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Fernweh2015

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Dienstag, 14. April 2015, 17:02

Reisebericht: Erste Reise nach Südafrika vom 01.-16.03.2015 (Kapstadt, Gardenroute, Addo, St. Lucia, Hluhluwe-iMfolozi NP)

Liebe Foriker,
monatelang habe ich vor unserer Reise hier im Forum gelesen, habe mit euch unsere Route diskutiert und recherchiert ( (Der Link ist für Gäste ausgeblendet. Um ihn zu sehen, bitte registrieren!) ). Das hat die Planung wahnsinnig erleichtert und nicht zuletzt auch unsere Vorfreude immens gesteigert. VIELEN DANK dafür! :danke: :danke: :danke:
Nun möchte ich unsere Erlebnisse in Südafrika in der ersten Märzhälfte 2015 auch mit euch teilen und so vielleicht anderen dabei helfen, ihre Reise zu organisieren.
Da ich noch nicht weiß, wie ausführlich ich den Bericht gestalten kann (bin bei der Arbeit momentan recht ausgelastet), möchte ich schon vorab betonen, dass ihr euch auch per PN gerne an mich wenden könnt, wenn ihr Fragen zu unserer Reise habt! Insbesondere zu den einzelnen Unterkünften kann ich dann besser auf konkrete Fragen eingehen, als alles im Detail zu schildern, denke ich. Ich kann aber allgemein sagen, dass wir mit allen Unterkünften sehr zufrieden waren und sie auch wieder buchen würden!

Eckdaten:
Selbst organisierte Mietwagenreise als Paar (w32, m32) vom 28.02.15 bis 16.03.15

Flüge:
28.02. abends mit Condor von Frankfurt/Main direkt nach Kapstadt (Ankunft am 01.03.),
12.03. Inlandsflug mit British Airways von Port Elizabeth nach Durban
16.03. abends mit Emirates von Durban nach Dubai und weiter nach Düsseldorf (Ankunft am 17.03.).

Die Route und die Unterkünfte:
Flug FFM - Kapstadt
2 Nächte Kapstadt (Anchor Bay Guesthouse)
2 Nächte Hout Bay (Dreamhouse Guesthouse)
1 Nacht De Hoop Nature Reserve (Rondawel)
2 Nächte Wilderness (Dolphin Dunes Guesthouse)
2 Nächte Tsitsikamma National Park (Storms River Mouth Restcamp, Chalet)
2 Nächte Addo Elephant Park (Main Camp, Rondawel)
Flug P.E. - Durban
2 Nächte St. Lucia (Lodge Afrique)
2 Nächte Hluhluwe-iMfolozi (Mpila Camp, Chalet)
Flug Durban - Dubai - Düsseldorf


Tage 1 und 2: Hinflug und Kapstadt

Wir hatten uns bewusst für einen direkten Flug über Nacht entschieden, und ich würde es immer wieder so machen. Bequem ist es in der Economy-Klasse im Flugzeug natürlich nicht, aber die Zeit ging recht schnell um und schon konnten wir im Landeanflug den Tafelberg bestaunen. Wahnsinn, wir hatten über Nacht den gesamten afrikanischen Kontinent überquert.

In Kapstadt am Flughafen holten wir bei Europcar unseren Mietwagen ab, einen KIA, der im Kofferraum locker Platz für beide Koffer plus Handgepäck bot. Geleitet vom Navi ging es dann erst einmal zum Anchor Bay Guesthouse, wobei selbstverständlich - wie schon so oft hier im Forum gelesen - das ein oder andere Mal der Scheibenwischer betätigt wurde, hihi... Das Wetter war sonnig und warm, wunderbar! Im Guesthouse wurden wir freundlich begrüßt und hatten das Glück, sogar schon vor der Check-In-Zeit das Butterfly-Zimmer beziehen zu können. Den Rest des Tages verbrachten wir damit, in einem Restaurant um die Ecke (Richard´s) zu essen und am Wasser entlang Richtung Waterfront zu laufen. Ein Highlight: Auf dem Weg zur Waterfront trafen wir eine andere Spaziergängerin, die uns ansprach und fragte, ob wir die Wale schon gesehen hätten. Wir hielten das zunächst für einen Scherz, da wir im März darauf nun wirklich nicht eingestellt waren, beobachteten dann aber eine Weile das Meer und sahen dann tatsächlich plötzlich Wasserfontänen! Es waren wirklich Wale in der Bucht! Andere Passanten wurden auch aufmerksam, und uns wurde von einem Südafrikaner, der uns durch sein Fernglas schauen ließ, bestätigt, wie "very unusual" das sei. Wir waren richtig platt: Erster Tag, und dann direkt Wale außerhalb der Saison! Ein super Anfang.


