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yanjep

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Montag, 14. Dezember 2015, 18:43

Reisebericht Panoramaroute-KNP-Drakensberge

Sodele, dann will ich auch mal von unserer Reise berichten, die uns von Johannesburg über die Panoramaroute zum KNP und über Swasiland und die Drakensberge zurück nach Johannesburg geführt hast.

Vorabs: Es wird kein Jubelbericht, ich schreibe schreibe auch Dinge, die mir negativ aufgefallen sind (die positiven Eindrücke überwiegen natürlich :thumbsup:

Tag 1: Die Anreise

Gebucht haben wir bei unserer Leib- und magenairline Emirates. Schon deshalb, weil die ab Düsseldorf fliegen und wir nicht von Dortmund erst nach Frankfurt fahren müssen. Wir haben (wie immer auf Langstrecke) Business-Class gebucht; in der Klasse wird der Fluggast mit einer Sixt-Limousine von zu Hause abgeholt und zum Flughafen gebracht. Besser als mit der Bahn, Teil 1 der Anreise hat schon mal gut geklappt.

Beim Check in waren die Taschen mit den Anziehsachen etc. gewichtstechnisch völlig unproblematisch, das Handgepäck mit dem Fotogeraffel wurde (zum Glück) nicht gewogen.

Emirates betreibt seit einigen Jahren eine eigene Lounge in Düsseldorf, da läßt es sich bei Speis und Trank ganz angenehm warten.



In das Oberdeck des A 380 gelangt man über eine eigene Fluggastbrücke, in der Business läßt es sich - gelinde gesagt - aushalten. Ein Gläschen Prickelwasser und ein paar Nüsse vor dem Start, jetzt kann es ruhig losgehen....



Die Sitze lassen sich zwar zu komplett flachen Betten ausfahren, aber es gibt soooo viele Filme, da ist an schlafen erst mal nicht zu denken.

Zumal, da war doch noch was.....



Genau, die Bar. Echt genial, die höchste und schnellste Bar in der ich jemals war :wine:

Das Essen war lecker aber viel zu üppig, zumal wir in der Lounge schon gegessen haben. Wenn die Araber eins können, dann Süßkram. Also haben wir nur die Vorspeise und das Dessert verspeist.

Nach einem vollkommen unspektakulärem Flug dann Zwischenstop in Dubai, wieder in der Flughafenlounge (ein riesen Teil im neuen Terminal) hocken und dann Wechsel in die 777ER. Auch schön, nur leider ohne Bar an Bord. Also ein bißchen was essen, noch einen Film gucke und dann (auch hier richtige Betten) schlafen :sleeping: bis zum Frühstück.

Die Einreise war kein Problem, wir hatten noch noch Zeit bis wir das Auto abholen konnten und haben uns bei unserem ersten Castle-Bier auf der Flughafenterrasse schon mal akklimatisiert.

Die Übernahme des Autos war trotz Vorbuchung und kompletter Bezahlung im Voraus etwas zähfließend. Die zugegeben sehr hübsche Mitarbeiterin am Counter hat im Ein-Finger-System mit ellenlangen Fingernägeln gelangweilt und irgendwie ohne rechten Plan auf ihrem Terminal rumgehackt und wollte dann das doppelte der vereinbarten Kaution auf der Kreditkarte blocken. Außerdem sollten wir unbedingt (wie später noch oft) zwei Telefonnummern angeben (wozu auch immer)...

Irgendwann hat es geklappt und wir konnten unser Auto in Empfang nehmen; einen leicht untermotorisierten Toyota mit ordentlich Kilometern auf der Uhr, der aber einen schönen großen Kofferraum hatte und uns ohne Mucken dahin transportiert hat, wohin er sollte.

Weit wollten wir am Ankunftstag nicht mehr fahren, die wirklich schöne Unterkunft (ein Cottage im Garten einer sehr netten älteren Dame) in der Nähe von Middelburg hatten wir vorgebucht. Auf der Suche nach abendlicher Unterhaltung haben wir eine "Biker welcome" Kneipe aufgetan, in der man die folgenden Abende bei Castle-Bier und urigen, aber netten Bikern gut rumkriegen konnte.





To be continued

Yanjep



Fortsetzung folgt

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Dienstag, 15. Dezember 2015, 09:12

Heilige Sche****

Ich sollte vllt. doch auch mal Business auf der Langstrecke fliegen. Nachdem ich das letztens nach Berlin / London hatte, dachte ich einmal mehr "pfft, was bringt das schon?".
Wahnsinn :thumbsup:

Erzähl mal weiter, ich bin sehr gespannt.
I never knew of a morning in Africa when I woke up that I was not happy. - Ernest Hemingway

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yanjep

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Dienstag, 15. Dezember 2015, 18:02

Business-Class auf Langstrecke ist jeden Cent Aufpreis wert. Schon wegen der Betten, die eigentlich alle "besseren" Fluglinien anbieten und des Loungezugangs mit kostenlosem Essen und Trinken. Es lohnt sich ein Preisvergleich, weil zwischen den Linien erhebliche Preisunterschiede bestehen.

