Sie sind nicht angemeldet.

Lieber Besucher, herzlich willkommen im "Suedafrika-Forum.org"! Falls dies Ihr erster Besuch auf dieser Seite ist, lesen Sie sich bitte die Hilfe durch. Dort wird Ihnen die Bedienung dieser Seite näher erläutert. Darüber hinaus sollten Sie sich registrieren, um alle Funktionen dieser Seite nutzen zu können. Benutzen Sie das Registrierungsformular, um sich zu registrieren oder informieren Sie sich ausführlich über den Registrierungsvorgang. Falls Sie sich bereits zu einem früheren Zeitpunkt registriert haben, können Sie sich hier anmelden. Wichtiger Hinweis zur Verwendung von Cookies: Um unsere Webseite für Sie optimal zu gestalten und fortlaufend verbessern zu können, verwenden wir Cookies. Durch die weitere Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen zu Cookies erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung.

parabuthus

Erleuchteter

  • »parabuthus« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 1 819

Dabei seit: 14. Oktober 2014

Danksagungen: 9990

  • Nachricht senden

81

Dienstag, 12. Oktober 2021, 08:54

Serengeti Game Drives

Im Gegensatz zum Tarangire Nationalpark, für den wir den optimalen Reisezeitpunkt erwischt hatten, war dies bei der Serengeti eher nicht der Fall. Kurz vor unserer Abreise habe ich noch hier im forum gelesen, wie Wilfried davon berichtet hat, daß die Gnuherden gerade den Mara überqueren, so daß von vornherein klar war, daß wir Abstriche machen müssen. Tatsächlich haben wir in der Seronera nicht ein einziges Gnu gesehen! Glücklicherweise hat die Seronera ganzjährig einen festen Stamm an Tieren, die es vorziehen, nicht zu migrieren. Genug Wasser war ja auch vorhanden, ebenso wie genügend Weidegründe.

In allererster Linie ist die Seronera aber Predator Country. In der Luft...



... wie zu Land. Wahnsinn, gleich die erste größere Sichtung im Park war erneut ein Serval, diesmal noch viel näher als beim ersten Mal, so daß auch die Bildqualität steigt...



Da wartet man so lange vergeblich auf diese außergewöhnlich schöne Katze und nun folgt nur einen Tag nach dem ersten Serval bereits der zweite :love: .



Mit nur zwei anderen Fahrzeugen standen wir am Wegesrand. Der Serval ließ sich davon nicht besonders beeindrucken und ging seinerseits auf die Sucher nach Nagern...



Wie üblich rauschen alle Fahrzeuge an der Hyäne vorbei. Ich kann es immer noch nicht fassen. Für mich gehören sie zu den faszinierendsten Tieren überhaupt.



Wir müssen uns ein wenig sputen, denn durch die Probleme zuvor haben wir ziemlich viel Zeit verloren und die Dämmerung setzt schon ein, so daß es Zeit wird, unser Camp aufzusuchen.

Gern nehmen wir aber noch diese Giraffe mit.



Wir haben uns für das Zawadi Camp entschieden, erneut ein mobiles Zeltcamp, welches auf der Karte als Kamarishe 7 markiert ist und am Fuß der Kamarishe Mountains liegt.

Zawadi bedeutet auf Swahili "Geschenk" - man darf also gespannt sein. Die Anfahrt zieht sich ein wenig und ist nicht selten ruppig, so daß auch dieses Camp ganz in der Tradition der vorherigen liegt. Da die Sonne schon spektakukär am Horizont verschwindet...



... sind wir froh, daß wir endlich ankommen.



Das Camp wirkt eine ganze Nummer kleiner als etwa das Baobab Camp und steht unter spanischen Management. Das hat zur Folge, daß die ganz überwiegende Mehrzahl der Gäste Spanier sind.



So richtig vom Hocker haut es uns ehrlich gesagt nicht, erst recht als wir die Wohnzelte zu Gesicht bekommen.



Diese waren doch arg klein geraten. Die Betten standen so dicht, daß kein Nachttisch mehr dazwischen Platz gehabt hätte. Es gab auch nur ein kleines Bad. Da wir hier immerhin 4 Nächte verbringen wollten, konnten wir uns mit der Wohnsituation nicht so recht anfreunden. Obwohl es anders beschrieben war, ist dieses Zelt eher nicht für 4 Personen ausgelegt. Zum Glück ist der Camp Manager Kade sehr pragmatisch und im Camp gibt es noch freie Zelte, so daß wir nach der ersten Nacht ein zweites Zelt bekamen :thumbsup: .
Verwundert hat uns ein wenig die Lage des Camps. Der Boden wirkte eher sumpfig, so daß sich auch die nächtlichen Gäste nicht mehr wirklich eine Überraschung waren...



