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  • »Johannes« ist der Autor dieses Themas

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1

Freitag, 4. Juli 2014, 15:51

Airline muss zahlen - Geld zurück bei Stornierung

Zwar ist dieser Artikel nicht Südafrika-spezifisch, aber für Vielflieger ist das ein sehr interessantes Thema.
Erstmals entscheidet eine höhere Instanz zugunsten der Verbraucher: Bei Stornierungen müssen Fluggesellschaften zukünftig den gesamten Flugpreis zurückerstatten - inklusive Steuern und Gebühren.

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Marc

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2

Freitag, 4. Juli 2014, 20:58

Rein moralisch finde ich das grenzwertig, bzw. es kommt nach meinem Ermessen auch auf den Zeitpunkt der Stornierung an. Ein Ticket ist ein Vertrag, in diesem sichere ich als Kunde zu, den Preis zu zahlen und die Fluggesellschaft sichert zu, daß sie mich zu einem Termin zu einem Ort fliegt. Also ein Vertrag auf Gegenseitigkeit, wenn ich zu jedem Zeitpunkt ein recht habe, kostenlos zu stornieren, dann sollte das der Fairness halber auch andersherum möglich sein. Gleiches Recht für beide Vertragspartner.

Wenn eine kostenlose Stornierung bis Reiseantritt nun möglich ist, wird dafür jeder andere Passagier bluten. Die Unzuverlässigkeit der Kunden wird zunehmen, die Gesellschaften werden Geld verlieren, welches dann auf den Standardticket-Preis aufgeschlagen wird. Also bezahlen die guten Kunden für die Unzuverlässigkeit der schlechten. Ich würde mir wünschen, daß auch der Kunde zu dem abgeschlossenen Vertrag stehen muß. Manchmal kann ich die mangelnde Weitsicht der heutigen Richter einfach nicht verstehen.
Schöne Inselgrüße Marc

M@rie

Buschbaby

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3

Freitag, 4. Juli 2014, 21:55

Marc, was aus der n-tv-Meldung nicht hervorgeht ist die Tatsache, dass die Klägerin den Flug mehr als (Der Link ist für Gäste ausgeblendet. Um ihn zu sehen, bitte registrieren!) hat und somit die Airline mehr Zeit als genug hatte, das Ticket anderwertig zu verkaufen - vermutlich sogar teurer ;)

btw... auch die Airlines nehmen sich ja das Recht raus kurzfristig Tickets zu stornieren, wie bspw bei der mittlerweile gängigen Praxis der Überbuchung eines Fluges oder das schlichtweg einfache Umbuchen auf andere Flüge, weil die zuvor gebuchten Flüge aus irgendwelchen Gründen nicht stattfinden - insofern gibt es das "gleiche Recht für beide Seiten". Wobei ich dir uneingeschränkt Recht gebe ist der Zeitpunkt der Stornierung, da sollte es - parallel zu den gestaffelten Stornierungskosten bei Pauschalreisen - ähnliches bei reinen Flugbuchungen gelten - ebenfalls gültig für beide Seiten.
lG M@rie

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4

Samstag, 5. Juli 2014, 10:32

Wenn eine kostenlose Stornierung bis Reiseantritt nun möglich ist, wird dafür jeder andere Passagier bluten.
davon ist wohl leider auszugehen, Marc.
Denn mE werden alsbald alle nicht rückerstattungsfähigen Tarife verschwinden und die Ticketpreise ziemlich anziehen, was es natürlich abzuwarten gilt.
Das wird uns sicher nicht davon abhalten, weiter in Richtung Süden zu fliegen.

M@rie

Buschbaby

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5

Samstag, 5. Juli 2014, 11:29

naja... andersrum ist es aber auch nicht unbedingt einzusehen, warum eine Stornierung durch den Fluggast immer zu Lasten des Gastes gehen soll (frühzeitige Stornierung vorausgesetzt), denn immerhin gewähren die Fluggäste mit dem sofort bezahltem Flugpreis den Airlines ein "zinsloses Darlehen" bei frühzeitiger Buchung, der Vertrag mag damit eingegangen sein, aber die Leistung seitens der Airline noch nicht erbracht und bei rechtzeitiger Stornierung verkauft die Airline die Tickets eh anderwertig, lassen es sich dann also doppelt bezahlen, warum also dann nicht den Ticketpreis erstatten?!
lG M@rie

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Bär

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6

Samstag, 5. Juli 2014, 11:33

Ich bin mir ziemlich sicher, dass sich die Airlines erneut irgendwelche hinterlistige Tricks einfallen lassen, um ihre Kunden in einem solchen Fall schlechter zu stellen. Dass sie alle Tarife auf flex umstellen halte ich für undenkbar. Das wäre ja verbraucherfreundlich. :whistling:
Und selbst wenn, dann würden die bisherigen stornierbaren Tickets im Zuge einer Mischkalkulation tendenziell eher günstiger.

