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BillyWK

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  • »BillyWK« ist der Autor dieses Themas

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Dienstag, 27. Oktober 2015, 17:54

Reisebericht Round-Trip Südafrika (inkl. Kapstadt) September/Oktober 2015

Nachdem ich vor einigen Wochen hier um Tipps für unsere Hochzeitsreise gebeten habe, möchte ich jetzt gerne etwas zurück geben und einen kleinen Reisebericht, der anderen vllt. etwas hilft, hier einstellen.

Los ging's am 28.09.2015. Unser Flug von Düsseldorf über London nach Johannesburg startet ziemlich pünktlich um 16.40 Uhr, die Vorfreude, aber auch leichte Anspannung war hoch. Das Umsteigen in London funktionierte problemlos und wir hatten genug Zeit. Wer aus der Köln/Düsseldorf Region fliegt dem würde ich auf jeden Fall diese Varianten empfehlen. Mir war das lieber als von Frankfurt aus direkt zu fliegen, außerdem war diese Varianten günstiger.

TAG 1: (29.09.2015) -> PRETORIA

Bedingt durch die günstige Abflugzeit kamen wir, für den Urlaubsstart optimal, um 07.10 Uhr am Flughafen O.R. TAMBO an. Die Immigration lief problemlos, das Gepäck kam fix und unversehrt aus dem Bauch des Airbus A380 am Gepäckband an. Nun hieß es erstmal Bargeld besorgen, dies ließ sich quasi auf dem Weg zur Mietwagenübernahme an einem von 2 Personen bewachten Geldautomaten problemlos erledigen. In der Schlange zur Übernahme des Mietwagens von AVIS bekamen wir schon ein Formular angereicht, das Ausfüllen vorab vekürzte die eigentliche Zeit am Schalter. Nach ca. 10 Minuten war alles erledigt und wir wurden zu unseren Fahrzeug gebracht, ein babyblauer, noch sehr wenig gefahrener Hyundai iX35 (2x4). Kurzer Check, keine Macken, schnell alles eingeladen, Navi angeschlossen und ab dafür. Die ersten Meter Linksverkehr sind schon etwas komisch, allerdings ist die Tatsache, dass Schaltknüppel und auch Blinker auf der "falschen" Seite sind fast verwirrender als die Fahrbahn selbst.
Unser erster Stopp, bewusst wegen kurzer Fahrtzeit gewählt, war Pretoria. Die nur knapp 45 Minuten Fahrt sind perfekt um 1. sich an das Fahren zu gewöhnen (fast nur Highway) und 2. nach dem langen Flug nicht noch eine lange Fahrt vor der Brust zu haben. Unsere Unterkunft für die erste Nach war das Osbourne Guest House, eine nettes Kleines Bed & Breakfast im Stadtteil Brooklyn, nur 2 Minuten mit dem Auto von der Brooklyn Mall entfernt. Die Gastgeber sind nach SA ausgewanderte Niederländer, welche uns unglaublich nett und gastfreundlich in Ihrem Haus begrüßt haben. Nachdem wir uns kurz akklimatisiert und umgezogen hatten, haben wir uns auf den Weg zu den "ausgesuchten" Sehenswürdigkeiten gemacht, die in der relativ kurzen Zeit machbar waren. Wir haben uns für die Union Buildings und das Vortrekker Monument entschieden. Bei strahlendem Sonnenschein und ordentlichen 35° wurden als im Park unterhalb der Union Building die ersten Fotos geschossen. Die Mandela-Statue, welche dort nach seinem Tod errichtet wurden, ist wirklich eindrucksvoll weil seeeehr groß. Der gesamte Park wurde gerade frühlingstauglich aufbereitet, weshalb unzählige Arbeiter vor Ort waren. Das hat aber kaum gestört, es war sehr ruhig und wir konnten die ersten Eindrücke sammeln.
Danach gings quer durchs Pretoria quasi auf die andere Seite des Talkessels zum Vortrekker Monument. Auch sehr eindrucksvoll, im inneren war es angenehm kühl und man sollte definitiv ganz nach oben mit dem Fahrstuhl, es ergibt sich ein toller Ausblick über Pretoria und die Union Buildings in der Ferne.
Die Zeit flog und daher haben wir uns danach wieder auf den Weg ins Guesthouse gemacht. Nach kurzem Tipps holen fürs Abendessen haben wir uns ein Taxi bestellt (Rixi Cab ist enpfehlenswert) und sind zur Brookly Mall gefahren. Empfohlen wurde uns von den Gastgebern das Moo Moo, ein Steakrestaurant direkt an der Mall. Wir waren früh dran und konnten draußen sitzen. Die Steaks als auch die Preise sind wirklich 1A, wir haben für ein 500gr Rumpsteak, 250 gr. Filetsteak, 1 Flasche Weißwein und eine Flasche Wasser umgerechnet knapp 30 Euro bezahlt :thumbsup: Nach dem Essen machte sich die Reise aber dann bemerkbar und wir sind todmüde ins Bett gefallen.

