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Wgo

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Mittwoch, 16. Dezember 2020, 17:06

Große Runde durch Namibia in Zeiten von Corona

Hallo, liebe Südafrikafans,nachdem wir 2015 und 2019 jeweils vier traumhafte Wochen in Südafrika verbrachten, planten wir für September/Oktober 2020 eine Reise in die Nachbarländer Namibia und Botswana. Im Januar konnte ich mit eurer Hilfe die letzen Details für die Reise klären und die Vorfreude stieg stetig an. Dann der Schock, dass Corona die Reise unmöglich machte und dass ich Mitte August den Flug, den Mietwagen und 17 Unterkünfte stornieren musste. Es schien mir wie ein Wunder: 7 Tage nach Storno des Flugs (Air Namibia über TUI) war das Geld wieder auf meinem Kreditkartenkonto gutgeschrieben. Der Vermieter (AVIS Safari Car Rentals) war mit einer Umbuchung auf ein Jahr später einverstanden (30 € Gebühr) und allen Campsites und Lodges, bei denen wir Anzahlungen geleistet hatten, habe ich unabhängig von den Stornoregelungen angeboten, uns den Betrag für einen späteren Reisezeitpunkt gutzuschreiben, was dann auch alle taten.
Der Plan war, auf März/April 2021 zu verschieben, falls die Lage dann eine bessere wäre. Allerdings tat sich dann im November spontan die Möglichkeit auf, die Reise doch schon früher anzutreten als Namibia von der Liste der Risikoländer gestrichen wurde und als Klarheit über die Einreisemodalitäten geschaffen wurde und als es wieder internationale Flüge nach Windhoek gab. Binnen weniger Tage habe ich die ursprüngliche Planung angepasst, denn der Grenzübertritt nach Botswana war zu dem neuen Reisetermin (noch) nicht möglich und es schien uns auch grundsätzlich nicht sinnvoll, aktuell länderübergreifend zu reisen. Schnell waren die Unterkünfte wieder gebucht und der Bushcamper erneut umgebucht, sowie die Flüge (Lufthansa) gebucht.

Das Ergebnis der neuen Tourplanung war dann folgendes:

13./14.11. (Der Link ist für Gäste ausgeblendet. Um ihn zu sehen, bitte registrieren!)
15.11. (Der Link ist für Gäste ausgeblendet. Um ihn zu sehen, bitte registrieren!)
16.11. (Der Link ist für Gäste ausgeblendet. Um ihn zu sehen, bitte registrieren!)
17./18.11. (Der Link ist für Gäste ausgeblendet. Um ihn zu sehen, bitte registrieren!) 19./20.11. (Der Link ist für Gäste ausgeblendet. Um ihn zu sehen, bitte registrieren!)
21./22.11. (Der Link ist für Gäste ausgeblendet. Um ihn zu sehen, bitte registrieren!)
23.11.noch offen: Swakopmund oder Namib Naukluft Park
24.11. (Der Link ist für Gäste ausgeblendet. Um ihn zu sehen, bitte registrieren!)
25./26.11. (Der Link ist für Gäste ausgeblendet. Um ihn zu sehen, bitte registrieren!)
27./28.11. (Der Link ist für Gäste ausgeblendet. Um ihn zu sehen, bitte registrieren!)
29.11. (Der Link ist für Gäste ausgeblendet. Um ihn zu sehen, bitte registrieren!) im Etosha Nationalpark
30.11. (Der Link ist für Gäste ausgeblendet. Um ihn zu sehen, bitte registrieren!) im Etosha Nationalpark
1.12. (Der Link ist für Gäste ausgeblendet. Um ihn zu sehen, bitte registrieren!) im Etosha Nationalpark
2.12. (Der Link ist für Gäste ausgeblendet. Um ihn zu sehen, bitte registrieren!)
3.12. (Der Link ist für Gäste ausgeblendet. Um ihn zu sehen, bitte registrieren!)
4./5.12. (Der Link ist für Gäste ausgeblendet. Um ihn zu sehen, bitte registrieren!)
6./7.12. (Der Link ist für Gäste ausgeblendet. Um ihn zu sehen, bitte registrieren!)
8./9.12. (Der Link ist für Gäste ausgeblendet. Um ihn zu sehen, bitte registrieren!)
10./11.12. (Der Link ist für Gäste ausgeblendet. Um ihn zu sehen, bitte registrieren!)
13.12. (Der Link ist für Gäste ausgeblendet. Um ihn zu sehen, bitte registrieren!)