Nachtrag 1: Ähnliches Urteil: Airline darf nicht pauschale Stornokosten von 100 Prozent verlangen (Amtsgericht Rüsselsheim: Aktenzeichen 3 C 119/12) -> (Der Link ist für Gäste ausgeblendet. Um ihn zu sehen, bitte registrieren!)

Nachtrag 2: ich tippe mal, dass manche Airline (beispielsweise die Lufthansa) bald auch an einer anderen Front juristische Auseinandersetzungen mit ihren Kunden führen muss. Denn nach der vor ein paar Tagen in Kraft getretenen EU-Richtlinie zum Widerrufsrecht im Versandhandel dürfen Onlineshops für Kreditkartenzahlungen nur noch die Gebühren verlangen, die tatsächlich für sie anfallen. Dann ist vermutlich Schluss mit pauschal 18 EUR bei LH auf der Langstrecke. 8)
'


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M@rie

Buschbaby

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Samstag, 5. Juli 2014, 14:25

Nachtrag 2: ich tippe mal, dass manche Airline (beispielsweise die Lufthansa) bald auch an einer anderen Front juristische Auseinandersetzungen mit ihren Kunden führen muss. Denn nach der vor ein paar Tagen in Kraft getretenen EU-Richtlinie zum Widerrufsrecht im Versandhandel dürfen Onlineshops für Kreditkartenzahlungen nur noch die Gebühren verlangen, die tatsächlich für sie anfallen. Dann ist vermutlich Schluss mit pauschal 18 EUR bei LH auf der Langstrecke.

da hat doch LH schon "nachgebessert"... denn bei Buchungen direkt über die LH-Page wird doch mittlerweile bei der Sitzplatzreservierung kräftig zugelangt, da braucht es doch dann die KK-Gebühren nicht mehr :whistling:

*edit* schlappe 35EU pro Strecke will der Kranich (10 EU für Zubringer, 25 EU für Langstrecke nach JNB) ... ist doch eine kreative Preisgestaltung :whistling: (btw... das Geld wäre auch bei einer Stornierung futsch, obwohl dann nicht mein Hintern, sondern der eines anderen draufsitzen würde... also auch doppelt kassiert)

*edit2* dazu kommen dann 18 EU KK-Gebühr, also mal eben insgesamt schlappe 88 EU mehr als der anfänglich ausgewiesene Ticketpreis :thumbdown:
lG M@rie

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Bär (5. Juli 2014, 14:37)

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Samstag, 5. Juli 2014, 15:41

Ich hatte im März diesen Jahres in Kapstadt ein LH Sparpreis-Ticket (CPT - FRA - CPT) für Hinflug Juni und Rückflug September online gebucht gehabt. Waren umgerechnet ca 680 Euro inkl. Sitzplatzreservierung. Bei dem Preis weiss ich, dass es bei einem Storno nichts zurück gibt - wird bei der Buchung ja auch klar gesagt. Ist auch eigentlich immer gut gegangen, nur diesmal musste ich 3 Wochen nach der Buchungen stornieren, da ich wegen eines Notfalls vorzeitig nach Deutschland musste. Als ich dann online das Ticket stornierte, habe ich mir bei der automatischen Antwort mit dem Hinweis auf manuelle Prüfung nichts weiter gedacht - zumal ich auch mit nichts rechnen konnte.

3 Wochen später hat LH meiner Kreditkarte 580 Euro gutgeschrieben. Ich war ziemlich überrascht, wie man sich denken kann! 8o
Ob nun ein Versehen oder mit Absicht, kann ich nicht sagen - es gab auch keine weitere Kommunikation dazu.

Grundsätzlich aber rechne ich bei solchen Preisen mit eingeschränkten Umbuchungs- und Stornierungsmöglichkeiten...
Hoffentlich würfelt das Urteil da nicht alles durcheinander - die teuren Flexitarife kann man sich ja wirklich kaum leisten. :whistling:

Jo
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Flug, Reiserecht, Stornierung