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gerical

Viel zu selten in Afrika

  • »gerical« ist der Autor dieses Themas

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Dienstag, 23. Juni 2015, 18:00

Unsere facettenreiche Südafrikareise 2015: eine kulinarische Erkundungstour am Kap, wandern in der Barriere aus Speeren, staunen am Ort der Wunder und braaien im Busch

Prolog
Mit einem herzlichen sawubona ninjani melde ich mich wieder zurück :saflag: ! Hinter mir liegen Monate des vielen Arbeitens, aber auch eine wunderschöne Reise nach Südafrika zusammen mit meiner Freundin und meinen Eltern. Ich möchte mich nun, da ich zurück bin wieder etwas mehr im Forum einschalten und als Dank für viele nützliche Tipps einen Reisebericht verfassen. Besonders möchte ich mich beim Bären bedanken, hier vor allem für die vielen Tipps zum Mietwagen. Letztendlich ist es der von ihm vorgeschlagene Toyota Fortuner von Avis geworden, mit dem wir zu viert inklusive Bergen von Gepäck dann auch äußerst bequem und sicher durch Südafrika gefahren sind. Mein Reisebericht wird ein Mix aus kurzen Zusammenfassungen einiger Etappen und der detaillierten Beschreibung einzelner Tage sein. Immer wenn mir danach ist, ich besondere Anekdoten mit euch teilen möchte oder die Informationen als wichtig für das Forum erachte, werde ich auf eine ausführlichere Beschreibung zurückgreifen. In Abhängigkeit meines Terminkalenders und des Sommerwetters wird dieser Bericht sicherlich wieder einige Geduld bis zur Fertigstellung erfordern - zudem möchte ich mir auch die vielen neuen Reiseberichte im Forum nicht entgehen lassen. Und wer schon heute den Einstieg erwartet, den muss ich leider enttäuschen: zunächst müssen Bilder und Videos gesichtet, sortiert und ausgesucht werden. Die heutige Rückmeldung möchte ich dennoch nutzen um schon einmal die Route und deren Organisation vorzustellen, und euch einen kleinen Vorgeschmack auf eine erlebnisreiche und wundervolle Reise zu geben.


Hintergrund und Vorbereitung
Im Jahr 2015 gab und gibt es eine Menge zu feiern: runde Geburtstage und wichtige Karriereschritte. Was liegt da näher als sich zusammen zu tun und diese Ereignisse durch den gemeinsamen Besuch eines wunderschönen Landes entsprechend zu würdigen :thumbup: . Also entschlossen meine Freundin und ich (beide 28 Jahre jung) uns, Südafrika ein zweites Mal zu bereisen und dabei meine Eltern (beide 60 Jahre alt ;) ) mitzunehmen. Vorstellungen und Wunschlisten (Wein! Pinguine! Wandern! Giraffen und Hippos!) wurden ausgetauscht, Terminkalender abgecheckt und so entstand die folgende Route, die zumindest für meine Freundin und mich altbekanntes, liebgewonnenes (Kapstadt und Weingegend) mit neuem, aufregendem (die Rundreise ab Jo’burg) verbinden sollte. Reisezeit war dabei der südafrikanische Spätherbst.



Die Route

18.05.2015: Flug mit SAA von Frankfurt über Johannesburg bis Kapstadt

19.05.-21.05.2015: 2 ÜN Summerwood Guesthouse, Stellenbosch: Wein & Genuss

21.05.-25.05.2015: 4 ÜN Anchor Bay Guesthouse, Greenpoint, Kapstadt: eine Weltmetropole eingebettet zwischen Meer und Tafelberg. Wir genießen gutes Essen, bestaunen blühende Aloes am Kap und stürmen den Tafelberg

25.05.2015: SAA Flug Kapstadt - Jo‘burg

25.05.-27.05.2015: 2 ÜN Highlands Mountain Retreat, Golden Gate Highlands National Park: ein Traum in Rosa, Silber und Gold

27.05.-29.05.2015: 2 ÜN Thendele Upper Camp, Royal Natal Nationalpark: wir tauchen ein in eine Barriere aus Speeren, erkunden eine Schlucht und bestaunen die Kunst der San

29.05.-31.05.2015: 2 ÜN Nselweni Bush Camp, Hluhluwe-iMfolozi Game Reserve: Bushfeeling pur!

31.05.-03.06.2015: 3 ÜN Lodge Afrique, St. Lucia: Palmen- und Buschsavannen, Seen, endlose Strände und Urwälder. Oder in einem Wort: iSimangaliso

03.06.-04.06.2015: 1 ÜN Bee Hive Huts, Mlilwane Wildlife Sanctuary (Swaziland): Übernachten in Bienenstöcken und nette Nachbarn am Lagerfeuer

04.06.-05.06.2015: 1 ÜN Silverstone Falls Guest Lodge, Mbabane (Swaziland): Eine Oase im Ezulwini Valley

05.06.-07.06.2015: 2 ÜN Biyamiti Bush Camp, Krüger National Park: Krüger Teil I oder: wir halten auch für Vögel und Impalas

07.06.-09.06.2015: 2 ÜN Satara Rest Camp, Krüger National Park: Krüger Teil II oder: no cats in cat country

09.06.-11.06.2015: 2 ÜN Dar Amane Guest Lodge, Graskop: von Wasserfällen und Schluchten

11.06.2015: SAA Flug Jo’burg – Frankfurt



Organisation
Recherche, Reiseführer und Karte:bei der Buchung der Mietwagen erhielten wir kostenlos einen ausführlichen Straßenatlas für das südliche Afrika. Für die Kapregion hatten wir ja noch den Reiseführer von Iwanowski’s (Kapstadt und Gardenroute), der diese Region ausführlich beschreibt und dem eine gute Straßenkarte von Südafrika beiliegt. Der aktuelle Reiseführer aus dem Reise Know-How Verlag begleitete uns die Rundreise über. Leider enthält diese Version zahlreiche nicht mehr aktuelle Beschreibungen/Angaben. Wie allerdings schon einmal vermerkt, hebt sich dieser Reiseführer dennoch im Umfang und Details deutlich von anderen Anbietern am Markt ab, und ist somit für denjenigen, der etwas in der Hand halten möchte, nahezu alternativlos. Doch wie die meisten greife auch ich mittlerweile überwiegend auf das Internet zurück. Die wichtigsten Infos (Wanderungen, Supermärkte, Straßenzustand, etc.) findet man hier eh bequemer, aktueller und ausführlicher als es jedem Reiseführer möglich sein kann. Alle wichtigen Fakten notiere ich in einem handlichen Notizbuch, das uns dann während der Reise treu begleitet.

Ich werde wichtige Homepages, die ich bei der Recherche genutzt habe, in dem jeweiligen Abschnitt verlinken. Einige, die ich allgemein oft genutzt habe – neben dem unersetzlichen Forum natürlich – sind: (Der Link ist für Gäste ausgeblendet. Um ihn zu sehen, bitte registrieren!) , (Der Link ist für Gäste ausgeblendet. Um ihn zu sehen, bitte registrieren!) , (Der Link ist für Gäste ausgeblendet. Um ihn zu sehen, bitte registrieren!) , (Der Link ist für Gäste ausgeblendet. Um ihn zu sehen, bitte registrieren!) , (Der Link ist für Gäste ausgeblendet. Um ihn zu sehen, bitte registrieren!) (jetzt mit neuem Blog: (Der Link ist für Gäste ausgeblendet. Um ihn zu sehen, bitte registrieren!) ), (Der Link ist für Gäste ausgeblendet. Um ihn zu sehen, bitte registrieren!) .
Dazu kommen die online Ausgaben von Getaway und go! – dort lohnt es sich zu stöbern.



