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Der Schreier

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Sonntag, 18. März 2012, 19:42

Drei Wochen SA im November und Dezember – ein Reisebericht mit Bildern in mehreren Teilen

Nachdem ich vor einigen Monaten in diesem Forum bereits einige Anfragen bezüglich diverser Dinge gestellt habe, werde ich in den folgenden Tagen unsere Reise von Kapstadt nach Port Elizabeth und von Durban über St. Lucia, Thonga Beach und Sabi Sands nach Johannesburg in mehreren Teilen beschreiben. Da das unser erster SA-Urlaub war und wir (41 + 43 yo) erheblich Australien vorbelastet sind, haben wir öfters einen Vergleich zwischen beiden Staaten gemacht. Alle Unterkünfte, die beiden Mietwagen und die Inlandsflüge waren vorab von Deutschland aus vorgebucht. Einige der Unterkünfte haben wir über Rhino-Africa in Kapstadt, andere haben wir direkt über Internet gebucht.

17.11.2011

Die B747 des Fluges LH576 landete pünktlich gegen 10 Uhr in Kapstadt. Nach sehr langer Zeit mal wieder Lufthansa auf einer Langstrecke – sehr angenehm, wir waren ziemlich positiv vom Service und dem ganzen Umfeld im Flieger überrascht. Die Einreiseprozedur verlief unproblematisch. Bei der Mietwagenübernahme (KIA SUV von Hertz) gab es allerdings gleich das erste Problem. Die Jungs wollten mir eine Vollkaskoversicherung (SuperCover) andrehen, die ich angeblich noch nicht hätte. Der Beikauf der Versicherung würde XXX Rand pro Tag betragen, ansonsten beliefe sich die Kaution auf 9000 Rand. Nach kurzer Durchsicht meiner Unterlagen war ich überzeugt, diese Versicherung schon von Deutschland aus gebucht zu haben und ich stellte mich stur. Nachdem der Manager herbeigezogen wurde und ca. 15minütiger Suche im Rechner meinten die Hertz-Leute, daß da wohl ein Fehler im System wäre und ich Recht hätte. Da im Forum schon öfter mal vor solchen Praktiken gewarnt wurde, scheint wohl ein System dahinter zu stecken. Die ersten Kilometer auf afrikanischen Boden, d. h. die Anfahrt nach Camps Bay Bakoven (Ocean View House) verliefen problemlos. Das Hotel ist uneingeschränkt zu empfehlen, vor allen Dingen gab es dort das beste Frühstück der ganzen Tour.

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Ocean View House, Zimmer mit echtem Meerblick…

Nach dem Einchecken fingen wir neugierig an Camps Bay mit seinen Geschäften zu erkunden. Das erste Ziel war mit dem örtlichen PicknPay ein typisch afrikanischer Laden. Danach blieb noch etwas Zeit für den Signal Hill. Suspekt waren am Anfang die vielen schwarzen Einparkhilfen und Parkplatzwächter auf den Straße Wie ist mit diesen Leuten umzugehen? Scheinbar gibt es wichtige (die mit gelber Warnweste) und etwas unwichtigere (die ohne gelbe Warnweste) Schwarze?

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Blick von der Signal-Hill-Zufahrt Richtung Tafelberg

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Beachpanorama in Camps Bay

Das Rumpsteak in einem Lokal auf der Camps-Bay-Promenade bestand zur Hälfte aus Sehnen…ein gelungener Einstand im Fleischesserparadies Südafrika. Beim Abräumen entdeckte der Manager die Gezermelreste auf dem Teller und meinte ganz entsetzt, was ist das denn für ein Stück, was haben wir dir denn da angedreht, willst du nicht ein neues Steak. Wer kann da schon widerstehen, die Zweitausfertigung dieses Steaks war 1a und erneute Pommes und Beilagen gab es als Zugabe…danach hatte der Laden einen neuen Fan. In Deutschland undenkbar, daß man ohne Gemecker und Nachfrage gleich eine neue Portion bekommt.

18.11.2011

Strahlende Sonne, keine Wolke am Himmel – ab zum Tafelberg! Unten am Parkplatz war es noch schön leer, keine Menschenschlange war zu sehen, nach fünf Minuten wußten wir auch warum: Wegen starken Windes verkehrte die Seilbahn leider nicht. Etwas Enttäuschung machte sich breit, aber egal, weiter ging es zur V&A-Waterfront, die auch ganz oben auf der Must-See-Liste stand. In diesem Bereich kann man locker einen halben Tag und mehr verbringen. Etwas trinken, etwas shoppen, etwas essen, wieder etwas trinken…usw…usf…. Auffällig war, daß an fast jeder Ecke, gefühlt an jedem zweiten Tisch in den Restaurants, deutsch gesprochen wurde.

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An der Waterfront

Da der Nachmittag erst angefangen hat, fuhren wir noch mal schnell „in die Stadt“. Parkplätze en masse gab es am Heritage Square. Das was wir dort von der Innenstadt gesehen haben …mittlere Long Street…Greenmarket Square… hat uns nicht unbedingt vom Hocker gerissen. Dummerweise liegt am Heritage Square auch das touristisch verrufene Africa Cafe…und da wir Touristen sind, haben wir für den Abend dort einen Tisch reserviert. Im Nachgang betrachtet war das keine gute Idee. Das Essen war so naja, manches der 13 oder 14 Gerichte war OK oder sogar ganz gut, aber eben nicht mehr. Außerdem sind R 250 pro Nase für diese Essensqualität einfach viel zu viel Geld. Ich glaube, wir haben später nie wieder soviel für ein Dinner bezahlt. Egal, nachher ist man immer schlauer und immerhin können wir allen erzählen, daß wir im legendären Africa Cafe gedinnert haben.

19.11.2011

Kapstadt kann man auch in Windytown umnennen! Da die Sonne extrem brennt und das Thermometer über 32° C steigt, stört es nicht ganz so viel, aber wehe die Sonne ist weg…An diesem Tag stand die Kaphalbinsel auf dem Programm. Hinter Hout Bay boten sich am Chapmans-Peak-Drive fantastische Aussichten auf die Bucht. Das Panorama und die Stille haben einen beinahe erschlagen.

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Panoramablick am Chapmans-Peak-Drive

Über Noordhoek ging es zum Cape Point. Die Gegend dort ist eher unspektakulär. Die Flora mag zwar artenreich und selten sein, auf den zweiten Blick auch mitunter schön, aber erstmal sehr unscheinbar.

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Unscheinbare Flora, Teil 1

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Unscheinbare Flora, Teil 2

Die Fahrt mit der Zahnradbahn haben wir uns geschenkt, vielmehr haben wir noch das Cape of good Hope angefahren. Nun ja, dort haben wir uns in die Schlange eingereiht, um das obligatorische Foto „Person mit Schild im Vorder- oder Hintergrund“ machen zu können. Die ersten Strauße standen dort am Weg. Zurück ging es Richtung Boulders. Leider waren nirgends Paviane zu entdecken, sondern lediglich Pavianwächter mit gelben Warnwesten. In Boulders Beach führte der erste Weg zu den Pinguinen. Ganz nett anzuschauen.

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Die Pinguine von Boulders

Danach waren wir am unmittelbaren, kostenpflichtigen Nachbarstrand etwas im Wasser plantschen. Zwischendurch verirrte sich ein einsamer Pinguin an diesen Strand und wurde sofort von einer Horde kleiner Kinder umringt. So schnell habe ich noch nie einen Pinguin laufen und schwimmen gesehen…

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Der Strand von Boulders

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Verirrter und verwirrter Pinguin

Abends gab es mal wieder Steaks auf der Camps-Bay-Promenade, diesmal war bereits die Erstversion auch erstklassig.

