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  • »michaelkoeln« ist der Autor dieses Themas

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Freitag, 15. Januar 2021, 13:46

Reisebericht Februar 2020

Hallo zusammen,nachdem ich hier schon unzählige Tipps und Informationen erhalten habe, möchte ich nun auch etwas zurückgeben und in diesen schwierigen Corona-Zeiten einen Reisebericht erstellen vom letzten Jahr (Februar 2020), um a) selber wieder träumen zu können und b) andere träumen zu lassen.
Ich bin übrigens Michael (46) und war mit meinem Freund Christian (41) nun schon das 7. Mal in Südafrika. Wir beide kommen aus Köln und bei uns steht eigentlich immer fest, dass unser Haupturlaub in Südafrika stattfinden soll. Da wir beide schon irgendwie Gewohnheitstiere sind, waren wir schon des öfteren auf der Garden Route und im Krüger unterwegs, während wir andere Regionen noch nicht kennengelernt haben, nach dem Motto: Wenn wir jetzt etwas Neues ausprobieren und uns dies nicht so gut gefällt, sind wir enttäuscht, also bleiben wir beim Gewohnten .-)
Eigentlich wären wir in 15 Tagen wieder in einen Flieger gestiegen und für stolze 24 Nächte in SA geblieben, aber das mussten wir leider wie so viele stornieren.
Also gut, fangen wir mal an:

Da wir beide fleissige Meilensammler sind, hatten wir mit Iberia einen Businessclass-Flug von Madrid nach Johannesburg gebucht. Ca. einen Monat nach der Buchung bekamen wir dann eine überraschende email mit dem Hinweis, dass Iberia die Strecke MAD-JNB aus dem Flugplan genommen hat. Nach einigen Aufregungen hat man uns dann auf British Airways umgebucht. Unsere Freude hielt sich in Grenzen, nachdem wir uns die Business dort angeschaut haben (auch immer diese Luxusprobleme). Aber egal, wir fliegen nach SA und das auf eine nettere Art und Weise als hinten in der Holzklasse.


Am 6. Februar 2020 ging es los mit dem Zug nach Düsseldorf, von wo aus wir nach London flogen. Wir hatten den Abendflug gebucht und stiegen voller Erwartungen in dier Maschine ein, wo wir zwei Fensterplätze hintereinander gegen die Flugrichtung gebucht hatten. War gar nicht schlimm :-)



Nachdem wir bereits ca. 1 Stunde auf unserem Sitz sassen, kamen die ersten Durchsagen, dass etwas nicht in Ordnung sei und man sich noch etws gedulden möge. Nun denn... immerhin gab es ja bereits ein Gläschen Champagner :D

Nach ca. 1,5 Stunden erhielten wir die Info vom Kapitän, dass etwas an Bord gefunden worden sei, was dort nicht hingehört. Soso, das hörte sich jetzt nicht gerade vertrauenserweckend an. Nach einer weiteren halben Stunde hiess es dann, dass das gesamte Flugzeug durchsucht werden müsse, was aber so lange dauern würde, dass wir heute nicht mehr fliegen können. Wunderbarer Start der Reise. Also mussten alle aussteigen und erhielten am Gate Zettel mit weiteren Instruktionen. Um es abzukürzen: wir mussten am Flughafen die Nacht in einem Hotel verbringen. Dieses war super modern, schick, es gab nachts noch ein Dinner für alle, morgens ein sehr gutes Frühstück, und dann ging es wieder zum Terminal zurück, wo wir in die selbe Maschine wie am Vorabend um 15 Uhr einstiegen. Der Abflug sollte nun um 16.10 Uhr stattfinden.
Der Kapitän teilte uns zwischenzeitlich mit, dass einige Messer gefunden wurden, die dort halt nicht hingehört hätten. Deshalb musste man aus Sicherheitsgründen nach weiteren Gegenständen in der Maschine suchen. Das war beruhigend, aber dennoch hatte ich ein leicht ungutes Gefühl. Was wäre, wenn man nicht ALLE Gegenstände gefunden hat, wenn es sogar eine Bombe an Bord geben würde, wenn ein Fluggast einen Überfall geplant hat.

Gott sei Dank verlief der Flug ruhig und sicher. Wir landeten einen Tag verspätet früh morgens in Johannesburg, hatten die erste Nacht in White River storniert und sogar aus Kulanz von booking.com das Geld komplett zurückerhalten. Zudem durften wir beide uns wegen der Flugverspätung über 2 x 600 EUR Entschädigung von BA freuen. Wir waren happy, klatschten uns in die Hände und fanden den Tausch "eine Nacht von 21 Nächten gegen 1200 EUR" als fair :thumbsup:
Die Einreise verlief zügig und problemlos, das Gepäck war schon auf dem Gepäckband, also ging es direkten Weges zu Budget (wir hatten einen SUV über SunnyCars gebucht).
Statt des gebuchten Tiguan gab es einen Nissan X-Trail. Alles super.
Nun stand uns eine ca. 4 stündige Fahrt bevor Richtung White River, da wir zu Beginn einen Abstecher in den Krüger machen wollten. Da im Jahr davor das Wetter im Februar nicht so mitspielte, hatten wir Hoffnungen, dass es Petrus dieses Jahr mit uns besser meinte. Wir wurden enttäuscht. Es war nass, kalt und regnerisch. Gott sei dank hatten wir ja nur 3 Nächte gebucht im Osten des Landes.
Es gibt eine großartige Autobahnraststätte auf dem Weg von JNB zum Krüger, wo wir uns stärkten. Als wir vor Jahren das erste Mal dort anhielten, hatte ich mir ein paniertes Hühnchenschnitzel mit Pommes Frites bestellt und war begeistert, dass das Fleisch noch Muskelfasern hatte, während man in Deutschland ja garantiert Pressfleisch bekommt. Und auch dieses Mal war es so. Wir waren endlich zurück in unserem Lieblingsland. Die Mitarbeiter rissen sich darum, uns zum Tisch zu begleiten, unser vollgepackter SUV stand in guter Sichtweite, so dass wir immer ein Augen auf ihn haben konnten.




Gestärkt ging es dann weiter Richtung White River, wo wir bei NAD Living ein Zimmer gebucht hatten. Unser Guesthouse, welches wir zuerst gebucht hatten, musste leider schliessen, so dass wir dieses hier gefunden hatten. Wir mögen zwar keine Selbstverpflegung, aber man kann ja auch morgens frühstücken gehen .-)



Wir hatten vorab den Code für das Tor erhalten und wunderten uns bei Ankunft, dass das Zimmer offen war und weit und breit kein Schlüssel zum Verschliessen lag. Auf Nachfrage per Whats App hiess es, dass wir uns keine Sorgen machen müssten. Na ja, unser ganzes Hab und Gut in 2 Koffern wollten wir dennoch nicht komplett ungesichert dort stehen lassen. Man brachte uns dann gütigerweise einen Schlüssel nach einer halben Stunde. Zwischenzeitlich liefen wir ein wenig in der Anlage herum. Der Pool lud nicht zum dortigen Verweilen ein.
Nachdem wir unseren Schlüssel hatten, fuhren wir in die City, um uns eine Prepaid-Karte zu besorgen. Chris meinte, wir sollten uns wieder 10 GB kaufen, ich konnte ihn auf 5 GB herunterhandeln, was auch absolut ausreichend war für 3 Wochen. Wir liefen durch ein paar Geschäfte und freuten uns schon auf unser erstes Dinner in SA. Wir hatten das Magnolia in White River gebucht. Auch hier waren wir im Jahr zuvor bereits und erinnerten uns noch an einen Kellner, der sich von meinem Uralt-Nokia 6110i damals begeistert gezeigt hatte. Das Iphone spielte damals keine Rolle, aber der Nokia-Knochen. :D

