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Beate2

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Montag, 9. November 2020, 14:35

Reisebericht unserer Post-Lockdown-Runde durch Südafrika

Nach den letzten anstrengenden und schwierigen Monaten stand uns der Sinn verstärkt nach einem Tapetenwechsel. Mitte des Jahres war eine Reiseplanung auf Grund der nicht abzusehenden Entwicklungen durch die Corona bedingten Einschränkungen ein ziemliches Wagnis. Aber ich wollte auch einen Urlaubsplan für die Zeit nach dem Lockdown haben. Und da ich nun mal gerne plane war dies ein willkommener Zeitvertreib.

Relativ schnell stand die Route im Groben fest, die tatsächliche Machbarkeit hing aber eben die ganze Zeit von den völlig unklaren Rahmenbedingungen ab. Mit Freigabe der Reisen zwischen den Provinzen im September kamen wir dem Traum ein Stück näher. Der Grenzübertritt nach Botswana blieb bis fast zum Schluss das große Fragezeichen. Da ich aber nur 3 Tage in Botswana geplant hatte, konnte ich mich rechtzeitig auf die Suche nach einer Alternative machen, ohne die gesamte Route verändern zu müssen.

Wir waren dann recht sicher, dass, wenn Reisen innerhalb von Südafrika erst mal wieder erlaubt sein wird, es auch keine Schwierigkeiten beim Wechsel zwischen den Provinzen mehr geben wird. Ein Durcheinander wie in Deutschland konnten (oder wollten?) wir uns nicht vorstellen.

Wir hatten auch überhaupt keine Idee, wie es in den anderen Landesteilen iBa die Einhaltung der Coronaregeln und die Entwicklung der Infektionen sein würde. Das Western Cape ist ja recht gut organisiert, andere Provinzen haben da deutlichen Nachholbedarf. Dennoch hatten wir keine Bedenken, denn wir würden die meiste Zeit ja alleine unterwegs sein oder in kleineren Unterkünften. Menschenansammlungen brauchen wir eh nicht und nun meiden wir sie einfach noch mehr.

Der große Vorteil war, dass wir nicht auf einen Flug angewiesen waren. Der hiesige Markt war uns da auch viel zu ungewiss. So konnten wir unseren Renault Koleos voll packen, der Gute hat die Strecke von ca 6900km klaglos gemeistert hat. Er durfte sich auch so richtig schmutzig machen.

Insgesamt waren wir positiv überrascht, wie gut man vorbereitet war und wie aufmerksam die Meisten im Umgang miteinander waren. In den Unterkünften, sowohl wie auf den Straßen oder in den Geschäften. Ohne Maske ist niemand in ein Geschäft oder eine Mall rein gekommen. Damit waren dann auch Gedanken an ernsthafte Schwierigkeiten während unserer Reise kein Thema mehr. Wir waren oft alleine und ansonsten gab es viel Platz und Luft um uns herum. Und vom Rest der Welt haben wir relativ wenig mitbekommen.

Der Kontakt per Handy, WhatsApp oder Internet war ziemlich eingeschränkt. Zum Teil, weil es generell kein Netz gab, aber auch weil zB der Vodacomempfang deutlich begrenzter war als bei MTN. Und zusätzlich muckte unser Provider, wir bekamen nur noch die Meldung „you are out of data…“. Das konnte nicht sein, denn WhatsApp lief, nur das Internet nicht. Irgendwas an den APN’s war nicht richtig eingestellt. Das hatte sich unbemerkt bei einem Update mal wieder verändert und wir haben es nicht verstanden…

Wenn ihr das Glück hattet in den letzten Monaten reisen zu können, dann habt ihr immer auch Touristen aus anderen Nationen getroffen. Das war hier nun nicht der Fall. Die wenigen ausländischen Residents, denen wir begegnet sind, konnten wir an zwei Händen abzählen. Wir waren überall die Exoten, was ja nix Schlimmes ist. 6 Wochen lang im Urlaub nur von Südafrikanern umgeben zu sein ist dann schon was Besonderes und nicht immer nur leicht und angenehm. Aber wir hatten auch sehr schöne und intensive Begegnungen.

Hinzu kam, dass durch den verlängerten Lockdown die Schulferien mehrmals verschoben wurden. Damit war meine Planung, außerhalb der Ferien im Krüger NP zu sein, hinfällig. Es war zwar nicht so voll, wie zu normalen Ferienzeiten, aber das Aufkommen an (Groß-) Familien und Freundesgruppen war doch beachtlich. Und die bringen nun mal ihre eigene Dynamik mit sich.

Vorab schon mal so viel: Es hat alles ziemlich gut geklappt, es gab alle gebuchten Unterkünfte noch, die Planung der Tagesentfernungen war ok, wir hatten weder einen Platten noch einen Unfall und sind bis auf einen leichten tummy bug nicht krank geworden. Einzig mehr komplette Ruhetage werden beim nächsten Mal eingebaut. Der Mensch muss das Erlebte ja auch verarbeiten, und das geht in unserem Alter wohl nicht mehr so schnell.

Das Wetter hat uns bis auf Frost und Schnee alles geboten: Tagestemperaturen von 9°-39°, Sonne pur, Tage lang Regen und Nebel. Oft hatten wir nach 3 Tagen einen starken Wetterwechsel. Und alle sagten, dass das Wetter nicht normal sei. Ich werde mich also zukünftig mit Aussagen zu „wie wird das Wetter wann und wo…“ zurück halten.

Und wenn schon so vieles anders ist als sonst, warum dann nicht auch die Tiersichtungen? Wir haben wohl einen Rekord aufgestellt: 10 Tage Krüger NP ohne eine Katze. Der Löwenrücken, der nach einem Augenblick im Gebüsch verschwand, zählt nicht.