Wir schreiben während unserer Reisen immer gerne live unseren privaten Reiseblog, so dass uns unsere Famile und unsere Freunde "begleiten" können. Die Reiseberichte, die (Der Link ist für Gäste ausgeblendet. Um ihn zu sehen, bitte registrieren!) und (Der Link ist für Gäste ausgeblendet. Um ihn zu sehen, bitte registrieren!) so entstanden, hatte ich jeweils kurz nach der Rückreise hier ins Forum sukzessive hinengestellt. Über die große Anzahl von Lesern und die freundlichen Kommentare habe ich mich sehr gefreut. Wenngleich wir heuer keinen südafrikanischen Boden betreten haben, vielleicht interessiert es euch ja trotzdem, was wir von unserer Reise durch Namibia zu berichten haben. Gerne stelle ich dann gerne unseren Bericht hier ein.


Ganz liebe Grüße
Wolfgang

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parabuthus

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Mittwoch, 16. Dezember 2020, 17:42

Hallo Wolfgang,

also ich würde mich sehr freuen über einen Bericht. Einige der Stationen sind mir vertraut, einige interessieren mich sehr, da ich sozusagen "auf Halde" eine ganz ähnliche Tour liegen habe.

Mit Bagatelle habt ihr ja gleich zum Auftakt einen richtigen Kracher gehabt, m.E. einen der schönsten Campingplätze in Namibia überhaupt. Wir hatten dort eine spektakuläre Nacht...

Beste Grüße

Christian

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Dicobo

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Mittwoch, 16. Dezember 2020, 18:46

Hallo Wolfgang,

wir als grosse Namibia Freunde freuen uns über jeden Reisebericht. Wir sind nun bereits wieder dabei,eine drei Wochen Tour im November/Dezember 2021 zu buchen :thumbsup:

Viele Grüsse vom Kap

Dieter

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Bueri

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Mittwoch, 16. Dezember 2020, 19:31

Hallo Wolfgang
Ja, gerne, ich bin gespannt. :danke:
lG bueri

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Bär

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Mittwoch, 16. Dezember 2020, 20:03

Klar doch, Wolfgang, leg los... :thumbup: :danke:
'





*** Wenn du nicht mehr weißt, wohin du gehen sollst, halte inne und schau zurück, woher du gekommen bist. (Sprichwort aus Afrika) ***

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sunny_r

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Mittwoch, 16. Dezember 2020, 20:23

Hallo Wolfgang,

ja bitte. Ich reserviere mir schon mal ein Plätzchen zum mitreisen.

LG
Rainer

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bibi2406

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7

Mittwoch, 16. Dezember 2020, 22:03

Sehr gerne, nächstes Jahr sind wir auf ähnlicher Strecke ( hoffentlich) unterwegs :D Kann losgehen....

LG
Barbara

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toetske

oorbietjie

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Mittwoch, 16. Dezember 2020, 23:47

:danke: Wolfgang!

Mich würde es auch freuen, denn bisher kennen wir Namibia nur in unmittelbarer Nähe vom Fish River Canyon (übernachtet haben wir in Grünau) auf dem Weg von Mata Mata zurück nach Südafrika.

LG. Toetske
one life, LIVE IT !

Budenknipserin

Stachelschwein

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Donnerstag, 17. Dezember 2020, 08:56

Ah, da werden Erinnerungen wach! Fahre auch gerne mit. :thumbup:

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Wgo (18. Dezember 2020, 13:09)

Wgo

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Freitag, 18. Dezember 2020, 13:10

Hey! Das ist ja überwältigend! Danke für euer Interesse.

Dann fange ich gleich mal an ...

Wgo

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Freitag, 18. Dezember 2020, 13:24

Große Runde durch Namibia in Zeiten von Corona

8.11.2020 Bald geht's los!

Noch 4 Tage, dann fliegen wir (hoffentlich) nach Windhoek und starten unsere „Große Schleife“ durch die Kalahari, die Namib, das Erongo Gebirge, den Etosha Natioalpark, durch den tropischen Caprivi-Streifen und den Brandberg.

Es gibt noch Einiges zu tun: durch die etwas spontane Entscheidung doch noch dieses Jahr zu reisen, haben wir es noch nicht geschafft, alle Buchungen unter Dach und Fach zu bekommen, der Corona-Test muss noch gemacht werden, die Rezepte für die Malaria-Prophylaxe abgeholt werden, … und ein paar Details würde ich gerne noch von zuhause aus planen, anstatt mich vor Ort damit herumzuschlagen. Der eine oder andere Ausrüstungsgegenstand, den wir bestellt haben, sollte auch noch eintrudeln.

