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parabuthus

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Donnerstag, 26. August 2021, 00:40

"It is always an adventure" oder Unterwegs mit Vern in Tansania

Hallo, liebe Afrika Freunde,

wir sind gerade zurück aus Tansania und total happy :)

Mittlerweile kommen die meisten aktuellen Reiseberichte gar nicht mehr aus Südafrika oder Namibia, sondern eher aus Ostafrika.

Wenn Interesse besteht, würde ich daher gerne über unsere Reise durch Tansania berichten.

Ich habe mich im Vorfeld bewußt zurück gehalten und nichts über unsere Planungen geschrieben, da ich bis zuletzt befürchtet habe, daß es nichts wird.

Die Umstände haben letzlich dazu geführt, daß ich mich gar nicht richtig begeistern konnte für die Reiseplanung, sondern eher danach geschaut habe, was ich nicht sofort bezahlen muss und im Zweifel kostenlos stornieren kann. Die ganze Planung ist im Grunde vom Scheitern der Reise ausgegangen und wie man möglichst heil aus der Nummer rauskommen könnte. Das macht natürlich wenig Spaß.

Als der Reisetermin bevorstand, warteten wir ängstlich die Ergebnisse der PCR Tests ab und fanden uns dann fast verschüchtert und ungläubig mitten in der Nacht am Hannover Airport ein und konnten kaum glauben, daß es tatsächlich losgehen soll.

Da alles auf gut Glück und fast aberwitziges Vertrauen angelegt war, habe ich die Reise eher mäßig vorbereitet. Eine sehr große Hilfe war letztlich Nadine, hier bekannt als Budenknipserin, von der wir uns einiges abgeguckt haben und letztlich sogar mit "Vern" genau das selbe Auto gehabt haben. Vielen Dank an dieser Stelle nochmal an Nadine und Männe! :danke:

Insbesondere geholfen hat der Verweis an die Shaws, mit denen vieles leichter wurde bei der Durchführung bei der Reise, auch wenn bei weitem nicht alles funktioniert hat.

Ich hatte aufgrund eigener persönlicher Erfahrungen aus dem Jahr 2006 große Bedenken, ob wir Tansania als Selbstfahrer packen würden. Die Bedenken wurden nicht nur durch den Bericht von Nadine zerstreut. Tansania hat seither einen Quantensprung gemacht. Geld abheben, Tanken, Einkaufen ist alles überhaupt kein Problem mehr. In Sachen Digitalisierung dürfte uns Tansania sogar voraus sein. Es gibt immer Netz und in den Unterkünften, egal ob in der Stadt oder mitten in der Serengeti, immer W-Lan. Die Einheimischen bezahlen mit dem Handy. Erstaunlich...

Insofern schließe ich mich Nadines Fazit an, daß Tansania sehr wohl geeignet ist für Selbstfahrer und daher vielleicht auch für viele Fomis interessant werden könnte, vor allem da SA aus unterschiedlichen Gründen zur Zeit schwierig ist,

Die für mich einzigen plausible Gründe, nicht auf Selbstfahrertour in Tansania zu gehen, sind für mich das Budged und eventuell Unerfahrenheit.

Wenn man Tansania ins Kalkül zieht, sollte man einplanen, daß man voraussichtlich etwa das Doppelte investieren muß wie in SA, bedingt besonders durch die hohen Nationalparkgebühren und die hohen Mietwagenpreise. Da ist auch kaum Sparpotenzial, so daß ich die These aufstellen möchte, daß für 2 Wochen Tansania etwa 4.000 € einzuplanen sind - zumindes wenn nicht so ein Billigmacher wie Zanzibar auf dem Programm steht.

Letzteres ist zwar reizvoll, da Unterkünfte auf Zanzibar extrem günstig sind, kam für uns jedoch nicht in Betracht, da wir eher auf Safari gehen wollten.

Unsere Route weicht ein wenig von Nadines vorgestellter Route ab. Wir waren zusätzlich im Mkomazi NP und auch in Mwanza am Victoria See, haben dafür einige von Nadines Stationen ausgelassen.

Ich hoffe sehr, daß mein Reisebericht ein wenig unterhalten kann, zumindest aber Mut machen kann, die eigene Afrika Reise auch gegen Widerstände durchzuziehen.

An dieser Stelle möchte ich unbedingt loswerden, daß Tansania - entgegen anderslautender Berichte - Corona als Gefahr sehr wohl akzeptiert hat, extrem harte Einreisemodalitäten hat und auch sonst nichts dem Zufall überlässt. Man geht anders als in Deutschland übrigens davon aus daß der Tourist das Virus einschleppt und nicht umgekehrt. Ohne bestandenen PCR Test geht es in kein Flugzeug, weder in die eine noch die andere Richtung.

Wer sich nicht davon abhalten lässt, kann in den Nationalparks Tansanias außergewöhnliche Sichtungen erleben. Wir hatten Erstsichtungen dabei und andere, die wir kaum für möglich gehalten haben. Wir haben mit "Vern" einen putzigen, aber auch durchaus unzuverlässigen Reisegenossen gehabt, der für das ein oder andere Extra-Abenteuer gesorgt hat.Wir haben tolle Unterkünfte gehabt und - das möchte ich an allererster Stelle betonen - so unglaublich viele nette und hilfsbereite Menschen kennengelernt.

Auch wenn es nicht das südliche Afrika ist, würde ich mich feuen, euch an einigen schönen Aufnahmen teilhaben zu lassen. Sollten sich im Verlauf des Berichts Fragen ergeben, werde ich versuchen, diese so gut wie möglich zu beantworten. Für viele Dinge gibt es einfach kein Patentrezept.

Ich muß noch ganz viele Fotos hochladen, so daß die ersten Bilder wohl kaum vor nächster Woche zu sehen sind.

Letztlich wurde es eine richtig coole Runde, die sogar unsere Tochter, die vorab sehr skeptisch war, voll mitnehmen konnte und uns alle vollauf begeistern konnte. Alle Reiseteilnehmer haben zum Schluss gesagt, es war die beste Afrika Reise ever.

Für mich war es die 14. Afrika Reise und ich bin mit solchen Urteilen äußerst vorsichtig, kann mich aber - ohne groß zu zögern - anschließen. Wir hatten nur 17 Nächte, trotzdem war es intensiv wie noch nicht zuvor. Es gab so viele Emotionen, positiv wie negativ, wie bisher von uns noch nicht erlebt. Am Ende waren wir alle total fertig und ausgelaugt, aber unendlich glücklich.

Insofern kann ich - anders als Nadine - definitiv für uns feststellen, daß wir alle nach Tansania zurückkehren wollen, auch wenn das Budget teilweise Schnappatmung aufkommen lässt.

Bis dahin grüßt ein sehr entspannter und aufgeräumter

Christian

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toetske

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Donnerstag, 26. August 2021, 00:53

Hallo Christian,

Wenn Interesse besteht, würde ich daher gerne über unsere Reise durch Tansania berichten

Nach diesem Prolog von Dir ergibt sich meinerseits eine sehr grosse Neugier :whistling: nach eurer Reise durch Tansania. Ich freue mich auf eure Erlebnisse, egal ob positiv oder negativ.
Leider werde ich erst ab 1. September weiterlesen können.