Es hat sich ein Fehler eingeschlichen und ich kann nicht mehr editieren. So ist es richtig:

Die Unterkunft in Middelburg war in einem Motel, abends, wie gesagt, eine Bikerkneipe aufgetan und am nächsten Morgen sind wir weitergefahren nach Graskop, um für drei Tage die Panoramaroute zu erkunden.

Dort war die Unterkunft in dem Cottage "Wild Forest Inn".

Weiter geht es:

Das Wetter war so lala, viel Nebel, teils Nieselregen und abends richtig kalt. Zum Glück hatten wir einen Ofen im Cottage, den wir gut gebrauchen konnten. Unbrauchbar war leider der Zwei-Platten-Herd. Ich wollte das Abendessen kochen und das Teil hat jedesmal die Sicherung rausgekloppt. Eine nähere Inaugenscheinnahme hat ergeben, daß der Herd vollkommen durchgefault ist. Die Vermieterin hat gleich einen neuen gebracht, den sie offenbar auf Lager stehen hatte. Später konnten wir im Supermarkt sehen, daß diese absolut billig zusammengeklöppelten Teile für kleines Geld offenbar üblicher Standard sind. Ich hoffe nur (glaube es aber nicht), daß alle Häuser, auch die Hütten der einkommensschwächeren Einwohner auf dem platten Land, brauchbare Sicherungen haben. Wenn nicht, dürfte es öfter mal brennen....

Vor dem Haus der Vermieterin haben sich Meerkatzen getummelt, richtig niedlich die Tiere.





Uns wurde allerdings geraten, die Tür abzuschließen, weil die Viecher alles klauen was nicht angenagelt ist. Wie wir später erlebt haben, kommen die wie ein Überfallkommando.... Dazu aber später mehr.

Die Panoramaroute wäre ein echter burner mit dem Mopped gewesen, bei dem Wetter hätte es aber nichts gebracht, welche zu mieten.



Hier hatte sich der Nebel gerade mal verzogen, so daß sich die Landschaft hübsch fotogen präsentiert hat.


Wir haben die Sabie Falls und die Mac Mac Falls, und wie brave Touristen, noch die eine und andere Sehenswürdigkeit angesehen. Jedenfalls die, für die nicht Eintritt gezahlt werden sollte. Ein Obolus für den Mann auf dem Parkplatz ist ja okay, aber nur fürs Wasserfallgucken noch Eintritt zu zahlen, ist nicht so unseres. An so ziemlich jedem Parkplatz waren Stände mit afrikanischen Waren wie Figuren, Stoffe und Kunsthandwerk aufgebaut, die bei den Besuchern regen Zuspruch gefunden haben.

In Sabie haben wir in einer kleinen Brauerei Pause gemacht und uns durch die äußerst leckeren Biere durchprobiert :beer:

Durch Pilgrims Rest sind wir allerdings- ohne anzuhalten - durchgefahren. Das hat uns völlig gereicht, ein einziger Touristenschubs. Das war uns zwar nach der zarten Umschreibung des Reiseführers klar, aber wir wollten uns das Spektakel wenigstens mal ansehen. Es hat sich zwar dauernd wer vor das Auto geschmissen, um uns in eine Parkbucht einzuweisen (danke der Nachfrage, wenn wir hätten anhalten wollen, hätten wir das Einparken auch noch hingekriegt), aber so weit wollten wir dann doch nicht gehen.

Richtig genial war die Wanderung zu den nicht ausgeschilderten Forrest Falls. Man kann nicht ohne weiteres mit dem Auto ranfahren, aber wenn man es täte, würde man einen wunderschönen Spaziergang mit leichten Klettereinlagen durch den Wald, immer entlang eines Bachlaufs, verpassen.



Außerdem ist man quasi alleine an den Falls, unter denen man auch im Pool baden kann.





Das Wetter war an diesem Tag nicht neblig sondern wunderbar sonnig, leider hatten wir kein Badezeug dabei, also habe ich meine Füße ins Wasser gehalten und Mattes ist über die Felsen zu den Fällen hochgeklettert. Ein echtes Highlight und in keinem Reiseführer vermerkt. Es ist mir allerdings schon öfter aufgefallen, dass Reiseführerautoren immer alle die gleichen Sehenswürdigkeiten beschreiben und solche, zu denen man nicht direkt mit dem Auto hinfahren kann, gerne links liegen lassen.

Wir haben in Graskop wieder eine "Biker-Kneipe" aufgetan. Es gab leckere Hamburger am Tresen und ich habe meinen ersten Amarula getrunken. Da konnte man es abends gut aushalten.



