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Dieter

Krügerfan

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Samstag, 20. Dezember 2008, 14:56

Kleiner Reisebericht

Inzwischen liegt unsere wunderschöne Südafrika-Reise schon eine Woche zurück. Da ich im Vorfeld bei der Planung sehr von den vielen Beiträgen und Tipps im Forum profitiert habe, möchte ich euch nun an unseren Erlebnissen teilhaben lassen.

Ich habe Südafrika als sehr vielseitiges, faszinierendes Land erlebt, dass viele neue Eindrücke bietet. Beeindruckende Landschaften, wilde einsame Strände, tolle Berge, Natur pur, tropischer Dschungel, noch mehr Strände und Tiere, Tiere, Tiere. Der Schwerpunkt unserer Reise lag bei den Natur- und Tiererlebnissen, die Städte haben wir vernachlässigt.
Wir haben uns bei unserer Reise sehr sicher, manchmal aber auch in der Bewegungsfreiheit eingeschränkt gefühlt. Das haben wir jedoch gerne in Kauf genommen und waren abends eh meist zu müde, um noch etwas unternehmen zu wollen. Angenehm gemacht wird das Reisen durch die durchweg schön gestalteten guesthouses und guten Restaurants. Da mir persönlich sowohl eine schöne Unterkunft als auch gutes Essen (Fisch und/oder vegetarisch) im Urlaub wichtig sind, kam ich entgegen meiner vorherigen Erwartung, dass es vor allem Steaks gibt, voll auf meine Kosten.
Für November war in diesem Jahr erstaunlich wenig los und wir hatten bis auf den letzten Stopp nie Schwierigkeiten, zu viert eine Unterkunft zu finden.


Unsere Reiseroute sah so aus:

Die ersten vier Tage verbrachten wir in Hout Bay im guesthouse othandweni bei Kirsten (sehr zu empfehlen, sehr gemütliche Zimmer, tolles und liebevoll zubereitetes Frühstück, gute Tipps, herzliche Atmosphäre - othandweni.africa.com, 250 Rand p.P.) mit Ausflügen zur Kaphalbinsel, Cape Point und Waterfront. Das war ein guter Einstieg, der es möglich machte, sich dem Land langsam anzunähern

Der chapman Peak war gesperrt, anscheinend ist sehr unsicher, für wie lange (2-3 Monate). Als Alternative hatte Kirsten uns die Weiterfahrt an der Küste über Sommerset West nach Betty`s Bays empfohlen, eine traumhafte Strecke. Die Brillenpinguinkolonie in Betty`s Bay hat uns viel besser gefallen als Simon`s town, da weniger Touristen und mehr Pinguine zu sehen waren. In Onrus haben wir uns eine Übernachtungsmöglichkeit gesucht und mit dem Onrus guesthouse (Onrus, 5 Beach Road, 250 Rand p.P.) vor allem wegen den gemütlichen Zimmern mit Panoramafenstern und Balkon zum Meer eine gute Wahl getroffen.

Am nächsten Tag erfolgte ein Stopp in Hermanus zur Walbeobachtung. Wir hatten Glück und konnten ca. 6 Tiere beobachten. Die Weiterfahrt durchs kleine Karoo führte durch Weite und eine faszinierende Bergwelt. Über Swellendam kamen wir nach Barrydale und übernachteten hier in einem sehr außergewöhnlichen, verrückten Hotel mit individuell gestalteten großen Zimmern, viel Kunst in den Hotelräumen und einem ganz schönen Garten mit Pool (thebarrydale.co.za, 290 Rand p.P.). Auch das Frühstück war ein Kunstwerk und es hat sich gelohnt, diesen Abstecher zu machen. Der Ort selbst ist ziemlich verlassen und bietet außer der schönen Umgebung nicht viel.

Unser nächstes Ziel war Wilderness, wo wir es uns für drei Tage bei Bruni (brunis.co.za, ab 260 Rand bis 360 Rand) gemütlich machten. Der Strand ist unglaublich und wir hatten tatsächlich das Glück vom guesthouse aus an einem Nachmittag Delfine und Wale beobachten zu können. Die Lage des guesthouses über der Küste ist gigantisch und die Atmosphäre sehr gastfreundlich. Ein guter Platz, um ein wenig zu verweilen, zumal wir auch das Örtchen ganz nett fanden, Knysna in der Nähe liegt und es sehr gute Restaurants gibt. Bei den girls (the girls) haben wir das beste Essen (auch vegetarisch) der gesamten Reise genossen.