Pads, die sonst eine hohe Sichtungswahrscheinlichkeit haben, waren - leer. Andere Suchende haben ähnliches berichtet: Es gab oft wenige oder keine Tiere an manchen Strecken. Tja, that’s life. Elefanten und Rhinos haben wir vorher in Madikwe, Pilanesberg und Welgevonden viele gesehen. Auch einige Löwen. Elefanten und Büffel liefen uns viele im Krüger über die pad. Aber dass wir dort nicht eine Katze gesehen haben musste ich doch erst mal verdauen. „Die Big 5 sind eh überbewertet, Vögel sind doch auch interessant…“. Als mir die Augen vom vielen unter Büsche und in Bäume gucken weh taten und der Frustpegel stieg, verlegte ich mich auf höhere Ebenen. Birding war angesagt! Mit der Identifizierung hapert es noch, gerade bei den schnellen kleinen LBB’s, aber da kamen doch einige gefiederte Freunde auf meiner Liste zusammen. …zB Geier - die habe ich im Krüger fast jeden Tag mehrmals gesehen.

Mit unserem Fotoequipment haben wir etwas gehadert. Ich kam mit meiner neuen Kamera noch nicht so gut zurecht (mein Gott, was dieser Winzling alles kann…) und ich hätte mich vor dem Urlaub doch um eine neue Brille kümmern sollen. Bei der Kamera meines Mannes muckte der Bildstabilisator oft, das Video bekam Schlagseite. So waren wir manchmal froh, wenn wenigstens einer von uns was Gescheites auf die Karte bekommen konnte.

Die Fotos sind alle vorsortiert, die werde ich im Reisebericht schon mit einarbeiten können. Ich will auch noch einiges aus den Videos ziehen, das braucht aber noch und wird dann später als extra Sammelbeitrag eingefügt.

Und nein, es wird keine Fotos von den Rhinos geben. So schwer es mir fällt (da sind so schöne Aufnahmen bei) aber wir wurden immer wieder gebeten sie nicht ins Netz zu stellen.

Unsere Unterkünfte waren ein für uns schöner Mix aus Luxus all in, B&B und einfachem Cottage SC. Die gebuchten Cottages in den NP’s waren in Größe und damit Komfort sehr unterschiedlich. Das war uns bewußt. Dass es aber innerhalb einer Kategorie, insbesondere im Krüger NP, solche Unterschiede geben würde haben wir nicht erwartet und das war teilweise enttäuschend bis nicht akzeptabel. Zu den NP’S werde ich in den jeweiligen threads unsere Erfahrungen noch extra einstellen.

So weit der Vorspann. Bevor ich loslege hier noch mal die Route
1Ü Beaufort West - Matoppo Inn
1Ü Vryburg - Lavender Lodge
3Ü Madikwe PGR - Impodimo Lodge
2Ü Pilanesberg NP - Shepherd’s Tree Lodge
3Ü Welgevonden PGR - Inzalo Lodge
3Ü Tzaneen - Granny Dot’s Guesthouse
3Ü Mapungubwe NP - Leokwe Camp
3Ü Soutpansberge - Sigurwana Lodge
2Ü Louis Trichardt - Madi a Thavha
3Ü RETURNAfrica - Pafuri Camp
1Ü Krüger NP - Shingwedzi Camp
1Ü Krüger NP - Mopani Camp
2Ü Krüger NP - Letaba Camp
2Ü Krüger NP - Satara Camp
2Ü Krüger NP - Skukuza Camp
2Ü Krüger NP - Crocodile Camp
1Ü Standerton - Appledew Guesthouse
1Ü Gariep Dam - Royal Hotel Bethulie
3Ü Mountain Zebra NP - Rest Camp
1Ü Beaufort West - Matoppo Inn

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maddy

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Montag, 9. November 2020, 15:07

Liebe Beate,

Wow, du legst schon los - alle Achtung!!
Ich freue mich auf deinen Bericht, mach bitte schnell weiter!

Liebe Gruesse aus dem feucht-heissen Sodwana
Maddy

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toetske (9. November 2020, 21:27), Beate2 (9. November 2020, 15:29)

toetske

oorbietjie

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Montag, 9. November 2020, 21:32

:danke: Liebe Beate,

Wie toll dass es schon losgeht! Die Reise hat Dir anscheinend viel Energie besorgt :whistling:
Ich freue mich sehr und bin mal wieder seeeeeehr neugierig.

LG. Toetske
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Beate2 (10. November 2020, 14:08)

Aishak

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4

Dienstag, 10. November 2020, 13:05

Liebe Beate

Ich freue mich sehr, dass es los geht und bin schon eingestiegen. :thumbsup:
Ich bin gespannt auf Deine Erlebnisse.

Liebe Grüsse
Andrea

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Beate2 (10. November 2020, 14:08)

Beate2

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Dienstag, 10. November 2020, 17:43

26.09.2020 nach Beaufort West
Um 10.00 starten wir nach Beaufort West. Es ist Samstag und wenig Verkehr unterwegs. Die Karoo bietet viel unaufgeregte Gegend, das Wetter ist gut zum Fahren: blauer Himmel, einzelne Wolken, viel Wind. Auf den Hex River Bergen liegt noch Schnee. An unserer bevorzugten Tankstelle füllen wir auf und stellen fest, dass die Zahl der Bettler dort stark angestiegen ist. Waren es sonst 2-3 sind es nun 8 Erwachsene und etliche Kinder, die hartnäckig betteln. Da wir auf der Straße generell nichts geben müssen wir nicht überlegen, wer wie viel bekommt. Aber so richtig wohl fühlen wir uns auf dem Parkplatz nicht und das Pausenbrot schmeckt nicht wirklich.

Um 15.00 erreichen wir zur Kaffeepause den Karoo NP. Es ist sonnig, kalt und sehr windig.


Wir machen nur eine kurze Tour und sehen Oryx, Kudu, Strauß, Black Eagle, Springbok und Barn Swallow.


