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wildwood

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Mittwoch, 22. Oktober 2014, 21:32

wow - vielen Dank für die schnellen Antworten und guten Tipps!

Auf De Hoop werden wir dann wohl verzichten (müssen), da wir für eine 2. Übernachtung entweder einen Tag Wilderness bzw. einen Tag Kapstadt "opfern müssten. Na ja - der erste Grund für einen weiteren Besuch in Südafrika...

@Richard: Deine Zeitangaben zu den Strecken sind sehr hilfreich, da man diese als "Südafrika-Neuling" selbst nur schwer einschätzen kann. Sofern wir tatsächlich im Kogelberg Nature Reserve landen, werde ich berichten.


Zur Unterkunft in Kapstadt. Ich hab ja schon erwähnt, daß wir immer im Stadtteil De Waterkant absteigen. Dort gibt es herrliche Apartements.
das sieht in der Tat gut aus, Lage scheint ja perfekt zu sein.

Da die Route so einigermaßen feststeht, werde ich mich jetzt mal mit porfoliocollection & Co bezüglich passender Unterkünfte beschäftigen.

VG
Paul

wildwood

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Sonntag, 22. November 2015, 19:45

kleiner Rückblick

Hallo allerseits,

wir sind jetzt schon eine ganze Weile wieder zurück von unserer unfassbar schönen, ereignisreichen und unvergesslichen Südafrika-Reise - und die wirkt immer noch nach. Ich ertappe mich immer wieder dabei, hier ins Forum zu schauen und dabei vom Süden zu träumen. (gerade jetzt im trüben November)

Einen bebilderten, ausführlichen Reisebericht werde ich zeitlich nicht hinbekommen, habe mir aber überlegt, ein paar Hinweise und Eindrücke hier mit dem Forum zu teilen. Vielleicht hilft’s ja dem einen oder anderen bei den Vorbereitungen.

Beginnen möchte ich mal mit der Route. So sah es dann am Ende aus:


Tag 1 Ankunft Kapstadt, morgens 10.00, kurze Weiterfahrt nach Stellenbosch
Tag 2 Rundtour Stellenbosch – Vergelegen Wine Estate - Clarence Drive – Betty´s Bay – Franschoek – Stellenbosch (ca. 6,5 h)
Tag 3 Stellenbosch – Route 62 - Oudtshoorn (ca. 6 h)
Tag 4 Oudtshoorn - Graaff Reinet (ca. 3,5h)
Tag 5 Graaff Reinet - Mountain Zebra NP (ca. 2,5 h)
Tag 6 Mountain Zebra NP
Tag 7 Mountain Zebra NP - Addo NP (ca. 3h)
Tag 8 Addo
Tag 9 Addo
Tag 10 Addo - Tsitsikama NP (ca. 3,5 h)
Tag 11 Tsitsikama NP
Tag 12 Tsitsikama NP – Wilderness (ca. 6h mit mehreren längeren Zwischenstopps)
Tag 13 Wilderness
Tag 14 Wilderness – De Hoop (ca. 5 h)
Tag 15 De Hoop – Hout Bay (ca. 4,5 h)
Tag 16 Hout Bay / Kap-Halbinsel
Tag 17 Hout Bay / Kapstadt Stadtbesichtigung, Hop on Hop off
Tag 18 Hout Bay / Kapstadt Tafelberg, Rückflug Abends 22.00

(die angegebenen Zeiten jeweils inkl. Zwischenstopps für Besichtigungen, Essen, Einkaufen etc.)

Insgesamt haben wir die Route als sehr angenehm empfunden. Meist sehr schön zu fahren, vielseitig, viel zu sehen, nicht zu anstrengend. Die weiteste Etappe an Tag 3 über die gesamte Route 62 zog sich zum Ende hin etwas in die Länge, war aber noch ok. Wir hatten immer genügend Zeit für kurze Fotostopps und Stopps zum Einkaufen, Eisessen o.ä.