Flug: die Buchung der Flüge erfolgte über ein Reisebüro. Die detaillierten Beschreibungen der Flüge erfolgt in den zugehörigen Kapiteln, aber ich kann schon einmal vorweg nehmen, dass SAA vier sehr zufriedene Kunden mehr hat.


Unterkünfte: alle Unterkünfte wurden vorgebucht. Die B&Bs wurden meist über die eigene Homepage gebucht; falls dies nicht möglich war, erfolgte die Buchung über ein bekanntes Buchungsportal. Die SANparks-Unterkünfte wurden erneut problemlos online über die Homepage gebucht, so verfuhren wir auch mit den durch Ezemvelo bereitgestellten Unterkünften – auch hier lief alles tadellos.


Mietwagen: der Vermieter beider Mietwagen war Avis. Gebucht wurde über ein Reisebüro zu günstigeren Konditionen, als bei Mietwagenbrokern angezeigt. Der Toyota Avanza war für eine Woche, in der die Koffer überwiegend in der Unterkunft verblieben, die optimale Lösung. Es war ausreichend Platz um das Gepäck zu überführen, ohne Gepäck war es auch ansonsten zu viert bequem. Nur der Motor könnte etwas leistungsstärker sein, irgendwie kam es einem so vor, als wäre man immer hochtourig unterwegs, was laut angezeigter Drehzahl aber nicht so war. Der Toyota Fortuner war die optimale Lösung für die Rundreise: sehr angenehm zu fahren, ausreichend Platz um auch längere Strecken zu viert, inklusive zugehörigem Gepäck, bequem zurückzulegen und mit tollem Fahrverhalten bei schwierigem Fahrbahnbelag. Wir schwärmen heute noch…Der Zustand des Avanza war ok, der des Fortuners tadellos (KM-Stand zu Beginn: 13.000 km). Zu beiden Autos mieteten wir Navigationsgeräte. Die Mitarbeiter von Avis waren freundlich und relativ zügig.


Restaurants: ein Großteil der Restaurants in Stellenbosch und Kapstadt wurde vorgebucht


Wildcard: bestellt bzw. verlängert von Zuhause aus, was bei einem Erstbesuch des Kaps den Umweg über Tokai vermeidet


Kostenaufstellung: eine detaillierte Aufstellung aller Kosten erfolgt am Ende des Berichts


Technisches Equipment
Auch diese Reise wurde wieder bebildert und verfilmt, zur Ausrüstung diente mir dabei wie schon zuvor eine Nikon D5000 inklusive eines Nikkor AF-S DX 18-105 mm f3,5-5,6 Reiseobjektivs und eines Nikkor AF-S f4,5-5,6 Zoomobjektivs. Zudem kam bei dieser Reise meine nagelneue Nikon D7200, sowie das Tamron AF SP 70-200/2.8 Di VC USD zum Einsatz. Vor allem bei den Game Drives war es ein angenehmer Luxus, zwei Kameras zur Hand zu haben. Grundsätzlich wurde die D7200 immer für den Schwerpunkt genutzt, d.h. bei der Landschaftsfotografie in Kombination mit dem 18-105er und bei der Tierfotografie überwiegend mit dem 70-200er (die fehlende Brennweite gegenüber dem 70-300er macht es mMn durch die bessere Bildqualität wett). Die Objektivgläser sind jeweils mit einem UV-Filter der Marke B+W geschützt. Für die Food Fotografie verwendeten wir überwiegend die Fuji Finepix X10 meiner Freundin, meine Eltern waren zudem mit einer Sony Nex6 inklusive 18-55 und 55-210 mm Objektiven und der Sony CyberShot DSC-HX400V unterwegs. Gefilmt wurde mit der Panasonic HDC-SD66. Unentbehrlich waren dieses Mal die Ferngläser und so waren wir mit insgesamt dreien ausgestattet. Dies war definitiv nicht zu viel! Ich besitze ein Burris Colorado 10x40 Fernglas, was mich sehr zufrieden stellt und auch bei wenig Licht noch gute Sicht bietet.


Vorschau
Wer Lust auf gute Weine und leckeres Essen hat, mit uns in den Drakensbergen nach einem Wandertag am Kamin entspannen möchte, bereit ist unser Grillfleisch gegen eine Hyäne und unser Picknick gegen Meerkatzen zu verteidigen, gerne den Geräuschen des Busches lauscht und nicht zu viele Katzen erwartet, sich dafür aber über spielende Elefantenbabys, bunte Vögel und fast hautnahe Nashorn- und Giraffenbegegnungen freut :love: , der darf gerne mit einsteigen. Früh aufstehen ist Pflicht, denn malerische Sonnenaufgänge warten nicht auf Langschläfer! Ein wenig Geduld, dann geht es los…



"It is a law of life that problems arise when conditions are there for their solution." W. Sisulu

Reiseberichte:
https://www.suedafrika-forum.org/reise-informationen/7166-reisebericht-suedafrika-rundreise-november-2013-kaphalbinsel-de-hoop-garden-route-addo-karoo-kapstadt/
https://www.suedafrika-forum.org/reise-informationen/8535-unsere-facettenreiche-suedafrikareise-2015-eine-kulinarische-erkundungstour-am-kap-wandern-in-der-barriere-aus-speeren-staunen-am-ort-der-wunder-und-braaien-im-busch/

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sunny_r

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Dienstag, 23. Juni 2015, 19:30

Da gehe ich aber gerne mit auf Reisen :danke:
Das verkürzt dann die Zeit bis zu unserem Trip im September

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Bearpair (2. April 2016, 22:28), gerical (26. Juni 2015, 14:20)

MichaelS

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Dienstag, 23. Juni 2015, 20:37

Der Anfang klingt ja schon mal gut. :danke:

Lass und nicht so lange warten!
(1988, 1990/91, 1994, 1996/97, 1999, 2003, 2005, 2006, 2007, 2008, 2012/13 und 2017)

http://meine.flugstatistik.de/Meisterhoppel

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gerical (26. Juni 2015, 14:20)

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Dienstag, 23. Juni 2015, 21:25

Sehr schöner Einstieg, macht Lust auf mehr! Bitte schnell weiter schreiben! :D

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gerical (26. Juni 2015, 14:20)

Sylti

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Mittwoch, 24. Juni 2015, 07:13

Ich bin sowas von dabei und extra früh wach :thumbsup:
Eine super Übersicht, so etwas hätte ich für meinen Reisebericht damals auch machen sollen :thumbup:

:danke:

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gerical (26. Juni 2015, 14:20)

Zirkusfloh

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Mittwoch, 24. Juni 2015, 09:13

Ja, ich steh auch immer schon ganz früh auf und freue mich auf Deinen Bericht. :saflag:

Hier werde ich bestimmt noch viele Dinge für unseren Trip im nächsten Jahr herausziehen können.

