Sie sind nicht angemeldet.

Lieber Besucher, herzlich willkommen bei: Südafrika Forum. Falls dies Ihr erster Besuch auf dieser Seite ist, lesen Sie sich bitte die Hilfe durch. Dort wird Ihnen die Bedienung dieser Seite näher erläutert. Darüber hinaus sollten Sie sich registrieren, um alle Funktionen dieser Seite nutzen zu können. Benutzen Sie das Registrierungsformular, um sich zu registrieren oder informieren Sie sich ausführlich über den Registrierungsvorgang. Falls Sie sich bereits zu einem früheren Zeitpunkt registriert haben, können Sie sich hier anmelden.

Bueri

Reisende

Beiträge: 269

Dabei seit: 28. Juni 2015

Danksagungen: 1536

  • Nachricht senden

1 161

Samstag, 28. März 2020, 11:11

Durch die Karpaten und Transsilvanien (begleitete Rundreise)

@gatasa: ja, Rumänien hat uns sehr an das Ungarn der späten 80er / frühen 90er Jahren erinnert. Die Welt ist dort teilweise stehen geblieben.

-----------------

Ich habe inzwischen die Fotos gesichtet. Oftmals konnten wir nur aus dem Bus heraus fotografieren. Ich hoffe die Spiegelungen stören nicht zu sehr. Ja, ist nicht immer grosse Fotokunst, gibt aber trotzdem einen Blick auf Land und Leute. Ist eben ein Nachteil einer Gruppenreise.

------------------

Sonntag, 1.5.2016

Wir fahren um 09.00 h mit dem Zug nach Zürich. Uns fallen auf dem Bahnhof schon die vielen Koffer mit dem Label unseres Veranstalters auf. Der Railjet nach Budapest fährt 10.40 h recht pünktlich ab. Er ist proppenvoll. Bis Salzburg hat sich dann auch der Reiseleiter des Veranstalters bei allen Teilnehmern vorgestellt. Wir sind erschrocken, als wir hören, dass unsere Reisegruppe 100 Personen umfasst. 95 mit uns auf dem Zug und 5 mit dem Flugzeug nach Budapest.

Das Personal im Speisewagen ist völlig überfordert. Man muss sich regelrecht einen Platz erkämpfen, weil es nicht möglich ist, einen Platz zu reservieren. Trotzallem, man arrangiert sich und lernt bereits erste Mitreisende kennen, die von der Grösse der Gruppe ebenfalls überrascht sind. Wie es scheint, haben wir Glück und unsere Mitreisenden sind umgänglich, nett, weit gereist und nicht auf dem "Motzertrip". Man nimmt es mit Humor. Man weiss, dass wir auf der "Pionierrreise" sind.

Wir sind alle sehr gespannt, wie es wohl ist mit so vielen Personen eine Woche zu verbringen. Wie ihr wisst, sind mein Mann und ich nicht sehr "Gruppenkompatibel" ;)

Bis Wien, resp. Hegyeshalom liegt der Zug gut in der Zeit. Ab der ungarischen Grenze fahren wir gleich mal 40' Verspätung ein. Irgendwo zwischen Kelenföld und Budapest Keleti fährt der Zug nur noch im Schritttempo. Am Keletibahnhof werden wir von den rumänischen Reiseleitern begrüsst und gleich auf drei grosse Busse aufgeteilt. Die Gruppen bleiben während der Woche zusammen und werden auch immer vom selben Reiseleiter betreut.

Im Hotel Danubius Hotel Flamenco, erwartet uns ein kleiner Imbiss, obwohl das Restaurant eigentlich schon geschlossen hätte. Diese Mahlzeit wurde uns nicht in Rechnung gestellt, obwohl sie nicht inbegriffen gewesen wäre. Das hat die Betreuungstruppe gut hingekriegt. :thumbup:

Das Hotel hat "Ostblock" Charme mit pompöser Eingangshalle und eher einfachen Zimmern und ist die 4 Sterne auf keinen Fall wert. Es liegt schön an einem kleinen Park, der öffentliche Verkehr ist nahe. Wir haben nach der langen Zugsreise keine Lust mehr auf weitere Unternehmungen ;) und sinken gegen 00.30 h ins Bett.

Aus unerfindlichen Gründen gibt es von diesem Tag keine Fotos. Dafür die ungefähre Reiseroute:


Quelle: Google Maps

LG
Alma

Es haben sich bereits 5 registrierte Benutzer bedankt.