11.11.2020 Coronatest OK


Die nächste und hoffentlich letzte Hürde haben wir nun auch genommen: uns liegen die negativen Corona-Test-Ergebnisse vor, was natürlich positiv ist :-). Dafür haben wir 2 Stunden in einer riesigen Schlange am Flughafen FRA gewartet. Hinfahrt – Schlangestehen – Test machen – Rückfahrt: 5 Stunden !!! Was tut man nicht alles …



Heute habe ich auch die letzten Unterkünfte klar gemacht und die notwendigen Zahlungen geleistet. Jetzt heißt es nur noch die Koffer packen, dann kann es losgehen.

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Wgo

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Freitag, 18. Dezember 2020, 13:50

So, jetzt weiß ich auch wieder wie man hier Bilder reinbekommt :D


13.11.2020 Auf geht's nach Namibia! Bagatelle Kalahari Game Ranch


Es ist unglaublich! Gestern Abend um diese Uhrzeit saßen wir noch in Frankfurt bei bleigrauem Himmel und 12 Grad und heute erleben wir, wie die Abendsonne über den Dünenkämmen der Kalahari untergeht. Aber eins nach dem anderen.

Mit einer halben Stunde Verspätung hebt unser Eurowings-Flieger in Frankfurt um 21:10 Uhr ab und fliegt immer südwärts, um morgens um 8:00 Uhr Ortszeit pünktlich in Windhoek zu landen. Die Maschine war wohl bis zum letzten Platz ausgebucht, was uns nicht wenig überrascht hat. Die Sitzabstände sind fast schon unanständig knapp bemessen, so dass ich meine 1,92 m leidlich schlecht „verstaut“ bekomme. Aber das ist der Preis für einen wirklich sehr günstigen Flug. Sei’s drum. Wir sind wohlbehalten in Namibia angekommen und haben sogar „eine Mütze Schlaf“ bekommen – was braucht man mehr?

Die Formalitäten der Einreise, Cocvid-19-Check mit Wärmebildkamera und die Gepäckrückgabe kosten uns genau 1 Stunde, gehen aber insgesamt sehr geordnet über die Bühne. Unser Safari-Mietwagen-Anbieter hat einen Vertreter an den Flughafen geschickt, der uns sofort zur Mietwagenstation bringt. Diese Fahrt dauert wiederum fast eine Stunde. Der Manager vor Ort erklärt uns, dass unser Wagen noch 80 Kilometer von Windhoek entfernt ist, da er erst heute von Südafrika hierhergebracht wird. Wir sollen einen anderen Geländewagen nehmen und erst mal zum Einkaufen in die >Grove–Mall< gehen. Gesagt, getan! Obwohl wir kein Navi haben, finden wir den Weg dorthin und später auch wieder zurück. Wir tätigen die Einkäufe gemäß der von zuhause mitgebrachten Einkaufsliste und fühlen uns nun für die nächsten Tage hinreichend ausgestattet. Da wir die nächsten beiden Tage ohnehin noch nicht im Camper nächtigen und uns auch nicht selbst verpflegen, können wir Obst, Gemüse und Fleisch auch noch später kaufen. Übrigens wird am Eingang vor jedem Laden in der Mall Fieber gemessen!

Nach dem Einkauf steht unser Wagen auf dem Hof und wir lassen uns den Ford Ranger mit Bushcamper-Aufbau ausführlich erklären, erledigen die Formalitäten und los geht unser Trip! Drei Stunden nach Süden fahren, davon 2 ½ h auf einer asphaltierten, ordentlich ausgebauten, wenngleich schmalen Straße und dann noch ½ Stunde gravel-road und Sandpiste.




Die Landschaft zieht uns sofort in ihren Bann: hügelig, karg, rötlicher Untergrund und teilweise dramatischer Lichteinfall, denn am Horizont scheint sich was zusammenzubrauen. Und wirklich: dreimal geraten wir in Regenschauer!!! Wenn auch äußerst kurze. Nach ziemlich genau drei Stunden erreichen wir unser erstes Etappenziel: für unsere ersten beiden Übernachtungen in Namibia haben wir in der edlen Bagatelle Kalahari Game Ranch ein eher einfaches Zimmer mit Breakfast und Dinner gebucht.


Wir freuen uns riesig, als wir ein kostenloses Upgrade zum Luxus-Dünen-Chalet (Honeymoon chalet) bekommen! Das ist der Hammer! Womit haben wir das verdient? Dieses luxuriöse Haus wurde mitten in die Dünen gebaut und hat eine schöne Holzveranda mit eingelassenem Pool. Sitzt man im Badezimmer in der Badewanne, kann man den Blick aus dem bodengleichen Fenster über die roten Dünen schweifen lassen. Da lassen wir uns nicht zweimal bitten und steigen hinein - in die Badewanne.