Die Übersicht ist klasse, werde ich bei meinen eigenen Reisetagbüchern der Vergangenheit noch ergänzen.

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gerical (26. Juni 2015, 14:20)

kalayda

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Mittwoch, 24. Juni 2015, 10:18

Toll, da bin ich dabei, freue mich schon auf den Bericht! :D

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gerical (26. Juni 2015, 14:20)

Cassandra

der weg ist das ziel

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Mittwoch, 24. Juni 2015, 13:58

Ich freu mich auch auf mehr :thumbup: :D und bin vorfreudig.

LG Eva

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gerical (26. Juni 2015, 14:20)

gerical

Viel zu selten in Afrika

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Freitag, 26. Juni 2015, 14:22

Hi @ all,

ein großes Dankeschön für die vielen Rückmeldungen :danke: ! Das motiviert mich sehr, mich beim sortieren der Fotos zu beeilen. Ich hoffe, ich kann dann bald loslegen.

Lg,
Richard
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Reiseberichte:
https://www.suedafrika-forum.org/reise-informationen/7166-reisebericht-suedafrika-rundreise-november-2013-kaphalbinsel-de-hoop-garden-route-addo-karoo-kapstadt/
https://www.suedafrika-forum.org/reise-informationen/8535-unsere-facettenreiche-suedafrikareise-2015-eine-kulinarische-erkundungstour-am-kap-wandern-in-der-barriere-aus-speeren-staunen-am-ort-der-wunder-und-braaien-im-busch/

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ClaudiaC. (29. Juni 2015, 11:09), toetske (28. Juni 2015, 00:24)

gerical

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Mittwoch, 20. Januar 2016, 20:23

Hi alle miteinander,

nach stressigen, aber schönen Feiertagen, ein bisschen Urlaub und einigen Erledigungen melde ich mich im neuen Jahr zurück. Und das gleich mit guten Vorsätzen: denn ich werde meinen Reisebricht weiterschreiben. Eigentlich könnte ich ja bis zur Verjährung warten und mich damit beschäftigen die vielen schönen und wesentlich aktuelleren Reiseberichte im Forum zu verschlingen. Letzteres hole ich definitiv auch noch nach, aber da die Fotos mittlerweile eh sortiert sind und ich auch den Text schon längst verfasst habe, möchte ich euch unsere Erlebnisse am Kap nicht vorenthalten. Wie oben schon beschrieben, werde ich dabei zwischen einem chronologischen Reisetagebuch und inhaltlichen Zusammenfassungen wechseln. Ich hoffe die weiteren Teile gefallen euch und helfen dem einen oder anderen Fomi bei der Planung seiner Südafrika Reise. Los geht's mit dem Flug und unserer ersten Station.


18.05 & 19.05.2015 Anreise und Ankommen in Stellenbosch

Ich liebe es, wenn eine Anreise perfekt funktioniert. Und tatsächlich lief wirklich alles reibungslos. Der Zug brachte uns pünktlich vom Ruhrgebiet bis zum Frankfurter Flughafen. Dort angekommen lief vom Check-in bis zum Boarding alles glatt, nur der Lärm der Montagsdemo passte nicht so ganz zum aufkommenden Urlaubsfeeling. Davon ließen sich zumindest die beiden Mädels und ich uns allerdings nicht stören und so nahmen wir drei völlig entspannt unsere Sitzplätze in der Maschine der SAA ein, während mein Vater noch mit den Strapazen für sein Trommelfell haderte.

Boarding-time


Im Flugzeug selbst fühlte man sich schon fast wie in Südafrika! Wir genossen das im Vergleich zu unseren letzten Flügen ausreichende Platzangebot, die vorab kostenfrei reservierte Zweiersitzreihe am Fenster sorgte für ein Gefühl der Privatheit, der Service war sehr aufmerksam und zuvorkommend (wobei die Stewardess beim Rückflug etwas zickig wirkte. Komischerweise hatten wir bei unseren zwei Reisen nach Südafrika tolle Crews auf dem Hinflug, und etwas weniger motivierte Crews auf dem Rückflug – wer weiß, vielleicht ist das ja destinationsbedingt) und das Entertainment Programm war überragend - eine riesige Filmauswahl, mit wirklich vielen, gut ausgesuchten aktuellen Filmen. Der erste Appeltiser des Urlaubs rundete das Erlebnis ab, und so schliefen wir alle nach dem flugzeugtypischen Abendessen und einem Film (Ex Machina) ein.

Willkommenspaket


Es ist immer wieder ein Erlebnis den Sonnenaufgang im Flugzeug zu erleben. Über Afrika ist das irgendwie nochmal ein ganz besonderes Gefühl. Leider saßen wir auf der falschen Seite.


Schon bald nach Sonnenaufgang näherten wir uns Johannesburg mit seinem imposanten Stadion und den unendlichen Vororten. Wir landeten schließlich ziemlich pünktlich um 7 Uhr 25, bis wir dann aus dem Flieger gestiegen waren dauerte es allerdings eine Weile und so hofften wir auf eine unkomplizierte Einreise, da unser Inlandsflug nach CT ja schon um 9 Uhr 10 startete. Und letztendlich klappte alles wunderbar, wir passierten schnell die Immigration und auch unser Gepäck lag schnell auf dem Band. Dieses gaben wir auch direkt am dafür vorgesehenen Schalter ab. Auf dem Weg zu den Domestic Terminal wurden wir auch schnell von einem der Jungs abgefangen, der uns dann im Anschluss zügig zu den Sicherheitskontrollen geleitete – leider hatten wir nur noch ein paar Rand vom letzten Urlaub übrig und so gaben wir noch etwas von unserer Währung dazu. Im Flugzeug nach CT saßen wir in einer Dreierreihe zusammen mit einer Südafrikanerin, die uns begeistert Urlaubsbilder aus der Serengeti zeigte.

Aufgrund des mittelmäßigen Wetters in Kapstadt sahen wir beim Landeanflug leider nicht ganz so viel von der Stadt, nach pünktlicher Landung war es aber dennoch ein tolles Gefühl, nun so richtig in Südafrika angekommen zu sein. Wir nahmen unser Gepäck entgegen, besorgten uns bei der sehr freundlichen und kompetenten Mitarbeiterin im Vodacom Shop zwei südafrikanische prepaid Telefonkarten mit je 1 GB Datenvolumen und nahmen bei Avis unseren Toyota Avanza in Empfang. Und los ging es, mittlerweile mit einer gewissen Routine im Linksverkehr, nach Stellenbosch – nur der Scheibenwischer kam wieder häufiger zu Einsatz als nötig. Zunächst ging es vorbei an den Townships und dann weiter in Richtung der Berge, bis wir bei unserer ersten Unterkunft, dem Summerwood Guesthouse in Stellenbosch, ankamen.

