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Greta1

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Dienstag, 30. Dezember 2014, 14:51

Reisebericht Umhlanga nach Johannesburg

So, nun ist unser wunderbarer Urlaub bald vorbei. Morgen fahren wir nach Pretoria um dort Sylvester zu feiern und am 2. Januar fliegen wir zurück. Bisher haben wir einen Traumurlaub verbracht.
Hier nun der vorläufige Bericht. Fotos werde ich aufgrund des langsamen Internets Zuhause einfügen:

Südafrika 2014 / 2015

07. und 8.12.2014 Flug Düsseldorf über Dubai nach Durban

Um 17.30 bestellten wir das Taxi und fuhren zum Flughafen Düsseldorf. Wir kaufen noch ein paar Bücher, ich hatte den 3. Band einer Trilogie gekauft und brauchten noch Band 1 + 2.
Beim Einchecken waren wir mit bei den Ersten und gingen dann durch die Kontrollen und tranken in Ruhe noch einen Kaffee.
Ich hatte die Sitze vorgebucht und wir hatten gute Sitze in Reihe 46. Die 1. Zweierreihe hinter den Dreierreihen. Die Crew hätte sich eine bischen anstrengen können, insgesamt wirkte sie gestresst. Wir konnten beide ein bisschen schlafen.
In Dubai hatten wir 4 Stunden Auffenthalt . Wir mußten mit dem Zug von Terminal 3 zum neuen Terminal 4 weiter. Im Bus vom Terminal 4 zum Flieger haben wir knapp 30 Minuten gebraucht. Der Flughafen hat riesige Dimensionen angenommen.
Die Crew diesmal war wesentlich netter, wir plauderten nett miteinander und wir haben öfter ein Nickerchen eingelegt. Wir saßen auf der Sonnenseite und hatten zum Teil fantastische Blicke nach unten bis es sich allmählich zuzog und riesige Wolkenberge, die aussahen wie Eisberge, sich ganz hoch auftürmten.
Hans war entspannt ich war todmüde als wir in Durban in dichtem Nebel landeten. Die Einreise verlief problemlos, schon im Flieger haben wir die Ebola Karte ausgefüllt, Passkontolle, fertig.
Auch bei Avis war alles ganz schnell erledigt und wir haben einen riesigen Toyota Fortuner. Hans fuhr souverän links und fand den Weg zur Oyster Box auf Anhieb. Wir waren ja auch schon mal dort. Der graue Hotelkater lebt auch noch und ist so arrogant wie eh und je.
Auch hier keine Probleme beim einchecken. Der Ausblick vom Zimmer (Nr. 320, wie beim letzen Aufenthalt) sensationell, direkt auf den Strand, das Meer und den Leuchtturm.
Wir duschten, zogen uns um und gingen Abendessen. Es war leider sehr voll so dass wir erst einen Drink in der Bar nahmen und dann zu unserem Tisch geführt wurden. Hans nahm Filetsteak und ich Fisch and Chips. Danach fielen wir ins Bett.

9.12.20014 Umhlanga, Oyster Box Hotel
Wir haben sehr gut geschlafen, waren um 7 wach, duschten und gingen frühstücken. Die Oyster Box ist mein erklärtes Lieblingshotel.
Das Frühstücksbuffet ließ keine Wünsche offen. Es gab alles was man auch nur denken kann, einschl. Austern und Champagner. Sehr entspannte Hotelgäste und wirklich nettes Personal.
Mein Tee, englisch Breakfast, war perfekt, Hans hatte einen starken Kaffee und wir waren noch zurückhaltend mit dem Frühstück aber nachhaltig satt. Jedesmal wenn ich von den Büffet’s zurück kam eilte ein Kellner herbei um mir die Serviette ordentlich auf den Schoss zu legen. Sehr ungewohnt aber nett.
Danach gingen wir erst mal in den Ort. Ich hatte noch reichlich Dollar, die umgetauscht werden mußten. Das hat eine halbe Stunde gedauert in der Bank. Der Bankangestellte hatte eine schlimme Allergie und sprach völlig nasal.
Hans wurde ein frischer Haarschnitt verpaßt dann bummelten wir auf der Promenade am Strand. Es ist windig und warm. Wenn der Wind weg ist, ist es heiß. Für den 1. Tag reicht es an Sonne. Wir tranken Appletiser und aßen italienisches Eis und zogen uns auf unseren Balkon zum lesen zurück.
Im Hotel wird original britische Teatime angeboten. Wir hatten aber keine Lust uns wieder formell anzuziehen und dort zu sitzen aber Kuchen und Tee auf dem Balkon fanden wir nett. Also bin ich runter und fragte ob ich Kuchen kaufen konnte und mit auf’s Zimmer nehmen kann. Da mußte zwar erst der Manager gefragt werden aber es ging.
Die Auswahl war grausam groß. Ich entschied mich für je ein großes Stück Carrotcake und Schokoladentorte. Der Manager befand das ich dafür nicht so viel Geld ausgeben darf weil das ja nur so wenig Kuchen wäre. Umgerechnet habe ich € 6,50 bezahlt.
Hans hatte den Tee bereits vorbereitet und bekam große Augen als ich mit den Riesenstücken ankam. Es hat sehr gut geschmeckt war nur viel zu viel.
Um 18.00 h zogen wir uns um und gingen auf einen Drink in die sehr schöne Bar. Dort hängen Fotos von den Flitterwochen von Albert und Charlene aus Monaco, welche sie hier in der Qyster Box verbrachten.
Für 19.00 h hatten wir uns einen Tisch in der Ocean Terrace (eines der Restaurants im Hotel) bestellt. Dort gibt es das beste indische Currybuffet in der Umgebung von Durban. Danach konnten wir uns nur noch ins Zimmer rollen. Sehr lecker!