LG. Toetske
one life, LIVE IT !

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parabuthus (26. August 2021, 13:32), Bueri (26. August 2021, 06:59)

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Donnerstag, 26. August 2021, 06:15

Hallo Christian
Ganz herzlichen Dank für den Einstieg und bitte gerne einen Bericht.
Auch wir haben uns Herz für Ostafrika entdeckt und ich möchte auch etwas nach der 2. Reise Kenia beitragen.
Allerdings ist das keine Abkehr zur Liebe zu Südafrika. Dafür halte ich das Thema Safaris - so toll sie auch sein mögen - für zu wenig.
Bin gespannt auf die Diskussion, besonders weil die von Dir beschriebenen Erfahrungen zum Beispiel zum Thema Digitalisierung sich auch mit unseren Erfahrungen decken.

liebe Grüsse
Wilfried

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parabuthus (26. August 2021, 13:32), Bueri (26. August 2021, 07:00)

parabuthus

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Donnerstag, 26. August 2021, 08:26


Allerdings ist das keine Abkehr zur Liebe zu Südafrika. Dafür halte ich das Thema Safaris - so toll sie auch sein mögen - für zu wenig.

Nein, Wilfried, auch für uns ist es keine Abkehr vom südlichen Afrika, wenn auch aus anderen Gründen. Man kann als Selbstfahrer in Tansania auch tolle Erlebnisse haben ohne in die Nationalparks zu fahren.

Der ganz große Vorteil, über den Südafrika verfügt, ist die Infrastruktur, insbesondere die Verkehrswege. Auch wenn Tansania in diesem Punkt aufgeholt hat, kann man selbst bei asphaltierter Strecke kaum mehr als einen 50 km/h Schnitt einplanen, eher sogar weniger. Tagestouren von mehr als 300 km nehmen den ganzen Tag in Anspruch, mehr als 400 km sind aus meiner Sicht kaum machbar, was einen natürlich bei der Planung einer Tour einschränkt, weil ungewollte Zwischenübernachtungen kaum zu vermeiden sind.

Im von uns bereisten "Northern Circuit" fällt das nicht so sehr ins Gewicht, da die Highlights dicht beieinander liegen. Wer jedoch die 120 km Wellblechpiste zwischen der Ngorongoro Conservation Area und der Seronera in der Serengeti schon mal gefahren ist, kann nachvollziehen, was mithunter auch eigentlich nominell kurze Strecken vom Reisenden abverlangen können. Das macht einfach keinen Spaß. In Südafrika kann in vielen Landesteilen selbst eine Strecke von mehr als 600 km eine entspannte und interessante Fahrt werden.

Für Südafrika wird natürlich auch immer noch das Reisebudget sprechen, allein das Konzept der Wildcard ist unschlagbar. Laut Paul Shaw soll es in Tansania erste zaghafte Überlegungen in diese Richtung geben, eine mittelfristige Einführung erscheint jedoch nicht besonders realistisch - zu groß ist für Tansania die wirtschaftliche Bedeutung dieser Gebühren.

Aber - und das muß ich an dieser Stelle auch deutlich sagen: Südafrika muß aufpassen. Der Vorsprung ist leicht verspielt. Die politische Situation ist instabil, die Sorge, Opfer von Kriminalität zu werden deutlich höher als in Tansania. Ich habe mich noch nie so entspannt unter Menschen bewegt wie in Tansania, in Afrika schon mal gar nicht. Selbst ansonsten sehr anstrengende Situationen mit aufdringlichen Straßenhändllern können in einen interessanten Plausch münden, ohne daß man etwas kauft. Ich bin als Tourist noch nie so umworben und nett behandelt worden wie in Tansania. Jeder war außergewöhnlich freundlich, fröhlich und hilfsbereit, ob Klowächter auf der Picknick Site oder die Chefs eines Nationalparks, die sich verblüffenderweise in einigen Parks persönlich vorgestellt haben und sich nach unserem Befinden erkundigt haben.Da fällt einem beinahe die Kinnlade runter.

Ich war aufgrund unserer Erfahrungen aus dem Jahr 2006 sehr skeptisch, was Selbstfahren in Tansania angeht. Einfachste Dinge, wie Tanken, ein Restaurantbesuch oder nur Einkaufen verliefen extrem zäh und chaotisch ab - mit Guide! Aus der Befürchtung heraus, mich nicht verständigen zu können, habe ich tatsächlich 2 Jahre lang ziemlich intensiv Swahili gebüffelt. Um es vorwegzunehmen: das braucht man auf keinen Fall. Überall wurde sehr gut Englisch gesprochen. Allerdings wurden meine Bemühungen, an den passenden Stellen mal "einen rauszuhauen" auf Swahili durch die Bank überaus positiv aufgenommen und hat uns die ein oder andere Vergünstigung eingebracht. Es hat sich insofern gelohnt und ich bleibe gerne am Ball, da ich die Sprache sehr mag. Worauf ich aber eigentlich hinaus wollte ist, daß es diese Überheblichkeit und dieses Desinteresse, welches einem hin und wieder von Sanparks Angestellten entgegen gebracht wird, in Tansania wirklich nicht ein einziges Mal vorgekommen ist. Nun mögen wir sehr viel Glück gehabt haben, aber der Trend ist eindeutig. Es hat sich zudem sehr viel getan in den letzten 15 Jahren, was alltägliche Abläufe betrifft, so daß die beschriebenen alltäglichen Dinge nun völlig reibungslos ablaufen und insoweit auch sehr Selbstfahrer-freundlich sind. Nun ist natürlich klar, daß die von uns gewählte Route seit Jahrzehnten sehr eingefahren ist, so daß man den Umgang mit Touristen gewohnt ist. Wir haben allerdings auch 1-2 Abstecher in weniger gängige Gegenden gemacht und dort die selben Erfahrungen gemacht. Das passt schon.

Auch wenn schon auf dem Rückflug neue Tansania Ideen durch meinen Kopf spukten, geht es zu 90 % 2022 wieder ins südliche Afrika, zumal wir aus dem Jahr 2020 noch Fluggutscheine haben, die hoffentlich das Papier wert sind. Auch hierfür gibt es schon einige Gedankenspiele, wobei man mal schauen muß, wie sich diese mit Corona vereinbaren lassen

Wie schon beschrieben, stand die Tansaniaplanung unter dem Damoklesschwert Corona. Hoffnung gab es jedoch immer, da Tansania anders als die Länder im südlichen Afrika selbst nie Virusvariantengebiet war und mit Ausnahme der scharfen Testungen zu Beginn und zum Ende der Reise keine Einschränkungen für Touristen vorsah, wie Quarantäne, Parkschließungen oder Ausgangssperren. Insofern stand für uns fest: solange die KLM fliegt und es in Tansania so bleibt, fahren wir. Für das südliche Afrika kann ich die hier so oft diskutierten Bedenken durchaus nachvollziehen. Zu frisch sind noch die Erinnerungen an unsere stornierte Reise 2020. Ich hoffe für uns alle, daß wir mit Corona einigermaßen über dem Berg sind und zumindest 2022 Reisen in Südafrika wieder eine realistische Option sein wird.