Ein highlight war aus unserer Sicht die Runde an Tag 2: eine wirklich tolle Tour ausgehend von Stellenbosch, mit längerem Stopp auf dem wunderschönen Vergelegen Weingut, dann über den Clarence Drive zu den Pinguinen bei Bettys Bay und zurück mit kurzem Stopp in Franschoek nach Stellenbosch. Na klar, man könnte dort jeweils problemlos mehrere Tage verbringen, war aber für uns ein wirklich toller Einstieg in die Region. Perfekt um in Südafrika „anzukommen“

Lange überlegt hatte ich im Vorfeld bezüglich De Hoop mit nur einer Übernachtung (Tag 14). Habe mich am Ende gegen die Empfehlungen hier im Forum entschieden und die Tour „gewagt“.
Zeitlich war es dann fast exakt so, wie in dem Beitrag von Richard / gerical oben beschrieben. Die Anreise über die Schotterpiste aber weitaus weniger anstrengend als befürchtet. Klar – ein Tag mehr wäre in jedem Fall lohnenswert / sinnvoll gewesen, letztlich waren wir aber superglücklich, dieses paradiesische Fleckchen Erde „live“ gesehen zu haben. Wir waren am Nachmittag
bei traumhaftem Wetter an den Dünen bei Kopie Alleen, haben Abends den spektakulärsten Sonnenuntergang der gesamten Reise erlebt und den Tag mit einem Braai vor unserem Cottage ausklingen lassen – unvergesslich!

Fazit: Die Route war für uns als Einsteiger ideal. Hätten wir 3 Tage mehr Zeit gehabt, wären wir zu Beginn eine Nacht länger in Stellenbosch geblieben, hätten einen Übernachtungsstopp an der Route 62 eingelegt und natürlich eine weitere Nacht de Hoop eingeplant.

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Sonntag, 22. November 2015, 19:58

Ein highlight war aus unserer Sicht die Runde an Tag 2: eine wirklich tolle Tour ausgehend von Stellenbosch, mit längerem Stopp auf dem wunderschönen Vergelegen Weingut, dann über den Clarence Drive zu den Pinguinen bei Bettys Bay und zurück mit kurzem Stopp in Franschoek nach Stellenbosch. Na klar, man könnte dort jeweils problemlos mehrere Tage verbringen, war aber für uns ein wirklich toller Einstieg in die Region. Perfekt um in Südafrika „anzukommen“...
Hallo Paul,

das lese ich immer wieder gern. 8)
Vielen Dank für Deine kurze Einschätzung, verbunden mit der Hoffnung, dass noch ein kleines Bisschen mehr kommt.



:wine: :wine: :wine:
Gruß Micha

wildwood

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Montag, 23. November 2015, 08:46

Unterkünfte

das lese ich immer wieder gern.
das kann ich mir gut vorstellen - letztlich hat ja Dein toller Reisebericht auch maßgeblich dazu beigetragen, dass wir die Runde gefahren sind :thumbup:

verbunden mit der Hoffnung, dass noch ein kleines Bisschen mehr kommt.

yep, ist geplant, mache gleich mal weiter mit den Unterkünften.

Hier haben wir übernachtet:

Stellenbosch: (Der Link ist für Gäste ausgeblendet. Um ihn zu sehen, bitte registrieren!)
Oudtshoorn: (Der Link ist für Gäste ausgeblendet. Um ihn zu sehen, bitte registrieren!)
Graaf-Reinet: h (Der Link ist für Gäste ausgeblendet. Um ihn zu sehen, bitte registrieren!)
Mountain Zebra NP: Rest Camp, Family Cottage
Addo Elephant NP: Main Camp, Forest Cabin
Tsitsikama NP: Storms River Mouth Rest Camp, Family Cottage
Wilderness: (Der Link ist für Gäste ausgeblendet. Um ihn zu sehen, bitte registrieren!)
DeHoop: Equipped Cottage at the Opstal
Hout Bay: (Der Link ist für Gäste ausgeblendet. Um ihn zu sehen, bitte registrieren!)

Für die Auswahl der Guesthoses und Lodges haben waren uns zwei Kriterien besonders wichtig: Familienfreundlichkeit (d.h. idealerweise Familienzimmer mit zwei Schlafräumen oder nebeneinanderliegende Doppelzimmer) und positive Bewertungen auf den einschlägigen Bewertungsportalen. Gebucht haben wir ca. 5 Monate im Voraus immer direkt über die Webseiten der Betreiber.

Die Unterkünfte in den Nationalparks haben wir noch eher gebucht, Vorlauf ca. 9 Monate, da wir auf jeden Fall direkt in den Parks übernachten wollte. Hier schließe ich mich der Meinung vieler anderer im Forum an: absolut empfehlenswert! Die Möglichkeit, ohne lange Anfahrtzeit direkt morgens bei Gateöffnung in den Parks zu sein, ist einfach unschlagbar.