In Jeffreys Beach sind wir mehr oder weniger geflüchtet, da Sonntags die Läden zu hatten (die Tochter meines Partners und ihr Freund wollten bei Billabong, Element etc. fündig werden) und uns der Ort und Strand überhaupt nicht gefallen haben. Surfer gab es an diesem Tag auch nicht zu sehen, so dass wir uns entschlossen, noch bis Port Elizabeth zu fahren und dort zu übernachten. Das guesthouse war ganz schön mit sehr leckerem Frühstück (africabeach.co.za, 330 p.P.). Port Elizabeth hat uns nicht so angesprochen, aber es war auch nur als Zwischenübernachtung gedacht.

Am nächsten Tag ging es weiter bis nach Bloemfontein, von dort wollten wir einer Mission einen Besuch abstatten. Die Zimmersuche hat etwas gedauert, bis wir uns im guesthouse Oude Kweehuys einquartierten. Etwas altmodisch aber liebevoll eingerichtete Zimmer mit kleiner Veranda in einem ruhigen Wohnviertel von Bloemfontein. In der Stadt soll man abends besser nicht unterwegs sein, so dass wir in ein shoppingcenter zum Essen fuhren. Am nächsten Morgen waren wir in der waterfront und sind dann mittags zur Mission gefahren (Assisi bei Ladybrand), wo wir bis zum nächsten Tag blieben. Neben der großen Gastfreundlichkeit der Schwestern (meine Großtante war früher in der Mission tätig gewesen) war es vor allem interessant, durch die Gespräche mehr Einblicke in das Land und die Rolle der Schwarzen zu erhalten.

Unser nächstes Ziel sollte ein kleiner Zwischenstopp in den Midlands Nähe Nottingham Road sein. Leider verschlechterte sich das Wetter bis zum Nachmittag und als wir uns auf Zimmersuche machten, war es neblig und regnerisch. Wir hatten nicht damit gerechnet, dass die Gegend so einsam ist und die lodges bzw. guesthouses sich z.T. im Nirgendwo befinden. Ein Tipp aus dem Reiseführer entpuppte sich als völliger flopp und schließlich schafften wir es bei der anbrechenden Dunkelheit gerade noch nach Howick zum guesthouse Siyajabula, das wir über eine Hinweistafel an der Straße fanden. Das guesthouse ist noch im Aufbau, die Zimmer sind schön und im Moment wird ein Pool gebaut. Eine sehr gute Adresse für einen Zwischenstopp, zumal das guesthouse nur wenige Minuten von der N2 entfernt liegt (Holiday Road, 200 Rand p.P.).

Nun ging es weiter nach St. Lucia. Unterwegs machten wir bei Ballito einen Halt an der Küste. Die Strände dort sind sehr zugebaut und haben uns nicht gefallen. Von St. Lucia dagegen waren wir völlig begeistert. Einsame kilometerlange Strände, der Fluss mit Nilpferden und Krokodilen, der tropische Dschungel sowie Tagesausflüge zum Wetland Park und Hluhluwe bieten die Möglichkeit, viel zu unternehmen. Wir waren im Igwalagwala guesthouse untergekommen mit sehr schönen, großen Zimmern und renovierungsbedürftigen Bädern (igwala.co.za, 330 Rand p.P.). Leider wurde der pool nicht gereinigt und insgesamt nutzt der Besitzer nicht richtig seine Möglichkeiten. So ist das guesthouse nur eingeschränkt empfehlenswert, wobei wir uns dort wohl gefühlt haben.

Für die Weiterfahrt Richtung Krüger entschieden wir uns für die Route durch Swaziland, was sehr unkompliziert und eine große Zeitersparnis war. Man braucht eine Bestätigung des Autoverleihers, ansonsten waren die Formalitäten an den Grenzübergängen einfacher als erwartet. Wir übernachteten in Komatipoort in der Acasia-guestlodge, ca. 8km vom Crocodilbridge-gate entfernt. Dort gibt es sehr schöne kleine Bungalows als Doppelzimmer, einen tollen Garten mit großem Pool und abends ein köstliches Dinner (acasia.co.za, 275 p.P.). Das leckere Frühstücksbuffet haben wir leider verpasst, da wir sehr früh zum Krüger wollten, stattdessen bekamen wir ein sehr üppiges Frühstück zum Mitnehmen.