Leider war das die letzte vernünftige Kneipe (oder das, was wir unter einer vernünftigen Kneipe so verstehen) auf der Reise :(

Schön war auch der Besuch im Botanischen Garten in Nylsperre. Die Stadt ist grauslich, eine Ansammlung von Einkaufszentren wie eigentlich alle südafrikanischen Kleinstädte, in denen wir waren bzw. durch die wir gefahren sind. Der Botanische Garten war aber zauberhaft schön, eine echte Oase. Als wir an einem Wasserfall ein paar Fotos gemacht haben, wurden mehrere Schulklassen durch den Garten gescheucht und wir haben uns derweil auf eine Bank gesetzt. Kaum haben die Teenies unsere Kameras gesehen, haben sie sich auch gleich in Pose geworfen und wir hatten, ehe wir uns versehen konnten, jeder 4 Kids im Arm und der Lehrer mußte Fotos mit den Handies machen :D .



Fortsetzung folgt.

Yanjep

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Mick777

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Dienstag, 15. Dezember 2015, 19:51

Bin dabei und gespannt wie's weitergeht. Genau in 9 Monaten machen wir diesselbe Tour - die Forrest Falls sind schon notiert :thumbsup:

Viele Grüße

Michael

yanjep

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Dienstag, 15. Dezember 2015, 21:05

Die Forrest Falls sind nicht so einfach zu finden, weil in den Reiseführern nicht aufgeführt. Ich kann gerne die Koordinaten des Parkplatzes und der Falls posten. Es lohnt sich wirklich, der Weg durch den Wald entlang des Baches und die Wasserfälle sind traumhaft schön.

Mit dem Reisebericht geht es dann morgen weiter.

Yanjep

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Mick777 (15. Dezember 2015, 21:26)

Mick777

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Dienstag, 15. Dezember 2015, 21:27

Die Koordinaten nehme ich gerne - hoffe meine Gastgeber in der Villa Ticino kennen es vielleicht auch...

M@rie

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Dienstag, 15. Dezember 2015, 21:37

lG M@rie

"Schildkröten können dir mehr über den Weg erzählen als Hasen." - chin. Chengyu

,,,^..^,,, erst einmal kein Kruger in Planung *schnüff* ,,,^..^,,,

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bibi2406

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Mittwoch, 16. Dezember 2015, 14:36

Hallo Yanjep,

Zu welcher Jahreszeit wart ihr denn dort?
Danke für die Tipp mit den Forest Falls, sieht aber aus, als ob eine Strasse hinführt?

Viele Grüße
Barbara

yanjep

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Mittwoch, 16. Dezember 2015, 17:04

Es führt eine Straße hin, aber für uns sah es nach einer Privatstraße für die Holzwirtschaft aus. Kann sein, daß man die befahren darf. Ich würde immer die tolle Strecke durch den Wald vorziehen, schön am plätschernden am Bach entlang. Ein schmaler Trampelpfad, aber gut zu sehen. Ca. 1/2 Stunde zu Fuß mit ein paar Klettereinlagen über Baumwurzeln. Reisezeit war Mitte September bis Mitte Oktober.

Yanjep

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Mittwoch, 16. Dezember 2015, 19:22

Am nächsten Tag sind wir von Graskop durch ein zauberhaft schönes Bergpanorama



zu unserer nächsten Unterkunft, dem Arimagham Guest House in Phalaborwa in der Nähe des Gates zum KNP gefahren. Es wurde langsam knalleheiß, ein willkommener Kontrast zum Nebel und Regen an der Panoramaroute.

Das Guesthouse liegt in einem Wohngebiet und sieht von außen eher unscheinbar aus, hat aber einen wunderschönen Garten. Auch die Zimmer sind nett möbliert und man kann auf der Terrasse mit Blick auf den Garten draußen sitzen. Wie offenbar üblich, ist das Anwesen festungsähnlich gesichert mit Rolltor, stabilen Zäunen und allem drum und dran. Der Inhaber ist ein Wiener, der seit 50 Jahren in Südafrika lebt und früher ein Unternehmen in der Touristikbranche geführt hat. Er ist sehr nett, hat aber für deutsche Gewohnheiten etwas sonderbare Ansichten über Selbstverteidigung und die dafür nötigen Mittel. Abends waren wir in einem von ihm empfohlenen Grill und haben leckere Hamburger gegessen und Wein getrunken. Die Empfehlung war gut, allerdings haben bei dem wunderbaren Wetter die anderen Gäste drinnen gehockt statt auf der Terrasse (klar, es lief Rugby). Dann noch ein Glas Wein im Guesthouse und eine leider unruhige Nacht, weil sich Mosquitos im Duschvorhang eingenistet hatten.