Davon haben natürlich auch andere, eher zwielichtige Gestalten Wind bekommen...



Gerade wenn Zweifel aufkommen, ob man in der Savanne ist, wird man vom vertrauten Personal wieder eingefangen...




Fazit Zawadi Camp:

Das Camp hat bei uns einen ambivalenten Eindruck hinterlassen. Das Wohnzelt war deutlich schlechter als das im Baobab Camp in Tarangire. Zawadi war auch das einzige Camp, in dem es Schwierigkeiten gab, kühle Getränke vorzuhalten. Der allergrößte Pluspunkt im Camp war der Koch. Dieser war der mit Abstand beste Koch auf unser Tour und in meinen Augen das absolute Aushängeschild des Camps. Er wagte sich auch an raffinierte Gerichte heran und konnte einen immer wieder überraschen. Ein Pfundskerl war er noch dazu. Auch die anderen Helfer im Camp waren sehr aufmerksam und bemühten sich, uns in jeder Form zu unterstützen. Die Lage im Park war nicht schlecht, es war nicht weit bis zu den Hotspots in der Seronera. Leider gab es in unmittelbarer Nähe kein Wasser, so daß es nur vereinzelte Beobachtungen vom Camp aus gab. Fairerweise muß erwähnt werden, daß das Zawadi Camp in der Seronera wohl das mit Abstand günstigste Camp ist, was gerade mit Blick auf die noch on top kommenden hohen staatlichen Übernachtungsgebühren kein unbedeutender Faktor ist. Vor diesem Hintergrund sind wir mit unserer Wahl durchaus zufrieden gewesen.

Es haben sich bereits 15 registrierte Benutzer bedankt.

Benutzer, die sich für diesen Beitrag bedankt haben:

Tutu (14. Oktober 2021, 21:51), jirka (13. Oktober 2021, 19:38), Bueri (13. Oktober 2021, 09:35), U310343 (13. Oktober 2021, 09:16), toetske (12. Oktober 2021, 22:53), Lucy_2015 (12. Oktober 2021, 20:57), Fluchtmann (12. Oktober 2021, 20:10), Marc (12. Oktober 2021, 17:11), Bär (12. Oktober 2021, 15:53), traveler57 (12. Oktober 2021, 13:03), Wicki4 (12. Oktober 2021, 12:47), Beate2 (12. Oktober 2021, 11:37), Fop (12. Oktober 2021, 10:19), maddy (12. Oktober 2021, 09:31), Budenknipserin (12. Oktober 2021, 09:12)

Budenknipserin

Stachelschwein

Beiträge: 731

Dabei seit: 11. Januar 2012

Danksagungen: 3278

  • Nachricht senden

82

Dienstag, 12. Oktober 2021, 09:14

Klasse, schon der zweite Serval! :thumbsup:
Liegen gebliebene Landcruiser oder Landrover sieht man eigentlich mehrmals täglich, oft mit Reifenpannen, nicht selten jedoch mit erheblich ernsteren Problemen. Man erkundigt sich, ob man helfen kann und hofft inständig, nicht selbst der Nächste zu sein...

Wir haben zum Glück kein einziges liegen gebliebenes Fahrzeug gesehen (und hatten selbst mit Vern ja auch Glück :blush: ), aber das lag sicher auch daran, dass es im letzten November noch mal deutlich leerer war.
Das war in der Tat eine stressige Anreise. Wir fanden es schon ohne Auto- und Permitprobleme anstrengend, aber wenn das noch oben drauf kommt ... :whistling: Aber ab jetzt wird sicher alles toll! 8)

Es hat sich bereits 1 registrierter Benutzer bedankt.

Benutzer, die sich für diesen Beitrag bedankt haben:

parabuthus (12. Oktober 2021, 12:47)

parabuthus

Erleuchteter

  • »parabuthus« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 1 819

Dabei seit: 14. Oktober 2014

Danksagungen: 9990

  • Nachricht senden

83

Mittwoch, 13. Oktober 2021, 07:57

Serengeti Game Drives II

Nicht weit entfernt von unserem Camp liegen die Hippo Pools.