Über die Sanparks-Unterkünfte wurde hier ja auch schon viel geschrieben. Für uns waren sie absolut ok. Im Tsitiskama habe ich allerdings den Fehler gemacht, nicht vorher nach einer Hütte in erster Reihe zu fragen. Ergebnis war dann für uns Hütte Nr. 30, die so unglücklich am Berghang liegt, dass sie (zumindest im April als wir da waren) ganztägig im Schatten liegt. Wir waren zwar tagsüber unterwegs, hätten aber gern die Abendsonne auf dem Balkon genossen.... Na ja, dafür liegt sie etwas erhöht und wir konnten abends mit herrlichem Blick auf den Ozean grillen. Hatte auch was ...

Die forest cabin im Addo Main Camp war für 4 Personen inkl. Gepäck recht knapp bemessen, ging aber, da man eh den ganzen Tag im Park auf Tour ist.

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Montag, 23. November 2015, 19:35

Mietwagen

Welches Auto? Das war im Vorfeld ein längeres Thema: SUV ja /nein? Kombi wg. Kofferraumgröße? geschlossener Kofferraum oder nicht? wenn nicht dann wenigstens mit Kofferraumabdeckung. Aufgrund der auch hier schon oft thematisierten Sicherheitsproblematik wollte ich lieber einen Wagen mieten, bei dem man von außen nicht sieht, dass er mit Gepäck beladen ist. Klar war, dass es ein Wagen mit Automatik-Getriebe sein sollte, da es für uns Linksfahr-Premiere war und ich mich da nicht noch ums Schalten kümmern wollte. Gebucht haben wir schließlich die Kategorie SFAR (kleiner SUV, Tiguan o.ä.) bei Hertz über den ADAC.

Bekommen haben wir dann einen Ford Kuga. Erster Check beim Abholen: Ja – er hat eine Kofferraumabdeckung, aber nein – die ist nicht blickdicht, das heißt jeder der möchte kann am Rand reinschauen und dann ohne Probleme sehen, dass die Touristen ihr ganzes Gepäck dort transportieren. Am Ende war das aber eigentlich gar kein Problem: Wir haben den Wagen vollgepackt so gut wie nie irgendwo unbeaufsichtigt abstellen müssen. Beim Einkaufen ist immer jemand von uns am Fahrzeug geblieben, wenn wir zwischendurch was gegessen haben, hatten wir den Wagen immer im Blick. Ausnahme waren eigentlich nur der Parkplatz bei der Bloukrans-Bridge, wo wir uns eine Weile die Bungee-Springer angeschaut haben, und der Parkplatz beim Birds of Eden / Monkeyland Nähe Plettenberg. In beiden Fällen waren aber so viel Betrieb, dass mir das Risiko vertretbar schien.

Der Wagen selbst hat uns total gut gefallen, insbesondere die Entscheidung pro SUV bereue ich nicht. Bei den Tierbeobachtungen in den NP war die hohe Sitzposition sehr hilfreich, und auf den Schotterpisten (zB Richung DeHoop) haben wir uns damit auch irgendwie wohler gefühlt.

Platzmäßig ging es gerade eben so: Wir hatten zwei Hartschalen-Trolleys dabei, einen weiteren Trolley und eine Reisetasche, sowie unsere 4 Tagesrucksäcke. Geschickt gepackt passte das gerade so rein, dass man die Abdeckung schließen konnte.

Abwicklung bei Hertz war völlig unproblematisch. Bei Abgabe und Abholung kaum Wartezeiten, kein Aufschwatzen unsinniger Versicherungen (Glas und Reifen Zusatzversicherung hatte ich bei der Übernahme selbst angesprochen), keine nachträglichen Überraschungen bei der Abrechnung, alles sehr freundlich und korrekt.

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Mittwoch, 25. November 2015, 07:47

Wetter...

