappheit gibt es hier wohl nicht.
Über die N4 und R38 fahren wir in Richtung Barberton. Die Strecke mögen wir sehr. Hier werden Zuckerrohr, Bananen, Avocado, Paw Paw, Nüsse und Citrus angebaut. Nach Barberton gibt es Rinderzucht und Getreideanbau.







Ab Badplaas fängt das Kohlerevier an, später kommen dann noch viele Kraftwerke hinzu.
Wir sind ganz zufrieden mit der Fahrt, bis wir Schilder sehen „N4 Nelspruit / eMalahleni“. Ups, da wollen wir aber nicht hin. Wo sind wir nur gelandet :S ? Die Straße wird zur gravel road - wir sind falsch! Wir fragen bei einer Verkehrskontrolle und stellen fest, dass wir viel zu weit nördlich, kurz vor der N4, sind. In Carolina müssen wir den Abzweig verpasst haben. Wir haben da zwar an allen Kreuzungen geguckt, aber kein Schild in Richtung Bethal gesehen. Also fahren wir auf der N4 bis Middelburg und biegen dann ab auf die R35 nach Bethal.

Bethal ist ein Dreckloch, anders kann man es nicht beschreiben :thumbdown: . Auf allen Straßen liegen Müllberge, nicht nur in den großen blauen Säcken, auch viel loser Abfall liegt herum. Vor und hinter einer Grundstücksmauer türmen sich auf ganzer Länge die Müllsäcke meterhoch. Das Eingangstor ist mit dicken Ketten verschlossen, in dem Gebäude war schon seit einiger Zeit niemand mehr. Aha, dort ist das „Department of Social Development“ untergebracht. Na, da ist der Name definitiv nicht Programm :rolleyes: .
Außerhalb des Ortes geht es ähnlich aufgeräumt weiter: Zu beiden Seiten der Straße gibt es wilde Müllhalden. Jeweils 200-300 Meter breit und 1 Kilometer lang. Da findet man alles: Metall, Plastik, Möbel, Küchenabfall, halbe Kloschüsseln etc. Viele suchen darin nach Verwertbarem und auch nach Eßbarem, andere kippen ihre Eimer und Tüten obendrauf. Das erinnert uns an Bilder aus Indien, wo Mensch und Tier die Müllhalden abgrasen. So etwas haben wir in Südafrika noch nicht gesehen und wir sind total entsetzt :wacko: :( .

Die Landschaft gefällt uns hier nicht, rundum sieht man Kohlebergwerke, Abraumhalden und Kraftwerke. Teilweise ist alles mit einer dunkelgrauen Staubschicht überzogen. Mit diesem Teil Südafrikas werden wir nicht warm, das ging uns beim letzten Mal hier auch so.

Weiter geht es nach Standerton. Dieser Ort wird von uns zur Hauptstadt der Schlaglöcher erkoren :help: . Die Hauptstraße erinnert uns doch sehr an die Straßen in Limpopo.
Im Pick’n’Pay kaufe ich schnell was zu trinken und naschen, dann suchen wir unsere Unterkunft, das Appledew Guesthouse. Sieht schick aus von vorne. Nach dem dritten Klingeln wird mir geöffnet und der junge Mann an der Rezeption bittet uns, noch ein paar Minuten im Auto zu warten, er würde uns dann den Weg zu unserem Zimmer zeigen. Ok, wir warten. Und warten… Und schlafen fast ein. Nach 14 Minuten klingele ich noch mal. Ja, er hätte jetzt den Schlüssel, wir sollen um die Ecke fahren und die erste Einfahrt nehmen, da wartet er auf uns. Ok, machen wir. Und wir warten vor dem geschlossenen gate. Und warten… Mann, mach hin X( ! Irgendwann öffnet sich das gate und wir kommen in eine sehr große und recht verwinkelte Anlage. Er zeigt uns Zimmer 12, eine ungemütliche und dunkle self catering unit. Nee, das habe ich mir anders vorgestellt. Kühlschrank und Wasserkocher ist für self catering etwas dürftig. „Oh, you want self catering…“ Ja, das habe ich gebucht. Ok, dann können wir Nummer 11 nehmen. Das Zimmer hat immerhin noch eine Mikrowelle, aber kein Geschirr, Töpfe etc. Nein, ich will heute Pasta kochen :whistling: . „Oh, then you can use the kitchen next door…“ Damit führt er mich in eine riesige Küche, die ist mindestens 5 mal so groß wie unsere zu Hause. In den Schränken würde ich alles finden. Ok, dann nehmen wir also Nummer 11 und packen unsere Minimalausrüstung für 1 Nacht aus. Es ist nach 15.00, wolkig und 30° warm. Wir haben 7,5 Stunden durch den Umweg gebraucht statt der geplanten 5 Stunden. Mit unserem Kaffee und Keksen setzen wir uns auf unsere kleine Terrasse und relaxen.
Die Anlage hat 31 Zimmer und die meisten anderen Gäste sind derzeit Geschäftsleute.
Wir bekommen eine interessante Vorführung geboten. 5 junge Frauen planschen in viel zu engen, neonpink farbenen Badeanzügen mit Tütü im pool und kreischen vor Vergnügen. Ihren jungen Fotografen erfreut die Show ebenfalls.

