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Budenknipserin

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Dienstag, 21. September 2021, 10:32

Die Unterkunft gefällt mir gut! Viel besser als das Migombani Camp, in dem wir waren. Ok, da hatten wir Pech mit dem Publikum. :rolleyes:

Ist doch schön, wenn man zwischendurch mal in den Pool hüpfen kann! :)

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parabuthus (21. September 2021, 14:04)

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Dienstag, 21. September 2021, 14:04

Ist doch schön, wenn man zwischendurch mal in den Pool hüpfen kann! :)

Hatten wir dieses Jahr definitiv zu wenig, zumal auch kein Strandtag dabei war.

Pech mit dem Publikum kann immer passieren. Da hatten wir dieses Jahr Glück. Entweder gab es keine anderen (8 von 17 Nächten!) oder sie waren nett bzw. "unsichtbar".

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Budenknipserin (21. September 2021, 15:07)

parabuthus

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Dienstag, 21. September 2021, 20:09

Lake Manyara NP - Game Drives

Eigentlich hatten wir vor, den Park durch das südliche Tor zu befahren und dann einmal bis zum Main Gate in Mto Wa Mbu zu durchqueren. Erika meinte jedoch, daß dies nicht möglich sei wegen des Wasserstandes.

So fuhren wir durch das nördliche Gate in den Park. Das schicke Gate mit den Kaskaden an der Seite hatte ich so nicht erinnerlich. Muß neu sein.



Das Gate ist tatsächlich nur "zeremoniell". Man fährt noch einige 100 m bis man an der Rezeption ankommt, bei der man sich anmelden muß. Es gibt auch einen kleinen Shop. Wenn alles erledigt ist, fährt man durch das bewachte Tor in den Park hinein.



Der Lake Manyara hat mich schon 2006 begeistert, weil er eine ganz eigene Atmosphäre hat. Irgendwie wirkt er wie ein verwunschener Märchenwald. Das macht zwar die Sichtung von Tieren nicht unbedingt einfach, verleiht dem Park aber einen ganz eigenen Charakter.





Primaten, also vornehmlich Paviane, Vervet Monkeys und Blue Monkeys gibt es hier zahlreich und in sehr großen Verbänden mit geschätzt fast 50 Tieren. Diese fühlen sich im Park auch wie die Kings und weichen freiwillig kein Stück. Teilweise machen sie erst im allerletzten Moment Platz.



Da wir bisher noch kein einziges Hippo gesehen haben, wollen wir zu den Hippo Pools fahren - eigentlich eine ganz sichere Bank.

Nur mußten wir feststellen, daß es diese Pools nicht mehr gibt. Der See ist soweit angestiegen, daß er die Pools glatt verschluckt hat.

Überall sind die Wege überflutet. Es ist völlig unvorhersehbar, welche Stellen überhaupt passierbar sind.



"In Vern we trust!" setzten wir uns als Motto und gingen abenteuerlustig ein paar Furten an.



Zum Glück hat unser Gefährt uns hier nicht hängen gelassen...

Furchtbar viel hat es allerdings nicht gebracht, denn irgendwann landete man an einer Stelle, an der es definitiv nicht weiter ging...



Das gibt dann ein wenig andere Sichtungen als erwartet.



Ab und zu gab es zwar auch etwas zu sehen...



... insgesamt verlief der erste Game Drive jedoch ziemlich enttäuschend.

Auch die einzigartige Landschaft konnte nicht darüber hinwegtäuschen, daß wir ziemlich wirr und ziellos durch die Gegend irrten, immer wieder abbrechen mußten und kaum gute Tiersichtungen hatten. Dazu das Hippo Debakel.

Ein wenig frustriert brachen wir den Game Drive vorzeitig ab. Wir hatten zudem große Bedenken, wie wir den morgigen Tag verbringen wollen, den wir eigentlich weitgehend für Game Drives im Park eingeplant hatten.

Ich meine, Nadine und Martin haben ganz ähnliche Erfahrungen mit dem Park gemacht.

Abends im Camp an der Bar erzählten wir dem Barmann von unserem etwas schlappen Drive. Wir fragten, wo denn die Hippos nun seien, jetzt wo es keine Pools mehr gibt. Seine Antwort war ebenso einfach wie verblüffend: "They are here!" und schon rief er einen der Massai Krieger heran und schilderte unser Problem. Der Massai grinste, führte uns ein paar Schritte zum "neuen Ufer" im Camp - und tatsächlich, da waren sie.



Das Foto ist natürlich mies, weil es bei Dunkelheit mit dem Handy aufgenommen wurde, aber man kann ganz gut erkennen wie sich das Hippo wenige Meter von der Mauer entfernt direkt am Fußballtor (!) den Bauch voll schlägt.

Man sprach uns auch Mut zu, es noch einmal mit dem Park zu versuchen, insbesondere vorher mit dem Parkpersonal zu sprechen, was geht und wohin man am besten fahren soll.

Also bekam der Park eine zweite Chance. Und die nutzte er...

