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Budenknipserin

Stachelschwein

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Samstag, 9. Januar 2021, 09:42

Lodgehopper auf Selbstfahrerreise in Tansania November 2020

Hat jemand Lust auf einen Reisebericht einer Selbstfahrerreise in Tanzania im November 2020? Wir waren im Landrover als Nicht-Camper und Lodgeluschen, äh Lodgehopper unterwegs. In dieser Kombination gibt es nicht so viele Berichte, daher hoffe ich, dass es für den einen oder anderen interessant sein könnte. Die Reise fand zwar zu Coronazeiten statt, aber wirkliche Einschränkungen haben wir eigentlich nirgendwo erlebt, daher denke ich, dass der Bericht auch später noch eine gewisse Aktualität haben wird. Es war - wie man sich vielleicht denken kann - sehr leer und vom sonstigen Massentourismus keine Spur.

Wir waren auf bekannten Pfaden im Northern Circuit unterwegs vom Arusha NP, über Lake Manyara, Lake Natron, Serengeti, Ngorongoro und zurück über den Tarangire NP.

Ich hoffe, es finden sich ein paar Mitfahrer. Ich werde hier und da im langatmigen ersten Kapitel schon ein paar Bilder einstreuen, damit es hoffentlich nicht zu langweilig wird.


Vorwort

Eigentlich war was ganz Anderes geplant. Botswana sollte es werden! Unsere erste Reise mit dem Camper. Geplant und gebucht war schon alles Anfang Januar 2020. Leider hatte eine Pandemie andere Pläne und durchkreuzte somit unsere. Wir hofften sehr lange … weit länger als die meisten anderen Touristen, die wohl größtenteils ihre Reisen für 2020 schon gecancelt oder verschoben hatten. Wir hielten bis Mitte Oktober durch und hofften, dass Botswana endlich die Grenze öffnet. Leider vergeblich. Am 15. Oktober zogen wir die Reißleine und cancelten die Campsites (für die wir Voucher bekamen) und verschoben die Camper-Reservierung auf ein noch unbestimmtes Datum. Selbst die Lufthansa erwachte irgendwann aus ihrem Dornröschenschlaf und stornierte unseren Flug, der sogar schon 3 Tage später erstattet war.

Über Alternativen hatte ich mir schon seit Sommer Gedanken gemacht. Afrika sollte es auf jeden Fall sein. Der November war leider in Stein gemeißelt. In Südafrika waren wir schon 4 x, in Namibia waren wir erst im letzten Jahr für 4 Wochen. Simbabwe ging noch nicht, wäre uns aber aufgrund der unklaren Versorgung mit Diesel auch zu heikel gewesen. In Sambia überzeugten mich die Nationalparks nicht so wirklich, außer South Luangwa und Kafua. Über Ostafrika haben wir schon häufiger nachgedacht, aber ich fand irgendwie verdächtig, dass so gut wie niemand selbst fährt. Dafür muss es doch irgendeinen Grund geben … Mit einem Guide in der Gegend 3 Wochen am Stück rumzuzuckeln, kommt für uns nicht in Frage. Ich stelle es mir sehr anstrengend vor, mit einer im Grunde genommen völlig unbekannten Person den ganzen Tag zu verbringen und zwar jeden Tag von morgens bis abends. Nein, danke. :| Zu groß das Risiko, dass man sich nicht sympathisch ist, dass er nicht gut fährt (haben wir vor Ort leider zur Genüge erleben müssen) oder der Fahrer lieber in seinem eigenen Zeitplan unterwegs ist.

Ich fing also an, mich zu informieren. Kenia oder Tansania sollte es sein. Der erste Preisschock kam schnell. Wenn man die Nationalparkpreise und Lodgepreise des südlichen Afrikas kennt, bekommt man Schnappatmung! Aber gut, Botswana wäre auch nicht gerade billig geworden. Kenia schien mir noch einen Tick teurer zu sein, und mein Eindruck war, dass Selbstfahren zumindest in der Massai Mara noch etwas anspruchsvoller ist, als in Tansania. In Tansania sprachen uns nicht nur die Klassiker Serengeti und Ngorongoro an, sondern auch Lake Manyara und Tarangire. Gerne wollte ich auch zum Kilimanjaro, aber der Zahn wurde mir im Namibia-Forum gezogen (was wir nicht bereuen). Die Reisezeit ist für beide Länder nicht ideal. November ist die kleine Regenzeit. Soweit ich das im Internet und über Freunde in Erfahrung bringen konnte, ist das aber meist nur ein kurzer Schauer. Im Internet gab’s durchaus Wetterstatistiken, die in Jahren, in denen es heftig regnete, schon mal ordentlich was runterkommen kann. Wir hofften einfach mal aufs Beste (kleiner Spoiler: es sollte ZIEMLICH nass werden!). ;(


Mietwagen

Ich begann im Spätsommer, Mietwagenanbieter anzuschreiben. Das sind gar nicht mal so wenige! Es gibt einige, die auch normale SUVs vermieten, wie Toyota RAV4, aber damit darf man nicht in die Serengeti fahren. Was mir zuhause total übertrieben vorkam, machte später vor Ort total Sinn. :blush: Die meisten Anbieter haben Toyotas (meist Land Cruiser) und/oder Landrover (Defender) im Angebot. Der Preis bewegte sich je nach Angebot bei zwischen 120 und 180 € pro Tag. Bei manchen waren nur 100 km pro Tag inklusive, bei manchen waren alle Kilometer inklusive. Ich war vor der Reise der Meinung, dass 100 km pro Tag uns nicht ausreichen - im Namibia-Forum war man anderer Meinung. Letztlich wären wir drüber gewesen, aber wären bei 110 km pro Tag gelandet. Das nachzuzahlen, wäre nicht so teuer gewesen. Jedoch unterschieden sich auch die inkludierten Versicherungen und der Selbstbehalt gewaltig und auch die Ausstattung variierte stark.

Letztlich haben wir uns für Shaw Safaris direkt am Arusha Nationalpark entschieden und hier für einen Landrover Defender mit großem Safari-Dach. Hier stimmte das Gesamtpaket. Gezahlt haben wir 134 € pro Tag für einen Landrover, unbegrenzte Kilometer, keine Selbstbeteiligung, alles versichert außer Windschutzscheibe und Reifen, GPS mit T4A war dabei, außerdem ein Handy mit 2 lokalen Sim-Karten, Kühlschrank (hat ab Tag 3 nicht mehr funktioniert, brauchten wir aber sowieso nicht), Streckerleiste mit USB und Steckdosen, High Jack, normaler Jack, Reifenflick-Set, Motoröl sowie alle anderen Flüssigkeiten, die man so brauchen könnte (Servolenkflüssigkeit, Wasser, Bremsflüssigkeit), alle möglichen Werkzeuge und sogar Ersatzteile, die man am wahrscheinlichsten brauchen könnte sowie Kompressor für die Reifen, der über die Autobatterie lief. Klimaanlage gibt es (natürlich!) nicht! Diesen Faktor hielt ich vor der Reise für vollkommen irrelevant, aber ich unterschätzte, wie sehr es schlaucht, wenn man den ganzen Tag in einem bulleheißen Auto sitzt. Und wenn man dann aufgrund der Tsetses noch nicht mal die Fenster öffnen kann, dann gute Nacht.