Unsere Unterkunft „Matoppo Inn“ ist in einem alten, weitläufigen Gebäudekomplex untergebracht.
Ich fülle an der Rezeption den Coronafragebogen aus, meine Temparatur wird gemessen, es gibt mehrere Spender mit Desinfektionsmittel, alle tragen eine Maske. Gut so!

Wir haben ein großes Zimmer mit 2 Doppelbetten, das leider recht dunkel ist (so wie damals üblich…) mit großem Bad. Aber es ist sauber und ansonsten gut ausgestattet

Auf einem Gang durch den Garten zählen wir 160 Solarpaneele, damit ist man von Eskom wohl ziemlich unabhängig (das Matoppo Inn gehört mit dem daneben liegenden Beaufort Manor zusammen). Wasser gibt es für den Moment genug, es hat im Winter Schnee und in letzter Zeit einiges an Regen gegeben.

Außer uns sind nur 4 weitere Gäste dort. Das Dinner ist OK, nichts Besonderes, die Auswahl ist auf Grund der wenigen Gäste nicht so groß. Dafür ist es günstig, wir zahlen R110.00pp für Bobotie und Lasagne.

Das Matoppo Inn ist in Ordnung, aber keine besondere Empfehlung.

Temperaturen 7°-18°
Tageskilometer 480
Highlight des Tages: Die Landschaft im Karoo NP

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Dienstag, 10. November 2020, 17:45

27.09.2020 on the road to Vryburg

Die Nacht war recht gut und obwohl es draußen kalt war, war es im Zimmer mollig warm. Wir sind früh auf, packen schnell und gehen um 8.00 zum Frühstück. Man kann zwischen verschiedenen Varianten wählen. Das „Full English Breakfast“ kostet R120.00pp. Zur Auswahl gibt es Müsli, Joghurt, Obstsalat, Toast und Marmeladen, Säfte, Kaffe, Tee, sowie Eier und Beilagen nach Wunsch. Gut gesättigt fahren wir weiter Richtung Vryburg.

Auf der N1 ist mehr Verkehr als am Vortag, die N12 ist, wie immer, leer. Kaffeepause machen wir kurz vor dem Mokala NP, die Landschaft gefällt uns dort gut - Gräser, Hügel, grüne Bäume. Wir sehen dort 2 Kori Bustard, Sable Antilopen und Vervet Monkeys. Vorher war es in der Karoo ziemlich trocken und karg. In Kimberley kaufe ich noch was zum Abendessen ein, denn in unserer Unterkunft gibt es kein Dinner und die Restaurantauswahl in Vryburg konnte mich nicht überzeugen. Ich bekomme bei Pick n Pay sogar noch einen USB-Stick. Unser alter Musikstick streikt. Nach wenigen Stücken springt er immer wieder auf 3 oder 4 Stücke zurück. Die sind zwar schön, aber für den ganzen Urlaub doch zu wenig.

Ab Warrenton nimmt der Verkehr deutlich zu, ein langes Wochenende geht zu Ende. Die N18 ist nicht so gut ausgebaut und ziemlich eng. Dazu kommen viele Menschen und Tiere auf und neben der Fahrbahn. Damit wird das Fahren anstrengender. Ab Taung sehen wir sehr viele Brandschäden an der Natur und auf dem Asphalt, das sieht nach Protesten und Brandstiftung während der letzten Wochen und Monate aus. Und überall liegt Müll rum.

In Vryburg fühlen wir uns gar nicht wohl. Es laufen sehr viele Menschen hektisch durcheinander und ohne zu gucken auf die Straßen, die auch noch voller Schlaglöcher sind. An der ersten Tankstelle heißt es „sorry sold out…“. Na toll! Sonntagnachmittag auf dem Land…. An der Kreuzung gibt es aber noch 2 weitere Tankstellen und die haben offensichtlich noch Sprit, also nichts wie hin. Dort ist es brechend voll. Der Mann ist kaum aus dem Auto, als er sofort heftig angebettelt wird. Das stört die Angestellten aber nicht. Wertsachen bleiben bei mir im Auto und die Türen werden schnellstens verriegelt. Wir sind froh, als wir dort fertig sind, kommen aber erst mal nicht weit, weil uns ein Bettler absichtlich ins Auto läuft und einen Unfall markieren will. Nee, Kollege, nicht mit uns. Böse Blicke und ein deutlicher Fingerzeig helfen und er versucht sein Glück beim Nächsten Kunden. Bloß weg hier!!!

Wir sind gestreßt, unsere Überfallerfahrung kommt hoch, so dass wir den Weg verpassen und uns verfahren. Prima! Wir holpern durch die Straßen und finden schließlich die „Lavender Lodge“. Dort fühlen wir uns wohl und sicher.

Als Coronamaßnahme muss ich wieder einen Fragebogen ausfüllen und die Temperatur wird gemessen, überall gibt es Desinfektionsmittel, auch auf dem Zimmer und alle tragen eine Maske.

Unser Zimmer ist deutlich freundlicher und heller, auch mit 2 Doppelbetten und einem schönen, großen Bad.
Nach der Erfahrung an der Tanke sind wir froh, dass wir zum Abendessen nicht noch mal raus müssen. Den Ort müssen wir im Dunkeln ganz bestimmt nicht erleben. Es gibt Salat & Sandwich von Woolies, dazu ein kaltes Bier - lecker!

Temperaturen 8°-24°
Tageskilometer 720
Highlight des Tages: Die Kori Bustard

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toetske

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Mittwoch, 11. November 2020, 22:02

Liebe Beate,

An unserer bevorzugten Tankstelle

Viele Lieblings-Sachen (Farben, Autos, Orte, Gerichte, Musik usw) kenne ich, aber eine Tankstelle... wo befindet sich denn diese? :whistling:

In Vryburg fühlen wir uns gar nicht wohl... Den Ort müssen wir im Dunkeln ganz bestimmt nicht erleben

Das kann ich 100 % nachvollziehen. Wir waren ja schon sehr oft in Vryburg, aber unsere Freunde leben zum Glück auf einer Farm etwa 60 km nördlich.