Also wir dort ankamen und Platz genommen hatten, stellte sich unser Kellner vor. Sachen gibts: es war der selbe wie vor einem Jahr. Ich zeigte ihm sofort wieder das alte Nokia (das habe ich immer mit zum Telefonieren für Restaurantreservierungen, Fragen und sonstiges). Er erinnerte sich an uns und war erneut so begeistert davon, dass er fragte, ob er den Knochen seinen Kollegen zeigen dürfe. Der Abend war perfekt. Ein so sympathischer Mann aus Simbabwe.
Als Vorspeise hatten wir typisch südafrikanisch Sushi :saflag: , als Hauptspeise unser erstes Rinderfilet. Es sollte nicht das letze in den kommenden 3 Wochen sein. Köstlich!!!


Gestärkt und gesättigt ging es mit dem Auto wieder zurück in unsere Unterkunft. Wegen des Fahrens handhaben wir es immer so, dass einer nur 1 Gläschen Wein trinkt und fährt und der andere "reinhauen" kann, was bei uns irgendwie 2 bis maximal 3 Gläser bedeutet, zuaml ich nicht viel vertrage und dann nur müde werde. Unser Weissweingeschmack ist leider komplett verschieden, weshalb wir immer nur offene Weine trinken können. Während Christian total auf fruchtigen Sauvignon Blanc abfährt, verschliesst sich mein Magen schon beim Geruch :D Ich bleibe dann meistens beim Chardonnay oder einem Glaschen Methode Cap Classique.

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SilkeMa

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Freitag, 15. Januar 2021, 15:14

Hallo Michael,danke für Deinen Reisebericht :danke:! Ich bin gespannt, was Ihr alles erlebt habt :) :thumbup: !

Viele Grüße,
Silke

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Freitag, 15. Januar 2021, 15:18

09.02.2020 White River / Krüger NP
Nach einer entspannten Nacht und dem ersten Blick aus dem Fenster war unsere Begeisterung nicht sonderlich groß, durch den Krüger zu fahren, u.a. wegen unserer Erfahrungen mit tiefen unberechenbaren Wasserlöchern auf den Strassen. Es regnete.
Wir duschten, zogen uns an und fuhren erstmal zu Mugg & Bean zum Frühstück. Während wir von vielen hier schon von dieser Kette gelesen hatten, waren wir bis zum heutigen Tag noch nie dort. Aber ich muss sagen: wir waren angetan vom Frühstück und den total freundlichen MitarbeiterInnen.



Nachdem der Regen in White River (aber nicht in der Ferne) nachgelassen hatte, sind wir spontan noch in den Krüger gefahren. Leider kam er Regen mit :(

Das Ergebnis unserer Sichtungen war nicht so berauschend. Allerdings haben wir zum ersten Mal in unserem Safari-Leben einen Leoparden gesehen, der parallel zur Strasse ca. 200 m neben uns herging in ausreichender Entfernung, dass ihr ihn auf dem Bild nicht erkennen könntet.
Die üblichen Verdächtigen waren natürlich anwesend und erfreuten uns:


Christians Laune war auf dem Tiefpunkt: "Nie wieder fahre ich zur Regenzeit in den Krüger." "Jetzt ist man im Urlaub, und es regnet nur."

Da wir beide ja Malaria-Schisser sind, sind wir bei Eindruch der Dämmerung brav wieder auf dem Krüger hinausgefahren, ohne das Fenster auch nur einen Spalt zu öffnen. Ihr seht, wir sind so zwei richtige Safari Animateure.
Jetzt wird der ein oder andere denken: was die schlafen nichtmal im Krüger? Wieso fahren die für so kurze Zeit überhaupt dahin etc. Aber jeder Jeck ist ja anders, vor allem wir Kölner .-)
Der erste ausgefallene Tag wäre übrigens in Graskop auf der Panorama-Route gewesen. Aber dafür gab es ja 2 x 600 EUR.
Als wir in der Unterkunft wieder ankamen, goss es aus Eimern. So starken Regen habe ich selten in meinem Leben erlebt. Dennoch wollten wir unsere Dinnerverabredung bei Olivers nicht absagen.
Auch der zweite Abend war essenstechnisch perfekt: Als Vorspeise hatten wir einen grossartigen gemischten Salat, als Hauptspeise ein im Vergleich zu gestern noch zarteres Rinderfilet, als Dessert gab es Crepes mit Eis und Ananas in irgendeinem Likör. Wirklich wirklich lecker.

Im Schritttempo ging es dann zurück in die Unterkunft, weil man absolut nichts sehen konnte. Die Strassen waren überflutet und es wirkte so, als sei der Bach auf die Strasse umgebettet worden. Chris hat das sehr gut gemeistert :thumbsup:
In der Unterkunft angekommen, besprachen wir das weitere Vorgehen. Eigentlich war für den nächsten Tag ein weiterer Besuch im Krüger geplant. Chris hatte sich aber so in die Wetter-/Regenthematik hineingesteigert, dass wir uns spontan entschlossen, am nächsten Morgen auszuschlafen, zu frühstücken und dann einfach schon nach Johannesburg zu fahren.

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Freitag, 15. Januar 2021, 15:48

10.02.2020

White River - JNB

Nach einer erneut entspannten, aber regenreichen Nacht, hatte dieser heute früh nachgelassen. Wir packten dennoch unsere Sachen zusammen, hatten mit der Besitzerin unsere vorverlegte Abreise besprochen und fuhren wieder zu Mugg & Bean.
Da ich nach der "Stulle" und dem Müsli am ersten Morgen papp satt war, fragten wir, ob wir uns eine Portion Müsli teilen könnten. Das ging klar. Zu unserer Überraschung hatten die wieder super lieben MitarbeiterInnen eine Portion auf zwei Teller aufgeteilt. Und wir schauten nicht schlecht, als wir die geteilte Portion sahen. Sie erschien uns kaum kleiner als die normale.

Nachdem wir gestärkt waren, noch Wasser im benachbarten Supermarkt einkauft hatten, ging es also zurück nach Johannesburg. Auf der Fahrt redeten wir uns unsere Entscheidung schön, heute schon aufgebrochen zu sein, da wir uns immerhin das super frühe Aufstehen am nächsten Tag in White River sparten, um pünktlich unseren Flug nach PLZ am 11.2. zu erwischen gegen 13.15 Uhr. Ihr seht, wir trauern nicht lange, und betrachten die Dinge positiv.