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Mittwoch, 22. September 2021, 09:20

Ich meine, Nadine und Martin haben ganz ähnliche Erfahrungen mit dem Park gemacht.
Jap, der Tag hätte so exakt von uns sein können. :rolleyes: Motto: "Bitte wenden". Hätte eigentlich erwartet, dass es bei euch besser und trockener ist.
Der Massai grinste, führte uns ein paar Schritte zum "neuen Ufer" im Camp - und tatsächlich, da waren sie.

Manchmal kann es so einfach sein! 8o

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parabuthus (22. September 2021, 10:30)

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Mittwoch, 22. September 2021, 10:26

Lake Manyara NP - Game Drives II

Diesmal gingen wir es cleverer an. Bei Austellung des Permits erkundigte ich mich, wie wir am besten fahren sollten. Der freundliche Ranger empfahl uns, zu den Hotsprings (Maji ya moto kubwa) zu fahren. Die liegen im südlichen Parkteil. Die Verbindung dorthin hat man durch ein paar Eingriffe ins Wegenetz aufrecht erhalten können. Es sind etwa 40 km bis dorthin. Weiter südlich seien auch einige der Loops auf der Karte zu fahren. Das macht Hoffnung auf einen spannenden Tag!

Ein wenig kann man natürlich zur Aufregung selbst beitragen. Das funktioniert besonders gut, wenn man den Tag im Park mit einem nur viertelvollen Tank angeht...

Um das Zeitmangement im Griff zu behalten, entwickelten wir den Plan, zunächst mehr oder weniger zügig zu den Hotsprings zu fahren, um von dort aus auf dem Rückweg jeweils zu entscheiden, für welche Loops es noch reichen sollte.

Gleichwohl gab es immer was zu gucken. Mein Tip hier wäre eigentlich Hawk Eagle, aber so richtig passt der Schnabel nicht. Vielleicht kann jemand helfen?



Dieser Hintern ist deutlich vertrauter, auch wenn es im dichten Manyara Wald gar nicht so einfach ist, selbst diese Riesen zu finden...



Die Strecke bleibt tückisch. Man weiß nicht genau, ob es hier weiter geht oder nicht. Das hießt dann "try and hopefully not error".



Da wir an einer anderen Stelle noch unsicherer sind, entschießen wir uns zu einem kurzen Stop an der Picknick Site, um Rat bei den Guides einzuholen. Dort gab es den ersten größeren Schreck des Tages. Einer der Guides warnte uns, auf dem Weg zur Toilette vorsichtig zu sein, da ein einzelner Büffel in der Nähe sei.

Vermutlich hat William diesbezüglich meinen Gefahrensinn nicht unerheblich vernebelt, denn nach dem Gang zur Toilette wollte ich mal gucken, wo er denn ist, der alte Büffel. Ein beinahe fataler Fehler!



Der hier war es nicht, denn der alte Büffel an der Picknick Site ließ mir keine Gelegenheit, ein Foto zu machen. In dem Moment, als sich unsere Blicke trafen, stürzte er auf mich zu. Nach einem kurzen Schockmoment, entschied ich, daß der Fluchtweg zum Auto reichen würde. Tat er auch, aber noch den ganzen Tag stand ich ein wenig geschockt unter dem Eindruck dieses Zwischenfalls. Wenn so ein Büffel ins Laufen kommt, hält den nichts mehr auf und was bei so einem im Kopf vorgeht, kann wirklich niemand vorhersagen. Der alte William war da vermutlich ein Unikat...

Nachdem wir uns bei den anderen Guides versichert haben, auf dem richtigen Weg zu fahren, war es gar nicht so schwer. Es würde mit viel Aufwand tatsächlich über viele Kilometer eine Paralellstrecke zur alten Nord-Süd-Trasse gebaut, teilweise mit provisorischen Brücken.



Schließlich erreichen wir die Picknick Site an den Maji ya moto kubwa.



Das einzige Hippo während des Game Drives war dies hier...



Zu den heißen Quellen muß man zunächst zu Fuß ein kleines Stück zurückgehen...



... ehe es dann vorbei an einer Erklärtafel die Treppe abwärts geht.



Die Quellen selbst erscheinen auf den ersten Blick ziemlich unscheinbar.



Auf dem Video sieht man den Dampf aufsteigen. Wenn man mit der Hand hineinlangt, sollte man sehr vorsichtig sein. Das Wasser ist tatsächlich sehr warm, beinahe heiß.



Auf den Manyara wirkt sich das natürlich kaum auf. So eine Quelle zuhause und man könnte sich sein eigenes Ai-Ais erschaffen :D .

Allein kommen die Quellen optisch zwar unspektakulär daher. Im Gesamtbild jedoch sieht das deutlich ansprechender aus...



Da wir bis dahin recht zügig durchgekommen sind, hatten wir auf dem Rückweg genug Zeit, einige Loops abzufahren -theoretisch zumindest.

Denn Vern, der sture Bock, ließ uns eiskalt verrecken.

Natürlich war es in erster Linie meine Schuld als Fahrer, daß wir mit so wenig Sprit im Tank gefahren sind. Allerdings hat Vern auf der Tankanzeige einen sehr breiten roten Bereich, so daß ich hoffte, wir hätten da mehr Spiel, frei nach dem afrikanischen Motto "das E steht für enough" - denkste! :blush:

Verzweifelt trat ich wieder und wieder das Gaspedal durch - Es tat sich nichts mehr. Glück im Unglück war, daß wir unmittelbar zuvor noch eine Furt durchquert haben. Das wäre ja was gewesen...