Ich gucke mir dann noch mal die Küche genauer an. All die Schränke enthalten - so gut wie nichts :huh: ! Ich finde 3 Töpfe, 2 Teller, minimales Besteck. Auf den Rändern, die in den Töpfen kleben, könnte man noch mal ne Suppe kochen :thumbdown: . Also, die Pasta mit Sauce fällt auch heute wieder aus :rolleyes: . Gut, dass der junge Mann wieder kommt, er soll mir eine große Schüssel, Teller und Besteck bringen. Auch das dauert eine Standerton-Ewigkeit. Es gibt heute nur Salatreste und Kräcker mit Salami und Käse. Aus die Maus.
Damit verziehen wir uns dann in unser Zimmer und lassen es uns schmecken. Wir sind müde vom langen Fahrtag und gehen zeitig ins Bett. Wenigstens die Betten scheinen gut zu sein.

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traveler57

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Montag, 31. Mai 2021, 13:54

Moin Beate,

vielen Dank für Deinen ausführlichen Reisebericht und den Einschätzungen.
Ich will auch nicht zu sehr in ein "bashing" verfallen, was so manche Nachbarn angeht, die man während der Reisen im Kruger begegnet, noch im Allgemeinen gegen SanPark zu negativ auftreten.....
Doch viele Dinge die Du hier beschreibst, sind uns auch schon untergekommen, gerade was die Parkplatzsituation an den Häusern in den Camps betrifft.
Neben dem Aspekt der Qualität der Unterkünfte und den damit aufgerufenen Preisen, gerade in den Camps, die sich südlich von Letaba befinden, stimme ich Dir uneingeschränkt zu.
Die Preise sind so angestiegen in den letzten Jahren, die die Qualität nicht mehr wiederspiegeln.

Wir haben unsere Planung für den Jan./Feb. 2022 abgeschlossen und die für uns wichtigsten - und die noch kurzfristig vor dem Reisetermin kostenlosen, stornierbaren Unterkünfte gebucht.
Auf Grund der nun sehr hohen Preise , der sonst gewählten Häuser in Satara, Olifants, Lower Sabie, Biyameti , bleiben wir auch weiter im nördlichen Teil des Kruger, der uns auch besser zusagt.
( Die gleichen Argumente: ruhiger, gelassener, freundlicher und Sichtungen gibt es auch genügend, bei entsprechender Zeit)

Danach ziehen wir um, in das Hoedspruit Wildlife Estate, wo wir uns ein Haus gebucht haben
( Haus für max. 4 Pers. kl. Pool , Garten ect. ) für uns zu zweit , für 7 Nächte für 80,00 Euro / Nacht).
Von dort hat man alle Optionen, ob eine nochmalige Fahrt in den Kruger, Game Drive im Klaserie PRG oder einen Besuch der Panoramroute, dem Reptile Center und und........