10.12.2014 Umhlanga, Oyster Box Hotel
Nach dem Frühstück sind wir den Nature Trail gewandert und gute 2 Stunden gelaufen. Das war auch dringend nötig, Bewegung. Kaffee und Tee nahmen wir mittags in der Bäckerei und beobachteten die Parkeinweiser bei ihrem Tuen. Sie tragen älteren Damen die Einkäufe zum Wagen und weisen die Leute ein und aus und sind sehr freundlich.
Wir besichtigten noch den Supermarkt und überlegten was wir am nächsten Tag auf der Weiterfahrt brauchten.
Danach zogen wir uns auf’s Zimmer zu einem Nachmittagsnickerchen zurück.
Wir hatten für 19 h einen Tisch im Grillroom (3-Sterne Restaurant in der Oyster Box) bestellt und ich zog mein gutes Kleid an. Wir hatten 2 Grüße aus der Küche (Rillets aus Räucherfisch und gebackenes Huhn auf Salat) gefolgt von den Vorspeisen Kalbscarpatio und Thunfisch in der Sesamkruste, dazwischen halbgefrorenes Ananaseis gefolgt von 5-Gewürzgans und Kaninchen, als Nachtisch Creme Brülé und Schokoladentarte mit heißer Vanillesoße. Mit Wein und Getränken haben wir umgerechnet 72 € bezahlt. Unglaublich preiswert.
Wieder rollten wir uns auf unser Zimmer. Erwähnte ich das es im Bad eine Körperwage gab?

11.12.2014 Umhlanga zur Montusi Mountain Lodge in den Drakensbergen (Royal Natal National Park, northern)
Wir packten, frühstückten, packten fertig. Checkten aus, ließen uns den Wagen vorfahren und die Koffer bringen. Als alles eingeladen war fuhren wir zum Supermarkt und kauften Wasser, Appletiser, Chips, Kekse. Was man so braucht.
Wir fuhren über Durban nach Pietermaritzbug und weiter bis Winterton. Hier tranken wir Kaffee und aßen Carrotcake. Und ich sah einen Biltong Laden. Das wollte ich immer mal probieren. Ich sagte im Laden dass ich das noch nie probiert habe und wurde gefragt ob ich es eher fettig oder weniger fettig mochte. Wir schauten wohl etwas ratlos. Daraufhin konnten wir probieren. Himmlisch zart und würzig. Davon nahmen wir gleich eine Tüte mit. Wir bekamen noch 2 Würste geschenkt und wir fuhren weiter durch eine wunderschöne, bergige Landschaft in tiefem Grün zur Lodge.
Pünktlich um 14 h waren wir dort, einchecken ging schnell. Wir haben ein wunderbares Chalet mit 2 Schlafzimmern und 2 Bädern, Wohnzimmer und Terrasse (Nr. 10). Das Beste ist, wir schauen von der Terrasse direkt auf‘s Amphitheater. Wir haben uns das Schlafzimmer ausgesucht wo man vom Bett auch darauf schauen kann. Wir streiften kurz übers Gelände, fanden den Pool und sahen kurz ins Restaurant. Alles sehr ansprechend. Und absolut still. Nur die Vögel hört man rufen. Wir sind im absoluten Nichts. Nur Berge und grüne Wiese um uns herum.
Hans ist sehr zufrieden mit dem Wagen. Da ist aber auch alles drin was man haben kann. Rückwärtskamera, Tempomat, Lederausstattung. Sehr komfortabel.
Man kann dort eine DVD einlegen und Filme während der Fahrt schauen. Da frag ich mich, wer macht denn sowas?
Hier haben wir Halbpension und wir gingen gegen 19 h zum Abendessen. Ich hatte Tomatensuppe und gegrillten Fisch und Hans Huhn mit Mango gefüllt als Rolle auf Salat und als Hauptgang Couscous Salat mit geräuchterm Kürbis und Avocados. Hinterher nahmen wir beide Vanilleeis.
Ich war sehr müde und bin um 20.30 h ins Bett und schlief sofort ein.

12.12.2014 Montusi Mountain Lodge (Wetter: blauer Himmel mit Wolken, Berge frei von Wolken)
Ausgeschlafen ging jeder in sein Bad. Wir haben eins zum Zähneputzen und eins zum Duschen auserkoren. Da stören wir uns nicht gegenseitig. Sehr angenehm.
Wir frühstückten kräftig mit Obstmüsli und Eiern, Speck und Toast und Croissants.
Wir studierten den Wanderführer der Lodge und entschieden uns für den Waterfall Cave Hikes.
Wir zogen unsere Wanderstiefel an und liefen hinunter zum Wasserfall über die Pferdekoppel. Die Landschaft ist wunderschön, die Berge von der Sonne angestrahlt, der Himmel blau. Ich hab sogar eine fette Schlange auf einem Stein im Bach gesehen. Leider war die ruckzuck verschwunden als sie uns bemerkte. Gute 2 Stunden liefen wir und uns wurde ziemlich warm. Ich merkte das ich ganz ordentlich aus der Kondition war.
Zurück in der Lodge machten wir es uns auf der Terasse gemütlich und beobachteten die vielen Vögel die direkt vor unserer Nase ein Meeting oder sowas abhielten und genossen den wunderschönen Ausblick.
Es war so warm das ich zur Abkühlung in den Pool sprang. Der war relativ frisch, danach nahm ich vor unserem Chalet ein Sonnenbad.
In der kleinen Küche ist alles da was man braucht um Tee oder Kaffee zu trinken. Frische Milch wird jeden Morgen in den Kühlschrank gestellt, Tee und Kaffee nachgefüllt.
Nach dem Abendessen, wir hatten beide als Vorspeise, gefüllte Zucchiniblüte dann hatte ich Lamkottelets, Hans gefüllte Hähnchenroulade jeweils mit frischem Gemüse gefolgt von Schokoladeneis.
Nach dem essen haben wir gemütlich ferngesehen. Hans hat jede Menge Filme auf dem Laptop mitgenommen. Orange ist das neue schwarz, ziemlich skuril.

13.12.2014 Montusi Mountain Lodge (Wetter bedeckt)
Heute morgen, nach dem Frühstück, sind wir den Bushmen’s Cave hoch gelaufen. Dort gibt es 3 Höhlenzeichnungen, die wir sogar sofort gefunden haben. Weiter ging’s hoch auf den Montusi Mountain Summit.
Die Lodge ist auf ca. 1300 m Höhe, der Montusi Mountain 1600 m. Nicht viel aber teilweise sehr steil hoch. Ich hab ganz ordentlich geschnauft.
Wir haben unterwegs Zebras mit einem ganz jungem Kalb und Springböcke und jede Menge Vögel gesehen. Wildlebende Pferde und Kühe sieht man auch oft. Hier gibt es eine unglaubliche Fülle von Orchideenblüten und anderen Gewächsen.
Vom Gipfel runter sind wir am Rand eines Bergausläufers weitere 6 km zurück zur Lodge gelaufen. Wir hatten fantastische Ausblicke. Gebraucht haben wir gute 3,5 Stunden.
Hans hat sich vor dem Urlaub noch die neue Panasonic Lumix FZ 1000 sowie ein Nikon Fernglas gekauft. Mit dem Fernglas kann man toll in die Berge schauen. Und Fotos machen wir sowieso von jedem Grashalm *g*.
Nachmittags haben wir erst mal ein Stündchen geschlafen. Hier ist es so ruhig und mich macht die Bergluft müde.
Heute beim Abendessen war es im Restaurant voller. Aber hier ist längst nicht alles gebucht. Wir hatten Forellenpastete an kleinem Salat. Der Salat war superfrisch und sehr lecker. Danach Kalbsfilet auf Kartoffelplätzchen und feinem Gartengemüse. Zum Abschluß Vanilleeis und Mousse au Chocolat.
Wir lümmelten noch auf dem Sofa bei der 2. Folge von Orange ist das neue Schwarz und haben tief und traumlos geschlafen.