Nun ist es ja nicht nur oberpeinlich, so ganz ohne Sprit im Tank dazustehen, sondern mit Sicherheit von der Parkverwaltung auch nicht gerne gesehen. Aber es blieb uns ja nichts anderes übrig und so betankten Carsten und ich Vern mit dem Reservekanister, während Britta und Amelie vom Dach aus die Gegend scannten.

Zum Glück stellten wir uns halbwegs geschickt an, so daß zumindest den Betankungsvorgang selbst kein vorbeifahrendes Auto bemerkte, sondern man uns lediglich hinten am Fahrzeug rumkramen sehen konnte. Das befand niemand für würdig, anzuhalten und mal nachzufragen- Gottseidank!

Mit der neuen Füllung konnte es weiter gehen, denn der Park hatte noch einiges zu bieten.



Hier sahen wir unsere ersten Baby Impala (leider bei dem Kontrast nicht gut zu erkennen)...



... und auch die Giraffen hatten frischen Nachwuchs. Es ist unfassbar, wieviele Baby Giraffen wir auf unserer Tour gesehen haben.





Auf den befahrbaren Loops konnte man die meisten Tiere sehen, da natürlich auch die Sicht besser war.



Und dann, als wir uns mehr oder weniger verfahren hatten, trafen wir auf 3 andere Fahrzeuge, deren Insassen alle in einen Baum starrten. Und da waren sie dann tatsächlich - die legendären Lake Manyara Baumlöwen.



Die Sichtung im Tarangire war schon speziell. Sie aber hier zu sehen war irgendwie fast magisch (ich weiß, blödes Wort).



Das wars aber noch nicht. Wenig später nämlich haben wir noch die bis dahin weitgehend unbekannte und vermutlich endemische Spezies des Baum-Dikdik aufgespürt.



Ob das allerdings im Manyara eine vielversprechende Strategie ist, sei mal dahingestellt.


Fazit Lake Manyara:


Der Park präsentierte sich sehr verändert im Vergleich zu 2006. Damals stand das Wasser im See extrem niedrig. Um den See waren weite Grasebenen, auf denen Zebras, Gnus und Büffel grasten. Diese sind nun kaum noch vorhanden, ebenso wie die Hippo Pools. Das Wetter ist ja kaum vorherzusagen, aber der Park wird vermutlich Jahre brauchen, um wieder im vertrauten Bild zu erscheinen. M.E. hat TANAPA das beste aus der Sache gemacht, indem dafür gesorgt wurde, daß viele Bereiche des Parks weiter für Touristen zugänglich sind. Da wir an den Hotsprings fast schon am südlichen Gate waren, gehe ich davon aus, daß entgegen Erikas Meinung auch eine Süd-Nord Querung möglich gewesen wäre. Aktuell ist es für Besucher m.M.n. sehr vorteilhaft, sich bei der Parkverwaltung in der Rezption oder am Gate zu erkunden, was geht und was nicht. Wir hatten am zweiten Tag deutlich mehr Struktur in unseren Bemühung und daher auch vielmehr Sichtungen und auch Spaß. Denn m.E. hat es sich durchaus gelohnt, daß wir anders als 2006 den Park nicht nur so nebenbei gemacht haben. Durch seine spektakuläre Vegetation und die Lage am See und an der Grabenmauer des Rift Valley unterscheidet sich dieser Park ganz erheblich von den anderen Parks des Northern Circuit. Bei den Tiersichtungen gehört schlicht Glück dazu. Das hatten wir dieses Jahr, vor allem am zweiten Tag. Für Freunde von Primaten oder Vögeln ist Lake Manyara ein Muss. Wir haben noch so viele spannende Vogelarten gesehen, bei denen es leider nicht für Bilder gereicht hat. Ich bin mir sicher, daß die Hippos sich in absehbarer Zeit wieder an ihrem gewohnten Platz einfinden werden.

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Mittwoch, 22. September 2021, 10:40

Die Strecke bleibt tückisch. Man weiß nicht genau, ob es hier weiter geht oder nicht. Das hießt dann "try and hopefully not error".


Ich bin mir recht sicher, dass das die Stelle ist, an der wir umgekehrt sind. Da war zu unserem Zeitpunkt quasi nichts, keine Befestigung, keine Begrenzung und keine Reifenspuren mehr. Insofern war's bei eurem Besuch doch besser!
Klasse, dass ihr die Baumlöwen gesehen habt, aber du kannst dir vermutlich vorstellen, dass das Dikdik mein Highlight gewesen wäre. 8o
Zum Tank sag ich mal nix! :whistling: :D

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parabuthus (22. September 2021, 12:47)

maddy

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Mittwoch, 22. September 2021, 11:12

Hallo Christian,
:danke: !

Dein Vogel ist ein Palm-nut Vulture.

Gruss aus Sodwana
Maddy

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Mittwoch, 22. September 2021, 11:39

:danke: Maddy!