Der Preis ist dieses Jahr 20 oder 25 % niedriger, als sonst. Ob der günstige Preis auch für 2021 gilt, weiß ich nicht. Shaw Safaris hat im gesamten Northern Circuit ein Netzwerk aus bekannten Werkstätten, die man bei einem Problem anfahren kann bzw. von denen aus sie jemanden zur Hilfe schicken können. Da wir zum Glück keinerlei Probleme mit dem Auto hatten, können wir nicht sagen, wie gut das funktioniert. Die Fahrzeuge sind GPS-überwacht, d.h. sie gucken jeden Abend, ob man irgendwo in der Walachei liegen geblieben ist oder ob man in Sicherheit ist. Wir fanden das sehr beruhigend. Nachts zu fahren ist streng verboten! Shaw Safaris schickt einem vorab ein Safari-Handbuch mit allerlei Tipps und Tricks, was wir mega-praktisch und toll fanden.

Vor Ort gab es eine sehr ausführliche Einweisung. Alles wurde erklärt - vom Reifenwechsel, der mit High Jack sogar demonstriert wurde, über Nachfüllen aller Flüssigkeiten, Benutzung des Kompressors, wie man einen Reifen flickt usw. Dann gab’s eine erste gemeinsame Fahrt ins nächstgelegene Dorf. Das Auto fährt sich komplett anders, als alles, was wir bisher so gefahren sind! Es ist eher ein Lkw oder Traktor und nicht so sehr wie ein Auto im 21. Jahrhundert. Aber man gewöhnt sich dran!
Insgesamt kann ich wirklich sagen, dass wir uns bei Erika und Paul von Shaw Safaris super aufgehoben gefühlt haben. Peter, der die Einweisung und erste Fahrt mit dem Auto mit uns gemacht hat, ist ebenfalls sehr kompetent und nett.





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Flug


Die Verbindung mit KLM über Amsterdam direkt zum Kilimanjaro Airport war für uns am praktischsten. Wichtig war uns, dass wir zur Not - falls KLM aus irgendeinem Grund nicht mehr fliegen sollte, mit anderen Airlines nach Hause kommen. Das wären Emirates, Qatar und Ethiopian Airlines gewesen. Gebucht haben wir den Flug DUS-AMS-JRO schon Anfang Oktober, schlicht und ergreifend, weil dann der Preis am günstigsten war und weil KLM die Garantie gab, dass man bei Stornierung des Tickets durch den Passagier das Geld zurück bekommen würde. Bezahlt haben wir 480 € pro Nase mit für uns guten Flugzeiten.

Eine Besonderheit bei dieser Flugverbindung ist, dass der Flieger nach dem Stopp in Kilimanjaro noch weiterfliegt nach Daressalam und zwar mit der gleichen Crew. Auch die Passagiere, die dorthin fliegen, bleiben einfach sitzen. Wie im Bus! :D Auf dem Rückflug bedeutet das, dass man von Kilimanjaro erst mal nach Daressalam fliegen muss. Dort steht man eine gute Stunde und ein Crewwechsel findet statt. Das macht die Rückreise gut 2 Stunden länger, als die Hinreise.

Route

Zuerst wollte man natürlich erst mal alles - Serengeti, Ngorongoro, Kilimanjaro, Tarangire, Lake Manyara, Ruaha, Mikumi, Selous Game Reserve. Nach dem Lesen der ersten Reiseberichte war aber schnell klar, das können wir knicken. :P Gerade, weil wir als Selbstfahrer unterwegs sind und wir noch nie dort waren, ist weniger mehr. Schnell war klar, dass wir uns auf den Northern Circuit beschränken sollten. Viele verbinden den Northern Circuit mit einer anschließenden Reise nach Sansibar. Da stand für uns schnell fest, dass wir das nicht möchten. Die Eindrücke, die ich von dort gesehen hatte, fand ich nicht sonderlich überzeugend, es sprach mich einfach nicht wirklich an. Außerdem fahren wir in erste Linie für Safari nach Afrika und nicht für Strandurlaub.
Nach der Hilfe einiger aus dem Namibia-Forum stand diese Route fest.


Tag 1: Flug von DUS über AMS nach JRO, Ankunft abends, Twiga Lodge
Tag 2: Fahrzeugübergabe, Einkauf, Twiga Lodge
Tag 3: Arusha Nationalpark, Twiga Lodge
Tag 4: Fahrt nach Mto wa Mbu, Migombani Campsite (Furnished Tent)
Tag 5: Lake Manyara Nationalpark, Migombani Campsite (Furnished Tent)
Tag 6: Fahrt zum Lake Natron, World View Campsite (Chalet)
Tag 7: Lake Natron, World View Campsite (Chalet)
Tag 8: Fahrt nach Lobo, Serengeti, Lobo Wildlife Lodge
Tag 9: Lobo, Serengeti, Lobo Wildlife LodgeTag 10: Fahrt in die Central Serengeti, Sound of Silence Tented Camp
Tag 11: Central Serengeti, Sound of Silence Tented Camp
Tag 12: Central Serengeti, Sound of Silence Tented Camp
Tag 13: Central Serengeti, Sound of Silence Tented Camp
Tag 14: Central Serengeti, Sound of Silence Tented Camp
Tag 15: Fahrt nach Karatu, TanzanIce Farm Lodge
Tag 16: Ngorongoro Crater, TanzanIce Farm Lodge
Tag 17: Fahrt zum Tarangire Nationalpark, Tarangire Safari Lodge
Tag 18: Tarangire Nationalpark, Tarangire Safari Lodge
Tag 19: Tarangire Nationalpark, Tarangire Safari Lodge
Tag 20: Fahrt nach Arusha, Autorückgabe, Rückflug abends
Tag 21: Ankunft in Deutschland

Im Vorfeld hatte ich nach dem 1. Routenentwurf Lake Natron ganz schnell wieder aussortiert. Der Weg dorthin und vor allem von dort zur nördlichen Serengeti hörte sich recht haarig an und ich war der Meinung, dass ein Tansania-Newbee sich das nicht unbedingt antun sollte. Dann wurde in der Routenplanung im Namiba-Forum ein wenig da “reingequatscht”. Vor Ort haben wir die User wirklich verflucht! Das will ich mal gesagt haben! :D Aber wir sind ihnen auch sehr dankbar, denn die Gegend um den Lake Natron herum gehört landschaftlich mit zur schönsten, die wir auf der Reise gesehen haben! Umwerfend schön! :love: Aber im Nachhinein muss man schon echt sagen, dass die Route über Lake Natron eher für die ganz Hartgesottenen ist. Ansonsten kann ich die Routenführung so uneingeschränkt weiterempfehlen. (Der Link ist für Gäste ausgeblendet. Um ihn zu sehen, bitte registrieren!)

Übrigens möchte Shaw Safaris bei selbst organisierten Routen vorher über die Route schauen, um zu gucken, ob das überhaupt realistisch ist - fanden wir auch toll. :thumbup: Sie meinten, da hätten sie schon die tollsten Sachen erlebt … Wenn man sich selbst keine Route überlegen möchte, machen sie das übrigens auch für einen.