Als bald danach die Sonne untergeht, erleben wir keinen kitschigen Sonnenuntergang, sondern eine dramatische Szenerie. Wir sehen, wie ein aufkommender Gewittersturm Sand über die Dünenkämme peitscht, wie Sandhosen in den Himmel steigen, wie dunkle Wolken sich zusammenbrauen und von der untergehenden Sonne angestrahlt werden. Einfach traumhaft und höchst eindrucksvoll.

Zum Abendessen um 20:00 Uhr – es ist immer noch um die 30 Grad warm – gibt es einen Couscousalat mit Tintenfisch, einen „Bauernsalat“, Oryx-Steak mit Ingwerkarotten und Reis und zum Nachtisch eine Pannacotta mit Beerensoße. Der Diemersfontein Pinotage schmeckte zum Oryx sehr gut. Die guten Kritiken des Restaurants, die ich zuhause schon gelesen hatte, sind absolut verdient.

Jetzt freuen wir uns auf einen erholsamen Nachtschlaf, denn morgen startet schon um 7:00 unser Morning Scenic Drive.

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Wgo

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Freitag, 18. Dezember 2020, 15:01

14.11.2020 Bagatelle Game Ranch

Dass der Himmel am heutigen Morgen erst einmal bedeckt ist, wird sich als großer Vorteil herausstellen. „Panda“, unser Guide für den scenic morning drive, erklärt, dass wir bessere Chancen auf Tiersichtungen haben werden, weil es noch nicht so heiß ist. Und außerdem seien auch die Farben viel schöner. Und wie er damit Recht behalten sollte. Um 7:00 Uhr startet unsere Fahrt im offenen Safari-Toyota. Wir sind heute Morgen Pandas einzige Gäste und so kann er sich uns ganz individuell widmen. Abseits aller Fahrspuren oder Wege „brettert“ er durch die Savanne, quält den Wagen in tiefem Sand die Dünen hinauf und wieder hinunter und erklärt uns, was wir wo sehen können.






Es kommt uns vieles vor die Linse und vor das Auge. In kurzen Abständen sehen wir Springböcke, Säbelantilopen, Oryx, Gnus und Steinböckchen. Aber auch Giraffen und Gnus sind auszumachen und wir können uns ihnen teilweise recht gut annähern. Strauße, Riesentrappen, Namaflughühner, Siedelweber, Geier und Kronenkiebitze sind die gefiederten Vertreter, die sich uns heute zeigen. Ein Höhepunkt tierischer Art sind die zwei Breitmaulnashörner, die Panda in der Ferne erspäht und zu denen er bis auf vielleicht 25 Meter heranfährt. Afrikakenner werden einwenden, dass es in der Kalahari doch weder Nashörner noch Säbelantilopen gibt. Stimmt! Bagatelle ist eben eine „game farm“, die im Gegensatz zu den Nationalparks auch Tiere ansiedeln, die hier nicht wirklich heimisch sind. Bisher haben wir solche Parks immer gemieden, aber nach der heutigen Safari können wir sagen, dass auch sowas mal sehr schön ist. Für Andrea eine gute „Aufwärmübung“ für die Tierfotografie mit dem richtig großen Teleobjektiv!



"Da steht doch eine Giraffe ...?"



Kronenkiebitz



Streifengnu





Nach der Ausfahrt begeben wir uns zum Frühstück, Danach machen wir es uns an unserem kleinen Pool (eiskalt!) bequem und genießen das geniale Panorama. Während wir gerade auf der Veranda sitzen und ich diese Zeilen schreibe, spazieren an uns Springböcke, Oryx, Kudus und ein Straßenpaar vorbei. Man merkt den Tieren an, dass sie die Menschen gewohnt sind. Das ist natürlich alles andere als das „ursprüngliche, wilde“ Afrika, aber trotzdem gefällt es uns sehr.


Kudu, von der Veranda aus fotografiert

Irgendwann ist die Sonne so weit um unser schönes Dünenchalet gewandert, dass wir auf der Terrasse keinen Schatten mehr finden. Bei geschätzten 35 Grad wäre der Sonnenbrand also vorprogrammiert, würden wir noch länger draußen bleiben. Leider lässt uns im Haus nach kurzer Zeit die Klimaanlage im Stich, oder richtiger: der Strom ist weg. Nach einer kurzen Dusche begeben wir uns also ins Haupthaus und genießen an der Bar erst mal einen erfrischenden Savannah-Cidre. Anschließend kämpft Wolfgang mit der Übertragungsrate des Internetzugangs, um unsere ersten beiden Urlaubsberichte nebst einiger Fotos hochzuladen. Dies gelingt nach geraumer Zeit endlich, aber auf Kosten der Bildqualität (sorry, fürs erste gibt’s nur kleingerechnete Fotos).