Es ist das eine, die Preise kontinuierlich von Jahr zu Jahr zu erhöhen, - wie ein Automatismus,
Anderseirts, ohne einen Mehrwert zu erbringen, bzw. das die Qualität der Unterkünfte dabei noch sinkt.
Dasselbe gilt für die Eintrittspreise in die Nationalparks oder für die Wildcard.
Da habe ich allerdings nur die Vergleichszahlen für uns Ausländer parat.
Die Entwicklungen für die Residents habe ich nicht verfolgt.

Im Zuge der Gleichberechtigung und Gleichbehandlungen für alle, ist dies , obwohl dieses Prinzip in vielen Ländern so angewendet wird, nicht mehr obsolet. Meine Meinung....
Diese Kritikpunkte mag einigen etwas seltsam vorkommen und ist für die, die eine Reise nach Südafrika zum ersten Mal unternehmen möchten, nicht änderbar, - so wie für uns auch nicht.
Wer eine Reisezeit von 2 oder 3 Wochen eingeplant hat, der will wohl möglich so viel erleben , wie es geht .
Gerade, wenn es sich um einen einmaligen Aufenthalt dabei handelt, ist man gewillter für diesen Traum, auch tiefer in Tasche zu greifen.
Ist man allerdings länger unterwegs, dann schaut man schon mehr auf die Preise.....

Nach mehrmaligen Reisen in diesem doch so schönen Land :saflag: , nimmt man Dinge anders wahr und stellt daher sein Buchungsverhalten um....
Bei aller Liebe zur Natur , die die meisten von uns ja teilen, es ist ein business und zwar eine mächtige Maschinerie.
In den Hochburgen des Tourismus und gerade im und am Kruger, das sollte niemand bei seiner Naturverbundenheit vergessen.

VG Bernd

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110

Montag, 31. Mai 2021, 15:11

Hallo Bernd,

danke für deine Rückmeldung.

Ich glaube auch, dass die, die SA nicht oder nur kurz kennen, einige unserer Einschätzungen nicht oder schwer nachvollziehen können. Wir sind nicht mehr “tourists from overseas“, wir kennen viele der Licht- und Schattenseiten hier. Aber so eklatant und durchgängig wie im Krüger ist uns der Unterschied zwischen Preis und Leistung selten aufgefallen. Preissteigerungen sind üblich, in SA sind es bei den meisten Dingen oder Dienstleistungen zwischen 5 und 12-13% im Jahr. Aber dann sollte wenigstens die Qualität gleich bleiben. Sonst wird es schräg.
SAN Parks reiht sich leider gut in die Gruppe der Staatsunternehmen ein. Missmanagement ist eine hervorstechende Eigenschaft.

Am allerwenigsten konnte ich mit dem Desinteresse der Verantwortlichen umgehen. Da kam für mich auch dazu, dass es zu meinem Job der letzten Arbeitsjahre gehörte, das Guesthouse „in Schuss“ zu halten und so für einen angenehmen Aufenthalt der Gäste zu sorgen. Es brauchte viel Zeit, Geduld, regelmäßige (tägliche) Aufmerksamkeit und Kommunikation mit den Ladies. Wenn man das nicht leisten kann oder will, dann rächt sich das hier sehr schnell.

Unsere nächste Unterkunft in Bethulie war im ältesten Haus des Ortes, erbaut 1823.
Kein moderner Schnickschnack, es war schlicht, mit einfachem Sperrholzmobiliar, aber sauber und das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmte.
Unser Bungalow im Mountain Zebra NP war dagegen dann ein Palast zum Schnäppchenpreis.

Unsere erste Wild Card in 2015 hat R710.00 gekostet. Jetzt zahlen wir R1190.00.
Sicher könnten etliche Südafrikaner leicht höhere Eintrittspreise in die Parks verkraften. Aber es gibt eben auch sehr viele, für die die reduzierten Preise immer noch unerschwinglich sind, zumal die oft dann noch das Transportproblem zu den Parks haben.

Ich hoffe, dass mit fortschreitender Impfung reisen wieder leichter wird und ihr und alle anderen die Urlaubspläne für Südafrika zumindest im nächsten Jahr wieder in die Tat umsetzen können. Es gibt halt so viel zu entdecken.