Bis es soweit ist, hoffe ich mit meinem Bericht für ein wenig Unterhaltung zu sorgen und -ähnlich wie schon Nadine - vielleicht mit diesem Bericht durchaus auch andere zu ermuntern, es vielleicht auch mal mit Tansania als Selbstfahrer zu versuchen.

Das war jetzt aber ein langer Prolog, der mir aber auf der Seele lag. In den nächsten Beiträgen steige ich nun konkret mit unserer Reise ein, mit Planung und Durchführung.

LG

Christian

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Donnerstag, 26. August 2021, 08:35

Tagestouren von mehr als 300 km nehmen den ganzen Tag in Anspruch, mehr als 400 km sind aus meiner Sicht kaum machbar, was einen natürlich bei der Planung einer Tour einschränkt, weil ungewollte Zwischenübernachtungen kaum zu vermeiden sind.
Dann deckt sich das mit unseren Erfahrungen in Kenia.
Wir sind Strecken mit mehr als 400km geflogen und darunter gefahren.
Für 300km kann man schnell 6.5 Stunden verplanen.
Tante Google plant manchmal 25-30 km/h pro Stunde ein.
Das Ganze mit einem Safarifahrzeug der über manche potholes wegfegt, das würde ich mit einem SUW nicht riskieren.

Aber das schreibe ich selbst noch ausführlich und möchte die Foriker in der Erwartung auf Deinen Bericht nicht stören.



liebe Grüsse
Wilfried

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parabuthus (26. August 2021, 13:31)

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Donnerstag, 26. August 2021, 11:06

Hallo lieber Christian!
Ich freue mich total, dass ihr so begeistert zurückgekommen seid! 8o 8o 8o Und noch mehr freue ich mich jetzt auf deinen Reisebericht!
Ich kann gar nicht glauben, dass ihr auch den ollen Vern hattet! Das hattest du ja schon geschrieben und da ist mir und Martin fast die Kinnlade runtergeklappt! Allerdings hatten wir keinerlei Scherereien mit ihm. Habt ihm wohl nicht genügend Streicheleinheiten gegeben, wenn er aufgemuckt hat. ;) :D
Ich bin als Tourist noch nie so umworben und nett behandelt worden wie in Tansania.
Das kann ich unterschrieben! Und in Uganda auch. Wobei die Menschen in Uganda fast noch freundlicher waren, wobei ich nicht gedacht hätte, dass das möglich ist. :) Auf jeden Fall ein himmelweiter Unterschied zum südlichen Afrika (insbesondere zu Namibia - selten so viele Muffelköppe getroffen. Außer in Deutschland :D ).

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parabuthus (26. August 2021, 13:31)

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Donnerstag, 26. August 2021, 12:35

Paul und seine Frau heißen übrigens nicht Shaw mit Nachnamen. :) Die haben Shaw Safaris nach ihrem Lieblingspub in England benannt.

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parabuthus (26. August 2021, 13:31)

parabuthus

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Donnerstag, 26. August 2021, 13:26

Wo du es sagst, im Verzeichnis stand Sweet, das könnte aber auch ein Kosename sein. Paul und Erika reicht ja auch :)

parabuthus

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Donnerstag, 26. August 2021, 13:31

Allerdings hatten wir keinerlei Scherereien mit ihm. Habt ihm wohl nicht genügend Streicheleinheiten gegeben, wenn er aufgemuckt hat. ;) :D

Gar nicht! Der lief bereits auf der letzten Rille schon als wir ihn übernommen haben. Was habt ihr bloß mit ihm gemacht? Muss deine Berichte nochmal überprüfen... ;)

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Donnerstag, 26. August 2021, 13:55

Wo du es sagst, im Verzeichnis stand Sweet, das könnte aber auch ein Kosename sein. Paul und Erika reicht ja auch
Die heißen tatsächlich Sweet mit Nachnamen. Aber "Sweet Safaris" fanden sie doof. 8) :P
Gar nicht! Der lief bereits auf der letzten Rille schon als wir ihn übernommen haben. Was habt ihr bloß mit ihm gemacht? Muss deine Berichte nochmal überprüfen...

Hallo?! :D Das war quasi ein Neuwagen, als wir den wieder abgegeben haben. :whistling:

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parabuthus (26. August 2021, 21:45)

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Donnerstag, 26. August 2021, 21:45

Ein kurzer Abriss von der Planung bis zur Anreise

2006 haben wir Tansania schon einmal besucht. Damals hatten wir eine Reise aus 4 Bausteinen gemacht, nämlich eine Besteigung des Mount Meru, eine geführte Camping Safari durch die nördlichen Nationalparks, einen Abstecher nach Zanzibar und ein Fly-In Besuch im damaligen Selous Game Reserve, nun Julius Nyere Nationalpark.

Als Schwachpunkt haben wir seinerzeit unseren Guide ausgemacht, mit dem wir wenig anfangen konnten, weil er selbst mit unseren Wünschen und Bedürfnissen nichts anfangen konnte. Es gab seither eine vage Idee, diese Safari durch die Nordparks nochmal als Selbstfahrer zu machen. Fairerweise muß ich anfügen, daß sich die Qualität der Guides meinem Empfinden nach deutlich verbessert haben muß in den letzten 15 Jahren. Wir hatten sehr viele nette Kontakte. Das sind alles ganz prima Jungs, die mit Leidenschaft dabei sind. Vielleicht hatten wir damals einfach nur Pech.

Tatsächlich war es nun aber ausgerechnet Corona, das uns aus der Komfortzone Südafrika rausgerissen hat und eine Selbstfahrertour in Tansania auf die Tagesordnung gesetzt hat. Warum, habe ich ja schon geschrieben.

Immer in der Befürchtung, daß die Reise platzen könnte, stellte ich eine grobe Tour zusammen und buchte über Booking.com in und an den Nationalparks ausschließlich Unterkünfte, die keine Vorkasse haben wollten und die bis in den August hinein stornierbar waren.

Bei der Wahl des Fahrzeuganbieters kam natürlich der Reisebericht der Budenknipserin gerade recht, zumal Nadine darin beschrieben hat, daß die Firma Shaw Safari auch über die Vermietung hinaus unter die Arme greift, etwa bei der Buchung der Nationalparks.

Ich setzte mich also mit Erika in Verbindung, stellte meine vorläufig Route vor und bat um Rat. Zum damaligen Zeitpunkt gab es noch Gedankenspiele um Zanzibar oder Rubondo Island im Victoriasee. Diese habe ich jedoch aus unterschiedlichen Gründen gestrichen. Zanzibar fiel raus, weil wir auf einen reinen Strandteil keine Lust hatten. Rubondo fiel raus, weil es schwer umsetzbar war und die ohnehin teure Reise noch weiter verteuert hätte. Außerdem steht bei Amelie ein Schulwechsel an, so daß wir einen zweiwöchigen Puffer haben wollten, falls es wegen Umdeutungen zum Variantengebiet noch zu Quarantäneauflagen kommen sollte.

