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tribal71

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Dienstag, 5. Januar 2021, 19:53

Hallo Wolfgang,

toller Bericht, tolle Bilder, sensationelle Sichtungen. Speziell auf die Wüstenlöwen und Elefanten kann man neidisch sein, aber ich gönne es Euch von Herzen.
Bevor Maddy Deinen gesuchten Vogel zu 100 % identifiziert, möchte ich es zumindest versuchen...muss ja noch üben und lernen. ;)
Ich tippe auf eine Rotflügel-Brachschwalbe ( Collared Pratinole) die im Caprivi und Mosambique häufiger zu sehen ist.
Und wenn ich es im Newman´s richtig gelesen habe dann ist dieser "schwarze Strich" während der Brutzeit stärker ausgebildet.

In der Hoffnung das es stimmt...viele Grüße,
Markus

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Mittwoch, 6. Januar 2021, 18:10

Hallo Markus,
Ich tippe auf eine Rotflügel-Brachschwalbe ( Collared Pratinole) die im Caprivi und Mosambique häufiger zu sehen ist.
In der Hoffnung das es stimmt...

Danke. Das stimmt sicher! Da habe ich bei meinen Recherchen vermutlich ein paar Familien ganz ausgelassen, wie z.B. die Brachschwalben.
Es freut uns, dass dir unser RB gefällt. Und über die Sichtungen in diesem Urlaub sind wir in der Tat sehr glücklich. Ohne zu viel zu verraten: es kommen
gegen Ende des Urlaubs noch ein paar außergwöhnliche Sichtungen hinzu ... :)

LG Wolfgang

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tribal71 (6. Januar 2021, 20:41)

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Mittwoch, 6. Januar 2021, 19:51

05.12.2020 Mahango Core Area

Trotz der schönen Aussicht während des Frühstücks auf den Fluss beeilen wir uns, damit wir zeitig in einem kleinen Teil des Bwabwatwa-Nationalpark auf „Pirsch“ gehen können.
Nun könnte man ja sagen, wir hätten doch genug Tiere im Etosha-NP gesehen, warum denn noch weitere Fotosafaris. Dies ist auch die Meinung unserer Namibischen Nachbarn auf dem Campingplatz. Doch noch vor der Mittagszeit werden wir sagen: der kleine Ausflug hat sich wirklich gelohnt!

Um 8:40 Uhr durchfahren wir das Parkgate – natürlich wie überall nach vorheriger Registrierung. Die Route durch das Gelände ist mehr als einfach: ein Strecke führt auf ca. 14 km längs des Kawango nach Süden und man kann drei „Viewpoints“ anfahren, denn ausschließlich dort ist das Aussteigen aus dem Auto erlaubt. Denn auch in der Mahango-Core Area ist mit durchaus gefährlichen Tieren zu rechnen: Krokodile, Flusspferde, Büffel, Löwen, Elefanten. Da bleibt man auch an den Aussichtspunkten gerne im Wagen sitzen.

Doch wir machen uns gar nicht so große Hoffnungen auf Sichtungen in einem so „kleinen“ Gebiet (245 km²) und genießen die wunderschöne, grüne Landschaft, durch die wir auf einer leicht erhöhten Piste fahren. Die ersten Tiere registrieren wir im Vorbeifahren: Strauße, Impalas, Zebras – alles schon gehabt, aber immer wieder schön.





Doch dann sichten wir plötzlich einige Letschwe-Antilopen (leben ausschließlich in Feuchtgebieten des südlichen Afrika) und tief im Gebüsch sogar einen Buschbock (getüpfelt wie ein Reh, aber wesentlich massiger und auch nur in Wassernähe zu finden).


Letschwe


Buschbock

Wir erreichen den ersten Aussichtspunkt. Vor uns erstreckt sich das malerische Überflutungsgebiet des Kavango mit Unmengen verschiedener Vögel, aber auch Antilopen. Wir beobachten in der Ferne zwei stattliche Schreiseeadler. Beeindruckend.





Auf der Weiterfahrt begeistert uns eine größere Gruppe Impalas mit vielen Jungtieren und kurz darauf entdecken wir wirklich zwei mächtige Büffel, die sich wohl kurz zuvor in einem Schlammloch gewälzt haben. Natürlich freuen wir uns genauso, als wir auf einer Baumspitze eine Gabelracke ausmachen, die für ein Foto schön still hält.





Weitere bemerkenswerte Sichtungen auf dieser Strecke: ein Waran (schätzungsweise 1,20 bis 1,50 m lang , leider weit entfernt), ein Sattelstorch (kann bis zu 1,45 m hoch werden) und eine Warzenschweinfamilie mit einem wenige Tage alten Frischling.







Nicht zu vergessen mehrere Baobabs (Affenbrotbäume) von gigantischen Ausmaßen.



Nachdem wir diese 14 km lange "Uferpromenade des Kavango" hin und zurück befahren haben, begeben wir uns in den westlichen Teil des Parks. Auch hier versprechen wir uns ob vieler Schilderungen im Internet nicht allzu viel, allenfalls am Wasserloch in 10 km Entfernung. Doch bereits nach kurzer Fahrt läuft uns ein einsamer Elefant über den Weg, kurz darauf eine Straußenfamilie mit vier halbwüchsigen „Küken“. Wir fahren direkt an zwei Pavianen vorbei und am Wasserloch „wartet“ ein Adler auf uns. Ok, das war nicht soooo aufregend und die Landschaft besteht hier gerade leider zum größten Teil nur aus dichtem Gebüsch.






Ist das ein Tawny Eagle??

Doch auf dem Rückweg trauen wir unseren Augen kaum als wir in kurzen Abständen drei Mal je zwei Elefanten begegnen: die einen sammeln Früchte an einem Strauch, die nächsten wandern einfach an uns vorbei und das dritte Duo rangelt um einen Schlammpool. Das i-Tüpfelchen ist eine neugierige Giraffe, die kurzzeitig die Szenerie betritt und das Tun der Elefanten skeptisch beäugt.




„Hey, jetzt bin ich dran!“



Vollkommen perplex und überglücklich über die heutigen Erlebnisse fahren wir zu unserer Campsite zurück, stellen die Campingstühle am Ufer des Kavango auf und beobachten die Flusspferde, die ab und zu vor uns auftauchen. Wolfgang bereitet zum Abendessen zwei Sirloin-Steaks auf dem Grill zu. Gepaart mit dem Shiraz von Thoningii ein perfekter Ausklang des Abends.

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Donnerstag, 7. Januar 2021, 14:47

Nachtrag zum 5.12.2020 Baobap

Dieses Bild von der Blüte des Baobap wollte ich euch gerne noch nachliefern:


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Freitag, 8. Januar 2021, 18:30

6.12.2020 Buffalo Core Area

Frühstück am Fluss, die Flusspferde planschen am gegenüberliegenden Flussufer ausgelassen im Wasser: wir wussten gar nicht, dass sich die Kolosse fast einem Walfisch gleich aus dem Waser katapultieren können. Ein tolles Spektakel zum Abschied. Heute wollen wir uns dem zweiten Teil des Bwabwatwa NPs widmen, der Buffalo Core Area. Auf dem kurzen Weg dorthin kommen wir bei den Popa-Falls vorbei, die eigentlich keine richtigen Wasserfälle sind – wie der Name vermuten ließe – sondern nur Stromschnellen, die entstehen, weil hier der Okavango auf wenige Meter vier Meter nach unten strömt und dabei einige Felsen überwinden muss. Jedenfalls rauscht es schon von weitem gut hörbar.



Was wir nicht wussten, ist, dass uns hier bei der White Sands Lodge nicht einfach zum „Wasserfall“ latschen können. Ein junger San (Buschmann) nimmt uns in Empfang, um uns zu den Stromschnellen zu führen und dabei en passant über die Philosophie der San, deren Lebensweise und deren pflanzlicher Heilmittel zu unterrichten. Eigentlich sollte das hier nur ein kurzer Fotostopp werden, jetzt wächst es sich dann doch zu einem anderthalbstündigen Aufenthalt aus. Unterm Strich gar nicht schlecht – wir haben wieder einmal einiges dazugelernt.


