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LaForzaDelMale

verrücktes Mausehuhn

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Mittwoch, 30. März 2016, 17:23

Reisebericht - Der erste Kulturschock in Afrika – oder die beiden vom Dorf, die auf den noch unbekannten Kontinent reisten

Hallo ihr Lieben,

unsere Reise ist schon etwas her, aber da ich hier im Forum viele nützliche Tipps gefunden habe, will ich es nicht versäumen einen Reisebericht zu schreiben - besser spät als nie ;-)
Wir waren im November 2014 das erste Mal in Südafrika. Danach waren wir im November 2015 in Botswana und Südafrika und im April geht es nach Namibia und Südafrika.
Hier geht es jetzt aber um die Reise aus 2014. Also wenn ihr Lust habt, dann springt doch fix auf, ich würde mich freuen:



07.11.2014
Endlich ist es soweit. Der so lang herbeigesehnte Urlaub – unsere Hochzeitsreise - fängt an, zuerst haben wir aber eine lange Tour vor uns. Mein Mann arbeitet bis mittags und um 15:00 Uhr ist die Abfahrt von zuhause geplant. Unser Kater Martin begleitet uns noch bis an die Mauer vor dem Haus und „winkt“ uns zum Abschied hinterher, zumindest reden wir uns das ein :D Obwohl wir ja nicht zum ersten Mal verreisen, fällt uns der
Abschied von den Katzen sehr schwer.

Die Fahrt zum Flughafen nach Hannover verläuft reibungslos. In Hannover angekommen gehen wir in der Nähe vom gebuchten Parkplatz noch bei Kochlöffel was essen (es schmeckte scheußlich) und rufen dann beim Parkplatz an, dass wir gleich da sind, damit uns jemand abholt. Nach ewigem Warten hatte ich schon Angst den Flieger zu verpassen, aber dann kommt endlich jemand, lädt unser Gepäck ein und bringt uns zum Flughafen. Hier konnten wir dann auch direkt einchecken und haben erfahren, dass für den Langstreckenflug von Frankfurt nach Johannesburg nur noch blöde Sitzplätze vorhanden sind :thumbdown:

Wir sind dann nach dem Einchecken noch in das Büro der Lufthansa gegangen und eine überaus nette Mitarbeiterin hat uns die Plätze dann doch noch umgebucht, sodass wenigstens einer von uns am Gang sitzen konnte. Dann ging es auch schon durch die Sicherheitskontrolle, wo ein passiver Drogenspürhund vom Zoll zugange war und die Leute beschnüffelt hat, jedoch nichts finden konnte. Da ich alles liebe, was vier Beine und Fell hat, hab ich mir das interessiert angeschaut.

Auf dem kurzen Flug nach Frankfurt hatten wir drei Plätze für uns, sehr gut! Nun noch ein bisschen Zeit in Frankfurt totschlagen und schon geht es gegen 22 Uhr weiter mit dem A380 nach Johannesburg. Zu essen gab es für meinen Mann scharfes Rindfleisch mit Reis und für mich Nudeln mit Gemüsebolognese. Beides war überraschend lecker. Der Flug verlief ohne größere Probleme, außer dass wir schlecht schlafen konnten, die
Entertainmentsysteme ständig abgestürzt sind, die Klimaanlage nicht funktionierte (es war sauheiß im Flieger) und die Toilettenspülung beim letzten Drittel des Fluges auch den Geist aufgegeben hat. Das Fazit für unseren ersten Flug in einem A380 lautet: Auch nicht anders als in anderen Flugzeugen: Einfach nur nervig, unbequem und langweilig.

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LaForzaDelMale

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Mittwoch, 30. März 2016, 17:46

08.11.2014

Wir kommen gegen 09:00 Uhr Ortszeit müde und kaputt in Johannesburg an. Die Einreise war ganz easy und ging schnell. Dafür mussten wir ewig auf unser Gepäck warten. Ich hatte schon Angst, dass es verlorengegangen ist, doch dann kam es glücklicherweise doch noch an. Nun haben wir uns erst einmal zwei Stangen Zigaretten gekauft, sehr günstig – das freut das Raucherherz! Also erst einmal eine geraucht, puh, ganz schön warm hier, und zig Leute abgewimmelt, die uns alle „helfen“ wollten. Dann ging es ab zu Europcar den Mietwagen abholen. Auch hier ging alles ganz fix und wir haben unseren Chevrolet Sonic, welchen wir auf den Namen Waltraut tauften, entgegengenommen. Nachdem wir gefühlte zehnmal im Kreis gefahren sind, haben wir endlich den Weg vom Flughafen weg gefunden. Mein Mann kam direkt sehr gut mit dem Linksverkehr klar. Er war wohl noch nicht ganz aus der Übung. Nach einer kurzen Strecke stellte sich dann heraus, dass Waltraut nicht die Beste war. Überall hat sie geklappert und viele PS hatte sie auch nicht gerade. Mein Mann hat sie ziemlich ausgeschimpft…Die Arme. Als wir auf die Autobahn gekommen sind, staunten wir nicht schlecht, dass aus den Townships links und rechts von der Straße die Leute rauskamen und einfach quer über die Autobahn liefen. Viele standen auch am Straßenrand und wollten mitgenommen werden. Tatsächlich haben viele Autos mitten auf der Autobahn angehalten, um sie mitzunehmen…sehr befremdlich für uns, geht es doch bei uns auf dem Dorf eher besinnlich zu – Welcome to Africa! Aber Waltraut kannte das wohl schon und hat uns sehr gut durch dieses Chaos durchmanövriert. Nach langer Fahrt durch sehr abwechslungsreiche und interessante Landschaft sind wir gegen 15:30 Uhr in unserem Hotel Casterbridge Hollow in White River angekommen. Hier wurden wir sehr nett in Empfang genommen, uns wurde eine hausgemachte Limonade angeboten, die mein Mann abgelehnt hat. Ich habe aber eine getrunken, aber sie war etwas bitter. Bei bitteren Geschmäcken bin ich wirklich heikel und hab sie dann aus Höflichkeit runtergekippt. Unsere Koffer wurden in unser Zimmer gebracht. Das Zimmer war sehr schön und groß. Auf dem Fußboden lag ein Herz aus Rosenblüten, das hat besonders mich erfreut. Mein fand es nervig, da er die Blüten ständig an den Füßen kleben hatte – Männer eben.