Wir wollten jedoch keine Runde drehen, sondern unsere Reise in Mwanza am Victoriasee ausklingen lassen. Hierzu vereinbarten wir mit Erika eine Einweggebühr. Paul und Erika flogen dann höchstpersönlich nach Mwanza, um Vern in Empfang nehmen zu können und verbanden die Rücküberführung mit ein paar eigenen Urlaubstagen. Erika hatte an meiner Route wenig auszusetzen. Lediglich eine Strecke empfand sie als zu lang. Damit hatte sie übrigens vollkommen recht. Zum Glück habe ich auf sie gehört.

Nachdem ich mit Erika einig wurde, habe ich bei KLM die Flüge gebucht. Die KLM hat ihre Geschäftsbedingungen so geändert, daß alle Flüge, die bis zum 31.03.21 gebucht wurden und vor Oktober stattfinden sollten, gegen Geld zurück storniert werden konnten. Das hat letztlich den Ausschlag gegeben für die Buchung und die endgültige Entscheidung für diese Reise. Den Inlandflug von Mwanza zum Kili Airport habe ich über Opodo gebucht.

Als Problem stellte sich die Bezahlung von Erika bzw. Shaw Safari heraus, was vor unserer Abreise nicht funktioniert hat. Ich rechne ihr sehr hoch an, daß sie am Ende damit einverstanden war, daß wir die nicht unerheblichen Beträge für Vern, die Twiga Lodge und die Nationalparkgebühren vor Ort bezalen konnten, immerhinfast 9.000 €.

Ein letztes Problem war, daß wir vor unserem Rückflug in Tansania erneut einen PCR Test brauchen würden. Hier kam Erika die rettende Idee, daß wir den zwei Tage vor Abflug in der Serengeti machen können. Erika arrangierte dies alles für uns.

Das erforderliche Visum kann man recht unkompliziert online beantragen und bezahlen. Ich dachte allerdings in irriger Annahme, daß das Visum per Post kommt. Tatsächlich muß man mit dem Buchungscode das Visum selbst herunterladen. Das geht schon nach ein paar Tagen. Echt top! Unsere erste Erfahrung mit der fortgeschrittenen Digitalisierung der Tansanier. Auch die die Kosten für den erforderlichen Corona Test am Kili Flughafen haben wir im voraus bezahlt, was die Angelegenheit vor Ort vereinfacht hat. Ging ebenfalls sehr gut.

Nun konnte unsere Reise eigentlich nur noch ein positiver PCR Test vor der Reise stoppen. Obwohl wir 3 Erwachsenen alle geimpft waren (Amelie ist zu jung für eine Impfung), war ich zwischen Test und Ergebnis ein nervliches Wrack. Mit der Bekanntgabe der für uns günstigen negativen Testergebnisse fiel mir ein Riesenstein vom Herzen. Es war der erhoffte Befreiungsschlag und zum ersten Mal empfand ich sie wieder, diese fast kindliche Vorfreude auf einen hoffentlich sehr spannenden Urlaub.

Ein vergleichsweise weniger nervenaufreibendes, dennoch nicht unwichtiges Thema war das Geld. Eine Unterkunft - natürlich die teuerste - hat bereits im Vorfeld zu erkennen gegeben, daß sie eine Barzahlung vor Ort in US $ erwartet, vielleicht folgen andere? Wir haben daher einen ziemlich großen Geldbetrag in US $ in bar dabeigehabt, was mir persönlich nicht so recht war, da ich mich damit nicht wohl fühle.

Vor Ort hat sich das dann wie folgt verhalten: wir haben 1,2 Millionen Tansanische Schillinge gebraucht, vornehmlich für Benzin, Wasser und Bier. Ich könnte jetzt also in meinen Lebenslauf schreiben: ich war Millionär, die Hälfte davon habe ich versoffen :D Tatsächlich war der Gegenwert etwa 440 € und den Löwenanteil hat Vern versoffen. Zwei Lodges haben wir vor Ort in US $ bezahlt, einmal davon freiwillig, da wir die Dollar loswerden wollten. Sämtliche Getränke in den Unterkünften haben wir in Dollar bezahlt ebenso wie die Trinkgelder. Dafür bieten sich speziell für kleinere Dienste die Eindollarscheine geradezu an. Der Rest wurde mit VISA/Mastercard bezahlt. Schillinge abzuheben ist sehr einfach. Es gibt zahlreiche ATM, die wir auch alle als sehr sicher empfanden. In Läden und in Tankstellen wird Barzahlung in Schillingen erwartet.

Die Einheimischen bezahlen ganz überwiegend mit ihrem Handy. Ich sage nur Digitalisierung. Eine SIM Karte vor Ort zu kaufen ist übrigens ein ziemlich bürokratischer Akt. Ohne Passport und Fingerabdrucknahme geht da gar nichts Ein ausreichend großes Datenpaket für einen Monat kostet so um die 12 Euro. In Schillinge bezahlt werden mußte auch der PCR Test, der gar nicht mal so günstig war. Umgerechnet 80 Dollar + 20 Dollar Serengetizuschlag pro Kopf, für uns als Familie somit 300 Dollar.

Nachdem die PCR Tests vorlagen und auch genug Bargeld in den Taschen, konnte es endlich losgehen. Unser Flug von Hannover ging bereits um 6.00 Uhr. Da durch Corona die Abläufe im Flughafen deutlich verlangsamt sind, empfahl die KLM, wenigstens 2 Stunden vor Abflug vor Ort zu sein. Da verhieß wenig Schlaf. Da hat sich der vermeintliche Vorteil eines Tagfluges schnell erledigt. In Amsterdam Shipol hatten wir genug Zeit, um ausgiebig zu frühstücken. Pünktlich ging dann gegen 11.00 Uhr der Langstreckenflug zum Kili-Airport zwischen Moshi und Arusha. Ich mochte die königliche Luftmarine schon immer. Auch diesmal empfanden wir die Flüge als sehr angenehm. Vor Ort muß die Uhr eine Stunde vorgestellt werden, so daß wir gegen 20.00 Uhr ankommen.

Am Flughafen war dann die Hölle los. Ein Heer von Weißkitteln empfing die müden Fluggäste.Bei jedem Gast wurde erst Fieber gemessen, geprüft, ob die "Gesundheitsgebühr" gezahlt wurde, dann wurden alle Passagiere nacheinander getestet und dann den wartenden Getesteten nach etwa 15 Minuten die Testergebnisse ausgehändigt. Das dauert natürlich. Dank Kind in Gruppe wurden wir zum Glück bevorzugt behandelt . sonst hätten wir wohl mindestens 2 Stunbden länger am Flughafen gebraucht. So hat der Spuk "nur" 1 Stunde in Anspruch genommen.