Im Krüger hatten wir zwei Übernachtungen im Familienbungalow im Olifant Camp gebucht und waren überrascht über die tolle Lage und den zwar praktisch aber doch ganz schön gestalteten Bungalow. Vom Freiluft-Esszimmer aus hatten wir den Olifantriver zu Füßen und konnten am späten Nachmittag tatsächlich zwei Elefantenherden beobachten, die zum Trinken an den Fluss kamen. Insgesamt hatten wir großen Glück mit den Tieren und durften alle big five sehen, wenn auch die Löwen nur in weiter Entfernung durch das Fernglas. Vor allem Elefanten gab es am zweiten und dritten Tag in allen Variationen, was uns sehr begeistert hat. Nach drei Tagen war es dann passend, den Krüger zu verlassen, da die Tierbeobachtungen doch sehr anstrengend waren und die Augen irgendwann müde vom vielen schauen sind.

Wir machten uns auf zu unserer letzten Station, Graskop. Die erste Nacht konnten wir uns im Graskop Hotel in den Gartenzimmern einquartieren, danach war leider alles ausgebucht. Schade, denn das Hotel war sehr außergewöhnlich und schön. Gemütliche Zimmer, toller Garten mit großem Pool, Hotelräume mit viel Kunst und Ausstellungen und abends wieder ein super Dinner (graskophotel.zo.ca, 350 Rand p.P.). Graskop ist ein kleiner gemütlicher Ort mit vielen Läden zum shoppen und den berühmten pancakes bei Harrie`s. Zudem ist Graskop Ausgangsbasis für die Panormaroute, die sich lohnt. Für uns waren die drei Tage dort ein guter Abschluss unserer Reise mit einer Mischung aus relaxen, shoppen und Ausflug.

Die vier Wochen in Südafrika (14.11. bis 12.12.08) waren einerseits richtig lang und doch auch zu kurz. Wir sind sehr viel gefahren und wären an manchen Plätzen gerne noch länger geblieben. Durch die Strecke von Kapstadt (Hinflug) bis Johannesburg (Rückflug) haben wir jedoch Einblicke in die Vielseitigkeit des Landes bekommen, was mit die Faszination der Reise ausgemacht hat.

Wir haben unsere Reise sehr genossen und es war sicher nicht der letzte Aufenthalt in Südafrika.

Anmerkung:
Ich habe nun meinen Bericht nachträglich verkürzt und auf persönliche Statements zu meinen Eindrücken über Südafrika verzichtet, da diese hier im Forum anscheinend nicht erwünscht sind und ich keine Lust habe, mich deswegen blöd anmachen zu lassen.

Reisefrohe :] Grüße von Andrea, Dieter, Jule und Anno

für den Bericht verantwortlich ist Andrea 8)

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Dieter« (22. Dezember 2008, 10:33)


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RudiR (27. Mai 2014, 10:46), TashKa (8. Oktober 2011, 21:38), Bär (14. August 2011, 23:42)

Boerewors

Vollhorst

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Sonntag, 21. Dezember 2008, 17:13

RE: kleiner Reisebericht

Da Du arm und reich mit weiss und schwarz gleichsetzt, sieht man gleich wieder, dass Du Dich nur auf Touristenpfaden bewegt hast. Geh mal in die Staedte, wie z.B. Johannesburg, wo Du sehr vielen Obdachlosen Weissen begegnen wirst. Ein Europaeischer Tourist will halt immer nur sehen was er sehen will, die armen unterdrueckten Schwarzen und die ueberpriviligierten Weissen. Das ist schon lange nicht mehr so, und ich finde es absurt, dass ein Kurzzeittourist so ein scheiss statement abgeben kann.
Frohe Weihnachten
BW
Das geht alles von Eurer Zeit ab!

Dieter

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Sonntag, 21. Dezember 2008, 17:27

RE: kleiner Reisebericht

Miesepetrig darauf, was!?

Dein Statement ist ja auch nicht viel gescheiter und wie Andrea schreibt, haben wir uns auch auf den Touristenpfaden bewegt und zwar ganz bewusst.

Aber wer lesen kann ist klar im Vorteil!

Wir haben die Reise dennoch sehr genossen.

Auch fröhliche Weihnacht

Dieter

Siggi

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Sonntag, 21. Dezember 2008, 18:13

RE: kleiner Reisebericht

Zitat

Original von Boerewors
Das ist schon lange nicht mehr so, und ich finde es absurt, dass ein Kurzzeittourist so ein scheiss statement abgeben kann.
Frohe Weihnachten
BW


Hier irrst du, denn nur ein Kurzzeittourist kann das. Genau so wird es dann zu Hause erzaehlt und Alle die es hoeren werden dann zu Dritten sagen: "Genau so ist es, denn der Dieter hat Suedafrika bereist".

@ Dieter.