Freue mich auf die Fortsetzung!

LG. Toetske
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Beate2 (13. November 2020, 07:42)

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Freitag, 13. November 2020, 07:40

Liebe toetske,

da auf langen Fahrten ja auch die menschlichen Bedürfnisse befriedigt werden wollen, versuchen wir die dafür angenehmsten Orte einzuplanen.
In diesem Fall war es die Shell Tankstelle in Laingsburg. Da stimmt der service für Auto und Mensch. :thumbup:
Die Toiletten der Caltex Tankstelle dort sind nicht empfehlenswert :thumbdown: . Es gab weder Seife noch Desinfektionsmittel. Das war wohl die schlechteste auf der ganzen Reise.

Gerne halten wir dafür auch an der Breede River Valley Tankstelle bei Worcester. Und die Baobab Plaza Tankstelle vor Musina bekam von und ein "wenn dann da noch mal..." :D

Soweit der Abstecher zum Boxenstopp 8)

LG
Beate

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Montag, 16. November 2020, 12:48

28.09.2020 von Vryburg zum Madikwe PGR

Die Nacht war gut, die Vögel zwitschern schon viel früher als bei uns und die Sonne geht auch merklich früher auf. Um 8.00 gehen wir zum Frühstück, ein sehr gut sortiertes Buffet erwartet uns. Alles ist einzeln verpackt, sehr sauber und appetitlich. Das warme Essen ist lecker, der Besitzer kocht selbst. Seine „hash brown“ sind die Besten überhaupt!

Die Lavender Lodge ist unter der Woche eher auf Geschäftsleute ausgerichtet, am Wochenende kommen auch Urlauber und sie bekommt von uns wegen des sehr guten Preis-Leistungs-Verhältnis eine klare Empfehlung für einen Stopp in der Gegend.
Wir sind die letzten Gäste an dem Morgen und schwatzen noch eine Zeit mit den Besitzern bis wir kurz vor 9.00 los fahren. Wir bekommen noch eine Wegbeschreibung, um das Stadtzentrum zu meiden. Unser Weg führt uns am recht neuen Gebäude der Municipality vorbei. Schick und teuer! Etwas von dem Geld hätte die Stadt lieber in die Erneuerung ihrer Straßen investieren sollen, die haben eine Schweizer-Käse-Qualität :( .

Bis Mafikeng ist es ziemlich karg und eben, bis Zeerust wird es dann hügeliger und grüner, es gibt mehr Bäume. Beide Städte empfinden wir als ziemlich hektisch, die hauptsächlich schwarze Bevölkerung hat es eilig. Die Straßen sind alle gut zu fahren. Kurz vor 13.00 erreichen wir das Madikwe PGR. Die Landschaft wirkt verbrannt, alles ist kahl und auf eine Höhe von 1,5 bis 2m abgeholzt. Kurz nach dem gate erreichen wir die „Impodimo Lodge“, die uns auf Anhieb gefällt.




Wir werden herzlich empfangen, bekommen einen kühlen Saft und man erklärt uns alles. Dabei sehen wir schon die ersten Elefanten am Wasserloch.


Auch hier ist die Coronaprozedur ähnlich, die Temperatur der Gäste wird 2x am Tag vor den drives gemessen. Die Safariwagen werden nach jedem drive desinfiziert. Überall gibt es Desinfektionsmittel. Alle tragen Masken. Alles prima.

Wir haben Suite no3 - mit Blick auf das Wasserloch, an dem sich schon mal 10 Elefanten tummeln. Die Suite ist riesig, sehr schön eingerichtet, das Bad groß und mit Außendusche.




Wir richten uns schnell ein und gehen dann noch kurz zum Elephant Hide. Der ist durch einen unterirdischen Tunnel erreichbar und man sitzt den Tieren sozusagen zu Füßen, wenige Meter von ihnen entfernt. Einfach nur genia :thumbsup: l!!!






Es sind jede Menge Elefanten dort, große und kleine, Impala, Warthog, Vögel. Die Elis trinken, planschen und werfen mit Matsch. Es ist toll ihre Hierarchie zu beobachten, die kleinen versuchen zu drängeln und zwischendrin auch bei den Müttern zu trinken.











Die Impala sind nervös und müssen sich ständig absichern.



Die beiden Warzenschweine sind der Knaller, sie suhlen sich im Matsch und setzen sich dann auf einen Baumstumpf um sich die Hinterteile zu scheuern. Herrlich :) ! Das Video davon ist leider unscharf.




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Beate2

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Montag, 16. November 2020, 13:16

Um 15.00 gibt es High Tea, mit sehr guten süßen und herzhaften Snacks. Um 15.45 geht es auf den drive.

Wir sind mit 6 Gästen auf dem Wagen, das passt gut. Sam (tracker) und Kyle (guide) sind unsere sehr gut ausgebildeten Führer. Kyle ist erst einmal sehr auf die Big 5 aus, merkt aber schnell, dass wir uns auch für alle anderen Tiere interessieren.
Wir sehen wieder viele Elefanten, die sich an den wenigen verbliebenen Wasserstellen sammeln







Kori Bustard, Blue Wildebeest, insgesamt 7 Steenbok, Büffel, Zebra,





Yellow-billed Hornbill, Schakal, Kudu, Oryx, Impala, Ground Squirrel, Shrub Hare. Der Red-crested Korhaan, auch „suicide bird“ genannt, ist ein besonderes Exemplar Vogel. Die Männchen steigen mit lautem Schreien steil in die Luft, klappen oben die Flügel ein und lassen sich wie ein Stein auf die Erde fallen. Wer als letzter vor dem Aufprall die Flügel ausbreitet ist der Sieger bei den Frauen 8) .
Im Lauf der Zeit sehen wir 3 Gruppen imposanter White Rhino mit 3 und 4 Tieren und später noch Mutter und Kalb. Alle tragen ihre langen Hörner, und wir genießen sie in Ruhe.