Das wird einmal das Restaurant der White Sands Lodge - noch ist es eine Baustelle

Unweit von hier ist das Entrance Gate zur Buffalo Core Area, an dem wir die üblichen Formalitäten erledigen. Das Sichtungsergebnis dieser Halbtages-Safari ist schnell zusammenfasst: schöne Klunkerkraniche, zwei tolle Wasserböcke, Warzenschweine und Meerkatzen mit ganz jungen Äffchen, einige schöne Vögel und natürlich die überall vertretenen Impalas.


Ellipsen-Wasserböcke


Klunkerkraniche


Welch kapitales Warzenschwein


Gabelracke





Für diese Sichtungen haben wir mich (als Fahrer) und den Ford ganz schön gequält. Der schmale Fahrweg zwischen eng stehenden Büschen war oft sehr tiefsandig und permanent war zu befürchten, dass wir irgendwo steckenbleiben. Sehr anstrengend und etwas stressig. Zudem war die Fahrt sehr „bumpy“, so dass wir mächtig durchgeschüttelt wurden. Ich bin halt auch (noch) kein 4x4-Spezialist. Was nicht ist, kann ja noch werden :thumbup: .


das ist einer der wenigen leicht befahrbaren Abschnitte

Auf kerzengerader Linie führt uns nach Verlassen des Parks die B8 nach Osten, bis wir nach 2 Stunden Kongola erreichen. Kongola können wir nicht als Stadt oder Dorf ausmachen, sondern als Ansammlung von ein paar Läden, einer Tankstelle und den jetzt schon gewohnten kraalförmigen Ansammlung von Hütten. Einmal nach Süden abbiegen, weitere 15 Minuten Autofahrt und wir kommen gegen 14:30 Uhr im Mukolo Camp an.


auf der B8

Hier war schon länger kein Gast mehr und wir sollen auch heute die einzigen Gäste bleiben. Veronica begrüßt uns herzlich und freut sich sichtlich, endlich mal wieder Gäste beherbergen zu dürfen. Optimal wäre für uns nun folgendes „Programm“: eine Bootstour heute Nachmittag und ein Game Drive morgen, weil wir wenig Lust verspüren schon wieder selbst auf Pirschfahrt zu gehen. Pech nur, dass der Fahrer des Camps den Wagen „geschrottet“ hat und dass Veronica auch sonst im Moment kaum Personal beschäftigt – kein Wunder, wenn keine Gäste da sind. Ihr Mann, der sonst wohl die vogelkundlichen Führungen macht, ist zu einem größeren operativen Eingriff im Krankenhaus in Windhoek. Also nix mit unserem „Programm“! Für morgen könne sie allerdings eine Bootsfahrt am Nachmittag organisieren, ansonsten sollen wir doch einfach relaxen. Das machen wir dann auch, legen uns an den kleinen Pool, erfrischen uns und frönen ansonsten dem süßen Nichtstun. Der „donkey“ wurde zwischenzeitig eingeheizt, so dass wir eine warme Dusche nehmen können, um uns zum Dinner „ausgehfein“ zu machen.



Schön, dass wir hier mit Abendessen und Frühstück gebucht haben. So nehmen wir gegen 19 Uhr im gemütlichen, vorweihnachtlich geschmückten, afrikanisch gestylten Restaurant Platz und lassen uns mit einem leckeren Abendessen (u.a. Kudu-Gulasch) und einer guten Flasche Wein verwöhnen.

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Wgo

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Freitag, 8. Januar 2021, 19:35

07.12.2020 Sichtungsglück am Kwando

Am östlichen Ende des Bwabwata Nationalparks befindet sich die Kwando Core Area. Wie gestern berichtet, wären wir gerne mit einem Tourguide in seinem Safari-Jeep hier hineingefahren. Geht aber aus besagten Gründen nicht, also packen wir das selbst mit unserem Bushcamper an. Das Reservat ist für lange tiefsandige Abschnitte berühmt berüchtigt. Aber wir wollen es dennoch versuchen. Umdrehen können wir schließlich immer, wenn es zu brenzlig wird.

Frühstück gibt es im Mukolo Camp ab 7:30 Uhr. Also sitzen wir um halb Acht am reichlich gedeckten Frühstückstisch und lassen es uns schmecken. Vorher hatten wir den Camper bereits startklar gemacht, so dass wir halbwegs zeitig loskommen. Bekanntlich frisst ja der frühe Vogel den Wurm, zumindest wenn es um Tiersichtungen geht.

Es dauert ca. 20 Minuten bis wir am Parkeingang eintreffen. Beauty, so heißt die Lady am Gate, registriert uns, kassiert die Eintrittsgebühr und meint, die Strecke sei ganz easy zu befahren und es geht immer geradeaus und es gibt auch nur eine Straße runter zum „horseshoe“. „Schaltet 4×4 ein und alles wird gut. Falls ihr dennoch stecken bleibt, habt ihr ja meine Telefonnummer. Es gibt zwar wenig Netzabdeckung im Park, aber es wird schon alles klappen.“

Dass Beauty die Dinge stark vereinfacht und beschönigt hat, merken wir sofort, denn die Fahrspur ist sehr sandig und schlecht befahrbar. Durch eine üppig bewachsene, grüne Landschaft quäle ich den Ford Ranger die Sandpiste entlang, immer mit dem mulmigen Gefühl, unseren Wagen gleich im Sand einzugraben. Der Wagen schaukelt dermaßen, dass man fast seekrank wird. Sehr, sehr langsam kommen wir voran – Meter für Meter geht es Richtung Süden in den Park hinein.

Bald kommen wir zu einem herrlichen Aussichtspunkt, von dem wir einen wundervollen Blick über die sumpfige Ebene des Kwando River haben. Der schmale Fluss hat zahlreiche Seitenarme und überflutet Wiesen, so dass die ganze Region mehr oder weniger Sumpfland ist. Üppiges Grün dominiert das Bild. Wir sind verzaubert von diesen Anblicken.



Weiter führt der Weg über den River-Loop. (Es gibt also doch mehr als nur einen Weg durch den Park.) Plötzlich entdecken wir Tiere in der Ferne, die wir nicht einordnen können. Für Antilopen zu klein. Was kann das sein? Wir nähern uns und der Blick durch das Fernglas klärt es auf: es sind Wildhunde, die wir erspäht haben. Das hatten wir nicht erwartet! Wildhunde sind äußerst selten anzutreffen. Die Weltnaturschutzunion bezeichnet die Art als „stark gefährdet“ und es gibt außer in Botswana nicht mehr viele von ihnen. Somit ist er eines der seltensten Großsäugetiere Afrikas geworden. Dass wir hier ein Rudel von ihnen sehen dürfen, ist schon sehr, sehr großes Glück. Wir nähern uns ihnen langsam weiter an. Für ein paar Minuten können wir das Rudel beobachten, aber irgendwann verschwindet es dann im Buschwerk und lässt uns mit offenem Mund staunend zurück.





Mittlerweile wissen wir nicht mehr, auf welcher der verschiedenen (!) Routen durch den Park wir uns befinden. Wir wollen zu einer hufeisenförmigen Flussschleife fahren, dem sog. „“Horseshoe“, und der liegt immer noch weiter südlich. Also pflügen wir weiter mit dem Camper in 4×4-Modus durch den Sand und kommen irgendwann tatsächlich an besagter Flussschleife an. Ein toller landschaftlicher Eindruck, leider ohne Elefanten.