Was solls: der Abstecher hat uns ja nur gute 1000 km gekostet .-)
Da Chris am 11.2. Geburtstag hatte, habe ich spontan in Johannesburg das Hyatt gebucht in Rosebank und uns durch eine freundliche email an den General Manager in eine Suite katapultiert. Sollte eine kleine Überraschung für Chris sein, der bei einem unserer letzten Aufenthalte dort das Frühstück im Hotel so herausragend fand.
Die Überraschung war gelungen, wobei man ehrlicherweise sagen muss, dass das Hyatt dringend einer Renovierung bedarf. Aber es war ja auch nur unsere schöngeredete Notlösung. Wir zogen durch die an das Hotel angrenzende Mall und shoppten ein wenig. Ich bin so gar nicht der Shopper, Chris hingegen liebt Deko und Inneneinrichtung. Und hier hat Südafrika einiges zu bieten. Ich sage nur Weylandts in PLZ, Knysna und CPT. Gut, dass alle Einrichtungshäuser jeweils ein Cafe haben :thumbup:
Im Spar kauften wir uns zu Mittag etwas von der "Frischetheke", wo etliche warme Speisen dargereicht wurden. Wir entschieden uns für Hühnchen in einer echt leckeren Paprikasauce mit Reis. Und das Ganze für wirklich wenig Geld. Ach könnte man mit seinem deutschen Einkommen dort nur leben *schmacht* Ich glaube, ich würde nie wieder kochen.
Am Abend gingen wir nicht mehr auswärts essen und nahmen als Vorteil des Upgrades die kleinen Snacks im Clubbereich ein.



Wir versackten einige Stunden dort und tranken das ein oder andere Glas Wein, schauten unsere ersten Bilder an (Christian macht die besseren Fotos mit einer richtigen Kamera, meine Bilder sind nur mit dem Handy geschossen, diese kann ich hier auch nur zum Besten geben), checkten emails aus der Heimat (also Selbständiger fühle ich mich im Urlaub beruhigter, wenn ich emails checke und weiß, daheim ist alles in Ordnung).

Wir gingen ins Bett und schliefen in Chris Geburtstag hinein.

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Freitag, 15. Januar 2021, 16:17

11.02.2020
JNB - PLZ

Nach einer ruhigen Nacht (irgendwie haben wir immer ruhige Nächte in SA, schlafen auch meistens hervorragend, da man tagsüber so viele schöne Dinge erlebt/sieht) gab es erstmal Geburtstagsgeschenke und ein ausgiebiges Frühstück. Wir hatten ja viel Zeit bis zu unserem Abflug um 13.15 Uhr. Nachdem wir gestärkt waren, checkten wir aus, fuhren zum Airport, gaben unseren SUV ab (verlief alles problemlos) und warteten am Terminal auf unseren Abflug nach PLZ.
Um ehrlich zu sein, fing jetzt erst unser Urlaub richtig an, da wir wussten, jetzt gehts in den Süden mit Sonne, warmen Temperaturen und blaunem Himmel. Wir lieben das südafrikanische Himmelsblau :-)
Comair brachte uns pünktlich nach PLZ, wo es wieder zu Budget ging, um unseren Toyota Corolla abzuholen. Zum ersten Mal bereiteten uns unsere Koffer Probleme im Kofferraum, obwohl wir seit Jahren mit den selben Koffern vereisen. Direkt neben dem Corolla stand ein Nissan Almera. Der freundliche Mitarbeiter bot uns an, den Kofferraum zu testen. Hier passte alles perfekt wie sonst halt auch beim Corolla. Wir unterzeichneten die neuen Papiere und los gings zur ersten Unterkunft, dem Radisson Blu in PLZ.
Übrigens waren wir am Ende des Urlaubs vom Nissan Almera begeisterter als vom Corolla die Jahre zuvor. Die Federung war deutlich besser.

Wer jetzt übrigens denkt, dass wir beide wohl bekloppt sind, in SA in Hotels zu gehen, den muss ich beruhigen, ab dem Radisson werden es wieder schöne, kleine Gästehäuser.
Wir checkten ein, fuhren zum Boccadillos on 6th und assen erstmal einen Sandwich zu Mittag. Chicken Mayo und Pulled Pork. Köstlich. Wir lieben diesen kleinen Laden. Danach ging es wie erwähnt zu Weylandts, um Deko-/Inneneinrichtungsartikel zu betrachten und im schlimmsten Fall auch zu kaufen. Der Manager unterhielt sich eine gute Stunde mit uns und gab uns noch einige Tripps für Kapstadt mit (Bars, Restaurants, Weingüter in Stellenbosch etc).
Wir schlenderten noch ein wenig durch die ein oder andere Mall bis wir dann zum frisch machen für das Geburtstagsdinner ins Hotel zurückkamen. Die Dame an der Rezeption hatet sich wohl die Reisepässe beim Check In genauer angeschaut, denn siehe da:

man hatte uns ein Fläschchen Sekt aufs Zimmer gestellt als Geburtstagsgeschenk. Sehr aufmerksam und nett.
Am Abend ging es dann in unser PLZ-Stammrestaurant "De Kelders", ca. 400-500 m entfernt vom Hotel. Diese Strecke gingen wir hin und auch zurück im Dunkeln zu Fuß.
Das Restaurant ist nicht wirklich stylisch, aber das Essen war bisher IMMER ausgezeichnet, der Weissswein IMMER eingekühlt. Chris ass seinen geliebten Krabbencocktail, ich Lachs auf Rösti, danach gab es für uns beide -man ahnt es vielleicht schon - das 300 g Rinderfilet mit Pfeffersauce und Pommes Frites. Auch dieses Fleisch war butterzart. Obwohl wir papp satt waren, musste es natürlich noch ein Dessert sein. Die Entscheidung fiel auf Mousse au chocolate und Beeren mit Meringue. Sensationell. Gut, dass wir noch 400 m gehen durften :wine:
Ein entspannter Geburtstag ging zu Ende, wir checkten noch emails und Bilder, dann schliefen wir ein.

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Freitag, 15. Januar 2021, 16:32

12.02.2020
PLZ und Umgebung (Kragga Kamma Game Park)


Um 8 Uhr klingelte der Wecker, auch wenn wir schon gegen 7 Uhr wach wurden. Man geht ja doch früher ins Bett als in Deutschland, folglich wacht man auch früher auf.
Nach einer Dusche ging es zum Frühstück. Wir waren schonmal im Radisson und hatten uns dort eigentlich wohl gefühlt. Aber dieses Mal war alles anders: im Frühstücksraum stank es total nach verbranntem Fett und Essen, wir waren die beiden einzigen "Weissen", das Restaurant war brechend voll. Es war wuselig, laut und es stank. Uns gefiel es gar nicht. Draussen wehte ein so starker Wind, dass man dort leider nicht sitzen konnte.
Uns schmeckte irgendwie alles nicht, was in SA schon ein Wunder ist. Die MitarbeiterInnen waren träge, gelangweilt und desinteressiert.
Das Frühstück fiel demzufolge kürzer aus, wir packten unsere Sachen, kauften im Pick & Pay nebenan noch Wasser und ein bisschen Obst, brachten die erste dreckige Wäsche in die Wäscherei und fuhren nach Kragga Kamma vor den Toren von PLZ. Das ist ein kleiner privater Game Park. Da die Sonne schien und wir als erstes Giraffen sahen, war mein Tag schon gerettet.