Tag 2: (30.09.2015) -> von PRETORIA nach HAZYVIEW


Nach dem Frühstück und den fixen Checkout gings wieder "on the road", es galt die knapp 375 km nach Kiepersol/Hazyview zu bewältigen. Die N4 ist großteils gut befahrbar, nur eine ewig lange Baustelle hinter Emalahleni nervt etwas. Stichwort Emalahleni: Dort kamen wir zum ersten mal mit den negativen Besonderheiten von SA in Kontakt, nachdem die Schilder "Highjacking Hotspot" für Westeuropäer doch etwas komisch sind. An die vielen Menschen auf den Autobahnen gewöhnt man sich dagegen doch recht schnell ;) Als Zwischenstation wurden uns von unseren Reisebüro Dullstroom empfohlen. Ein kleiner, ehemaliger Kolonialort, der heute vor allem Souvenirläden und Restaurants zu bieten hat. Trotz der relativ penetranten Verkäufer an der Straße ein toller Punkt für einen Zwischenstopp und einen schnellen Lunch in einem der zahlreichen Restaurants. Danach gings weiter, hinter Lydenburg kraxelten wir mit dem Hyundai, der doch eher etwas schwach auf der Brust war, mühsam die Passstraße hoch um danach traumhaft schön nach Sabie herunter zu fahren. Von Sabie waren es nur noch knapp 1 Stunde und nach einer Auffahrt durch Weinberg über eine (zu diesem Zeitpunkt uns noch abenteuerlich vorkommende) Schotterstraße kamen wir an unserem zweiten Halt, der Chestnut Country Lodge, an. Mit traumhaftem Blick über die Berglandschaft in Richtung Krüger Park wirklich eine tolle Location. Trotz der Möglichkeit dort auch abends zu essen sind wir an diesem Tag nach Hazyview gefahren. Empfohlen wurde das angeblich bester Steak-Restaurant in der Stadt, das "Pioneer's Butcher & Grill". Wieder genossen wir den Abend bei tollen Steaks und leckerem Wein, die Fahrt zurück und auf den Berg war im stockdunkeln allerdings ein wenig abenteuerlich :D