Wir gönnen uns nochmal zwei Stunden auf unserer Terrasse (der Himmel ist wieder stark bewölkt, es nieselt sogar kurz, also keine Sonnenbrandgefahr), bevor es auf der Terrasse vor dem Haupthaus um 20:00 Uhr zum Abendessen geht. Vorspeise: Namibisches Sushi (Wolfgang) bzw. Carpaccio vom Springbock (ich), Hauptgang: Spieß vom Kudu und Boerewors mit Kartoffelbrei, Karotten und Broccoli, Nachtisch: Bagatelle Tiramisu (Wolfgang) bzw. Malva Pudding (ich). Alles sehr lecker. Ach ja, der Wein: wir haben erstmals einen namibischen Rotwein getrunken, den „Krantzberg“ von der Erongo Mountain Vinery, eine überzeugende Cuvé.

Für morgen früh haben wir uns wieder mit „Panda“ verabredet. Er wird uns zu den Geparden bringen. Danach heißt es Abschied nehmen von Bagatelle: wir reisen weiter nach Süden, genauer zum „Mesosaurus Camp“. Dort werden wir das erste Mal im Bushcamper nächtigen. Deshalb geht’s . schnell ins wundervolle Bett in unserem Dünenchalet, um „vorzuschlafen“… wer weiß, wie die nächste Nacht wird.

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Freitag, 18. Dezember 2020, 16:32

15.11.2020 Von Geparden bis zu Köcherbäumen

Heute Morgen klingelt der Wecker um 7:00 Uhr. Der "General" holt uns mit dem Elektro-Golf-Cart ab, damit wir unser Gepäck nicht schleppen müssen. Wir haben um 8:00 den Besuch auf der Geparden-Aufzuchtstation gebucht. Hier trainiert und betreut Goran, ein Exilschwede, sechs Geparden, die als Jungtiere ohne Mutter aufgefunden wurden und so nicht überlebensfähig gewesen wären. Unweit der Lodge befinden sich die eingezäunten Gepardengehege. Es ist staatlicherseits verboten, dass Geparden sich in Gefangenschaft vermehren, daher werden die Tiere gleichgeschlechtlich paarweise gehalten. Goran erklärt uns die Hintergründe und die Bedingungen der Tierhaltung. Er ist mit ganzer Seele für diese Geparden da und kümmert sich leidenschaftlich engagiert um sie. Andrea beweist Mut und füttert einen der Geparden "aus der Hand". Goran versichert, dass dies zu 100% sicher sei. Trotzdem ist es ein komisches Gefühl den Großkatzen so nahe zu sein.




Gepard "im Anflug"

Nach den Geparden begeben wir uns zum reichlichen und leckeren Frühstück und nehmen um ca. 10:00 Uhr Abschied von der Bagatelle Game Ranch. Es war ein wunderbarer Aufenthalt und der perfekte Start in unseren Roundtrip. Besser hätten wir unsere Reise wohl nicht beginnen können.

Nun geht es 300 km auf schnurgerader asphaltierter "leider etwas schmaler" Straße nach Süden. Von Mariental an ist die Landschaft extrem eintönig und fast schön öde. Da der Pflanzenbewuchs nur noch sehr spärlich ist und wegen der seltsamen schwarzen Steinhaufen in der Umgebung sieht das Ganze ein wenig wie eine hunderte Kilometer lange Bauschuttdeponie aus.



Wir verlassen die B1 und es liegen noch 30 Minuten Schotterpiste vor uns, bis wir das Mesosaurus fossile bushcamp erreichen. Giel, der Eigentümer, ist nicht an der Rezeption. Ein Zettel an der Tür besagt, dass wir einfach die drei Kilometer 4×4-Trail zum Bushcamp fahren und es uns gemütlich machen sollen. Versuche, Giel anzurufen bleiben erfolglos. Egal!

Wir fahren also in die angegebene Richtung und staunen nicht schlecht, als wir an der Campsite ankommen: wir sind die einzigen Camper weit und breit und haben somit die freie Platzwahl. Die Entscheidung ist denkbar einfach, denn eine malerische Schirmakazie inklusive nicht weniger malerischem Webervogelnest drängt sich förmlich als Traum-Stellplatz auf. Praktisch dabei ist, dass sie unweit des einzigen, recht kuriosen ablution block (Sanitäreinheit) liegt.