14.12.2014 Montusi Mountain Lodge (Wetter, blauer Himmel mit Wolken, Berggipfel in dichter Wolkenmasse)
Heute morgen starteten wir nach dem Frühstück um 8.45 h auf den Wanhoop Loop Hike. Sehr einfach zu gehen, kaum Steigungen. Wir sahen einen Bock im hohen Gras liegen der bei unserem nähern vor uns flüchtete und dann in geringer Entfernung stehen blieb und sich fotografieren ließ. Es wurde sehr heiß. Die Aussichten waren wie immer super. Die grüne Graslandschaft bis hoch zu den Gipfeln sieht aus wie Samt.
Wir sahen eine Gruppe Reiter in der Ferne. Gegen 12 h waren wir zurück, total geschwitzt. Ich sprang kurz in den kalten Pool und war in nullkommanix abgekühlt.
Ein bisschen in der Sonne liegen, Tee trinken auf der Veranda und ein Nachmittagsnickerchen zur Erholung
Zum Abendessen wählten wir gegrillten Calamari, ich ein wunderbares Filetsteak an frischem Gemüse und Hans Blätterteig mit Ratatouille zum Nachtisch Pana Cotta.
Wir schliefen noch einmal und mußten bedauernd Abschied von diesem gastlichen und wunderschönen Ort nehmen.
Die Regenwahrscheinlichkeit liegt bei 50 : 50 für die Berge. Wir hatten nur schönes Wetter für das wir dankbar sind.

15.12.2014 Montusi Mountain Lodge nach St. Lucia.
Wir standen früh auf, packten, frühstückten tüchtig und fuhren gegen 8.45 h los. Bergville, Ladysmith, Dundee, bei Nqutu wechselten wir das Steuer und Beate fuhr und wir verfuhren uns kurz. Fuhren ca. 50 km im Nichts auf unbefestigter Straße. Aber wir waren, wenn auch ohne genaue Kenntnis, auf dem richtigen Weg nach Babanango wo wir wieder richtig auf die R68 stießen. Von dort aus führte uns eine wunderschöne Strecke über Bergkäme, durch dichte Wälder nach Empangeni. Von dort nach St. Lucia sahen wir einen Unfall und jede Menge Polizeikontrollen. Glücklicherweise wurden wir nie angehalten.
Wir fanden problemlos die Lodge Afrike gegen 16.30 h, unsere Unterkunft für die nächsten 2 Nächte. Das Zimmer ist nett und komfortable nur sehr dunkel. Der Empfang war herzlich, nur das englisch war so schnell das wir mehrfach nachfragen mußten.
Wir richteten uns ein und gingen zu Fuß in den Ort und genossen eine Fischplatter im Ocean Basket. Sehr lecker. Selbstgemachte Limonade und ein ganz frischer, leckerer Salat dazu.
Wir waren müde von der Fahrt und gingen früh schlafen.

16.12.2014 St. Lucia, iSimangaliso Wetland Park
Es regnete. Wir frühstückten und fuhren in den iSimangaliso Wetland Park. Wir sahen Warzenschweine, Rhinos, jede Menge Kudus und andere Antilopen. Wasserbüffel und viele Vögel. Ein Hippo lag schlafend im Wasser. Wir fuhren bis zum Cape Vidal in der Hoffnung das dort das Wetter zumindest trocken wäre um ein bischen am Strand zu laufen. Aber es regnete in Strömen.
Wir fuhren langsam zurück sahen noch Wasserbüffel- und Kuduherden und ein Rhino am Straßenrand.
In St. Lucia nahmen wir Cappucino und Kuchen im Cafe, kauften Postkarten und Touristenkram und kehrten in unser Zimmer zurück .
Wir schrieben die Karten, ruhten uns aus.
Zum Abendessen gab es für Hans einen Riesenberg Rippchen und ich nahm ein Krabbencurry, Salat und Schokotorte mit Vanilleeis.

17.12.2014 St. Lucia zur Leopard Mountain Lodge

Wir fuhren über Hluhluwe noch ca. 30 km bis wir das Hinweisschilde Leopard Mountain Lodge entdeckten. Wir waren eigentlich viel zu früh. 12.00 h mittags. In Südafrika checkt man nicht vor 14 h ein. Aber wir meldeten uns am Gate an, wurden angemeldet und konnten in den Game Park fahren.
Wir sahen gleich Antilopen und kleine Warzenschweine. In der Lodge angekommen wurden wir freundlich empfangen.
Nach den Anmeldeformalitäten trugen 2 schwarze Mamas unsere Koffer in ein wunderbares Chalet (Nr. 1). Wunderschön gelegen, eine bombastische Aussicht kilometerlang bis der Blick auf eine Bergkette trifft. Unten sieht man mit bloßem Auge die Giraffen, mit dem Fernglas, Wasserbüffel und Antilopen. Wir haben eine große Holzterrasse mit Hängematte und eigenem Pool.
Ein riesiges Bett, das müßte größer als 2 x 2 m sein, Sitzecke, schönes, modernes Bad und die übliche Ausstattung, Kühlschrank, Wasserkocher, reichlich Tee und Kaffee und Wasser.
Abends um 17 h hatten wir den abendlichen Gamedrive und wir sahen viele Tiere. Antilopen, Giraffen, Kudus, eine andere Antilopenart mit einem niedlichen Gesicht und runden Ohren, Rhinos, die keinen Schweinchen und die Krönung waren 3 im Gras liegende Löwen, direkt am Pistenrand. Die streckten sich, gähnten und sahen uns gelangweilte an. Der Ranger meinte die wären vollgefressen. Ein Stück hinter uns sahen wir stocksteife Giraffen die genau jede Bewegung der Löwen im Blick hielten. Die Löwen hielten die Giraffen auch genau im Blick. Wir waren fast 4 Stunden unterwegs und nahmen ein spätes Abendessen, Hans Huhn ich Lamm und gingen sofort zu Bett.