Wir wurden von Shaw Safari durch einen Fahrer namens Said abgeholt und fuhren etwa eine knappe Stunde durch die ruhige tansanische Nacht bei moderatem Verkehr. Die letzten 500 m zur Twiga Lodge von Paul und Erika waren laut Paul in der Regenzeit ein reißender Fluß, was man nun immer noch deutlich merken kann.

Gegen 22.00 Uhr kamen wir bei der Twiga Lodge in UsaRiver an, ziemlich dicht am Gate des Arusha Nationalparks. Wir wurden von den Sweets ;) sehr nett empfangen und tranken unser erstes Kilimanjaro Bier und plauderten auf der Terrasse. Auf ein Dinner haben wir zugunsten eines Lunchpakets für den nächsten Tag verzichtet, da um die fotgeschrittene Uhrzeit keiner mehr Lust auf ein opulentes Mahl hatte. Die arme französische Familie, die in der gleichen Maschine wie wir gelandet sind, kam erst nach Mitternacht an. Wir gingen kurz darauf ins Bett und träumten von den nächsten Tagen.

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Stachelschwein

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Freitag, 27. August 2021, 10:34

Als Problem stellte sich die Bezahlung von Erika bzw. Shaw Safari heraus, was vor unserer Abreise nicht funktioniert hat. Ich rechne ihr sehr hoch an, daß sie am Ende damit einverstanden war, daß wir die nicht unerheblichen Beträge für Vern, die Twiga Lodge und die Nationalparkgebühren vor Ort bezalen konnten, immerhinfast 9.000 ?.
Das haben wir genauso gemacht. Uns war die Vorabüberweisung zu den Zeiten einfach zu heikel und wir haben ewig hin und her überlegt. Wir fanden es auch total klasse von den Sweets, dass wir bar vor Ort zahlen konnten. Auch wenn es bei uns ein kleinerer Betrag war. Aber mit so viel Kohle am Leib kommt man sich vor wie ein Schwerverbrecher.
ich war Millionär, die Hälfte davon habe ich versoffen :D
:thumbsup: So muss das sein!
Ohne Passport und Fingerabdrucknahme geht da gar nichts
Das war wirklich überraschend kompliziert. Im ersten Laden haben sie auch meine Fingerabdrücke gescannt und mir dann "not approved" gesagt. Häh? :blush: Ich sei noch nicht lange genug im Land. Okaaaay. In Arusha dann aber alles kein Problem. Da wollte dann auch niemand mehr einen Fingerabdruck haben. :whistling:
Ich mochte die königliche Luftmarine schon immer. Auch diesmal empfanden wir die Flüge als sehr angenehm
Wir fliegen auch sehr gerne KLM. Der Service in der Eco ist mittlerweile besser, als bei Emirates finde ich. Und die sind immer mega-freundlich. :thumbup:

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Freitag, 27. August 2021, 11:14

Das war wirklich überraschend kompliziert. Im ersten Laden haben sie auch meine Fingerabdrücke gescannt und mir dann "not approved" gesagt. Häh? :blush: Ich sei noch nicht lange genug im Land.

Wo habt ihr es denn das erste Mal versucht?

Wir haben in UsaRiver neben dem Rotterdam bei Vodacom am Dalladalla Bahnhof zugeschlagen. Eigentlich wollten wir nicht nur Airtime, sondern auch die Möglichkeit zum Telefonieren haben, aber das wurde dann immer komplizierter, so daß ich mich schließlich mit dem Datenpaket zufrieden gegeben habe. Mein Kumpel wollte dann gar nicht mehr.

Wir haben das Datenpaket eigentlich nur gebraucht, wenn wir unterwegs unbedingt eine Information benötigten und um die Möglichkeit zu haben, mit Erika zumindest jederzeit per What´s App in Kontakt treten zu können, wenn etwas unrund lief. Hierfür gab es schon Bedarf.

Zum Vergnügen, der Pflege der Kontakte oder um sich über die Lage daheim zu informieren braucht man ein solches Paket nicht unbedingt, da man eigentlich ständig überall W-LAN hat. Hier hat Tansania auch gegenüber Südafrika deutlich die Nase vorn. Free W-LAN gibt es etwa nicht nur in den Unterkünften (selbst den staatlichen), sondern auch in den Infozentren, den Parkbüros, vielen Restaurants, den Flughäfen und und und.

Vielleicht passend an dieser Stelle: Vern hat zwar in einer Halterung ein Garmin Gerät, wie ich es gerne für Wanderungen benutze. Navigiert haben wir allerdings mit heruntergeladenen Karten. Ich hatte Karten von MAPS.ME, mein Kumpel die von Googlemaps. Die Russen hatten meist die Nase vorn, kannten auch die kleineren Schleichwege. Auch mehr eingegebene Zielorte wurden von MAPS.ME erkannt. Insofern kann ich MAPS.ME für eine Tour durch Tansania durchaus empfehlen. Es versteht sich von selbst, daß ein Abgleich der vorgeschlagenen Routen mit einer Papierkarte in vielen Fällen durchaus sinvoll sein kann, denn solche Systeme neigen dazu, manchmal völlig bekloppte Routen auszurechnen.

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Freitag, 27. August 2021, 11:55

Wir waren tatsächlich auch bei Vodacom in Usa River. Ich glaube, da gibt es nur einen. Die Schnecken da waren auch noch recht unfreundlich. Da hatten wir sogar noch Peter dabei, der das mit dem Fingerabdruck selbst auch nicht verstanden hat. Wir sind dann so verblieben, dass wir es selbst in Arusha noch mal versuchen. Da waren wir dann bei Airtel und da war alles kein Problem und die wollten auch keine Fingerabdrücke haben.

Ich habe tatsächlich nur das Datenpaket genommen, da ich nur Internet haben wollte. Telefonieren war uns nicht so wichtig. Ich habe irgendwas um die 15 USD herum bezahlt für 8 GB. Ich bin schon jemand, der unterwegs gerne Internetempfang hat. Navigiert haben wir aber auch offline mit Maps.me, das hat immer super funktioniert. Nur die Sound of Silence Lodge in der Serengeti haben wir tatsächlich nur mit dem GPS-Gerät von Shaw gefunden. Erika hatte mir extra einen POI dafür angelegt. Sonst haben wir das GPS nur auf der Strecke Lake Natron bis Lobo mitlaufen lassen. Die Strecke ist ja nicht ganz ohne und wir hatten es als zusätzliche Sicherheit benutzt.

Ich wusste gar nicht, dass Maps.me russisch ist ... Ich dachte, das ist von Niederländern (hatte neulich in Eindhoven ein Büro von denen gesehen).

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Montag, 30. August 2021, 22:00

Twiga Lodge - Mietwagenübernahme




Wir haben uns letztlich aus praktischen Gründen dafür entschieden, bei Paul und Erika in der Twiga Lodge zu übernachten, damit wir einen möglichst nahtlosen Übergang zu unserer Rundreise haben.

Letztlich eine gute Wahl. Die Twiga Lodge ist zwar klein, hat aber viel Flair und einen sehr schönen Garten.



Wir hatten das Familienzimmer in der ersten Etage mit Zugang zum Balkon. Außer uns haben nur noch die Franzosen hier übernachtet.