Lodges

Das Thema war wirklich schwierig … In diesem Jahr haben viele Lodges nach der Regenzeit gar nicht erst wieder geöffnet und viele Lodges sind leider komplett über unserem Budget. Lodge-Übernachtungspreise in Höhe von 300 - 500 € pro Nacht sind leider keine Seltenheit, wenn man innerhalb der Nationalparks übernachten möchte. Somit haben wir doch recht lange gesucht. Erschwerend kommt hinzu, dass die Lodges eigentlich gar nicht auf Selbstbucher eingestellt sind, d.h. dass flexible Stornobedingungen und Zahlung per Kreditkarte eher die Ausnahme sind, nicht die Regel. Die meisten Lodges wollten spätestens 30 Tage vorher den vollen Betrag per Überweisung haben. Da zahlt man sich an Gebühren natürlich dumm und dämlich und daher haben wir einige Unterkünfte erst ganz knapp vor der Abreise gebucht bzw. erst, als wir in Tanzania angekommen waren. Mit einigen Unterkünften konnten wir Zahlung vor Ort vereinbaren (entweder in bar oder zwei Fällen per Kreditkarte), sodass wir letztlich nur noch 2 Lodges vorab per Überweisung zahlen mussten, was 50 € pro Überweisung Gebühr pro Transaktion gekostet hat. 35 € hätte man für eine normale Überweisung gezahlt, wir haben aber eine Schnellüberweisung gemacht, was noch mal 15 € gekostet hat. Diese Lodges haben leider gar keine Zahlung vor Ort akzeptiert.

Bei einigen Unterkünften bekamen wir die Resident Rate bzw. die Rate von 2019, weil erwartungsgemäß wenig los war. Gefragt hatten wir danach nicht, die wurde uns direkt nach der E-Mail-Anfrage angeboten.
Normalerweise wäre eine Zahlung bis 30 Tage vorher vollkommen in Ordnung, aber in Covid-Zeiten muss man bis zur letzten Minute flexibel bleiben. Da wir fast in jeder Unterkunft die einzigen Gäste waren, waren die Last-Minute-Buchungen überhaupt kein Problem. Da hätten die Lodges in diesem Jahr vielleicht besser etwas mehr Flexibilität bei den Storno- und Zahlungsbedingungen zeigen sollen, um ein mehr Touristen anzulocken.

Übrigens sollte man als Selbstfahrer bei der Buchung darauf hinweisen, dass man ohne Fahrer kommt. Durch die Bank weg war jede Lodge davon ausgegangen, dass wir einen Fahrer mitbringen! Wir sind überhaupt nicht auf die Idee gekommen, dass wir das ausdrücklich hätten sagen müssen - man sollte doch eher meinen, dass die Leute explizit darauf hinweisen, dass sie mit Fahrer kommen, damit auch für ihn eine Unterkunft vorbereitet werden kann. ABER: selbstfahren ist (noch) so exotisch, dass alle ganz selbstverständlich davon ausgegangen sind, dass wir einen Fahrer mitbringen. Übrigens haben wir uns zuhause gefragt, ob wie eigentlich in jeder Unterkunft für 3 Personen gezahlt haben … Und wo schlafen die Fahrer eigentlich?


Permits

So schön einfach wie in Südafrika, Namibia und Botswana ist das leider nicht. Ehrlich gesagt blicke ich beim Thema Permits in Tansania bis heute noch nicht so 100 %ig durch! :rolleyes: Die Website von Tanzania National Parks (Tanapa) fand ich sehr lückenhaft … da findet man lediglich eine Preisübersicht (und die ist schon recht unübersichtlich gestaltet), aber das war’s eigentlich auch schon. Recht hilfreich zu dem Thema fand ich den Reiseführer “Northern Tanzania Safari Guide” von Bradt (englisch). Leider waren da aber auch schon einige Infos wieder veraltet.

Natürlich braucht man ein Permit, um in die Nationalparks fahren zu dürfen, aber darüber hinaus braucht man auch für die Fahrt zum Lake Natron ein Permit und für die Fahrt von Seronera (Serengeti) durch die NCAA (Ngorongoro Conservation Area Authority) braucht man auch ein Permit, ebenso natürlich, um den Krater selbst reinfahren zu dürfen. Welche Permits man davon zwingend vorher haben muss, da sie nicht am Gate gekauft werden können, kann ich gar nicht sagen. Shaw Safaris hatte gleich angeboten, uns alle Permits vorab zu besorgen und somit mussten wir uns mit dem Thema gar nicht weiter rumschlagen. Die Gebühr in Höhe von 50 USD für die Vermittlung der Permits fanden wir sehr fair. Shaw hat uns die Gebühren für die Permits auf die Fahrzeugrechnung gesetzt.
Man zahlt die Nationalparks pro Person, pro Auto (die Gebühr richtet sich nach dem Gewicht) und dann noch mal eine Concession Fee oben drauf, wenn man innerhalb des Parks übernachtet. Auf den Betrag kommen dann noch mal Steuern oben drauf. Die Permitgebühren für die einzelnen Parks pro Tag schreibe ich im jeweiligen Reisetag mit dazu.

Blöd ist: mit den Permits kann man keine multiple entries machen - d.h. Man man kann nur 1x mit einem Permit rein- und rausfahren, danach müsste man ein neues Permit kaufen. Somit kann man keinen frühmorgendlichen Game Drive machen, dann wieder in die Unterkunft fahren zum Frühstücken (wenn diese außerhalb des Parks ist) und dann wieder reinfahren.


Selbstfahren in Tansania - geht das?

Mein kleines vorweggenommenes Fazit dazu lautet: Ja, kann man gut machen! Wenn man 4x4 Erfahrung hat (Neulinge sollten meiner Meinung nach erst mal in einem einfacheren Land anfangen) und ein gutes Fahrzeug gemietet hat und seine Route keinesfalls zu voll packt, kann man das sogar sehr gut machen. Die 4x4-Erfahrung aus dem Süden Afrikas hat uns nur bedingt geholfen. Wir fanden die 4x4-Erfahrungen, die wir im Südwesten der USA gesammelt haben, viel hilfreicher. Die schlammigen, nassen, extrem glatten Straßen waren hingegen neu für uns. Das eine oder andere Mal stand das Fahrzeug quer, obwohl wir vielleicht 10 oder 15 km/h gefahren sind und im Prinzip nur haben rollen lassen. Bei so mancher Straße macht man einfach als Fahrer nix mehr. Die vereisten Straßen im Norden von Norwegen im tiefsten Winter waren nichts dagegen! Ok, da fährt man mit Spikes, das macht es einfach.

Hätte es in diesem Jahr nicht so viel geregnet und wären die Straßen nicht so nass gewesen, wäre das Fahren eigentlich gar kein großes Problem gewesen. In der Trockenzeit sehe ich da auf unserer Route überhaupt kein großes Problem, vielleicht mit Ausnahme der Strecke von Lake Natron nach Lobo.

Warum es sich so wenige trauen? Ehrlich gesagt, ich weiß es nicht so richtig. Wir haben auch zusammen mit den Shaw Safaris darüber gerätselt. Wir können es uns nur mit Tradition erklären. “Man macht es halt dort so”. “War schon immer so.” Sonst können wir keine wirkliche Erklärung finden.

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Literatur-, Kartenempfehlungen und Navigation


Es ist nicht leicht, einen guten Reiseführer für Selbstfahrer zu finden. Die deutschen habe ich mir fast alle angesehen, die taugen meiner Meinung nach nichts. Der Bradt Safari Guide hat mich schon für Botswana begeistert, also habe ich mir den besorgt. Er ist leider schon ein paar Jahre alt, daher waren einige Infos nicht mehr aktuell. Trotzdem muss ich sagen, dass es der beste Guide war, den ich finden konnte.