Impalas am horseshoe

Aber das war uns klar, weil es zu nass in der Region ist und die Elis daher nicht auf das Wasser des Flusses angewiesen sind. Obwohl wir kaum Tiere sehen, bleiben wir dennoch eine ganze Weile hier und beobachten einige Vögel bevor wir uns auf den Rückweg machen. Eine Giraffe, Kudus, Impalas, Flusspferde, Paviane und Meerkatzen sind die weitere „Ausbeute“ auf der Rückfahrt.


Schreiseeadler


Gaukler


Impala Kindergarten


Mohrenklaffschnabel


Südlicher Rotschnabeltoko


Weißstirnspinte

Zwei Kilometer vor dem Parkgate, machen wir dann noch eine weitere sehr schöne Sichtung: eine männliche Rappenantilope steht weit hinten im Wald. Ein etwas seltsam anmutendes, fast schwarzes Tier mit säbelförmigem Geweih.



Nach insgesamt etwa 5 Stunden verlassen wir den Park wieder, glücklich über die Wildhundsichtung und ebenso glücklich, nicht steckengeblieben zu sein. Das waren tolle Sichtungen hier in der Kwando Core Area, jeoch auch hart erarbeitet angesichts der doch ziemlich schwierigen Bedingungen der Piste. (Nach einem Regentag würde ich mich hier nicht herein trauen.)

Kaum zurück im Camp beginnt auch schon das Nachmittagsprogramm, eine 3-stündige Bootsfahrt auf dem Kwando. Völlig unterschiedlich zum Kavango, ist der Kwando ein schmaler Fluss, der sich in einem breiten Flusstal durch Gräser, Schilf und Papyrus windet. Nach jeder Flussbiegung ergeben sich neue Ausblicke. Gleich zu Beginn der Cruise sehen wir ein Dutzend Hippos und ein Krokodil im Wasser.







Von den 440 Vogelarten der Region sehen wir gefühlt 100 Stück. Admire, unser Guide, nennt sie uns alle mit Namen. Einige kennen wir mittlerweile auch schon allein. Vor allem die Spinte haben es uns heute angetan. Verschiedene Arten dieses Vogels können wir immer wieder auf dieser Fahrt ausmachen, aber auch Eisvögel, Reiher, Kuckucksvögel, Ibisse und viele andere mehr, lassen unser Herz höherschlagen.


Sichller


Senegalkiebitz


Zwergspint


Weißstirnspinte


Gabelracke und Blauwangenspint


Weißbrauen-Uferschwalbe


Weißflügeltrappe

Aber die nächste Sichtung übertrifft alles: Vier Sitatunga stehen am Ufer im Sumpf. Zwei Böcke, ein Weibchen und ein Kitz flüchten nicht, als wir uns ihnen nähern. Unser Guide kann es kaum glauben. Es ist ohnehin schon selten, dass man EINE Sitatunga antrifft, aber dass man mehrere auf einmal sieht und dass sie nicht sofort flüchten, das hat er selbst noch nie erlebt. Eine geschlagene Viertelstunde beobachten wir die seltenen Antilopen.









In der Umgebung gewittert es. Die Wolken und die untergehende Sonne zaubern fantastische Landschaftsbilder. Die vielen Vögel, die Sitatungas und die bezaubernde Flusslandschaft machten diese Bootsfahrt zu einem ganz besonderen Erlebnis.


Mukolo Camp vom Kwando aus


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Samstag, 9. Januar 2021, 17:51

Ich finde es echt unglaublich, wie viele Vögel ihr bestimmen könnt! Und dann auch noch genau die Unterart! Ich hoffe, dass ich im Laufe der Jahre da auch noch einiges kennenlernen werde. Echt super.... :danke: :thumbsup:

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Samstag, 9. Januar 2021, 18:56

Hallo Wolfgang,

auch bei mir weckst du mit deinem interessanten Reisebericht viele Erinnerungen. Ihr hattet bisher wirklich tolle Erlebnisse. :thumbup:



Nicht zu vergessen mehrere Baobabs (Affenbrotbäume) von gigantischen Ausmaßen.




Ihr seid ein paar Wochen zu spät gekommen, um den als "großen Baobab" bekannten Baum noch zu erleben. Er ist Mitte November leider durch Blitzeinschlag oder heftigen Wind umgefallen.



Vielen Dank fürs Teilhaben lassen an eurer schönen Reise, freue mich auf die weitere Fortsetzung.

Viele Grüße Chrissie

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Sonntag, 10. Januar 2021, 18:01

Ich finde es echt unglaublich, wie viele Vögel ihr bestimmen könnt! Und dann auch noch genau die Unterart! Ich hoffe, dass ich im Laufe der Jahre da auch noch einiges kennenlernen werde. Echt super.... :danke: :thumbsup:

Danke für die Blumen!
Ich habe gerade mal durchgezählt: es waren gut 100 Vogelarten, die wir diesmal angetroffen haben. Viele davon haben wir zuvor noch nie gesehen. Mittlerweile habe ich viel Spaß an der Detektivarbeit, die "gefiederten Kollegen" zu identifizieren. Ich nutze dafür vor allem die APP Robert's Bird Guide und die Internetdatenbank AVIBASE bietet viele Vergleichsfotos.

LG Wolfgang

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Sonntag, 10. Januar 2021, 18:15

Hallo Chrissie,
auch bei mir weckst du mit deinem interessanten Reisebericht viele Erinnerungen. Ihr hattet bisher wirklich tolle Erlebnisse. :thumbup:
freut mich, wenn ich schöne Erinnerungen wachrufen kann :)
Ihr seid ein paar Wochen zu spät gekommen, um den als "großen Baobab" bekannten Baum noch zu erleben. Er ist Mitte November leider durch Blitzeinschlag oder heftigen Wind umgefallen.

Ja, das haben wir dann auch gemerkt, das der Gigant leider nicht mehr steht. Wie schön er auf deinem Bild noch war! So sahen die traurigen Überreste aus, die wir von ihm angetroffen haben:



Schön, dass du uns auf unserem Trip digital begleitest. Fortsetzung folgt auch gleich ...

LG Wolfgang

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Sonntag, 10. Januar 2021, 19:03

08.12.2020 Von Mukolo nach Mukuku

Und schon geht es weiter: wir verlassen heute das Mukolo Camp und ziehen um ins 350 km weiter westlich gelegene Mukuku Camp. Das heißt, dass wir die gleiche schnurgerade, asphaltierte B8 wieder zurückfahren, auf der wir vor vier Tagen in den Caprivi-Steifen hineingefahren sind. Da wir am heutigen Ziel nicht mehr viel unternehmen wollen, lassen wir uns beim Frühstück alle Zeit der Welt, unterhalten uns noch mit Veronica und setzen uns aufs Deck mit Blick auf den Kwando und laden die Berichte der letzten beiden Tage hoch. Es besucht uns hier der Woodland Kingfisher, der blau-weiße „Eisvogel“, der uns so gut gefällt. Er sitzt auf einem abgestorbenen, kahlen Ast und sucht im Wasser, ob sich dort etwas Fressbares findet. Wieder genießen wir die herrliche Aussicht auf das Sumpfland, wie es in der Morgensonne liegt.





Über die Autofahrt gibt es nicht viel zu berichten. Vielleicht nur, dass wir drei Strauße am Fahrbahnrand sehen und dass wir durch einen Schwarm von hunderten von weißen Schmetterlingen fahren. Ansonsten bietet sich das gleiche Bild wie auf der Hinfahrt. Gegen halb 3 Uhr treffen wir bei Ansie und Hannes ein, die unheimlich freundlichen Eigentümer des Mukuku Camp. Wir grüßen sie von ihrer Nichte Lailani, die wir auf dem Weingut Thonningii kennenlernen durften und kommen schnell in eine nette Unterhaltung. Mukuku ist ein liebevoll gestaltetes und gepflegtes Anwesen mit grünen Rasenflächen und vielen hohen, schattenspendenden Bäumen. Es zwitschert aus unzähligen Schnäbeln, denn die Vogelwelt ist auch hier sehr, sehr reichhaltig und vielfältig. Wir haben eines der einfachen Häuschen gebucht und freuen uns auf zwei Nächte in 2,40 m x 2,00 m großen Betten.