Fortsetzung folgt.

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Montag, 19. März 2012, 09:59

Wow - toll! Vielen Dank - besonders auch für die Fotos... :thumbsup:

Bitte ein paar Informationen zur verwendeten Foto-Ausrüstung - sind die Bilder nachbearbeitet oder so original vom Memo-Chip?

Viele Grüsse und weiter so :danke:

Johannes
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Der Schreier

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Montag, 19. März 2012, 19:58

Drei Wochen SA im November und Dezember – ein Reisebericht in mehreren Teilen – Teil 2

20.11.2011

Boah, mieses Wetter. Aber die Tafelbergbahn fährt, wie der Anruf ergab. Also nichts wie hin um die 2. Bahn des Tages zu erwischen. Oben war es ziemlich leer und kalt….aber wolkenfrei. Der Anblick vom Tafelberg raubt einem den Atem. Auch das Frühstück in der Hütte auf dem Berg war nicht anzumeckern. Als wir geben halb 10 wieder gen Tal fuhren, schoben sich bereits die Wolken unaufhaltsam über das Plateau, die Bergstation war bereits völlig eingehüllt.






Dieses Panorama sollte man sich nicht entgehen lassen


Ob die Dassies auf dem Tafelberg auch diesen Ausblick schätzen?


Einen solchen Bäh-Wettertag, mittlerweile hatte es sogar angefangen zu regnen, nutzt man am sinnvollsten zum Shoppen. Wo geht das besser als in der größten Mall Afrikas, dem Canal Walk. Phänomenal und sehenswert, irgendwann haben wir uns getrennt und Frau machte alleine ihren Zug durch die Mall…und ich habe bei Vodafon eine SA-SIM-Karte erstanden. Als Legitimation diente ausschließlich der Hotelschlüssel. Ohne diesen hätte ich die Karte vermutlich nicht erhalten.


Die goldenen Bögen im Canal Walk. Im Hintergrund läuft glaube ich Kricket, RSA gegen Australien

Danach ging es erst nach Stellenbosch und danach nach Franschhoek. Beides war nett, aber hat uns auch nicht begeistert. Gut, das Wetter war mies, wir trinken lieber Bier anstatt Wein und außerdem sieht es in dieser Gegend teilweise ziemlich europäisch aus. In Franschhoek wurde stilgerecht am ehemaligen Bahnhof ein Burger vertilgt. Zwischen Franschhoek und Grabouw gab es an der R321 die ersten Paviane zu sehen. Die Tiere waren unerschrocken, sie hockten direkt am Straßenrand, ja mitunter auf der Straße und links und rechts floß der Verkehr vorbei.




Paviane an der R321

Abends gab es wieder gebratene tote Kuh, das Standardessen auf der Promenade.

21.11.2011

Kapstadt ade! Auf dem Programm stand die Fahrt durch das kleine Karoo nach Groenfontein. Über die N1 ging es nach Worchester. Am Ausgang des Huguenot-Tunnels wimmelte es am Rand der Autobahn von Pavianen. Zwischen Worchester und Robertson waren auch endlich die in den Foren angekündigten Baustellen zu sehen. Hier war nur ein langsames Vorwärtskommen möglich. Ab Montagu haben wir bis Calitzdorp die legendäre Route 62 abgefahren.


Straßenszenen aus Montagu

Einen Stop gab es bei Ronnies Sex Shop, zeitgleich mit einer Reisebusladung Russen. Ronnies Sex Shop zeichnete sich dadurch aus, daß ich dort vermutlich den schlechtesten Hamburger meines Lebens gegessen habe. Einfach nur ungenießbar… Überhaupt Hamburger, vielleicht fünf oder sechs habe ich in SA vertilgt. Im Vergleich zu manchen Wahnsinnsburgern in Australien oder den Vereinigten Staaten waren die Burger in Südafrika ziemlich mies. Zwischenfazit: Burger sollte man in diesem Land nicht bestellen! Die gleiche Warnung gilt für Pommes Frites – meistens labbrig, selten kroß! Zwischen Caltzdorp und Groenfontein war die Straße eine mittelprächtig gewartete und enge Gravelroad. Unterwegs blockierte erst eine dicke Schildkröte den Weg und wenig später mußten wir auf der engen Straße bis zur nächsten Ausweiche zurücksetzen, da eine Kuhherde dahin wollte woher wir kamen.


Dicke Turtle auf der Straße

Die kommenden zwei Nächte haben wir im Retreat of Groenfontein verbracht. Sehr empfehlenswert, Die Eigentümer Marie und Grant kümmern sich sehr herzlich um ihre Gäste. Abends beim gemeinsamen Dinner an der großen Tafel hat man sofort das Gefühl, in einer Familie zu sein.




The Retreat of Groenfontein

Fortsetzung folgt.

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Montag, 19. März 2012, 21:10

Zur Kamera

Wow - toll! Vielen Dank - besonders auch für die Fotos... :thumbsup:

Bitte ein paar Informationen zur verwendeten Foto-Ausrüstung - sind die Bilder nachbearbeitet oder so original vom Memo-Chip?

Viele Grüsse und weiter so :danke:

Johannes



Die Kamera ist eine Nikon D90 mit einem Nikon 18-105 mm 3,5-5,6 und einem Nikon 70-300 mm 4,5-5.6. Dieser Trip war der erste größere Einsatz dieser Kamera, da ich vorher ausschließlich analog fotografiert habe. Am Anfang habe ich leider zu häufig die Vollautomatik mit Autofokus benutzt, was insbesondere bei Landschaftsaufnahmen häufiger zur Unschärfe führte. Später bin ich auf Blendenautomatik bei Zeitvorwahl umgestiegen und habe fast immer manuell fokussiert, was meistens die besseren Ergebnisse brachte. Aufgrund der teilweise vorkommenden Unschärfe am Anfang, habe ich die meisten dieser Bilder mit Photoshop nachgeschärft. Daneben habe ich allen Bildern noch etwas Kontrast spendiert, habe ein bißchen mit den Tonwerten herumgespielt und habe, da ich beim Fotografieren immer einen Rechtsdrall habe, ab und an die Bilder etwas gedreht.

Die hier gezeigten Bilder sind zweimal verkleinert worden. Die Originaldateien (jpg) haben eine Größe von 4288 x 2848 Pixel. Aus den knapp 3000 Bildern habe ich ca. 1000 herausgesucht, die ich allesamt bearbeitet habe und die den Verwandten und Freunden bei passenden Gelegenheiten vorgeworfen werden. Diese 1000 Bilder habe ich komplett auf 3000 Pixel Breite verkleinert. Die hier gezeigten Bilder sind eine Auswahl dieser 1000 Bilder, die ich für diesen Bericht auf 1024 Pixel Breite verkleinert habe.