(Der Link ist für Gäste ausgeblendet. Um ihn zu sehen, bitte registrieren!) (Englisch) Taschenbuch – 28. Juni 2017

Karten sind wirklich schwer zu finden - vor Ort leider genauso wie hier. Zum Glück wurden wir von Shaw Safaris vor Ort mit Karten für alle Nationalparks versorgt, ich hatte mir vorab zur Planung aber auch diese Karten gekauft und kann sie alle empfehlen:

(Der Link ist für Gäste ausgeblendet. Um ihn zu sehen, bitte registrieren!) (Englisch) Landkarte – Gefaltete Karte, 24. November 2008

(Der Link ist für Gäste ausgeblendet. Um ihn zu sehen, bitte registrieren!) Touring Atlas 1:250.000 (Afrikanische Nationalparks) (Englisch) Spiralbindung – 15. Dezember 2014

Dann hatten wir noch diese Karte für Gesamt-Tanzania dabei, die wir aber tatsächlich nicht einmal benutzt haben:

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Von Shaw Safaris hatten wir ein GPS-Gerät mit Tracks 4 Africa bekommen. Die meisten POIs, Lodges und Hotels waren da schon hinterlegt. Außerdem hatten wir uns die Offline-Karte von Tansania für MapsMe und Here fürs iPhone runtergeladen. Benutzt von diesen 3 Tools haben wir zu 95 % Maps Me. Damit findet man fast alles. Selbst die entlegensten Schlammpisten wurden von Maps Me dargestellt, da guckte man selbst bei T4A teilweise in die Röhre.

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Und was ist mit Covid?

Tja, was ist mit Covid? Wenn man die Tansanier fragt, sagen sie alle, wirklich alle, “wir haben kein Covid hier” und unser Eindruck war, die glauben das wirklich. :| Masken trägt so gut wie niemand (wir haben in der Serengeti eine Reisegruppe mit Fahrer gesehen, die Maske trugen, sonst niemanden), Abstand hält man auch nicht wirklich. Die Pandemie ist ein Problem der restlichen Welt und nur insofern ein Problem Afrikas, als das keine Touristen mehr kommen. Da Tansania keine Zahlen herausgibt (und vermutlich sowieso nicht systematisch testet), erfährt man nichts zur Lage. Vor Ort hat man das Gefühl, alles geht seinen normalen Gang.

Zur Einreise muss man lediglich eine Health Surveilance Form ausfüllen, die aber bei der Einreise praktisch gar nicht kontrolliert wurde. Fieber wurde gemessen - das war’s. Das Visum hatten wir uns schon von zu Hause auf elektronischem Weg besorgt und dann füllt man noch das ganz normale Einreiseformular aus. Ein negativer PCR-Test ist derzeit (Stand November 2020) nicht vorgeschrieben zur Einreise. Achtung, manche Airlines verlangen zur Beförderung einen Test! Auch die KLM verlangt mittlerweile (Stand Januar 2021) einen negativen Test für den Umstieg in AMS.




So, genug schwadroniert, im nächsten Kapitel fliegen wir ab! Ich hoffe, es finden sich ein paar Mitfahrer im Defender! :)

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SilkeMa

Reisende

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Samstag, 9. Januar 2021, 09:59

Hallo Nadine,
ich bin dabei :D. Die Giraffe ist ja schon einmal sehr schön in dieser beeindruckenden Landschaft :thumbup: :danke: ! Danke auch dafür, dass Du Dir Arbeit machst über diese Selbstfahrerreise zu berichten :danke: .
4×4 in Tansania wäre im Prinzip auch was für Kurt. Mit Reifenpanne(n) hat man in solchen Ländern natürlich " Extra-Spass". Wie war das mit Ersatzreifen ? In den USA kann man es sich ja aussuchen, ob man 4x4 fährt oder nicht. 2008 hatten wir einen Hummer, da hat Kurt die Möglichkeiten diesbezüglich natürlich ausgereizt und wir hatten auch eine Reifenpanne mitten im Nirgendwo. Ja, lang ist das her.

Liebe Grüße,
Silke

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Budenknipserin (10. Januar 2021, 10:24)

corsa1968

Noch viel ahnungsloser als der Bär

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Samstag, 9. Januar 2021, 12:24

Liebe Nadine,
aber gerne doch! Ich scheine ja Glück zu haben und noch einen Platz in Eurem Defender zu finden ... Kann losgehen!
Beste Grüße von Christiane

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Budenknipserin (10. Januar 2021, 10:24)

chrissie2006

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Samstag, 9. Januar 2021, 16:18

Liebe Nadine,
wir sind eingefleischte Selbstfahrer und können eure Bedenken gegen einen Driver /Guide daher gut verstehen. Wir standen vor unserer Ugandareise vor der gleichen Überlegung und haben uns schließlich fürs selber fahren entschieden und nicht bereut.
Mit Tansania und Kenia haben wir uns noch nie näher befasst, da es uns zu hochpreisig ist. Dennoch bin ich gerne bei eurer Reise dabei, vielleicht verschlägt es uns doch mal nach Tansania, - in Zeiten der Pandemie sind manchmal schnelle Alternativen gefragt und dann ist es gut,
wenn man sich zumindest schon etwas mit dem Land beschäftigt hat. :D
Ich freue mich schon auf den ersten Gamedrive.
Viele Grüße Chrissie

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Budenknipserin (10. Januar 2021, 10:24)

toetske

oorbietjie

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5

Sonntag, 10. Januar 2021, 00:12

Liebe Nadine,

Hat jemand Lust auf einen Reisebericht einer Selbstfahrerreise in Tanzania im November 2020?

Na klar, vor allem weil ich Deinen letzten (Der Link ist für Gäste ausgeblendet. Um ihn zu sehen, bitte registrieren!) so sehr genossen habe und wir wohl nie nach Tansania fliegen werden, freue ich mich schon sehr.

LG. Toetske
one life, LIVE IT !

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Budenknipserin (10. Januar 2021, 10:24)

U310343

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Sonntag, 10. Januar 2021, 05:07

Hallo Nadine

Klar bin ich dabei!
Geografisch waren wir nicht weit getrennt. Aber selbst fahren?
Die Beschreibung der Straßen wenn man sie so bezeichnen kann stimmt exakt mit dem überein was wir etwas nördlicher in der Masai Mara erlebt haben.
Bin sehr gespannt auf den weiteren Bericht.

Vielen Dank

Liebe Grüsse
Wilfried

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Budenknipserin (10. Januar 2021, 10:24)

0017

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Sonntag, 10. Januar 2021, 09:03

Hallo Nadine,

Ich bin auch gerne dabei und habe mir schon einen Platz im Defender gesucht.
Kenia und Tansania waren bisher für uns als Selbstfahrer nicht so interessant da wir nur von geführten Touren gehört hatten.

Der Anfang macht schon Lust auf mehr und ich freue mich auf die Reise und eure Erlebnisse.

Grüße aus Bensberg
Thorsten :thumbsup:

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Budenknipserin (10. Januar 2021, 10:24)

Budenknipserin

Stachelschwein

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Sonntag, 10. Januar 2021, 10:34

Schön, dass ihr alle dabei seid! :thumbup:

@Silke: Wir hatten "tubeless" Reifen am Defender, die sind generell nicht so anfällig für Reifenpannen und wenn sie passieren, sind sie leichter zu reparieren (auf der Lauffläche). Wir hatten durchaus vorher in Reiseberichten gelesen, dass die Leute in Ostafrika locker mal 2 - 3 Reifenpannen in einer Reise haben, aber wir hatten keine einzige Panne. Wir hatten auch im südlichen Afrika und in den USA noch nie eine Reifenpanne, obwohl wir schon tausende Kilometer unasphaltiert gefahren sind, was vermutlich auch an unserer extrem vorsichtigen Fahrweise liegt. Wir hatten am Defender einen vollwertigen Ersatzreifen. Man kann auch Autos in Tansania mit 2 Ersatzreifen mieten.
Hummer ist ja cool! Ich wusste gar nicht, dass man den als Mietwagen bekommen kann. Wir hatten bei der letzten USA-Tour im März 2019 einen Wrangler, der hat auch Spaß gemacht.