Summerwood Guesthouse, Stellenbosch
Hier fühlten wir uns während der beiden ersten Tage in Südafrika äußerst wohl. Wir wurden freundlich in Empfang genommen und bekamen auch direkt alle notwendigen Informationen, sowie LED-Weckgläser für unsere erste Loadshedding Erfahrung am Abend. Die Gastgeberinnen sind freundlich und hilfsbereit, halten allerdings Distanz zu ihren Gästen – etwas, was ich in solchen privaten Guesthouses ja immer etwas schade finde. Die Lage fanden wir ziemlich günstig. Man wohnt etwas außerhalb, jedoch ist man dennoch sehr schnell in der Innenstadt und gleichzeitig rasch bei den ersten Weingütern im Jonkershoek Tal. In der Gegend joggten auch abends noch viele Menschen und ein Spar war in unmittelbarer Nähe.

Das Anwesen war wirklich schön, es gab ausreichend Parkplätze, einen kleinen Garten mit recht großem Pool, der uns allerdings im Spätherbst zu kalt war.


Meine Freundin und ich entschieden uns für Zimmer 8, das einzige Zimmer im 2. Geschoss. Es war sehr geräumig, sehr sauber, uns gefiel der Einrichtungsstil und wir hatten auch ein wenig Aussicht auf die Weingegend.




Dazu gab es einen gemütlichen Aufenthaltsbereich mit honesty Bar, sowie natürlich den Frühstücksraum.
Uns gefiel das Frühstück ziemlich gut, die Eierspeisen wurden frisch zubereitet, es gab neben Toasts sogar dunklere Brötchen, das Angebot an Aufschnitt empfand ich für südafrikanische Verhältnisse sogar als überdurchschnittlich, auch wenn ich mich als Käseliebhaber wohl nie an den morgendlichen Cheddar gewöhnen werde. Besonders gut gefiel uns die große Auswahl an Nüssen und vor allem Obst (trocken und frisch), was gerade für Müslifans wie meine Freundin ziemlich wichtig ist. Der Kaffee kam aus einer Nescafé-Maschine.

Insgesamt gefiel uns das Summerwood Guesthouse also trotz der fehlenden persönlichen Note ziemlich gut; in meinem Ranking gibt es dafür ne 2+.

Stadterkundung Stellenbosch
Am ersten Tag wollten wir entspannt ankommen und da nun die Sonne die Wolkendecke immer weiter auflockerte, unternahmen wir, nachdem wir uns etwas frisch gemacht hatten, einen kleinen Stadtspaziergang. Wir fuhren in die Innenstadt von Stellenbosch, wo die Dorp Street unsere erste Anlaufstelle war. Einerseits, weil dort viele gut erhaltene kapholländische Häuser stehen, andererseits wollten wir uns nach dem langen Flug stärken, was wir in dem kleinen Café „The Blue Crane & The Butterfly“ taten. Dort gab es wirklich guten Cappuccino und leckere Sandwiches.


Nun ging es mit frischem Elan durch Stellenbosch. Ich mag die Stadt einfach: natürlich wegen der vielen jungen Menschen, es ist für eine Kleinstadt relativ lebendig, aber besonders beeindruckt mich das gut erhaltene architektonische Ensemble in der Innenstadt mit den einzigartigen kapholländischen Gebäuden. Hier ein paar Eindrücke von unserem Stadtspaziergang.











Nach Erkundung der Stadt ging es wieder zurück ins Guesthouse. Es war nun schon fast dunkel, umso mehr aufgrund des Loadsheddings. Wir fanden Dank der LEDs dennoch unsere Abendkleidung und bald darauf manövrierte unser Taxi uns sicher durch das elektrizitätslose und damit chaotische Stellenbosch zu unserem ersten Dinner in diesem Urlaub.
Wo dies stattfand erfahrt ihr im nächsten Teil, in dem ich vorstelle, welche kulinarischen Genüsse die Weingegend für uns bereithielt.
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Reiseberichte:
https://www.suedafrika-forum.org/reise-informationen/7166-reisebericht-suedafrika-rundreise-november-2013-kaphalbinsel-de-hoop-garden-route-addo-karoo-kapstadt/
https://www.suedafrika-forum.org/reise-informationen/8535-unsere-facettenreiche-suedafrikareise-2015-eine-kulinarische-erkundungstour-am-kap-wandern-in-der-barriere-aus-speeren-staunen-am-ort-der-wunder-und-braaien-im-busch/

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parabuthus

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Mittwoch, 20. Januar 2016, 23:37

Hallo Richard,

gerade jetzt im Winterwonderland Germany gibt es nichts schöneres als einen neuen Reisebericht mit vielen Stationen, die ich selber kennen lernen durfte oder hoffentlich bald sehe.

Ich bin mächtig gespannt, wie es euch ergangen ist.

LG und :danke:

Christian

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kOa_Master (21. Januar 2016, 13:40), gerical (21. Januar 2016, 12:08)

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Donnerstag, 21. Januar 2016, 13:16

@ Christian: Danke für dein Feedback :danke: . Ich freu mich, dass du mitreist und vielleicht sind in meinem Bericht ein paar nützliche Infos für deinen KZN-Aufenthalt enthalten.
Bevor wir dort ankommen, erkunden wir aber zunächst weiter die Kapregion!


Kulinarische Erlebnisse in der Weinregion

Restaurants

Makaron
Am ersten Abend dinierten wir im Makaron, dem Restaurant des Majeka Hauses. Hier hatten wir das Glück, einem besonderen Event beiwohnen zu können, stand doch heute der dritte Teil der Four-Hands-Dinner Serie an. Dies bedeutet, dass die Chefköchin Tanja sich beim Kochen des Menüs die Unterstützung befreundeter Chefs einholt – bei uns war dies Michael von Delaire Graff. Die Anzahl der Gänge wurde dabei fair aufgeteilt und jeder der Köche kreierte drei Gänge. Diese wurden jeweils von einem passenden Wein begleitet. Pro Person kostete das Menü 590 ZAR, und es war jeden einzelnen Rand davon Wert!

Da wir etwas früher dort waren, leiteten wir den Abend mit einem Aperitif im gemütlichen Kaminzimmer ein.


Nachdem die Gäste in den Speisesaal gerufen wurden, stellten sich die beiden Köche kurz vor. Bevor daraufhin die Menüfolge begann, gab es zunächst eine umfangreichen Brotkorb, sowie drei verschiedene Butteraufstriche (Ziegen-, Kräuter- und normale Butter). Während des gesamten Abends wurden wir von einem Kellner aus Simbabwe begleitet. Er war äußerst schüchtern und man merkte ihm die Anspannung zu Beginn deutlich an – nach zunächst ein bisschen und nachher deutlich mehr Small-Talk wurde er aber deutlich lockerer und supernett war er eh von Beginn an. Weiter ging es mit einem Lachshäppchen, und schließlich kam der erste Gang, ein herbstlicher Salat. Wer schon häufiger mal in solchen Restaurants essen war, weiß – es schmeckt nicht unbedingt wie es aussieht und so wurde die Rote Bete zusammen mit Forellen eingelegt und ein Mousse aus gelber Bete sorgte stattdessen für den bekannten Bete Geschmack. Insgesamt stellten wir fest, dass uns die sehr experimentierfreudige Küche von Tanja zwar gefiel, wir jedoch die etwas bodenständigere Küche von Michael deutlich bevorzugten – bei unserem nächsten Besuch am Kap werden wir ihn sicherlich in seiner gewohnten Küche besuchen. Der Ochsenschwanzraviolo mit zerkleinertem Knochenmark, sowie der Flusskrebs mit Reizker-Pilzen in Jerusalemartischockenvelouté waren einfach die Highlights des Menüs, während die Geschmackszusammensetzung beim Lammcurry einfach etwas zu komplex war. Nach vier Gängen waren wir schon ziemlich satt, aber natürlich freuten wir uns über die abschließenden, in beiden Fällen grandiosen Nachtische. Die zum Menü gereichten Weine waren nicht nur lecker, sondern jeweils hervorragend mit den Gängen abgeschmeckt. So wurden wir mit einem Longridge Chardonnay zur Raviolo überrascht, während der Flusskrebs von einem Vriesenhof Grenache begleitet wurde, der perfekt mit den Pilzen harmonierte. Wir hatten also einen wahnsinnig leckeren ersten Abend, falls jemand noch keinen Hunger hat, hier eine visuelle Zusammenfassung des Menüs.