Tag 3: (01.10.2015) -> Blyde River Canyon Panorama Route


Heute stand wieder Sightseeing statt nur fahren an, also nach dem Frühstück ab ins Auto. Erster Stop waren die Bridal Veil Falls in Sabie. Vom Parkplatz ca. 15 Minuten durch den Dschungel sehr schön gelegen, allerdings jahreszeitenbedingt mit sehr wenig Wasser gesegnet. In der Hinsicht spektakulärer dann eher die Lone Creek Falls, wo wir uns allerdings in Ermangelung von Zeit den Aufstieg nach oben sparen mussten.
Von da aus gings ab auf die Panorama Route und der nächste Stop war wieder ein Wasserfall, in diesem Fall die Mac Mac Falls. Dort kommt man leider nicht sehr nah ran sondern kann nur aus "sicherer" Entfernung von einer eigens gebauten Aussichtsplattform Fotos schießen.
Von da aus gings dann wirklich ran an den Canyon und der erste Aussichtspunkt war God's Window. Die Wege durch den Dschungel oben sind wirklich schön und die Aussichtspunkte auf die Abbruchkante wirklich sehenswert. Aber wir hatten ja noch etwas vor, also next stop: Bourke's Luck Potholes. Hier wollten wir eigentlich lunchen, allerdings waren jegliche Quellen für warmes Essen, wohl bedingt durch die Nebensaison, nicht geöffnet. Die Holes selber sind schon beeindruckend und wir hatten Glück, dass wir uns alles in Ruhe und kurz vor Eintreffen einer riesigen Schulklasse anschauen konnten :rolleyes:
Danach stand das optische Highlight an, der Aussichtspunkt auf die 3 Rondavels. Wir persönlich fanden allerdings die Aussicht "nach links" und somit weiter nach südosten spektakulärer. Der Blick geht über einen Stausee über die Steinformationen auf die Ebene des Krüger Parks, wirklich atemberaubend. Wegen der forgeschrittenen Stunde haben wir uns danach auf den Rückweg gemacht. Aufgrund der guten Ankündigung haben wir uns abends dann in der Lodge bekochen lassen und haben den Abend mit einer Flasche Wein auf der Terasse vor unserem Zimmer ausklingen lassen.

Tag 4: (02.10.2015) -> von Hazyview nach Sabie Sands

Heute war wieder Fahren angesagt. Über die R40 gings von Hazyview hoch in Richtung Bushbuckridge bis Acornhoek und dann ab nach Osten. Danke unseres Reisebüros konnte wir die (befahrbare) Abzweigung zum richtigen Gate in den Park gut finden, und somit wurde nach Passieren des Gates die Geschwindigkeit gedrosselt und die Kamera gezückt. Wir hatten auch schon Glück, denn es zeigten sich schon einige Elefanten sehr nach am Weg und somit konnte ich bereits den ersten Haken an meine persönliche Big-5-Liste machen :thumbup: .
Untergebracht waren wir in der Nkhoro Bush Lodge, die traumhaft schön mitten im Sabie Sand Game Reserve liegt. Dank unserer Hochzeitsreise hatten wir die Honeymoon Suite ganz am Ende der Reihe der Hütten. Wir kamen pünktlich zum Mittagessen (das wegen der diversen Aktivitäten um 14 Uhr statt findet) an und während des Essens kam, wir konnten unser Glück kaum fassen, eine riesige Büffelherde an das nahe Wasserloch (Big-5-Liste Haken Nr. 2).
Dadurch stieg natürlich die Vorfreude auf den ersten Game Drive um 16 Uhr in Unermessliche. Bis zur Abfahr konnten wir dann noch weitere Elefanten am Wasserloch sehen, die letzte Gruppe mit Jungtier dann direkt um 16 Uhr, wodurch dies auch die ersten Tiere aus der direkten Nähe im offenen Jeep wurden. Unser Ranger Werner und der Fährtenleser Chris sollten unsere festen Begleiter für die nächste Zeit werden. Die Fahrt bescherte uns dann auch direkt das nächste Highlight, indem wir die 5 männlichen Löwen, welche zu der Zeit in dem Gebiet "herrschten" an einem Wasserloch beobachten konnten (Big-5-Liste Haken Nr. 3). Wer es kennt wir sicher bestätigen können, was für ein Gefühl das ist diese Tiere auf 2 Metern Entfernung zu beobachten und spüren. Mir ging auch doch ein bißchen der ****stift, ich habe mich versucht an der Entspanntheit der Ranger zu beruhigen :rolleyes: Nach dem obligatorischen Sundowner-Drink ging es dann zurück zur Lodge, wo kurz darauf das Abendessen in der Boma serviert wurde. Danach ab ins Bett, denn am nächsten Morgen würde der Ranger um 5.00 Uhr zum Morning Drive an unsere Tür klopfen.