Am nächsten Tag wollten wir "mal eben" die Wild Card am Gate erwerben und durften erleben, daß die südafrikanische Bürokratie die vielgescholtene deutsche Bürokratie vernichtend um Längen schlägt. Was die nicht alles mit ihrem Terminal veranstaltet haben, bis wir dann nach Ausfüllen eines Fragebogens endlich eine vorläufige Wild Card in Händen hatten...... Danach wollten wir eigentlich zu einem Pub in einem Baobab-Tree fahren, haben uns aber wegen der Hitze und der doch recht langen Strecke entschlossen, den Rat unseres Host zu folgen und von einer Lodge aus eine Flußfahrt auf dem Olifants River zu unternehmen. Die Anfahrt zur Lodge war etwas abenteuerlich, die Strecke führte quer durch eine Industrieanlage. Kurz vor dem Ziel ist uns noch ein großer und offensichtlich als Einzelgänger unterwegs gewesener Büffel (unser erster :) ) mehr oder weniger direkt vor das Auto gerannt. Im Barbereich der Lodge haben wir noch ein paar Castle Bier getrunken, bis es um 15:00 dann losging mit der Flußfahrt.



Während wir langsam und gemütlich den Olifant River längsgetuckert sind, haben wir am anderen Ufer unseren ersten Elefanten gesichtet und natürlich hingebungsvoll fotografiert.



Krokodile, Kormorane, Reiher und Flußpferde waren weitere Erstsichtungen. Sehr schön das ganze.



(Wimmelbild mit Flußpferd)

Zum Abschluß gab es noch einen (auch hier den ersten) Sonnenuntergang über dem Fluß.



Abends haben wir wieder Hamburger und Wein im Grill verspeist, die anderen Gäste saßen auch wieder drinnen (was Wunder, es gab Rugby). Nach einer weiteren Klönrunde mit dem Host konnten wir diese Nacht ungestört und ohne Mozzi-Attacken schlafen. Offenbar wurden sie einer der Behandlungen unterzogen, die unser Host bei jeder Art unerwünschter Eindringlinge für angemessen hält :whistling: .

Yanjep

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Mittwoch, 16. Dezember 2015, 21:17

Ich kann gerne die Koordinaten des Parkplatzes und der Falls posten.
Wie man auch selbst auf die Koordinaten kommen kann, habe ich mal (Der Link ist für Gäste ausgeblendet. Um ihn zu sehen, bitte registrieren!) beschrieben. ;)
"After climbing a great hill, one only finds that there are many more hills to climb"

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Freitag, 18. Dezember 2015, 18:45

Morgens haben wie uns erst mal verproviantiert und sind dann zum Gate aufgebrochen. Frohgemut wollten wir in den KNP einfahren, aber der Mann am Gate wollte uns nicht durchlassen und hat uns mit lässiger Geste Richtung Parkplatz gewiesen. Uns dann auch noch zu sagen, warum er uns nicht reinlassen will, wäre wohl etwas viel der Mühe gewesen. Wir haben dann beobachtet, daß die anderen Parkbesucher am Gate ein Blatt Papier vorgewiesen haben. Aha, ein offizieller Zettel, der den Zugang ermöglicht...... Vermutlich bekommt man den im Büro. Allerdings haben wir am Vortag am Gate des Parks die Wild Card erworben. Den Schluß, daß wir als Touris aus Übersee möglicherweise in nächster Zeit an gerade diesem Gate in den Park möchten, hat die Dame, die uns gestern die Wild Card ausgestellt hat, offenbar nicht gezogen. Sonst wäre es naheliegend gewesen, uns auch gleich das Permit anzubieten oder zumindestens zu informieren, daß wir eines brauchen und - noch weitergehend - das Formular zum Ausfüllen zu geben :love: Mattes stand kurz vor dem emotionalen Siedepunkt, also bin ich alleine in das Büro und habe dann auch das Permit bekommen. Erstaunlich genug, daß man auch ein Permit braucht, um den Park wieder zu verlassen.... Aber wenigstens das sollte automatisch beim Auschecken in der letzten Unterkunft ausgestellt werden.

Auf dem Weg zu unserer Unterkunft im Mopani Rest Camp haben wir trotz Mittagshitze schon die ersten Elefanten, Antilopen und Gnus gesehen, sehr schön :thumbsup: .











Die Lage des Camps ist sehr schön an einem Damm mit vielen Vögeln

(Beispielbild, andere Vögel als diesen glänzenden Gesellen gab es natürlich auch)

gelegen und die Hütte einfach aber mit allem ausgestattet, was wir benötigen. Nach Spagetti Carbonara zum Abendessen habe ich noch eine Runde im mittlerweile unbeleuchteten Pool gedreht (war ein bißchen unheimlich, ehrlich gesagt), ein Paar Gläschen sehr leckeren südafrikanischen Weißwein weggeschlabbert und dann ab ins Bett :sleeping: .

Am nächsten Morgen sind wir gegen 8:00 losgefahren (ich weiß, wir hätten früher loskommen sollen, aber ich mag nicht im Morgengrauen aufstehen und ohne Frühstück losfahren). Tiersichtungen mit Elefanten, Büffeln, Zebras und Antilopen hatten wir trotzdem reichlich.