Der Campingplatz befindet sich inmitten eines Köcherbaum-Waldes. "Wald" sollte man dabei nicht allzu wörtlich nehmen. Locker verteilt über das Gelände stehen einige Hundert Köcherbäume. "Bäume" sollte man ebenso wenig wörtlich nehmen, denn bei dieser Pflanze handelt es sich um eine Aloenart, ein Sukkulent also und kein Baum. In der Nachmittagssonne - mittlerweile ist es ca. 15:30 Uhr - strahlen die Stämme der Köcherbäume in einer für eine Pflanze absolut ungewöhnlichen golden seidenmatten Farbe. Wir "klettern" ein wenig zwischen den Felsen herum, die größere Teile des Terrains bedecken. Dabei schauen wir uns einen um den anderen Köcherbaum an und überlegen, welcher wohl für die Aufnahmen des Sonnenuntergangs das beste Vordergrundmotiv abgeben wird.






Danach haben wir ausreichend Zeit, den Camper richtig einzuräumen. Das erste Mal Aufbauen ist gar nicht so einfach, wie es bei der Fahrzeugübergabe ausgeschaut hat. Wo war noch mal dies? Wie ging nochmal das? Das sind die Fragen, die wir uns jetzt mehrfach stellen und nicht immer zutreffend beantworten können. Aber irgendwann haben wir es dann geschafft. :thumbsup:

Auf einmal taucht Giel, ein sehr netter älterer Herr, auf und wir unterhalten uns ein wenig - auf Deutsch. Da kaum Touristen unterwegs sind, kommt er nur morgens und abends mal am Camp vorbei, erklärt er seine Abwesenheit zwei Stunden zuvor. Morgen früh wird er uns den versteinerten Mesosaurus zeigen und einige andere Sehenswürdigkeiten. Darauf freuen wir uns schon jetzt.

Die Sonne nähert sich dem Horizont. Also gehen wir ein paar Schritte und Andrea fotografiert die untergehende Sonne mit einem malerischen Köcherbaum davor. Es herrscht eine fantastische Stimmung. Das Licht, die Ruhe, die Farben, die Felsen, die Köcherbäume: unglaublich!





Ein lauer Wind bläst. Es ist stockdunkel. Keine Menschenseele weit und breit. Wir sind völlig allein unter dem sternenklaren Himmelszelt. Als einzige Camper verbringen wir heute die Nacht im Mesosaurus fossile bushcamp. Nach dem ersten selfmade Abendessen mittels Camperküche und Grill - Boerewors und Chakalaka - schreibe ich nun diesen Tagesbericht und bin ganz verzaubert von unserem ersten Abend als Camper.

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Freitag, 18. Dezember 2020, 22:54

Hallo Wolfgang,

Danke das Du einen Bericht schreibst. Die meisten Deiner Stationen kenne ich bereits, die Unterkünfte nur zum Teil.
Das Mesosaurus Camp ist einfach klasse und je nach Licht die Köcherbäume einfach einzigartig.
Wen ich fragen darf, von welchen Vermieter ist Euer Camper?

Viele Grüße,
Markus

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Wgo (19. Dezember 2020, 10:00)

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Samstag, 19. Dezember 2020, 10:12

Hallo Markus,
Wen ich fragen darf, von welchen Vermieter ist Euer Camper?

Der Camper ist von AVIS Safari Car Rentals, Windhoek. Der hat mit dem "großen" AVSIS wohl wenig zu tun. Gebucht habe ich den Camper über TMC Reisen ( (Der Link ist für Gäste ausgeblendet. Um ihn zu sehen, bitte registrieren!) ), weil ich gerne einen deutschen Vertragspartner wollte. TMC vermittelt den Wagen nicht direkt, sondern da hängt dann noch der Reisekonzern FTI dazwischen.

Für das Umbuchen fand ich es ganz gut, dass das alles über TMC lief. Die haben sich insgesamt sehr angestrengt und ihren Job sehr gut gemacht.
Über den Vermieter, AVIS Safari Car Rentals, wird dann im Laufe des RB noch Weiteres zu lesen sein. Es lief nämlich nicht ganz reibungsfrei. Wenn dich das interessiert, dann bleib einfach dabei ... :)

LG Wolfgang

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Wgo

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Sonntag, 20. Dezember 2020, 14:10

16.11.2020 Vom Urzeitlebewesen zum Grand Canyon Namibias

5:45 Uhr: wir werden vom hundertfachen Gezwitscher der über unserem Zeltdach ausschwärmenden Webervögel geweckt. Keine Sekunde zu früh, denn gleich wird die Sonne aufgehen. Ich schnappe mir die Kamera, öffne die Luke unseres Campingmoduls und bin die nächsten 10 Minuten damit beschäftigt, die Köcherbäumen mit dem Sonnenaufgang in Szene zu setzen.