Tag 5: (03.10.2015) -> Sabie Sands

Um 5 Uhr fix aufgestande, um 5.30 Uhr gings los auf den Morning Drive. Noch angenehm kühl gings durch die Morgendämmerung und direkt wieder zu unseren Löwen, die mal wieder (wie knapp 18 Stunden pro Tag) schliefen und sich nicht weiter um uns scherten. Im Anschluss an eine Kaffepause mit Muffins nahmen wir die Möglichkeit wahr, die letzten Meter bis zur Lodge zu Fuss zurück zu legen. Natürlich hinter Werner (mit Gewehr) und Chris im Gänsemarsch hinterher. Auf dem Walk gab es dann keine Tiere, aber dafür umso mehr Pflanzen und generelles Wissen über die Flora und Fauna von Werner, einfach sehr interessant.
Nach Rückkehr zur Lodge dann endlich Frühstück und dann ab zum Entspannen an den tollen Infinity-Pool mit Blick auf das Wasserloch. Hier konnten wir bis ca. 14 Uhr entspannen, lesen oder auch noch ein bißchen schlafen. Nach dem Mittagessen ging es dann um 16 Uhr direkt wieder auf den nächsten Game Drive.
Da mir noch 2 Tiere zur kompletten Big-5 fehlen hatte ich diese bei Werner für diesen Drive "bestellt" :D Und was sehen wir nach 2 Minuten: ein White Rhine / Breitmaulnashorn. Etwas scheuer als die Löwen und Elefanten, aber nicht weniger eindrucksvoll. Nachdem wir den Bullen seiner Wege haben ziehen lassen ging es aufgrund eines Funkspruchs eines anderen Jeeps direkt zu einer ca. 3 Minuten entfernten Stelle und siehe da: ein Leopard (Big-5-Liste Haken 4 und 5). Ein wahnsinnig schönes Tier, wieder Gänsehaut!!
Nach dem Drive gings wieder ab zur Lodge und zum Abendessen in der Boma, leider unser letzter Abend.

Tag 6: (04.10.2015) -> von Sabie Sands nach Tzaneen

Ein letzter Morning Drive, wir wollen eigentlich garnicht weg :thumbdown: Die Lodge ist wirklich fantastisch, wir können Sie nur jedem empfehlen. Danach gehts ab in die Zivilisation, in diesem Fall an den Fuss der Drakensberge nach Tzaneen. Unsere dortige Unterkunft ist die Kings Walden Garden Manor. Traumhaft und ruhig in den Teeplantagen gelegen erfüllt sie genau das, was wir für die nächste Zeit geplant haben: einfach mal nur entspannen. Keine Restaurantbesuche, sich bedienen und bekochen lassen. Wer das gerne mal zwischen der anderen Action haben möchte, der ist dort genau richtig. Abends genossen wir ein fantastisches Dinner vom hauseigenen Koch und reichlich guten Weißwein.

Tag 7: (05.10.2015) -> Kings Walden Garden Manor

Siehe oben, es war Entspannen am Pool angesagt. Zwischendurch ein paar Nüsschen, nachmittags das erste Weinchen und abend wieder ein super Essen ließen uns den Tag wirklich aufs letzte genießen. Nach wieder mehr als reichlich Wein fielen wir wie die Steine ins Bett.