Am nächsten Tag ging es mit der Hop-On-Hop-Off-Tour zur Tafelberg-Seilbahn. Wir mussten, weil das Wetter fantastisch war, leider sehr lange anstehen. Als wir dann oben angekommen waren, war es so heiß, dass wir nur eine kleine Runde gegangen sind. Der Ausblick war toll, allerdings wurden wir an dem Tag auch zum ersten Mal auf die Buschbrände in Muizenberg aufmerksam, da man den Rauch deutlich erkennen konnte.

Eigentlich wollten wir nachmittags noch eine Walking Tour durch Bo Kaap machen, aber die Hitze machte mir leider so sehr schaffen, dass ich mir meine Pizza (Bellini am Green Market Square, sehr lecker!) einpacken ließ und wir mit dem Taxi zum Guesthouse fahren mussten. Das war wohl ein kleiner Sonnenstich, trotz Kopfbedeckung, Wasser etc., der uns da einen Strich durch unsere Planung machte.
Abends ging es mir etwas besser und wir sahen die letzte Minute des Sonnenuntergangs vom Signal Hill aus. Das Navi hatte uns auf dem Weg in die Irre geleitet, da es Wege vorschlug, die es gar nicht gibt...

Tage 3 und 4: Winelands, Hout Bay, Kaphalbinsel

Wir verließen das Anchor Bay Guesthouse morgens und fuhren zum Frühstücken nach Bloubergstrand. Man sah am Horizont die braunen Rauchschwaden der Buschbrände, aber der Blick auf den Tafelberg war trotzdem sehr schön.

Dann machten wir uns auf den Weg nach Franschhoek. Die kleine Hauptstraße fanden wir sehr touristisch, aber insgesamt war die Stimmung sehr angenehm und entspannt. Nach einem kleinen Bummel fuhren wir zum Weingut Mont Rochelle, wo wir im Country Kitchen vorzüglich zu Mittag aßen.
Über Stellenbosch ging es dann zurück Richtung Kaphalbinsel, nämlich nach Hout Bay. Das Dreamhouse Guesthouse liegt in einem bewachten Wohnviertel im Westen der Stadt am Hang. Es war die wohl schickste Anlage, in der wir übernachtet haben, mit Pool, tollem Garten - und einem fantastischen Frühstück! Wir haben es nicht bereut, die vier Nächte in Kapstadt und Umgebung aufgeteilt zu haben. Allein die Ruhe und Natur und die Möglichkeit, spätnachmittags noch kurz in den Pool zu gehen, taten uns sehr gut.
Die Brände am Berg auf der gegenüberliegenden Seite konnten wir die ganze Zeit sehen, und auch beim Abendessen am Mariner´s Wharf gab es kaum ein anderes Thema unter Gästen und Mitarbeitern. Die Löschhubschrauber flogen unermüdlich hin und her und man konnte sehen, wie Windböen die Flammen immer wieder auflodern ließen. Es war wirklich unheimlich, auch wenn viele versuchten, uns zu vermitteln, dass das im Grunde jedes Jahr passiere und es - das konnten wir auch sehen - Schneisen gibt, die verhindern, dass die Brände auf die Wohnbebauung übergreifen. Trotzdem waren wir in Gedanken viel bei den Menschen, die direkt dort wohnen, wo es brannte, und bei den Feuerwehrleuten. Der Chapman´s Peak Drive war mittlerweile gesperrt.