Beim Sundowner bekommt jedes Paar seine eigenen Schälchen mit Leckereien und dem vorab gewählten drink.
Kyle erklärt, dass man dringend auf Regen wartet, denn im letzten Sommer gab es zu wenig und seit Anfang des Jahres ist es dort trocken. Deshalb wird alles von den (zu vielen) Elefanten auf bequeme Höhe kahl gefressen. Da es viele Jungtiere gibt, sind auch alle Büsche bis unten runter abgefressen und die großen entwurzeln oder brechen viele große Bäume, um an die feuchten Wurzeln zu kommen.

Direkt danach kommt die Nachricht, dass in der Nähe 4 Löwen gerade ein Warthog gerissen haben. Wir fahren hin und sehen ein spannendes Spektakel. Es sind 4 Männchen aus 2 prides. Die beiden Älteren sind die Hausherren in dem Gebiet, die beiden jüngeren sind neuer und müssen sich ihren Platz noch sichern. 3 halten das Warthog fest und versuchen zu fressen. Der Vierte darf nicht mitmachen, für ihn ist kein Platz mehr an der Tafel. Er weiss nicht so richtig was er machen soll. Mal legt er sich daneben und guckt zu, mal dreht er sich demonstrativ weg oder „ruht sich aus“.




Kyle hofft, dass das Gerangel für die älteren Löwen gut ausgeht. Ein super Abschluss für den ersten game drive.

Wir gehen danach gleich zum Dinner. 2 Starter, 3 Main Course und 3 Dessert stehen abends immer zur Auswahl. Alles wird serviert. Ich nehme Bacon-Mozzarella-Tarte-Tatin, Ostrichfilet und Fruitsalad. Dazu eine Flasche Rotwein. Sehr lecker!
Kurz danach fallen wir müde ins Bett.

Temperaturen 12°-28°
Tageskilometer 324
Highlight des Tages: Die Löwen am kill

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Beate2

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Montag, 16. November 2020, 13:41

29.09.2020 Madikwe PGR

Die Nacht bleibt sehr warm in der Suite und ist nicht so gut. Wir müssen uns erst mal wieder an die Geräusche im Busch gewöhnen. Um 5.15 werden wir geweckt, als Muntermacher gibt es Kaffee, Tee und für jede Suite einen Teller mit Keksen. Um 6.00 geht es los, im Fahrtwind ist es sehr kalt. Gut, dass wir unsere Winterausrüstung dabei haben :) .



Die Leopardensuche bleibt erfolglos, auch sonst gibt es anfangs nicht viele Fotomotive. Dann begegnen wir dem „Man on a mission“. Der Löwe Kwandwe (nach dem gleichnamigen Reserve aus dem er stammt) geht schnell und zielstrebig neben der pad entlang.






Wir können ihm eine ganze Zeit lang folgen und sehen dann sein Ziel: Ein Zebrabein liegt im Gebüsch. Darauf knabbert er genüßlich herum und leckt es ab wie sein „King Cone“. Er ist ein Prachtexemplar, vor kurzem wurde er gewogen und brachte es auf gut 230kg.





Außerdem sehen wir noch Giraffen, Blue Wildebeest, Elefanten, Zebra, Squirrel, Rock Monitor, Impala, Büffel, Yellow & Grey-billed Hornbill.





Eine Brown Hyena versucht mit uns ein Katz und Maus Spiel - sie verharrt so lange in Fotoposition, bis unser Wagen steht, dann läuft sie weiter und verschwindet wieder im Gras.



Wir würden ja alle gerne die Wild Dogs sehen. Kyle erklärt, dass das derzeit schwierig wäre, denn zum ursprünglichen pack wurde eine zweites pack dazu geholt (3 Männchen und 2 Weibchen). Die fünf kannten sich nicht und beim Zusammenführen in der Boma wurden die Weibchen von den Männchen getötet. Die Männchen wurden dann in ein anderes Reserve abgegeben. Ein neues 7-köpfiges pack kam an und bei der Freilassung stellte man fest, dass das Alphaweibchen hoch trächtig war. Alle waren hoch erfreut. Kurz vor dem lockdown wurden 7 Junge geboren, die leider nach wenigen Tagen vom alten pack getötet wurden. Dann haben auch noch Löwen eins der neuen Weibchen getötet. Seitdem jagen sich das alte und das neue pack durch das Reserve, keines hat ein festes Revier und sie sind schwer zu finden. Als wir auf Madikwe waren, waren die Tiere gerade ganz im Süden des Reserves.

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Montag, 16. November 2020, 14:11

Das war ein schöner drive, nach dem wir auf der Terrasse lecker frühstücken (es gibt ein umfangreiches Buffet und eine große Auswahl an servierten Eierspeisen) und entspannen. Wir duschen, ich wechsele auf Sommerkleidung und gehe wieder zum Elephant Hide. Der Mann macht ein Nickerchen. Am Hide ist einiges los:
Viele Impala


und Blacksmith Plover


einige Kudus


So klein ist er noch und schon sind ihm der Stoßzahn abgebrochen.


Völlig im falschen Licht und eigentlich zu weit weg sitzt dieser Tawny Eagle lange auf einem Baum.



Am Nachmittag bleibt der Mann im Camp, er hat Bauchgrummeln.



Auf der Suche nach Geparden auf dem Nachtmittagsdrive ist Sam plötzlich ganz aufgeregt, denn er sieht Rhinospuren außerhalb des Zaunes. Dann entdecken wir ein großes Loch im Zaun. Wahrscheinlich gab es dort in der Nacht einen Rhinokampf (am Abend waren etliche Rhinos in der Gegend) und ein Tier ist durch den Zaun gebrochen. Draußen gibt es auch frisches Gras und Wasser - wer kann da widerstehen… Ein Reparatur- und Suchtrupp ist bereits unterwegs.