Den vagen Verdacht, daß es sich um einen Geier handelt, hatte ich aufgrund des Schnabels. Aber einen Palm-nut vulture kannte ich bisher nicht.

Bär

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Mittwoch, 22. September 2021, 20:52

Ich ?( Nur nochmal zu meinem Verständnis: An der ersten Picknick Site attackiert Dich ein Büffel und Du rennst zum Auto. An der nächsten Picknick Site am See lauft ihr munter umher und dann auch noch zu Fuß zu den heißen Quellen. Der Benzintank ist leer und während Du auffüllst muss jemand zur Sicherheit aufs Dach um Ausschau zu halten. Später seht ihr dann Löwen. :D
Richtig so?

Glücklicherweise haben die Löwen nicht in den Hot Springs gebadet. :whistling:
'


*** Wenn du nicht mehr weißt, wohin du gehen sollst, halte inne und schau zurück, woher du gekommen bist. (Sprichwort aus Afrika) ***

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Mittwoch, 22. September 2021, 21:32

Hört sich erstmal komisch an :) .
Der entscheidende Unterschied liegt im Gelände. An den Hotsprings hat die Parkverwaltung vermutlich keine besonderen Sicherheitsvorkehrungen getroffen, weil das Gelände im Grunde jede Konfrontation mit wilden Tieren nahezu ausschließt. Die Picknick Site liegt auf einem schmalen Streifen zwischen dem Ufer des Lake Manyara auf der einen Seite und der Felswand des Rift Valley auf der anderen Seite. Den knappen Bereich dazwischen hat man im Blick, so daß es schon extrem dumm laufen müßte, dort ein gefährliches Tier zu übersehen, zumal auch noch halbwegs regelmäßiger Publikumsverkehr dort ist und Tiere sich dort auf Dauer sicher nicht wohlfühlen würden. Insofern kann man sich dort relativ relaxed bewegen.

An der Picknick Site, an der ich dem Büffel begegnet bin, war die Umgebung hingegen nicht besonders gut einsehbar. Da ich den Büffel vom Klo aus nicht sehen konnte, meine Neugier jedoch größer als die Vernunft war, machte ich mich auf der Picknick Site auf die Suche nach dem Büffel. Das war natürlich eine saudumme Idee. Glücklicherweise habe ich den Büffel gefunden, als ich mich noch nicht zu weit von unserem Auto entfernt hatte. Wenn alle Stricke gerissen wären, hätte ich vermutlich noch auf ein fremdes Auto springen können, obwohl mir der Gedanke in dem Moment ehrlich gesagt nicht kam.

Löwen hatten wir bei unserer Notbetankung gar nicht auf dem Schirm. Eher andere Fahrzeuge, vor allem Park Ranger. Wir waren schon besorgt, daß das richtig Ärger geben könnte. Hinsichtlich der Tiere hatten wir eher Elefanten und eben Büffel im Auge. Auf die Löwen hätte ich keinen Pfifferling gesetzt.

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Marc

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Donnerstag, 23. September 2021, 22:06

Der Lake Manyara hat mich schon 2006 begeistert, weil er eine ganz eigene Atmosphäre hat. Irgendwie wirkt er wie ein verwunschener Märchenwald. Das macht zwar die Sichtung von Tieren nicht unbedingt einfach, verleiht dem Park aber einen ganz eigenen Charakter.
Genau so würde ich diesen Park auch beschreiben. Wir waren 2011 dort und auch bei uns standen mehr als die Hälfte der Straßen Unterwasser... :blush:
Ich ?( Nur nochmal zu meinem Verständnis: An der ersten Picknick Site attackiert Dich ein Büffel und Du rennst zum Auto. An der nächsten Picknick Site am See lauft ihr munter umher und dann auch noch zu Fuß zu den heißen Quellen. Der Benzintank ist leer und während Du auffüllst muss jemand zur Sicherheit aufs Dach um Ausschau zu halten. Später seht ihr dann Löwen. :D
Richtig so?

Glücklicherweise haben die Löwen nicht in den Hot Springs gebadet. :whistling:
Ich glaube, das ist die Perspektive aus Südafrika. In Mittel- und Ostafrika ist das etwas anders, weil die Grenzen zwischen dem Möglichen fließend sind. Die Parks haben selten bis nie Zäune, fast immer gibt es bewohnte Dörfer innerhalb der Parks, auch außerhalb der Parks muss man jeder Zeit mit großen, gefährlichen Tieren rechnen. Den ersten (riesigen) Leoparden meines Lebens haben wir im Ngorongoro-Park oben im Urwald gesehen, 200m weiter waren 2 vielleicht 10-jährige Schulkinder unbegleitet unterwegs, am Rande der Serengeti waren 6 Löwen in Sichtweite eines Hirten mit 50 Rindern, das Zusammenleben mit diesen Tieren ist anders, als in Südafrika. Entsprechend ist es in Ostafrika viel mehr der Eigenverantwortung überlassen, ob man aussteigt oder nicht.
Schöne Inselgrüße Marc

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Montag, 27. September 2021, 20:55

Tanzanice Farm Lodge, Karatu

Die Entscheidung, wo wir anlässlich unseres Besuchs im Ngorongorokrater übernachten wollen, war eine der schwierigsten Entscheidungen dieser Reise, die mehrfach auf der Kippe stand.