Tokara
Den zweiten Abend verbrachten wir bei Tokara. Die Glasfront sorgt für einen Blick auf das hell erleuchtete Kapstadt, das Interieur wurde durch die jüngste Modernisierung sicherlich aufgepeppt. Mit dem Kellner hatten wir erneut und wie eigentlich im gesamten Urlaub großes Glück, denn wir wurden sehr freundlich bedient und führten witzige Gespräche. Nach dem gestrigen Menü suchten wir unser Essen diesmal à la Card aus. Bei den Vorspeisen wurden wir bei der franko-japanischen Interpretation verschiedener Meeresfrüchte bzw. einer schlichten Kürbissuppe fündig. Die Meeresfrüchte waren lecker, allerdings bis auf den handwerklich perfekten Sushi Reis sicherlich nicht herausragend. Dafür war der Springbock bei meiner Hauptspeise wohl so ziemlich das zarteste Fleisch, das je meine Zunge berührt hat. Auch das überragende Rindersteak und das Risotto konnten absolut überzeugen. Der Nachtisch aus verschiedenen Mousse und Sorbets war dann ein guter Abschluss. Begleitet wurde die Vorspeise vom Chardonnay aus der Reserve Collection des Hauses, während wir zu der Hauptspeise den Cabernet Sauvignon tranken. Beide Weine aus dem Haus kannte ich schon vorher und ich bin nach wie vor der Meinung, dass sie ein exzellentes Preis-Leistungsverhältnis bieten. Hier die bildliche Zusammenfassung eines leckeren Abends:




Weingüter
Wir besuchten an zwei verschiedenen Tagen insgesamt vier Weingüter. Bei unserer Pässetour zur Küste statteten wir Stark-Condé und Glenwood einen Besuch ab. Bevor wir Richtung Kapstadt aufbrachen wollten wir den Ausblick von Tokara auch bei Tag genießen, zudem legten wir einen kurzen Stopp bei Blaauwklippen ein. Die Motivation für die jeweiligen Besuche war dabei ganz unterschiedlicher Natur.

Stark-Condé


Der Hauptgrund für den Besuch bei Stark-Condé war sicherlich die grandiose Lage des Probierraums auf einer idyllischen Insel inmitten eines Sees und eingebettet ins Jonkershoek Tal. Spätestens beim Tasting dort waren wir endgültig im Urlaub angekommen! Wir waren direkt zur Öffnung dort und da zu dieser Zeit lediglich die sehr freundliche Bedienung anwesend war genossen wir in aller Ruhe die friedliche Atmosphäre. Jeder von uns probierte fünf der angebotenen Weine (30 ZAR pro Person, pro gekaufte Flasche wurde die Gebühr einer Person verrechnet). In bleibender Erinnerung blieb uns hier jedoch nur der Red Blend Lingen.









Glenwood


Dieses Weingut liegt im Franschhoek Tal und ist nur über eine kurze Schotterstraße zu erreichen. Das verspricht herrliche Ruhe und tatsächlich waren wir die einzigen Gäste dort. Auch mit uns hatte man offenbar nicht gerechnet und so war die Rezeption unbesetzt; nach einer kurzen Suche wurden wir allerdings freundlich begrüßt und ein Tisch unter einer großen Eiche für das Tasting vorbereitet. Hier genossen wir die Aussicht auf das Gut und die umliegenden Berge an diesem herrlichen Spätherbsttag.
Das Wine-Tasting umfasste insgesamt sechs vorgegebene Weine und kostete 50 ZAR pro Person. Jeder der Weine war ausgezeichnet, und so ist es kaum verwunderlich, dass wir uns hier für die folgenden Abende eindeckten. Unter Berücksichtigung des Preis-Leistungs Verhältnisses entschieden wir uns für den Chardonnay Vigneron’s Selection (2014) und den 2013er Merlot.















Tokara


Die Weine von Tokara lernten wir schon auf einer Weinmesse in Deutschland kennen. Der Hauptgrund für den Besuch war daher die Möglichkeit vom Marketing Manager Mark, den wir auf besagter Messe kennen lernten, privat über das Gelände geführt zu werden. Entgegen der Aussage des Kellners am Vorabend war dieser jedoch leider nicht anwesend und so begnügten wir uns mit einem schlichten Tasting bei herrlicher Aussicht über die Weinberge und Olivenhaine des Guts. Gerade die Weine der Reserve Collection finde ich durchgängig klasse, aber auch der Brandy und die Oliven lohnen einen Besuch. Tokara zählt zu den modernen Weingütern der Region. Kunstwerke sind hier ein auffälliger Bestandteil der Inneneinrichtung.










Blaauwklippen


Der Grund für diesen Zwischenstopp war der exzellente Dessertwein Before & After, mit dem wir nun Zuhause an besonderen Abenden die Sehnsucht nach Südafrika stillen oder ein gutes Essen abschließen. Im Vergleich zu unseren letzten Besuch hatte sich einiges geändert uns so ist der Probierraum umgezogen und parallel umdesignt worden. Wir nahmen uns dann doch ein bisschen mehr Zeit, probierten den Jubiläums-MCC Diva und schlenderten noch ein wenig auf dem Gelände entlang, denn sicherlich gehören die Gutshäuser zu den architektonisch schönsten kapholländischen Gebäuden der Weinregion.

"It is a law of life that problems arise when conditions are there for their solution." W. Sisulu

Reiseberichte:
https://www.suedafrika-forum.org/reise-informationen/7166-reisebericht-suedafrika-rundreise-november-2013-kaphalbinsel-de-hoop-garden-route-addo-karoo-kapstadt/
https://www.suedafrika-forum.org/reise-informationen/8535-unsere-facettenreiche-suedafrikareise-2015-eine-kulinarische-erkundungstour-am-kap-wandern-in-der-barriere-aus-speeren-staunen-am-ort-der-wunder-und-braaien-im-busch/

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Donnerstag, 21. Januar 2016, 13:24

Hallo Gerical,
vielen Dank für die tollen Bilder :danke: :danke: Einfach fantastisch und eigentlich zum gleich losfahren... 8)
LG Kitty
Falls Du glaubst, dass Du zu klein bist um irgendwas zu bewirken, dann versuche mal zu schlafen, wenn eine Mücke im Zimmer ist
Dalai Lama

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gerical (21. Januar 2016, 13:27)

Aishak

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Donnerstag, 21. Januar 2016, 15:48

Hallo Gerical

Auch ich lese ganz begeistert mit! Toller Bericht! Danke.