Wir sind gespannt auf unsere Reise zum Augrabies und KTP.

LG Beate

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Montag, 31. Mai 2021, 20:10

31.10.2020 von Standerton nach Bethuli

Noch ein Nachtrag zu gestern: Es ist kein Wunder, dass die Straßen hier so kaputt sind. Uns sind ca 80 der riesigen Kohletransporter begegnet, die bis zu 250 Tonnen Kohle transportieren können.

In der Nacht kühlt es sich draußen stark ab, im Zimmer bleibt es aber ziemlich warm. Wir haben halbwegs passabel geschlafen und stehen um 6.30 auf.

Das Frühstück ist recht umfangreich, alles ist abgepackt als Buffet aufgebaut. Müsli und Obstsalat sind lecker, dazu ein guter Kaffee/Cappucino/Espresso aus einer guten Maschine. Wir werden wach.

Die Dame von der Rezeption geht mehrmals durch das Frühstückszimmer in die Küche, ohne zu grüßen und ohne eine Bestellung aufzunehmen. Ein anderer Gast spricht sie schließlich darauf an. Jetzt ist sie auch wach. Die Auswahl beim warmen Frühstück ist ebenfalls gut, allerdings müssen wir auch hierauf wieder warten. Derweil quert der Manager/Besitzer mehrmals das Frühstückszimmer, auch ohne zu grüßen. Sie wollen was her machen, kriegen es aber irgendwie nicht hin :thumbdown: . Ich melde uns schnell ab, das verläuft sehr formal, keine Frage ob es uns gefallen hat, kein „travel safely“. Wir wollen eh nicht wieder kommen…


Unser Fazit zum Appledew Guesthouse
Einmal reicht. Es ist mehr Schein als Sein, hier fehlt das Herz. Und weder die Umgebung noch die Stadt haben einen positiven Eindruck hinterlassen.


Um 9.00 machen wir uns bei frischen 15° auf den Weg. Das GH liegt in einer middle class residential area, mit recht großen Grundstücken und Häusern. Das Ganze sieht anfangs ganz proper aus, dann sehen wir einige leere Grundstücke, die als Müllkippen herhalten müssen. Sie sind voll mit blauen Mülltüten und entsorgtem Hausrat. Links davon ein gepflegtes Haus, rechts davon ein gepflegtes Haus. Puh! Und die Straßen - sie sind wie gehabt eine Aneinanderreihung von Schlaglöchern. Der Hit ist eine Kreuzung: Hier fehlt auf dem gesamten Kreuzungsquadrat der Asphalt, dazu fehlt auf allen 4 Zufahrten der Asphalt auf je ca 4-5 Metern. Wie nennt man sowas denn :S :help: ? Das ist ja kein Loch mehr…
Auf der Hauptstraße sehe ich, dass man Erde in die Schlaglöcher gefüllt hat, um zumindest eine halbwegs ebene Oberfläche zu schaffen. Darin wächst das Unkraut üppig.
Hier scheint es bei den Gemeindeverwaltungen doch einiges an Verbesserungsbedarf zu geben.

Wir fahren auf die R546 nach Vrede, weiter über die R103 nach Warden und die R714 nach Bethlehem.
Direkt am Ortsrand von Standerton ändert sich die Straße - einwandfreier Asphalt lässt uns entspannt dahin gleiten. Hier ist eine andere Municipality zuständig.
Die Freude hält nicht lange an, dann fahren wir wieder Slalom und sind froh, dass nicht viel Verkehr ist, denn wir brauchen manchmal die gesamte Straßenbreite. Ein Schild verkündet „Potholes 5km“ - gut zu wissen, denn das nächste Schild erlaubt eine Höchstgeschwindigkeit von 120kmh.
Wenigstens ist die Landschaft heute schöner, es ist leicht hügelig, hier gibt es Viehzucht und Getreideanbau. Viele Long-tailed Widow Männchen im Brutkleid flattern über die Felder. Sie sind so wunderschön, aber leider nicht aufs Foto zu bekommen.