Und wir finden 2 Geparden völlig relaxt unter einem Baum. Ach wie schön 8o !!!











Weitere Tiere des Nachmittags: imposante Black & White Rhino, Elefanten, Kudu, Impala, Steenbok, viele Yellow-billed Hornbill, Little Bee Eater und ein Caracal auf der Jagd. Sehr schön!





Wir waren auf einer privaten Concession, hatten den Sundowner noch vor uns und mussten bis 18.00 das Gebiet verlassen. Kyle’s Kollegin hatte bereits einen „friendly reminder“ bekommen, er sah das aber recht locker. Außer uns war weit und breit niemand zu sehen.
Auf dem Rückweg kamen wir dann an den beiden älteren Löwen vom Vorabend vorbei, sie verdauten noch… Der jüngere war wach, der ältere schlief. Sam & Kyle waren froh, dass der ältere einen Kampf am Vorabend, den es um das Warthog gegeben hatte, offenbar gut überstanden hatte. Er ist bereits 13 Jahre alt und die jungen Kerle sind eine starke Konkurrenz.


der Zahnarzt ist zufrieden :thumbsup:





Wir nehmen noch einen schnellen Sundowner, dabei „lacht“ ein Schakal und einige Spotted thick-knee werden aufgescheucht.

Dem Mann geht es besser und zur Belohnung sieht er Elefanten, Giraffen und Klippspringer dicht an der Suite. Er genießt 2 Stunden lang die Ruhe im hide, dort gibt es für ihn eine Elefantenvorstellung, mit schmusen


spritzen


und pudern nicht vergessen :D



Impala und Zebras kommen und gehen.


Einige Klippspringer schauen auch vorbei.



Ein Tawny Eagle muss ständig Attacken der Blacksmith Plover abwehren um auch den Durst stillen zu können.


Laut meckernd versucht er, sie sich vom Hals zu halten



Das Dinner ist wieder sehr gut, ich weiß nicht mehr was es gibt, aber alles zusammen macht eine gute Bettschwere.

Tagestemperature: In etwa wie am Vortag
Tageskilometer: Zu wenig Bewegung :whistling:
Highlight des Tages: Die beiden Geparden

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sunny_r

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Montag, 16. November 2020, 21:08

Hallo Beate,

schöne Bilder und Eindrücke bisher.
Es macht Spass Euch auf Eurer Tour zu folgen.

LG
Rainer

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SilkeMa (17. November 2020, 23:52), Beate2 (17. November 2020, 12:16)

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Montag, 16. November 2020, 21:41

Liebe Beate,

Madikwe lohnt sich anscheinend deutlich und es freut mich, dass die Reise bisher so gut gelaufen ist.
Bei den vielen gut gelungenen Bildern bin ich mir jedoch hier nicht sicher:


Gibt es in Madikwe auch Klipspringer? :whistling:

Übrigens: toll dass Du so schnell weiter berichtest :!:

LG. Toetske
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Beate2 (17. November 2020, 12:18)

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15

Dienstag, 17. November 2020, 12:21

Gibt es in Madikwe auch Klipspringer?
Toetske, du hast den Ehrenpreis gewonnen. Gut erkannt! :thumbsup:
Bei den vielen Tieren kann frau ja schon mal durcheinander kommen :whistling: Und ich habe einige noch nicht mal erwähnt :rolleyes:

Danke, ich habe es korrigiert

LG Beate

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toetske (17. November 2020, 23:14)

Spiritsailor

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Mittwoch, 18. November 2020, 16:37

Wow das sind echt schöne Fotos dabei.
Viele von denen könnte man als Motiv für Mund Nase Schutz nehmen.
Hier in Deutschland kann man die bei Rewe z. Bsp. machen lassen. Sicher auch bei anderen Anbietern.

Bei dem Elephant Hide, war der nur für Euch oder für die ganze Lodge?
Musste man sich da vorher anmelden? War bestimmt ja nicht so groß der Bunker.

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Beate2 (18. November 2020, 19:33)

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Mittwoch, 18. November 2020, 19:44

Bei dem Elephant Hide, war der nur für Euch oder für die ganze Lodge?
Musste man sich da vorher anmelden? War bestimmt ja nicht so groß der Bunker.
der Elephant Hide ist für alle Gäste zugänglich. An der Seite zum Wasserloch sind 4 breite Fenster, davor insgesamt 6 oder 8 Barhocker, das weiss ich nicht mehr genau.
Man konnte tagsüber immer hingehen wann man wollte. In der Dunkelheit sollte man nur mit guide gehen, da die Lodge nicht eingezäunt ist. Das ist damit etwas eingeschränkt, da die guides nach dem dinner auch mal Feierabend haben wollen.
Ansonsten war es dort sehr bequem, mit Sofas, gefülltem Kühlschrank, Kaffeemaschine, Fotobüchern, air con, bean bags. Es fehlte an nichts... für Unterhaltung und Wohlbefunden wurde gesorgt 8o .

Die meisten Gäste während unseres Aufenthaltes haben wir dort nie gesehen, außer uns waren max 2 weitere Gäste dort. Und wer dort war, war leise. Aber meist waren wir alleine.
Daran kann man sich gewöhnen :whistling:

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Freitag, 20. November 2020, 10:02

30.09.2020 Madikwe PGR

Die Nacht ist besser, anfangs klar und ein fast voller Mond hängt am Himmel. Dann kommt Wind auf und es kühlt merklich ab. Ein Eli hat in der Nacht ganz dicht unter unserem Fenster gefressen, ich konnte ihn mampfen hören.