Am nächsten Morgen fuhren wir zunächst nach Muizenberg. Es nieselte und war grau, und man wusste gar nicht recht, was nun Wolken und was Rauch war. Die Luft war rauchgeschwängert, und in Muizenberg an einem Parkplatz am Strand in der Nähe der bunten Strandhäuschen hielten wir es nur eine Minute außerhalb des Autos aus. Es war einfach viel zu rauchig. Wir fuhren weiter nach Boulders Beach zu den Pinguinen, die wirklich herrlich zu beobachten waren, wenngleich die Menschenmengen dort das Ganze ein wenig trüben, finde ich.
Richtung Cape Point trafen wir dann auf der Straße im Nationalpark unsere ersten Paviane (Baboons)! Bedenkt man, wie oft auf Schildern vor ihnen gewarnt wird, ist es eigentlich erstaunlich, dass wir danach nur noch vereinzelt und auch größtenteils nur aus der Ferne welche sehen sollten. Auch die ersten Straußen waren am Wegesrand zu sehen, außerdem sahen wir plötzlich eine kleine Rauchsäule hinter einem Hügel aufsteigen, die wir aber aufgrund der Berichte ("Hier gibt es jedes Jahr Brände, alles ganz normal!") zunächst nicht weiter ernst nahmen. Wir wanderten zunächst am Cape Point bis zur südlichen Spitze, der Ausblick auf die Küste und auch das Kap der Guten Hoffnung war aber leider aufgrund eines heranziehenden Gewitters wolkenverhangen und wir machten uns auch direkt wieder auf den Rückweg, da es anfing zu donnern! Außerdem roch es immer rauchiger, ein Geruch, der uns mittlerweile vertraut war... Oben am großen Leuchtturm kam uns dann schon eine Mitarbeiterin des Nationalparks entgegen, sie rannte und rief, dass wir alle den Park nun verlassen sollten, er werde aufgrund der Rauchentwicklung geschlossen. Das Kap der Guten Hoffnung konnte man gar nicht mehr sehen und die Zufahrt war gesperrt. Erst da verstanden wir, dass der "kleine Brand", den wir auf der Hinfahrt in der Ferne vermutet hatten, offenbar doch nicht so klein war.
Die Rückfahrt nach Hout Bay war aufgrund diverser gesperrter Straßen und einer großen Baustelle bei Muizenberg etwas mühsam und wir waren froh, als wir angekommen waren. Den Abend verbrachten wir entspannt im Guesthouse mit Packen und Lesen. Über diesen Tagen in Hout Bay lag wegen der Brände gefühlt ein Schatten und manches konnten wir nicht sehen, was wir gern gesehen hätten. Wir wären aber nie auf die Idee gekommen, deswegen missmutig zu sein. Vielmehr waren wir in Gedanken viel bei den Betroffenen und den vielen Feuerwehrleuten, die so unermüdlich gegen die Brände kämpften. Viel später haben wir erst gehört, dass Tage später sogar ein Löschhubschrauber abstürzte. ;(


So, das war der Auftakt. Hoffentlich komme ich bald dazu, weiter zu schreiben. :thumbup:

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nermin1895

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Dienstag, 14. April 2015, 18:39

Hallo Fernweh,

vielen Dank für den Reisebericht. Bin sehr gespannt was du berichtest, denn eure Route deckt sich ziemlich genau mit der von uns geplant und teilweise gebuchten Route für Oktober 2015.
:-)

Von daher gut möglich, dass ich noch mit Fragen auf dich zukomme.

Gruß
Nermin

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Fernweh2015 (14. April 2015, 18:39)

Sella

Sonne

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Dienstag, 14. April 2015, 19:36

Hallo Fernweh,
Wie schön das ihr Wale sehen konntet. Wir waren mit Freunden im Februar 10 Tage in Kapstadt und Umgebung. Auch wir haben den Hop on Hop off Bus genutzt. Irgendwann standen alle im Bus auf, zeigten auf das Meer und fotografierten. Mein Mann meinte,dass ein Wal zu sehen sei. Ich wollte es erst so recht nicht glauben aber tatsächlich konnten wir ihn dann auch entdecken :love: . Leider haben wir nicht so ein schönes Foto. Später am Tag haben wir einen Heli-Flug gemacht. Der Pilot erzählte das dieses Jahr vier Wale dageblieben sind. Keine Ahnung ob das nun so ungewöhnlich ist uns hat es jedenfalls gefreut als wir aus der Luft nochmal einen sehen konnten.
Als wir die Hop on Hop Off Bustickets gekauft haben, hat man uns direkt Karten für die Seilbahn mitverkauft. So hatten wir das Glück an diesem besonders heißem Tag nicht so lange in der Schlange stehen zu müssen. Karten haben wir beim Two Oceans Aquarium gekauft.
Freu mich auf deinen Reisebericht.
Tschüß Sella :saflag:

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Sonnenmensch (28. April 2015, 21:33), Fernweh2015 (14. April 2015, 19:47)

Fernweh2015

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Dienstag, 14. April 2015, 19:47

Hallo Sella,
Als wir die Hop on Hop Off Bustickets gekauft haben, hat man uns direkt Karten für die Seilbahn mitverkauft. So hatten wir das Glück an diesem besonders heißem Tag nicht so lange in der Schlange stehen zu müssen.
das hatten wir auch vor... Wir haben morgens an einer Haltestelle erst sehr lange auf den ersten Bus gewartet, dann meinte der Fahrer auf Nachfrage bzgl. der Seilbahntickets, dass "the machine broken" sei. Da haben wir wohl Pech gehabt. :S
Wie toll, dass ihr die Wale auch gesehen habt! Ob das wohl Folge des Klimawandels ist...? :|
LG, Katharina

Fernweh2015

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Dienstag, 28. April 2015, 14:32

Fortsetzung

Hallo zusammen!

Leider finde ich im Alltag einfach keine Zeit, den Bericht so ausführlich fortzusetzen, wie ich ihn begonnen hatte, inklusive Fotos zu Hause am PC verkleinern, hochladen etc... ;(
Ich versuche jetzt mal, das Beste draus zu machen und den Rest der Reise hier von unterwegs vom Macbook aus wenigstens zusammengefasst zu schildern.

De Hoop NR

Wir fuhren für unsere Verhältnisse früh gegen kurz vor acht in Hout Bay los Richtung R44. Wegen des Berufsverkehrs standen wir zunächst immer wieder mal im Stau, aber das fanden wir nicht so schlimm. Stopps legten wir an der R44 in der Nähe des Kogelberg Nature Reserve ein und dann in Betty´s Bay bei den Pinguinen. Dann gings weiter zum Cape Agulhas und nach Struisbaai, wo wir am Hafen in einem kleinen Restaurant leckeren Fisch zu Mittag aßen! In Bredasdorp stoppten wir noch zum Einkaufen und Tanken und fuhren dann auf dem auf der website beschrieben Weg zum De Hoop Nature Reserve. Dort hatten wir vorab für eine Nacht ein Rondawel reserviert. Eins unserer Highlights der Reise, wer Zeit hat, sollte das unbedingt machen! :thumbup: Bei genaueren Fragen meldet euch gern per PN.
Nach der ersten traumhaften Sichtung, nämlich Zebras direkt vor uns auf dem Weg, eine ganze Familie, kurz vor Sonnenuntergang aßen wir im Fig Tree das Menü. Uns hat es sehr, sehr gut geschmeckt!
Schon beim Einchecken an der Rezeption hatten wir für den nächsten Morgen den Marine Walk gebucht. Ebenfalls: :thumbup: Empfehlung! Es ist wunderschön an der felsigen Küste mit den riesigen, weißen Dünen - und Louis, der Guide, hat uns viel Spannendes erklärt.

Wilderness

Gegen Mittag machten wir uns auf in Richtung Malgas, wo wir dank der Muskelkraft zweier Männer über den Fluss gezogen wurden. Wir fand es zwar einerseits interessant, andererseits aber auch etwas befremdlich, die Männer wie Zugpferde schuften zu sehen.
Auf dem Weg nach Wilderness stoppten wir dann nicht mehr, und die Strecke zog sich ganz schön. Irgendwann waren wir dann aber da und konnten im Dolphin Dunes Guesthouse einchecken. Wir hatten die Honeymoon Suite und der Ausblick war atemberaubend. :thumbup: Empfehlung!! Kosten nicht mehr als die anderen Zimmer mit Meerblick.
Essen waren wir bei einem Italiener (Pomodoro) in der Stadt. Wir sind mit dem Auto hingefahren, die Pizzen waren lecker!
Am nächsten Morgen haben wir die im Forum schon häufiger erwähnte Kanutour von Eden Adventures gemacht. :thumbup: Den Strand, an dem man anlegen soll, erkennt man ohne Probleme, und der Boardwalk ist sehr gut in Schuss und schön angelegt. Am Wasserfall war es recht voll, viele junge Leute badeten oder sprangen von hoch oben ins Wasser (ich dachte immer, dass wir nun live dabei sein können, wie da einer ne Querschnittslähmung erleidet und hatte die ganze Zeit Schiss um die Jungs :wacko: ). Wir haben nur gepicknickt.
Das Wetter war zunächst sehr schön und warm, dann frischte es auf und der Rückweg war auch etwas anstrengend.
Abends hatten wir einen Tisch im The Girls reserviert und sind dort zu Fuß am Strand hingegangen. Achtung, Gezeiten beachten! Man kommt kurz vor dem Ort ggfs. nicht mehr weiter, wo die Brücke ist. Sah bei Google Earth anders aus und wir mussten dann ein Stück an der N2 entlang. Naja. :S Das Essen war top, wie erwartet. War sehr voll und laut, und fast alles Deutsche, hihi. Man muss unbedingt reservieren, geht online. Zurück ging es mit dem Shuttle für kleines Geld.