@Chrissie: Uganda als Selbstfahrer wäre auch noch ein Traum von mir! Gibt's da einen Reisebericht von dir zu? Und wann war die Reise? Da wart ihr vermutlich als Camper unterwegs, wie im Sambia?

@Thorsten: ein herzliches "Hallo" in die Nachbarschaft rüber nach Bensberg!

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toetske (11. Januar 2021, 23:17), tribal71 (10. Januar 2021, 18:09), 0017 (10. Januar 2021, 12:55), SilkeMa (10. Januar 2021, 10:38)

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Sonntag, 10. Januar 2021, 10:48

Tag 1: Flug von DUS über AMS nach JRO, Ankunft abends, Twiga Lodge

Was war das für ein Herzschlagfinale. Noch NIE waren wir vor eine Reise so hypernervös wie vor dieser. Die Lage ist einfach so surreal. In Deutschland drehen alle durch, der Teillockdown ist da und wir zwei Vollhonks fliegen in den Urlaub. Es fühlt sich seltsam an und man kann gar nicht glauben, dass wir wirklich dort ankommen und es absolut toll wird.

Da unser Flug in Düsseldorf bereits um 6:45 Uhr geht, wollten wir eigentlich in einem Hotel in Flughafennähe übernachten. Aber da alle Hotels geschlossen wurden, wird da nichts draus. Es gibt Schlimmeres und so müssen in aller Herrgottsfrühe in Köln los. Vorteil, in Corona-Zeiten zu verreisen: die Parkplätze direkt am Terminal sind endlich bezahlbar! Für 3 Wochen zahlen wir um die 100 €. Am Flughafen selbst wie erwartet die gähnende Leere. Die Flüge für den gesamten Tag (!) werden gerade mal auf 1 ½ von 4 Monitoren dargestellt. :huh:

Das Boarding war unorganisiert wie immer. Nach Reihen zu Boarden hätte auch keinen Sinn ergeben, denn es gibt Busboarding. :cursing: Der Flieger nach Amsterdam war ziemlich gut gefüllt. Hinten gab es noch vereinzelte Plätze. Der Hopser dauert gerade mal gute 30 Minuten und wir landen schon in Amsterdam. Dort müssen wir einmal quer durch’s Terminal laufen und ich werde rausgewunken für einen gesonderten Sicherheitscheck. Hat aber letztlich auch nicht lange gedauert. Martin durfte gleich durchgehen ohne weiteren Check. In Amsterdam ist ordentlich was los am Flughafen. Hier passen die abgehenden Flieger keinesfalls auf 1 ½ Monitore. Wir sind doch sehr überrascht darüber, ein so gut gefülltes Terminal zu sehen.


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Der Flieger nach JRO ist ebenfalls ziemlich gut gefüllt. Auch hier gibt es kein organisiertes Boarding, sondern ein Call nach dem Priority Call, Feuer frei. :huh: Wir haben uns extra hinten in der Maschine Plätze reserviert beim Checkin, in der Hoffnung, dass hinten gähnende Leere herrscht. Dem ist nicht so! Es gibt ganz hinten nur noch vereinzelte Plätze, aber zum Glück bleibt in unserer 3er Reihe der 3. Platz frei. Die Business Class muss komplett ausgebucht gewesen sein. Wir hatten nämlich mit einem Upgrade geliebäugelt, da es gerade mal 500 € pro Nase gekostet hätte. Als wir uns dazu fast durchgerungen hatten, gab es schon keine Plätze mehr.


Kurz nach dem Start gibt’s was zu essen, dann bis zur Landung nichts mehr. Stattdessen werden leicht kontraproduktiv riesige Snacktüten gefüllt mit Nüssen, Chips, Crackern, Käse, Müsliriegel usw. ausgegeben. Wenn man diese riesige Tüte komplett verspeist hätte, hätte man sicher gute 1 ½ Stunden keine Maske getragen. Warum muss sowas in Covid-Zeiten sein?! Warum nicht einfach ein Sandwich vor der Landung?

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Ansonsten sind wir aber von KLM Economy zum wiederholten Mal recht angetan. Wie immer bei KLM war der Service total nett. (Der Link ist für Gäste ausgeblendet. Um ihn zu sehen, bitte registrieren!) (Der Link ist für Gäste ausgeblendet. Um ihn zu sehen, bitte registrieren!)

Wir landen pünktlich und bei sintflutartigen Regen am Kilimanjaro Airport. So einen Regen haben wir vermutlich noch nirgendwo vorher erlebt … Selbst die Flugbegleiter guckten vollkommen entsetzt raus. Ganz zu schweigen von den mitleidigen Blicken der anderen Passagiere, die noch nach Daressalam weiterflogen (die Glücklichen!). Der Dreamliner parkt quasi nur wenige Meter vor dem Terminal, aber für die vielleicht 30 Meter zum Terminal wurde allen ernstes zwei Busse herangekarrt für die Passagiere. Die Treppe runter war überdacht und auf den 2 Meter zwischen Treppe und Bus sind wir nass bis auf die Knochen geworden. Im Bus wurden die Menschen quasi übereinander gestapelt. Lustig war’s! :rolleyes:


Dann wurde erst mal die Health Surveillance Form einkassiert (aber nicht kontrolliert), Fieber wurde gemessen - Karibu! Willkommen in Tansania!

So sieht die Health Surveillance Forma aus (leider ist das Bild was unscharf geworden, aber ich hoffe, man kann es trotzdem lesen). (Der Link ist für Gäste ausgeblendet. Um ihn zu sehen, bitte registrieren!)

Zum Visumsschalter mussten wir nicht gehen, da wir unser Visum schon online bekommen haben, also direkt ab zum Immigration Schalter, wo wir nur kurz anstehen mussten. Hier wird ein hübsches (NICHT!) Bild gemacht, die Fingerabdrücke werden genommen. Dann musste das Gepäck einmal durchleuchtet werden und dann stand man quasi schon voll im Abholer-Chaos. Zum Glück fanden wir unseren Fahrer Tom sehr schnell und auf den 10 Metern zum Auto werden wir noch mal kräftig geduscht und die Füße stehen knöcheltief im Wasser. Inzwischen hat sich auf der Straße ein Fluss gebildet. Na herzlichen Glückwunsch und willkommen in der “kleinen” Regenzeit. Der Begriff ist echt die Untertreibung des Jahrhunderts, wenn das so bleibt. :D

In einem abenteuerlichen Ritt über die stockdüstere Straße gespickt mit fiesen Schlaglöchern, die als solche in diesen Regenfluten natürlich nicht mehr erkennbar sind, geht es munter nach Usa River. Was sind wir froh, dass wir an diesem Abend noch nicht selbst fahren müssen. Tom jedoch plaudert munter drauf los, ihm scheint das alles gar nichts auszumachen. Gut gelaunt zuckelt er mit seiner Limousine über die unasphaltierte Buckelpiste auf den letzten 2 km zu Shaw Safaris, wo wir in der zugehörigen Twiga Lodge übernachten werden. Dieser Abschnitt war noch nicht mal für den Landrover ein Vergnügen und der fährt hier mit einem ganz normalen Pkw drüber, als ob es nichts leichteres gäbe.