Bar, Sonnendeck und Restaurant des Mukuku Camp

Bis zu der Bootsfahrt, die wir für 5 Uhr ausgemacht haben, bleibt noch reichlich Zeit, um uns im Pool zu erfrischen und zu entspannen.

Als wir zur Bootsfahrt auf dem Kavango aufbrechen, sind Wolken aufgezogen, so wie das in den vergangenen Tagen häufig nachmittags der Fall war. Zunächst sah es sogar nach Regen aus, aber jetzt haben sich die grauen Wolken verzogen und wir starten unseren 2-stündigen Ausflug. Hannes lenkt sein Boot mal auf der namibischen Seite, mal am angolanischen Ufer entlang und wir „scannen“ das Schilf und die Büsche und Bäume nach Vögeln. Einige gute Bekannte, wie der Schlangenhalsvogel, diverse Spinte, verschiedene Reiher treffen wir an und können sie selbständig namentlich benennen. Hannes zeigt uns aber auch uns noch unbekannte Spezies. Da er die Namen meist nur auf Afrikaans kennt, habe ich dann demnächst die „Hausaufgabe“, die Vögel zu recherchieren und die entsprechenden Bilder zu beschriften.


Nachtreiher


Blaustirn-Blatthühnchen


Senegalkiebitz


Afrika-Zwergenten


Zwerg-Blatthühnchen

Interessant auch zu sehen, wie die einheimische Bevölkerung – seien es Namibier oder Leute aus Angola – Wäsche am Fluss wäscht, ihr Vieh tränkt, sich badet oder in den etwa 4 Meter langen Einbaum-Booten (Mokoro) von einem Land zum anderen übersetzt. Alle Leute, die wir an den Ufern sehen, scheinen Hannes zu kennen, denn sie winken ihm freudig zu und rufen ihm ein paar Worte auf Kwangali zu.




"Kleiner Grenzverkehr" mit dem Mokoro zwischen Namibia und Angola

Es ist fast dunkel, als wir wieder im Camp ankommen. Daher habe ich keine Lust mehr, ein Feuer zum Grillen zu entfachen. Das gute Mopane-Holz brennt sehr langsam nieder, so dass man mindestens 1 Stunde vor dem Grillen das Feuer anzünden sollte. Dafür ist unser Hunger zu groß und wir braten die Boerewors einfach in der Pfanne auf dem Gasbrenner, der in der Outdoor-Küche unseres Häuschens vorhanden ist. Dazu mundet eine Flasche des Thonningii Shiraz bestens.

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Wgo

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Sonntag, 10. Januar 2021, 19:45

09.12.2020 Hendriks Kraal

Wie gut, dass wir in Mukuku nicht campen, sondern ein Haus haben, denn heute Nacht hat es geregnet und auch ein wenig gewittert. Blitz und Donner und Regen im Dachzelt, darauf konnten wir gerne verzichten. Wir haben bestens geschlafen bis uns eine unglaubliche – man muss fast schon sagen – Lärmkulisse aus dem Schlaf riss. Nicht etwa Baumaschinen oder startende Düsenjets verursachten den Lärm, sondern eine Unzahl von Vögeln, die alle zur gleichen Zeit zu Höchstform aufliefen und aus vollen Vogelkehlen „tirilierten“. Man glaubt es nicht, wenn man es nicht selbst gehört hat. Ich konnte nach diesem Wecken weiter schlafen – Andrea hat ein E-Book gelesen bis zum Frühstück.

Wie schon gestern berichtet, ist Hannes, der Eigentümer des Mukuku Camp, bestens bekannt und wohl auch angesehen in der Region. Daher hat er die Möglichkeit, uns mit einer Familie der „local community“ bekannt zu machen, die uns ihren Kraal zeigt und über ihre Lebensumstände erster Hand berichten kann. Diese Chance, authentisch ein Stück Afrika kennenzulernen und nicht nur eine touristisch-folkloristische Vorstellung zu bekommen, lassen wir uns natürlich nicht entgehen. Hannes fragt bei der Familie an, die er dafür für geeignet hält. Das Familienoberhaupt, Veronica, ist einverstanden, obwohl ihr Mann, Hendrik nicht da ist, weil er vier Rinder zur Maul-und-Klauen-Seuche-Impfung bringen muss. Veronica hat nur eine Bedingung, nämlich dass keine Bilder von ihr im Internet erscheinen.

Um 10 Uhr fahren wir mit Hannes ins nahegelegene Dorf namens Mausivi, das aus mehreren Kraals besteht. Vor einem der Zäune, rechteckig und aus Holzstangen hergestellt, parkt er seinen Wagen. Unter einem riesigen schattenspendenden Baum außerhalb des Kraals erwartet uns schon Martha zusammen mit ein paar Kindern. Martha ist eine der Kindergärtnerinnen und spricht gut Englisch. Sie soll uns verschiedene Dinge erklären und das, was Veronica, ihre „Mutter“, sagt, übersetzen, denn diese spricht weder Afrikaans noch Englisch, sondern nur ihre Bantu-Sprache. Hannes bringt das Gespräch in Gang und wir bekommen zunächst gezeigt, von welchen Früchten und Getreidesorten sich die Familie ernährt. Zusammen mit einer anderen jungen Frau demonstriert Martha uns, wie sie aus Hirse Mehl herstellen, indem sie es in einem Holzgefäß mit einem großen Holzstück stampfen, dann sieben und danach wieder stampfen und wieder sieben.



Wir bekommen die Monkey-Orange zu probieren, eine süß-saure gelbe Frucht, die auf den ersten Blick wie eine Orange ausschaut, aber damit nicht verwandt ist. Unter der relativ harten orangefarbenen Schale dieser tropischen Frucht befindet sich bräunliches Fruchtfleisch mit großen Kernen. Schmeckt gut!



Es sitzt mittlerweile ein großer Reigen von Kindern um uns herum. Aber auch eine weitere „Mutter“ von Martha ist dazugekommen und eine Frau aus einem anderen Kraal, die uns zeigen möchte, wie man eine andere Frucht öffnet. Dabei handelt es sich um so etwas wie eine Nuss mit sehr harter Schale und einem Geschmack, der an Erdnüsse erinnert.

Martha erklärt, dass sie neben ihrer biologischen Mutter auch noch weitere Mütter hat. Veronica ist eigentlich ihre Tante, die betagte Frau, die sich zuletzt zu uns gesellt hat, ist wohl – wie wir sagen würden – ihre Großmutter. Aber sie – und weiter Verwandte – seien ihre Mütter. Das sei übrigens nicht nur bei Martha so, sondern „ganz normal“, dass man viele Mütter hat.

An eine Wasserleitung, Abwasser oder ans Stromnetz ist der Kraal nicht angeschlossen. Wasser holt man sich vom Dorfbrunnen und trägt es auf dem Kopf in 20-Liter-Behältern in den Kraal. Ein kleines Solarpaneel erzeugt den Strom, den Martha für das Laden ihres Smartphones braucht. Andere Elektrogeräte scheint es in diesem Kraal nicht zu geben – vor allem keinen Kühlschrank.

Die Familie ernährt sich von den Früchten der umliegenden Bäume, dem Getreide, das sie neben dem Kraal auf einem Feld anbaut. Fleisch bekommen sie von den Hühnern und von dem Vieh, das sie großziehen. Da sie keinen Kühlschrank haben, verkaufen sie das Fleisch, das sie nicht selbst schnell verzehren können. Jobs, mit denen man darüber hinaus Geld verdienen könnte, gibt es so gut wie keine.