18.12.2014 Leopard Mountain Lodge
Wir mußten um 4 h aufstehen für die morgendliche Ausfahrt.
Wir sahen wieder Kudus, Antilopen und 2 große Elefanten ganz nah am Wagen. Danach gemeinsames Frühstück mit den anderen Gästen. Viele Südafrikaner hier in der Lodge.
Wir verzichteten auf die 2 weiteren Ausfahrten des Tages um unsere Chalet zu geniessen und auszuruhen.
Wir füllten aus was wir mittag‘s zum Lunch in unserem Picknickkorb haben wollten und entspannten wunderbar. Hans schlief in der Hängematte ich konnte mich am Ausblick nicht satt sehen.
Ein bisschen gearbeitet haben wir auch. Obwohl es Standard ist finden wir es toll dass wir von überall auf der Welt Rechnungen und Auftragsbestätigung verschicken können und der Betrieb so weiter geht.
Mittags wurde uns der Picknickkorb gebracht. Salat, Oliven, eingelegte Feigen, Brot, Leberpastete und Käse. Genau richtig als Mittagsimbiss.
Abwechselnd lagen wir in der Hängematte und schaukelten träumend vor uns hin, kühlten die Füße im Pool ab und wußten vor lauter Wohlbehagen nicht was wir als nächstes machen wollten.
Abends gingen wir in die Lounge um den Pre-Dinner Drink zu uns zu nehmen. Zum Abendessen hatten wir beide gegrillte Sole.

19.12.2014 Leopard Mountain Lodge zum Ithala Game Park

Beim Frühstück trafen wir ein Paar aus Stuttgart welche mit uns am großen Frühstückstisch saß. Die fuhren von dort zur Montusi Mountain Lodge und wir erzählten wie schön es dort ist und welches Glück wir mit dem Wetter hatten. Übereinstimmen fanden wir das es in der Leopard Lodge außerordentlich komfortabel ist. Jede der 9 Chalets hat einen eigenen Pool und der Service ist sehr, sehr gut.
Interessanterweise sind alle Ranger weiß. Ich plauderte mit der Kellnerin das ich das Bett so riesig fand und erzählte das ich dort meinen Mann nicht finden konnte weil es so groß sei. Sie fragte, was ich dann gemacht hätte. Ich sagte, da hätte ich geschlafen, wär ja auch gut. Da hat sie sich ausgeschüttet vor Lachen.
Wir nahmen Abschied und fuhren zum Ithala Park. Über Pongola, dort tankten wir, fuhren wir über Berge und sahen wunderschöne Täler. Gegen 1 h kamen wir an, checkten ein und mußten noch auf das Chalet warten (Nr. 7). Daher nahmen wir am Kiosk einen Imbiss. Sandwich und Salat verzehrten wir am Seerosenteich auf der Terasse im Schatten. Dabei konnten wir eine Affenherde beobachten.
Dann bezogen wir das Chalet und richteten uns ein. Das geht immer schnell, Waschzeug im Bad einräumen, Koffer nur aufklappen. Getränke in den Kühlschrank stellen. Fertig.
Wir hatten 2 Pirschfahrten. Die Nachmittagstour sagten wir ab weil wir selbst fahren wollten. Am Konferenzcenter lud Hans noch schnell die Emails runter und dann fuhren wir in den Park.
Nach kurzer Zeit wechselten wir das Steuer und Beate fuhr. Souvärän fuhr sie eine 4 x 4 Piste über Geröll und durch Wasserfurte die Berge hoch und runter. Dabei sahen wir große Herden Zebras, Impalas, Kudus, Redbocks und Gnu‘s.
Gegen 19 h waren wir zurück und gingen ins Restaurant zum Abendessen. Leider gab es das Büffet nicht welches wir letztes Mal so gut fanden. Aber das Parmesanhühnchen war auch lecker.
Wir gingen wieder früh zu Bett weil wir um 4 h auf stehen mußten für die morgendliche Pirschfahrt um 5 h.

20.12.2014 Ithala Game Park
Pünktlich waren wir am Treffpunkt und warteten noch auf 3 andere Gäste. Diese erschienen jedoch nicht und um 5.05 fuhren wir dann allein mit dem Ranger los. Die Bergspitzen noch nebelverhangen bei rot aufgehender Sonne. Wunderschön.
Was für ein Glück für uns. Wir konnten sagen wann er anhalten sollte und so viele Fotos machen wie wir wollten. Der Ranger war sehr gut. Er sah Tiere die wir nie im Leben dort gesehen hätten. So sahen wir kämpfende Elefanten und weiße und schwarze Rhinos.
Die Luft umspielte uns samtweich und warm und wir hatten sensationelle Ausblicke über die grünen Berge. Es sieht aus wie mit Samt ausgekleidet. Der Ranger konnte uns jeden Vogel erklären und die Laute deren nachahmen. Manchmal antworteten die Vögel. Wir nahmen auf einer Bergkuppe den Morgenkaffee und hatten wieder einen sensationellen Ausblick dazu. Wir sahen Antilopen, Kudu’s, Redböcke, Giraffen und Warzenschweine.
Die Ausfahrt hat uns sehr gefallen und wir gaben ein großzügiges Trinkgeld was den Ranger sehr erfreute.
Wir frühstückten im Restaurant, danach ruhten wir im Chalet aus.
Wir saßen auf der Terasse, ich sah aus dem Augenwinkel eine Bewegung, und ein Affe rannte in unser Chalet und klaute die Kartoffelchips. Der wußte genau wo die Küche ist. Wir hinterher, laut brüllend. Der Affe stoppte, drehte sich zu uns um und drohte uns. Da er sowieso bereits im Baum hing hatten wir keine Chance. Das ging so schnell, da konnte man nix machen. Wir mußten lachen. Der Kerl saß im Baum hat die Tüte aufgerissen und mampfte Kartoffelchips. Wir sahen weitere Affen auf uns zukommen. Eine Mutter mit Baby im Fell meinte sie könnte an mir vorbei ins Chalet spazieren. Da hab ich aber mal geschimpft. Die Äffin ging seelenruhig ins Gebüsch und beobachtete uns mit den anderen.
Als ein Gewitter aufzog verschwanden die Affen. Es donnerte und blitzte und regnete stark. Wir schalteten durch die TV Programme und hatten über 20 Sportsender zu überwinden bis wir einen Nachrichtenkanal fanden. Wir sahen das heute die Hautreisezeit in Südafrika anfing und es wurden die Autobahnstaus gezeigt.
Abends fuhren wir ins Restaurant und hatten beide Steak mit Pommes und Gemüse.