Liebe Grüsse
Andrea

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gerical (22. Januar 2016, 12:16)

gerical

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Freitag, 22. Januar 2016, 12:45

Danke auch an euch beide für euer Feedback Andrea und Kitty!

Einfach fantastisch und eigentlich zum gleich losfahren... 8)

Bei dir ist es ja in diesem Jahr wieder so weit. Schöne Route :thumbup:


Von Pässen und Küste – 20.05.2015

An diesem Tag erkundeten wir die Weinregion des Kaps und unternahmen darüber hinaus noch einen lohnenswerten Abstecher zur Küste. Den gesamten Tag über begleitete uns herrlicher Sonnenschein und so wurde es ein traumhafter Herbsttag. Nach einem ausgedehnten Frühstück brachen wir zu unserer ersten Station Stark-Condé auf, wo wir das beeindruckende Panorama bei einer Weinprobe genossen. Anschließend führte die Fahrt über den Helshoogte Pass Richtung Franschhoek, wo wir kurz vor der Ortsdurchfahrt einen kleinen Abstecher nach Glenwood unternahmen.
Eines der Highlights auf dem Weg von Stellenbosch nach Franschhoek – der Helshoogte Pass, bei dem man unbedingt einen kurzen Fotostopp einlegen sollte.


Bei beiden Weinproben vertrödelten wir ziemlich viel Zeit – schließlich waren wir ja Urlaub. Da wir bei dem schönen Wetter allerdings nicht auf den Abstecher zur Küste verzichten wollten und eh nicht so großen Hunger hatten, entschieden wir uns das Mittagessen und einen Spaziergang durch Franschhoek ausfallen zu lassen. Bei der Überquerung des Franschhoek Passes ließen wir uns dennoch Zeit und beobachteten eine Gruppe Bären-Paviane beim Verzehr von weggeschmissenem Obst.




Bei der Weiterfahrt ergeben sich immer wieder herrliche Aussichten auf das Tal mit seinen Weingütern.




Da es bei unserem letzten Besuch des Passes heftig zu regnen anfing und daraufhin die Sicht sehr eingeschränkt war, glich die Überquerung bei Sonnenschein einer komplett neuen Erfahrung. Auf dem weiteren Weg zur Küste passierten wir den Theewaterskloof Damm und zahlreiche blühende Aloen – ein weiteres herbstliches Highlight.


Etwa bei Kleinmond erreichten wir die Küste, der wir nun bis Strand folgten. Auf dem Weg hielten wir natürlich bei der Pinguinkolonie in Betty’s Bay – ein absolutes Muss für uns vier Pinguinfans! Dort kamen wir um kurz nach 16:35 an, was leider fünf Minuten zu spät an für den Einlass zum Boardwalk war, der dann eh nur noch bis 17 Uhr geöffnet hatte – dafür noch mal ein herzliches Dankeschön für die inkorrekten Zeitangaben im Reise Know-How :evil: . Allerdings hatten wir das große Glück, dass sehr viele Brillenpinguine die Nachmittagssonne vor dem Eingang zur Kolonie genossen und so konnten wir diese faszinierenden Gesellen beim Baden, Herumwatscheln, Nest bauen und chillen beobachten – und das alles im besten Licht :) !















Da wir den Sonnenuntergang auf dem Clarence Drive nicht verpassen wollten mussten wir uns doch irgendwann losreißen. Aber die Fahrt entlang dieser wunderschönen Küstenstraße hat sich mal wieder gelohnt – hoffentlich reicht beim nächsten Besuch die Zeit auch noch für einen Abstecher an den Strand.






Den weiteren Weg zu unserem Guesthouse in Stellenbosch legten wir dann im Dunkeln zurück. Dort angekommen erfrischten wir uns kurz und dann erwartete uns auch schon das Taxi nach Tokara, wo wir einen gelungenen Tag ausklingen ließen :wine: .
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gerical

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Freitag, 22. Januar 2016, 20:58

Kapstadt 21.05.-25.05.2015
Nach unserem Aufenthalt in der Weingegend verbrachten wir die nächsten vier Tage in Kapstadt. Hier durchstreiften wir die Stadt, erkundeten die Kaphalbhinsel und erwanderten den Tafelberg. Als Ausgangsbasis diente uns hierfür unsere Unterkunft genau an der Grenze von Green Point und Sea Point, das Anchor Bay Guesthouse.

Anchor Bay Guesthouse
Nach einem entspannten Vormittag in der Weingegend begaben wir uns am frühen Nachmittag in den Trubel einer der größten afrikanischen Metropolen. Doch zunächst bezogen wir unsere Zimmer im Anchor Bay Guesthouse. Da meine Freundin und ich bei unserem letzten Aufenthalt in Kapstadt Fans des Green Point Viertels geworden sind, war klar, dass wir auch bei auch bei diesem Besuch in dieser Gegend übernachten wollen. Die Lage in dieser Gegend ist ideal zur Erkundung der Sea Point Promenade und sowohl die Waterfront, als auch das Bo Kaap Viertel sind schnell zu erreichen. Zudem gelangt man über die in die Strand Street übergehende High Level Road rasch auf die N1.
Leider lernten wir den Besitzer Burt aufgrund einer privaten Reise erst am Ende unseres Aufenthaltes kennen. Dabei machte er allerdings einen sehr freundlichen und geselligen Eindruck. Im Anchor Bay Guesthouse stehen vier Zimmer zur Verfügung, von denen wir das Robben Island und das Seahorse Zimmer bezogen. Beide hatte Zugang zu der sehr großen Terrasse, von der man eine tolle Aussicht auf Green Point, das Stadion und den Hafen hatte.



Im Wohnzimmer steht ein Kühlschrank, in dem man eigene Getränke und Verpflegung unterbringen kann, allerdings stellt Burt auch kostenlos Wasser und Wein zur Verfügung.
Wir fühlten uns in der Unterkunft absolut wohl, die Zimmer waren sehr sauber und der Nähe zum Meer entsprechend eingerichtet. Die Terrasse war eine Wucht und perfekt für einen Sundowner. Ein kleiner Nachteil ist die Tatsache, dass kein Frühstück serviert wird und die Nähe zum Leuchtturm sorgt in nebligen Nächten für das kontinuierliche Tuten des Nebelhorns. In der kurzen Zeit in der wir in kennen lernen durften war Burt ein authentischer Gastgeber, der sich Zeit für seine Gäste nimmt und so kann ich das Guest House mit einer 2+ absolut empfehlen.