Grundsätzlich standen wir vor der Frage, ob wir uns für eine der ultrateuren Lodges direkt auf der Kraterwand entscheiden oder für eine Budget Variante in Karatu. Wir haben uns für letzteres entschieden, weil wir zum einen bereits vom Budget her bei der nächsten Schmerzgrenze angelangt waren und wir nach unseren Vorstellungen auch gar nicht so viel von einer Lodge am Kraterrand haben würden, da wir ja nach Plan eigentlich den ganzen Tag im Krater fahren wollten.

Im Rahmen dieser Richtungsentscheidung fiel unsere Wahl auf die Tanzanice Farm Lodge in Karatu.

Ich muß gestehen, daß ich Karatu aus 2006 in ziemlich schlechter Erinnerung hatte, sowohl den Ort wie auch das damals gebuchte "Bush Man´s Camp", welches sich damals aufgrund des Wetters in den berüchtigten "Bush Man´s Swamp" verwandelte.

Den Ort empfinde ich immer noch als ziemlich reizlos, aber immerhin kann man komfortabel Geld ziehen, Tanken, den Reifendruck prüfen und kleinere Besorgungen machen. Aber schön geht definitiv anders.

Die Zufahrt zum Tanzanice Camp war - Achtung: Running Gag! - von tiefen Schlaglöchern durchsetzt und nicht besonders anheimelnd von der Umgebung her. Glücklicherweise setzte sich die Tanzanice Farm merklich hiervon ab und gab einem gleich ein gutes Gefühl.

Dazu trugen nicht zuletzt die sehr engagierten Mitarbeiter des kommunalen Projekts Tanzanice bei, die sich dem Anschein nach sehr auf unseren Besuch gefreut haben und sich bemühten, uns jeden Wunsch zu erfüllen. Da zeigte sich bei der Gestaltung der Lunchpakete, wo wir erstmals bei der Zusammensetzung ein Mitspracherecht hatten bis hin zu unseren arg frühen Frühstückszeiten. Auch wurden wir wieder ganz hervorragend bekocht, bodenständig aber sehr lekker. Im Office war man uns auch gern behilflich beim Ausdrucken einiger Dokumente für unseren PCR Test. Natürlich gab es auch W-LAN, allerdings nicht ganz so stabil wie sonst in Tansania.

Die Unterkünfte bestehen aus einzelnen Bungalows, nach hinten mit Blick in den Garten. Wir haben zwei nebeneinander liegende Häuschen bekommen.



Meine Sorge, daß es in Karatu eigentlich keine schöne Aussicht geben könne, bestätigte sich nicht. Die Gärten der Farm fügten sich perfekt in die hügelige Landschaft. Das kommunale Projekt generiert einen nicht unerheblichen Teil der Einnahmen aus dem Anbau von Obst und Feldfrüchten.



Auf der Terrasse konnte man entweder eigene Getränke konsumieren oder sich für 3 $/Getränk aus der Bar bedienen.



Innen sah es so aus...



Alles war sehr sauber und gepflegt. Besonders erwähnenswert ist das Badezimmer mit der besten Dusche auf unserer Reise.

Fazit Tanzanice Farm Lodge:

Die Unterkunft ist definitv zu empfehlen. Auf Basis unserer getroffenen Vorauswahl haben wir fast mehr bekommen als wir erwarten konnten. Die Leute sind klasse. Wir hatten die erste ernsthafte Reparatur bei Vern. Es war gar keine Frage, daß man versuchte, uns zu helfen.Auch in der Küche war man sehr flexibel in Bezug auf unsere Wünsche. Vom Preis-/Leistung Verhältnis her eine sehr gute Wahl. Hier gibt es gar nichts zu mäkeln.

Und doch bin ich nicht sicher, ob wir es nochmal so machen würden. An dieser Stelle waren wir vielleicht einfach zu knickerig und haben wahrscheinlich ein eindrucksvolleres (Natur-)Erlebnis verpasst. Man hätte sicher am ersten Nachmittag/Abend genug Zeit gehabt, die Vorzüge einer Lodge am Kraterrand zu genießen und das Fahren in der Ngorongoro ConservationArea hätte man sich am Kratertag auch sparen können - darauf komme ich noch...

Vielleicht hätten wir mit Erikas und Pauls Connections auch ein halbwegs reelles Angebot für eine Lodge mit mehr Safari Atmosphäre in Kraternähe ergattern können. Wir haben es noch nicht einmal versucht. Das würde ich im nachhinein als einen Fehler bezeichnen.


PS: Erster Ärger mit Vern

Auf der Fahrt nach Karatu haben wir festgestellt, daß sich das Beifahrer-Fenster auf halber Höhe verkeilt hatte und in keine Richtung mehr zu bewegen war.