Den restlichen Tag verbrachten wir wieder im Boccadillos, Malls, am Strand, Broadwalk etc.
Abends ging es zum Sushi essen. Das Sushi war wirklich köstlich, das Thai Curry mit Ente hingegen ungeniessbar. Ich musste es zurückgeben, da es die Konsistenz von Mehlpampe hatte. Wurde am Ende auch von der Rechnung genommen, nachdem die Mitarbeiterin anbot, den Chef zu fragen. Dazu gibt es später auch noch eine schöne Geschichte aus einem Supermarkt.
So, da ich gerade im Büro sitze und nun Feierabend machen möchte, gibt es noch einen Ausblick wie unsere Route weitergeht.
Addo
Plettenberg Bay
Mossel Bay
Swellendam
Stellenbosch
Kapstadt
Ein schönes Wochenende alle miteinander.

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toetske

oorbietjie

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Samstag, 16. Januar 2021, 01:04

:danke: Michael und Christian, dass ihr uns auf eure Reise mitnehmt.

Es gibt eine großartige Autobahnraststätte auf dem Weg von JNB zum Krüger, wo wir uns stärkten

Finde ich auch. (Der Link ist für Gäste ausgeblendet. Um ihn zu sehen, bitte registrieren!) lohnt sich immer wieder für einen Zwischenstopp zum Krüger.

Wie gerne würde ich meinen Geburtstag irgendwann mal in Südafrika feiern - leider falsche Jahreszeit :( Toll dass es für Christian geklappt hat!

Es wundert mich sehr, dass ihr nichts über (Der Link ist für Gäste ausgeblendet. Um ihn zu sehen, bitte registrieren!) im Kragga Kamma erwähnt, freue mich aber trotzdem auf die Fortsetzung.

VG. Toetske
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Samstag, 16. Januar 2021, 10:56

:danke: Michael und Christian, dass ihr uns auf eure Reise mitnehmt.



Wie gerne würde ich meinen Geburtstag irgendwann mal in Südafrika feiern - leider falsche Jahreszeit :( Toll dass es für Christian geklappt hat!



VG. Toetske


Ja, wir sind eigentlich fast immer im Februar in Südafrika, um a) Karneval hier in Köln zu entkommen und b) einen Geburtstag in unserem Lieblingsland zu verbringen.
Ich selber habe ich September, da könnte mal theoretisch den Osten probieren, aber wir sind ja die bekennenden Malaria-Schisser .-)

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toetske (17. Januar 2021, 00:22), SilkeMa (16. Januar 2021, 18:21), Bär (16. Januar 2021, 12:34)

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Samstag, 16. Januar 2021, 17:59

Oh wie schön ein neuer Reisebericht. Ich fahre gerne mit und schwelge in Erinnerungen! Wir waren fast zeitgleich dort :)

SilkeMa

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Samstag, 16. Januar 2021, 18:29

Es wundert mich sehr, dass ihr nichts über diese Sichtung im Kragga Kamma erwähnt, freue mich aber trotzdem auf die Fortsetzung.
Vermutlich, weil die Geparden im Gehege leben, quasi im Zoo:

Zitat

...Besonders beeindruckend sind die Cheetahs, denen im Park ein eigener, umzäunter Bereich gehört. Direkt am Rasthaus gelegen erreicht man über eine Hängebrücke eine kleine Rundtour und kann das Cheetah-Gehege „von oben“ betrachten....
Aus: (Der Link ist für Gäste ausgeblendet. Um ihn zu sehen, bitte registrieren!)

toetske

oorbietjie

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Sonntag, 17. Januar 2021, 00:38

Hallo Silke,

:danke: für die Erläuterung aber - nichts für ungut - eigentlich erwartete ich diesbezüglich eine Reaktion von Michael/Christian statt von Dir oder aus einem Blog vom mir unbekannten andreaskoehler.
Jeder erlebt schliesslich jeden Ort anders und das macht Reiseberichte gerade so spannend.

VG. Toetske
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SilkeMa (17. Januar 2021, 00:39)

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Montag, 18. Januar 2021, 11:36

Ja, in der Tat lag der Cheetah in einem umzäunten Gehege. Es war allerdings nur ein einziger, der verletzt war und wieder aufgepäppelt wurde.

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toetske (20. Januar 2021, 01:43)

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13

Montag, 18. Januar 2021, 12:29

13.02.2020
PLZ - Addo

Heute standen wir etwas früher auf, da wir noch einen dreiviertel Tag in den Addo fahren wollten. In all den Jahren waren wir immer dort, kennen den NP also sehr gut, darum reichte uns diese "wenige Zeit", um ihn einmal abzufahren.
Wir erhielten vom Hotel eine Frühstückstüte, die der Rede nicht wert war, und machten uns bei strahlendem Sonnenschein auf Richtung Addo. Dabei fuhren wir die Strasse durch Motherwell. Dann sah viele Brandspuren auf der Fahrbahn von verbrannten Reifen, völlig demolierte Ampeln und viel Dreck am Fahrbahnrand. Dieses Mal hatte ich kein gutes Gefühl bei der Fahrt. Es waren auch viele Menschen auf der Strasse unterwegs. Ich gab ordentlich Gas und war froh, als wir Motherwell hinter uns liessen.
Da wir nicht mit vollem Kofferraum durch den Addo fahren wollten, fuhren wir unser Guesthouse "Geralds Gift House" für die eine Nacht an, um unser Gepäck dort abzustellen. Aufgrund der vielen positiven Bewertungen und dem Vorhandensein einer Klimaanlage entschieden wir uns für diese Unterkunft. Ebenso machte der Garten auf den zahlreichen Bildern des bekannten Bewertungsforums einen guten Eindruck.
Gesagt, getan. Wir konnten unsere Koffer im Büro abstellen. Direkt ging es weiter zum Main Gate des Addo NP, durch den wir dann entspannt fuhren. Wir hatten unheimlich Spass mit den Zebras und verbrachten bestimmt eine Stunde mit einer kleinen Herde. Alle waren so gar nicht schreckhaft und eines stand ca. 30 Minuten direkt neben unserem Auto (mit ca. 40 cm Abstand) bei heruntergelassenem Fenster. Der Kopf war zum Anfassen nah. Wir unterhielten uns eine ganze Weile mit diesem Zebra, das aber keinerlei Regung zeigte :-)
Großartig.


Ansonsten gab es die üblichen Verdächtigen zu sehen, leider keine Löwen. Wir mögen die Natur in Zusammenhang mit dem tollen blauen Himmel.