Tag 8: (06.10.2015) -> von Tzaneen nach Mapungubwe


Jetzt war wieder Action angesagt. Über die N1 gings ganz hoch in den Norden nach Mapungubwe. Dadurch dass unser Camp für Selbstversorger war, mussten wir vor Ankunft in Musina, der letzten Stadt vor der Grenze nach Simbabwe einkaufen. Hier würde ich den kleine Spar Markt empfehlen, im und vor dem großen Markt herrschte doch sehr großes Gewusel und Gedränge, gerade etwas sensiblere Personen könnten sich dort ggf. etwas unsicher fühlen.
Nach dem Einkaufen dann ab Richtung Westen zum Mapungubwe Nationalpark. Nach dem Einchecken am Eingang (man merkte den Unterschied zwischen dem staatlichen Park und dem privaten vorher in Sabie Sands) gings zu unserem Camp, dem Leokwe Rest Camp. Mitten in einem Tal gelegen und wirklich abseits ist es sicher eine besondere Location. Besonders doof war dann eher, dass der Strom weg war als wir kamen. Und das schon scheinbar etwas länger, was wir am warmen Kühlschrank sowie dem fast abgetauten Kühlfach sehen konnten. Etwas in Sorge über unsere Lebensmittel (deponiert im noch leicht kühlen Kühlfach) haben wir uns in Ermangelung von Alternativen dann zum Aussichtspunkt auf das Dreiländereck aufgemacht. Von verschiedenen Aussichtsplattformen hatte man eine tolle Aussicht auf alle drei Länder. Durch das sehr knappe Wasser war der Limpopo allerdings bestenfalls ein Rinnsaal. Nach unserer Rückkehr sah ich schon den Ventilator in Bewegung, der Strom war Gott sei Dank wieder da. Also fix alles in die Kühlung un den Grill anschmeißen. Die Atmosphäre gerade im Dunkeln ist wirklich toll, die Steaks waren zumindest ok ;-) Das Einschlafen war allerdings die reine Wonne, denn es gibt dort tatsächlich in den Schlafzimmern eine Klimaanlage 8)

Tag 9: (07.10.2015) -> Mapungubwe Nationalpark

Nach dem Aufstehen fix in der Außendusche geduscht (sowas brauche ich auch für zu Hause) und ab ins Parkrestaurant zum Frühstücken. Wir hatten keine Frühstückssachen gekauft, weil wir die großen Mengen sicher weg geworfen hätten nach 2 x frühstücken, aber das Restaurant ist in dieser Zeit voll auf Nebensaison und somit nicht empfehlenswert. Einiges ist garnicht verfügbar, darunter auch Wasser, was wir nicht wirklich bedacht hatten. Was solls, nach dem Frühstück ab mit dem Auto auf Erkundungstour. Hier zeigt sich, dass für einige Parks doch ein 4x4 Fahrzeug sinnvoll ist, weil einige Loops für uns nicht befahrbar waren.
Nach einer Runde durch den östlichen Teil des Parks ging es dann zum Tree Top Walk am Limpopo. Wirklich sehr schön angelegt litt die Location aber wieder unter dem "Zustand" des Limpopo. Bei mehr Wasser sicherlich extrem beeindruckend. Danach gings zurück ins Camp und an den camp-eigenen Pool, allerdings nur kurz zum Erfrischen und Fotos schießen. Zum wirklichen Schwimmen oder planschen lädt der Pool eher nicht ein. Aber egal, wir hatten für 16 Uhr ohnehin einen Game Drive gebucht, also ab zurück zur Rezeption. Den Drive machten wir mit unserem Guide Johannes und einer Familie aus Norwegen, welche auch die Flodders aus dem gleichnamigen Film hätten sein können :D Trotzdem ein sehr schöner Drive, erneut mit Löwen, einem kleinen Krododil, Elefanten und am Ende dem Highlight, einem (dort schwer zu erspähendem) Leoparden, der sich im Sonnenuntergang auf einem Felsen wie als Model aufgestellt hatte... Der Wahnsinn!! Nach dem Drive ging es im stockdunklen zurück zum Camp. In einer engen Kurve hätten wir fast einen folgenschweren Unfall mir einer Herde Elefanten gehabt... Puh, das war wirklich eng. Auf den Schock gabs eine gute Flasche Wein und dann ein seeliges Schläfchen im klimatisierten Schlafzimmer.