Städtische Streifzüge
Über einen Zeitraum von insgesamt anderthalb Tagen durchstreiften wir Kapstadt. Wir waren viel zu Fuß unterwegs, nutzen erstmalig den roten City Bus und lernten ziemlich viele Taxifahrer kennen. Vor allem meine Freundin und ich lieben es eine Stadt fußläufig zu erkunden. In Kapstadt ist das sicherlich ein wenig eingeschränkt, vor allem nach Sonnenuntergang. Allerdings waren wir dieses Mal neben der Waterfront und im Bereich der Long Street auch einmal zum Einkaufen einiger Kleinigkeiten in Greenpoint nach Einbruch der Dunkelheit unterwegs – alles kein Problem. Ansonsten hatten wir dieses Mal zwei etwas unangenehme Begegnungen. Bei einer verfolgte uns ein Teenager durch die halbe Stadt und bettelte beständig „please, please I am so hungry“, ein anderes Mal wurde mir mit der Entwendung meines Portemonnaies gedroht nachdem ich der Bettelei nicht nachgab. Ich reagiere bei so etwas meist recht entspannt und so endete diese Begegnung dann sogar mit einem freundlichen „have a nice day“. Hier sei allerdings auch erwähnt, dass ich meine DSLR bei unseren Stadtspaziergängen nicht verstecke. Ich lasse mich beim Fotografieren in der Stadt gerne spontan inspirieren und somit ist eine schnelle Handhabung unabdingbar.
Etwas nerviger war es dieses Mal mit dem Taxi umherzufahren. So wurden wir mal versetzt, warteten hier und da recht lang, fuhren leichte Umwege oder zahlten einen kleinen Aufschlag. Dies war besonders ärgerlich, da wir eigentlich mit Unicab schon ein Taxiunternehmen des Vertrauens aus unserem letzten Urlaub hatten – saubere Taxis, sehr freundliche und pünktliche Fahrer und preislich günstig. Immer wenn wir diese vorbestellten lief alles reibungslos, wenn allerdings das Restaurant unseren Wunsch ignorierte und ein anderes Unternehmen bestellte oder wir mal spontan in ein anderes Taxi steigen mussten, kam es regelmäßig zu einem der oben beschriebenen Phänomene.

Die City – 21.05.2015
In Kapstadt gibt es Dinge, die man nur bei schönem Wetter unternehmen sollte. Sobald das Wetter also jahreszeitenbedingt wechselhaft ist, wie nun mal im Herbst, kann es durchaus vorkommen, dass die Stadterkundungen auf die Schlechtwetterperioden gelegt werden müssen um bei schönem Wetter Kap und Tafelberg zu erkunden. Während unseres Aufenthalts in Kapstadt hatten wir anderthalb Tage graues und zum Teil regnerisches Wetter: Donnerstagnachmittag und am Samstag. Genau an diesen Tagen erkundeten wir die Stadt und deswegen werdet ihr hier leider keine Hochglanzfotos von der Stadt mit der grandiosen Tafelbergkulisse im Hintergrund sehen, sondern ungeschöntes und authentisches Herbstgrau. Uns hat es trotzdem Spaß gemacht!
Am Donnerstag erkundeten wir zunächst die bunten Häuser der Bo Kaaps. Unsere Tour durch die Gassen des kapmalaiischen Viertels führte uns zunächst zur Bo Kaap Kombuis, eine Empfehlung der Verkäuferin bei Glenwood. Dort aßen wir typisch kapmalaiische Speisen, zunächst eine Vorspeisenplatte, unter anderem mit Samoosas und Patatawaras und danach Curry oder Bobotie. Insgesamt war das Essen für einen Mittagsimbiss ok, in Kombination mit dem Blick über das Bo Kaap und die City Bowl bis hin zum Tafelberg lohnt sich der Abstecher die steilen Straßen des Viertels hinauf schon.




Nach dem Essen ging es wieder die Hänge des Signal Hills hinunter. Mir gefällt es im Bo Kaap auch aufgrund des authentischen Lebens und der freundlichen Menschen wirklich gut. Überall spielen Kinder, ältere Herren mit Kopfbedeckung plaudern angeregt miteinander und Frauen fegen die Treppenaufgänge. Zusammen mit den bunten Häusern ergibt das ein spannendes Gesamtbild.










Unser zweites persönliches Highlight der Kapstädter Innenstadt stellen die Company’s Gardens dar, die wir nach dem Bo Kaap Viertel besuchten. Hier kann man sich inmitten einiger der ältesten gepflanzten Bäume Südafrikas herrlich von dem Stress der Stadt entspannen. Zudem gibt es mit dem Parlamentsgebäude, dem Präsidentenpalast, dem Iziko Museumskomplex und Gemüsegärten und Statuen einiges zu entdecken. Hier zeigte sich dann auch wieder blauer Himmel. Es ist schon erstaunlich: in Kapstadt scheint es keinen Tag zu geben, an dem sich nicht doch noch die Sonne zeigt.







Die City 23.05.2015
Am Samstag regnete es dann zunächst ziemlich heftig. Kein Problem, da der heutige Tag ganz im Zeichen des Neighbourgoods Markets in der Old Biscuit Windmill in Woodstock stand. Und wir alle verliebten uns in diesen Foodmarket! Zunächst stärkten wir uns mit einem Frühstück in Form afrikanischen Kaffees und sensationell leckerer Sandwiches, zubereitet von einer richtig netten Mitarbeiterin des Woodstocker Deli Restaurants The Kitchen. Im Anschluss probierten wir uns durch eine ziemlich breite Palette des Angebots: Arancini gefüllt mit Pilzen und Käse, leckere Reibekuchenkalorienbomben beim Stand von The Testkitchen, Craft Beer von Jack Black, einer kleinen Brauerei in der Nähe von Paarl und zum Nachtisch Belgische Waffeln.
Natürlich genossen wir das nicht alles direkt hintereinander, sondern erkundeten zwischendurch die vielen kleinen und großen Läden auf dem Gelände oder hörten der Live Band vor der Markthalle zu.









Nach einem schönen Vormittag im auch architektonisch interessanten Arbeiterviertel Woodstock fuhren wir mit dem Taxi an die V&A Waterfront. Da es immer noch regnete tobten sich die beiden Frauen in den Läden der Waterfront aus, während mein Vater und ich auf der Suche nach Fotomotiven fündig wurden.








Aber auch heute zeigte sich irgendwann der blaue Himmel und so entschieden wir uns dazu, eine Hop-on Hop-off Tour durch Kapstadt mit der roten Buslinie zu unternehmen.
Zunächst fuhren wir bis zur Long Street, von wo aus wir dann weitere Teile der Kapstädter Innenstadt zu Fuß erkundeten. Entlang der St. Georges Mall ging es zum Greenmarket Square. Von dort ist es ein Katzensprung zur St. Georges Cathedral und der schräg gegenüberliegenden Groote Kerk. Der Besuch des großen Platzes vor dem alten Rathaus bildete das Ende unserer kleinen Runde, denn von dort nutzten wir einen Bus der gelben Linie um wieder zur Long Street zu gelangen und dort in die rote Linie Richtung Camps Bay umzusteigen.









Zunächst ging es die Long Street entlang, anschließend fuhren wir hinauf zur Seilbahnstation des Tafelbergs und schließlich passierten wir die Villen von Camps Bay. Die Küste entlang schlängelten wir uns bis zum Leuchtturm von Green Point, wo wir ausstiegen um den Sonnenuntergang über dem Meer zu beobachten. Die dichte Wolkendecke sorgte dabei für ein eindrucksvolles Farbschauspiel.