Wir bekommen die Erlaubnis, uns vom Schattenbaum außerhalb des Kraals nun auch in den Kraal hinein zu begeben. Im Kraal gibt es keine Bäume, da man ansonsten Blitzeinschläge oder herunterfallende Äste zu befürchten hätte. Martha erklärt uns die Bauweise der kleinen Hütten, in denen vor allem geschlafen, aber auch gekocht wird. Als Baumaterial verwenden sie u.a. aus Termitenhügeln herausgebrochene „Steine“.


Neue Hütte im Bau ...


Diese ist fast fertig.



Nach einer Stunde intensiver Eindrücke verabschieden wir uns von den Menschen aus Hendriks Kraal. Nun verstehen wir viel besser, wie die Leute hier leben, die wir ansonsten nur im schnellen Vorbeifahren mit unserem Camper am Straßenrand sehen.

Hannes macht auf dem Rückweg noch einen kurzen Stopp beim Kindergarten. Leider sind Ferien und keine Kinder da. Aber zwei Erzieherinnen (Teacher) mit Helferinnen sind im "Garten" am Aufräumen. Gerne zeigen sie uns die kleinen Räumlichkeiten, die mit Hannes und Ansies Unterstützung gebaut wurden. Schnell wird uns klar: hier arbeitet jemand sehr strukturiert, um den Kindern eine Chance auf Bildung zu bieten. Die Räume der 4- bis 6-Jährigen erinnern uns eher an Klassenzimmer, als an die deutschen Kindergärten, denn Zahlen und Buchstaben, in ihrer Mutterspache und auf Englisch erklärt, hängen an den Wänden. Hannes berichtet, dass die Kinder aus diesem Kindergarten die am besten vorbereiteten seien, wenn sie in die Primary-School kommen.





Ab Mittag ist Relaxen angesagt, sprich: wir legen uns an den kleinen aber feinen Pool, lesen, dösen und Andrea geht auf Fotosafari (vor allem wegen der farbenprächtigen Paradiesschnäpper, die ein Nest in einem nahegelegenen Baum haben).





Wir kommen gerade vom erfrischenden Pool zurück und ich schreibe diesen Text mit Vorfreude auf das Abendessen, das Ansie gerade kocht. Ich denke, wir werden gemeinsam mit Ansie und Hannes zu Abend essen. Dann sind gute Gespräche garantiert!

Beim Abendessen waren zwei Themen vorrangig: die Vogelsichtungen gestern und heute, sowie Ansies und Hannes' Engagement für die Community. Die beiden sind die einzigen Weißen weit und breit und setzen sich ungemein und sehr feinfühlig für die schwarze Bevölkerung ein. Wir sind sehr daran interessiert, dieses Engagement zu unterstützen, auch mit eigenen Ideen, und werden mit den beiden in Kontakt bleiben.


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Sonntag, 10. Januar 2021, 21:23

Sehr spannender Bericht! Ihr habt ja unglaublich viele Vögel gesichtet! Ich glaube, ich muss da auch nochmals hin ;-) Wir waren im April dort und sahen nicht soo viele Vögel. Sehr traurig zu lesen, dass es den riesigen Baobab nicht mehr gibt. Irgendwie nicht zu glauben, dass der einfach umfallen kann...Liebe Grüsse Caroline

toetske

oorbietjie

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Montag, 11. Januar 2021, 00:55

Das Erlebnis mit Hendriks Kraal ist einmalig und ich finde es toll, dass ihr mit Ansie und Hanne weiter Kontakt habt um ihr Engagement für die Community zu unterstützen.
Aber auch sonst fand ich es einfach nur toll wo ihr überall wart und was ihr alles erlebt habt. Und wie fortrefflich die Bilder das alles schildern.
:danke: :!:

LG. Toetske
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Wgo (11. Januar 2021, 14:54), Bär (11. Januar 2021, 09:24)

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Montag, 11. Januar 2021, 16:07

10.12.2020 Fahrt zum Waterberg

Heute haben wir mit 5 ½ Stunden die längste Fahrstrecke dieses Urlaubs zu bewältigen. Langsam, aber sicher wird sich der Kreis schließen und wir werden am Samstag wieder in Windhoek eintreffen, von wo aus es zurück ins kalte Deutschland gehen wird.

Aber noch sind wir hier im namibischen Sommer. Unsere Tageshöchsttemperaturen lagen in den vergangenen Tagen zwischen 33 und 37 Grad im Schatten. Da es eine trockene Hitze ist, lässt sie sich bestens aushalten. Sehr angenehm ist, dass es nach Sonnenuntergang schnell auf vielleicht 25 Grad abkühlt. Optimal um sich ans Lagerfeuer zu setzen und Braai (BBQ) zu machen. Nachts wird es richtiggehend kühl, was dem Schlaf sehr zuträglich ist.

Vom Kavango führt uns die schon von der Hinfahrt bekannte Asphaltstraße in drei Stunden nach Grootfontein. Dort halten wir kurz bei dem gleichen Laden an, den wir schon vom Hinweg kennen, und stocken letztmalig unsere Vorräte auf. Unter anderem kaufe ich schöne Lammkoteletts, die heute Abend auf den Rost kommen werden.

Noch 20 Minuten auf Asphalt nach Rietfontein und dann liegen noch gute 2 Stunden Gravelroad vor uns. Wir sind angenehm überrascht, wie gut der Straßenzustand ist. Offensichtlich ist hier vor nicht allzu langer Zeit die Straßen-Pflege-Truppe durchgefahren und hat uns eine schöne glatte Pad gebahnt. Wir fahren auf Gravel aber nie schneller als 80 km/h. Da machen wir auch heute keine Ausnahme.


Die top gepflegte D2512


Immer wieder mal ein Tor im Weidezaun über der D2512


Noch weniger als eine Stunde bis zum Waterberg

Die Zeit vergeht wie im Flug, zum einen, weil die Landschaft (mal wieder) wunderschön anzuschauen ist (roter Sand, grüne Büsche, Hügel), zum anderen, weil wir durch einen deutschsprachigen namibischen Radiosender mit deutschen Weihnachtsliedern und internationalen Weihnachtshits bestens unterhalten werden. „Rudolf the rednosed Reindeer“ bei 36 Grad auf einer welligen Sandpiste. Das hat was! 8o

Ziemlich genau um drei Uhr erreichen wir unser letztes Ziel, das Waterberg Wilderness Private Nature Reserve. Der Waterberg ist ein 50 km langer, 16 km breiter Tafelberg, der 200 m hoch aus der Ebene der Kalahari herausragt. Waterberg heißt er, weil es an seiner Südseite Quellen gibt. Als wir unseren Campingplatz Nr. 6 belegen, sinkt unsere Stimmung deutlich. Haben wir es mal wieder geschafft, am Ende einer Reise Pech mit der „Unterkunft“ zu haben? Der Platz ist schattenlos, die Sonne brennt mit 37 Grad vom Himmel, rundherum nur kleine Bäume, die wegen der Trockenheit alle Blätter verloren haben. Von Grün keine Spur! Hier sieht es soooo öde aus. Und das, wo wir gerade aus dem Paradies kommen.




Jetzt im Nachhinein sieht es auf den Bildern gar nicht mehr so trostlos aus, wie wir es an dem Tag empfanden. Wir waren aber echt down.

Schnell reift der Beschluss, dass wir in eine Lodge umziehen werden. In ein paar Minuten startet allerdings schon der Rhino-Drive, den wir gebucht haben. Der dauert mindestens zwei Stunden. Also werden wir erst nach 6 Uhr zurück am Campingplatz sein. Dann wird die Temperatur auszuhalten sein. Wir werden dann grillen und die Nacht dort verbringen – und morgen ziehen wir um!

Der Rhino-Drive beginnt mit einer Sichtung von Geiern, jedoch lässt der Fahrer (denn Guide will ich ihn nicht nennen) mögliche weitere Sichtungen am Wegesrand aus und fährt mehr oder weniger zielgerichtet zu den Nashörnern, wie uns später klar wird.