Tag 10: (08.10.2015) -> von Mapungubwe in die Soutpansberge


Nach dem Duschen und einem, erneut bescheidenen, Frühstück gings ab auf den Weg in Richtung Süden. Ziel war das Leshiba Wilderness Camp in den Soutpansbergen. Gemäß Auskunft unserer Reisebüros sollten wir mit dem gemieteten Wagen wohl auch selbst den Berg hoch kommen, es wäre aber eine Abholung gebucht und auch bequemer. Dennoch fragte die nette Chefin vor Ort nach unserem Wagen und fragte, ob wir selber hoch fahren würden. Gesagt getan, nach Anfahrt bis zum Abstellpunkt der anderen Autos ging es sowas von steil eine sowas von schlechte Piste bergauf, dass uns doch teilweise etwas mulmig wurde. Dennoch hat es wirklich auch Spass gemacht, jedem mit ordentlich Bodenfreiheit würde ich das empfehlen.
Bei Ankunft wurden wir mit der wahnsinnig schönen Natur und dem unglaublichen Ausblick von der Lodge über ein Tal und ein Wasserloch belonht. Das Camp hat nur begrenzt Strom, bietet aber Vollpension. Nach Ankunft erst einmal etwas entspannen und dann direkt den ersten Game Drive wahr genommen. Der Guide Jack aus Simbabwe ist ein total netter Kerl, mit dem man wirklich nett ins Gespräch kommen kann. Highlight in diesem Park sind die Rhinos. Es gab in direkter Umgebung 3 Weibchen, davon 2 mit Jungtieren und eine schwangere Kuh, sowie einen Bullen. Wir haben tolle Fotos geschossen und danach auch noch reichlich Giraffen und Gnus gesehen. Lustiges Highlight waren sicherlich die Warzenschweine :thumbsup: Den Sundowner gab es hier auf einer großen Ebene, wirklich toll.
Nach Rückkehr wurde das wirklich leckere Essen auf der Terasse serviert, danach ging es in die Hütten, die dank der Bauweise wirklich verhältnismäßig kühl wirkten.

Tag 11: (09.10.2015) -> Leshiba Wilderness

Nach dem Frühstück stand ein Morning Walk an. Dadurch, dass nur wenige Gäste da waren, konnten wir diesen mit Jack alleine machen. Man geht wirklich querfeldein durch die Wildniss und Jack erklärt einem alles, an dem man vorbei kommt. Highlight war ein Aussichtspunkt oben auf Felsen mit Ausblick über das Tal. Ein toller Start in den Tag und mal ausnahmsweise ca. 2 1/2 Stunden eigene Bewegung.
Danach gabs Frühstück und man konnte den Rest des Tages entspannen und genießen. Für den Nachmittag hatten wir einen weiteren Game Drive gebucht (inkl. sind nur ein Drive und ein Walk), den wir auch wieder mit Jack alleine machen konnten. Am Abend gab es wieder sehr leckeres Abendessen und entsprechend guten Schlaf.

Tag 12: (10.10.2015) -> von den Soutpansbergen nach Marakele

Es stand die längste Fahrt an, fast 6 Stunden in Richtung Süden. Kurz vor Pretoria biegt man in Richtung Westen nach Marakele ab. Die Einfahrt zum Park liegt in einer Minenstadt, der man den Wohlstand anmerkt. Wir haben in einer großen Mall für das Selbstversorgercamp eingekauft. Im Marakele Nationalpark waren wir im Tlopi Tented-Camp untergebracht. Direkt an einem kleine See gelegen wohnt man dort in stabilen, ehemaligen Militärzelten. Es gibt ein Schlaf- und ein Küchenzelt mit Vollausstattung. Es war schon relativ spät und deshalb setzten wir uns mit einem Drink auf die Terasse und genossen den Abend. Bei Dämmerung wurde im Grill ein Feuer gemacht und wir genossen zur Abwechslung mal einen Salat als Abendessen. Zum Einschlafen hörten wir das Brüllen eines Löwen von der anderen Seite des Sees, einfach magisch.