Auch Bethlehem besticht durch Schlaglöcher und wir biegen ab auf die N5 und in Richtung N1 nach Bloemfontein. Wir entscheiden uns gegen die landschaftlich schönere Strecke entlang der Grenze zu Lesotho, denn die wird später auch wieder zur Rumpelpiste. Die N5 ist leer und gut zu fahren, leider wird der Himmel immer dunkler und als wir auf die N1 kommen regnet es. Mittags sind es 20°
Die N1 ist anstrengend zu fahren, denn teilweise ist sie 1 nur spurig, dazu schüttet es aus Eimern, es gibt viel Verkehr und viele fahren ohne Licht. Dann kriegen wir bei 10° noch Hagel. Das volle Programm…

Der Hammer ist ein LKW-Fahrer, der auf einem 1 spurigen Stück im strömenden Regen einen anderen LKW überholt. Wir sehen ihn auf unserer Spur direkt vor uns und ich denke, OK, das war’s, wenigstens hatten wir noch eine schöne Reise… Der Mann macht eine Vollbremsung auf dem Standstreifen, der hier zum Glück breit genug ist. Auf unserer Höhe sind die beiden LKW dann direkt nebeneinander. So ein Oberidiot, A… usw :cursing: . Ich könnte ihn… :evil: Die Fahrer hinter uns haben es auch alle auf den Standstreifen geschafft, zumindest höre ich keinen Knall und der Verkehr fließt weiter. Danach bin ich erst mal eine Zeit lang nicht zu gebrauchen.

Bei Springfontein biegen wir auf die R715 ab und freuen uns über die Berge und das Licht der Karoo.


Es hört auf zu regen, wir machen am Straßenrand eine Kaffeepause und ich entspanne wieder 8) .



Unser Ziel Bethuli ist ein kleines Dorf am Gariep Dam, das wir um 16.30 bei 15° erreichen. Im Royal Hotel Bethuli werden wir die nächste Nacht verbringen. Anthony ist ein sehr aufmerksamer Gastgeber, der Corona-Check ist vorbildlich und wir bringen das Gepäck in unser schlichtes aber sehr sauberes Zimmer. Da der Regen sich verzogen hat fragt Anthony, ob wir Lust haben mit ihm eine kurze Fahrt zu machen, er würde uns gerne etwas über den Ort und seine Geschichte erzählen. Gerne! So starten wir kurz darauf wieder.

Das Royal Hotel ist das älteste Haus im Ort, es wurde 1823 erbaut. Es war ursprünglich eine Missionsstation der Holländer und Franzosen, danach ua ein Hotel und die Trading Post. Während des Anglo-Boer-War spielten der Ort und die Umgebung eine wichtige Rolle, in der Gegend gab es etliche Konzentrationslager. Wir fahren durch den Ort und zu einigen Plätzen in der Umgebung, auch zur Gedenkstätte der Opfer des Anglo-Boer-War. Hier liegen hauptsächlich Kinder begraben





Anthony ist glücklich, interessierte Zuhörer zu haben, er lebt für sein Hotel und den Ort.
Vor Corona fanden im Hotel oft Konzerte und andere Veranstaltungen statt. Es war berühmt dafür.
Das Haus ist bis unter die Decken voll mit ca 30.000 LP’s und 90.000 Büchern. Dies sei nur der „overflow“, sein Haus beherbergt den Rest.





Beim Aperitif erzählt er noch, wie es zum Kauf des Hotels kam, das damals eine Ruine war, und was er seitdem dort alles gemacht hat. Haus und Besitzer haben eine sehr interessante und bewegte Geschichte.
Das Hotel kann sein Alter nicht verbergen, aber es hat Charme und ist stimmig. Da stören uns auch das simple Zimmer und Mobiliar nicht.