Gegen 16 Uhr verabschiedeten wir uns vom Addo und fuhren zurück in die Unterkunft. Dort zeigte sich dann erst die wahre Schönheit des Guesthouses:




Ich fand es dort so unendlich schrecklich. Der Pool war eingezäunt, was auf keinem Bild auf der Homepage oder bei der Bewertungsplattform zu sehen war. Baden hinter Gittern. Die Lichtquellen im Raum waren so kaltweiß, in der Kommode waren zahlreiche Anti-Mücken-Produkte untergebracht. Kurzum: ich wollte nichtmal meinen Koffer aufgeklappt im Zimmer liegen lassen. Ich war kurz davor, die Unterkunft zu verlassen und etwas neues zu buchen. Da wir aber nur eine Nacht gebucht hatten, versucte Chris mich ein wenig zu beruhigen. Viele werden das jetzt nicht verstehen, aber manchmal überkommt einen ein Gefühl, und dann ist es da und geht nicht mehr weg. Um es vorweg zu nehmen: die Hütte war super heiss, und wir hatten zahlreiche Freunde die Nacht, die um unseren Kopf flogen. Eine Albtraum-Nacht. Ich glaube, ich habe gar nicht geschlafen.
Um die Situtation zu entspannen, sind wir dann kurzum ins Tangelo Restaurant im Addo Wildlife auf eine Pina Colada gefahren. :wine: Dort hatten wir auch eine Reservierung zum Abendessen. Und natürlich gefielt uns das Anwesen herausragend gut, die Mitarbeiterinnen waren alle so unendlich nett. Ich bekam schon fast Pickel beim Gedanken daran, dass wir ja nochmal zurück mussten ins Geralds Gift House. Zum Duschen sind wir dann zurück, aber -bitte fragt mich nicht wieso- wir fuhren anders ?( Es gab eine Gravel Road, die uns google maps als Abkürzung anzeigte. Aber auf die hatten wir irgendwie keine Lust und wollten die Strasse, die wir gekommen waren, nehmen. Vielleicht war uns der Alkohol zu Kopf gestiegen, auf jeden Fall fuhren wir auf einmal auf einer ganz anderen Strasse, die sehr kurvig und total verlassen war über 30 Minuten hinweg, und ihr glaubt nicht, wo diese Strasse endete: auf der Strasse vor Motherwell. Hilfe! Schon wieder dort, schon wieder viele Menschen auf der Strasse. Und überhaupt... was habe ich da bloss gemacht? Wie konnten wir uns so verfahren? Statt 7 km, fuhren wir locker 70 km. Es war MEIN Tag.
Gestresst von der Fahrt, wobei ich sagen muss, dass wir im Auto immer unheimlich Spaß zusammen haben, Algoa FM hören, herumalbern, kamen wir auch nach einer Stunde endlich in unserer Mückenbaracke an, duschten und fuhren gleich wieder los zum Abendessen ins Tangelo. Der Tag endete dann noch super schön, da das Essen schmeckte, die Menschen um uns herum freundlich waren und wir die Location toll fanden. Für dieses Jahr hatten wir uns übrigends hier im Addo Wildlife eingebucht, aber daraus wird ja nichts.
Der Rückweg gestaltete sich dann auch einfacher, und wir fuhren die 7 km Strecke, die wir auch gekommen waren.
Wie schon erwähnt haben wir beide nicht geschlafen, da das Surren der Mücken am Kopf fürchterlich war.
Am nächsten Morgen duschten wir und bekamen ein überschaubares Frühstück von der Besitzerin. Diese erzählte uns, dass sie selber nun für 3 Monate in den Krüger fahren wolle. Übrigens habe ich mich direkt am nächsten Tag auf der Bewertungsplattform zu unseren Erfahrungen ausgelassen. Zudem erschien mir das Hochladen des Gefängnis-Pool-Bildes fair, damit andere Gäste wissen, worauf sie sich einlassen. Eine so negative Bewertung musste ich noch nie in zig Jahren Südafrika formulieren. Aber im Ernst: wer möchte sich denn in einen Pool begeben und dann durch Gitterstäbe in den in der Tat schönen Garten schauen?
Nach dem Frühstück fuhren wir weiter Richtung Natures Valley. Wir entschieden uns, nicht durch PLZ und Motherwell zu fahren, nahmen stattdessen wieder eine "Abkürzung" auf einer niemals enden wollenden Gravel Road Richtung Uitenhage.

So schön die Gegend ist, wir sind nicht so die super Fans von extremen Strassen, da immer die Angst mitfährt, ein Reifen könnte platzen oder beschädigt werden. Wir fuhren arg langsam (ca. 30-40 km/h), uns überholten ab und an LKW´s, die dann den Dreck dermassen aufwirbelten, dass wir kurz anhalten mussten, da man rein gar nichts mehr sah. Entsprechend sah unser Nissan aus ..... :blush:

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Montag, 18. Januar 2021, 13:50

14.02.2020

Wir fuhren also durch Uitenhagen und müssen gestehen: uns gefiel dieses Örtchen ausgesprochen gut.
Eine Anmerkung noch zu dem, was wir im Urlaub so mögen: wie die meisten schon gemerkt haben, sind wir nicht die Typen von Urlaubern, die sich die Tage komplett vollpacken, um jede Minute etwas Neues oder Großartiges zu erleben, die extra früh aufstehen etc. Wir machen Urlaub in unserem Traumland und mögen auch einfach mal in den Tag hineinleben. Wir frühstücken ausgiebig, lesen noch ein paar emails, surfen etwas im Netz und überlegen dann, was uns heute gefallen könnte. Wir mögen auch PLZ im Gegensatz zu den meisten anderen. Es kommt halt immer auf die Region an. In Summerstrand ist es nett, ebenso gibt es hier und da nette Geschäfts und Supermärkte, die wir für unser Leben lieben. Hier haben sich echt zwei gefunden, die im Urlaub nahezu perfekt harmonieren. Chris und ich lieben Supermärkte im Ausland. Wir gehen eigentlich jeden Tag mindestens einmal in einen hinein, und das nicht nur, um Wasser zu kaufen. Wir mögen die Präsentation der Waren (Backwaren, Frischetheken, Sushi, warme und kalte Buffets), aber auch die Regale mit Gewürzen, mit Saucen und und und. Wir bringen uns auch aus jedem Urlaub sehr viel mit in die Heimat. Viele andere wären sicher genervt nach dem Motto " die fliegen nicht im Ernst um die halbe Welt, um sich dann Supermärkte anzuschauen?!" Doch, das passiert mindestens einmal am Tag :-) Jeder Jeck ist halt anders. :D

Es ist alles so einladend präsentiert. Wenn ich alleine an den Woolworths in Franschhoek oder Constantia denke. Schmacht.
Aber nun weiter zu Uitenhagen. Wir könnten uns sogar vorstellen, hier mal für eine Nacht einen Stop einzulegen. Dieses Mal fuhren wir durch den Ort und gelangten dann irgendwann auf die N2 Richtung Plettenberg Bay bzw. Natures Valley.
Das Wetter war wie auch schon die die letzten zwei Jahren auf der sonst so schönen Strecke wieder nicht gut. Dunkle Wolken und Regen. Bei Chris staute sich etwas auf, was sich dann entlud in Ärger. Aber da machste halt nichts.
Kurz nach der Bloukrans Brücke lösten sich die Wolken in nichts auf, und die Sonne schien in vollen Zügen. Unser Halt für die nächsten drei Nächte war die Lily Pond Lodge in Natures Valley, eine der für uns schönsten Unterkünfte auf unserer Route. Dieses Jahr wären wir hier erneut gewesen.
In meinem ersten Südafrika Urlaub nächtigte ich hier schonmal, aber die Folgejahre waren wir dann in Plettenberg Bay selbst oder Knysna wegen der Nähe zu den Restaurants. Aber idyllischer ist es natürlich in Natures Valley. Die abendliche Fahrt zum Dinner ist eigentlich ja entspannt, da nie wirklich viel los ist auf den Strassen im Februar.
Wir wurden herzlich begrüsst von Carol. Margret und Niels, die Besitzer, begegneten wir dann später.