Draußen waren 26 Grad und wir machten uns nach kurzem Frischmachen auf zum Geldautomaten und zum Getränke holen. Auf diesem Weg sind wir am Pub Gumtreez vorbeigekommen, in dem wir direkt für abends einen Tisch reserviert haben. Im Super Spar haben wir dann Wasser gekauft und im Liquor Store Bier. Als wir nach dem Einkaufen zurück zum Hotel sind, haben wir eeeeeeeeeeendlich geduscht (das war dringend notwendig) und uns für den Pub fertiggemacht. Um 18:30 Uhr gingen wir dann zu Fuß los und dort angekommen bestellten wir eine Flasche des Hausweins, später noch eine, ein 500g Rumpsteak für den Herren und einen Beefburger mit Ei für mich. Insgesamt haben wir dafür 441 ZAR bezahlt. Wir saßen im Raucherbereich, der wirklich urig war. Ein zeltähnliches Gebilde mit Kamin. Da an diesem Abend Südafrika gegen Irland Rugby gespielt hat, war der Pub rammelvoll. Eine Pubkatze gab es auch, die neben unserem Tisch ihr Essen stehen hatte. Sie war sehr nett und wir mussten wieder an unsere Babys zuhause denken. Das Rugbyspiel war sehr interessant, auch wenn wir die Regeln nicht wirklich verstanden haben und Südafrika verloren hat. Es war ein sehr schöner Abend und zurück im Hotel fallen wir direkt todmüde ins Bett.





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Kitty191

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Mittwoch, 30. März 2016, 17:47

Hallo LaForza,
ist zwar schon ein bißchen her, springe aber gerne noch mit auf. :thumbup:
Liebe Grüße Kitty


P.S. Bin gespannt, wie es weiter geht.


P.P.S. Vielleicht hätte Euer A380 Chefdriver auch vorher nochmal den Reset-Knopf drücken sollen um das Wasserpumpenproblem und die AC in die richtige Spur zu schicken. :)
Falls Du glaubst, dass Du zu klein bist um irgendwas zu bewirken, dann versuche mal zu schlafen, wenn eine Mücke im Zimmer ist
Dalai Lama

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LaForzaDelMale

verrücktes Mausehuhn

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Mittwoch, 30. März 2016, 17:53

Das mit den Bildern einfügen musste ich erst noch üben, aber jetzt hab ich den Dreh raus :-)
Werde den ganzen Reisebericht nicht mehr schaffen, bis wir nächste Woche Freitag wieder losfliegen. Mal schauen, wie weit ich komme :-)

LaForzaDelMale

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Mittwoch, 30. März 2016, 18:17

09.11.2014

Um 06:00 Uhr klingelt der Wecker, schließlich wollen wir was vom Tag haben und sind ja nicht zum Ausschlafen hier. Also schnell ins Bad und dann ab zum Frühstück. Unser erstes Frühstück in Südafrika und es war erstaunlich gut. Es gab verschiedene Würstchen, Eier, Speck, Bohnen, Toast, Obst, Joghurt und Marmelade. Dann kam eine Katze zu uns. Vom Personal haben wir erfahren, dass sie Crisha heißt und sie hat gleich mal bei meinem Mann etwas Wurst abgestaubt. Ein Kater namens Nelson war in der gegenüberliegenden Galerie eingesperrt und war sehr zornig darüber erst um 10:00 Uhr rauszukommen, wenn die Galerie öffnet. Alles Kratzen an der Tür hat nichts genutzt und er musste weiter warten.
Nach dem Frühstück sind wir das erste Mal tanken gefahren - für 440 ZAR. Das war ganz angenehm. Man bleibt im Auto sitzen, bekommt vollgetankt und währenddessen werden die Scheiben gewaschen. Dann haben wir uns aufgemacht zur Erkundung der näheren Umgebung. In Hazyview fiel uns auf, dass alle 10 Meter sinnlose Stoppschilder kommen, an denen aber tatsächlich jeder anhält, also wir wohl auch :thumbsup: Unser nächster Stopp waren die sogenannten Three Rondavels, für die wir 10 ZAR Eintritt bezahlt haben.
An diesem Aussichtspunkt haben wir unsere erste deutsche Reisegruppe gesehen und waren mal wieder überzeugt davon, dass unsere Art zu reisen genau die richtige ist. Furchtbare Reiseleiter, genervte Urlauber und überall wird man durchgetrieben und muss sich der Gruppe anpassen…Grässlich, aber zum Glück nicht unser Problem. Außerdem haben wir einige Franzosen gesehen, die uns mit ihren Ausrufen „sacre bleu, Ohlàlà und magnifique“ wieder sehr erfreut haben. Wir machen uns im Urlaub immer ein bisschen über die Franzosen lustig, bzw. über ihre Sprache. Einige Eidechsen haben wir hier auch getroffen. Am Parkplatz des Aussichtspunktes wurden Souvenirs, Holzfiguren, Tücher und so Krimskrams verkauft. Wir haben kurz überlegt uns Hüte gegen die Sonne zu kaufen, haben das dann aber erst einmal nach hinten geschoben.
Die Weiterfahrt führte uns zu einem anderen Aussichtspunkt für 20 ZAR in der Nähe von Hoedspruit. Hier sind ein paar Paviane rumgelaufen. Da wir beim Aussteigen aus dem Auto aber sofort von komischen kleinen Insekten attackiert wurden, war unser Aufenthalt hier eher dürftig. Schnell ein paar Fotos gemacht und dann lieber fix wieder ins Auto, zumal ich den Pavianen sowieso nicht getraut habe. Da es nun schon gegen Mittag war, haben wir unsere Fahrt nach Hoedspruit angetreten und haben uns etwas zum Lunch gesucht. Gelandet sind wir im Sleeper’s. Bei 35 Grad im Schatten haben wir uns rausgesetzt und wollten nur eine Kleinigkeit. Aufgrund eines Missverständnisses haben wir dann aber keinen normalen, sondern einen doppelten Burger bekommen. Mein Mann einen Jalapeno Cheese Burger und ich einen Brekkie Burger mit Ei. Bezahlt haben wir hierfür mit Getränken 230 ZAR. Das Essen war ganz lecker, aber nicht zu schaffen. Ein Hund, der vermutlich zum Restaurant gehörte und wie eine laufende Bockwurst aussah, hat uns angebettelt, wir sind aber stark geblieben und haben ihm nichts gegeben.