Ist schon beeindruckend, die Tiere in freier Wildbahn zu beobachten, statt im Zoo. Vor allem bei den Elefanten kann ich mir nicht vorstellen, daß die mit ihrem ausgeprägten Sozialverhalten und Platzbedarf in einem Zoo auch nur annähernd artgerecht gehalten werden können. Nach einem Besuch im Shingvedzi Camp, wo gerade ein Festival mir klassischer Musik stattgefunden hat, sind wir zu unserem Camp zurückgefahren. Dort konnte ich zu meinem größten Erstaunen feststellen, daß der Raum hergerichtet und das Geschirr abgewaschen worden ist. Da hätte ich im Leben nicht mit gerechnet.

Nach Spagetti Bolognese (wir mögen nicht grillen) noch ein bißchen faullenzen, im Pool plantschen und Abends in Richtung Bar geschlendert. Pustekuchen, die Bar war zu und das Restaurant proppevoll ( Hatte ich schon erwähnt, daß Rugby WM war?). Na egal, dann eben Sonnenuntergang gucken am Damm,



ein paar Chips zum Wein futtern und ab in die Falle.

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Samstag, 19. Dezember 2015, 13:17

Frühmorgens am Damm konnte ich eine Elefantenherde beobachten, die aus dem Wald gekommen ist, um am Damm zu trinken. Ein wunderbarer Anblick, wie sie mit "Kind und Kegel" langsam am Damm entlanggezogen sind und dann wieder im Wald verschwanden.



Zum Frühstück gab es Eier, Speck und Bohnen, anschließend sind wir zu unserem nächsten Camp, dem Olifant Camp, aufgebrochen. Viele Tiere haben wir nicht zu Gesicht bekommen, aber doch das eine oder andere Zebra und natürlich Antilopen satt.



Das Camp ist schön gelegen am wenig Wasser führenden Olifant River.



Leider haben wir keine Hütte mit Küche bekommen, BW-Besteck, Plastikteller und Tassen nehmen wir sowieso immer mit, es fehlten nur leider Topf und Pfanne. Nun gut, dann eben Hamburger im Restaurant und ein schöner Sonnenuntergang über dem Olifant River.

Tag drauf waren wir zu faul, groß rumzufahren und haben uns im Camp rumgetrieben, bißchen auf der Terrasse lesen, bißchen schwimmen im Pool und einen Topf, Gemüse und Lamm zum grillen im Shop erworben.

Obwohl überall Schilder angebracht sind, daß die Meerkatzen alle Lebensmittel klauen, haben die Leute in einer Hütte etwas weiter ihre Vorräte auf der Terrasse stehen gelassen. Also Maiskolben, Yoghurt, Brot, Süßkram und so weiter und so fort und sind weggefahren. Die Äffchen kamen wie ein mittleres Rollkommando und haben wirklich alles gestohlen und aufgefuttert. Die waren sogar in der Lage, Verpackungen aufzureißen. Als wir hinkamen, war das Schaden schon angerichtet und die Äffchen hatten reiche Beute gemacht.







Der Versuch, auch endlich mal den Grill auszuprobieren, ist grandios in die Hose gegangen. Wahrscheinlich sind wir es nicht richtig angegangen, aber das gegrillte Lamm hat überhaupt gar nicht geschmeckt , viel zu fettig und ungenießbar ;( . Wenigstens war das dazu gekochte Gemüse mit einem Stück Brot in Ordnung. Dann noch ein Glas Wein auf der Terrasse und ab ins Bett.

Yanjep

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Samstag, 19. Dezember 2015, 19:36

Auf den 150 Km nach Lower Sabie, unserem letzten Camp im KNP haben wir viele Tiere gesehen wie Büffel, Zebras, Giraffen, Gnus, Elefanten und auch Nashörner.

Herr und Frau Büffel sind schmusig





Das Camp selber verströmte den dezenten Charme der 50er Jahre und unsere Hütte - eine andere war nicht mehr frei, das Camp war ausgebucht - war mit ohne alles, also weder Küche noch Klo. Nicht mal eine eigene Terrasse sondern nur ein Tisch und 2 Stühle im Sand. Nun ja, es ging auch. Vom Bordwalk am Restaurant aus hat man einen wunderbaren Blick über den Sabie River mit Elefanten, Flusspferden und Vögeln. Wir haben unser im wahrsten Sinne des Wortes Eintopfgericht (wir haben genau einen Topf im Shop erstanden, das Blechdings war teuer genug, da wollten wir nicht noch eine verbeulte Blechpfanne kaufen) in der Gemeinschaftsküche gekocht. Ich sollte mal ein Kochbuch zum Thema "kochen mit nur einem Topf und BW-Besteck" schreiben, das Hähnchengeschnetzelte mit Nudeln war jedenfalls lecker.