21.12.2014 Ithala Game Park zur Dusk to Dawn, Wagendrift Farm
Wir waren früh wach und ich kochte uns Kaffee welchen wir im Bett tranken. Wir lasen noch etwas und machten usn dann für’s Frühstück fertig. Ich nahm heute mal eine Omelett mit all fillings. Auschecken, und wir fuhren nochmal hoch auf den 2 Loop des Parks. Wir setzten uns dort auf die Bank und schauten noch mal dem friedlichen Treiben der Zebras, Antilopen, Kudu’s und Gnu‘s zu.
Wir fuhren über Vryheid , Paulpietersburg, Commondale zur Farm. Das hier ist die deutsche Enklave. Das merkten wir als wir auf der Farm an kamen. Es wird überall akzentfrei deutsch gesprochen. Hier werden Schweine und Rinder gezüchtet. Es gibt aber auch viele verschiedene Rassen Hühner, Gänse, Enten, Ziegen und Esel. Ich sprang rasch zur Abkühlung in den Pool und trocknete in der heißen Sonne. Dann liefen wir die Farm ab und schauten uns die Tiere und Wildbeobachtungsstände an.
Ein Golden Retriever und ein Jagdhund gesellten sich freundlich zu uns und begleiteten uns auf dem Wanderweg. Sie bellten für uns die Vieherden auseinander sodaß wir durch diese laufen konnten und waren sehr nett.
Leider gab es am Sonntag kein Abendessen aber wir konnten aus einem Gefrierschrank diverse Essen aussuchen. Hans nahm Hühnchencurry, ich nahm Rinds Lasagne und als Nachtisch hatten wir Applecrumble. Alles hier gekocht und ausgezeichnet.
Wir hatten ein ganzes Haus für uns mit volleingerichteter Küche. Es fehlte nichts. Da wir sehr unerfahren mit Microwellengeräten sind haben wir diese auch nicht ans Laufen bekommen und haben unser Abendessen im Backofen gewärmt.
Die Unterkunft ist außerordentlich komfortabel und geschmackvoll eingerichtet. Hier könnte man auch sehr gut ein paar Tage verbringen.
Nachts wurde ich wach, schaute aus der Terassentür und sah einer Kuh direkt ins Gesicht. Die Kühe waren über den Zaun gesprungen und nun da wo sie gar nicht hätten sein dürfen. Ich schaute diesen beim Grasen zu und schlief darüber wieder ein.

22.12.2014 Wagendrift Farm zur Dawsons Game and Trout Lodge
Das Frühstück war ausgezeichnet mit deutschsprachiger Bedienung und deutschsprachigen, südafrikanischen, anderen Gästen.
Das Obst war sehr dekorativ geschnitten mit einem Schälchen Naturjoghurt und Blaubeeren. Hans hatte dann ein Omelett mit Spinat und Fetafüllung und ich eine Art French Toast mit Tomaten, Bacon und zweierlei Käse überbacken. Auch dies wurde mit Kapuzinerkresse sehr dekorativ serviert.
Wir fuhren Richtung Piet Retief, kauften dort ein und tankten und fuhren weiter über Chrissiemeer nach Badplaas. Ab Chrissiemeer tobte ein afrikanisches Gewitter über uns, der Regen war so stark das man die Hand vor Augen nicht sah. Unser Roadbook sagte das wir an der T-Kreuzung bei Badplaas rechts abbiegen mußten. Leider war das falsch, es hätte links heißen müssen. So fuhren wir fast bis nach Swaziland. Das im mehr als strömenden Regen und noch viel schlimmer über eine Schotterstrecke, da diese Strasse eine sehr lange Baustelle war.
Mitten im Nichts gab es merkwürdigerweise ein Touristbüro. Wir hielten und fragten ob wir richtig seine. Der Mann schaute uns mitleidig an und meinte wir müßten die ganze Strasse wieder zurück. Wir waren im Songimvelo Nature Reserve gelandet.
Es war fast 16 h und mit dem Regen war es schon dunkel. Wir fuhren zurück, der Regen hörte auf und wir fanden die richtige Strasse und dann auch endlich die Dawsons Game & Trout Lodge. Vom Gate bis zur Lodge fuhren wir noch 5 km und wurden mit heißer Schokolade erwartet.
Diese Lodge ist völlig anders als das was wir bisher in Südafrika gesehen haben. Wir hatten den Eindruck wir wären in Frankreich gemixt mit Italien. Das Haus wirkt sehr elegant und aber auch etwas kitschig. Die Leute außerordentlich herzlich.
Wir haben ein Zimmer (Nr. 5) im römisch-afrikanischen Stil mit Kamin. Das heißt, Säulen in der Diele und zum Bad und Tierfelle überall auf dem Boden. Eine breite Fensterbank mit vielen Kissen zum relaxen, ein riesiges Bett und ein ca. 15 qm großes Bad (ohne Toilette, die ist extra).
Wir haben Full Board und abends nahm ich ein Filetsteak und Hans gebratene Forelle mit Würzbutter. Interessanterweise war die Forelle völlig intakt jedoch ohne jegliche Gräte. Sehr lecker.

23.12.2014 Dawson s Trout Lodge
Wir schliefen sehr gut in völlige Stille. Frühstück gab es draußen auf der Terrasse. Die Sonne schien und wir bekamen aus ausgezeichnetes Frühstück.
Wir ließen uns noch die Wanderkarte geben und liefen hoch zum Wasserfall. Nach dem ganzen Regen zum Teil sehr glatt und steil an Seilen nach oben. Aber das hatte sich gelohnt. Der Ausblick war sensationell. Nach 1,5 Stunden waren wir zurück und ich sprang in den Pool, Hans entspannte sich mit Arbeit *g*.
Unser Auto sieht im Übrigen geküßt aus. Richtig, richtig dreckig.
Zum Lunch gab es Salat mit geräucherter Forelle und ich aß einen sehr leckeren Asia Wrap.
Ich buchte eine Massage für nachmittags welche ganz wunderbar war. Im abgedunkelten Raum mit ganz vielen Kerzen wurde ich von den Zehen bis zum Kopf mit Aromaöl durchgeknetet bis ich schnurrte. Meine Haut war danach seidenweich. 60 Minuten für umgerechnet 25 €.
Abends gab es Rinderfilet für Hans und ich hatte Hühnchenbrust. Exellent zubereitet. So gefüttert fielen wir ins Bett.