Mein Mann hat sich beim Essen überlegt, dass wir eine Flugsafari machen könnten. Also lange Rede, kurzer Sinn, ab zum Flughafen. Dieser hatte aber leider zu und unsere Safari ist somit ausgefallen. Aber im Busch wartet ja noch genug Safari auf uns in den nächsten Tagen. Also machen wir uns langsam auf die Rückreise nach White River, was immerhin ca. 130 km sind. Leider haben wir uns bei dem Rückweg für die Strecke über die R40 entschieden. Diese sogenannte Autobahn, die unserer Meinung nach nicht mit einer Landstraße bei uns zu vergleichen ist, war wirklich sehr „interessant“ und anstrengend. Hier sind zig Kühe, Ziegen, Paviane, Hunde und Leute über die Straße gelaufen, man kam durch Dörfer, in denen man den Eindruck hatte, dass die Bewohner ihren Müll und Dreck einfach aus den Fenstern werfen. Überall Unrat! Für uns unverständlich, wie man so wohnen kann und will. Wir sind aber auf der Fahrt auch noch an einem eingezäunten privaten Wildreservat vorbeigekommen, in dem wir direkt hinter dem Zaun einige Tiere erspähen konnten – unsere ersten Safarierfolge 8o Es gab ein lustiges Warzenschwein mit Baby, kleine und größere Antilopen, noch mehr Paviane, einer große Büffelherde, 2 Straußen, Geier und Vögel zu sehen, die wir Nacktvögel nannten, weil ihre Federn so komisch aussahen, als wenn sie gar keine hätten. Leider hab ich kein Bild. Also doch nicht alles soooo schlimm auf der R40. Auf dem Rückweg hat dann noch unser geliebtes Navi Else wegen der Hitze aufgegeben (40 Grad draußen, an der Autoscheibe viel heißer). Ihre Rettung kam kurz darauf, als es kurzzeitig anfing zu regnen und die Temperatur schlagartig auf 20 Grad runtergekühlt ist. Verrückte Temperaturunterschiede…
Als wir wieder im Hotel angekommen sind, hat sich das Wetter wieder in heiß verwandelt, mein Mann ist im Pool schwimmen gegangen, ich hab noch 1,5 Stunden geschlafen und dann wurde es auch schon wieder Zeit für’s Abendessen. Irgendwie hatten in White River sonntags alle Restaurants geschlossen, sodass uns nur ein Chinese auf der anderen Straßenseite übrig blieb. Auf dem Weg dahin haben wir viele große Käfer und Frösche getroffen…genau das Richtige für mich mit meiner Froschphobie…Bei dem Chinesen waren nur chinesische Gäste, was wir als gutes Zeichen werten. Die Gäste hatten auch viele chinesische Kinder dabei, die ziemlich laut waren. Die Inhaberin hat sich hierfür sofort entschuldigt, aber es hat uns nicht weiter gestört. Außerdem hat sie uns erzählt, dass sie traditionelle chinesische Küche kocht. Wir waren also gespannt. Bestellt haben wir dann für meinen Mann Schweinefleisch Szechuan Art und für mich Rindfleisch mit schwarzem Pfeffer. Beides war wirklich sehr lecker und sehr hübsch angerichtet. Unser Kellner hat sich für einfach alles bedankt. Sogar wenn man zu ihm „danke“ gesagt hat, hat er sich noch bedankt. Irgendwann teilte er uns dann mit, dass er nun Feierabend machen müsste, weil er sonst seinen Bus nicht mehr bekommt und ob das in Ordnung für uns wäre. Wir fragen uns bis heute was passiert wäre, wenn wir nein gesagt hätten. Aber gnädig wie wir sind, durfte er dann Feierabend machen und die Inhaberin hat uns weiterbedient und gut unterhalten. Es war so nett hier, dass wir direkt drei Flaschen Wein getrunken haben :wine: Ich hatte dann schon einen Schluckauf und musste langsam mal zur Toilette – der Wein macht sich halt irgendwann bemerkbar. Das Restaurant war in so einem Komplex mit Geschäften und es gab für alle Läden eine gemeinsame Toilette. Im Eingang hiervon saßen einige Frösche. Also eine echte Herausforderung für mich. Der Drang nach der Toilette war dann aber doch größer und da die Frösche trotz gutem Zuredens nicht aus dem Weg gegangen sind, hieß es Augen zu und durch. Geradeso ist auch alles gut gegangen und ich bin der Froschhölle noch einmal entkommen. Für diesen netten Abend haben wir 450 ZAR bezahlt. Angeschwipst und von dem Froschschock einigermaßen erholt ging es dann zurück zum Hotel, an dem wir Nelson, den Kater, der beim Frühstück eingesperrt war, getroffen haben. Er war sehr freundlich und wollte direkt schmusen. Mein Mann war sehr glücklich hierüber und hat sich direkt mit ihm auf den Boden gesetzt. Ich hab ihn nur einmal kurz angefasst und schon hatte er sein kleines Katerherz an mich verloren. Wir sind ihn nicht mehr losgeworden und er hat uns verfolgt bis zu unserem Zimmer. Weil er so nett war, durfte er noch mit rein. Er ist sofort in unser Bett gegangen und wollte ganz arg schmusen. Da wir unsere „Hasen“ zuhause ja sowieso vermissten, haben wir ihm gern den Gefallen getan und er durfte bleiben. Als wir auf unseren Balkon zum Rauchen gegangen sind, hat er im Bett gewartet, fand das aber ziemlich doof und hat uns so lange angestarrt, bis wir wieder zu ihm gekommen sind. Ich bin dann duschen gegangen und mein Mann auf Toilette. Das war Nelson dann aber zu langweilig und er kam zur Dusche und hat davor so lange miaut und gekratzt, bis ich rausgekommen ist. Sofort hat er an meinen nassen Beinen geschmust. Wir haben dann beschlossen, dass er bei uns schlafen darf und über den Balkon raus kann, wenn er möchte. Als wir aber das Licht ausgemacht haben und er im Bett rumgetigert ist, anstatt sich hinzulegen, haben wir ihn dann doch wieder raus gesetzt. Nachdem er bei den ersten zwei Malen immer schnell wieder ins Zimmer gelaufen ist, hat es dann beim dritten Mal geklappt und wir sind müde in unser Bett gefallen. Unser erster voller Tag in Afrika war vorbei.






