Ich habe glücklicherweise vor etwa 30 Jahren bei VW als Werksstudent genau jene Fenster beim damaligen T 4 Bus eingebaut, so daß ich ein ungefähres Bild davon hatte, was zu tun ist. Das Leben geht manchmal seltsame Wege... Zum Glück ist die Mechanik bei Vern recht ähnlich. Leider waren in den beiden Halteschinen für die Scheibe die beiden Gummilaschen komplett verschlissen, so daß das Fenster auch die Tage drauf öfters aus der Verankerung rutschte und ohne "Nachhilfe" nicht zu schließen war. Für den erforderlichen Eingriff benötigte ich ab dem zweiten Mal nur noch wenige Minuten und als Werkzeug lediglich mein Leatherman-Tool, so daß auch das umständliche Auspacken der Werkzeugkiste entfiel. Eine Werkstatt für eine nachhaltigere Reparatur aufzusuchen wollten wir nicht riskieren, da wir befürchteten, sehr viel Zeit zu verlieren.

Das nicht verschließbare Fenster sollte aber schon am nächsten Tag für reichlich Nervenkitzel sorgen...

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Dienstag, 28. September 2021, 08:43

Die Lodge kennen wir doch. 8) Die waren wirklich wahnsinnig nett da. Und die Fahrt durch die Hinterhöfe dort fand ich echt nett. Jeder hat gewunken. 8o

Ich hatte mich recht ausgiebig mit dem Thema Lodge am Kraterrand beschäftigt und trotz "Coronapreisen" war das preislich für uns (!) fernab von Gut und Böse. Wir haben es daher nicht wirklich bereut, aber die Fahrt am nächsten Morgen am Kraterrang entlang zum Gate war schon ziemlich übel. :rolleyes:

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parabuthus (28. September 2021, 09:59)

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Dienstag, 28. September 2021, 09:59

Die Lodge kennen wir doch. 8)


Stimmt! Das ist mir wegen der Vielzahl der beeindruckenden Serengeti Fotos in eurem Bericht gar nicht mehr präsent gewesen. Ich bin auf booking alle in Betracht kommenden Optionen in Karatu durchgegangen. Schon virtuell stach Tanzanice heraus. Und wie bereits bei Africa Amini ist es für mich ein dickes Plus, wenn es sich um ein kommunales Projekt handelt, das möglichst viele Einwohner beteiligt und somit vom Tourismus profitieren lässt.

Ich hatte mich recht ausgiebig mit dem Thema Lodge am Kraterrand beschäftigt und trotz "Coronapreisen" war das preislich für uns (!) fernab von Gut und Böse.

Du hast ja recht. Man kommt da ohne zu zucken ganz schnell in einen Bereich von 3.000 € - 4.000 € für 2 Nächte für 4 Personen. Insofern war das für uns eigentlich nie wirklich eine realistische Option. Aber ich muß gestehen, daß wir schon ein wenig neidisch beim Blick auf die Kraterlodges waren... Davon abgesehen kann man mit der Tanzanice Farm absolut nix verkehrt machen.

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Dienstag, 28. September 2021, 10:40

Wir hatten sogar dasselbe Zimmer. :thumbup: Und das Essen war wirklich sehr gut.

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parabuthus (28. September 2021, 16:32)

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Donnerstag, 30. September 2021, 22:43

Ngorongorokrater

Um möglichst früh in den Krater fahren zu können, sind wir schon kurz nach 5.00 Uhr aufgestanden.

Da der Krater nicht zu den von Tanapa verwalteten Nationalparks gehört, sondern von der Ngorongoro Crater Area Authority (NCAA) geführt wird, gelten einige Sonderregelungen. Die Gebühren für die Durchfahrt zur Serengeti und natürlich auch die Fahrt in den Krater können nicht im voraus bezahlt werden, sondern müssen vor Ort am Gate entrichtet werden.



Als wir ankamen, war zu unserer Überraschung nahezu nichts los. Wir waren mehr oder weniger sofort an der Reihe. Tatsächlich haben wir am nächsten Tag festgestellt, daß das wahre Hauen und Stechen - wie auf dem Foto zu erkennen ist - erst gegen 9.00 Uhr voll im Gang ist. Man lässt seine Safari-Klientel ganz offensichtlich ausschlafen. Wir haben uns gedacht, bei dem hohen Gebühren und der mühsamen Anfahrt gibt es nix zu verschenken. Ein Argument für einen späteren Aufbruch kann für mich allenfalls sein, daß die Wolken irgendwann abziehen. Das wiegt aber m.e. die verpasste Zeit im Krater nicht auf. Ein Zeitlimit für den Kraterbesuch, von der man in Reiseführern oft liest, gibt es entweder nicht oder es wird nicht kontrolliert. Wir konnten solange wir wollten im Krater bleiben.

Der Krater ist ein richtig teures Vergnügen. Neben der üppigen Durchfahrts Fee von 60 $ pro Person, ist für die Fahrt in der Krater zusätzlich noch eine Fee i.h.v. 250 $ fällig. Wenn Kinder gemeldet werden, wollen sie am Gate den Kinderpass sehen. Für unsere Gruppe haben wir dementsprechend 460 $ bezahlt für einen Tag Krater.Das ist etwa der Preis wie für ein Jahr Südafrikas Parks mit der Family Wildcard.