Viele Grüsse


Andreas

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Dienstag, 20. März 2012, 08:58

HI Andreas,

danke für das "Fest für die Augen" in Deinem Thread hier - schöne Kombi aus Bildern und Text! :danke: :thumbsup:

Die D90 (sowie Deine Optik) ist natürlich top-of-the-range! So sind die Ergebnisse kein Wunder.
Obwohl die echte Leistung erst bei voller Auflösung und schwachem Licht sichtbar wird... :whistling:

Nur das mit der Unschärfe bei den Landschaftsaufnahmen kann ich nicht ganz nachvollziehen.
Die D90 hat ein spitzenmässiges Autofokussystem und bei Landschaftaufnahmen bei Tageslicht hast Du immer was um Blende 8 oder mehr und damit einen gewaltigen Tiefenschärfebereich.
Bei Blende 2.8 und Dämmerlicht kann man schonmal Probleme erwarten, wegen der geringen Tiefenschärfe und dem geringeren Kontrast, der ja vom Autofokussystem ausgewertet wird.
Anyway,- das Ergebnis zählt zu guter letzt oder jeder Fotograf hat so seine eigenen Vorzüge und Techniken. Und so war das jetzt für mich mal sehr interessant...

Ich habe eine Sony 55 und meist das 17-50mm 2.8 drauf - nur wenn absehbar erforderlich, schleppe ich das 70-200mm 2.8 mit.
Gerne experimentiere ich aktuell mit HDR (Der Link ist für Gäste ausgeblendet. Um ihn zu sehen, bitte registrieren!) und Panoramen (Der Link ist für Gäste ausgeblendet. Um ihn zu sehen, bitte registrieren!) ...
Und ich arbeite gerne bei minimalem Licht... Und sonsten gerne Schnappschüsse und Menschen... :thumbup:

Weiter so und viele Grüsse vom Kap

Jo
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Stachelschwein

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Dienstag, 20. März 2012, 09:28

Schöner Reisebericht und vor allem klasse Bilder! :thumbup:

Das mit den schlechten Burgern und labbrigen Pommes kann ich leider bestätigen. Dafür gibt's fast überall tollen Fisch. :)

M@rie

Buschbaby

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Dienstag, 20. März 2012, 09:56

die labbrigen Pommes kann man umgehen, in dem man diese "crispy" bestellt ;)
lG M@rie

"Schildkröten können dir mehr über den Weg erzählen als Hasen." - chin. Chengyu

,,,^..^,,, erst einmal kein Kruger in Planung *schnüff* ,,,^..^,,,

Budenknipserin

Stachelschwein

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Dienstag, 20. März 2012, 10:15

"Crispy chips" ist eine klare Tautologie für mich, aber einen Versuch wäre es wert. 8)

jeweller

Meister

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9

Dienstag, 20. März 2012, 13:49

Burger & Chips

Hallo Andreas,
Burger und Chips steht normaler weise nicht auf unserer Speisekarte.
Wir mussten es aber letztes Jahr, mangels besserem Essen auf Malle, runterwürgen.

War garnicht so schlecht, solltest einmal hinfahren. Haben uns aber doch wieder auf
gute Sterne Restaurants in SA gefreut.

Gruss
Nkosi Sikelel iAfrika
hubert

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Dienstag, 20. März 2012, 14:50

Burger + Chips...

Hallo Andreas,
Burger und Chips steht normaler weise nicht auf unserer Speisekarte.
Moin,
geht mir gerade in SA ebenso. Aber erkenne an, die Geschmäcker sind zum Glück verschieden.
Chips in SA mag ich nicht, wenn es um die mehr oder weniger aus UK importierten Gerichte wie Fish & Chips geht. Erinnere mich an dieses Arbeiter-Essen von der Ostküste der Insel. Der Fisch in Zeitungspapier und alles getränkt in Fett. In Hout Bay oder Kalk Bay bekommt man es noch ähnlich.

Ich mag den Big Mac als Menü und den bekommt man auch in SA wie fast überall auf der Welt. Übrigens einer der besten Indikatoren für die Lebenshaltungskosten ist die "Big Mac- Währung" - denk mal nach.

Meine Kinder mögen gerne Burger und Chips und essen das in SA bei "Spurs". Bei uns am Montag gibt es dort zu jedem Burger den gleichen Burger noch einmal für lau.

In SA ist unsere besondere Vorliebe den Gerichten mit Curry gewidmet. Andererseits, wenn die Kinder wie oben beschrieben Ihre Burger essen, dann ist es bei mir ein "Lazy Aged". :love:

Enjoy
Jan-Peter

PS Schließe mich an, geile Bilder

Der Schreier

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Dienstag, 20. März 2012, 19:27

Drei Wochen SA im November und Dezember – ein Reisebericht mit Bildern in mehreren Teilen – Teil 3

22.11.2011

Groenfontein haben wir angelaufen, um wenigstens an einem Tag das Inland zu sehen. Insbesondere der Swartbergpass hat mich von Anfang an fasziniert. Von Groenfontein aus läßt sich problemlos ein Roundtrip Swartbergpass – Prince Albert – Meiringspoort machen. Der vollkommen ungeteerte Paß ließ sich gut befahren und war wider erwarten auch nicht ganz so eng. Da zudem noch erstaunlich wenig Verkehr herrschte (vielleicht kamen uns insgesamt 10 Autos entgegen), konnte man unterwegs die grandiose Aussicht genießen.


Swartbergpass Südseite


Swartbergpass Nordseite


Unscheinbare Fauna auch am Swartbergpass

Lunch gab es in der Prince Albert Country Store. Prince Albert ist ein nett anzusehender, doch etwas verschlafener Ort.


Szene aus Prince Albert

Der Meiringspoort wurde mehr oder weniger flott durchfahren, die Sonne stand schon sehr tief, so daß in der Schlucht keine vernünftigen Fotos mehr möglich waren.


Strauße auf einer Farm im Groenfontain Valley


…und eine winzige Schildkröte auf der breiten Piste…

Abends hat sich Marie bestimmt 15 Minuten Gedanken bezüglich der Tischordnung gemacht. Wer sitzt neben wem, so daß das kaum Englisch sprechende Pärchen aus Frankreich nicht neben den nur halbwegs Englisch sprechenden Deutschen sitzen muß…Perfekte Vorbereitung für ein perfektes Dinner halt…

23.11.2011

Brütende Hitze im Klein Karoo, kurz vor Oudtshoorn wird die +30°C Marke überschritten. Hinter Oudtshoorn die erste Polizeikontrolle. Auch wenn der Officer garantiert gar nichts von dem was auf dem deutschen Kartenführerschein steht verstanden hat, hat er trotzdem etwas in sein Formular eingetragen und ließ uns nach fünf Minuten weiterfahren. Da die Tagesetappe nur bis Wilderness ging, war genug Zeit für den Montagu Pass vorhanden. Glücklicherweise kam uns während der Fahrt über den Paß kein einziges Auto entgegen, da insbesondere die Südrampe mehr als eng ist. Wenn man da die Fahrbahn nicht genau trifft…aus dem Graben neben der Piste kommt man ohne Abschleppwagen nicht heraus. Fraglich ist allerdings, ob der Abschleppwagen den Paß hoch kommt. Ach ja, da war noch etwas: +30°C waren es in Oudtshoorn, 50 km weiter südlich jenseits des Passes zeigte das Thermometer nur noch schlappe +13°C an, bei Regen versteht sich. Baden im Meer ade….immerhin waren in Wilderness wieder +18°C. Reiseführer finden über Wilderness mitunter die Formulierung „durch zahlreiche Ferienhäuser verschandelte Dünen“. Wenn man allerdings in einem der Ferienhäuser wohnt, dann ist dieser Sachverhalt nur noch großartig. In unserem Falle war das die Xanadu Guest Villa, die zu den besten Unterkünften der Tour gehörte. Insbesondere der Hausherr Albert überzeugte mit fachkundiger und souveräner Betreuung.