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OHV_44

Winelands

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Mittwoch, 30. März 2016, 18:27

Katzen gehen immer, danke.
Bin auf weitere Zeilen gespannt.




:wine: :wine: :wine:
Gruß Micha

Kitty191

Schnürsenkel

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Mittwoch, 30. März 2016, 18:39

Hallo LaForza,
das geht hier ja schnell wie der Wind. Wenn Du in dem Tempo weiter machst, wir der Bericht locker fertig. :thumbup:
Die sinnlosen Stoppschilder gehören in der Regel zu 2-3 oder 4Stopp Kreuzungen. In SA eine gängige Praxis. Wer zuerst stoppt, darf auch zu erst wieder anfahren. Klapp in der Regel recht gut und spart ne Menge Ampeln.
LG
Kitty
Falls Du glaubst, dass Du zu klein bist um irgendwas zu bewirken, dann versuche mal zu schlafen, wenn eine Mücke im Zimmer ist
Dalai Lama

OHV_44

Winelands

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Mittwoch, 30. März 2016, 18:44

Wer zuerst stoppt, darf auch zu erst wieder anfahren.
bei uns "gilt"gleich:
Wenn kein SUV in der Nähe ist, dann fahre meistens ich als erster, weil die "Gedenksekunden" der Anderen sehr laaaaaaaange dauern. :D

Liebe Kinder und auch Forum-Mitglieder: das ist bitte nicht zur Nachahmung empfohlen. Das dämliche Rasen in ZA ist schon so schrecklich. ;)





:wine: :wine: :wine:
Gruß Micha

LaForzaDelMale

verrücktes Mausehuhn

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Mittwoch, 30. März 2016, 18:48