Laut Paul kann es vorkommen, vom Balkon aus Auge in Auge mit einem Elefanten stehen, da die sich aktuell wohl lieber in der Peripherie des Arusha Nationalparks aufhalten statt im Park selbst, da sie auf den Feldern der Anwohner ein reich gedecktes Buffet vorfinden, sehr zum Ärger der Kleinfarmer. Auch die Twiga Lodge ist betroffen. Paul wurde schon einige Male von Tembo überrascht und mußte zeitweise mit dem Aussichtsdeck Vorlieb nehmen...



Auch wir klettern aufs Deck und setzen und im Obergeschoss auf die gemütliche Schaukelcouch. Den Mount Meru können wir zwar nicht bestaunen, da das Wetter wie so oft in den kommenden Tagen morgens ein wenig eingetrübt ist. Immerhin erhaschen wir schon einmal einen verstohlenen Blick auf Vern, unser Reisegefährt für die nächsten gut 2 Wochen... (Vern ist der Hübsche ganz links im Bild ;) )



Ein paar Worte zu unseren Eindrücken zur Lodge:

Erika und Paul sind sehr aufmerksame, freundliche Gastgeber. Besonders von Paul haben wir abends beim Kilimandjaro Bier auf der Terrasse viele Infos über Land und Leute, Politik und unsere Route erhalten. Ich hatte das Gefühl, daß es für Paul auch nicht zu langweilig war, da unsere Ersterfahrungen mit Tansania älter sind als die seinen.
Erika ist eine sehr gute Köchin, das Chicken-Curry war wohl das beste, was wir je hatten. Sogar meiner mäkeligen Tochter hat es geschmeckt. Auch das Frühstück war lecker. Die Zimmer sind einfach, aber - wie im übrigen die gesamte Lodge - sehr geschmackvoll eingerichtet mit vielen spannenden Kunstgegenständen. Da könnte man den ganzen Tag schauen... Die Matratzen sind wie im ganzen Land ein wenig hart. Die Dusche gehört zu den besten, die wir auf dieser Reise hatten. Insgesamt also ganz nach unserem Geschmack - zum Glück, da wir nach 5 Tagen ja noch eine weitere Nacht hier verbracht haben.

Hinter der Lodge ist das Grundstück mindestens nochmal so groß. Die Sweets planen zaghaft einige Erweiterungen, haben allerdings aktuell erst einmal mit den Auswirkungen der Pandemie zu kämpfen. Auch wenn beide versuchen, möglichst britisch gelassen daherzukommen, merkt man ihnen schon ein wenig an, daß sie die Situation beschäftigt.

Nun aber ist er gekommen, der Zeitpunkt für unser erstes Rendevous mit Vern. Peter, der Mechaniker bei Shaw Safaris gibt uns eine ausführliche Einweisung.



Diese beiden Geschwister von Vern sind die Camper der Franzosen und einer weiteren Familie. Sie verfügen zusätzlich über Dachzelte, Campingstühle und ein paar Kisten mehr für Camping Ausrüstung. Wir sind ehrlich gesagt froh, dieses ganze Gerödel nicht mitnehmen zu müssen, da der Stauraum begrenzt ist und - naja Camping halt....

Vern selbst hat auch drei Plastikkisten und eine hölzerne Werkzeugkiste. Glücklicherweise haben wir den Inhalt dieser Kisten gemeinsam mit Peter aufmerksam inspiziert, auch wenn wir uns zu diesem Zeitpunkt noch nicht vorstellen konnten, daß wir im Verlauf der Tour wirklich an jede einzelne dieser Kisten mußten...

Auch die Kanister für Diesel und Wasser werden ein eigenes Kapitel in dieser Geschichte einnehmen.

Wie Nadine schon beschrieben hat, erwartet Shaw Safari einen täglichen Check mit Kontrolle Ölstand, Kühlwasser, Keilriemen und Reifen. Daran sollte man sich unbedingt halten. Das ist keinesfalls nur so pro forma. Schaden kann es auch auf keinen Fall, längere Kabelbinder und Gafferband mitzunehmen. Mit einem Leatherman Tool kann man es sich in weniger komplizierten Angelegenheiten ersparen, nach hinten zu klettern, die ganzen Spanngurte zu lösen und in der Werkzeugkiste zu kramen...

Zum Inventar gehört noch die Kühlbox, mit der man sogar gefrieren kann. Sie hat bei uns auch funktioniert, allerdings hat sie zeitweise sehr nervig dauerhaft gepiept. Das konnte anlässlich unserer zweiten Übernachtung auf Twiga zum Glück abgestellt werden. An Bord zudem das von mir schon angesprochene Garmin GPS und das "Notfallhandy", welches leider nicht funktioniert hat. Das sollte man vor der Abfahrt einmal ausprobieren.

Bleibt Vern selbst.

Rein äußerlich sieht der olle Vern (BJ 96) mit seinem unverwechselbaren Defenderdesign und dem hohen Schnorchel natürlich extrem cool aus. Innen ist Vern sehr schlicht gehalten. Alles wird manuell bedient und ist bewußt einfach gehalten. Die Batterie ist unter dem Beifahrersitz angebracht.

Ein paar Unzulänglichkeiten sind uns jedoch gleich aufgefallen: Wenn Vern mit mehr als zwei Personen benutzt wird, sollten die Plätze hinten nicht mit zu großen Personen besetzt werden. Wir haben ein wenig rotiert und besonders ich mit meiner Länge von 1,84 m kam hinten nicht besonders gut zurecht. Bei geschlossenem Dach kann man sich leicht den Kopf am Hubgestänge stoßen und aus dem Fenster schauen geht nur gebeugt. Das wird mit der Zeit sehr unbequem. Wenn das Hubdach geöffnet wird, sieht es natürlich anders aus. Das ist schon eine tolle Möglichkeit, gut zu filmen oder zu fotografieren. Man muß allerdings schon ganz schön viel Kraft aufwenden, um das schwere Dach zu heben oder zu senken. Da sind neuere Modelle mit Hydraulik sicher bedienfreundlicher.
Ein wenig hausgemacht war, daß die Sicherheitsgurte teilweise gar nicht oder nur sehr mühsam an- und abgelegt werden können. Hier wäre vielleicht mal ein Austausch erforderlich, zumindest der Buchsen. Neben dem Sicherheitsaspekt muß man in Tansania damit rechnen, häufiger in eine Polizeikontrolle zu geraten, bei der auch das Anschnallen überprüft wird. Zum Glück sind diese Kontrollen von weit her schon zu erkennen, so daß derjenige, der auf dem Platz hinten rechts saß, rechtzeitig den Gurt festhielt und so ein Anschnallen simulierte.

Das Fahren mit Vern an sich geht gut. Noch nie bin ich selbst in Afrika so viel gefahren wie mit Vern, da es mir Spaß bereitet hat und Vern in schwierigem Gelände, insbesondere bei steilen Anstiegen ein richtiges Tier ist. Asphalt fahren ist sicher nicht seine größte Stärke, was aber kaum ins Gewicht fällt, da eigentlich 80 km/h außerhalb der Ortschaften die Maximalgeschwindigkeit ist und diese Größe auch für Vern nur schwer zu überbieten ist. Einmal, glaube ich, sind wir kurz mal bei 90 km/h gewesen, was einem aber mit Vern viel schneller vorkommt.