Ohrengeier

Sieben Breitmaulnashörner gibt es hier am Waterberg. Sie werden von einer Rhino-Patrol rund um die Uhr (24×7) vor Wilderern geschützt. Diese Leute informieren natürlich den Fahrer, wo die Tiere gerade stehen :-). Das bedeutet dann auch gleichzeitig 100% Sichtungsgarantie. Bei den Rhinos angekommen, wundern wir uns, dass wir aussteigen sollen. Also gut! Zu Fuß gehen wir bis auf ca. 50 m an die riesigen Tiere heran, die sich gänzlich ungerührt zeigen. Offensichtlich sind sie Menschen gewohnt. Die beiden Elterntiere sind immerhin auch schon seit 20 Jahren hier im Reservat. Dass es sich nicht um richtig wilde Tiere handelt, mindert für uns das Erlebnis aber nicht.







Nach ca. einer Viertelstunde Rhino-Watching fahren wir weiter. Plötzlich quert vor uns in hohem Tempo eine große Herde Gnus und eine ebenso große Herde Elenantilopen unseren Weg. Wow, welch ein Spektakel!





Unter einem schönen Schattenbaum am Rande einer großen Freifläche in der Baumsavanne, stellt der Fahrer den Wagen ab und eröffnet die Sundowner-Bar. Ein Savanna Dry ist doch einfach etwas Großartiges, besonders wenn man in der Savanne steht und Antilopen beim Grasen zuschaut. Zügig geht die Fahrt zurück ins Camp und bevor sie endet, sichten wir sogar noch einige Giraffen.





Unser heutiges Fazit: wieder ein toller Ausflug! Wir lieben den roten Sand der Kalahari, die Baum- und Grassavanne und die Tiere, die hierhergehören. Landschaftlich ist das hier ein „Sahneschnittchen“ und schöne Sichtungen hatten wir auch.

In der Dämmerung sieht der Campingplatz schon nicht mehr ganz so abweisend aus. Das Lagerfeuer, auf dem wir grillen, tut das Seine dazu, dass wir doch noch einen stimmungsvollen Abend verbringen dürfen. Und morgen geht’s in eine Lodge!




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Montag, 11. Januar 2021, 16:54

11.12.2020 Waterberg Plateau Lodge

Nach einem Camping-Frühstück mit Rührei und Bacon begeben wir uns an die Rezeption und buchen auf die Valley Lodge um. Da die Valley Lodge aber geschlossen ist, weil wegen Corona zu wenig Gäste da sind, bekommen wir ein kostenloses Upgrade auf die edle Plateau Lodge. Bei der liegen die kleinen Chalets direkt oben an einer Abbruchkante des Waterberg Plateaus. Der Ausblick von hier aus ist ein Traum! So weit das Auge reicht: Baumsavanne und die typischen Farben der Kalahari. Wir sind mehr als „happy“. Vor jedem der Chalets gibt es einen kleinen Plunge-Pool. Den werden wir heute garantiert benutzen.






Wir machen es uns auf der kleinen Terrasse des Chalets bequem, fläzen uns in die Liegestühle und lesen. Ich wälze den dicken Schmöker über die Vogelwelt des südlichen Afrika (Robertson), der im Chalet ausliegt. Später richten wir einen Karton mit Campingartikeln und diversen anderen Dingen, den wir für Jana und Lucas hier deponieren werden. Die beiden kommen in zwei Tagen hierher. Waterberg ist nämlich die erste Station ihres Namibia-Urlaubs. Zur Mittagszeit wird es heiß und wir ziehen uns ins Chalet für ein Mittagsschläfchen zurück. Alleine die Vorstellung, wir würden jetzt unten auf dem schattenlosen Campingplatz sitzen und schmoren, gibt uns die Bestätigung, dass wir mit der Umbuchung alles richtig gemacht haben.

Um halb 5 startet unser Sundowner Walk auf die oberste Ebene des Plateaus. User Guide, Frans, erklärt uns auf dem Weg nach oben verschiedene interessante Dinge und es dauert nicht allzu lange, bis wir oben ankommen. Von hier aus ist die Aussicht noch ein Stückchen beeindruckender als vom Chalet aus, das wir jetzt vielleicht 100 m unter unserem Viewpoint sehen.



Das Licht der immer tiefer stehenden Sonne zaubert warme Farben auf die dunkelroten Felsen. Während wir die Aussicht genießen und Fotos machen, geht Frans ein Stück weiter und bereitet irgend etwas vor. Nach ein paar Minuten holt er uns ab und führt uns zu einem Tisch mit zwei Stühlen daran und mit weißer Tischdecke. Auf dem Tisch steht eine Flasche Sekt in einem Eiskübel. Der Platz für diesen speziellen Sundowner ist perfekt ausgewählt. Hier zieht sich ein Tal in den Waterberg hinein und man hat einen wunderbaren Blick auf die gegenüberliegende Seite des Tals und auf die Felswand des Plateaus. Im Tal stehen viele grüne Bäume und Büsche, denn hier gibt es eine Quelle, die permanent Wasser führt.



Wir unterhalten uns ausführlich mit Frans, der sich nach einiger Zeit zu uns an den Tisch gesellt. Wir finden, es ist (wieder einmal) ein sehr gutes Gespräch, das für ein besseres Verständnis von Land und Leuten sorgt. Während des Rückwegs kommt Fans auf Details des traditionellen Lebens der Herero zu sprechen. Auch dies: interessant und bereichernd.



Nach erfolgreichem Abstieg vom Plateau ziehen wir uns in unserem Chalet schnell um und gehen ins Restaurant zum Dinner. Es gibt Spinatsuppe, Salat, Kudu-Bobotie mit Reis und Karottengemüse, zum Dessert eine Milktart.

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Dienstag, 12. Januar 2021, 12:07

12.12.2020 Zurück nach Windhoek

Die Frage, die sich Nelly Furtado in einem ihrer Lieder stellt „why do all good things come to an end“, stellen wir uns nun auch. Ja, ein einmonatiger Urlaub geht eben auch einmal zuende! So wenig wir uns mit dem Gedanken anfreunden können, ins kalte, coronavirenverseuchte Deutschland heimzukehren, so sehr freuen wir uns aber auch auf unser Zuhause mit all seinen Annehmlichkeiten und auf unsere Familie.

Also beginnt ab heute die Heimreise! Das haben wir so definiert, um nicht vom letzten Tag in Namibia enttäuscht zu sein, denn von Windhoek und dem Hotel in der Nähe des Flughafens erwarten wir nicht wirklich viel.

Wir haben in unserem Edel-Chalet wunderbar geschlafen und werden mal wieder vor der Zeit von verschiedenen Vogelstimmen und der aufgehenden Sonne direkt vor unserem Panoramafenster geweckt: Herrlich! Nach einem reichhaltigen Frühstück im Restaurant packen wir unsere Taschen, Rucksäcke und die Kiste für Jana und Lucas (Sohn und Schwiegertochter) in den Wagen und fahren von der Plateau-Lodge runter zur Rezeption. Was sich so einfach liest, ist ein Gezirkel zwischen Felsen rechts und links eines gepflasterten, eng gewundenen und wahnsinnig steilen Weges. Bei der gestrigen Fahrt hinauf hatte Wolfgang schon befürchtet, dass der Wagen das Gefälle nicht packen könnte, heute fahre ich runter und werde das Gefühl nicht los, dass der Wagen jeden Moment einen „Purzelbaum“ machen wird.

An der Rezeption übergeben wir einem netten jungen Mann die Kiste, der uns verspricht, diese gut aufzubewahren und am nächsten Nachmittag Jana und Lucas zu übergeben. „Und die kommen auch wirklich?“ fragt er noch. „Na klar, sie haben ja bereits gebucht“, antworten wir. Wir haben mit den beiden natürlich im Vorfeld nochmals alles abgeklärt, vor allem wegen der Corona-Entwicklung in Deutschland und einem drohenden Lockdown. Aber nichts spricht gegen eine Reise nach Namibia.