Blick aus der Lounge der Xanadu Guest Villa


…und ein Blick aus dem Zimmer…

Als Entschädigung für das Wetter gab es abends bei Joplins in Wilderness die besten Steaks des Urlaubs.

24.11.2011

Der Tag läßt sich kurz zusammenfassen: Da verstärkt die Sonne hervorkam, haben wir einen Amstrandabhängtag gemacht.


Alles wird gut, sogar das Wetter


Auf in das wilde Wasser von Wilderness – vorteilhafte Pose von hinten, da man so den Bauch nicht sehen kann

Abends waren wir noch für eine Stunde im Nationalpark, um auf dem Pied Kingfisher Trail einem Southern Red Bishop (roter Vogel) und einem Common Eggeater (braune Schlange) sowie einigen Webervögeln zu begegnen. Insbesondere die Schlange ließ sich überhaupt nicht von unserer Anwesenheit stören und ausgiebig ablichten. Leider konnten wir zu diesem Zeitpunkt überhaupt noch nicht einschätzen, wie giftig diese Schlange ist die da vor uns auf dem Weg liegt.


Webervogel im Nationalpark

Fortsetzung folgt.

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Dienstag, 20. März 2012, 22:13

Hallo, ich bin absoluter Südafrika Neuling, wir (42 und 44) möchten dieses Jahr im November 24 Tage nach Südafrika. Frankfurt Kapstadt 12 Tage später Port Elisabeth -Durban 12 Tage später Johannesburg Frankfurt. Den Flug habe ich immer noch nicht gebucht bin noch nicht schlüssig, ob dies so ok ist. Ich würde gerne alle 3 Flüge auf einmal buchen, sind dann günstiger. Ihr habt dies doch auch so ähnlcih gemacht. Kommt man mit den Tagen aus, ohne nur im Auto zu stizen. Würdest du mir deine einzelnen Übernachtungen verraten? Ich würde gerne die Reise selbst buchen. Mit Rhino Tours habe ich auch schon gesprochen, der Mitarbeiter dort war sehr nett, aber er meinte er habe nur teurere Unterkünfte, aber ich bin auch der Meinung dass man sich wohl ein paar Rosinen picken könnte. Danke :help: Deine Bilder sind wahnsinnig toll!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

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Mittwoch, 21. März 2012, 07:48

Itze.

Moin,
Heh, Du hampelst schon zu lange mit Deinen Buchungen herum.
Mich würde das wahnsinnig machen, wenn die Planung nur durch meine Unschlüssigkeit so viel Zeit in Anspruch nimmt. Dieses Kopfkino sollte man sich ersparen.
Also buchen und dann kannst Du Dich um Details kümmern, denn Du hast Dich eh entschieden.

Das Gute an so einer Reise ist, dass die Geschmäcker sehr verschieden sind und daher kein Handbuch mit Gebrauchsanweisungen existiert. Sonst würde man Karawanen von Europäern auf den Strassen von Südafrika finden, die alle hintereinander fahrend/laufend das Land bereisen und sich an Zeitpläne mit Minutenangaben halten.

Nur wenige Punkte von unseren Vorlieben:
Johannesburg City - no go.
Tierparks - schön, der Krüger ist riesig aber nach 2 Tagen und tausenden von Impalas geht mir das aufs Gemüt. Alle gewünschten Tiere wird man nur im Zoo sehen können. Ich würde damit beginnen, weil es zuerst das zeigt, was man im ersten Moment mit Afrika verbindet.
Das was man im zweiten Moment mit Afrika verbindet - Armut, stinkende Slums, feuchte Hitze ist nur etwas für besondere Menschen. Kann man auch in Südafrika finden. Aber ein klimatisiertes Auto, schöne Natur und das angenehme Gefühl der Sicherheit ohne Leichtsinnigkeit sind besser.
Als sehr junger Mensch habe ich in etlichen afrikanischen Ländern die Arme, teilweise fröhlichere Seite, des Kontinents erlebt. Aber jetzt genügen mir Berichte im TV und ansonsten Afrika light in SA.
Ich würde von Kapstadt zurück fliegen. Alleine schon vom Wetter her. Der November ist dort noch sehr unbeständig und nicht umsonst sagt man, dass es am Kap schon mal 4 Jahreszeiten an einem Tag gibt. Andererseits sind die Wale in den letzten Jahren meist Ende November weg gewesen.
Freiheit - das Wichtigste für uns. OK, Vorbuchungen beruhigen ungemein, aber was ist, wenn man gerne noch ein wenig mehr am aktuellen Ort verweilen möchte? Wenn die netten Gastgeber plötzlich mit lokalen Tipps kommen, die man vom Fahrplan her nicht besuchen kann?

Wenn man sich die Bilder in diesem Thread anschaut, dann kann man sehen wie es gemacht werden sollte. Bravo!!! :)
Dazu gehört auch der Punkt jeden Tag flexibel zu gestalten. Bei Regen fahren wir auch gerne zum Canal Walk/Century City. Nicht unbedingt zum shoppen, aber für die Eindrücke. Den Tafelberg greift man sich, wenn das Wetter mitspielt und möglichst zu einer Zeit, wenn man nicht Stunden in heißer Sonne in einer Menschenschlange herumsteht.

Wir haben uns "Retreat of Groenfontain" aus diesem Thread notiert und werden es besuchen. Möchten es verbinden mit einem Tombolagewinn zur Übernachtung bei Oudtshoorn.

Du hast sicherlich in diesem Forum den laufenden Bericht mit wunderbar aufgezeichneten Tagesreisen mit Aufschlüsselung per Landkarte entdeckt.
Denke die haben die Tipps von den Verwandten und nutzen das ideal.

Jeder der sich ein wenig Zeit lassen kann, sollte in Südafrika ein wunderbares Reiseland entdecken. Wer meint alles sehen zu wollen der sollte sein Leben dort verbringen, oder Ihm platzt der Schädel.
Ich war vielfach mit geborenen Südafrikanern unterwegs, die gerne immer wieder das eigene Land erforschen. Die berichten von immer wieder neuen Orten, die man bisher nicht kannte und die einen Besuch wert sind. Dazu gehört im Idealfall ein Braai am Abend mit netten Leuten. Man genießt den Sonnenuntergang und lässt die Seele mit den Eindrücken des Tages baumeln. :love:
Jan-Peter

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Viking (21. März 2012, 08:12)

Roti

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Mittwoch, 21. März 2012, 09:00

Jeder der sich ein wenig Zeit lassen kann, sollte in Südafrika ein wunderbares Reiseland entdecken. Wer meint alles sehen zu wollen der sollte sein Leben dort verbringen, oder Ihm platzt der Schädel.
Ich war vielfach mit geborenen Südafrikanern unterwegs, die gerne immer wieder das eigene Land erforschen. Die berichten von immer wieder neuen Orten, die man bisher nicht kannte und die einen Besuch wert sind. Dazu gehört im Idealfall ein Braai am Abend mit netten Leuten. Man genießt den Sonnenuntergang und lässt die Seele mit den Eindrücken des Tages baumeln

Hallo Jan-Peter

ich muß diese Aussage von Dir einfach nochmal verstärken. Es ist ein wahnsinnig tolles Land, wo man einfach nur viel entdecken kann und die Zeit geniessen sollte. :thumbsup: :thumbsup:

Ich war in den letzten beiden Jahren so 6 oder 7 mal in Südafrika und habe es nie weter geschafft als zwischen Kapstadt und Port Elizabeth, und das nur, weil ich immer wieder irgendwo "hängen" geblieben bin, bei grandioser Natur oder netten Menschen !! :D
Still loving SA !! *** 03/2010, 05/2010, 04/2011, 06/2011, 09/2011, 12/2011, 02/2012, 04/2012, 06/2012, 09/2012, 03/2013, 09/2013, 02/2014, 01/2015, 03/2015, coming soon 09/2015 ***

Der Schreier

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Mittwoch, 21. März 2012, 19:13

Drei Wochen SA im November und Dezember – ein Reisebericht in mehreren Teilen – Teil 4 (Natures Valley)

25.11.2011

…und das Wetter wurde immer besser…also morgens noch einmal ab ins Wasser. Die nächste Tagesetappe hieß Natures Valley und war in knapp zwei Stunden zu erreichen. Unterwegs haben wir den Knysna Elephant Park besucht. Endlich die ersten Elefanten, wir fanden den Park ganz nett gemacht und waren nachher um die Erfahrung reicher, daß ein Elefantenrüssel ganz schön sabbrig sein kann und auf dem T-Shirt häßliche braune Streifen hinterläßt.




Im Knysna Elephant Park

In Knysna und Plettenberg Bay sind wir kurz durch die Orte geschlendert, wobei uns höchstens die Waterfront in Knysna halbwegs gefallen hat. Plettenberg Bay hat uns als Ort eher enttäuscht. Unterwegs auf der N2 fielen uns endlich einige Radarfallen auf. Nach dem im Forum bereits ausgiebig vor diesen gewarnt worden war, hat mich die absolute Anzahl dann doch eher enttäuscht. Australien ist diesbezüglich wesentlich ertragreicher. Schlußendlich landeten wir am späten Nachmittag in Natures Valley. Hier waren vier Übernachtungen in der Tranquility Lodge vorgesehen. Natures Valley ist etwas ab vom Schuß. Der Ort besteht aus vielen einzelnen (Ferien)häusern, die alle in gebührendem Abstand voneinander stehen. Wirklich von einem „Ort“ kann man kaum sprechen. Das eigentliche Zentrum befindet sich glücklicherweise am Ortsende, unmittelbar neben der Tranquility Lodge. Dort gibt es das einzige Geschäft und das einzige Restaurant (Valley Inn). Ansonsten besteht Natures Valley überwiegend aus Strand. Insgesamt hat uns die Szene vor Ort etwas an Costa-Rica erinnert: viel Improvisation, nichts perfekt, aber sehr relaxed und deshalb angenehm.


Natures Valley: links hinter den Bäumen die Tranquility Lodge, rechts hinter den Bäumen der Strand, im Rücken des Fotografen das Valley Inn – mehr benötigt man nicht in Natures Valley

Wie gewohnt ein paar Worte zum Essen im Valley Inn: die Piri-Piri-Leber war klasse, aber das Steak eher durchschnittlich.

26.11.2011

Auch wieder so ein sinnloser Tag, von morgens bis abends am Strand, Sonnen, Plantschen, Lesen, Gammeln, unterbrochen von einem Snack und etwas Alkohol im Valley Inn. In der Tranquility Lodge hatten wir die Honeymoon Suite gebucht, die wärmstens zum empfehlen ist. Großer Wohnschlafraum mit vielen, wohlüberlegten Features, tolles Bad mit Whirlpool, eigener Kamin und ein eigenes, großes Sonnendeck. Unter der Suite liegen die Standardräume, die dagegen nicht unbedingt empfehlenswert sind, da sie eher eng und etwas dunkel sind. Leider war das Frühstück in diesem Hotel das schwächste der Tour. Die Auswahl war sehr dürftig und das Restaurantpersonal ziemlich unmotiviert. Kein Wunder, daß das Hotel seit einiger Zeit kein Dinner mehr anbietet. Lediglich die Lage der Frühstücksterrasse im Wald, in Hörweite zum Meer, hat etwas entschädigt.


Abends am Strand von Natures Valley

27.11.2011

Wasser war auch das Stichwort dieses Tages. Im Gegensatz zum Vortag kam das Wasser aber von oben. Kurz und knapp zusammengefaßt war dieser Tag wettermäßig der schlechteste Tag. Der Beginn war noch halbwegs gut, aber als wir mit Shorts und T-Shirt gegen 10:00 Uhr im Tenikwa Wildlife Centre vom großen Regen und westeuropäischen Sturmböen überrascht wurden, war der Spaß schnell dahin. Trotzdem war die Anlage sehenswert. Direkt neben Geparden zu hocken und mit ihnen zusammen durch die Gitter aus dem Gehege herauszuschauen war schon beeindruckend. Danach sind wir schnell in die Lodge zurück gefahren, um nach einem Hot-Pool-Besuch auf dem Zimmer zu chillen. Zum späten Nachmittag hörte der Regen etwas auf, so daß auch noch Monkey Land ein Besuch abgestattet wurde. Wir waren dort nicht nur die letzten sondern auch die einzigen Besucher und hatten einen etwas eigenartig kauzigen Führer, aber im Rückblick lohnt sich auch dieser Park.


Seltsame Affen in Monkey Land

Abends ging es zum Italiener nach Keurboomstrand, der uns aber enttäuscht hat, da die meisten Pizzabäcker in Deutschland bessere Qualität abliefern. Aber immerhin kam dort etwas Sonne hervor.




Abends am Keurboomstrand

28.11.2011

…und das Wetter war wieder so, als hätte es nie geregnet. Neben dem obligatorischen Strandbesuch, stand die nahe Schlangenfarm auf dem Programm. Wie die anderen (Tier)parks war auch dieser sehenswert.




So eine Schlange kann schon schmücken…

Danach ging es nach Plett zum Shoppen. Alles in allem fanden wir den Ort als solchen nicht unbedingt attraktiv. Die Hauptstraße ist alles andere als schön und die Anzahl der Geschäfte eher überschaubar, eindeutig entschädigt wird man aber durch die Lage am Meer.


Wasser und Strand sind eindeutig die Vorzüge von Plettenberg Bay

Im Anschluß hatte ich mir eine Wanderung durch den „Dschungel“ von Natures Valley in den Kopf gesetzt. Insbesondere die Chamäleons die es dort geben sollte hatten es mir angetan. Außerdem sollten dort auch sonst viele Tiere leben. Der Kalanderkloof-Trail am Ortsrand schien dafür wie geschaffen zu sein. Leider mußte ich einen nicht unerheblichen Widerstand meiner Partnerin überwinden, die dazu überhaupt keine Lust hatte und auf der Schlangenfarm vorher einiges über Puffottern erfahren hatte, die auf Wanderwegen herumliegen könnten. Nun denn, wir sind halt losgelaufen…und weitergelaufen…in den, sagen wir mal Mischwald. Irgendwann, nach ca. 30 Minuten wurde es mir auch zu bunt, kein einziges Tier in Sicht, noch nicht einmal Vögel, stinklangweilig, also wieder den gleichen Weg zurück zum Parkplatz. Waren die bösen Blicke meiner Freundin bis dahin noch halbwegs zu ertragen, haben sie mich bei der Rückkehr in die Lodge beinahe erschlagen. Tiere gab es auf diesem Weg genügend…und zwar viele kleine Zecken, die jetzt nicht nur am Körper hingen sondern auch in der Kleidung und am Rucksack. Knapp 10 von diesen Viechern habe ich alleine bei mir gefunden. Zeckenbisse haben wir glücklicherweise keine abbekommen. Nun denn, ich wollte ja sowieso ein paar Sachen in RSA lassen, warum also nicht dieses T-Shirt und diese alte Jeans…. Für die Tiere hätte man gar nicht so weit laufen müssen, da in der Nähe der Lodge wenig später eine grüne Meerkatze und ein Halsbandnektarvogel auftauchten.