Nachdem wir unser Gepäck im Zimmer abgestellt hatten, fuhren wir direkt weiter nach Plettenberg Bay. Dabei fiel uns der unmittelbar neben der Unterkunft gelegene Farmstall mit zahlreichen Tieren auf, den wir an den beiden Folgetagen für ein getränk oder kleinen Snack besuchten besuchten. Ein ganz toller kleiner Laden mit selbst produzierten Waren: von Eiern bis hin zu Marmelade, Brot und Backwaren. Großartig.

Wir besogten uns Wasser im Pick n Pay, den wir natürlich auch inspizierten. Ein großer neur Supermarkt gegenüber hatte wohl auch erst relativ neu aufgemacht. Dort gab es dann für jeden noch ein Eis auf die Hand. Den restlichen Tag wollten wir am Pool verbringen, um noch ein wenig Farbe zu bekommen. Kurz nachdem wir uns komplett mit Sonnenmilch eingecremt und einen Kaffee bestellt hatten, zogen dunkle Wolken auf, die sich wenige Augenblicke nach ihrer Ankuft auch schon entleerten. Umsonst eingecremt. Grrrr. Ich hasse Sonnenmilch X(

Also gings ins wunderschöne Zimmer zum Abduschen. Den Nachmittag verbrachten wir regengeschützt auf der überdachten Veranda und surften was im Netz. Chris sortierte schonmal Bilder aus. Er ist für die Bilder zuständig, ich für die Reiseplanung etc. Daher kann ich Euch nur "meine" durchschnittlichen Bilder vom Iphone hier zeigen. Die Fotos von Chris sind alle hochauflösend und teilweise richtig richtig gut und gerne zwischen 4 und 10 MB gross. Diese liegen bei mir daheim auf einer Festplatte und müssten alle erst verkleinert werden. Ich bitte zu entschuldigen, dass ich diese Mühe etwas scheue. Ich selber habe nicht so das fotografische Auge, welches ich leider von meinem Vater nicht mitbekommen habe, sehrwohl aber meine Schwester. Darum bin ich dankbar, dass ich nie eine große, schwere Kamera mit mir herumtragen muss. Aber die Planung von 3 Wochen inkl. Unterkünfte, Restaurants etc ist auch was wert .-)
Am Abend ging es zu Emily Moon zum Dinner. Wir hatten extra nach eine tollem Tisch ganz weit vorne am Balkon gefragt, den wir auch bekamen. Leider war unser Kellner total abwesend, nie da, wenn man ihn brauchte. Der bestellte Fisch war so lala, alles in allem eher durchschnittlich. Vor zwei Jahren waren wir hier zum Lunch und mochten die Location. Zum Dinner würden wir hier nicht wieder hinkommen, zumal sich nach Einbruch der Dunkelheit tausende von kleinen fliegenden Tierchen vor uns versammelten. Die Schiebetüren wurden Gotte sei Dank verschlossen. Den Ausblick kann ich dennoch wärmstens empfehlen, vielleicht das nächste Mal auf einen Drink.
Nicht wirklich befriedigt vom Essen ging es heim, die Nacht war super, das Bett irre bequem, es gab keine Mücken, es war leise, nicht zu heiss, alles also super!

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Montag, 18. Januar 2021, 14:31

15.02.2020
Plettenberg Game Reserve

Nach einer erholsamen Nacht starteten wir in mit einem reichhaltigen Frühstück in den Tag, kein Vergleich zum Geralds Gift House. Während unseres Frühstücks sahen wir, dass ein Mitarbeiter der Lodge alle Wagen putze. Unserer hatte es ja nach der Fahrt auf der Gravel Route vom Addo hierher ziemlich nötig, da der Regen alles nur noch verteilt und verschmiert hatte. Der Nissan sah aus wie neu. Ein toller Service, den man in vielen Unterkünften erhält.
Wir fuhren gut gestärkt nochmal zurück nur Bloukrans Brücke und beobachteten einige Mutige, die sich in die Tiefe stürzten. Zum Mittagessen hatten wir bei Bramon Wine Estate einen Tisch in den Weinreben gebucht.


Nach dem kleinen Mahl ging es dann zur obligatorischen Reitsafari ins Plettenberg Game Reserve. Dieses Highlight unternehmen wir jedem Mal, wenn wir in SA auf der Garden Route unterwegs sind. Man muss dafür auch nicht reiten können, was wir beide definitiv nicht können. So versuche ich jedes Mal, mein Pferd mit den Zügeln ein wenig zu lenken, was mir schlichtweg kaum gelingen mag. Die Pferde sind darauf trainiert, hintereinander im Schritt hinterherzugehen. Und ein Pferd merkt natürlich, ob der Reiter reiten kann oder halt nicht. Bei mir ist die Sache wohl von der ersten Minute an klar gewesen. :help:

Da ich aber bei dieser Reitsafari immer etwas Action suche, zog ich mehrfach die Zügel an, damit es stehen blieb und lies die Gruppe, die aus nur 3 Personen plus Ranger bestand, ein Stückchen ziehen. Wenn ich dann die Zügel los lies, ging mein Pferd teilweise in den Trab über. Und eines kann ich Euch sagen: wenn Du nicht reiten kannst, kannst Du auch nicht im Takt des Pferdes deinen Allerwertesten hoch und runterheben, also knallst Du mit dem Hintern und anderen Dingen eines Mannes immer auf den Sattel. Und das schmerzt. :!: Dennoch wiederholte ich diese Prozedur einige Male, sehr zum Argwohn von Chris, da sein Pferd meinem stets beim Vorbeitraben folgte, so dass auch Chris in den Trab überging, was ihm so gar nicht gefiel. :thumbsup: Mir machte das aber unheimlich Spass, ihn "hilflos" auf dem Rücken des Pferdes zu sehen.
Ich bekam einige böse Blicke von ihm. In der Zwischenzeit erklärte der Ranger einige Dinge über die Tiere dem Mädel, das zusammen mit uns diese Safari gebucht hatte. Für sie war es das erste Mal, für uns bestimmt schon das 5. Insofern hatten wir die Ausführungen des Ranger schon mehrfach gehört. Uns geht es bei dieser Safari aber auch vielmehr darum, den Tieren unheimlich nahe kommen zu können. Es ist atemberaubend, mitten in eine Zebra-Herde zu reiten, oder sich Giraffen, meinen Lieblingstieren, auf 10 Meter zu nähern, da die Tiere die Pferde nicht als Bedrohung wahrnehmen und uns Menschen auf dem Rücken nicht einordnen können.