10.11.2014

Um 07:00 Uhr klingelt der Wecker. Wir haben und fertiggemacht, waren frühstücken, heute ohne Katzen, haben aus unserem Hotel problemlos ausgecheckt, haben Waltraut gesattelt und waren Geld abheben. Zunächst sind wir nach Hazyview zum SuperSpar gefahren, um Getränke zu kaufen. Hier waren wir die einzigen Weißen in dem Einkaufscenter und haben uns ehrlich gesagt nicht sonderlich wohl gefühlt. Leider stand das Wasser im Spar direkt neben der Fleischtheke. Diese war von oben bis unten voll mit Hühnerfüßen auf der linken und Schweineköpfen auf der rechten Seite. Ich nehme an, dass es an den Shut downs lag, jedenfalls hat es heftigst nach Verwesung gerochen. Ekelhaft!
Also schnell das Wasser gepackt, eh das Frühstück vor den Hühnerfüßen landet. Im Liquor Store nebenan haben wir uns dann noch Wein für den Abend gekauft. Auf dem Parkplatz war wieder ein Stand, an dem Hüte verkauft wurden. Ich hab für 50 ZAR zugeschlagen. Währenddessen wurde mein Mann von einem zahnlosen, sehr dreckigen Mann wegen seiner Tattoos vollgequatscht und betatscht. Ich fand das nicht so toll und hab so getan, als würde ich nicht dazugehören.
Unsere nächste Station war God’s Window, ein weiterer Aussichtspunkt, für 10 ZAR. Die Aussicht war schön, leider etwas bewölkt, trotzdem war es sehr warm. Mein Mann ist noch in den dazugehörigen Regenwald gegangen und hat Streifenmäuse getroffen und fotografiert. Wie immer gab es auch auf dem hiesigen Parkplatz einen Verkaufsstand, an dem mein Mann sich ein Cap gegen die Sonne gekauft hat. Da wir nicht allzu viel Zeit hatten (wir waren nämlich auf dem Weg zum Thornybush Game Reserve, wo nachmittags unsere erste Safari starten sollte) ging es auch schnell weiter. Bei der Abfahrt haben wir auf dem Parkplatz noch kleine niedliche Berberäffchen gesehen. Der nächste Halt führte uns für 10 ZAR an die Berlin Water Falls, wo wir nur schnell ein paar Bilder gemacht haben und wieder aufgebrochen sind. Der obligatorische Stand fehlte natürlich auch hier nicht. Ich wollte unbedingt noch bei Bourke’s Luck Potholes anhalten und diese besichtigen. Das hat direkt mal 80 ZAR Eintritt gekostet, es waren mittlerweile wieder 40 Grad im Schatten (Mittagshitze) und es war noch ein beschwerlicher Weg zu Fuß zu den Potholes. Mir hat es ganz gut gefallen, mein Mann fand es eher langweilig, auf jeden Fall konnten wir es nach kurzer Besichtigung auf unserer Liste abhaken. Da die Mittagshungrigkeit nun wieder langsam durchkam sind wir noch schnell in Hoedspruit zu KFC gegangen und haben Poppers, Zingerwings und two chips gegessen. Das Essen war eher reudig, dafür haben wir aber 100 ZAR bezahlt. Aber egal, es war erst einmal wieder was in unseren Mägen und wir konnten die verspätete Fahrt zum Thornybush Game Reserve in das Chapungu Tented Camp antreten. Die letzten Kilometer führten uns über eine abenteuerliche Schotterpiste (arme Waltraut), auf der ich schon ein Zebra, Antilopen und Warzenschweine gesehen habe. Mein Mann war ein bisschen traurig, dass er nicht das erste Zebra gesehen hat. Tja, da hab ich wohl die besseren Trackerfähigkeiten gehabt. Am Gate zum Game Reserve wurde Waltraut nach Waffen durchsucht - wegen der Wilderei. Gegen 16:30 Uhr sind wir endlich an der Lodge angekommen. Der Empfang war sehr nett. Unsere Koffer wurden zum Zelt gebracht und wir haben selbstgemachte Limonade bekommen. Wir wurden gefragt, ob wir die Nachmittagssafari noch mitmachen wollen. JA KLAR war unsere Antwort. Diese hatte nämlich gerade angefangen, aber sie hat den Ranger angefunkt und darum gebeten, dass sie zurückkommen, um uns noch einzusammeln. Während der Wartezeit hat unsere „Butlerin“ uns gefragt, was wir zum Sundowner trinken möchten. Wir haben uns für Wein und Bier entschieden. Außerdem mussten wir noch entscheiden, ob wir zum Abendessen Kudu oder Fisch möchten. Wir haben uns beide für Kudu entschlossen. Mittlerweile war das Safarifahrzeug (Toyota Land Cruiser) wieder zurück. Unser Ranger Eric und sein Tracker Aubrey haben uns begrüßt und schon ging’s rauf auf’s Auto. Noch schnell bei den anderen „Passagieren“ für die Umstände entschuldigt und los ging die erste Safari. Es stellte sich heraus, dass ein weiteres deutsches Paar an Bord war, Pia und Gravielle und dann noch ein Paar aus England, Clair und John. Nach wenigen Minuten haben wir schon unser erstes Tier entdeckt. Ein schwangerer Gepard, kurz vor der Geburt. Sie war total entspannt und völlig unbeeindruckt von uns. Dies sollte leider auch der einzige Gepard für uns auf dieser Reise bleiben. Normalerweise leben im Thornybush Game Reserve wohl keine Geparden, aber wenn sie tragend sind kommen sie dort hin, da sie wissen, dass die Geburt dort sicher ist. Zumindest hat Eric uns das so erzählt. Als nächstes haben wir dann einige Antilopen gesehen, von Weitem eine Giraffe und ein Nilpferd. Später stellte sich heraus, dass der Ranger für Giraffen, Antilopen und Zebras nicht anhält – Blödmann…Dann haben wir Geier und eine Büffelherde gesehen, sowie eine ganze Herde Elefanten beim Fressen. Etwas später sind wir dann noch auf ein Löwenpaar gestoßen, dass sich gerade in der Paarungszeit befand. Er war danach völlig fertig und ist umgefallen, sie war zufrieden und glücklich und hat sich gewälzt. Wir sind über Stock und Stein querfeldein gefahren, über Bäume und Dornenbüsche, die sich danach wieder aufrichten. Gegen 19:00 Uhr haben wir zum Sundowner angehalten, unseren Wein/Bier getrunken und dazu unser erstes Biltong gegessen. Chips gab es auch noch. Danach sind wir zurück zur Lodge gefahren, haben den Rest aus unserem Auto geholt und unsere Butlerin hat uns unser Zelt gezeigt, in dem es unerträglich heiß (50 Grad) war. Wir mussten erst einmal die Klimaanlage voll einschalten. Da man sich im Dunkeln nicht allein in dem Camp bewegen darf, da Tiere dorthin kommen, wird man immer von einem Wachmann zum Zelt gebracht und wieder abgeholt. Der war also auch dabei. Unsere Butlerin hat uns unseren Insektenschutz und das Nothorn gezeigt. Dieses sollte man benutzen, wenn ein Tier am Zelt ist oder ähnliches. Mein Mann wollte es gern testen. Sie sagte, es wäre aber wirklich laut. Daraufhin sagte er, dass es ja blöd wäre, wenn wir in einer Notsituation wären und es nicht funktioniert. Also hat sie das Horn getrötet. Es war wirklich im ganzen Camp zu hören, wie wir später erfahren haben. Mein Mann hat gleich raus zum Wachmann gerufen, dass es nur ein Test war. Clair, die Engländerin, hat uns später erzählt, dass sie John aus der Dusche geholt hat und gesagt hat: Es ist etwas Schlimmes passiert, jemand hat das Horn benutzt! Danach haben wir uns etwas eingerichtet, uns frisch gemacht und zwanzig Minuten später wurden wir zum Abendessen abgeholt. Wir saßen mit „unseren“ beiden Pärchen von der Safari zusammen am Tisch. Als Vorspeise gab es Käse auf Salat, anschließend das bestellte Kudufilet mit Rosmarinsoße, Kartoffelbrei und Gemüse. Zum Nachtisch gab es Malva Pudding mit Vanillesoße. Das komplette Essen war wirklich hervorragend. Dazu haben wir mal wieder Wein (hatten wir ja schon lange nicht mehr) und Wasser getrunken. Unser Abend war wirklich lustig und wir haben uns alle super verstanden. Später haben wir dann Geräusche gehört. Es hörte sich zuerst an wie schreiende Vögel, später dann wie weinende Kinder. Es war extrem laut. Irgendwann haben wir dann herausgefunden, dass es kleine Frösche waren, die am Pool saßen und diesen Lärm veranstaltet haben, extra für mich. Gegen 22:00 Uhr sind wir dann zurück zum Zelt, haben schnell geduscht und uns ins Bett gelegt. Mittlerweile war es im Zelt auch wieder auszuhalten. Wir hatten trotz Müdigkeit eine unruhige Nacht, da der Wind am Zelt geweht hat und wir nachts ein Kratzen von außen an der Zeltwand hatten. Was für ein Tier das war, werden wir wohl nie erfahren. Oder war es vielleicht sogar der Wachmann, um das Safarigefühl zu verstärken? Wie auch immer, über diese Frage hinweg sind wir eingeschlafen.