Wenn man solche Behauptungen aufstellt, dann genuegt die Erklaerung, man haette sich nur auf Touristenpfaden bewegt, eben nicht.
Ansonsten hat mir Euer Bericht gefallen.

Auch frohe Weihnachten

Siggi

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Siggi« (21. Dezember 2008, 18:19)


Dieter

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5

Montag, 22. Dezember 2008, 10:36

RE: kleiner Reisebericht

BW, Siggi,

ich habe nun meine persönlichen statements entfernt,
auf solche Kommentare, die ihr dazu abgebt, kann ich verzichten.

Auch als Kurzzeit-Tourist bilde ich mir eine Meinung und wenn ihr genau gelesen hättet, würdet ihr mich nicht in eine solche Schublade stecken!

Andrea

m+m

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6

Montag, 22. Dezember 2008, 10:52

RE: kleiner Reisebericht

was ich in diesem forum nicht verstehe, ist, dass fast jede/r bericht/meinungsäusserung eines "neuen" niedergemacht oder mit belehrenden kommentaren bewertet wird.

kann man denn, verdammtnochmal, nicht einfach Freude an diesem herrlichen Reiseland haben und seine/ihre SUBJEKTIVEN eindrücke niederschreiben??

Ich hab ja verständnis dafür, dass manches was wir neulinge/"Jungspunde" hier schreiben, sich für manche residenten und/oder manche alten foriker seltsam liest, aber muss das denn wirklich sein, dass jemand niedergemacht wird?

schön ist, dass es hier auch jede menge erfahrene leute gibt, die einfach nur erfahrungen/tipps weitergeben und allenfalls mal eine völlig daneben gegangene Information richtigstellen - das aber in freundlicher form!

@BW:
ich schätze deine tipps und erfahrungen sehr, aber könntest du nicht vielleicht mit uns neuen manchmal ein wenig geduldiger sein?
nix für ungut!

@Dieter/Andrea:
euer (ursprünglicher) bericht ist klasse und gibt sehr viel von dem wieder, was ich auf meiner gerade beendeten nur 2,5 wöchigen reise erlebt habe - DANKE!!


und liebe
grüße
martin

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »m+m« (22. Dezember 2008, 10:58)


Boerewors

Vollhorst

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7

Montag, 22. Dezember 2008, 11:35

RE: kleiner Reisebericht

Gut, ich werde mich bessern, werde alles und allem nur noch zustimmen und alles geschriebene toll finden. Danke Dieter und Andrea, is ein ganz ganz toller Bericht.
Frohe Weihnachten
BW
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Siggi

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8

Montag, 22. Dezember 2008, 12:10

RE: kleiner Reisebericht

Zitat

Original von m+m
was ich in diesem forum nicht verstehe, ist, dass fast jede/r bericht/meinungsäusserung eines "neuen" niedergemacht oder mit belehrenden kommentaren bewertet wird.




Hierzu haette ich nun folgendes zu sagen.
Reiseberichte die eine Reise beschreiben werden hier wohl kaum niedergemacht. Wenn jedoch Behauptungen aufgestellt werden, dass Armut nach wie vor Schwarz- Weisser Natur ist, so kann man eben oft nicht anderst als dieses richtig zu stellen.
Wenn man diese Behauptungen immer und immer wieder von Solchen liest, die mal schnell durchs Land huschen, dann kann diese Kritik schon einmal sauer ausfallen.

Lasst euch sagen, ihr koennt Jahrelang durch das Land reisen und erlebt die wirkliche Situation nicht.
Diese erlebt man, wenn man hier arbeitet, sein Gehalt bekommt und damit lebt. Wenn man seine Steuern bezahlt und mit den Menschen hier die taeglichen Probleme gemeinsam anpackt.

Dieses ist ein Link zum Spiegel, mit einem Intervue eines Fotografen der das Land fuer 6 Monate bereiste.

(Der Link ist für Gäste ausgeblendet. Um ihn zu sehen, bitte registrieren!)

Ein Auszug hiervon:

Vanhöfen: Ich war sehr erschreckt, wie stark die Apartheid noch vorhanden ist, wie hoch das Gewaltpotential ist und wie groß die kulturellen und wirtschaftlichen Unterschiede zwischen Schwarz und Weiß sind.

Was fuer ein Unsinn ist dies nun wiederum.

Welche Apartheid? Die Gesetze diesbezueglich wurden schon lange abgeschafft. Im Gegenteil es gibt nun die sogenannten ‚affirmative action’, die strikt gegen Weisse ist.

Es gibt noch unendlich viele arme Schwarze und es gibt viele arme Weisse.