Zum Dinner gibt es Thunfisch-Mousse, Chicken Ragout, Reis, Möhren, Mais, Broccoli und Spinat. Als Nachtisch erfreut uns eine Lemon Meringue. Es ist schlichte Hausmannskost und könnte für unseren Geschmack etwas mehr Pepp vertragen. Aber es ist reichhaltig und frisch. Anthony erzählt, dass seine Angestellten sich das Kochen mit Hilfe von Zeitschriften und Kochbüchern selbst beigebracht haben. Außer uns ist nur eine weitere Dame zu Gast. Sie kommt ab und zu für einige Tage um in Ruhe zu lesen und entspannen. Zum Essen gibt es schöne klassische Musik, die Auswahl ist ja riesig, und wir unterhalten uns angeregt 8o .

Früh gehen wir wieder ins Bett und schlafen zeitig ein.

Tagestemperaturen: 10 - 20°
Tageskilometer: 640km
Highlight des Tages: Anthony’s Erzählungen

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Beate2

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Dienstag, 1. Juni 2021, 14:49

01.11.2020 von Bethuli zum Mountain Zebra National Park

Die Nacht war ganz gut, um 7.00 stehen wir auf und frühstücken um 8.00. Leise Jazzmusik und Kaffeeduft empfangen uns. Das Frühstück ist ansonsten etwas sparsam und wirkt wie früher in der Jugendherberge. Cerealien stehen in großen Boxen auf dem Buffet, das Obst gibt es als ganze Früchte. Die Eierauswahl ist aber ok und wir werden satt.

Anthony ist happy, er hat offenbar Mitteilungsbedarf. Wir stellen es uns dort im Hinterland zu diesen Zeiten auch ziemlich einsam vor.


Unser Fazit zum Royal Hotel Bethuli
Das Guesthouse wirkt wie aus einer anderen Zeit. Anthony hat ein enormes Wissen zur Geschichte Südafrikas und insbesondere der Gegend. Und er macht, wenn er Zeit hat, gerne Touren mit seinen Gästen oder erzählt.
Das Haus ist einfach, aber alles ist sauber und die wichtigen Dinge sind vorhanden und funktionieren. Nur darf man weder Terrasse, Garten oder Pool erwarten, das gibt es alles nicht. Wenn man sich darauf einlassen kann, und Interesse an Geschichte hat dann lohnt es sich für eine oder zwei Nächte dort zu bleiben.


Um 9.20 rollen wir vom Hof. Die Sonne lacht, es sind 15°, dicke weiße Wolken zieren den blauen Himmel. Wir lieben diese Landschaft mit ihren Schaf- und Rinderfarmen.







Die R390 führt uns über Venterstad, Steynsburg und Hofmeyr nach Cradock. Mal ist der Belag einwandfrei, dann gibt es „Potholes next 10km“. Das Schild steht 4 mal in kurzem Abstand. Gab es das im Dutzend billiger :S ?

Um 12.15 stehen wir auf dem Parkplatz vom SPAR Supermarkt und versorgen uns für die nächsten 3 Nächte im Mountain Zebra NP. Die Auswahl ist sehr gut, ich bekomme alles, was ich suche und schon um 13.10 sind wir am gate zum Park.
Die pad vom gate zum camp ist teilweise seeehr hartes Wellblech und rüttelt uns ordentlich durch. Die will man nicht zu oft fahren.
Aber die Landschaft entschädigt uns :) . Leider ist es ziemlich diesig, so dass es von heute keine Fotos gibt.
Wir können bereits einchecken, müssen nur noch etwas warten bis unser Cottage fertig ist. Wir haben wir gewünscht die Nummer 8 und sind sehr zufrieden :thumbsup: . Die Lage im Camp ist gut, die Aussicht geht weit über die Ebene bis zu den Bergen.