24.12.2014 Dawsons Trout Lodge
Wir nahmen wieder ein ausgezeichnetes Frühstück, fuhren zum Ausgangspunkt der grünen Wanderung und liefen ca. 9 km durch eine wunderbare Landschaft. Es war sehr heiß und ich sprang, zurück in der Lodge, erst mal, in den Pool.
Ich plauderte mit einer südafrikanischen, sehr netten Familie und frischte mein englisch auf. Die Kinder mit den Enkeln waren aus Pretoria und die Eltern waren aus Somerset West. In Somerset West haben Hans und ich vor einigen Jahren einen schönen Strandspaziergang gemacht. Die Eltern sprachen ganz gut deutsch, das haben sie in der Schule gelernt.
Hans und ich ruhten noch auf der Terasse aus und sahen den Salamandern und Vögeln bei ihrem Treiben zu. Ich schrieb die Weihnachtsmails nach Hause.
Zum Abendessen zogen wir uns festlich an. Wir nahmen beide das Lammrack. Als Vorspeise gab es gebackenen Haloumi mit Salat. Den Nachtisch, eine Art Kuchen mit dicker Vanillesoße habe ich nicht geschafft.

25.12.2014 Dawsons Trout Lodge zum Kruger Park (Skukuza Camp)
Morgens gab es Christmas Brunch. Das war sooo schön. Es war ein Kaffeevollautomat aufgestellt, wo man sich selbst bedienen konnte, silberne Zuckerdosen (brauner und weißer Zucker) und Milchkännchen. Ein Tisch mit verschiedenen Fruchtsäften. Ein Tisch mit frischem, geschnittenem Obst und mehreren Joghurts. Eine Aufschnittplatte mit Salami und verschiedenem Bratenaufschnitt. Ein Tisch nur mit Käseplatte und natürlich im großen Eiskübel Sekt und Champagner. Auf die warmen, frisch zu bestellenden Sachen, verzichteten wir.
Als wir kamen wurde noch vorbereitet und wir drückten die anderen Gäste und das Personal und wünschten uns gegenseitig Merry Christmas. Die Kinder bekamen Geschenke. Alle machten kreuz und quer von allem Fotos. Wirklich schön.
Es fiel uns schwer weiter zu fahren. So eine nette, ungezwungene Atmosphäre. Wir verabschiedeten uns schweren Herzens und fuhren über Nelspruit zum Paul Kruger Gate. Sofort sahen wir 3 Elefanten und eine Gruppe Kudus und Impalas. Wir hatten mittlerweile 40°.
Wir füllten am Gate das Einlaßpapier aus und meldeten uns an, wurden kurz kontrolliert und gefragt ob wir Firearms mit uns hätten, was wir natürlich verneinten und durften reinfahren. Am Kiosk kauften wir uns noch eine Parkkarte und fuhren nach Skukuza.
Punkt 14 h waren wir an der Rezeption und zahlten die 1023 Rand Gebühr für 2 Tage und bekamen Rondavel 22 zugeteilt. Uns wurde noch erklärt wo und wann morgen früh der Treffpunkt für den Gamewalk ist. 4.30 h geht es los, wir müssen 15 Minuten vorher am Treffpunkt sein. Und das wir dunkle Kleidung, feste, hohe Wanderschuhe und lange Hosen tragen müssen.
Wir fanden Rondavel 22 schnell und schalteten zuerst die Klimaanlage ein. Das Häuschen ist sehr sauber, offensichtlich frisch renoviert und hat alles was man braucht. Kühlschrank, kleines Bad mit Dusche und eine Außenküche mit vollem Equipment sowie einen Grill.
Wir richteten uns ein und liefen den kurzen Weg zum Restaurant. Es war brüllend heiß. Erstaunt stellten wir fest dass auch hier alles neu war. Wir setzten uns in bequeme Sessel mit ein bisschen Wind in der Lounge und nahmen Appletiser und Cappuchino. Danach gingen wir im Shop einkaufen für’s Abendessen. Kartoffelsalat, Sandviches, Wein und Limonade.
Ich sah mir noch den Poolbereich an und ich mußte grinsen. Der war fast voll. Da standen Menschen dichtgedrängt im Wasser. Uns war zu heiß und wir legten ein Nachmittagsnickerchen ein.
Abends gingen wir noch zum Flußweg am Restaurant aber es war immer noch brüllend heiß und wir schwitzten uns kaputt. Nach einer halben Stunde gingen wir zurück in unser Rondavel mit Klimaanlage. Selbst die schaffte es nicht den Raum vernünftig runterzukühlen.

26.12.2014, Kruger Park, Skukuza Camp
Wir standen um 3.30 h auf. Es hatte bereits 28°. Der Morning Bush Walk stand an. Um 4.15 h war Treffpunkt an der Rezeption. 2 schwerbewaffnete Ranger und 6 Gäste. Wir fuhren 20 Minuten in den Park, die Ranger sicherten unseren Ausstieg und es gab noch eine sehr strenge Einweisung. Nicht reden, nicht fotografieren und egal was passiert, niemals rennen. So wanderten wir einrächtig durch den Busch, die Sonne ging rot auf, die Tiere flüchteten vor uns.
Viel sahen wir nicht, aber ich weiß jetzt das Nashörner Toiletten in ihrem Revier anlegen. Und wenn die Kuh läufig ist riecht der darin abgegebene Urin anders und das Männchen weiß das die Kuh die hier wohnt bestiegen werden kann. (Hans meinte, gut das das bei uns anders ist *g*)
Und das manche Hügel Ameisenbärwohnstätten sind, die zum Teil 200 Jahre alt sind. Wir picknickten auf einem Steinhügel. Darunter war eine alte Wohnhöhle der San.
Außer ein paar Impalas und einer kleinen Schildkröte sahen wir nur Pflanzen und Tierspuren und der Schweiß floß in Strömen. Nach 3 Stunden saßen wir wieder im Safariwagen und der Fahrtwind trocknete unsere Haare.
Im Camp deckten wir uns im Laden mit kalten Getränken ein und fuhren selbst auf Pirsch. Über Pretoriuskop (hier nahmen wir im Wimpy (!) einen Cappuchino und dann fuhren wir im Zickzack nach Lower Sabie wo wir um 14 h ankamen. Mit reicher Beute in der Kamera. Nashörner, Giraffen, Elefanten, große Herden Impalas und viele Vögel und mitten auf der Strasse ein Chameleon, ganz in blattgrün, welches wir vor dem sicherenTod retteten. Wir stoppten rechts und links nachkommende Autos bis das Tier sich endlich bequemte zurück in den Busch zu spazieren.
In Lower Sabie ergatterten wir im Restaurant einen Tisch mit Aussicht auf den Fluß. Dort tummelten sich viele Wasserbüffel zum baden. Wir stärkten uns mit Burger und Salat, was sehr gut schmeckte.
Wir tankten und fuhren zurück nach Skukuza. Wir sahen 5 Schildkröten, Nashörner, Nilpferde jede Menge Elefantenherden am Sabiefluß und direkt an der Strasse. Mehrere Affenhorden. Die Affenkinder sind allerliebst wenn sie auf der Strasse sich balgen und nur Unsinn im Kopf haben. 1 Krokodil, viele Störche und natürlich Impalas.
Es fehlten nur die Katzen, die ließen sich nicht sehen.
Sehr zufrieden mit der Safariausbeute in der Kamera waren wir nach 17 h zurück im Camp. Gerade rechtzeitig. Wir hattten die dunklen Wolken schon lange gesehen aber kaum waren wir im Rondavel schüttete es tüchtig.
Wir rissen alle Fenster auf und ließen die frische Luft dankbar herein und machten es uns mit Nüssen und Chips gemütlich.