Von der Promenade war es dann nur ein kurzer Fußweg zu unserer Unterkunft. Von dort ging es nach einer kurzen Erholungspause zum Abendessen wieder an die Waterfront, wo wir im Anschluss an das Dinner noch ein wenig flanierten.


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Reiseberichte:
https://www.suedafrika-forum.org/reise-informationen/7166-reisebericht-suedafrika-rundreise-november-2013-kaphalbinsel-de-hoop-garden-route-addo-karoo-kapstadt/
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Freitag, 22. Januar 2016, 21:43

Lieber Richard,
und wieder so wundervolle Bilder - trotz Regenwetter. :danke:
Kitty
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Montag, 25. Januar 2016, 12:13

Hi Kitty.

vielen Dank für das liebe Kompliment :blush:


Restaurantbesuche in Kapstadt

An drei der vier Abende gingen wir auswärts essen. Die Restaurants wurden dabei nach bestimmten Schwerpunkten ausgewählt: Seafood, Game und affordable Fine Dining.

Le Pigalle
Da wir vier große Liebhaber von Meeresfrüchten sind, wollten wir uns unbedingt einen Abend den Luxus einer Meeresfrüchte Platte gönnen. Bei unserem letzten Aufenthalt genossen wir die leckere Meeresfrüchte Kombination gleich zwei Mal in der Mariner’s Wharf in Hout Bay. Auch in vielen anderen Küstenorten um Kapstadt herum, gibt es Restaurants, die Meeresfrüchte Platten anbieten. Der Besuch dieser Restaurants war uns allerdings zu aufwendig, sodass ich nach einem Restaurant in Kapstadt suchte. Bei meinen Recherchen stellte ich jedoch fest, dass im Bereich der Kapstädter Innenstadt nur wenige Restaurants diese Möglichkeit offerieren. Nicht so Le Pigalle, wo die Seafood Platter für zwei mit Natal Hummern, Garnelen, Fisch des Tages, Muscheln und Calamari für recht günstige 495 ZAR angeboten wird. Somit war klar, dass wir dieses Restaurant direkt am Donnerstagabend besuchen würden. Sobald man dort ankommt, merkt man das Le Pigalle nicht nur ein schlichtes Restaurant ist. Jeden Abend tritt dort eine Live Band auf, die überwiegend Klassiker aus den 60ern-90ern spielt. Im Zusammenspiel mit dem, allerdings nicht besonders strengen, Dresscode und der Dekoration entspricht die Atmosphäre dann eher dem Geschmack der Generation 45+, was allerdings kein Problem war, da ich hiermit den Geschmack meiner Eltern traf. Und in jedem Restaurant liegt der Fokus ja eh auf dem Essen und dem Service und beides war sehr gut. Vor der Seafood Platter aß ich noch eine wirklich leckere Hühnchen Leber in Peri-Peri Sauce, eine meiner südafrikanischen Lieblingsvorspeisen. Dann kam die wirklich sehr gelungene Meeresfrüchte Platte mit frischem Fisch, sehr saftigen Hummer und Muscheln, an die ich im weiteren Verlauf des Urlaubs so gerne häufiger gehabt hätte. Zum Abschluss gab es dann noch einen sehr leckeren Malva Pudding, alles in allem war das also wieder ein leckerer und lustiger Abend, den ich so durchaus wiederholen würde.



Belthazar
Nachdem ich dort bei unseren letzten Besuch den Game Kebab gegessen hatte, war Belthazar auch in diesem Urlaub die Anlaufstelle für den Genuss von Wildfleisch. So reservierte ich schon vorab einen Tisch, allerdings begegnete ich trotz einer Bestätigung nur überraschten Gesichtern. Jedoch wurde rasch und unkompliziert Platz für uns geschaffen, was dem insgesamt guten Service entsprach. Besonders der Sommelier des Hauses war überragend. Da die Weinkarte bei Belthazar die umfangreichste der südlichen Hemisphäre ist, nahmen wir dankend das Angebot einer auf unseren Geschmack abgestimmten Weinempfehlung an. Und es war wirklich grandios, wie er unsere Geschmäcker, aber auch unsere Typen einschätzte. Jeder erhielt den passenden Wein, vor allem ich war begeistert, da mein Rotwein ein sehr ungewöhnlicher, aber für mich idealer Begleiter meines Game Kebabs war. Zur Vorspeise teilten wir uns zu viert eine roasted giant onion. War diese beim letzten Mal für uns beide viel zu groß, war diesesExemplar im Vergleich dazu eine Miniaturversion. Auch die Portionsgröße der Süßkartoffelbeilage wirkte reduziert. Die verschiedenen Fleischsorten beim Wildspieß schmeckten jedoch wieder sehr gut, auch wenn leider mein favorisiertes Game, Impala, dieses Mal durch Strauß ersetzt wurde. Der vom Strawberry Daiquiri begleitete Malva Pudding (den ich offensichtlich sehr gerne esse) rundete den schönen Abend ab.




La Mouette
Der Abend bei La Mouette sollte der gelungene Abschluss unserer ersten Woche am Kap werden. Diese Erwartungen wurden absolut erfüllt und die Ausgewogenheit der Gerichte bezüglich Kreativität und Schlichtheit traf genau unseren Geschmack. Wir speisten im gemütlichen Kaminzimmer, wo wir aufmerksam und sehr freundlich bedient wurden. Die Gerichte waren durchgängig klasse. Zu Beginn gab es eine sehr gute Brotauswahl mit Butter und Oliven, danach leitete eine eingelegte Ostküsten Seezunge perfekt zu der Kingklip Hauptspeise über. Auch die Bouillabaise meiner Freundin schmeckte grandios. Die Schokoladennachspeise bildete den krönenden Abschluss und ich wundere mich noch heute darüber, dass die angebotenen Speisen auch im südafrikanischen Vergleich derart günstig sind. Das La Mouette ist derzeit definitiv mein Lieblingsrestaurant in Kapstadt!

"It is a law of life that problems arise when conditions are there for their solution." W. Sisulu

Reiseberichte:
https://www.suedafrika-forum.org/reise-informationen/7166-reisebericht-suedafrika-rundreise-november-2013-kaphalbinsel-de-hoop-garden-route-addo-karoo-kapstadt/
https://www.suedafrika-forum.org/reise-informationen/8535-unsere-facettenreiche-suedafrikareise-2015-eine-kulinarische-erkundungstour-am-kap-wandern-in-der-barriere-aus-speeren-staunen-am-ort-der-wunder-und-braaien-im-busch/

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Kitty191

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19

Montag, 25. Januar 2016, 12:24

Hallo Richard,
Ich hab' Hunger!! ;(
Kitty
Falls Du glaubst, dass Du zu klein bist um irgendwas zu bewirken, dann versuche mal zu schlafen, wenn eine Mücke im Zimmer ist
Dalai Lama

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gerical (25. Januar 2016, 13:17)

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20

Montag, 25. Januar 2016, 13:47

Hallo Richard,


mümmel gerade in der Mittagspause mein Bütterchen und werde gaaanz neidisch.... :blush:

Vielen Dank für den tollen Bericht, schreibe mir schon viel für unsere Reise raus

Viele Grüße
Sabine

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gerical (26. Januar 2016, 23:18)