Dreieinhalb Stunden dauert unsere Autofahrt. Die ersten 40 km (Gravelroad) entlang des Waterbergs ist landschaftlich besonders schön. Wir staunen nicht schlecht, dass sich zum ersten Mal bewahrheitet, was durch Warnhinweisschilder angekündigt wird, denn wir entdecken am Straßenrand immer wieder Warzenschweine. Zum Glück sind die aber so clever und rennen nicht blindlings auf die Straße. Aber Vorsicht ist dennoch geboten.


Gravelroad am Waterberg


Vorsicht! Warzenschwein !!!

evor wir auf die B1 nach Süden abbiegen, erhöht Wolfgang nochmal den Reifendruck und nun geht’s auf Teer-Straßen etwas flotter unserem Ziel entgegen. Unterwegs stellen wir uns vor, wie für Jana und Lucas morgen die ersten Eindrücke von Namibia sein werden, wenn sie diese Strecke in umgekehrte Richtung fahren. SUPER, da sind wir uns sicher.

Zur Unterhaltung schalten wir das Radio ein: Boney M trifft mit seinem Song „Gotta go Home“ den Nagel auf den Kopf! Ja, es geht nach Hause! Aber nach vier Wochen Urlaub in diesem schönen Land wäre es absurd, damit zu hadern.

Je mehr wir uns Windhoek nähern, desto „langweiliger“ wird die Landschaft. Dafür wird die Straße interessant, denn die letzten 50 Kilometer fahren wir tatsächlich auf einer vierspurigen Autobahn. Kaum zu glauben, aber wahr. Es sind aber auch die einzigen Autobahnkilometer im ganzen Land.

Punkt ein Uhr erreichen wir den Firmensitz von AVIS Safari Rental, wo wir unseren Buschcamper abgeben . Wir erklären Jan, was alles nicht zufriedenstellend war, was defekt ist und was zukünftig besser gemcht werden sollte. Er zeigt sich einsichtig und kommt uns wegen der verlorenen Zeit in Swakop preislich etwas entgegen. Vor 4 Wochen war der Hof leer – kein weiterer Camper stand dort zur Verfügung. Nun sind es schon wieder 4, 5 Autos, die er bereit hält. Er zeigt uns, wie die aufgebaut sind, welche Verbesserungen es gegenüber unserem Modell mittlwerweile gibt. Na ja, so einen neuen Camper hätten wir uns auch gewünscht und nicht unser in die Tage gekommenes Modell. Jan verspricht uns: bei der nächsten Anmietung bekommen wir ein TOP-Fahrzeug. Zu guter Letzt überlässt er uns den Camper kurzerhand einen Tag länger, da wir uns in Windhoek noch umsehen und ein wenig shoppen gehen wollen. Klasse! So können wir ganz unkompliziert noch downdown fahren und uns selbst ein Bild davon machen, ob Windhoek einen Besuch wert ist.

Die Antwort auf diese Frage ist schnell klar: wir finden, dass man Windhoek nicht unbedingt einen Besuch abstatten muss. Die namibische Hauptstadt wartet zwar mit eingen Gebäuden auf, die im Baustil der deutschen Kolonialzeit errichtet wurden, und man kann einge Sehenswürdigkeiten besichtigen, so z.B. die Christuskirche, die Alte Feste, einige Denkmäler. Aber Begeisterung kommt bei uns nicht auf.





Wir kaufen noch ein paar Kleinigkeiten ein. Andrea ersteht bei Himba-Frauen ein paar Reiseandenken und bekommt anschließend ungefragt ein Baby für ein gemeinsames Foto nach dem erfolgreichen „deal“ in die Hand gedrückt.





Als uns die Nachricht erreicht, dass Jana und Lucas sechs Stunden vor dem Abflug ihre Reise gecancelt haben, sinkt unsere Stimmung auf den Gefrierpunkt. Die beiden tun uns so leid, wie sie in ihrer Reisevorfreude von Corona so kalt erwischt wurden. Durch den anstehenden Lockdown in Deutschland wäre ihr Rückflug äußerst unsicher. Das Risiko können sie wegen ihrer Arbeitsplätze nicht eingehen. Wir fahren ins Hotel. Das Transkalahari Inn hatten wir gewählt, weil es nah am Flughafen liegt. Es ist eine zweckmäßige, eigentlich ganz nette Unterkunft. Keine schlechte Wahl. In der Bar muntern wir uns mit Hunters Dry und Savanna Dry auf, „testen“ kurz den Pool und machen unser Gepäck für den Rückflug fertig.


Rezeption des Transkalahari Inn


Frustbekämpfung

Zum Abendessen gibt es Namibian Grill Platter mit Steaks vom Zebra, Elenantilope und Gnu. Lecker! Wir sind gespannt, wann wir das das nöchste Mal genießen können. Zuhause ja eher nicht :(
Morgen geht es dann um 8:00 Uhr zum Flughafen. Die Maschine fliegt um 10:00 Uhr ab. Dreizehn bis vierzehn Stunden FFP2-Maske tragen. Wie sehr wir uns darauf schon "freuen".


Etosha auf dem Rückflug

Pünktlich landet unsere Maschine in FFM und Lucas und Jana holen uns vom Flughafen ab und bringen uns wohlbehalten nach Hause, wo es wegen eines Fehlers beim Wiederhochfahren der Heizung sehr kalt ist …

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Dienstag, 12. Januar 2021, 15:07

„ ... in den Zeiten von Corona“

Nachdem der Titel dieses RB „in den Zeiten von Corona“ beinhaltet, will ich auf diesen speziellen Aspekt unserer Reise gerne nochmal eingehen.
Bevor wir abgeflogen sind, hatten wir uns ausreichend lange in Selbstquarantäne begeben, so dass wir sicherstellen konnten, dass wir das Virus nicht nach Namibia hineintragen. Der erforderliche negative PCR-Test gab natürlich zusätzliche Sicherheit. Hätte die Regel weiterhin gegolten, dass am 5. Tag im Land nochmal getestet werden muss, dann hätte uns das auch nicht von der Reise abgehalten. Im Gegenteil: wir hätten uns dann noch sicherer gefühlt.
Zu Beginn unseres Aufenthalts lag die 7-Tage-Inzidenz in Namibia bei einem Wert von ca. 10. Dieser niedrige Wert ist sicher der Grund dafür, dass man im Land kaum Anti-Corona-Maßnahmen wahrnehmen konnte, außer: der PCR-Test und die Wärmebildkamera bei der Einreise, in manchen Unterkünften und beim Betreten von Läden das Fiebermessen, selten das Registrieren in speziellen Corona-Listen. Mund-Nasen-Bedeckungen wurden teilweise in Lodges getragen, immer in den Läden in Windhoek aber nur selten andernorts.

Die allermeiste Zeit haben wir in trauter Zweisamkeit ohne direkten Kontakt zu anderen Personen verbracht – perfektes social distancing also. Da ohnehin fast das ganze Leben „outdoor“ stattfindet und selbst die meisten Restaurants offene „Räume“ mit permanentem Luftaustausch sind, gab es fast keine Situationen, in denen wir ein Ansteckungsrisiko von/für uns erkannt hätten. In den Supermärkten herrschte immer sehr wenig Betrieb, so dass man beim Einkaufen auch niemandem zu nahe gekommen ist.Fast hätte man vergessen können, dass es überhaupt diese schreckliche Pandemie gibt.Lediglich die Busfahrt von Swakopmund nach Walvis Bay war da eine Ausnahme. Hier saßen wir tatsächlich mit einigen anderen Personen – natürlich mit Mundschutz – eng gedrängt in einem geschlossenen Fahrzeug. Außerdem der Hin- und Rückflug. Wobei wir uns beim Hinflug sicher fühlten, da alle Passagiere einen aktuellen Negativtest hatten. Ganz anderes aber Flug von Windhoek nach Frankfurt, bei dem man nicht aktuell getestet war. (Ist ja irgendwie nicht logisch, oder?)Für uns war es fantastisch und ein riesiges Glück, dieses Zeitfenster genutzt zu haben, in dem das Infektionsgeschehen in Namibia so niedrig war.