...oder die Frage: Was soll man in den Koffer packen? Diese habe ich hier im Forum schon häufiger gelesen und hatte uns natürlich im Vorfeld auch beschäftigt. Wir haben die Osterferien genutzt und waren im April unterwegs. Jahreszeitenabhängig war das Wetter dann auch eine echte Wundertüte: Hochsommerlich in Stellenbosch und Oudtshoorn, Regen ausgerechnet in der Karoo, schwül mit Gewittern im Mountain Zebra Park und im Addo, strahlender Sonnenschein im Tsitsikamma, Dauernebel in Wilderness, wieder blitzeblauer Himmel in De Hoop, Sonne und Wind am Kap und dann zum Abschluss ein wolkenfreier Tafelberg. Angenehm warm war es tagsüber eigentlich die ganze Zeit, Baden (in den Pools unserer Unterkünfte!) immer gut möglich. Trotzdem waren wir froh, Fleece und Softshell-Jacke eingepackt zu haben, da es frühmorgens und abends doch recht frisch war.
Schade für uns war die Wettersituation in Graaff-Reinet. Ich hatte den Abstecher dorthin extra gewählt, um im Camdeboo-NP einen Blick in das Valley of Desolation zu werfen, das dann seinem Namen mehr als gerecht wurde. Der Ranger fragte uns am Gate noch, ob wir da wirklich hochfahren wollen. Als wir dann oben mitten in der Regenwolke mit gefühlt 2m Sicht standen, wussten wir warum und waren am Ende froh, wieder heil unten zu sein. In Wilderness hatte ich unsere Unterkunft so ausgesucht, dass wir vom Zimmer / Balkon aus eigentlich direkt auf den Ozean schauen konnten. Den haben wir dann leider während unseres gesamten Aufenthalts zumindest von dort aus nicht gesehen, da die ganze Zeit Nebel in der Bucht lag. Nach ein paar Minuten Fahrt landeinwärts in den NP: strahlender Sonnenschein. Den durften wir dann auch fast durchgängig in DeHoop und in Kapstadt genießen – ich glaube, insgesamt hätte es uns schlimmer treffen können :)

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Freitag, 27. November 2015, 17:04

Aktivitäten

Tja – wo soll man da anfangen bzw. aufhören? Die Idee war, möglichst viele unterschiedliche Eindrücke vom Land zu sammeln, das Ganze aber so zu dosieren, dass es nicht in Stress ausartet. Klar: viel Zeit haben wir im Auto verbracht, aber gerade die Tage im Addo und im Mountain Zebra NP, an denen wir die zahlreichen Loops abgefahren sind, gehören zu unseren absoluten Reisehighlights. Unsere Kids haben das Herumfahren in den NP mindestens genauso genossen wie wir Eltern, immer den Parkplan mit den Tierabbildungen auf den Knien, den im Verlauf der Reise immer besser geschulten Blick nach draußen in der Hoffnung auf neue Tiersichtungen. Ich selbst hätte vorher nie gedacht, dass das uns allen so unendlich viel Spaß machen könnte.

Obwohl wir eigentlich unsere Touren lieber selbst organisieren, haben wir in den Parks auch einige geführte Aktivitäten mitgemacht. Im Mountain Zebra Park den Sunset-Drive und das Cheetah-Tracking, im Addo einen Night-Drive. Motivation dafür war vor allem, dass man auch mal außerhalb der regulären Gateöffungszeiten im Park unterwegs sein konnte. Die Fahrt in der Dunkelheit im Addo war klasse – Löwensichtung mit Gebrüll direkt neben dem Fahrzeug inklusive.

Das Cheetah-Tracking im Mountain Zebra fanden wir grandios. Leider konnte nur ein Teil der Familie teilnehmen, da hierfür ein Mindestalter von 12 Jahren gilt (was aus meiner Sicht aber auch sinnvoll ist). Wir sind nach der Ortung einem Geparden offensichtlich bei der Jagd gefolgt, was für uns eine längere und recht sportliche Berg und Tal-Wanderung zur Folge hatte. Am Ende konnten wir ihn dann in Ruhe aus nächster Nähe bei seiner verdienten Mahlzeit beobachten. Unabhängig davon war allein schon die Möglichkeit zu Fuß durch den Park zu wandern ein tolles Erlebnis.
Alle geführten Touren in den NP hatte ich im Vorfeld der Reise per mail direkt und unproblematisch in den jeweiligen Parks reserviert. Für das Cheetah-Tracking würde ich das wieder so machen um sicher einen Platz zu bekommen, bei den Drives hatte ich den Eindruck, dass viele diese erst vor Ort gebucht haben. Die würde ich beim nächsten Mal wahrscheinlich auch eher spontan nach Lust und Wettervorhersage buchen.