Wie schon Nadine und Martin hat Paul auch uns empfohlen, die östliche Abfahrt in den Krater zu nehmen, da dort wohl relativ sicher auf eine Kontrolle verzichtet wird, ob der eigentlich obligatorische Guide an Bord ist. Das war dann zum Glück auch so.

Weitaus weniger erfreulich waren die gut 20 km Fahrt vom Gate bis zur Abfahrtsstrecke. Die Piste in der NCAA ist einfach nur furchtbar. Es ist Dauerwellblech, durchzogen von einigen Schlaglöchern. Dazu kommen einem Fahrzeuge von den Lodges entgegen, die ohne Rücksicht auf Verluste draufhalten. Da wollen wir nicht gegenhalten.
Hinzu kam, daß wir leider ziemliches Pech mit dem Wetter hatten. Die Wolken hingen so tief, daß wir buchstäblich hindurchgefahren sind. Richtig weit gucken konnten wir nicht. Es war dazu bitterkalt. Wenn wir jetzt nochmal zurückfahren hätten müssen, um einen Guide zu mieten... Ich mag es mir echt nicht vorstellen :help: .

Nach mehr als einer Stunde kamen wir dann endlich an.



Am Posten vor der Abfahrt ging es schnell. Die übliche Zettelwirtschaft und schon konnte es los gehen. Der arme Ranger guckte ob des Wetters auch ein wenig unglücklich.



Das große Problem mit dem Krater sind definitiv die hohen Erwartungen, die aufgrund anderer Berichte oder sogar eigener Erfahrung bestehen, wie in unserem Fall. Wir haben im Jahr 2006 an einem Tag sämtliche Big 5 gesehen. Viele berichten sogar von Kills.

Der Krater ist schlicht ein Mythos.

Das schlechte Wetter war da leider schon einmal eine Hypothek, auch ein wenig für die Foto- und Filmbedingungen. Wir wollten uns davon aber nicht entmutigen lassen. Es gibt natürlich immer etwas zu sehen...



Hyänen stehen bei den meisten tansanischen Fahrern nicht besonders hoch im Kurs. Immer wieder haben wir beobachtet, daß sie nahezu unbeachtet blieben, als wäre es ein Impala (wobei Amelie an dieser Stelle protestieren würde :) ). Wir bleiben natürlich stehen.



Das miese Wetter hat begünstigt, daß extrem viele Hippos an Land waren. Das hat natürlich für den Lake Manyara entschädigt :thumbup: .





Wir haben sehr große Herden von Gnus gesehen (das ist nur ein kleiner Ausschnitt aus einem langgezogenen Links-/Rechtsschwenk)...



...manchmal auch viele unterschiedliche Tiere beisammen.



Auch sehr spannende Vögel gibt es hier zu sehen...









Dies hier ist eine Grant Gazelle, die sich von der allgegenwärtigen Thompson Gazelle vor allem durch die fehlenden Streifen am Bauch unterscheidet.



Hier wäre doch schon eine erste Kill- Situation...



... nämlich zwischen ihm...



... und diesem Jäger.



Zum Glück wurde da nix draus. Amelie war schon ganz bange um den armen Hasen. Aber der Goldschakal hatte glücklicherweise kein Jagdfieber und zog von dannen...



Beim wirklichen Kill haben wir uns leider sehr unglücklich verhalten. Das schmerzt noch immer...

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Freitag, 1. Oktober 2021, 09:50

Voll Zustimmung, die Fahrt entlang des Kraters hat sich ewig in die Länge gezogen. Zwar landschaftlich sehr schön (ok, wir hatten schönes Wetter und konnten immer wieder in den Krater gucken), aber furchtbare Piste. Tatsächlich ist in Tansania (oder vielleicht in Ostafrika generell, denn in Uganda war das ähnlich) das Safari-Publikum ein ganz anderes. Die Touris wollen in der Tat ausschlafen und dann ganz gemütlich nach dem Frühstück auf Pirsch gehen. Wir fanden das auch immer sehr seltsam. In der einen oder anderen Unterkunft wurden wir durchaus ungläubig angesehen, wenn wir um 6 Uhr frühstücken wollten. :rolleyes:

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toetske (3. Oktober 2021, 00:57), parabuthus (1. Oktober 2021, 10:50)

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Freitag, 1. Oktober 2021, 10:50

Das hat 2006 auch zu Konflikten zwischen uns und unserem Fahrer geführt. Wir wollten früh raus, er wollte ausschlafen und dann erstmal ausgiebig frühstücken. Seine lapidare Antwort: "Die Tiere haben ja nicht den Park verlassen..." Das Essen war sowieso immer ein ganz wichtiger Aspekt auf unserer damaligen Camping Safari, schließlich haben wir für 3 Mahlzeiten am Tag bezahlt...

Wir selbst gehören mit Sicherheit nicht zu denen, die sich um 4.30 Uhr im Krüger am Gate anstellen würden, aber 9.00 Uhr ist selbst für unsere Verhältnisse extrem spät.