Morgens ist es total bewölkt, was sich auch während des gesamten drives nicht ändert. Durch den kalten Wind gibt es kaum Tiere zu sehen, die suchen alle Deckung. Wir sehen nur weit weg einige Elefanten, Zebra, Kudu, Impala, Wildebeest und ein Black Rhino. Auch die anderen haben nicht viel gesehen. An Vögeln sehen wir einen Black-breasted Snake Eagle, Hornbill, Pied Babbler und Crimson-breasted Shrike. Auf einem Ast liegt seit gestern unverändert ein Rock Monitor in der Sonne.

Beim Frühstück fällt uns auf, dass die einzigen, die weiter konsequent eine Maske tragen die schwarzen Angestellten und Gäste sind. Und wir. Die weißen Mitarbeiter und Gäste werden nachlässiger :thumbdown: .

Nach dem Frühstück relaxen wir auf dem Bett.

Den Nachmittags drive lassen wir ausfallen, es ist uns zu windig, und wir gehen statt dessen in den hide. Wir bekommen wieder eine wunderschöne Vorstellung der Elefanten, Impala, Tauben und diverser anderer Vögel.














Ein schöner Kudubulle geht ganz dicht an uns vorbei, er hat leider ein faustgroßes Geschwür an der Seite.

Wir gehen für einen Drink in die Lounge, lesen, gucken Post und Fotos. Wegen des Windes müssen wir leider drinnen essen, die Tische werden aber auch hier mit viel Abstand aufgebaut. Die anderen kommen früh vom drive zurück, es gab nicht viel zu sehen.

Wir gehen bald in unsere Suite und packen. Es fängt an zu regnen und wird noch windiger, dann gibt es noch ein kurzes Gewitter. Sam meinte am Morgen noch, es würde keinen Regen geben, dafür wäre es nicht heiß genug…

Tagestemperaturen: kühler als an den Vortagen
Tageskilometer: unterdurchschnittlich
Highlight des Tages: Das Black Rhino

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Freitag, 20. November 2020, 13:23

01.10.20 vom Madikwe PGR zum Pilanesberg NP

Am Morgen ist es nicht mehr so windig aber eiskalt. Wir packen wieder unser Wintersortiment aus. Die anderen frösteln. Wenige Tiere begegnen uns: Giraffen, 1 Büffel, einige Elis, Zebras, ein Yellow-billed Kite und ein Pale-chanting Goshawk. Beim kurzen Kaffeestop fängt es an zu nieseln und wir fahren zeitig zurück. Den Abschluss bildet ein Schakal am Wasserloch.









Wir packen schnell unsere Sachen, duschen, frühstücken noch einmal gut, begleichen die Rechnung und weiter geht es.


Unser Fazit zu Madikwe und Impdimo:
Die Landschaft in dem Gebiet fanden wir eher enttäuschend, sicher weil es so kahl und trocken war. Aber auch die Landschaftsform begeisterte uns nicht. Vielleicht wirkt es zu einer anderen Jahreszeit ganz anders. So zählt das Reserve nicht zu unseren Lieblingsorten.
Die Lodge ist sehr schön gebaut und eingerichtet, das Personal sehr aufmerksam und freundlich, die Verpflegung war mit die beste auf der Reise und mehr als reichlich.
Aber es gibt einige Negativpunkte für uns: zB dass das Masken tragen immer mehr abgenommen hat. Nach den drives gibt es keine feuchten Erfrischungstücher und an den Waschbecken nerven die viel zu kurzen Armaturen so dass man kaum die Finger drunter bekommt. Die Badematte auf dem Holzrost vor der Badewanne ist ein echter Knochenbrecher, so glatt ist diese Kombination. Und für mich waren die Wege zwischen den Gebäuden insbesondere im Dunkeln schwer zu gehen: Sie sind sehr uneben, jede Stufe hat ein anderes Maß, Stufen und Schrägen sind oft schlecht zu sehen, da dort die Beleuchtung sehr spärlich ist.
Der große Pluspunkt ist der Elephant Hide, Der ist einfach super und ein guter Ersatz, wenn man mal nicht mit auf den drive fahren will oder kann :thumbsup: .


Bei der Abfahrt um 11.00 zeigt unser Autothermometer 12°, in der Sonne ist es deutlich wärmer. Unsere Strecke führt uns über Obakeng, Mabeskraal und Phalane zum gate der Shepherd’s Tree Lodge im Pilanesberg NP. Die ersten 50km der gravel pad sind übelstes, ganz hartes Waschbrett :cursing: . Der Mann traut sich nicht zu schnell zu fahren, er hat dann null Bodenhaftung mehr, so rumpeln wir also dahin. Es wird mit 28° warm, wir wechseln auf kurze Hosen. Nach 70km kommen wir endlich wieder an eine Teerstraße, die uns durch weitläufige Dörfer führt.

Um 14.30 erreichen wir nach 152km das gate, durch das man nur Zugang zur Shepherd’s Tree Lodge hat. Die Lodge liegt wenige hundert Meter entfernt und ist eine größere, lang gestreckte Anlage mit 34 Suiten. Zur Begrüßung gibt es einen kalten Saft, und ich erledige die schon bekannte Coronaprozedur. Das läuft alles gut. Ansonsten ist der Empfang recht unpersönlich, denn uns wird kaum etwas erklärt. Das Auto parkt auf einem großen, schattigen Parkplatz und von dort werden wir und unser Gepäck per Golfcart zu unserer Suite gebracht. Die Suiten reihen sich in einer langen Kette aneinander, wir haben no15. Die Suite und das Bad sind geschmackvoll und hochwertig eingerichtet, groß und hell, mit viel Stauraum, die Außendusche gefällt uns wieder einmal gut.