Tag 13: (11.10.2015) -> Marakele

Es sollte der, im negativen Sinne, ereignisreichste Tag werden. Nach dem Frühstück tauchte auf einmal ein Elefant am See auf. Wir schossen tolle Fotos von ihm beim Trinken und Erfrischen, danach machten wir uns auf den Weg zum höchsten Aussichtspunkt des Parks. Auch hier sei zu Erwähnen, dass man, um alles abfahren zu können, einen 4x4 Wagen braucht.
Nach Rückkehr war der Elefant direkt an den Zelten unserer Nachbarn, was uns noch einmal die Chance auf fantastische Fotos gab. Danach wurde es unerfreulich...
Die Affen, die sich permanent um uns herum aufhielten, wurden immer dreister. Das gipfelte darin, dass es einer irgendwie in unsere verschlossenes Schlafzelt schaffte, während wir im Küchenzelt aßen. Als wir versuchten, ihn zu verscheuchen, hatten die Affen auch schon trotz geschlossener Schiebetür den Toast aus unserem Kühlschrank gestohlen. Danach wurde es wirklich unangenehm, da die Tier nun überhaupt keine Angst oder Respekt mehr zeigten. Ein herbeigeruferner Range konnte unser Zelt nur notdürftig verschließen und die Affen tauchten nach seinem Abschied sofort wieder in "Truppenstärke" auf und belagerten uns regelrecht. Da haben wir für uns beschlossen, dass wir uns so nicht mehr wirklich sicher fühlten und sind vorzeitig abgereist. Ich will damit das Camp keinem madig machen. Von der Lage her war es vllt. das schönste überhaupt, aber diese unglückliche Verkettung mit den Affen haben uns zu dieser Entscheidung gezwungen. Wir waren nicht nachlässig, die Affen waren aber auch einfach gewieft und clever.
Wir riefen von unterwegs bei unserer Unterkunft von vor 10 Tagen in Pretoria an, der Host konnte uns glücklicherweise ein Zimmer in seinem anderen Guesthouse, der Brooklyn Manor, anbieten. Wir kamen nach strammer Fahrt in der Dämmerung an und genossen als Beruhigung erneut ein Essen im Moo Moo :D .

Tag 14: (12.10.2015) -> Flug nach Kapstadt

Von Pretoria war die Anfahrt zum O.R. Tambo deutlich kürzer und entspannter und nach problemloser Mietwagenübergabe kamen wir nach ruhigem Flug um 16 Uhr in Kapstadt an. Alleine die Anfahrt mit unserem Hyundai Accent war schon sehenswert, die Ankunft mit dem Tafelberg bereits überwältigend. Was für eine Stadt. Unsere Lodge war 15 Minuten zu Fuss von der Waterfront, die Cape Diem Lodge eines deutschen Auswanderers. Auch hier bekamen wir wieder die Honeymoonsuite und nach kurzer Einweisung machten wir uns zu Fuss auf an die Waterfront. Kurz ein bißchen bummeln, dann gabs Sushi zum Dinner, mal Fisch statt Fleisch. Nach anschließender, 2-minütiger Taxifahrt gings dann fix ab ins Bett.

Tag 15: (13.10.2015) -> Cape Point

Nach dem reichhaltigen Frühstück machten wir uns auf zum Cape Point. Die Fahrt an der Küste entlang ist wirklich super und wir kamen bei klarem Wetter und auch Sonne am Cape Point an. Wir wanderten gute 2 Stunden an den Kliffs entlang und liefen so gut wie alles ab, was geht. Das sollte man bei guter Sicht wirklich machen, die Aussichten belohnen einen dafür.
Das anschließend angesteuerte Kap der guten Hoffnung ist da deutlich unspektakulärer, dennoch ist ein Foto vor dem berühmten Schild natürlich Pflicht. Danach gings an der Westküste zurücl in Richtung Norden. Mitnehmen sollte man auf der Route definitiv den Chapman's Peak Drive, der wirklich toll an der Steilküste entlang führt. Danach durch Hout Bay und Camps Bay zurück nach Sea Point und zur Lodge. Wir machten uns dann früher auf in Richtung Waterfront, um noch die obligatorischen Souvenirs zu kaufen. Danach waren wir in einem der, zumindest lt. Aushang, besten Steak Restaurants von SA, die Steaks waren wirklich toll.