Ich könnte mir aber vorstellen, daß die Tansanischen Guides den Safari Tag mit mehr Gelassenheit angehen, da sie eigentlich fast alle untereinander per Funk oder Mobilphone vernetzt sind und insofern immer irgendeinen Löwen "in petto" haben, den sie ihren Gästen präsentieren können, denn darum scheint sich fast alles zu drehen.

Daß man gern früh los fährt, um die spezielle Stimmung aufzusaugen, ist da eher nicht so das Thema.

Früh gefahren wird allenfalls dann, wenn aufgrund einer langen Fahrtstrecke Zeit benötigt wird.

Das ist alles ein wenig antizyklisch zum Safariverhalten im südlichen Afrika. Wenn die einen schon wieder "rein kommen" nach der Frühpirsch, fahren die anderen erst los :D . Wenn man sich in beiden Regionen geschickt verhält, ist man weitgehend allein auf der Piste...

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Bueri (5. Oktober 2021, 10:22), toetske (3. Oktober 2021, 00:58), gatasa (1. Oktober 2021, 22:41), Budenknipserin (1. Oktober 2021, 11:22)

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59

Freitag, 1. Oktober 2021, 11:22

"Die Tiere haben ja nicht den Park verlassen..."

:D :D :D Großartig!

parabuthus

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Dienstag, 5. Oktober 2021, 08:36

Ngorongorokrater II

Irgendwann ist sie dann unvermeindlich, die große Ansammlung.



Wenn so viele Fahrzeuge da stehen, muß es ja was zu sehen geben.



Wie bei dem Andrang zu erwarten war, präsentieren sich hier Löwen.



Mal schauen, wann eine Lücke für uns frei wird...



So ist es schon besser. Wir haben freien Blick.



Plötzlich erhebt sich eine der Löwinnen und kommt trotz all der anderen Fahrzeugen um uns herum direkt auf Vern zu.



Der Pferdefuß daran ist, daß sich durch die Ruckelei bei der Anfahrt wieder einmal das Beifahrerfenster nicht schließen lässt. Obwohl es kaum wahrscheinlich ist, scheint die Löwin ganz genau unser Auto als Schwachstelle ausgemacht haben und kommt zielstrebig auf die Beifahrerseite zu.



Jetzt brach im Auto hektische Betriebsamkeit aus. Amelie wurde immer aufgeregter, ich packte die Scheibe am oberen Rand und zog sie hoch und drückte mit beiden flachen Händen gegen die Scheibe. Was für eine saublöde Situation! Für die Passagiere der anderen Fahrzeuge muß es reichlich komisch ausgesehen haben. Später haben wir auch drüber gelacht, aber als der Löwe durch die Scheibe blickte, die ich verzweifelt festhielt, fand ich das gar nicht lustig.
Nach kurzem Zögern setzte die Löwin sich (endlich) in Bewegung. Sie war - das stellte sich kurz darauf heraus - definitiv hungrig. Der erste Kill fiel jedoch erstmal aus... :whistling:

Jetzt überlegten wir, was wir machen. Die große Gruppe lag weiter faul rum. Zwar hoben sich ab und an ein paar Köpfe, aber so richtig viel war für den Moment nicht zu erwarten.



Wir entschieden uns, der Löwin zu folgen. Eine gute Entscheidung!

Die Löwin streifte etwa 500 m durch das Gelände und ging - perfekt für Foto und Film - direkt neben der Straße in Lauerhaltung.



In etwas größerem Abstand befanden sich einige Zebras und auch einige Grant Gazellen. Wir machten erst einmal Mittag und warteten auf die hoffentlich kommende Action...



Was nun passierte, gehört zu den bittersten Momenten, die wir je beim Game Driven hatten. Wir blieben gut 20 Minuten bei der Löwin stehen. Die Löwin selbst wechselte immer mal wieder von Lauerhaltung in eine entspannte Position und wieder zurück. Irgendwie wirkte sie unschlüssig. Die vermeintlichen Beutetiere waren ein gutes Stück weit weg, so daß bei uns im Auto Zweifel aufkamen, ob es sich lohnt, hier weiter zu waren. Die Picknick Site mit Toilette war auch nicht weit entfernt, so daß wir entschieden, an dieser Stelle abzubrechen.

Es kam natürlich, wie es kommen mußte :wacko: Als wir nach nur wenigen Minuten die Picknick Site wieder verließen, winkte uns ein aufgeregter Guide zu und fragte, ob wir von dem Kill wüßten. Wir stöhnten auf. Die Wegbeschreibung mußten wir nicht erfragen... :(

Als wir ankamen lag die Löwendame ein wenig weiter feldeinwärts.



Oh Mann, war das bitter, nun die Löwin an dem Zebra zu sehen. Auf so eine Situation wartet man eine gefühlte Ewigkeit und lässt sie so durch die Finger gleiten...



Das einzig Gute war, daß wir die Entscheidung, die Löwin zu verlassen, im Auto gemeinsam getroffen haben und niemand überstimmt wurde. So blieben uns wenigstens diese Diskussionen erspart.

Die Enttäuschung aber steckte schon in den Knochen, da beißt die Maus keinen Faden ab. Wenigstens sollte es ein wenig später noch einen schönen Trostpreis geben...

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