Wir duschen, packen das Wichtigste aus und genießen bei einem cool drink die Ruhe auf unserer Terrasse. Um 16.00 gibt es High Tea auf der Terrasse am pool. Unser Ranger Ross begrüßt uns und zeigt uns den Weg. Wir sind etwas irritiert, denn es sieht nicht so aus, als ob es etwas gibt… Dann stellen wir fest, dass die snacks (je 2 süße und 2 herzhafte zur Auswahl) auf der Rückseite der Theke stehen, sozusagen auf der Arbeitsplatte und von vorne nicht zu sehen sind. Man muss schon groß sein und sich weit über die Theke beugen um zu sehen, was es gibt. Wenn man vermeiden will, dass sich jeder Gast selbst bedient, dann macht das Sinn, denn der eine Angestellte dort kommt kaum hinterher die Gäste mit snacks, Kaffee, Tee und cool drinks zu versorgen. Das ist nicht gut organisiert. Die snacks sind lecker, aber das Ganze ist etwas lieblos und chaotisch. Der Getränkewunsch für den gamedrive wird vorab erfragt.

Zusammen mit 2 Südafrikanerinnen sind wir auf dem Wagen und wollen es langsam angehen lassen. Nach 2 Minuten sehen wir relativ dicht neben der pad das erste White Rhino. Langsam halt… :D wir lassen uns Zeit bei der Beobachtung. Im Pilanesberg NP werden den Rhinos in regelmäßigen Abständen die Hörner gekappt, damit sehen sie schon merkwürdig aus.

Wir sind von der Landschaft, der Weite und den sanften Farben begeistert.




Aber es ist auch hier teilweise sehr trocken und Ross erzählt dass im Winter ca 70% der Parkfläche bei diversen Feuern abgebrannt sind. Das ist deutlich zu sehen. Er berichtet, dass der Park rund herum, teilweise bis an die Parkgrenze, von sehr vielen communities umgeben ist und immer wieder Feuer von dort in den Park übergreifen, ausgelöst durch Nachlässigkeit oder Vorsatz. Der frühere Chief der Einwohner hieß Philani, der Park wurde nach ihm benannt. Neben der Ehrerbietung flossen und fließen auch einige Geldzuwendungen zur Besänftigung. Auf Grund der dichten Besiedlung um den Park gibt es auch sehr viel Wilderei, die kaum zu kontrollieren ist. In 2019 wurden alleine im Pilanesberg NP 100 Rhinos gewildert.

Wir sehen Impala, Blue Wildebeest und viele Vögel, in den Dämmen gibt es Wasser.




Ross hält oft an und erklärt viel. Dann sehen wir eine Gruppe White Rhinos mit 1 Bullen, 2 Müttern und 2 Kälbern dicht neben der pad. Wir können sie lange beobachten und sind alleine dabei. Sie grasen, beäugen uns und sind ganz entspannt. Dann fangen sie an zu schnaufen und umher zu rennen, es gibt einige Scheinkämpfe. Schließlich muss der Bulle allen zeigen, was für ein toller Kerl er ist und besteigt eins der Weibchen :love: . Und das wenige Meter vor uns, WOW 8o !!! Eines der Kälber steht daneben und guckt interessiert zu…was die da wohl machen??? Die Aktion dauert einige Minuten und er hatte wohl Erfolg. Nach einigen weiteren Minuten queren sie dann vor uns die pad und verschwinden im Gebüsch. Wir grinsen alle wie die Honigkuchenpferde :D .

Danach sind wir reif für den sundowner, den wir an einem dam mit hide nehmen. Dazu gibt es ein Hippokonzert und ein Fish Eagle startet.
Später geht ein wunderschöner oranger Vollmond auf, der sich auf einer Brücke im Wasser spiegelt.


Im Dunkeln flitzt ein Shrub Hare über die pad und wir scheuchen etliche Nightjar auf. Und hey - noch mal begegnen wir 3 White Rhinos. Der Bulle versperrt uns den Weg und macht keine Anstalten sich zu bewegen, also müssen wir nach einiger Zeit zurück. Eine Brown Hyena streift durch das Gras und auf einem kahlen Baum sitzt eine White-faced Scops-Owl.

Um 19.30 kommen wir zufrieden wieder an der Lodge an. An der Rezeption stehen Erfrischungstücher und Sherry zur Selbstbedienung (das finden wir auch unpersönlich, denn jeder guide meldet seine Ankunft noch einmal kurz vor dem gate an). Wir stoßen auf das Erlebte an und gehen zum Essen.

Es ist noch sehr mild und wir können auf der Terrasse sitzen. Das Restaurant gefällt uns, es ist großzügig und ebenfalls gut ausgestattet. Wir essen einen sehr guten Camembert-Apfel-Salat mit Honigdressing und Nusskonfekt, Steak mit Gemüse bzw Ricotta-Spinat-Ravioli, und als Dessert Schoko Brownie und Erdbeereis. Das Essen ist sehr gut. Mineralwasser von Valpré, die 0,7l Flasche für R45.00, finden wir aber deutlich zu teuer und Coca Cola muss man damit nicht unbedingt unterstützen.

Wir gehen zu Fuß zu unserer Suite, das macht sonst wohl niemand, denn wir werden unterwegs mehrmals gefragt, ob wir nicht ein Golfcart nehmen wollen.
Uns erwartet eine Überraschung 8o : Im Bad steht der Fußboden voll mit brennenden Teelichten, ein heißes Bad wurde eingelassen und Handtücher als Nackenrollen gefaltet. Das ist sehr schön, nur ist es für eine Badewanne viel zu warm… Jetzt im Dunkeln sehen wir auch, dass es in der Außendusche eine von hinten beleuchtete Glasscheibe gibt, die wirkt sehr gut.

Wir gucken noch mal mails, sortieren die Fotos und fallen müde ins große, bequeme Bett.

Tagestemparaturen 12-31°
Tageskilometer 152km
Highlight des Tages: Mating Rhinos

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clamat

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20

Freitag, 20. November 2020, 16:20

Hi Beate,
Seit wann werden im Pilanesberg NP den Rhinos die Hörner gekappt? Wir waren 2018 zuletzt dort und haben unheimlich viele Rhinos gesehen, aber nicht eines hatte ein abgesägtes Horn.
LG
Claudia

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toetske (20. November 2020, 23:09)