In der Lodge werden wir freundlich von Erika und Paul empfangen, auch hier wird Fieber gemessen, Desinfektionsmittel und Wasser zum Händewaschen steht auch bereit. Wir quatschen noch ein wenig und trinken was. Sie beruhigen uns, morgen wird das Wetter bestimmt schön! Wir hoffen es sehr, denn zu diesem Zeitpunkt sehe ich uns hier in dieser Regenschlacht absolut nicht selbst fahren.


Ein paar Eindrücke der Twiga Lodge: (Der Link ist für Gäste ausgeblendet. Um ihn zu sehen, bitte registrieren!) (Der Link ist für Gäste ausgeblendet. Um ihn zu sehen, bitte registrieren!) (Der Link ist für Gäste ausgeblendet. Um ihn zu sehen, bitte registrieren!)

Das Zimmer erstreckt sich über 2 Stockwerke und gefällt uns sehr gut! Hier der Gemeinschaftsraum, in dem man TV gucken kann. (Der Link ist für Gäste ausgeblendet. Um ihn zu sehen, bitte registrieren!)

Die Terrasse oben (unten gab es auch noch mal eine schöne Terrasse): (Der Link ist für Gäste ausgeblendet. Um ihn zu sehen, bitte registrieren!)


Übernachtung: Twiga Lodge, 143 USD pro Nacht für 2 Personen inklusive 3 Mahlzeiten

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Marc

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Sonntag, 10. Januar 2021, 11:20

Ein Defender hat ja viel Platz, zur Not fahre ich auf dem Dach mit. :D

Wir haben eine sehr ähnliche Route auch schon gemacht - damals mit Fahrer, da uns erklärt wurde, dass es nicht anders geht. Ich persönlich würde aber auch lieber selbst fahren.

Das gefährlichste, was wir auf der Fahrt damals erlebt hatten, war übrigens eine völlig zugedröhnte "Hexe", die versucht hat unser Auto anzuhalten, um uns mit bösen Flüchen zu verzaubern. Tansania ist halt doch mehr Afrika, als dass, was man im Süden kennt/erlebt.
Schöne Inselgrüße Marc

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Budenknipserin (11. Januar 2021, 10:23)

parabuthus

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Sonntag, 10. Januar 2021, 12:31

Da fahre ich natürlich auch gerne mit. Da fällt mit Sicherheit der ein oder andere Tipp ab. Mit Fahrer und Koch hatten wir 2006. Der Koch war cool, hat aber m.E. völlig überdimensioniert gekocht. Wenn ich campe, benötige ich keine 3 Mahlzeiten am Tag und schon gar kein Dreigangmenue. Richtig problematisch war aber der Fahrer/Guide, der leider wenig motiviert war, ausschlafen wollte und null Ahnung von Flora und Fauna hatte, dafür abends immer feiern war. Das brauchen wir nicht nochmal und wollen daher genau so etwas wie ihr machen, Selfdrive und Lodge.

Wir lesen daher aufmerksam mit

LG

Christian

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chrissie2006

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Sonntag, 10. Januar 2021, 15:41


@Chrissie: Uganda als Selbstfahrer wäre auch noch ein Traum von mir! Gibt's da einen Reisebericht von dir zu? Und wann war die Reise? Da wart ihr vermutlich als Camper unterwegs, wie im Sambia?



Wir waren zum Jahreswechsel 2017/18 als Lodgehopper unterwegs - die Reisezeit hat uns nicht zum Campen verführt. Hier findest du (Der Link ist für Gäste ausgeblendet. Um ihn zu sehen, bitte registrieren!)

Schönen Sonntag wünscht
Chrissie

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Wgo

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Sonntag, 10. Januar 2021, 17:34

Das liest sich ja schon sehr interessant. Da bin ich gerne auch mit dabei!
Mal sehen, ob so eine Tour auch etwas für uns wäre ...
Bin schon sehr gespannt und freu' mich auf deinen Bericht.

LG Wolfgang

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Stachelschwein

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Montag, 11. Januar 2021, 10:34

Hallo an alle! Schön, dass ihr dabei seid. :)

@Marc: Das klingt nach einem - ähm - interessanten Erlebnis mit der Hexe! :D Solche Erlebnisse haben wir nicht zu bieten. Aber ich stimme dir zu: der Afrika-Faktor ist schon sehr hoch!
@Christian: Genau solche Erlebnisse wären auch meine Befürchtung. :S Und dass die Guides bei weitem nicht alle kompetent sind und teilweise lieber im eigenen Zeitplan unterwegs sind, habe ich auch schon häufiger gelesen.
@Chrissie: vielen lieben Dank! Ich sehe, den habe ich damals schon mal gelesen. :D Werde ich aber noch mal tun.

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Montag, 11. Januar 2021, 11:53

Tag 2: Fahrzeugübergabe, Einkauf, Twiga Lodge

Einen langweiligen Tag müssen wir noch hinter uns bringen, dann sehen wir endlich Tiere. :)

Wir starten ganz gemütlich in den Tag, denn außer der Fahrzeugeinweisung und ein Einkauf ist nichts geplant. Wir nehmen freudig zur Kenntnis, dass es nicht mehr wie aus Eimern schüttet! Eigentlich wollten wir für den Einkauf nach Arusha, aber Paul meinte, dass wir auch in Usa River alles bekommen. Peter kam mit uns, damit er uns auch gleich das Fahrzeug während der Fahrt noch mal erklären konnte.

Nach dem Frühstück besprechen wir ausgiebig unsere Route mit Paul.

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Paul gibt uns noch jede Menge Tipps und redet uns ins Gewissen, dass wir für die Strecke Lake Natron - Lobo 9 Stunden einplanen sollen. Ich dachte, der spinnt, im Internet und Reiseführer war je nach Quelle die Rede von 4 - 7 Stunden, aber egal, so oder so wollten wir sehr früh morgens los, damit wir genug Puffer haben, falls was passiert. Das stand also außer Frage. Ich kann schon mal vorwegnehmen, dass wir auch mit 9 Stunden Fahrt nicht hingekommen sind; wir stellen einen neuen Rekord auf! :D Wir gehen alle Karten für die Nationalparks durch und er erklärt, wie wir zu unseren Unterkünften kommen. Wirklich top! :thumbup: Anschließend machen wir einen Spaziergang durch den Garten, wo wir diese hübsche und riesige Schnecke sehen: (Der Link ist für Gäste ausgeblendet. Um ihn zu sehen, bitte registrieren!) (Der Link ist für Gäste ausgeblendet. Um ihn zu sehen, bitte registrieren!)

Ein großer Schmetterling landet auf Martins Hose. Zum Glück bei ihm und nicht bei mir. Ich habe Angst vor Schmetterlingen. Ja, jetzt ist es raus. :blush: Ich finde sie einfach gruselig. (Der Link ist für Gäste ausgeblendet. Um ihn zu sehen, bitte registrieren!)