Nach zwei Stunden war dieses großartige Erlebnis vorbei. Auch hatten wir bereits für dieses Jahr eine erneute Buchung für eine Ratsafari. Wir lieben sie!!!
Übrigens bekommt man als unerfahrener Reiter ob mit oder ohne meine Späßchen ohne Ende Muskelkater an den Innenoberschenkeln und am Allerwertesten. Das hält dann 1-2 Tage an, danach ist alles vorbei und vergessen.
Wir fuhren beseelt zurück in die Unterkunft, duschten und machten uns fertig für unser Dinner im Nguni.
Wir bekamen wie gewünscht einen Tisch draussen auf der Terrasse, aber das Restaurant war brechend voll. So kannten wir es noch gar nicht. Es war dadurch einfach zu voll und wirkte wie ein Ausflugsziel-Restaurant. Warum auch immer kamen wir auf die grandiose Idee, das Peri Peri Chicken zu bestellen, da wir keine Lust auf Rinderfilet hatten und den Springbok am Nebentisch auch nicht sooooo einladend empfanden. Also mal was Neues ausprobieren.
Was Chris nicht bewußt war ist, dass dieses Chicken mit Haut und Knochen serviert wurde:

Seinen Blick werde ich lange nicht vergessen, meine Lachanfall auch nicht. Ich konnte kaum noch an mich halten und belustigste wohl auch die beiden netten Damen am Nebentisch mit dem Springbok. Dazu muss ich ergänzen: Chris isst Fleisch gerne, aber bitte niemals mit Knochen dran oder wenn es aussieht wie ein Tier. Nett als Filet serviert, liebt er es, nicht aber das halbe Tier auf dem Teller.
Und er konnte damit auch rein gar nichts anfangen, was mich weiter belustigte. Am Ende habe ich es ihm das Fleisch -wie einem kleinen Kind- vom Knochen gelöst. Der Teller sah am Ende aus :-)
Obwohl wir beide das Essen nicht berauschend fanden, war es einer der lustigsten Abende. Immerhin waren die Babotie-Springrolls als Vorspeise vorzüglich.
An einem anderen Tisch erblickten wir, dass fast alle der 10 Gäste ein großes Glas mit einer weissen dickflüssigen Flüssigkeit und Strohhalm serviert bekamen und fragten unseren Keller daraufhin, was die Herrschaften da tranken. Es war ein Dom Pedro mit Amarula. DAS Nationalgetränk! Wow, und das war uns seit zig Jahren entgangen??? ?( Das mussten wir probieren und hatten unser neues Lieblingsgetränk für uns entdeckt. Köstlich.
Fortan schauten wir in jedem Restaurant zuerst auf die Getränkekarte, um zu überprüfen, ob unserer kalorienreicher "Absacker" im Angebot war.
Wir freuten uns jetzt schon auf unseren nächsten Dom Pedro, hoffentlich vorrätig im Zinzi am nächsten Abend. Wahrscheinlich träumten wir die Nacht bereits davon.....

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Montag, 18. Januar 2021, 14:53

16.02.2020

Am nächsten Morgen strahlte uns die Sonne von einem wolkenfreien blauen Himmel an, die Stimmung war super, der Muskelkater kündigte sich bereits an. Nach dem erneut sehr guten Frühstück gings nochmal nach Plettenberg Bay zur Wäscherei, ein paar weitere Kleidungsstücke waschen lassen. Weiter fuhren wir nach Knysna, da es dort ja auch einen Weylandts gibt .-) Wir liefen also durch den Laden und sogar ich entdeckte ganz tolle Schalen, in denen ich in der Heimat schon diverse Gerichte präsentiert sah. Also kaufte ich vier Schalen und liess diese gut in Bubble-Folie einpacken für den Transport.
Weiter ging es zu Brendon-on-Sea, wo wir einen Strandspaziergang absolvierten.

Übrigens sah man immer noch die vielen verbrannten Bäume oder Stellen, wo einmal Bäume standen, zwischen Plettenberg Bay und Knysna. Hier wird die Natur wohl noch ein paar Jährchen brauchen bis alle Spuren dieses verherrenden Feuers beseitigt sind.
Auf dem Rückweg hielten wir noch in Plettenberg Bay im neuen Cafe Pure auf der Mainstreet, wo wir uns mit einem kleinen Kunstwerk stärkten:

Gegen Nachmittag gings zurück zur Lily Pond Lodge, wo wir uns für unseren letzten Abend in der Region frisch machen. Für heute abend hatte ich einen Tisch im Zinzi gebucht. Dieses kennen wir schon seit Jahren und mögen die Location und das Essen sehr. Auch wenn die Fahrt im Dunkeln gut 30 Minuten dauert, so lohnt sich der lange Anfahrtweg jedes Mal.
Wir bestellten drei Gänge: gemischter Salat mit Garnelen, Rinderfilet und Cheesecake:



... und zum Abschluss natürlich einen Dom Pedro mit Amarula. Auch dieser war köstlich sahnig und geschmeidig und ..... :blush:

Sehr gut gesättigt ging es die 30 Minuten wieder zurück in unsere Unterkunft, wo wir die letzte Nacht tief und fest schliefen.

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Montag, 18. Januar 2021, 14:57

ach herje, jetzt habe ich doch ganz den Ausflug an Meer bei Natures Valley vergessen. Die Strasse dorthin ist einfach nur atemberaubend. Unten am Meer angekommen waren wir neben zwei weiteren Autos die einzigen. Traumhaft schön. Chris hat die wundervollen Bilder gemacht (ihr wisst ja, diese liegen auf der Festplatte). Dennoch hier noch einige Impessionen:



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Montag, 18. Januar 2021, 15:45

17.02.2020

Plettenberg Bay - Botlierskop Private Game Reserve

Am nächsten Morgen ging es nach dem dritten wunderbaren Frühstück weiter Richtung Mossel Bay bzw. Botlierskop Game Reserve mit einem erneut frisch gewaschenen Auto.
In Knysna hielten wir am Spar an, um uns noch Wasser zu kaufen. Hier erlebten wir wieder eine typisch südafrikanische Situation:
wir legten zwei grosse Flaschen Wasser und eine 0,5 l Flasche des selben Herstellers aufs Band. Die Mitarbeiterin scannte alle drei Flaschen. Bei der kleinen Flasche sah ich im Display "Juice" und 9,95 Rand. Mit meinem Einwand, dass dies aber auch Wasser sei und kein Saft, löste ich eine Lawine aus. Ich sagte der Mitarbeuterin, dass auf dem Etikett am Regal 4,95 Rand stand. Wieso habe ich das gemacht und nicht einfach bezahlt???
Sie drückte einen Knopf, die Nummer ihrer Kasse blinkte nun rot. Eine zweite Mitarbeiterin kam hinzu, die daraufhin wohl an das Regal ging, um den von mir genannten Preis zu bestätigen. Sie kam nickend zurück. Daraufhin schickte die Kassiererin besagte zugezogene Mitarbeiterin zur Supervisiorin hin, die erhöht hinter den Kassen auf einer Art Thron sass. Ihr wurde dann von der Kollegin alles erklärt. Daraufhin kam die Supervisorin an die Kasse und vergewisserte sich nochmals bei der Kassiererin, ob das alles auch Hand und Fuss hat. Nach der Bestätigung schickte dann die Supervisorin die Mitarbeiterin, die schon zum Regal gehen musste, an eine Art Zentralkasse mit dem Bon, den sie vorher mit ihrer Unterschrift quittiert hatte. Die Dame an der Zentralkasse gab der Mitarbeiterin daraufhin 5 Rand in bar, die sie uns dann brachte. Puh. Hätte ich DAS geahnt, hätte ich die 30 Cent einfach zuviel bezahlt. Somit hatten wir nach ca. 5 Minuten - wir durften zwischenzeitlich auf einer Bank Platz nehmen zum Warten- unser zuviel gezahlten Geld zurück. Juhu. Sowas kennen wir ja aus Deutschland nicht, aber in Südafrika lässt man Mitarbeitern ja keinerlei Entscheidungskompetenzen. Immer muss ein Supervisor hinzugezogen werden. Vermuten die dort, dass die Mitarbeiter das ausnutzen und bescheissen würden, oder warum ist das immer so hierarchisch geregelt? Zu meinem Erstaunen war die Supervisorin nicht weiss, was ich dann wiederrum cool fand, dass auch Farbige mal so einen Posten im Supermarkt bekleiden dürfen.
Es ging weiter Richtung Mossel Bay, der Himmel zog sich zu, es nieselte. Jetzt ahnen alle, wie sich die Stimmung im Auto veränderte. Richtig. Sie sank. Eigentlich hatten wir in Botlieskop eine weitere Reitsafari für den Nachmittag gebucht und einen Morning Walk am Folgetag. Nach der Ankunft sagten wir beides an. Die Herrschaften an der Rezeption wunderten sich sichtlich, dass wir jetzt quasi alle Aktivitäten gecancelt hatten. Als wir dann beim Check-In Prozedere vor dem Restaurant, wo wir eine Dinnerreservierung hatten, zig kleine schreiende Kinder auf dem unmittelbar angrenzenden Spielplatz sahen, stornierten wir auch die Reservierung zum Abendessen und entschieden uns den nicht allzu kurzen Weg nach George anzutreten, da hier oben alles zugezogen und nasskalt war.