Wir hatten das Land fast für uns allein! Kein Gedränge am nächtlichen Wasserloch in Etosha, keine anderen Urlauber auf den berühmten Dünen in der Namib, keine Knäuel von Autos bei Tiersichtungen, nirgends Anstehen oder Wartezeiten und Guides und Gastgeber, die sich intensiv um uns kümmern konnten, weil wir ihre einzigen Gäste waren.
Der Zeitungsartikel vom 3.12.2020 in der AZ zeigt, wie wenig der Tourismus bis dahin wieder angelaufen war. Es war für uns einerseits schön, so viel Exklusivität zu genießen, aber es war gleichzeitig auch traurig mit anzusehen, wie sehr das Land unter dem Ausbleiben der Touristen leidet.




Profitiert haben wir vom Upgrade bei Bagatelle und am Waterberg. Bei ausgebuchten Unterkünften wären wir sicher nicht in diesen Genuss gekommen. Bei den größeren Campingplätzen (Halali, Sesriem, …) waren wir heilfroh, dass diese wenig belegt waren. Bei Vollbelegung wären wir dort eher nicht glücklich gewesen.
Einige wenige Aktivitäten fanden aufgrund der geringen Besucherzahlen nicht statt. So konnten wir den Rundflug von Sesriem aus über die Namib nicht antreten, da die Maschinen in Windhoek standen. Da die Mindestteilnehmerzahl von 4 Personen für eine der Bootstouren nicht erreicht wurde, weil wir die einzigen Gäste im Camp waren, mussten wir für 4 Personen bezahlen. Bei allen anderen Aktivitäten hatten die Veranstalter die Mindestteilnehmerzahl nicht berücksichtigt.

Zusammengefasst: ich denke wir sind sehr verantwortungsvoll mit COVID umgegangen und wir haben uns sehr sicher und unbeschwert gefühlt. Wir waren Profiteure von dieser Situation, aber wir wünschen allen, dass es bald wieder zu den Verhältnissen kommt, die vor der Pandemie herrschten.


Unberührter Sand - keine Menschenseele weit und breit - Wüste pur!

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Wgo

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Dienstag, 12. Januar 2021, 16:22

Hinterher ist man immer schlauer!

Für alle, die selbst eine ähnliche Reise planen, scheibe ich noch zusammen, wie wir mit dem jetzigen Wissen die Route ändern würden.
Eines vorausgeschickt: Um eine „große Runde durch Namibia“, so wie wir sie gefahren sind, oder so ähnlich, zu drehen, würde ich auf keinen Fall weniger als vier Wochen ansetzen. Wir hatten 30 ÜN. Steht weniger Zeit zur Verfügung, würde ich – schweren Herzens - eine ganze Region auslassen. Da wir zum ersten Mal in Namibia waren, wollten wir aber möglichst viele Regionen kennenlernen. Jetzt wissen wir, was wir bei einem späteren Besuch vertiefen wollen.

Das war unsere Reiseroute:




Aber nun konkret die Plan-Änderungen:
Gleich zu Beginn würden wir eines anders machen, nämlich am Tag der Ankunft in Windhoek bleiben oder in der sehr nahen Umgebung. Da wir gleich bis zur Bagatelle Kalahari Ranch gefahren sind (3 Stunden) hatten wir nach der Ankunft zu wenig Zeit, um bei der Fahrzeugübergabe alles selbst auszuprobieren und alles genau anzuschauen. Damit hätten wir spätere Problemchen vermeiden können. (Zum Auto schreibe ich separat noch etwas). Außerdem war die Zeit fürs „initiale“ Einkaufen sehr knapp. Das hätten wir viel entspannter angehen können, wären wir nicht direkt losgefahren. Wir hatten Glück, dass der Flug pünktlich gelandet ist und dass es bei der Einreise keine Probleme gab. Eine Stunde Verspätung und / oder ein fehlendes Gepäckstück, oder was immer schieflaufen mag und die Zeit reicht hinten und vorne nicht aus. Außerdem: sollte sich sich am ersten Tag herausstellen, dass am Camper etwas nicht OK ist oder fehlt, kann man das leicht regeln, wenn man nicht schon 350 km weit weg ist.

Ansonsten waren wir mit der Route sehr zufrieden. Außer vielleicht:

Wir haben es bedauert, dass wir nicht mindestens einen weiteren Tag in Swakopmund übernachten konnten. Wir hätten dort gerne noch die „Little 5 Tour“ durch die Namib mitgemacht und/oder die Tour zum Sandwich Harbour, oder wären gerne auf die Sandbank Pelican Point rausgefahren und/oder hätten gerne noch die „Moon Landscape“ im Hinterland gesehen.
Auf der Ohange Namibia Lodge hat es uns so gut gefallen, dass eine weitere Übernachtung ein Traum gewesen wäre. Das wäre ein gemütlicher Tag mit einer Wanderung durch die private game farm geworden und ein Besuch des benachbarten Weinguts (was wir in den Folgetag mit reingepackt haben) wäre dann auch drin gewesen. Eine ÜN ist hier definitiv zu wenig.



Wenn wir dafür etwas streichen müssten, um die drei zusätzlich eingeplanten Tage zu kompensieren, dann würden wir den zweiten Tag im Namib Rand Family Hideout opfern und den Fishriver Canyon und - wenn es gar nicht anders geht - Olifantsrus auslassen. Da die Streichungen aber keine gute Lösung sind, wäre es toll, einfach die o.g. drei zusätzlichen Tage dranzuhängen. Hat man hingegen sechs Wochen Zeit, könnte man an allen Stationen etwas mehr Zeit verbringen, was natürlich grandios wäre. :D

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Dienstag, 12. Januar 2021, 17:26

Hallo Wolfgang,
Vielen Dank für deinen tollen und ausführlichen Bericht :danke:

Wir haben ja für August/ September eine ähnliche Route geplant, ohne Fish River und Kalahari und Rückflug von Katima Mulilo.

Jetzt ist bei uns die große Unbekannte ( außer Corona), ob Air Namibia weiter national fliegt. Sonst müssen wir mit dem Auto zurück nach Windhuk fahren.
Unsere letzten Nächte sind 3 ÜN Divundu Gegend, 2ÜN Kwando Gegend, 2 ÜN Chobe.
Jetzt überlege ich wie es am meisten Sinn machen würde.

Chobe müssen wir dann auf alle Fälle streichen.

Sollten wir Divundu auf 2 Nächte kürzen um 3 Nächte zum zurückfahren zu haben vom Kwando aus.
Oder gleich von Divundu aus gemütlich mit zwei 2 NachtStopps zurück. Z.B. in der Gegend um Oktavi und Waterberge.
Leider ist die Waterberg Lodge schon voll.
Dann müssten wir aber auf die Kwando Gegend verzichten. Wo hat es euch besser gefallen? Verpassen wir etwas, wenn wir den Kwando auslassen, oder ist die Gegend um Divundu/ Okavango auch ähnlich?
Ich hoffe ja sehr, dass wir darüber nicht entscheiden müssen und einfach fliegen können.
Die Ohango Lodge habe ich mir aber schonmal gemerkt, die sieht gut aus. Gibt es auch Drives dort oder fällt das nach dem Etosha/ Caprivi zu sehr ab?
Ist dein letztes Bild von dieser Lodge?

Ihr hattet eine wirklich tolle Reise und im Rückblick sicher für euch die richtige Entscheidung sie gemacht zu haben. Es wird im Moment ja eher unplanbarer, als besser :(
Vielen Dank dass wir mitreisen durften

LG
Barbara

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