Tsitsikamma National Park

Auf dem Weg von Wilderness zum Tsitsikamma stoppten wir kurz an den Knysna Heads, das Wetter war aber nicht so schön und irgendwie hatten wir auch nicht so viel Lust auf Stadt. Deswegen ging es dann recht zügig weiter zum Robberg Nature Reserve, wo wir die mittlere der drei Rundwanderungen machten. Wieder eine klare Empfehlung! :thumbup:
Im Tsitsikamma hatten wir schon lange vorher ein Chalet CH3 reserviert, welches aber leider in zweiter Reihe lag, also nicht direkt am Wasser. Die anderen waren alle ausgebucht gewesen, als wir buchten. Die Hütte war aber einfach traumhaft und komplett ausgestattet mit einer tollen Veranda. Für Selbstversorger optimal. :thumbup: Wir haben beide Abende Braai gemacht.
Am nächsten Tag war strahlender Sonnenschein und wir wanderten den Waterfall Trail. Für etwas geübte Wanderer absolut zu machen, aber man muss wissen, dass der zweite Teil des Weges über so eine Art Geröllfeld geht, man muss von Fels zu Fels bzw. Stein zu Stein und der Weg ist nur durch gelbe Farbpunkte markiert. Wir trafen ein paar, die dort umkehrten. Aber, wie gesagt: Anstrengend, aber zu machen. Der Wasserfall selbst war nicht so spannend, fand ich, ich hätte da auch nicht baden wollen, aber der Weg ist insgesamt sehr schön mit der Brandung und dem grandiosen Regenwald. Wir haben sogar einen Knysna gesehen! :thumbup:

Addo Elephant Park

Am nächsten Tag gings dann zum Addo mit kurzem Stopp zum Tanken und Geld abheben in P.E. - hier eine wichtige Warnung: Man kommt auf dem Weg Richtung Addo durch einen Vorort Bluewater Bay. Sieht von der N22 ganz gut aus und wir dachten uns, dass wir dort an einem Einkaufszentrum gut Geld abheben könnten. Geht glaub ich vielen so, das drängt sich an der Stelle fast schon auf. Nun, letztlich war das dann die einzige brenzlige Situation der ganzen Reise. :thumbdown: Mitten am Tag bei vollem Parkplatz und vielen Leuten wurde mein Freund dann beim Abheben von einem Typ, der plötzlich bei ihm war, bedrängt und der tippte auf dem Tastenfeld rum und hatte dann schon fast die Karte in der Hand. Stefan ließ es dann bleiben und kam zurück zum Auto, und weil ich das Ganze aus der Entfernung beobachtet hatte und aus Versehen die Auto-Alarmanlage ausgelöst hatte, kam ein Security-Typ des Supermarktes in dem Moment zum Auto. Als wir ihm das Ganze geschildert hatten, begleitete er Stefan zum Automaten und wir zogen doch noch Geld. Nach einem Trinkgeld kam der Security kurz darauf noch mal mit einem Kollegen zum Auto und meinte, dass wir immer sehr vorsichtig beim Abheben sein sollten und dass sie diese Bande da immer hätten. Sie könnten nur nichts machen und hätten auch Angst, denn wenn man denen in die Quere komme, würden sie einen direkt erschießen. ;( ;(
Also: Am besten in einer Bank abheben, wo Security ist. Geht vielleicht nicht immer, aber wir haben unsere Lektion gelernt. :S
Im Addo angekommen meldeten wir uns für Sunset Drive und Morning Drive an und bezogen unser super Rondavel :thumbup: mit Blick aufs Wasserloch. Klare Empfehlung!! Abendessen gabs im Restaurant, super Steak (trotz Kette).
Der Sunset Drive war schön zum Ankommen, ebenso der Morning Drive, wo wir die erste richtig spannende Löwensichtung hatten (laut Guide zwei Brüder). Danach ging es nach einem Frühstück auf der Terrasse stundenlang auf eigene Faust durch den Park. Hat riesig viel Spaß gemacht. :thumbsup:
Am nächsten Morgen sahen wir auf unserer Abschiedsrunde vor der Fahrt zum Flughafen sogar noch mal die Löwen, wohl die vom Vortag, direkt in der Nähe des Gates.
Der Addo war für uns als absolute Neulinge toll, und mit unserem KIA hatten wir übrigens straßentechnisch überhaupt keine Probleme.