Danach haben wir den Sonnenuntergang über dem Sabie River genossen




Anschließend haben wir auf der Lästerbank, will sagen an unserem Tisch, Platz genommen und den Auftritt eines leicht pusseligen älteren Ehepaares staunend verfolgt. Die haben ein riesiges Federvieh auf ihrem Grill zubereitet, was alleine schon mit einigem Aufwand und viel rein und raus in der Hütte zu tun hatte. Einfach nur draußen hinsetzen und dem Tier beim gar werden zusehen, wäre zu einfach gewesen. Aufgehalten wurde sich drinnen und nur zum gucken oder um irgendwas an dem Grill rumzufummeln kam man raus. Leider hat die Tür laut laut vernehmlich geknarzt. Auf die Idee, die Tür irgendwie zu blockieren ist man nicht gekommen, also raus "knaaaarz", am Grill rumfummeln, wieder rein "knaaaarz", fünf Minuten danach wieder raus "knaaarz", am Grill rumfummeln, wieder rein "knaaaarz", fünf Minuten später ........ Endlich war das Huhn gar und es wurde zum Essen geschritten. Die benötigten Utensilien, also Besteck, Teller, Gläser wurden jeweils einzeln von drinnen geholt "knaaaarz" und nach Ende des Gelages einzeln zum Abwasch und wieder reingetragen "knaaarz". Gegen 19:30 Uhr hatt es sich ausgeknarzt und man hat sich in die Hütte verzogen. Wir haben den schönen Frühjahrsabend bei ein paar Glas Wein und etwas zu knabbern noch genossen und haben uns irgendwann auch hingehauen.

Am nächsten Morgen haben wir uns in das unglaubliche Gewusel einer afrikanischen Kleinstadt gestürzt, um einzukaufen. Das muß man mal erlebt haben, echt irre. Ein Friseursalon in einer Blechhütte vom Ausmaß eines Trafohäuschens, Dienstleistungen aller Art wurden auf offener angeboten Straße und alles wuselt geschäftig durcheinander. Erst haben wir uns etwas unwohl gefühlt, aber wir wurden überhaupt nicht beachtet. Also rein in den Sparladen und eingekauft, was gebraucht wird. Für welches Gericht man allerdings Hühnerfüße und -schnäbel braucht, die auf einem großen Haufen lagen, hat sich uns allerdings nicht erschlossen. Eigentlich wollten wir es auch gar nicht so genau wissen... Auf der Landstraße war auch unglaublich viel los. Kühe, Schafe, Ziegen, Kinder und Tramper auf dem Randstreifen und gelegentlich auch mitten auf der Straße, ein wenig gewöhnungsbedürftig war das schon.

Man kann übrigens nicht einfach so raus aus dem KNP und wieder rein sondern muß das auf dem Permit vermerken lassen. Mittlerweile sind wir schon etwas vertrauter mit südafrikanischer Bürokratie, also nicht wundern sondern abstempeln lassen.... Auf dem Rückweg haben wir neben den üblichen Antilopen auch ein paar Affen gesehen, die sich an einem kleinen See verlustiert haben.




Glückwunsch, es ist ein Söhnchen

Wer hat, der hat


Zurück im Camp war das knarzende Ehepaar schon abgereist und die Typen in der Nachbarhütte haben auf ihrem Grill erst ein riesiges Freudenfeuer veranstaltet und dann erstaunliche Mengen Fleisch gegrillt und verspeist. Wir hatten ein ungegrilltes aber leckeres Abendessen, bestehend aus einem Eintopfgericht (Nudeln mit selbstgebasteltem Gulasch) was zu knabbern und ein Paar Glas Wein.

Am späten Abend ist der Abfluß direkt neben unserer Hütte übergelaufen und es hat dezent nach Scheiße gemüffelt. Über das Bächlein auf dem Weg zum Klo immer schön drüberspringen und nicht aus Versehen hinein :rolleyes: .


Yanjep

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SilkeMa

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Samstag, 19. Dezember 2015, 20:08

Das Camp selber verströmte den dezenten Charme der 50er Jahre und unsere Hütte - eine andere war nicht mehr frei, das Camp war ausgebucht - war mit ohne alles, also weder Küche noch Klo. Nicht mal eine eigene Terrasse sondern nur ein Tisch und 2 Stühle im Sand. Nun ja, es ging auch....

Hallo Yanjep,
danke für Deinen amüsant geschriebenen Reisebericht :danke: !
Bei der Beschreibung über die Unterkunft in Lower Sabie sind bei mir alte Erinnerungen hochgekommen. Sehen die von Dir beschrieben Unterkünfte immer noch so aus wie hier auf meinen damaligen Fotos?: (Der Link ist für Gäste ausgeblendet. Um ihn zu sehen, bitte registrieren!)
Ja, man muss leider hier sehr früh verbuchen. Im letzten Jahr hatten wir dagegen in Lower Sabie eine Luxusunterkunft :) ;).
VG,
Silke

yanjep

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Sonntag, 20. Dezember 2015, 10:43

Exakt so sahen die Hütten aus :whistling: .

Nun ja, zum schlafen war es ok. Ansonsten fand ich das Camp ganz schön gelegen.