Währenddessen bereitet Wolfgang unser erstes Camper-Frühstück vor: Rühreier mit Bacon, Marmeladenbrot und natürlich Kaffee. Beim Frühstück genießen wir den einmalig skurrilen Anblick der Landschaft um uns herum. Danach wird gemütlich abgewaschen, der Camper aufgeräumt und alles wieder zusammengeklappt.



Um 9:00 Uhr treffen wir Giel an der Rezeption und bekommen dort bereits erste Informationen über die Mesosaurus-Versteinerung, die er auf seinem 7000 ha großen Gelände vor 20 Jahren zufällig entdeckt hatte. Anschließend fahren wir wenige Kilometer durch die karge Landschaft, vorbei an einem seltsamen, grünlichen Bergkegel und legen nach wenigen Minuten unseren ersten Halt ein. Hier fällt zuerst das Grabmal eines 1904 von den Herero getöteten deutschen Schutztruppensoldaten auf.



Wir erfahren von Giel einiges über die damaligen Geschehnisse in Namibia, bevor er uns einige Meter weiter den versteinerten Mesosaurus präsentiert. Zugegeben: ich hatte mir die Überreste dieses krokodilähnlichen Sauriers etwas imposanter vorgestellt, aber bei näherer Betrachtung faszinierte der etwa 30 cm lange „Negativabdruck“ (an Stelle der Knochen Hohlräume im Gestein) dieses Urtiers auf Grund seiner teilweise sehr filigranen Details. Während wir noch weitere Versteinerungen begutachten, erzählt uns Giel, dass Namibia nicht das Geld hat, um sein Gelände nach weiteren Urzeitfunden fachmännisch abzusuchen, aber dass ein deutscher Professor sich für entsprechende Forschungsarbeiten durch deutsche Spezialisten einsetzen möchte. Wir sehen es Giel an: damit würde ein Traum für ihn in Erfüllung gehen!




Wenige Fahrminuten weiter stehen wir wieder inmitten einer einzigartigen Köcherbaumansammlung (manche der Exemplare sind ca. 300 Jahre alt) und wir erfahren viel über die eigenartigen Fels- bzw. Gesteinsformationen. Zum Ende seiner knapp einstündigen Führung „spielt“ Giel wie auf einem Glockenspiel zwei Melodien auf einem dieser Felsbrocken! Auch wenn diese Darbietung bereits auf Youtube zu sehen ist, (Der Link ist für Gäste ausgeblendet. Um ihn zu sehen, bitte registrieren!)




Nach einer kurzen, herzlichen Verabschiedung machen wir uns auf den Weg nach Keetmanshoop, einem kleinen Ort, ca. 30 km Richtung Süden. Tanken und Reifendruck wieder erhöhen steht an, danach noch ein paar Kleinigkeiten einkaufen. Der Ort macht auf uns einen leicht „windigen“ Eindruck. Wir finden zwar eine Mall, der aber kein Lebensmittelladen angehört. Gegenüber begeben wir uns in einen Großhandel (der auch METRO heißt) und finden nur die Hälfte der benötigten Sachen. Fahren nochmals quer durch den Ort, zu einem Spar-Markt, den es leider nicht mehr gibt. Nachdem wir in einem anderen Laden endlich fündig geworden sind, versagt uns zu guter Letzt ein Geldautomat am Straßenrand die Auszahlung des laut Beleg abgebuchten Geldes. (Nachtrag: das Geld würde übrigens dem Konto belastet). Keetmanshoop ist bei uns „unten durch“! :thumbdown:

Unser Etappenziel für den heutigen Tag ist der Fishriver Canyon. Dahin ist es aber noch ein gutes Stück Wegstrecke. Als die Fahrt kein Ende zu nehmen scheint, fragen wir uns, ob der Blick in den Canyon das wohl wert ist. Mittlerweile fahren wir schon geraume Zeit auf einer Schotterpiste immer weiter südwärts.



Plötzlich wird es grün. Das ist ein ungewohnter Anblick, da wir ja seit Stunden durch die Halbwüste fahren. Das unerwartete Grün liegt am Löwenfluss, der hier aufgestaut wird und zur Bewässerung von Weinfeldern und riesigen Dattelplantagen genutzt wird.



Überqueren kann man das Flüsschen nicht, denn es gibt keine Brücke. Aber man kann es DURCHQUEREN! Das geht aber sehr einfach, da die Fahrrinne betoniert ist.