St. Lucia

Von P.E. ging es mittags mit dem Flugzeug (BA) über die Wild Coast nach Durban, wo wir dann einen Toyota Etios in Empfang nahmen. Es ging direkt nach St. Lucia in die Lodge Afrique, die wir auf jeden Fall auch empfehlen können! :thumbup: Es war schon fast dunkel und wir fuhren zum Essen zum Ocean´s Basket, das war lecker! Auf dem Rückweg sahen wir tatsächlich Flusspferde am Straßenrand grasen. Verrückt.
Am nächsten Tag ging es schon um acht nach einem leckeren Frühstück (was überraschenderweise mit drin war, wir dachten wir haben ohne Frühstück gebucht) mit ShakaBarker in einem Jeep (mit nur zwei anderen Teilnehmerinnen) auf "World Heritage Tour" in den iSimangaliso Wetland Park bis zum Cape Vidal und zurück. Eine tolle Tour, wenngleich man viele Streckenabschnitte auch selbst hätte fahren können. Aber es waren auch offroad-Teile dabei und wir hatten tolle Sichtungen, u.a. Fischadler, viele Antilopen, Zebras, Büffel und sogar ein Black Rhino! Mittags gabs Braai.
Direkt im Anschluss an die Tour fuhren wir dann direkt von ShakaBarker zum Fluss und machten noch die Hippo-Tour, denn die Hippos waren wider Erwarten nicht bei der anderen Tour dabei gewesen. Da hatten wir die Tourbeschreibung nicht richtig gelesen. :whistling: Das war auch noch mal richtig super, die Flusspferde zu beobachten. Wir fanden es auch toll, dass uns auch andere Dinge erklärt wurden und wir zB auch etwas über Vögel oder die großen Krebse erfuhren, die an der Flussböschung leben und sehr witzig zu beobachten sind.
Abendessen gabs dann im St Lucia Ski Boat Club, es war leider schon dunkel, aber die Pizza war superlecker!

Hluhluwe-iMfolozi

Zum Abschluss der Reise verbrachten wir noch zwei Nächte im Mpila Camp in einem Chalet. Für ein Zelt waren wir nicht mutig genug gewesen, und obwohl ich das Chalet und den Ausblick traumhaft fand, :thumbup: , würde ich nächstes Mal das Zelt ausprobieren! Etwas schade war, dass wir direkt in der Nähe der Straße waren und so viel von den Autos mitbekommen haben, die auch nach Gateschließung rumdüsten. Wahrscheinlich waren das Angestellte des Parks, die ja auch im Park wohnen. Der Park an sich war fantastisch und kam uns viel größer und wilder vor als der Addo (größer ist er aber meines Wissens gar nicht, oder?). Bereut haben wir, dass wir für diese letzten vier Tage nach dem Inlandsflug keinen SUV gebucht oder upgegraded hatten. Da haben wir an der falschen Stelle geparkt, denn die Straßen waren im Park in einem miserablen Zustand und wir hatten einige Situationen, wo wir uns große Sorgen um den Unterboden gemacht haben. :thumbdown:
Es war ansonsten totaaaaal trocken und die meisten Wasserlöcher waren ausgetrocknet. Trotzdem hatten wir schöne Sichtungen, ganz viele White Rhinos, Giraffen, Elefanten, Antilopen, Vögel, Büffel, Baboons... Der Hluhluwe-Teil war etwas grüner. Dort haben wir einmal Pause im Hilltop Camp gemacht. Die Strecke von Mpila sollte man nicht unterschätzen, das ist weit! Das Hilltop Camp wirkte auch nicht übel, wenn man mehr als zwei Nächte im Park ist, würde ich überlegen, die Übernachtungen aufzuteilen.
Einen toller Spot, an dem man sicher ganz lange stehen und warten kann, haben wir erst kurz vor der Abfahrt entdeckt: Auf der Karte (am Eingang kaufen, lohnt sich sehr!) ist das im iMfolozi-Teil der mit einem Stern markierte Aussichtspunkt bei Nr. 17. Wahnsinn, wir konnten riesige Herden von Antilopen beobachten, die nacheinander zum Trinken an den Fluss kamen. Hätten wir mehr Zeit gemacht, hätten wir vielleicht auch beobachten können, wie die Löwen sich dort ihr Mittagessen holen... Katzen haben wir übrigens gar keine gesehen. Schon witzig: Im Addo sind es wohl weniger als 10 und wir haben sie zweimal gesehen, im Hluhluwe-iMfolozi angeblich um die 200 und wir haben sie "nur" nachts gehört. :| Aber wie lautete der typische Guide-Spruch: "Expect nothing, and if you see something, take it as a bonus!". :thumbsup:

Rückflug

Noch ein kurzes Wort zum Rückflug mit Emirates von Durban über Dubai nach Düsseldorf: Es war anstrengend, da es sehr lange Flüge waren, die Flieger voll bis auf den letzten Platz und (da hatten wir wohl Pech) das Personal leider sehr unfreundlich und überfordert. Das Entertainment war dagegegen Emirates-typisch sehr gut. Der Aufenthalt in Dubai am frühen Morgen war nicht so entspannt, es gab dort vor dem Gate, das erst kurz vor Abflug öffnete, bei weitem (!) nicht genug Sitzplätze und alles war total überfüllt. :thumbdown: Fazit: Ich würde auf jeden Fall bei einer nächsten Reise eher ein bisschen mehr zahlen und dann den kürzest möglichen Flug aussuchen. Am besten direkt. Aber geht halt nicht immer!

Gesamtfazit

Es war ein wunder-, wunderschöner Urlaub. :saflag: Wir sind große Fans geworden!!! Tausend Dank an das Forum und vielen Dank für euer Interesse! :danke: :danke: :danke:

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Bär

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Dienstag, 28. April 2015, 18:04

Super, Katharina. Danke, es hat sich auch ohne Fotos gelohnt! :danke: Schon wegen der sehr konkreten Warnung.

Wir haben sogar einen Knysna gesehen! :thumbup:

Ja, Knysnas gibt es ein paar im Tsitsi. Man hört sie meistens nur. Mit Nachnamen heißen die übrigens Lourie. :D

kam uns viel größer und wilder vor als der Addo (größer ist er aber meines Wissens gar nicht, oder?)

Addo ist größer als der Hluhluwe-iMfolozi.

Auf der Karte (am Eingang kaufen, lohnt sich sehr!) ist das im iMfolozi-Teil der mit einem Stern markierte Aussichtspunkt bei Nr. 17. Wahnsinn, wir konnten riesige Herden von Antilopen beobachten, die nacheinander zum Trinken an den Fluss kamen.

Ich nehme an, Du meinst den oberhalb des Black iMfolozi River am Ende des Sontuli Loops. Ja, der ist schön.

Noch ein kurzes Wort zum Rückflug mit Emirates von Durban über Dubai nach Düsseldorf

Ich bin auch kein Fan von Emirates. Wir haben Ähnliches erlebt. Das muss ich nicht nochmals haben...
'


*** Wenn du nicht mehr weißt, wohin du gehen sollst, halte inne und schau zurück, woher du gekommen bist. (Sprichwort aus Afrika) ***

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toetske

oorbietjie

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Samstag, 9. Mai 2015, 23:24

:danke: Katharina,

Dein Reisebericht fand ich sehr interessant, auch wenn er eher kurz und ohne viel Bilder war.

Welch ein Glück dass ihr die Wale gesehen habt!
aber auch sehr schade wegen der Brände. Vielleicht ergibt sich in Zukunft ja noch die Gelegenheid die Gegend mal in "normalen" Umständen anzusehen :D

Übrigens: die Zelte im Mpila sind wirklich ein tolles Erlebnis!

VG. Toetske
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Fernweh2015 (10. Mai 2015, 17:57)