Yanjep

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SilkeMa (20. Dezember 2015, 16:23)

yanjep

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Sonntag, 20. Dezember 2015, 16:04

Als wir morgens aufgestanden sind, lief der Abfluß immer noch, irgendwann kam ein Offizieller, hat sich das Elend beguckt, laut in sein Handy gebrüllt und ist wieder verschwunden. Die beiden aus der Nachbarhütte kamen kurz darauf aus ihrer Hütte gestürmt, riefen was von Löwengebrüll, das sie gehört hätten, warfen sich in ihr Auto und verschwanden.... Ob da ein Zusammenhang besteht, wer weiß :rolleyes: Als sie nach einer halben Stunde wieder gekommen sind, war jedenfalls von einer Löwensichtung keine Rede und der Abfluß lief immer noch (vermutlich verströmt er noch heute appetitanregende Gerüche)

Wir haben noch eine Runde durch den Park gedreht und wieder viele Tiere gesehen. Affen, ein riesengroßes Nashorn, Giraffen, Vögel, Warzenschweine und diverse Antilopen. Leider wieder keine Katzen, schade eigentlich :(





Den Viechern möchte ich nicht im Dunkeln begegnen

Ich glaube, wir standen auf ihrem roadkill




An der Grenze zu Swasiland dann wieder das volle bürokratische Programm. Nun gut, in Europa hat man ja schon verdrängt, wie Grenzübertritt anderswo funktioniert.

Also erst mal von Südafrika nach Swasiland ausreisen. Das sollte einfach sein, aber aus irgendeinem Grund haben wir uns am Schalter "Einreise" angestellt und unsere Päße mit einem weiteren hübschen Einreisestempel versehen lassen. Das ist dem äußerst netten Grenzbeamten auf der Swasilandseite bei der Einreise dort aufgefallen. Nach einigen hin und her haben wir kapiert, was falsch gelaufen ist und sind wieder rüber nach Südafrika. Da mußte dann der Einreisebeamte den Stempel ungültig machen und wir uns beim Ausreisebeamten einen Ausreisestempel holen. Der Einreisebeamte in Swasiland hat uns dann den Einreisestempel gegeben und wir wollten mit dem Auto vom Südafrika-Parkplatz nach Swasiland fahren. Natürlich hat man uns nicht reingelassen und an einem weiteren Schalter verwiesen, wo diverse Formulare zum Ausfüllen bereit lagen. In völliger Unkenntnis, welches wir ausfüllen sollten haben wir von der auch hier sehr freundlichen Grenzbeamtin erfahren, daß wir noch die Maut bezahlen müssen. Also das richtige Formular ausgefüllt, die Maut bezahlt und nach Swasiland eingereist.

Über unspektakuläre aber mit den üblichen Menschen, Kühen, Ziegen, Schweinen und Schlaglöchern gefüllte Straßen, vorbei an kleinen Siedlungen mit ziemlich ärmlichen Hütten sind wir zu unserer Unterkunft Simunye Country Club gefahren. Der Country Club ist in dem bettelarmen Land ganz offensichtlich der Oberschicht vorbehalten, es war allerdings kaum was los. Eine schöne Anlage, unser Cottage bestand aus einem recht komfortabel ausgestatteten Holzhaus auf Stelzen mit Veranda. Ich habe eine Runde in dem großen Pool direkt vor der Barterrasse gedreht und mir auf dem Rückweg im kalten Wind eine grandiose Erkältung geholt .

Das Abendessen auf der zum Restaurant gehörenden Veranda war allerdings ein Reinfall. Der schlechteste Burger, der uns bislang untergekommen ist und lauwarmer Weißwein;(. Die Bedienung hat den Weißwein nach Beschwerde wieder mitgenommen ist aber nicht auf die Idee gekommen, daß wir vielleicht was anderes trinken wollten. Vielmehr hat sich niemand mehr blicken lassen, nicht mal zum bezahlen. Wir sind zum bezahlen dann reingegangen, wo sich alle Bedienungen im leeren Restaurant gelangweilt haben. Sorry, aber für die Leistung gab es kein Trinkgeld... Das versprochene WLAN ging auch nicht, nun ja. Vom Tisch habe ich noch einen Aschenbecher mitgehen lassen, weil es in dem Cottage keinen gab und wir haben den Abend bei Wein und Knabberzeugs ausklingen lassen

Am nächsten Morgen über die üblichen Straßen voll mit .... na ihr wißt schon, zum Grenzübergang. Die Ausreise ging einfach vonstatten, wenn auch gerade vor uns eine ganze Busladung anderer anderer Touristen angekommen ist und wir in einer langen Schlange ganz hinten gelandet sind.

Bei der Einreise nach Südafrika wurden die Bustouristen schnell abgefertigt, unser Auto aber auf links gedreht. Der Grenzpolizist hat in jede Schachtel und jede Tasche geguckt, unter die Autositze und wollte Zoll für den Wein, den wir noch in Südafrika gekauft und lediglich einen Tag lang durch Swasiland spazieren gefahren haben. Irgendwann bin ich ein bißchen barsch geworden und er hat mit dem Thema Zoll Ruhe gegeben. Einigen Erklärungsbedarf hat allerdings meine E-Zigarette nebst Liquid ausgelöst, die ich im Handschuhfach liegen hatte. Mit der konnte er rein gar nichts anfangen. Zum Glück wußte er allerdings auch nicht, daß Nikotinliquid in Südafrika verboten ist. Ich habe ihm vorgemacht, wie eine E-Zigarette genutzt wird, er hat verstanden, daß es weder eine Waffe noch Rauschgift ist, Europäer offensichtlich eine Meise haben und an komischen Dingern herumsaugen und wir konnten endlich wieder nach Südafrika einreisen und Richtung Küste weiterfahren.