In den Ortschaften gilt konsequent 50 (und weniger). Es wird geblitzt und kontrolliert. Bumper gibt es auch in unterschiedlichen Höhen. Potholes kommen vor, diese werden allerdings zügig repariert. In Ortschaften bremsen vor allem DallaDallas zusätzlich mit ihrer unberechnenbaren Fahrweise. Dazu kommen die vielen PikiPikis. Pikipikis sind Leichtmotorräder, für mich das Symbol für neuen Wohlstand und Aufbruch in Tansania. Sie sind zahlreich vorhanden, oft schwer beladen, mit Anhängern versehen oder zum Taxi umgebaut. Eine Fahrerlaubnis braucht es nicht, Helme gibt es nur vereinzelt. Die meisten fahren recht verantwortungsvoll, schon weil die Polizei hart durchgreift, wenn Mist gebaut wird. PikiPiki gab es 2006 noch gar nicht. Mit 800 USD sind sie für die neue Mittelschiicht durchaus erschwinglich.

Wie schon geschrieben gibt es zahlreiche Polizeikontrollen. Wir waren insgesamt 5 x fällig. Meistens wird nur flüchtig reingeschaut, ab und an die Fahrerlaubnis kontrolliert. Einmal jedoch sind wir geblitzt worden und sollten die übliche Strafe von 30.000 TS (etwa 12 €) zahlen, konnten uns jedoch rausquatschen so daß am Ende ein "I forgive you!" stand und wir weiter fahren durften ohne zu zu zahlen. Die Beamten sind meist sehr freudlich und so sollte man ihnen auch begegnen. Dann kann - wie erlebt - auch was gehen...

Soviel zur Übergabe. Während ich mit Erika die Bezahlungen für Shaw und die Nationalparks abwickelte und auch unseren abschließenden Corona Test klarmachte, amüsierte sich Amelie nochmal im Garten.



Erika gab uns noch Lunchpakete mit und dann öffnete sich das Tor und es konnte endlich losgehen!

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Dienstag, 31. August 2021, 08:37

Arusha Nationalpark

Bevor es in den Park geht, machen wir noch einen kleinen Abstecher nach UsaRiver, um letzte Besorgungen zu machen. Wir rumpeln mit Vern über die sehr ausgewaschene Zufahrt zur Twiga Lodge. Meine Frau Britta fremdelt zunächst noch ein wenig mit Vern, da ihr die Sitzposition merkwürdig vorkommt, besonders bei der Bedienung der Pedale, aber das gibt sich schnell.
In UsaRiver suchen wir die Shopping Mall rund um den Rotterdam Supermarkt auf. Hier kann man nicht nur vollkommen sicher am ATM Tansanische Shillinge ziehen, sondern auch ganz gepflegt einkaufen. Der Laden richtet sich eher an die Touristen denn an Einheimische, was man vor allem an den Preisen merkt, die ich mal mit "Tankstellen-Niveau" beschreiben möchte. Da wir den ganzen Urlaub mehr oder weniger Vollverpflegung haben, brauchen wir vor allem Getrtänke, also Softgetränke, Wasser und Bier. Hier gibt es zum Glück auch unser schon 2006 favorisiertes Bier Serengeti Lager, welches vor dem Kilimandjaro rangiert und deutlich vor Safari Lager, welches von den "großen 3" für uns nur als Ausweichbier in Betracht kommt. Wein und andere Getränke werden importiert und sind dementsprechend sehr teuer. Da verzichten wir leichten Herzens. Dazu gibt es noch ein paar Knabbereien für die Game Drives und dann kann es endlich los gehen.



Links auf dem Bild ist noch die Zufahrt zur Twiga Lodge zu erkennen. Direkt hinter dem Rücken gehen die Wohngebiete los. Eine Pufferzone gibt es hier nicht.

Wir müssen nicht lang fahren, dann hebt das große Theater Afrika seinen Vorhang und die Show beginnt:



Wir gelangen in die Little Serengeti, einer kleinen Savanne, auf der sich bereits eine beträchtliche Anzahl an unterschiedlichen Tieren eingefunden haben. Die Büffel sind dieses Jahr der Start Champion und werden auch im weiteren Verlauf der Reise irgendwie zum Tier des Urlaubs...



Aber auch Zebras, Warzenschweine, unterschiedliche Antilopenarten und unfassbar viele Giraffen kann man hier in der Little Serengeti bestaunen. Noch ein paar Impressionen...











Besonders süß die vielen Mini Giraffen :love:

Auffällig ist, wie grün es hier überall ist, obwohl im August die Trockenzeit eigentlich schon weit fortgeschritten ist. Das liegt daran, daß das Gebiet zwischen dem Mount Meru und dem Kilimandjaro so eine Art eigenes Mikrokloma hat, welches deutlich feuchter ist als im übrigen Norden. Es hat auch während unserer Tage hier zumindest Nachts ab und zu geregnet.

Ich hatte sehr großzügig Zeit eingeplant für den Arusha Nationalpark eingeplant, da ich in Versuchung geraten war, unsere Meru Besteigung von 2006 zu wiederholen. Damals haben meine Frau und ich es nicht ganz hoch, aber immerhin bis zum Little Meru und zum Rhino Point geschafft. Britta hat diesen Plänen jedoch sofort entschlossen eine klare Absage erteilt. Nichts würde sie je wieder auf diesen Berg bringen...

So genossen wir die anderen Highlights des Arusha NP. Vom Aussichtspunkt Boma La Megi, bei dessen Auffahrt Vern das einzige Mal Low Range benötigte, genossen wir auf der Picknick Site den Ausblick auf die Momela Seen.









Im Hintergrund von Vern lässt sich der Mount Meru erahnen.

Nächster Höhepunkt im Park ist der Ngurdoto Krater, einer Miniaturausgabe des NgoroNgoro Kraters. Zunächst gelangt man an das Museum...



... vor dem wir in einer Schlammpfütze viele interessante Schmetterlinge beobachten konnten...



Von der Picknick Site Mikindu haben wir einen Blick in den Krater geworfen.





Angeblich gibt es Pläne, im Krater wieder Rhinos einzuführen, die es hier zuletzt vor 55 Jahren gab. Aber das sind wohl nur erste zarte Ideen.

Affen, vor allem Pavianen und Blue Monkeys, begegnet man sehr oft im Park.



Nach einem tollen ersten Tag im Park machen wir uns auf den Weg zu unserer Unterkunft...