Das Cottage ist in einem sehr guten Zustand, Bad und Küche sind recht neu, alles ist gepflegt. Beim Auspacken stelle ich fest, dass ich keinen Kaffee gekauft habe. Oh nein! Ich mag nicht nur für Kaffee noch mal nach Cradock fahren, 3 Tage ohne Kaffee sind aber auch keine Alternative :wacko: . Also gucke ich im Shop - da gibt es nur Nescafe. Ich frage dann im Restaurant, ob sie mir Kaffee verkaufen würden. Der junge Mann guckt erst etwas unsicher, meint dann aber, wenn ich wüßte wie viel ich brauche, dann würde er mir den mahlen. Wir berechnen dann zusammen: Wie viele Tassen werden wir trinken? Soll der Kaffee schwach, mittel oder stark sein? Davon hängt die Menge der Bohnen pro Tasse ab. Die Anzahl Tassen mal Gramm Kaffee pro Tasse macht Gramm Bohnen insgesamt. Das stellt er an seiner Maschine ein und lässt sie entsprechend oft mahlen. In ein Tütchen verpackt bekomme ich dann meinen gemahlenen Kaffee. You made my day :thumbsup: ! Wir haben viel Spass bei der Aktion 8o . Glücklich gehe ich wieder zurück und einem entspannten Nachmittag auf der Terrasse steht nichts mehr im Weg.

Wir genießen die Stille, freuen uns über den Vogelbesuch, schreiben Tagebuch und sichten Fotos.

Abends gibt es Salat mit frischem Ciabatta, Hummus und Käse. Dazu eine guten Wein und das Bett ruft schon wieder.

Tagestemperaturen: 15° - 28°°
Tageskilometer: 245km
Highlight des Tages: Der Kaffeekauf :D

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toetske

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Dienstag, 1. Juni 2021, 22:49

:danke: liebe Beate,

Mit dem Bethulie Royal Hotel hattet ihr ja wirklich eine sehr besondere Unterkunft. Wir lieben solche unvorhergesehene Überraschungen. Das Glück hatten wir auch schon bei Unterkünften, aber sogar manche Orte im Land hatten viel mehr Reiz als vorher von uns erwartet.

Highlight des Tages: Der Kaffeekauf

Ihr nehmt also eure eigene Kaffeemaschine mit auf Tour?



Hoffentlich schreibst Du noch ganz viel bzgl MZNP, bevor dieser Reisebericht ein plötzliches Ende nimmt...

LG. Toetske
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Mittwoch, 2. Juni 2021, 12:36

Der MZNP war mein Highlight im November 2019 (au Mann, so lange her schon wieder wegen Corona).

Ein kleiner Park mit tollen Unterkünften und einer tollen Landschaft. Die Leute dort habe ich als sehr hilfsbereit empfunden. Auch im Restaurant dort kann man ganz passabel essen.

Bin gespannt auf deinen nächsten Bericht, Beate. ;)
LG

Dirk

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Mittwoch, 2. Juni 2021, 12:53

Hi toetske,
Mit dem Bethulie Royal Hotel hattet ihr ja wirklich eine sehr besondere Unterkunft. Wir lieben solche unvorhergesehene Überraschungen. Das Glück hatten wir auch schon bei Unterkünften, aber sogar manche Orte im Land hatten viel mehr Reiz als vorher von uns erwartet.
ja, der Versuch hat sich gelohnt. Es ist schon sehr speziell dort 8)
bei unserem letzten Aufenthalt am Gariep Dam waren wir auf einer Farm - das war nix :rolleyes: Also waren wir nun doppelt erfreut 8o
Ihr nehmt also eure eigene Kaffeemaschine mit auf Tour?
dann würde der Mann wohl nicht mitkommen :D , der kriegt so schon zu viel, was alles mit muss. Aber der Plunger darf mit :thumbsup:
Hoffentlich schreibst Du noch ganz viel bzgl MZNP, bevor dieser Reisebericht ein plötzliches Ende nimmt...
ja, da kommt noch was. Heute geht es aber erst mal raus in die Sonne



Hi Dirk,
Der MZNP war mein Highlight im November 2019 (au Mann, so lange her schon wieder wegen Corona).
Ein kleiner Park mit tollen Unterkünften und einer tollen Landschaft. Die Leute dort habe ich als sehr hilfsbereit empfunden. Auch im Restaurant dort kann man ganz passabel essen.
ja, ein kleiner feiner Park, sehr gut zum Relaxen. Und gut geführt ist er :thumbsup:



LG Beate

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Mittwoch, 2. Juni 2021, 20:24

danke beate für den reisebericht und die tollen bilder.

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Beate2 (3. Juni 2021, 09:18)

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