Yanjep

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Mick777

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Sonntag, 20. Dezember 2015, 16:37

Das klingt ja lästig bei der Ausreise - über welche Grenze seit ihr denn aus Swaziland raus? Grüße Michael

yanjep

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Sonntag, 20. Dezember 2015, 17:25

Wir sind über Mananga nach Swasiland rein und über Lavumisa aus Swasiland rausgefahren. Eigentlich hat sich die Aktion nicht gelohnt und wir hätten auch außenrum fahren können. Aber es war schon eine Erfahrung wert.

Yanjep

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Sonntag, 20. Dezember 2015, 18:29

Wir sind dann weitergefahren zum Hluluwe-Imfoloze Game Reserve, wo wir in der (außerhalb des Reserve gelegenen) sehr empfehlenswerten Bushbaby Lodge untergekommen sind. Nette Cottages mit Gemeinschaftsküche und einem Barbereich auf einem sehr weitläufigen Gelände mit Garten, Pool und Buschland drumherum (gehört zum Grundstück). Der Betreiber ist ein Niederländer, den die Liebe nach Südafrika verschlagen hat. Er spricht deutsch und war früher als selbstständiger Fotograf tätig. Sehr schön, ich konnte ihm ein Paar Tips und Tricks zum Thema "food-fotografie" entlocken. Das Örtchen, in dem wir uns noch verproviantiert haben, war das totale Chaos, alles wuselte und wimmelte durcheinander, durch den Spar-Markt und an den Marktständen vorbei. Sehr afrikanisches Flair, uns hat es gefallen. Wir wollten noch mal versuchen zu grillen und haben Bratwurst gekauft. Diesmal war das Grillen von Erfolg gekrönt und die Wurst war sehr eßbar.

Der Betreiber ist sehr tierlieb und hält zum Spaß einige Zebras, Antilopen und Gnus auf dem Gelände, die auch noch äußerst fotogen sind.



Abends werden die Namensgeber, die Bushbabies gefüttert, die von ihrem Baum runterkommen und dann natürlich fotografiert werden.



Die Insekten scheinen hier irgendwie mutiert zu sein und neigen zu Riesenwachstum. Ein riesiger Käfer ist orientierungslos durch die Gegend gebrummt und ein noch viel riesigeres Heupferd ist mit lautem Plumps vom Dach gefallen.



Außerdem scheinen irgendwelche Insekten im Sand zu leben, irgendwann sind sie massenhaft ausgeschwärmt, planlos durch die Luft geflattert und wurden von den Meerkatzen eingefangen und aufgefressen. Ein paar Minuten später haben sich die Überlebenden wieder in ihre Sandlöcher verzogen. Außerdem gab es endlich wieder Internet, Mattes hat sich irgendwie für lau reingemogelt, ich habe 50 Rand bezahlt. Abends haben wir noch mit dem Host an der Bar gesessen und geklönt.

Am nächsten Tag sind wir in das Game Reserve mit dem unaussprechlichen Namen gefahren. Ehrlich gesagt war es ein Reinfall. Die Ausbeute an Tieren war außer ein paar Zebras und einer riesigen Büffelherde in einem Tal äußerst gering, allerdings war die Bergwelt sehenswert.







Die Straßen waren so schlecht, daß Mattes, der wirklich nicht zimperlich ist, bald die Nase voll hatte. Man mußte buchstäblich zwischen Schlaglöcher, die ihresgleichen suchen, rumfahren und ist immer wieder voll in eines reingeknallt. Zum Glück hatten wir Flußpferde schon im KNP gesehen.



Wir hatten bald keine Lust mehr, noch länger auf diesen unglaublich miesen Straßen herumzufahren, also sind wir zur Lodge zurückgefahren und haben relaxt. Abends haben wir noch mal Bratwurst gegrillt, an der Bar war es rappelvoll, es war nämlich immer noch Rugby-WM.

Uns hat es in dieser Lodge sehr gut gefallen, ich kann sie, schon wegen des netten Betreibers, nur empfehlen. Im Game Reserve könnte es jedenfalls nichts schaden, nicht nur Eintritt zu verlangen sondern auch mal die Straße instand zu setzen. Obwohl, ich will nicht ungerecht sein, einen Bautrupp haben wir gesehen. Insgesamt, glaube ich, sechs Mann. Je einer hat mit einem Schild die Baustelle vorn und hinten abgesichert, drei Mann haben über irgendwas wichtiges nachgedacht und einer hat die Schaufel geschwungen 8)

Yanjep

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