Tag 16: (14.10.2015) -> Robben Island & Kirstenbosch

Früh gings los, um die gebuchten Tickets für Robben Island zu nutzen. Wir kamen 25 minuten vorher an, dennoch war schon ordentlich Betrieb, man sollte immer vorbuchen und min. 30 Minuten vorher da sein. Nach ca. 1-stündiger Fahrt erlebt man wirklich hautnah einen Teil der Geschichte von Südafrika, wenn auch einen traurigen. Die Führung durch das Gefängnis wird von ehemaligen Häftlingen durchgeführt, man ist wirklich hautnah dran. Und Mandela ist allgegenwärtig, wie eigentlich überall in diesem Land!
Nach der Rückkehr waren wir mit meinem Cousin verabredet, der in Kapstadt lebt. Mit ihm sind wir 2 Stunden in Kirstenbosch "gewandert" und haben anschließend ein tolles Abendessen bei ihm zu Hause in Camps Bay (was eine Aussicht 8o ) genossen. Danach gings zum ersten Mal mit einem Uber "Taxi" nach Hause.

Tag 17 (15.10.2015) -> Tafelberg

Heute war der Hop-on-Hop-Off Bus angesagt, damit wir möglichst viel von der Stadt zu sehen bekommen. Die Fahrt macht bei gutem Wetter wirklich Spass und ist sehr interessant, dank der Audio-Kommentare. Am Tafelberg hatten wir Glück: Das Wetter passte und es war sehr wenig los, weshalb wir ohne Vorbuchung sofort in die Seilbahn konnten. Der Blick von oben ist sicher einer der tollste, die ich je erlebt habe. Das sollte jeder mal gesehen haben.
Danach ging es mit dem Bus weiter, erneut über Camps Bay an der Küste zurück in Richtung Waterfront. Nach Abschluss der Tour wurden noch die fehlenden Souvenirs gekauft und wir gönnten uns zum Abschluss unseres Urlaubes noch einmal ein Filetsteak und eine Flasche Wein.

Tag 18 (16.10.2015) -> Hermanus

Abschied war angesagt, aber der Flug ging erst abend um 21.30. Also noch genug Zeit, die inoffizielle Big-6 zu vervollständigen :thumbsup: Also ab nach Hermanus... Auf der Hinfahrt nahmen wir die lange Route an der Küste entlang und die Aussicht ist wirklich toll, allerdings noch ohne Wale. Generell sagte mein Cousin, dass das in den letzten Jahren deutlich weniger geworden ist, als hätte sich irgend etwas verändert. Wir kamen natürlich trotzdem voller Hoffnung in Hermanus an und kaum hatten wir unser Auto am alten Hafen abgestellt, sprang ein Southern Right Whale quasi zur Begrüßung aus dem Wasser. Wahnsinn... Die Wale sind hier wirklich so nah an der Küste, man hat das Gefühl man muss nur die Hand ausstrecken um sie zu berühren. Nach ausführlichem Fotografieren und spähen gab es noch ein letztes Essen und dann war Abfahrt angesagt.
Am Flughafen noch schnell den Mietwagen angegeben und dann hieß es Abschied nehmen...

FAZIT: Was für ein Land, was für Eindrücke, was für Erinnerung, was für Fotos :saflag: Ich würde jederzeit wiederkommen, wenn sich die Chance ergibt, das Land ist wirklich magisch. Besonder toll war für uns Sabie Sands, Leshiba Wilderness und zum Entspannen Kings Walden Garden Manor. Kapstadt ist ohnehin eine der tollsten Städte die ich jeh besucht habe. Wir kommen gerne wieder.

PS. Wer genauere Fragen zu den Unterkünften, Camps oder Restaurants hat kann hier gerne kommentieren oder auch eine PN schreiben.

LG

Billy

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