Grüne Meerkatze mit Baby


Von der Veranda beobachtete Halsbandnektarvogel

Dieser Tag war auch der Tag des Beginns der Malariaprophylaxe. Ursprünglich war der Plan, das in Deutschland verschriebene Malarone zu verwenden. Dummerweise habe ich mir bereits Kapstadt eine hartnäckige Bronchitis zugezogen, so daß ich dort unter dem Vorwand der Malariaprophylaxe Doxycyclin erworben und daraufhin benutzt habe. Ich bin dann beim Doxy geblieben und habe nur die Dosis halbiert. Meine Freundin hat das Malarone nicht vertragen und ist nach ein paar Tagen auch auf Doxy umgestiegen. Das Doxy war als Prophylaxe in den meisten Apotheken frei verkäuflich, seltsamerweise zickten einige Apotheker aber rum und wollten ein Rezept vom Arzt sehen.

Hier endet der erste Teil unserer Reise, da wir am nächsten Tag von Port Elizabeth nach Durban weiterfliegen wollten.

Fortsetzung folgt.

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Der Schreier

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Donnerstag, 22. März 2012, 19:49

Drei Wochen SA im November und Dezember – ein Reisebericht in mehreren Teilen – Teil 5 (St. Lucia)

29.11.2011

Da wir den Flug um 11:15 Uhr von Port Elizabeth nach Durban gebucht hatten, mußten wir um 06:00 Uhr in Natures Valley aufbrechen. Jetzt standen noch anderthalb Wochen Kwa-Zulu-Natal und Krügerpark auf dem Programm. Die Anreise zum Flughafen und der anschließende Flug mit SA-Express verliefen völlig problemlos. Für das Übergepäck (Freigepäck war bis 24 kg) mußten 30 Rand pro Kilogramm bezahlt werden. Ein recht günstiges Unterfangen.

In Durban angekommen, spürte man sofort das veränderte Klima. Schwülwarme Luft begrüßte uns in Kombination mit einem völlig bewölkten Himmel. Beim Autovermieter (Thrifty) wieder das gleiche Theater wie in Kapstadt. Erst nach längerer Diskussion haben sie eingesehen, daß wir die SuperCover bereits bezahlt haben und die Kaution nicht 9000 sondern nur 1000 Rand beträgt. Am Wagen dann die nächste Überraschung. Der Nissan 4x4 Pickup hatte zwar einen Hardbody, der Hardbody hatte jedoch Fenster. Irgendwie hatte ich das bei der Buchung anders in Erinnerung. Nun denn, die Möglichkeit Gepäck alleine im Wagen zu lassen schied damit aus, zumal man beim Hardbody auch nicht unbedingt von einem richtigen Schloß sprechen konnte. Diese Vorrichtung war mit den primitivsten Werkzeugen zu knacken. Ein anderes Fahrzeug gab es nicht, so daß wir uns damit zufrieden geben mußten. Leider war der Wagen auch sonst eher in einem bemitleidenswerten Zustand. Nach einiger Zeit merkten wir, daß die Klimaanlage den Fußboden der Beifahrerseite regelmäßig unter Wasser setzte, was sich in Verbindung mit der Wärme spätestens am nächsten Tag in Form eines Gestankes von fauligen Füßen bemerkbar machte.

Nach der doch etwas europäischen Gardenroute, hatten wir auf der N2 Richtung St. Lucia sofort den Eindruck, jetzt endlich in Afrika angekommen zu sein. Grüppchenweise Personen und sonstiges Viehzeug wie Rinder und Ziegen auf und unmittelbar an der Autobahn, unglaublich überladene Minitaxis, LKWs und Busse sowie drei schwere Unfälle auf den knapp 200 Kilometer Autobahn. Insbesondere der erste durchfahrene Ort Mtubatuba hatte mit den schmucken, europäisch geordneten Orten der Gardenroute überhaupt nichts mehr gemeinsam. Dort herrschte ein wildes Durcheinander bestehend aus Minitaxis, Nutztieren, Menschen mit knallbunten Klamotten und vielen Verkaufsständen in Form von Bretterbuden.

In St. Lucia sollte das Serene Estate zwei Nächte als Quartier dienen. Auch dieses Guesthouse ist uneingeschränkt zu empfehlen. Schöne, modern gehaltene Zimmer und sehr aufmerksame, aus den Niederlanden stammende Gastgeber. Abends ging es zum am Flußufer gelegenen St. Lucia Ski-Boat-Club. Wir fanden es dort toll, wo kann man schon sonst beim Steakessen auf der Terrasse Flußpferden und Krokodilen zuschauen. Unerwartet gab es trotz des vielen Wassers und der Sümpfe im Umland in St. Lucia keine Belästigung durch Mosquitos.


Nachtaktive Zebramangusten in St. Lucia


30.11.2011

Was kann man in St. Lucia machen? Die einschlägige Literatur empfiehlt meistens nur zwei Dinge: 1. Cape Vidal und 2. eine Bootstour durch die Wetlands. Zufälligerweise haben wir auch genau einen Tag Verweildauer in St. Lucia vorgesehen, so daß wir uns nach dem Frühstück Richtung Cape Vidal aufgemacht haben. Sind wir vor der Reise davon ausgegangen, an jeder Ecke in Südafrika irgendwelche Böcke oder Antilopen zu sehen, mußten wir uns eines Besseren belehren lassen. Bis zu diesem Tag ist uns keine einzige dieser Kreaturen über den Weg gelaufen. Dafür habe wir unerwarteter Weise an fast allen Ecken des Landes Affen, Paviane und Meerkatzen, gesehen. Nun ja, daß mit den Böcken sollte sich an diesem Tag ändern.


Wasserböcke in den St. Lucia Wetlands

Auf Hin- und Rückweg zum Kap sind wir alle Loops gefahren und wir konnten jede Menge von diesem schmackhaften Getier sehen. Hauptsächlich allerdings Wasserböcke. Danben sahen wir die ersten Büffel, Zebras und Warzenschweine sowie einige Hippos und eine Vielzahl von Vögeln. Auch der Parkplatz am Cape Vidal war von Affen umlagert.


Durstige Meerkatze am Cape Vidal

Das Kap selber ist unbedingt sehenswert, leider war der Wind so stark, daß man am tollen Strand gesandstrahlt wurde, was nicht unbedingt angenehm war. Auf der Rückfahrt kam es kurz hinter dem Kap noch zu einer Begegnung der dritten Art. Unmengen von grün-gelben Heuschrecken überquerten nach Art einer Ameisenstraße schön hintereinander krabbelnd die Straße und brachten so den Verkehr zum Anhalten.




Seltsame Begegnung mit eigenartigen Heuschrecken

Zurück in St. Lucia haben wir die Nachmittagstour durch die Wetlands Richtung Estuary gemacht. Zu sehen gab es unglaublich viele Hippos, einige Krokodile, bunte Vögel und eine ganze Reisebusladung lustiger Schweden, die schwer davon beeindruckt waren, daß wir ganz alleine und ohne Führer in diesem wilden Land unterwegs waren.