Vom Ausguck aus kann man theoretisch den Kilimanjaro sehen, aber meist verhüllt er sich in Wolken. Der Mount Meru ist durchaus häufiger ohne Wolken zu sehen - hübsch! Der Mount Meru ist der dritthöchste Berg Tansanias und hat eine Höhe von 4.562 m.
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Dann geht der Ernst des Urlaubslebens los und Peter weist uns in die wundersame Welt des Landrover Defenders von 1997 ein! (Der Link ist für Gäste ausgeblendet. Um ihn zu sehen, bitte registrieren!)

Es wird alles detailliert gezeigt, sogar den High Jack demonstriert er einmal in Gänze, außerdem wird ausführlich gezeigt, wie man den Reifen selbst reparieren kann. (Der Link ist für Gäste ausgeblendet. Um ihn zu sehen, bitte registrieren!)

Die Reifen sind übrigens tubeless und wir sollten keine einzige Reifenpanne auf der gesamten Reise haben! :thumbup: Generell hatten wir übrigens noch nie eine Reifenpanne, wir scheinen da vom Glück verfolgt zu sein (kann gerne so bleiben!). Ebenso sollen wir eine morgendliche Routine machen und Reifen checken, Motoröl, Ventilator/Lüfter im Motorraum, Wasser prüfen, Bremsflüssigkeit prüfen. Servolenkflüssigkeit wird 1x pro Woche gecheckt. Wir haben es tatsächlich jeden Tag gemacht! Manchmal versammelten sich neugierige Lodge-Mitarbeiter um ums herum, die wohl noch nie gesehen haben, dass Mzungus sowas tatsächlich selbst machen! Verrückt! :D

Die folgenden Fotos vom Auto habe ich im späteren Verlauf der Reise gemacht, sie passen aber jetzt ganz gut.
Von Innen wird die Zeitreise noch mal deutlich. Paul hat nicht nur den Land Rover höher gelegt, sondern auch drinnen fast alles an Elektrik ausgebaut, somit gibt es auch keine Heizung. Es gab zu meiner Überraschung ein Radio, das hatten wir aber nie an.

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Praktisch: die bereits eingebaute Gopro-Halterung (auf dem Bild unten über dem kleinen roten Aufkleber zu erkennen). (Der Link ist für Gäste ausgeblendet. Um ihn zu sehen, bitte registrieren!)

Mit hochgestelltem Dach:

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Blick in den Kofferraum: (Der Link ist für Gäste ausgeblendet. Um ihn zu sehen, bitte registrieren!)

Die Koffer hatten wir auf der Rückbank stehen.


Einer der zwei Rücksitze: (Der Link ist für Gäste ausgeblendet. Um ihn zu sehen, bitte registrieren!)

Anschließende Testfahrt mit Peter ins Städtchen. Es ist wohl gut, dass uns auf den ersten Metern niemand entgegen kommt, denn Martin lernt nun Traktorfahren! Das geht mit ein paar Kollateralschäden einher, aber alles in allem kriegt er es gut hin und würgt den Motor tatsächlich nicht einmal ab! Gar nicht mal so übel für jemanden, der seit Jahren Automatik fährt.

Wir decken uns nun endlich mit Schilling ein am Bankautomaten, tanken voll (die erste Ladung geht auf Shaw, man bringt den Wagen später vollgetankt zurück), tanken auch den Ersatzkanister mit 20 l voll und kaufen ein paar Snacks und Wasser. Außerdem wollte ich bei Vodacom eine Sim-Karte kaufen, aber leider wollen die mir nach einem Check des Fingerabdrucks (???) keine Sim-Karte verkaufen mit dem Hinweis “not authorized”. Peter verhandelt ein wenig mit den Schneckchen, aber meint, sie hätten gesagt, man müsse als Ausländer mindestens 3 Tage im Land sein. Seltsam! Auch Erika und Paul sagen, dass sie das noch nie gehört hätten. TIA! :huh: Da hier sonst kein Sim-Anbieter ist, verschieben wir das ganze auf übermorgen (also der ominöse Tag 3).

Den restlichen Nachmittag verbringen wir mit Vogelbeobachtung auf der Veranda, himmeln den schönen Mt. Meru an und erledigen die Überweisungen für die beiden Lodges, die keine Vor-Ort-Zahlung akzeptieren. Martin zischt ein Bierchen. (Der Link ist für Gäste ausgeblendet. Um ihn zu sehen, bitte registrieren!)

Das Essen in der Lodge war übrigens mega-lecker und gehörte zum besten der gesamten Reise!



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Dienstag, 12. Januar 2021, 11:14

Tag 3: Arusha Nationalpark, Twiga Lodge

Das Wetter ist richtig schön! Morgens scheint die Sonne, nachmittags zieht es zu. Das sollte sich quasi täglich ab heute so wiederholen. Nachmittags war dann alles drin. Von bewölktem Himmel ohne Regenfälle bis hin zu sintflutartigen Regenfällen.
Heute geht’s endlich richtig los! Unser erster Tag alleine mit Vern! Ja, die Karre heißt Vern haben wir gestern erfahren. Das steht sogar auf seinem Namensschild am Schlüssel. Niedlich. :love: Der Arusha Nationalpark liegt direkt nebenan, man ist also ziemlich flott da.

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Am Gate tauschen wir unsere Permit Reservierung gegen das richtige Permit ein. Man kann das eigentliche Permit wohl vorab nicht kaufen, sondern bekommt online nur eine Reservierung. Diese ist aber schon bezahlt, man muss aber immer zum Office rein, um die Reservierung gegen das eigentliche Permit zu tauschen. Und natürlich muss man sich auch in einer Liste eintragen. Das kennen wir ja schon aus Namibia und Botswana zur Genüge. Wir fragen uns ja immer, was die bloß mit den all den Listen machen, aber wir glauben, wir kennen die Antwort. ;) Wir haben für diese Prozedur bei keinem Nationalpark normalerweise länger als 10 Minuten gebraucht. Lediglich am Kleins Gate in der Serengeti haben wir länger gewartet (weil der Drucker nicht wollte).

Wir hatten übrigens am Morgen das Safaridach hochgestellt, das aber mit einem lauten Krach runterknallte, nachdem wir nur ein paar Meter auf der Buckelpiste gefahren sind. Mein lieber Herr Gesangsverein, da will ich nicht meinen Schädel dazwischenhaben! Da müssen wir heute Abend was machen …

Aber erst einmal genießen wir den Nationalpark - unseren ersten in Tansania! Wir fahren als Erstes zum Ngurdoto Crater und genießen die Aussicht. (Der Link ist für Gäste ausgeblendet. Um ihn zu sehen, bitte registrieren!) (Der Link ist für Gäste ausgeblendet. Um ihn zu sehen, bitte registrieren!) (Der Link ist für Gäste ausgeblendet. Um ihn zu sehen, bitte registrieren!)

Unten sehen wir Büffel, Hippos und Waterbucks. (Der Link ist für Gäste ausgeblendet. Um ihn zu sehen, bitte registrieren!)

Die Straße hier hoch ist schon recht verschlammt und leicht abenteuerlich, aber mit Vern überhaupt kein Problem.

Der Boma La Megi Viewpoint mit Blick auf den Mt. Meru gefällt uns ebenfalls sehr gut. Die Fahrt hoch ist recht steil und steinig, aber gut zu machen. (Der Link ist für Gäste ausgeblendet. Um ihn zu sehen, bitte registrieren!) (Der Link ist für Gäste ausgeblendet. Um ihn zu sehen, bitte registrieren!) (Der Link ist für Gäste ausgeblendet. Um ihn zu sehen, bitte registrieren!)