Wandern – nächstes Stichwort. Wir sind u.a. folgende Touren gegangen:

Im Tsitsikamma NP als Einstieg natürlich den Mouthtrail über die Hängebrücken bis zum Aussichtspunkt (der Aufstieg dorthin ist schon sehr schweißtreibend, aber lohnenswert)

Ebenfalls im Tsitsikamma den Waterfall Trail: Landschaftlich großartig, auf der einen Seite des Weges den tosenden Ozean, auf der anderen den Regenwald, für unsere Kinder (und natürlich auch für uns Eltern) abenteuerlich, da viel geklettert werden musste. Als sportlicher Familienausflug mit trittsicheren und kletterfreudigen Kindern (und Erwachsenen) auf jeden Fall sehr empfehlenswert. Wir waren hin und zurück insgesamt ca. 3,5h unterwegs, haben es damit aber nicht ganz bis zum Wasserfall geschafft, da wir uns nachmittags noch die im Camp angebotene Kajaktour auf dem Storms River gönnen wollten und daher rechtzeitig wieder zurück sein mussten. Die Kajaktour hatten wir unproblematisch mit einem Tag Vorlauf vor Ort gebucht. Übrigens auch sehr schön, mal unter der Hängebrücke durchzupaddeln.

Im Wilderness-NP: Half Collared Kingfisher-Trail, ebenfalls mit einem Wasserfall als Ziel, den wir dort auch erreicht haben. Dauer (vom NP Restcamp) hin und zurück ca. 3,5 h inkl. ausgiebiger Pause beim Wasserfall. Geht sicherlich auch schneller, aber wir haben uns Zeit gelassen. Highlight hier die Flussquerungen per selbst zu betätigender „Floßfähre“ bzw. auf dem Rückweg wackelig balancierend über querliegende Baumstämme. Für wanderfreudige Kids alles sehr spannend. Es gibt hier auch die Variante vom Camp aus das erste Stück mit dem Kanu zu fahren und dann zum Wasserfall zu wandern, das dürfte den Abenteuer-Faktor sicherlich nochmal erhöhen.

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Sääändy (14. September 2017, 15:02), ReginaR. (15. Dezember 2015, 08:26), gerical (14. Dezember 2015, 11:49), Sonnenmensch (29. November 2015, 19:47), Bär (28. November 2015, 20:41), toetske (28. November 2015, 11:04), Wicki4 (28. November 2015, 08:35), Cosmopolitan (27. November 2015, 17:56)

rose-mary

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Freitag, 27. November 2015, 18:10

Danke für die tollen Informationen.
Kann man die Touren im Tsitiskamma und in Wilderness mit festem Schuhwerk/ Sneakers unternehmen oder muss ich meine Wanderboots doch noch einpacken?
Marie

wildwood

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Freitag, 27. November 2015, 18:24

Kann man die Touren im Tsitiskamma und in Wilderness mit festem Schuhwerk/ Sneakers unternehmen oder muss ich meine Wanderboots doch noch einpacken?
Hallo Marie,
der Mouthtrail und der Trail im Wilderness NP sind problemlos mit festen Schuhen zu gehen. Große Teilstrecken wandert man dort auf Holzstegen. Beim Waterfall Trail im Tsitiskamma waren wir froh, Wanderschuhe mit dicken Sohlen zu haben, da das schon im Verlauf eine ziemliche Kletterei wurde und man auf kleineren und größeren Steinen läuft. Wäre aus meiner Sicht aber zur Not auch mit anderen festen Schuhen gegangen

VG
Paul

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Bär (28. November 2015, 20:41)

wildwood

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Samstag, 28. November 2015, 12:54

Fazit

„unfassbar schön, ereignisreich und unvergesslich“ habe ich oben geschrieben. Ich glaube das trifft es schon sehr gut. Ich kann mich nicht entsinnen, jemals in einem Urlaub so viel erlebt und gesehen zu haben wie in Südafrika. Was bleibt sind tolle Erinnerungen an:
  • zahlreiche Begegnungen mit offenen, freundlichen und hilfsbereiten Menschen
  • traumhaft schöne Landschaften
  • grandiose Sonnenuntergänge
  • faszinierende Tiersichtungen: vom Elefanten, der direkt vor uns auf dem Weg seelenruhig einen Baum zerlegte, bis zum tapferen Dung-Beetle, der es mit seiner Kugel schon fast auf die andere Straßenseite geschafft hatte, bis sie ihm wegrutschte und den ganzen Weg zurückrollte ...
  • den Glücksmoment als beim Abbiegen erstmalig nicht der Scheibenwischer anging und man das Gefühl hatte, nun angekommen zu sein
  • den wolkenfreien Blick vom Tafelberg auf Kapstadt an unserem Abreisetag
und vieles vieles mehr!