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Dienstag, 31. August 2021, 11:05

Erika ist eine sehr gute Köchin, das Chicken-Curry war wohl das beste, was wir je hatten.
Hat Erika bei euch selbst gekocht? Als wir da waren, war Esther, die Köchin da. Aber das Essen gehörte defintiv zu dem besten der Reise. :thumbup:

Peter, der Mechaniker bei Shaw Safaris gibt uns eine ausführliche Einweisung.
Ach, Peter! Das ist auch ein ganz lieber.
Vern selbst hat auch drei Plastikkisten und eine hölzerne Werkzeugkiste. Glücklicherweise haben wir den Inhalt dieser Kisten gemeinsam mit Peter aufmerksam inspiziert, auch wenn wir uns zu diesem Zeitpunkt noch nicht vorstellen konnten, daß wir im Verlauf der Tour wirklich an jede einzelne dieser Kisten mußten...
Au weia! ;( Zum Glück ist uns das erspart geblieben.

Wir haben ein wenig rotiert und besonders ich mit meiner Länge von 1,84 m kam hinten nicht besonders gut zurecht.
Ja, hinten hab ich selbst mit meinen 1,70m schlecht gesessen. Das hab ich eigentlich nur für Game Drives genutzt, um mich zwischendurch mal hinzusetzen, wenn ich nicht am offenen Dach stand. Für lange Fahrten war das nichts. Daher habe ich - glaube ich - hinten die Gurte nicht ausprobiert. Aber vorner haben sie bei uns beide funktioniert.
Wir rumpeln mit Vern über die sehr ausgewaschene Zufahrt zur Twiga Lodge.
War das nicht die schlimmste Zufahrt von allen? :blush:

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SilkeMa (1. September 2021, 07:38), Bueri (31. August 2021, 20:49), parabuthus (31. August 2021, 11:23)

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Dienstag, 31. August 2021, 11:23

Moin Nadine,

Erika hat das Curry tatsächlich selbst gekocht. Frühstück hat Esther zubereitet.

Mit den Zufahrten zu unseren Unterkünften war das so eine Sache. Die waren fast ausnahmslos rumpelig, lang, verwirrend oder alles 3 zusammen. Wir haben das immer schon als gutes Omen gedeutet, wenn die Anfahrt besonders beschwerlich war :D .

Das offene Dach ist schon toll. Ein wenig bedauerlich fand ich, daß man konstruktionsbedingt das offene Dach von den Vordersitzen aus nicht nutzen kann. Wir sind zwar ein paar Mal auf die Rückbank geklettert, was aber recht mühselig ist.

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Budenknipserin (31. August 2021, 13:32)

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Dienstag, 31. August 2021, 13:40

Africa Amini Life - Hillside Retreat

Am Ende des Tages stand die Fahrt zur Unterkunft an, welche den Angaben zufolge ganz in der Nähe des Momela Gates am Arusha NP sein soll. Höchst fahrlässig habe ich ein per What´s App übermitteltes Angebot ausgeschlagen, uns am Gate abholen zu lassen. Diese Entscheidung hat uns fast eine Stunde gekostet, denn so lange haben wir gebraucht, uns den Weg durch Straßen und Feldwege, die kaum als solche zu bezeichnen sind, zu bahnen und durch die Gegend zu irrlichtern, vorbei an einheimischen Bauern und Kindern, die verdutzt schauten ob der merkwürdigen Besucher. Nach allerlei Irrungen und Wirrungen über beschwerliche Allradpiste, die man besser nur mit dem PikiPiki befährt, kamen wir letztlich doch an.

Tatsächlich ist die Anfahrt bedeutend kürzer (maximal 15 Minuten), wenn man sich nicht so dusselig anstellt und eben weiß, wo man am besten lang fährt...

Africa Amini Life ist ein kommunales Projekt, welches unter anderem das Hillside Retreat betreut. So wurden wir gleich von einer ganzen Reihe sehr freundlicher und fröhlicher Menschen begrüßt, die uns eifrig beim Einparken halfen, sich unser Gepäck griffen oder erstmal ein Getränk zur Begrüßung reichten. Immer wieder kamen ein paar Leute, die einen diskreten Blick auf die Besucher werfen wollten, was aber zu keiner Zeit unangenehm oder aufdringlich wurde. Wir wurden mit dem Anwesen vertraut gemacht und auch wenn das Retreat äußerlich einen unscheinbaren Eindruck macht, stellt sich sofort nach dem Betreten ein "Wow Effekt" ein.

Hillside ist am ehesten vergleichbar mit den großen Guesthouses von Sanparks oder KZN Wildlife, wobei Hillside viel persönlicher und aufwendiger ausgestattet ist. Hier verbrachten wir zwei Nächte.

Ich habe jetzt gar kein Bild von der Front, aber 2 Ansichten von der Terrasse aus.





Auf dem letzten Bild kann man das Schlafzimmer sehen, welches ich mit Britta und Amelie belegt habe. Unser Kumpel Carsten hat sich eines der beiden anderen Schlafzimmer im hinteren Teil des Anwesens ausgesucht. Es gab insgesamt 3 Bäder, hier eines davon...



... ein Ankleidezimmer und einen großen Wohnbereich.



Im Rücken war noch der großzügige Esstisch.

Die Küche war für uns tabu. Hier zauberte die Kitchen-Staff immer wieder sehr leckere Speisen zum Dinner oder zum Frühstück. Auch Wünsche wurden gern entgegengenommen. Schon bei der Gestaltung der Eierbecher kann man eine gewisse Kreativität erkennen :)



Getränke konnte man bestellen. Es war aber auch in Ordnung, wenn man mitgebrachte Getränke konsumierte. Wir hielten es so, daß wir zum Essen immer Getränke mitbestellten. Die Küchen-Crew bereitete auf Wunsch auch Lunchpakete zu, was in Tansania nicht ganz unwichtig ist, da es in den Parks nicht so viele Möglichkeiten gibt, individuell essen zu gehen.

Besonders die Küchenstaff war unglaublich freundlich. Eine der Damen versuchte immer wieder, mich zum Swahili sprechen zu ermuntern. Das sorgte für viel Erheiterung ;) .

Das absolute Highlight jedoch war der Blick von der Terrasse auf den stolzen Mount Meru, der sich besonders gegen Abend hier in seiner ganzen Pracht präsentierte.



Ein Blick zum Verlieben :love:



Meine Frau hat recht. Von unten sieht er so viel schöner aus ;)

Hillside Retreat war eine sehr gute Wahl, die uns alle begeistert hat. Daß man hierbei noch die umliegende Gemeinde direkt unterstützt, ist ein weiterer dicker Pluspunkt. Es ist schön, wenn die Einwohner auf so direkte Weise vom Naturschutz profitieren. Der Abschied war sehr rührend mit vielen Umarmungen und einem Ständchen. Da mußte man fast ein Tränchen verdrücken :blush:

Noch aber ist es nicht soweit, denn an unserem zweiten Tag im Arusha Nationalpark stand eine ganz besondere Herausforderung auf dem Programm...

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Budenknipserin

Stachelschwein

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20

Dienstag, 31. August 2021, 14:55

Meinem Mann, dem Fuchs, der hier auch interessiert mitliest, ist gleich aufgefallen, dass ihr die North Face Duffle Bags habt. Seid ihr damit zufrieden? Wir haben uns die gerade bestellt für unsere Botswana-Reise.