27.12.2014 Skukuza Camp nach Letaba Camp

Wir frühstückten in Skukuza vom Büffet und fuhren dann gemächlich zum Letaba Camp. Wir sahen wieder eine Menge Tiere aber wieder keine Katzen.
Im Satara Camp tranken wir Cappuchino und aßen Kuchen.
Gegen 15 h trafen wir in Letaba ein und bezogen unser Rondavel (Nr. 92). Erfreut stellten wir fest das dieses komfortabler war als das in Skukuza. Etwas größer und moderner mit Klimaanage und Ventilator. Im Camp laufen kleine Antilopen und betteln an den Rondaveln. Sieht leider sehr niedlich aus.
Wir kauften im Shop Sandviches und Getränke und aßen auf unserer Terasse. Früh gingen wir zu Bett und schliefen müde schnell ein. Nachts regnete es sehr stark.

28.12.2014 Letaba Camp

Gegen 6 h waren wir dann munter, tranken Tee und fuhren in Richtung Shingwedzi Camp, nahmen die S 50. Es regnete immer noch leicht und alles war eine Riesenpfütze. Der frisch gewaschene Wagen sah nach kurzer Zeit wieder total dreckig aus.
Der Toyota Fortuner ist ein tolles Auto. Ich lenkte ihn durch tiefe Furte und sehr schlammige Pisten. Er zog kräftig, souverän hoch und runter. Das macht Riesenspaß.
Man hatte den Eindruck so wie der Regen auf die Erde fiel wurde er auch wieder nach oben gezogen.
Wir sahen Giraffen, Elefanten, wenig Zebras, Büffel, Vögel, Buscheichhörnchen, alle sehr oft. Nicht zu vergessen unsere kleinen Freunde, die Impalas und Affen. Keine Katzen.
Im Mopani Camp wollten wir Kaffee trinken aber irgendwie waren die dort damit überfordert und wir holten uns im Shop Eis und Joghurtdrinks und fuhren zurück nach Letaba. Es war mittlerweile wieder 36°.
Gegen 16 h waren wir zurück und legten erst mal eine Runde Ruhe ein.
Abends gingen wir ins Restaurant und teilten uns eine Barbecue Platter. Weit in der Ferne zuckten riesige Blitze und als wir wieder zurück im Rondavel waren regnete es wieder sehr stark.

29.12.2014 Letaba Camp zur Chestnut Country Lodge, Kiepersol

Ich kochte in der Außenküche Kaffee im Nachthemd als hinter mir eine tiefe Stimme „ Good Morning Madam" sagte. Ich zuckte zusammen und hatte mich riesig erschrocken. Aber dann mußten wir beide herzlich lachen. Der Mann legte die frischen Laken und Handtücher für unsere Nachfolger auf den Küchentisch draußen.
Wir tranken noch gemütlich Kaffee im Bett, aßen Kekse dazu, duschten, packten alles wieder ein und fuhren gemächlich zurück zum Paul Kruger Gate. Da es stark geregnet hatte folgten wir dem Hinweis unseres Reiseveranstalters (Iwanowski) und nahmen nicht das Orpen Gate, da dort bei Regen die Strassen schlecht sind.
Die ganze braune Vegetation war über Nacht dunkelgrün mit weißen Blüten überzogen. Die Flüsse, welche wir auf der Hinfahrt völlig ausgetrocknet gesehen hatten waren reißende Fluten.
Wir sahen noch Elefanten, Giraffen, Zebras, große Büffelherden, Kudus und natürlich Impalas.
Gegen 11.45 h waren wir am Paul Kruger Gate. Der Ranger fragte ob wir noch mal zurück wollten, was wir verneinten und wir fuhren Richtung Hazyview. Dort fuhren wir ein Rieseneinkaufscenter ans und zogen Geld (die umgetauschten US Dollar neigten sich dem Ende zu). Dann fuhren wir ein paar Kilometer weiter wo mehrere Restaurants zur Auswahl standen, entschieden uns für ein Steakhaus der Spur Kette und aßen dort zu Mittag.
Dann fuhren wir zur Lodge wo wir pünktlich um 14 h eintrafen. Wir bekamen ein großes Zimmer mit großem Bad und Terasse mit wunderbarer Aussicht aufs Tal. Hier werden soweit man schauen kann, Bananen angebaut.
Abends nahmen wir in der Lodge das Dinner. Was einfach aber schmackhaft war. Hühnchenspieße mit viel gemischtem Gemüse und Peppermintcrisptorte.