Es ist schon gegen 16:00 Uhr, als wir die Aussichtspunkte am Fishriver Canyon erreichen. Vom Canyonrand schauen wir in die Tiefe und sehen unten keinen reißenden Fluss, sondern nur ein paar Pfützen. Kaum vorzustellen, dass dieser Fluss diesen riesigen Canyon so tief ins Gestein eingegraben hat. Immerhin nimmt er für sich in Anspruch, nach dem Grand Canyon der zweitgrößte Canyon weltweit zu sein. Der Blick in die Tiefe auf die zahlreichen Flussschleifen ist wirklich beeindruckend. Wir stehen auf über 800 m Höhe und die Talsohle liegt bei 380 m. Pflanzenbewuchs ist hier so gut wie nicht vorhanden. Nur ein paar Kakteen recken sich malerisch in die Höhe. Das einzige Grün im Panorama stammt von Gestein, das je nach Lichteinfall grünlich schimmert. Die location wäre bestens geeignet als Drehort für einen Sciencefiction Film, wenn die Handlung auf einem fernen Planeten spielt.






Wir haben zwischenzeitig einen Bärenhunger bekommen. Darum gehen wir an unseren Camper zurück und essen ein paar Nüsse und Biltong. Noch eine weitere halbe Stunde Autofahrt (zurück Richtung Keetmanshoop) und wir erreichen das Canyon Roadhouse, unsere heutige Unterkunft. Den Sprung in den Pool zur Erfrischung haben wir uns verdient – und die Erfrischung haben wir auch bitter nötig. Unser Zimmer im Roadhouse gefällt uns gut und auch das Bett, denn die nächsten Tage werden wir ausschließlich im Bushcamper übernachten.

Gegen halb acht gehen wir Essen. Nicht nur das Außengelände des Roadhouse, auch der Innenbereich ist mit ausrangierten Oldtimern aller Marken, antikem Werkstatt- und Tankstellenzubehör gestaltet. Natürlich bestellen wir hier Burger und Fries und sind sehr zufrieden mit unserer Wahl. Bei einer Tasse Espresso laden wir die Berichte und Bilder der letzten beiden Tage hoch, denn auch hier haben wir nur im Haupthaus Verbindung ins Netz.

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Kitty191

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Sonntag, 20. Dezember 2020, 14:30

Hallo Wolfgang,
existiert Heidi, die supernette Gondwana.Managerin des Roadhouse noch? Die hat uns echt sehr engagiert beim gefühlt 5. Plattfuß unseres Rangers geholfen. Auch ihre Handynummer als Backup- Lösung hat sie uns gegeben, als wir ohne Reservereifen zurück nach Grünau mussten.
Ansonsten liegt unser Bushcamper Abenteuer weiterhin für unbestimmte Zeit auf Halde.
Danke :danke: für deinen Bericht.


Kitty
Falls Du glaubst, dass Du zu klein bist um irgendwas zu bewirken, dann versuche mal zu schlafen, wenn eine Mücke im Zimmer ist
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Bär

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Sonntag, 20. Dezember 2020, 17:30

versagt uns zu guter Letzt ein Geldautomat am Straßenrand die Auszahlung des laut Beleg abgebuchten Geldes. (Nachtrag: das Geld würde übrigens dem Konto belastet)

Habt ihr bei eurer Bank reklamiert? Die Chancen, das Geld zurück zu bekommen, sind nicht so schlecht...

Überqueren kann man das Flüsschen nicht, denn es gibt keine Brücke. Aber man kann es DURCHQUEREN! Das geht aber sehr einfach, da die Fahrrinne betoniert ist.

Bei unserem allerersten Afrikatrip vor fast 20 Jahren sind wir mit einem Corolla durch das trockene Flussbett des Löwen gefahren, da gab es keine Brücke. Erinnere mich noch so gut daran, weil ich das Fahrzeug festgefahren habe und mit bloßen Händen freischaufeln musste. Mann hatte ich Muffensausen. :whistling:
'





*** Wenn du nicht mehr weißt, wohin du gehen sollst, halte inne und schau zurück, woher du gekommen bist. (Sprichwort aus Afrika) ***

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Wgo

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20

Sonntag, 20. Dezember 2020, 17:48

Hallo Bär,
Habt ihr bei eurer Bank reklamiert? Die Chancen, das Geld zurück zu bekommen, sind nicht so schlecht...
--> danke für den Hinweis! Dann probier ich das mal. Bin gespannt, was meine Sparkasse dazu sagt.

... , weil ich das Fahrzeug festgefahren habe und mit bloßen Händen freischaufeln musste. Mann hatte ich Muffensausen. :whistling:

--> das kann ich mir lebhaft vorstellen.

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