Tja, und wie ist das jetzt mit diesem ominösen, vielzitierten „Südafrika-Virus“? Keine Ahnung, wie da die Symptome sind .... aber seit unserer Rückkehr von der Reise könnte ich eigentlich sofort wieder losfahren!

Abschließend möchte ich nicht versäumen, nochmal ein riesengroßes Dankeschön an dieses wunderbare Forum zu senden, das in der Vorbereitung viel geholfen hat und auch im Nachhinein immer wieder Urlaubsstimmung aufkommen lässt. Ich werde sicherlich noch häufiger hier vorbeischauen.

Bis dahin, beste Grüße
Paul

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Tigriz (7. Februar 2016, 09:11), Sonnenmensch (14. Dezember 2015, 19:29), gerical (14. Dezember 2015, 11:50), Bär (28. November 2015, 20:41), Wicki4 (28. November 2015, 14:44), toetske (28. November 2015, 14:13), maddy (28. November 2015, 13:37), Cosmopolitan (28. November 2015, 12:56)

Bär

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Samstag, 28. November 2015, 20:44

Hallo Paul,

danke für das Feedback zu eurer Reise. Man sieht, auch ohne Bilder kann das sehr informativ sein. :thumbup:

Besonders einen Absatz möchte ich noch einmal zitieren und allen unsicheren Eltern mit Heranwachsenden (eure waren 10 und 16) ans Herz legen:

Unsere Kids haben das Herumfahren in den NP mindestens genauso genossen wie wir Eltern, immer den Parkplan mit den Tierabbildungen auf den Knien, den im Verlauf der Reise immer besser geschulten Blick nach draußen in der Hoffnung auf neue Tiersichtungen. Ich selbst hätte vorher nie gedacht, dass das uns allen so unendlich viel Spaß machen könnte.

:thumbsup: So sollte es sein. Wir brauchen junge Menschen mit Lust auf Natur. 8o

VG vom Bär
'


*** Wenn du nicht mehr weißt, wohin du gehen sollst, halte inne und schau zurück, woher du gekommen bist. (Sprichwort aus Afrika) ***

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toetske (28. November 2015, 20:56), wildwood (28. November 2015, 20:51)

toetske

oorbietjie

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Samstag, 28. November 2015, 21:09

Hallo Paul,

Ich werde sicherlich noch häufiger hier vorbeischauen.

das wird Dir bestimmt sehr behilflilch sein um die nächste Reise nach ZA vorzubereiten :whistling:

Das Südafrika-Virus mag Dir zwar ominös erscheinen, aber Du schreibst ja selber, dass Du eigentlich sofort wieder losfahren könntest 8o :saflag:

Vielen Dank fürs (mit)teilen Deiner Erfahrungen!

VG. Toetske
one life, LIVE IT !

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wildwood (28. November 2015, 21:18)

gerical

Viel zu selten in Afrika

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Montag, 14. Dezember 2015, 11:53

Hi Paul,

auch von mir ein Dankeschön für das zwar kurze, aber sehr informative Feedback! Es freut mich sehr, wenn die Personen bei denen man selber ein paar Zeilen geschrieben hat, sich die Zeit nehmen und ihre Eindrücke schildern. Wenn diese Erfahrungen dann auch noch so positiv sind wie bei dir ist es umso schöner :thumbup: !

Lg
Richard
"It is a law of life that problems arise when conditions are there for their solution." W. Sisulu

Reiseberichte:
https://www.suedafrika-forum.org/reise-informationen/7166-reisebericht-suedafrika-rundreise-november-2013-kaphalbinsel-de-hoop-garden-route-addo-karoo-kapstadt/
https://www.suedafrika-forum.org/reise-informationen/8535-unsere-facettenreiche-suedafrikareise-2015-eine-kulinarische-erkundungstour-am-kap-wandern-in-der-barriere-aus-speeren-staunen-am-ort-der-wunder-und-braaien-im-busch/

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toetske (15. April 2016, 00:52), wildwood (14. Dezember 2015, 19:19), Bär (14. Dezember 2015, 12:47)