Im Jahr 2006 waren die Pools aufgrund einer lang anhaltenden Dürre zu einer winzigen Matschpfütze mutiert, in der die wenigen verbliebenen Hippos sich untereinander übellaunig ans Leder gegangen sind und die 2-3 Krokodile vorsichtig Abstand hielten.

2021 ein gänzlich verändertes Bild. Die Pools sind riesig und entsprechende Mengen von Hippos tummeln sich im Wasser oder am Ufer.



Hier könnte man stundenlang zuschauen...





Nachdem wir einige Zeit bei den Hippos verweilt haben, ging es weiter ins Herz der Seronera. Unterwegs sahen wir diesen farbenfrohen Vogel. Leider habe ich nicht die geringst ahnung, um was für eine Art es sich handelt...



In der Seronera war aufgeregte Stimmung. Die Mangusten starrten von ihrem Bau aus in eine Richtung und gaben merkwürdige, knurrende Laute von sich.



Die Ursache für die Anspannung war schnell ausgemacht. Ein Löwenrudel in der Nähe beendete gerade die Siesta und checkte die Lage...





Einige der Löwen sprinteten unruhig durch die Gegend. Es war aber nicht richtig auszumachen, worauf sie aus waren.



Auch in der Seronera direkt gibt es Hippos.



Auch auf Elefanten trifft man hier regelmäßig. Diese waren auch ziemlich entspannt und ließen sich nicht stören von den Fahrzeugen.



Hatten wir bei der ersten Löwensichtung noch in einem mittleren pulk gestanden, entschieden wir nun, eigene Wege zu fahren. Wir fuhren eine relativ unscheinbare Piste ab, die zunächst nicht sehr vielversprechend erschien. Dann allerdings sind wir auf eine Herde Thomson Gazellen gestoßen, die alle eng beieinander standen und zur Straße blickten. Wir mutmaßten zurecht, daß nicht wir der Grund für die Wachsamkeit waren, sondern noch etwas anderes in der Nähe sein mußte. Und zunächst haben wir nur eine Tatze gesehen, die in die Höhe gereckt wurde. Diese Tatze führte uns zu 3 prachtvollen Löwenbrüdern, die wir diesmal tatsächlich exklusiv für uns hatten...



Einer war leider nur schlecht zu sehen, da er auf dem Rücken hinter einem Baum lag...



:love:



Zum Schluß der Runde sahen wir noch unser Maskottchen. Der Abstecher hat sich richtig gelohnt und ermutigte uns, es öfter mal auf eigene Faust abseitig der Hauptrouten zu versuchen...


Es haben sich bereits 16 registrierte Benutzer bedankt.

Benutzer, die sich für diesen Beitrag bedankt haben:

Tutu (14. Oktober 2021, 21:53), Wicki4 (14. Oktober 2021, 14:31), jaffles (14. Oktober 2021, 09:15), toetske (14. Oktober 2021, 00:15), jirka (13. Oktober 2021, 19:39), Lucy_2015 (13. Oktober 2021, 19:07), Fluchtmann (13. Oktober 2021, 13:18), corsa1968 (13. Oktober 2021, 11:40), maddy (13. Oktober 2021, 09:56), Bueri (13. Oktober 2021, 09:37), U310343 (13. Oktober 2021, 09:17), Marc (13. Oktober 2021, 09:13), Fop (13. Oktober 2021, 09:13), Beate2 (13. Oktober 2021, 08:51), Budenknipserin (13. Oktober 2021, 08:42), Bär (13. Oktober 2021, 08:37)

Budenknipserin

Stachelschwein

Beiträge: 731

Dabei seit: 11. Januar 2012

Danksagungen: 3278

  • Nachricht senden

84

Mittwoch, 13. Oktober 2021, 08:45

Leider habe ich nicht die geringst ahnung, um was für eine Art es sich handelt...

Das müsste ein Fischer's Lovebird sein. Die sind da häufig in größeren Gruppen zu sehen.

Es haben sich bereits 3 registrierte Benutzer bedankt.