Zu den Momella Seen fahren wir natürlich auch. Ein paar Autos sehen wir hier in der Gegend, aber nicht wirklich viele. Die Momella Seen sind - wie viele andere Seen in Tansania - alkalisch und salzhaltig (Der Link ist für Gäste ausgeblendet. Um ihn zu sehen, bitte registrieren!) (Der Link ist für Gäste ausgeblendet. Um ihn zu sehen, bitte registrieren!) (Der Link ist für Gäste ausgeblendet. Um ihn zu sehen, bitte registrieren!) (Der Link ist für Gäste ausgeblendet. Um ihn zu sehen, bitte registrieren!)

Die Wasservögel hier sind erstaunlich zutraulich und wir sehen sogar Flamingos. :love: (Der Link ist für Gäste ausgeblendet. Um ihn zu sehen, bitte registrieren!) (Der Link ist für Gäste ausgeblendet. Um ihn zu sehen, bitte registrieren!) (Der Link ist für Gäste ausgeblendet. Um ihn zu sehen, bitte registrieren!) (Der Link ist für Gäste ausgeblendet. Um ihn zu sehen, bitte registrieren!) (Der Link ist für Gäste ausgeblendet. Um ihn zu sehen, bitte registrieren!) (Der Link ist für Gäste ausgeblendet. Um ihn zu sehen, bitte registrieren!) (Der Link ist für Gäste ausgeblendet. Um ihn zu sehen, bitte registrieren!) (Der Link ist für Gäste ausgeblendet. Um ihn zu sehen, bitte registrieren!)

Unseren Mittagslunch von der Lodge nehmen wir auf einem Picknick-Platz mit Blick auf den See zu uns. Eine Horde Ameisen verspeist hier auch gerade ihr Mittagessen. :blush:

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Innerhalb weniger Minuten ist das große Insekt komplett zerlegt. Absolut beindruckend! Auch eine kleine Echse sehen wir. (Der Link ist für Gäste ausgeblendet. Um ihn zu sehen, bitte registrieren!)

Danach fahren wir zum Fig Tree, durch den man fahren kann. Die Straße hierhin war schon etwas ruppiger und kostet daher Zeit. Wenn unter dem Fig Tree die Straße aufgeschüttet wurde, passen manche Autos wohl nicht unten durch, aber für uns passt es. Man könnte sonst auch drum herum fahren. (Der Link ist für Gäste ausgeblendet. Um ihn zu sehen, bitte registrieren!) (Der Link ist für Gäste ausgeblendet. Um ihn zu sehen, bitte registrieren!)

Auf den Weg hierhin sehen wir mein Lieblingstier - ein Dik Dik! :love: Kleine Warnung: ihr werdet in diesem Bericht noch viele Fotos von Dik Diks ertragen müssen. (Der Link ist für Gäste ausgeblendet. Um ihn zu sehen, bitte registrieren!)

Auch ein paar Zebras, Waterbucks und Bushbucks sehen wir. (Der Link ist für Gäste ausgeblendet. Um ihn zu sehen, bitte registrieren!) (Der Link ist für Gäste ausgeblendet. Um ihn zu sehen, bitte registrieren!) (Der Link ist für Gäste ausgeblendet. Um ihn zu sehen, bitte registrieren!)

Danach geht’s noch durch die “kleine Serengeti”. Leider sind die Tiere alle sehr weit weg und kommen uns recht scheu vor. (Der Link ist für Gäste ausgeblendet. Um ihn zu sehen, bitte registrieren!) (Der Link ist für Gäste ausgeblendet. Um ihn zu sehen, bitte registrieren!) (Der Link ist für Gäste ausgeblendet. Um ihn zu sehen, bitte registrieren!)

Noch ein paar Eindrücke der Straßen: (Der Link ist für Gäste ausgeblendet. Um ihn zu sehen, bitte registrieren!) (Der Link ist für Gäste ausgeblendet. Um ihn zu sehen, bitte registrieren!)

Insgesamt war der Park gut zu fahren und relativ einfach. Lediglich die Fahrt zum Fig Tree und Boma La Megi View Point war was ruppinger.
Landschaftlich hat uns der Park sehr gut gefallen! Durch die dichte Vegetation ist es allerdings schwer, die Tiere zu sehen. Bis zum Krater am Morgen haben wir tatsächlich kein einziges Tier gesehen. Für den Einstieg ist der Park gut, für den Abschluss eine Tour wohl eher nicht so!

Als wir gegen 17 Uhr zur Lodge zurückkommen, informieren wir Paul über die Probleme mit dem Dach. Er und Peter machen sich sofort an die Arbeit. Nach einer Weile wird Vern weggebracht und wir hören Schweißgeräusche. Ups, das scheint wohl eine größere Aktion zu werden! Als sie fertig werden, ist es schon dunkel, aber sie haben eine Lösung gefunden und das Dach funktioniert am nächsten Tag wieder!

Übernachtung: Twiga Lodge, 143 USD pro Nacht für 2 Personen inklusive 3 Mahlzeiten
Permit: 118 USD für 2 Personen und Fahrzeug für einen Tag

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toetske

oorbietjie

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Dienstag, 12. Januar 2021, 22:55

Liebe Nadine,

Wir fragen uns ja immer, was die bloß mit den all den Listen machen, aber wir glauben, wir kennen die Antwort.

Deine Antwort dazu intrigiert mich :whistling:

die Karre heißt Vern

Vern? Dazu gibt es bestimmt eine Deutung?

Ich begleite euch fasziniert weiter :!:

LG. Toetske
one life, LIVE IT !

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Budenknipserin (13. Januar 2021, 08:36)

corsa1968

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Dienstag, 12. Januar 2021, 23:03

Liebe Toetske,
ich glaube bzw. meine zu wissen, dass die diese Listen wegschmeißen ... Zum Archivieren können sie unmöglich den Platz haben.

Wir haben uns schon 1997 in Botswana an jeder Kontrollstelle eine neue ellenlange Motornummer ausgedacht und aufgeschrieben - es hat niemanden interessiert und ist nie kontrolliert worden. Wie auch?
By the way, Wolfgang: Auch ich bin fasziniert dabei und freue mich auf mehr!

Beste Grüße von Christiane

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Wgo (13. Januar 2021, 09:53), Budenknipserin (13. Januar 2021, 08:36), toetske (12. Januar 2021, 23:44)

Budenknipserin

Stachelschwein

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Mittwoch, 13. Januar 2021, 08:38

Deine Antwort dazu intrigiert mich
:D Da stimme ich Christianes Verdacht zu: die werden vermutlich weggeschmissen.

Vern? Dazu gibt es bestimmt eine Deutung?
Ja, aber die Geschichte war nicht so interessant. Die Betreiber von Shaw (die übrigens selbst gar nicht Shaw heißen), haben in einem Pub in England mal einen Amerikaner namens Vern kennengelernt. Nach ihm wurde dann eines der Autos benannt. Der muss sich in ihr Gedächtnis gebrannt haben. ;)

By the way, Wolfgang: Auch ich bin fasziniert dabei und freue mich auf mehr!
Wer ist Wolfgang? 8o

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toetske (14. Januar 2021, 22:33), Quorkepf (13. Januar 2021, 13:11)

corsa1968

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Mittwoch, 13. Januar 2021, 11:04

Sorry, Nadine, ich war im falschen Reisebericht ...
Entschuldige bitte.
Beste Grüße von Christiane

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toetske (14. Januar 2021, 22:33), Budenknipserin (13. Januar 2021, 11:28)