Die Hippos von St. Lucia


Zum Abendessen haben wir ein Kettenrestaurant namens Braza ausprobiert. Angeblich ist das das beste Lokal in einem Ort, der laut einigen Reiseführern für schlechtes Essen berüchtigt ist. Nun denn, uns hat es dort geschmeckt.


Bildliche Dokumentation eines gelungenen Abends

Abends sind wir noch über die Stände und Buden an der Hauptstraße geschlendert und haben noch das ein oder andere original? afrikanische? Souvenir erstanden. Fazit: St. Lucia ist ein kleines hübsches Städtchen. Allerdings reicht ein vollständiger Tag vor Ort aus, um die Höhepunkte abzuhaken. Da unmittelbar im Ort auch kein Strand existiert bzw. eine Strandbenutzung wegen der vielen Crocs nicht anzuraten ist, wäre ein weiterer Tag dort für uns nicht zielführend gewesen. Lediglich als Basecamp für den Hluhluwe-iMfolozi kann St. Lucia in Betracht kommen.

01.12.2011

Das Stichwort lautet Hluhluwe-iMfolozi. Da die Tagesetappe nur nach Thonga Beach ging, ließ sich eine Runde durch dieses Reservat ohne Probleme einplanen. Wir haben den Park vom Nyalazi-Gate bis zum Memorial-Gate befahren. Die ersten Kilometer waren stinklangweilig, kein einiges Tier in Sicht, irgendwo ein paar Kilometer entfernt stand ein Büffel und das war es schon…außer den vielen Pillendrehern auf dem Fahrweg.


Die Pillendreher von Schluhschluhwe

Auch waren an diesem Vormittag kaum Besucher unterwegs. Wir sind dann hauptsächlich abseits des Hauptweges einige Loops gefahren. Nach knapp einer Stunde Fahrt ging es dann los: An einem Wasserloch unmittelbar am Weg standen vier Giraffen und beäugten uns neugierig und gar nicht scheu.




Gar nicht scheue Giraffen

Wenig später stand ein einsamer Elefant neben uns, der sich aber bald Richtung Dickicht begab. Zum Parkende hin überschlugen sich die Ereignisse. Erst standen vier Zebras auf dem Weg, die man aus dem Autofenster heraus quasi anfassen konnte und am Schluß der Piste querte eine große Horde Elefanten den Weg und zwang uns zum Halt. Beim 20. Elefant habe ich aufgehört zu zählen. Danach trotteten die Tiere noch ein Stückchen parallel zur Piste, um danach im Busch zu verschwinden. Kurz vor dem Memorial-Gate, wieder auf Asphalt, gab es links und rechts viele Zebras und Giraffen zu sehen.


Zebras am Weg


Der Nachmittag war schon fortgeschritten und wir hatten noch etwas Strecke vor uns. Auf einer super ausgebauten Straße erreichten wir über Hluhluwe und Mbazwana den Abzweig nach Mabibi, Rocktail Bay und Thonga Beach. Ab hier waren knapp 35 km unbefestigte Straße zu bewältigen. Die ersten 10 Kilometer waren eine halbwegs vernünftige Gravelroad. Unterwegs kommt ein bewachter Parkplatz, wo der normale Thonga-Besucher seinen PKW abstellt und von der Lodge abgeholt wird. Aber wir hatten ja ein 4x4 und wollten selbst fahren. Nach diesen ersten 10 Kilometern entwickelt sich die Straße zu einer mal breiteren, mal schmaleren Sandpiste, die aber auch noch gut befahren werden kann. Die letzten 5 Kilometer haben es dann in sich. Schmale Dünenquerungen und enge, mit tiefen Löchern und spitzen Steinen gespickte Sandpisten durch den Busch….manchmal ist Schritttempo schon zu schnell…wenn ein Auto entgegen kommt hat man ein Problem. Die letzten 500 Meter vor der Lodge besteht aus einer Holzbohlenpiste, ohne 4x4 kein Durchkommen, denkt man…


Die letzten Meter vor Thonga Beach

Nach ca. einer Stunde Fahrtzeit für diese 35 Kilometer sind wir am Ziel angelangt, der legendären Thonga-Beach-Lodge, der einschlägigen Literatur zufolge einer der besten Lodges Afrikas. Das erste was wir dort sehen ist ein aus zwei Personen bestehendes und uns erwartendes Begrüßungskomitee und tatsächlich ein 2x4, ein alter Fiat Uno auf dem Parkplatz *staun*. Das in unserem Hardbody eingestaubte Gepäck wurde schnell von den Bediensteten aufs Zimmer gebracht, während wir bei einem Cocktail die aus 12 Hütten bestehende Anlage erklärt bekamen.

Fortsetzung folgt am Wochenende.

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Donnerstag, 22. März 2012, 20:37

Sehr schöner Reisebericht und wahnsinnig tolle Bilder !!!

Da wird die Vorfreude auf unseren Südafrika-Besuch immer größer.
Freue mich auf die Fortsetzung des Berichtes und der Bilder.

Gruß aus dem Saarland

Der Schreier

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Sonntag, 25. März 2012, 20:36

Drei Wochen SA im November und Dezember – ein Reisebericht in mehreren Teilen – Teil 6 (Thonga Beach)

02.12.2011

Über Thonga-Beach werde ich nicht viele Worte verlieren. Absolute Perfektion die ihren Preis hat, diesen Preis aber auch wert ist. Lediglich die Hütten bräuchten bei Gelegenheit mal eine Renovierung, aber ein Mangel ist das nicht. Man wird umhegt und umpflegt, aber das nie aufdringlich und man hat ständig das Gefühl, von kompetenten Menschen umgeben zu sein. Das Essen war mit Abstand das beste der gesamten Reise.


Der Speisesaal der Thonga-Beach-Lodge


Ungiftige grüne Schlange im Speisesaal

Von Thonga aus haben wir diverse von der Lodge organisierte Ausflüge unternommen. U. a. haben wir eine Tour durch das Dorf Mabibi in dem die meisten Angestellten der Lodge leben gemacht. Dort haben wir das Krankenhaus, die Schule und den einzigen Einkaufsladen besichtigt.


Der Gemischtwarenladen von Mabibi

Daneben waren wir mit dem Boot am Riff zum Schnorcheln. Wenn man das australische GBR oder das Ningaloo-Riff kennt, findet man die meisten anderen Schnorchelplätze auf der Welt allerdings enttäuschend…leider ist es uns genauso ergangen.