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LaForzaDelMale

verrücktes Mausehuhn

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10

Donnerstag, 31. März 2016, 17:51

11.11.2014

Um 04:30 Uhr bin ich schon aufgestanden. Um 05:00 Uhr kommt dann der Wachmann zum Wecken und dann ist auch mein Mann aufgestanden. Schnell fertiggemacht und ab nach vorne zum Kaffeetrinken (in unserem Fall blieb es bei Saft und Wasser). Um 06:00 Uhr haben wir uns dann aufgemacht zur Morgensafari. Zuvor war noch eine Spinne (ich habe den Namen leider vergessen) direkt unter unserem Jeep. Die war ganz schnell. Eric sagte uns, dass sie ihr Blut in die Beine pressen kann und somit weit springt. Da ich nicht nur Angst vor Fröschen habe, sondern auch vor Spinnen, wollte ich mir das gar nicht weiter ausmalen. :S

So früh morgens war es doch noch ziemlich kalt. Es war windig und trotz Jacken und Decken haben wir noch gefroren. Wir waren relativ lange unterwegs ohne etwas zu sehen. Doch dann hatten wir doch noch Glück: Eine kleine Impalaherde, ein Giraffenbulle, eine tote Giraffe, von der nur noch das Bein übrig war, unser erster Nashornbulle, einige weibliche Nashörner mit Jungen, Zebras, Gnus, Streifenhörnchen, zwei Löwinnen und auch die bereits bekannten „bumsfreudigen“ Löwen vom Vortag haben wir wieder getroffen. Sie waren allerdings zu müde um überhaupt nur den Kopf zu heben.

Plötzlich musste ich mal ganz dringend. Eric meinte ich soll einfach in den Busch gehen. Mittlerweile war ich mehr als einmal in Afrika, aber zu dem Zeitpunkt war es halt das erste Mal und ich dachte er will mich veräppeln. Er meinte es aber ernst. Ich hab mein Mann gebeten mich zu begleiten um Wache zu halten. Ich hab mir dann einen Busch ausgesucht, aber irgendwie hatte ich ständig das Bild im Kopf, wie ich in der Hocke hinter den Busch pinkele und von hinten ein Leopard kommt. Obwohl ich so dringend musste, konnte ich dann jedenfalls nicht. Um 08:30 Uhr haben wir dann noch eine Teepause gemacht, ich habe natürlich lieber nichts getrunken und um 09:00 Uhr haben wir uns auf den Weg zurück ins Camp gemacht, wo schon Frühstück auf uns wartete – aber zuerst die langersehnte Toilette 8o