Benutzer, die sich für diesen Beitrag bedankt haben:

Tutu (14. Oktober 2021, 21:53), parabuthus (13. Oktober 2021, 09:41), Bär (13. Oktober 2021, 08:51)

parabuthus

Erleuchteter

  • »parabuthus« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 1 819

Dabei seit: 14. Oktober 2014

Danksagungen: 9990

  • Nachricht senden

85

Donnerstag, 14. Oktober 2021, 08:55

Serengeti Game Drives III

Die Raubtierdichte in der Seronera ist schlicht überwältigend. Wir wollten eigentlich nur zum Information Center als uns eine Löwin auffiel, die ganz offensichtlich auf der Jagd war. Sie nutzte den Vorteil, sich ungesehen über die tiefer gelegene Pad anzunähern.



Sie geht in Lauerstellung und wartet auf eine günstige Gelegenheit.



Dann sprintet sie auf eine kleine Gruppe Thompson Gazellen zu, die das Unheil jedoch in letzter Sekunde kommen sahen und sich in alle Richtungen zerstreuten. Frustriert zog die Löwin von dannen. Kurze Zeit später versuchte sie es auf der anderen Straßenseite bei Impalas, ebenfalls erfolglos, für uns aber sehr spannend zu beobachten.



Dann geht es auf Leoparden-Pirsch. Am Information Center lernten wir einen jungen Mann mit Namen Shaban kennen. Was genau für seine Aufgabe hier war, bleibt unklar, aber er war in sehr teuren Klamotten auffällig gekleidet. Shaban fragte uns, ob wir schon Leoparden gefunden hätten. Als wir verneinten, erzählte er, daß eine Leopardin mit Nachwuchs bei den Nyere-Kopies gesehen worden sind. Diese sind allerdings nicht auf unserer Karte eingezeichnet. Er bot uns ganz pragmatisch an, uns hinzuführen - und so machten wir es. Amelie setzte sich auf Brittas Schoß und Shaban stieg zu und wies mich über das offene Dach an. Ich legte ein zügiges Tempo vor, da es schon wieder dämmerte. Die Nyere Kopies liegen hinter den Maasai Kopies, so daß wir selbst bei zügigen Tempo etwa eine halbe Stunde brauchten. Etwa 5-6 andere Guides hatten wohl den gleichen Tip bekommen und suchten mit ihren Passagieren bereits mit die Kopies mit Ferngläsern ab.



Leider gelang es trotz intensiver Suche nicht, die Leoparden aufzuspüren. Shaban war sehr enttäuscht, obwohl wir ihm versicherten, daß wir es nicht sind und daß Fehlversuche eben auch dazu gehören. Wir setzten Shaban mit einem Trinkgeld versehen wieder am Info Center ab und machten uns auf den Weg zum Zawadi Camp. Der Versuch hat sich am Ende trotzdem gelohnt, denn zwei Tage später sollten wir ganz erheblich von unserer neuen Bekanntschaft profitieren...

Leoparden sahen wir witzigerweise dennoch und zwar auf dem Weg ins Camp.



Leider lagen sie - es waren wohl mehrere - ungünstig im hohen Gras und hoben nur sporadisch mal den Kopf.



Sehr zur Freude von Amelie (und dem Rest natürlich auch ;) ) hatten wir nun die Big 5 beisammen. Wie gestern schon, kamen wir fast schon im Dunkeln im Camp an.

Ein toller erster Tag in der Serengeti. Wir konnten uns am Abend kaum vorstellen, daß der nächste Tag noch besser laufen würde...


Es haben sich bereits 17 registrierte Benutzer bedankt.

Benutzer, die sich für diesen Beitrag bedankt haben:

jirka (19. Oktober 2021, 18:41), toetske (16. Oktober 2021, 00:55), Tutu (14. Oktober 2021, 21:54), Marc (14. Oktober 2021, 20:55), Lucy_2015 (14. Oktober 2021, 19:24), Wicki4 (14. Oktober 2021, 14:34), Bär (14. Oktober 2021, 12:28), corsa1968 (14. Oktober 2021, 12:09), maddy (14. Oktober 2021, 10:57), Fluchtmann (14. Oktober 2021, 10:56), Bufi (14. Oktober 2021, 10:01), Budenknipserin (14. Oktober 2021, 09:49), Bueri (14. Oktober 2021, 09:43), urolly (14. Oktober 2021, 09:35), Fop (14. Oktober 2021, 09:20), jaffles (14. Oktober 2021, 09:17), U310343 (14. Oktober 2021, 08:59)