30.12.2014 Chestnut Country Lodge

Wir hatten gut geschlafen und nahmen ein gutes Frühstück zu uns und fuhren dann nach Nelspruit in den Botanischen Garten.
Der hatte einen eigenen riesigen Wasserfall und war schön angelegt. Bedingt durch den großen Wasserfall mit dem daraus resultierendem Sprühwasserniederschlag hat man dort einen echten Regenwald angelegt. Da konnte man auf Stegen durchlaufen. Ich sah sogar eine grüne Schlange Hans eine große Echse.
Leider hatte sowohl das Teehaus als auch das Restaurant geschlossen. Wir fuhren zurück nach White River, tranken im Einkaufszentrum Cappuchino, kauften Kuchen, Wasser, Wein und für Zuhause Gewürze und Soßen ein.
Zurück fuhren wir wieder die R40 welche wunderbare Ausblicke über die Bananplantagen, das Tal und die Berge bot.

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Mittwoch, 31. Dezember 2014, 12:03

Schon Vorfreudig auf die Bilder

Danke :danke: :danke: :danke: für den bisherigen Reisebericht.

Ich wünsche euch noch schöne letzte Urlaubstage, einen guten Start nach 2015 in Südafrika und freu mich schon auf die Bilder, die ihr zu Hause noch einfügen wollt.

Ich bin im März in Südafrika-u.A. in der Lodge Afrique (St.Lucia), in Ithala und im Krüger.

LG Eva

Greta1

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Mittwoch, 31. Dezember 2014, 19:38

Sylvester, Pretoria 2014, 20.30 h

Ein bischen schwierig war es schon die Unterkunft zu finden, da sich an der Autobahnausfahrt eine riesige Baustelle befindet. Und alle Strassennamen sind abmontiert.
Aber nach einigem herumkurven haben wir es gefunden. Hier wird deutsch gesprochen und das Zimmer ist geräumig und angenehm.
Für heute hatten wir einen Tisch beim Inder reserviert. Da wir wieder zurück in die Baustelle mußten taten wir uns schwer diesen zu finden. Nach einigem hin- und herfahren fanden wir das richtige Shoppingcenter und mußten lachen. Ein winziger Inder in einem Riesenshopingcenter. Nach dem Essen sind wir noch in den nachbarlichen Supermarkt und haben uns mit Chips und Süßigkeiten eingedeckt.
Ein Gewitter ist aufgezogen und wir haben uns auf der Rückfahrt nur einmal verfahren. *g*
Jetzt haben wir WDR2 Radio an und tanzen im Zimmer zur Musik, draußen tobt ein Riesengewitter und es regnet wie verrückt. Wir haben 27°.

Euch allen ein guten Rutsch und ein gutes neues Jahr!

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Mittwoch, 31. Dezember 2014, 21:06

Dir auch einen guten Rutsch und ein schönes 2015!

(Der Link ist für Gäste ausgeblendet. Um ihn zu sehen, bitte registrieren!) ;)

So, jetzt weg...

'


*** Wenn du nicht mehr weißt, wohin du gehen sollst, halte inne und schau zurück, woher du gekommen bist. (Sprichwort aus Afrika) ***

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Sonntag, 4. Januar 2015, 09:54

Wir sind wieder zurück. Schön war's. Wenn nur die Flüge nicht wären. Beamen wär schön.

In der letzten Unterkunft Touraco Guesthoue, Pretoria, hatten wir nicht nur ein schönes, ruhiges Zimmer sondern auch deutschsprechende Namibiaaner als Besitzer.
Wir buchten dort eine Stadtführung durch Pretoria und haben eine Supereinführung in die Geschichte Südafrikas im allgemeinen sowie für Pretoria im besonderen erhalten. Das Regierungsviertel, das Botschaftsviertel (leider blühten die Jacarandabäume nicht mehr), Mandela Statue und Parlament, Innenstadt mit Paul Kruger Wohnhaus und Museum, Correctional Service *g*, Gericht (wo Pistorius verhandelt wurde) und natürlich Voortrekker Monument. Dort wurde uns jedes Relief eingehend erklärt, was und wen es darstellt und die Zusammenhänge erklärt.
Echt beeindruckend.


Und nun geht es wieder in den Normalltag zurück. Aber da kann man ja schon mal langsam beginnen zu planen was nächsten Dezember kommt. Eventuell der Westen. Soll ja auch ganz schön sein.

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Sonntag, 4. Januar 2015, 18:56

Wir sind wieder zurück. Schön war's. Wenn nur die Flüge nicht wären. Beamen wär schön.

In der letzten Unterkunft Touraco Guesthoue, Pretoria, hatten wir nicht nur ein schönes, ruhiges Zimmer sondern auch deutschsprechende Namibiaaner als Besitzer.
Wir buchten dort eine Stadtführung durch Pretoria und haben eine Supereinführung in die Geschichte Südafrikas im allgemeinen sowie für Pretoria im besonderen erhalten. Das Regierungsviertel, das Botschaftsviertel (leider blühten die Jacarandabäume nicht mehr), Mandela Statue und Parlament, Innenstadt mit Paul Kruger Wohnhaus und Museum, Correctional Service *g*, Gericht (wo Pistorius verhandelt wurde) und natürlich Voortrekker Monument. Dort wurde uns jedes Relief eingehend erklärt, was und wen es darstellt und die Zusammenhänge erklärt.
Echt beeindruckend.


Und nun geht es wieder in den Normalltag zurück. Aber da kann man ja schon mal langsam beginnen zu planen was nächsten Dezember kommt. Eventuell der Westen. Soll ja auch ganz schön sein.

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Sonntag, 4. Januar 2015, 19:36

Eventuell der Westen. Soll ja auch ganz schön sein.

Oder der Norden. Oder die Mitte. Oder der Osten... :D
'


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Sonntag, 4. Januar 2015, 20:02

Eventuell der Westen. Soll ja auch ganz schön sein.
geht so. :wine:
Gruß Micha

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Sonntag, 11. Januar 2015, 14:19

Ich dachte so an Kapstadt und dann Richtung Westen. Peternoster, Cedarberge, Augrabies.
Irgendwie so die Richtung.

Greta1

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Donnerstag, 22. Januar 2015, 12:08

Jaaa, die Leopard Mountain Lodge, da waren wir auch schon...wahrlich ein Traum :)
Hatten auch Chalet 1 (imo das Beste) und was soll ich sagen, mehr kann man sich kaum wünschen. Klar gibt es teurere und luxuriösere Lodges, aber für mich kam irgendwie nie etwas an diese Lodge ran bisher was Service, Guides/Rangers und allgemein die Stimmung betraf. Und für deutlicher weniger Geld als in Private Reserves anderswo...hat für mich also das Erlebnis in der Elephant Plains Lodge/Sabi Sands ausgestochen.
I never knew of a morning in Africa when I woke up that I was not happy. - Ernest Hemingway