Wenn ihr mit angeblich so offenen Augen durch das Land gefahren seit, wie kommt es dann, dass ihr nicht die super Autos von Mercedes, BMW und Audi saht, die von diesen armen Schwarzen gefahren werden.

Es gibt nicht nur jede Menge schwarzer Millionaere sondern auch Milliadaere.

Wann ist die Apartheid zu Ende? Wenn wie in Zimbabwe der letzte Farmer verjagt wurde und der letzte Weisse zum betteln auf der Strasse steht?

Lasst uns einmal behaupten die Deutschen sind nach wie vor Nazis, denn der Tourist sah einen Aufmarsch der NPD und hoerte die Glatzkoepfe bruellen.
Unsinn? Von wegen!! Nichts anderes als Das, was hier so viele von sich geben.
Oder soll der Tourist von der Gegensaetzlichkeit der Deutschen und ansaessigen Auslaendern berichten?

Dies mein Lieber ist einer der Gruende weshalb man hier schon einmal verbittert bestimmte Beitraege beantwortet.

Siggi

Dieter

Krügerfan

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Montag, 22. Dezember 2008, 12:26

RE: kleiner Reisebericht

Ich möchte Euch (BW+Siggi) bitten, zu dem Thema einen neuen Thread aufzumachen, und "Euer" Thema dort zu diskutieren.

Dieter

tomcat

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Montag, 22. Dezember 2008, 16:32

RE: kleiner Reisebericht

Ich finde es super, dass Euc hnicht nur unser Land so gut gefallen hat, sondern Ihr Euch auch noch die Mühe macht, von Euren Erfahrungen zu berichten.
Natürlich ist das alles subjektiv und andere empfinden manches Detail anders, aber es ist eine Hilfe und von daher TOLL!
Wenn Euch Jeffreys Bay nicht gefallen hat, kommt beim nächsten Mal zu uns nach St. Francis Bay. Wir finden das schöner ;)
Und ewig dieser Hinweis auf arm, reich schwarz oder weiss und Touri-Routen.
Ich finde es nervig. Touristen in Deutschland erzählen auch immer von München, Heidelberg und dem Rhein und daheim fragt keiner, ob er die Arbeitslosen in Meck-Pomm oder an der polnischen Grenze besucht hat und in Frankfurt waren sie auch nur am Flughafen und Römer und nicht hinterm Bahnhof im Gallusviertel.

Freelander

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Freitag, 26. Dezember 2008, 07:39

RE: kleiner Reisebericht

Zitat

Original von Boerewors
Da Du arm und reich mit weiss und schwarz gleichsetzt, sieht man gleich wieder, dass Du Dich nur auf Touristenpfaden bewegt hast. Geh mal in die Staedte, wie z.B. Johannesburg, wo Du sehr vielen Obdachlosen Weissen begegnen wirst. Ein Europaeischer Tourist will halt immer nur sehen was er sehen will, die armen unterdrueckten Schwarzen und die ueberpriviligierten Weissen. Das ist schon lange nicht mehr so, und ich finde es absurt, dass ein Kurzzeittourist so ein scheiss statement abgeben kann.
Frohe Weihnachten
BW


Ich find dieses Forum echt "klasse", es ist genau so "kleinkariert" wie der durchschnittliche "Laubenpieper" im Ruhpott (ich entschuldige mich schon mal für diesen Vergleich bei allen Ruhrpöttern :D), nur das einige jetzt seit ein paar Jahren in RSA leben und nun glauben die Weisheit in kondensierter Form gelöffelt zu haben...oder schon seit Jahren wieder in D sind, aber immer noch einen "auf Oberlehrer" machen.


...leider konnte ich den originalen Bericht wg.der "Selbstzensur"nicht mehr lesen...aber die Erfahrung der Kommentare durfte ich hier auch schon machen. Nur - nach nun fast 4 Monaten leben und arbeiten in JHB kann ich nur bestätigen, die wirkliche Armut ist eindeutig mit den Schwarzen (und dafür gibt es sicherlich viele Gründe)...

Es ist richtig, ich (wir) haben auch schon weisse Bettler an den Ampeln gesehen, nur, gemessen an der Gesamtbevölkerung unter der Armutsgrenze dürfte sich deren Anteil im "Promille-Bereich" bewegen. Ich habe auch noch keinen "weissen" Squatter-Camps in JoBurg gesehen, wo tausende Weisse ohne Strom und Wasser in ihren Wellblechbuden hocken und auf Kartonage schlafen....

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Bär (28. April 2015, 22:50)