Wir parkten unsere Koffer in unserem Häuschen, zogen lange Hosen und einen Pullover an und setzen uns wieder ins Auto und fuhren zurück nach George. Dort spazierten wir ein wenig durch eine große Mall und besuchten zwei Supermärkte. Das Wetter war mies, da lohnt sich doch gleich ein Supermarktbesuch .-)
Während eines Kaffees irgendwo in der Mall warfen wir unser Handy an und suchten nach einem Restaurant für den Abend. Wir stiessen auf The Fat Fish in George. Diese Entscheidung sollte sich als goldrichtig erweisen. Obwohl wir mal vor Jahren im Partnerrestaurant in Plettenberg Bay assen und nicht allzu zufrieden waren, schmeckte unsere Bowl vorzüglich:

Die Mitarbeiterin, die wohl morgens in den Schmincktopf gefallen war, so dick hatte sie Puder und sonstiges Zeug im Gesicht aufgetragen, war irre freundlich und beriet uns bei den offenen Weinen. Ich glaube, jeder hat so 3 probiert bis wir den passenden gefunden hatten. Ich hatte dieses Mal einen Rose. Die Gälser schüttete sie mit 0,2 l großzügig ein und meines ein zweites Mal auch nach. Chris durfte heute abend fahren.
Ein Obdachloser lag seitlich vom Parkplatz. Da mir die Menschen immer leid tun, gaben wir 5 Rand, auch fürs nicht auf das Auto aufpassen, er freute sich, ich war glücklich. Ein rundum schöner Abend. Hier in George war es trocken und man konnte im Pullover sogar noch draussen sitzen.
Zurück in der Unterkunft machten wir uns fertig für die Nacht und reisten am nächsten Morgen gegen 8.30 Uhr schon ab. Vor dem Häuschen sah ich meinen ersten Avocado-Baum und war beeindruckt.

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Montag, 18. Januar 2021, 16:18

18.02.2020

Botlierskop - Swellendam
Nach gut zwei Stunden kamen wir in Swellendam an in unserer Unterkunft für diese Nacht "A Riverbed Guesthouse".
Die Sonne schien, es war warm.


Wir stellten unsere Sachen ab und suchten uns ein Cafe, wo wir ein wenig verweilten. Wir zogen weiter durchs Städtchen und statteten dem ortsansässigen Supermarkt auch einen Besuch ab. In einem zweiten Cafe nahmen wir unter Bäumen Platz und teilten uns als Snack ein Babotie. Sehr lecker.


Inzwischen hatte es sich arg zugezogen, die Wolken aus Mossel Bay waren uns also gefolgt. Wir wunderten uns wirklich über das diesjährige Wetter und hofften auf die noch verbleibenden 1,5 Wochen in den Weinregionen und Kapstadt. Es ging zurück in die Unterkunft, wo wir uns dann an den Pool legten. Das Wasser war eiskalt. Aber eine andere Damen machte das wohl nichts aus, sie zog ihre Bahnen. Unterdessen liefen die zwei richtig großen Hunde unentwegt am Pool auf und ab. Ich habe ein bisschen Respekt vor Hunden und formuliere es mal so: Mir wird niemals ein Hund ins Haus kommen, niemals! Das spüren Hunde, so dass beide ständig mit ihrer sabbernden Schnautze in meine Kopfhöhe kamen. Ekelhaft.

Ich zog mich zurück und machte es mir im Zimmer ein wenig gemütlich. Chris sortierte wieder Bilder. Für den Abend hatte ich einen Tisch im La Sosta gebucht, wo wir ein 5 Gang Menu plus Gruß aus der Küche wählten.
Wir kannten das Restaurant schon aus vorherigen Besuchen. Das Essen war grundsolide und lecker, aber wir gingen am Abend nicht nach Hause und waren überschwenglich beglückt.









Ach ja, als wir im La Sosta ankamen, war bereits ein Tisch besetzt mit einem Paar, welches uns nett grüßte. Ich dachte -warum auch immer- es seien Österreicher. Wir verabschiedeten uns am Ende mit einem Kopfnicken von ihnen, was wohl nicht das letzte Mal gewesen sein sollte.
Die Nacht war ruhig, am Morgen wurden wir von Hundegebell geweckt. Frühstück gab es in der Unterkunft zum selber machen. Dafür waren alle Utensilien wie Eier, Marmelade, Speck und Toast im Kühlschrank plaziert. Ich machte mich also an die Arbeit, kochte mit der Nespresso Maschine Kaffee, toastete den Toast und kredenzte ein Rührei.Na ja, wir waren bisher anderes gewohnt .-)

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Spiritsailor

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20

Montag, 18. Januar 2021, 17:18

Hallo Michael!
Vielen Dank für Deinen Reisebericht. Ich schmunzle doch das eine oder andere Mal weil mir so vieles bekannt vorkommt. Auch ich wäre seit Sonntag jetzt wieder unten in meiner 2. Heimat. Nunmehr zum 34. Mal. :saflag:
Schade, dass Ihr nicht auf einem Drive in Bottlierskop wart.

Zum Thema verschiedene Geschmäcker und deshalb offene Weine. Ich mache es immer so, dass ich 1 oder 2 Glas trinke und den Rest der Flasche für abends mitnehme.


So wie Dir mit Motherwell ging es mir mit Uitenhagen. Ich fand rein aber nicht wieder raus. Bin 4 x an der selben Stelle vorbeigekommen bis uns ein netter Einheimischer rauslotste.
Auch ich war im Februar in Kapstadt und im Januar in Struisbaai. Ich bin dort noch nie so erfroren, ersoffen, im Nebel versunken und weggeblasen worden vom Sturm wie im Jahr 2020. :wacko:

Bin schon sehr gespannt auf Deinen Bericht der Weinregion und Kapstadt.

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michaelkoeln (18. Januar 2021, 17:33)