Beim Frühstück gab es eine super Auswahl. Wir hatten Omelette mit Pilzen und Tomaten und Toast mit erstaunlich gutem Pfefferschinken. Bisher haben wir auf der Welt relativ wenig gute Wurst gefunden, aber den Schinken hätte ich auch in Deutschland gekauft. Nach dem Frühstück sind wir wieder zurück zum Zelt gegangen, haben ein paar Notizen für unseren Reisebericht gemacht und irgendwann kam Hartmut vorbei. Hartmut war ein Nyalamännchen, der überhaupt nicht scheu war. Wir haben ihn also schnell getauft und haben ihn dann lange beobachtet. Danach haben wir noch bis 14:00 Uhr geschlafen und sind dann zum Mittagessen gegangen. Es gab Hähnchenschenkel, Salat und Gemüsetarte. Um 16:00 Uhr haben wir uns dann zum Nachmittags-Game-Drive aufgemacht. Endlich wartete der langersehnte Leopard auf uns! Ein wirklich großes Männchen. Der erste Leopard ist schon etwas Besonderes. Und er war soooo schöööön! Anschließend in der Dämmerung sahen wir noch eine Leopardin mit ihrem Jungen. Sie hatten zuvor ein Impala erlegt. Ansonsten gab es auf diesem Game Drive noch einen einzelnen Löwen, zwei Löwinnen, ein paar Nilpferde in der Ferne und ein stick insect. Zum Nachmittag waren Gravielle und Pia abgereist und dafür ist Sylvie aus Paris angereist. Erst fand ich sie doof und sagte zu meinem Mann: Sie hat die Weisheit auch mit Löffeln gefressen…Aber sie wusste tatsächlich viel und ich habe sie dann schnell schätzen gelernt. Jedenfalls saß sie im Wagen vor uns und ich wollte ihr gerade nach einer huckeligen Fahrt durch die Thornybushes einen Stock vom Rücken machen, als der Stock sich gerade bewegt hat. Ich wusste nicht, dass es stick insect heißt und sagte zu ihr: Hey Sylvie, nicht bewegen! Du hast moving wood am Rücken :D Mein Mann hat es ihr dann entfernt und wir haben es nach ein paar Fotos wieder freigelassen. Sylvie hat während des Drives dann noch den Lacher des Urlaubs rausgehauen als sie zu Eric sagte, dass sie gern eine Bushpussy sehen würde. Wir wussten alle gar nicht, was sie meint und sie hat sich dann so reingesteigert. Es ging dann von Puschmuschy über Bushpuschy bis zu Pushbuschy, bis Eric dann fragte ob sie vielleicht ein Bushbaby meint. Ja, das meinte sie tatsächlich. Wir konnten nicht mehr vor Lachen, aber haben dann auch weder eine Bushpussy noch ein Bushbaby gesehen. :thumbsup:

Zurück im Camp gab es dann Abendessen. Es gab Braai und überall waren Fackeln aufgebaut. Es war echt schön. Es wurden Chickenkebap, Borewors und Mais „gebraait“ und dazu gab es Spinat, Pap und für uns natürlich Wein und Bier. :wine: Wir hatten einen total tollen Abend mit Sylvie, John und Clair, haben viel gelacht, über Reisen gesprochen und erfahren, dass John ein ehemaliger englischer Rugbyprofi ist, der zeitweise auch in Australien gespielt hat. Da sich ja, wie bereits erwähnt, unsere Rugbykenntnisse in Grenzen halten, war er uns natürlich nicht bekannt, begeistert waren wir trotzdem.

Als wir gegen 22:00 Uhr ins Zelt wollten, war der Plan früh schlafen zu gehen. Im Zelt angekommen war das ganze Bett voll mit Blüten und daneben stand ein Sektkühler mit einer Flasche Champagner. Als wir dann nochmal zum rauchen rausgegangen sind, haben wir gesehen, dass unsere Outdoorbadewanne vorbereitet war und überall Kerzen standen. Das war dann wohl nichts mit früh schlafen gehen. Wie sich später herausstellte, hat die Lodge Wind davon bekommen, dass es unsere Hochzeitsreise war und wollte uns hiermit eine Freude machen. Also schnell den Champagner geschnappt und rein in die Wanne. Im Hintergrund haben wir die Löwen brüllen gehört und ab und an hörte man ein Knacken im Unterholz. Das war total schön und aufregend. Ich hab dann irgendwann zu meinem Mann gesagt, dass die Lodge sich wirklich Mühe gegeben hat und ja sogar getrocknete Rosen im Badewasser liegen. Er sagte noch, dass das wirklich nett ist. Plötzlich gab es einen Knall und ein fetter Käfer, angelockt durch das Kerzenlicht, ist meinem Mann gegen den Rücken geflogen. Der Angriff der Killerkäfer stand bevor. :help: Zum Glück habe ich gegen Käfer ausnahmsweise mal keine Phobie. Nach dieser Attacke haben wir uns das Badewasser dann doch etwas näher angeschaut und es stellte sich heraus, dass die getrockneten Rosen alles Käfer waren, die im Wasser ertrunken sind – Welcome to Africa! Als mein Mann dann noch sagte: Hmm, als ich mich hingesetzt habe hat es irgendwie auch so geknirscht…konnten wir dann nicht mehr vor Lachen und dachten uns dann, dass es jetzt sowieso egal ist, da wir schon so lange in der Wanne saßen, dass wir nun darin auch noch den Champagner austrinken können. Allerdings haben wir dann, nachdem wir es wussten, alle weiteren Käfer gerettet, die ins Wasser gefallen sind. Gegen 12 waren wir dann glücklich und zufrieden im Bett, was wir zunächst von den Blumen befreien mussten, und hatten dann eine kurze Nacht.