Strandszenen aus Thonga Beach

03.12.2011

Vor dem Urlaub hatte ich mir eines in den Kopf gesetzt: ich wollte unbedingt mal nach Mozambique. Thonga Beach sollte dabei als Basis dienen, morgens hin und abends zurück, da kann ja nichts schiefgehen. Vorteilhaft war natürlich auch, daß unmittelbar hinter der Grenze mit Ponta do Ouro einer der schönsten Strände des Landes sein sollte. Bruce, der Manager der Lodge und gleichzeitig der Fahrer des Fiats Uno gab uns noch ein paar Ratschläge. Meine Freundin hatte keine richtige Lust auf eine solche Tour. Kein Wunder, wenn man in so einer tollen Lodge, an einem so tollen Strand logiert, mutet ein Trip in eines der ärmsten Länder der Erde nicht unbedingt verlockend an. Irgendwann waren wir an der Grenze. Die Einreisprozedur erinnerte etwas an die Einreise in das sozialistische Ausland. Insgesamt mußten wir vier oder fünf verschiedene Stellen anlaufen und diverse Formulare ausfüllen. Als der Grenzer aus Mozambique mitbekam, daß wir Deutsche waren, hat er sich persönlich um uns gekümmert. Wir wurden in ein separates Büro geführt, was vom Inventar her auch vor 30 Jahren in Karl-Marx-Stadt hätte stehen können und mußten pro Nase 60 € Visagebühr abdrücken. Aber immerhin knallte er danach zackig die verschiedenen Stempel in den Reisepaß und ein paar andere Dokumente…genauso wie früher ein richtiger Grenzer an der Zonengrenze. Nach ca. 45 Minuten waren wir also drin, ausdrücklich im Hinterkopf, daß um 17:00 Uhr (oder war es 16:00 Uhr) der Grenzübergang geschlossen wird. Unmittelbar hinter dem Grenzposten zweigte die Piste nach Ponta do Ouro ab. Wir fuhren auf dieser unbeschilderten Piste hinter einem weiteren Wagen aus ZA her. Piste ist das richtige Wort, eine tiefsandige Fahrspur über die Dünen und sonst nichts. An einer der letzten Dünenüberquerungen passierte es dann, ansteigendes Gelände...und ich mußte unbedingt schalten. Im Ergebnis saß der Wagen mit allen vier Rädern bis zu den Radnaben im tiefen Sand fest, da half auch kein Allrad mehr. Das Desaster hatte auch mein Vordermann bemerkt, der daraufhin anhielt. Seine erste Frage galt dem Reifendruck, ob ich den denn auch reduziert hätte. Hmm, ja, Reifendruck und auf Sand fahren, da war mal was… Wir reduzierten nun den Druck mit Hilfe seines Druckmessers auf ca. 1,5 bar und siehe da, der Wagen kam tatsächlich frei. Mein Gott, was war ich in diesem Moment dem Mann dankbar. Meiner Freundin hat dieser Vorfall den Rest gegeben, die Stimmung war für diesen Tag restlos hinüber. Ponta do Ouro hat zu allem Elend auch nicht das geboten, was vorher versprochen wurde. Wir hatten den Eindruck, der Ort ist eine Mischung aus dritte-Welt-Elend und Partylocation für ZA. Erstaunlich war, daß neben der einheimischen Währung und dem südafrikanischen Rand alle Preise auch in Euro ausgezeichnet waren. Der Strand war halbwegs OK, dummerweise fing es aber an zu regnen, so daß wir uns nach zwei Stunden wieder auf den Rückweg machten…schließlich warteten noch mehrere Tiefsandpisten auf uns. Die Rückfahrt verlief unspektakulär. Zurück im chaotisch afrikanischen Manguzi haben wir wieder den Reifendruck erhöht und nach der obligatorischen 35 km langen Sandpiste hatte Thonga uns wieder. Fazit: Ein paar hundert Euro bezahlt, einen Tag verschenkt, aber immerhin einen Stempel aus Mozambique im Reisepaß.


Die Straßen um Thonga und Mabibi.

04.12.2011

Nach soviel Aufregung am Vortag beschränkten sich die Aktivitäten an diesem Tag auf reines Relaxen. Schließlich muß man den letzten Strandtag noch ausgiebig nutzen. Wie auch in St. Lucia wimmelte es im umliegenden Gebüsch von grünen Meerkatzen. Einige der Meerkatzen enterten zwischendurch manchmal den Curious Shop mitten in der Lodge wenn dieser gerade unbesetzt war und klauten dort die Chipstüten oder anderes Eßbares. Abends haben wir den nur für uns organisierten Sundowner an den Lake Sibaya mitgemacht. Das Hippo war dabei reichlich nahe, vielleicht 50 m….










Sundowner ohne Sonne am Lake Sibaya


05.12.2011

Die längste Fahrtetappe stand an diesem Tag auf dem Programm. Vorher haben wir uns es aber nicht nehmen lassen, auf dem Stranddeck der Lodge zu frühstücken. Unmittelbar am Meer umhegt zu werden hat schon etwas…Gegen 09:30 Uhr sind wir schließlich von Thonga Beach weggekommen.


Frühstück am Meer

Die vorab ausgesuchte Route führte über Jozini auf die N2 Richtung Nordwesten.


Straßenszene aus Jozini

Von der N2 aus sind wir weniger später Richtung Norden abgebogen, um in Lavumisa nach Swasiland einzureisen. Die Einreiseprozedur dauerte ca. 30 Minuten. In Swasiland ging es straight on Richtung Norden, an Big Bend vorbei, durch den Hlane NP und über Ngomane – Mhlume zum Grenzübergang Richtung R571 (Komatiepoort). Diese „Ostrennstrecke“ hatte man uns hier im Forum empfohlen. Sie hat alle Versprechungen gehalten: schnell, aber langweilig. Über die N4 und die R538 kamen wir gegen 19:00 Uhr in Hazyview an. Die letzte Stunde vor Hazyview war es allerdings schon dunkel, was auf der relativ engen R538 extrem mies war. Die Straße war nicht sonderlich breit, an den Straßenrändern waren viele Menschen unterwegs und der Gegenverkehr fuhr oft auf der Straßenmitte. Glücklichweise haben wir keine Schlaglöcher getroffen. Die Unterkunft, das Hippo Hollow war gleichzeitig die günstigste und schlechteste Herberge unserer Tour. Zur Abwertung führte, daß ich abends im Bett einen „kleinen Käfer“ tot drückte und der auf dem Bettlaken einen Blutfleck hinterließ. In Bettritzen und am Kopf und Fuß des Bettes fand ich weitere dieser Insekten. Siehe da, einige von ihnen waren ebenfalls blutgefüllt. Leichte Panik stieg in mir auf. In Panik habe ich nach dem Mückenspray gegriffen und die Bettkanten und alle Ritzen eingenebelt. Wir waren danach von dem Spray zwar leicht vergiftet, aber irgendwelche Seuchen haben uns diese Blutsauger nicht mit auf den Weg gegeben. Einige Defekte im Bad vervollständigten den Eindruck des Hotels. Der Duschhebel ließ sich am nächsten Morgen weder temperatur- noch mengenmäßig regulieren. Glücklicherweise fand sich nach 5 Minuten ein Monteur ein, sonst wäre das Wasser aus der Dusche ins Zimmer geschwappt.

Fortsetzung folgt

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alexa

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Montag, 26. März 2012, 11:00

Hallo,
erstmal danke für Deinen tollen Bericht und die schönen Fotos!
Ist das Hippo Hollow wirklich sooo schlimm? Wir haben das im September für eine Nacht gebucht und ich frage mich gerade, ob ich lieber etwas anderes suchen sollte?
Danke, Alexa

M@rie

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Montag, 26. März 2012, 11:53

Huhu Alexa,

ohne jetzt zu wissen, welchen Unterkunftstyp "der Schreier" hatte und auch ohne eigene persönliche Erfahrungen - die Reisenden, die ich getroffen habe, waren von den River Chalets recht begeistert, mir selber war es immer "zu gross", zu sehr "Hotel-Charakter", aber von der Lage her und vorallem nur für eine Nacht ist es sicherlich nicht die schlechteste Wahl ;)
lG M@rie

"Schildkröten können dir mehr über den Weg erzählen als Hasen." - chin. Chengyu

,,,^..^,,, erst einmal kein Kruger in Planung *schnüff* ,,,^..^,,,