Hartmut:






Das sind übrigens diese Schreifrösche vom Vorabend:

















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Piepsi

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11

Donnerstag, 31. März 2016, 18:24

Hallo LaForza,

ich bin auch sehr gern dabei. Schön, dass du dich trotz der langen Zeit, die inzwischen vergangen ist, entschlossen hast, deine Erlebnisse mit uns zu teilen. :danke: dafür.
LG
Jacqueline

Bär

Vollkommen Ahnungsloser

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12

Donnerstag, 31. März 2016, 18:55

Köstlich, die Käferepisode... :D
.
*** Wer nicht klettern kann, sollte sein Geld nicht einem Affen anvertrauen. (aus Afrika) ***

GudrunS

Prionace glauca

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13

Freitag, 1. April 2016, 20:08

Eine Pubkatze gab es auch, die neben unserem Tisch ihr Essen stehen hatte. Sie war sehr nett
Ich bin mal so frei und liefere ein Foto von der wirklich freundlichen und kugelrunden Pubkatze aus dem Gumtreez in White River zu Deinem Bericht! ;)
Wir waren im August 2014 auch in White River und haben zweimal abends sehr gut in diesem Pub gegessen, super Steaks! :wine:
:danke: für Deinen unterhaltsamen Bericht, ich freue mich auf mehr!

Cheers Gudrun
»GudrunS« hat folgendes Bild angehängt:
  • P1070703~1.JPG

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kOa_Master (8. April 2016, 08:28), LaForzaDelMale (7. April 2016, 07:24)

LaForzaDelMale

verrücktes Mausehuhn

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14

Donnerstag, 7. April 2016, 07:32

Vielen Dank, liebe Gudrun, für das Foto. Das hat uns irgendwie noch gefehlt. Ich weiß ehrlich gesagt gar nicht warum.

Leider spinnt in den letzten Tagen unser Internet Zuhause und die Telekom hat es bisher noch nicht geschafft dies in den Griff zu bekommen. Daher hab ich es leider auch noch nicht geschafft mehr von meinem Reisebericht online zu stellen, sorry. Die Bilder sind halt Zuhause auf dem Rechner und ohne Bilder hochladen zu können, finde ich einen Reisebericht irgendwie doof.

So, und nun will ich mich erst einmal verabschieden, denn morgen geht es für drei Wochen in den Urlaub. Zunächst zehn Tage Namibia (Erindi + Etosha) und danach noch den Rest ZA. Wir sind ein wenig im Kruger unterwegs und drei Nächte im Sabi Sands. Hier fahren wir ins Idube Game Reserve, wo wir auch schon 2014 mit dem verrückten Ranger Rob unterwegs waren. Aber hierzu werdet ihr dann nach unserem Urlaub mehr zu lesen bekommen, denn dann geht es weiter mit diesem Reisebericht hier. Zum Schluss fahren wir noch nach Ermelo um Freunde zu besuchen. Bei ihnen hatten wir letztes Jahr ein Zimmer gebucht und wir haben uns auf Anhieb verstanden und bis morgens Wein getrunken. Und das Beste: Sie haben gerade Hundewelpen 8o Das ist ja wieder was für mich :-)

Also ich meld mich dann wieder, wenn wir zurück sind. Bis dahin liebe Grüße :saflag: :wine:

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Kitty191

Schnürsenkel

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Donnerstag, 7. April 2016, 08:41

Gute Reise und einen tollen Urlaub.
Wünscht Kitty :thumbsup:
Falls Du glaubst, dass Du zu klein bist um irgendwas zu bewirken, dann versuche mal zu schlafen, wenn eine Mücke im Zimmer ist
Dalai Lama

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LaForzaDelMale (7. April 2016, 08:50)

GudrunS

Prionace glauca

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Donnerstag, 7. April 2016, 08:54

Freut mich, daß ich mit dem Katzenfoto aushelfen konnte! :) Wenn es irgendwo Miezen gibt, dann werden sie bei mir auch fotografiert!

Ich wünsche Euch einen wunderschönen Urlaub in Namibia (leider kein Fähnchen) und Südafrika! :saflag:

Gudrun

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LaForzaDelMale (7. April 2016, 09:07)

Grille71

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Donnerstag, 7. April 2016, 13:05

Habt einen tollen Urlaub :thumbsup:

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LaForzaDelMale (7. April 2016, 13:28)

Piepsi

Anfänger

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18

Donnerstag, 7. April 2016, 15:49

viel Spaß und tolle Sichtungen wünscht

Jacqueline, die sich noch 218 Tage gedulden muss. :saflag:

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LaForzaDelMale (17. Mai 2016, 08:44)

Börni

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Donnerstag, 7. April 2016, 18:28

Gute Reise und tolle Erlebnisse. :saflag:
Ne schöne Jrooß
Börni

Meine Bilder auf Flickr: https://www.flickr.com/photos/tourer26/

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LaForzaDelMale (17. Mai 2016, 08:44)

kOa_Master

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Freitag, 8. April 2016, 09:00

Herrlich, die Rosen-Käfer :thumbsup:
Und die Episode mit dem Nothorn ist natürlich auch toll, ich kann mir auch schon so richtig vorstellen, wie der Guide / Begleiter sich in dem Moment innerlich an den Kopf gefasst hat und dachte "Oh man, diese Touris..." :D

Eine kleine Anmerkung ausserdem zum Teil auf der Panorama Route - Berberäffchen in Südafrika wäre schon ziemlich sensationell und ein zweiter Salemscher Affenberg neben God's Window auch eher überraschend, auch wenn ich nichts ausschliesse. Ich vermute aber, dass es ein Pavian-Junges war, welches wenige Monate/Jahre später gar nicht mehr so süss ist... (gehören für mich auf die Liste der mühsamen Plagen im südlichen Afrika, ähnlich wie Fliegen bei Büffelherden oder teilweise Mücken nach den ersten Regenfällen)
I never knew of a morning in Africa when I woke up that I was not happy. - Ernest Hemingway

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LaForzaDelMale (17. Mai 2016, 08:44), sunny_r (10. April 2016, 23:08)