Benutzer, die sich für diesen Beitrag bedankt haben:

sunny_r (28. März 2020, 20:23), gatasa (28. März 2020, 18:33), maddy (28. März 2020, 14:49), Bär (28. März 2020, 13:15), SarahSofia (28. März 2020, 13:08)

Bueri

Reisende

Beiträge: 269

Dabei seit: 28. Juni 2015

Danksagungen: 1536

  • Nachricht senden

1 162

Samstag, 28. März 2020, 16:29

Durch die Karpaten und Transsilvanien (begleitete Rundreise)

Montag, 2.5.2016

Budapest

Ab 07.00 h gibt's Frühstück. Ein grosser Frühstückssaal, das Angebot ist so la la. Für uns reichts, aber weit weg von den angepriesenen vier Sternen. Ihr seht, so ganz überzeugt sind wir von der Reise noch nicht. ;)

Um 09.00 h geht's bis ca. 12.30 h auf Stadtrundfahrt. Die touristisch wichtigen Stationen werden angefahren. Leider ist das Wetter eher grau, das zeigt sich auch auf den Fotos. Für uns war es interessant, zu sehen wie sich Budapest seit den frühen 90 er Jahren verändert hat. Wir waren seither nie mehr dort. Damals waren wir mit unseren Bekannten aus Böszenfa (bei Kaposvar) in der Stadt. Wir wollten einen Reitsattel und weiteres Zubehör kaufen. Das war dann aber nicht möglich obwohl unser Bekannter in den 50er Jahren ein national bekannter Springreiter war, und versucht hat, durch seine Beziehungen einen Kauf zu ermöglichen. Nicht dass ihr denkt, wir hätten damals etwas mauscheln wollen. Er war einfach der Meinung, dass in Budapest am ehesten Reitzubehör zu kaufen wäre.

Wir fanden Budapest viel gepflegter, als in den 90er. Damals waren die schönen Gebäude durch die vielen Abgase verunstaltet. Viele Gebäude waren in schlechtem Zustand, nur die "Schokoladenseiten" waren etwas zurechtgemacht, sonst waren viele Gebäude am zerfallen.

Unsere Stadtrundfahrt war gut geplant. Ich habe es nicht aufgeschrieben, glaube mich aber zu erinnern, dass wir zusätzlich zu unserem Reiseleiter aus der Schweiz und den Begleitern aus Rumänien noch lokale Reiseleiter im Bus hatten. Die Informationen waren umfassend und in sehr gutem Deutsch. Ich gestehe, ich habe nicht immer aufmerksam zugehört :(

Für einen ersten Überblick fuhren wir auf den Gellértberg im Stadtteil Buda (Ofen). Dort liegt auch der Burgberg mit der Fischerbastei und der Matthiaskirche oder Liebfrauenkirche.


Blick vom Gellertberg


Parlament


Parlament

Die Fahrt ging in den Stadtteil Pest am Keleti Bahnhof (Ostbahnhof) vorbei zum Heldenplatz. Ich zitiere aus Wikipedia: Der Keleti Bahnhof ist ein im Neorenaissancestil errichteter Kopfbahnhof. Gebaut 1881 bis 1884. Damals war er einer der modernsten Bahnhöfe Mitteleuropas, er verfügte über ein zentrales Stellwerk und elektrische Beleuchtung. Zitat Ende!


Keleti Bahnhof - wo wir gestern angekommen sind

Der Heldenplatz liegt ebenfalls im Stadtteil Pest. In der Mitte steht das Milleniumsdenkmal mit dem Erzengel Gabriel. Der Platz soll an die Helden der ungarischen Geschichte erinnern.





Zurück in Buda gings auf die Fischerbastei, wo sich die Touristen aus aller Welt treffen.

Fischerbastei


Fischerbastei - mit einem Teil unserer Reisegruppe




das Gebäude rechts ist das Hilton Budapest

Der Bus fuhr anschliessend ins Hotel zurück, wir wurden auf Wunsch bei der zentralen Markthalle abgesetzt und konnten uns selbst etwas ansehen.





Wir schlenderten bis zum Vörösmarty Ter und zurück um dann mit dem Tram zurück zum Hotel zu fahren.

Am Abend waren wir fürs Nachtessen in einer sogenannten Csarda, eigentlich einem Wirtshaus, hier aber ein Folklorerestaurant für Touristen. Auch hier hat sich die Begeisterung in Grenzen gehalten. Wir waren schon in andern solchen Restaurants in Ungarn, diese haben uns mehr überzeugt. Es war sehr voll mit vielen Touristengruppen und auch sehr laut.

Ab morgen geht's dann ans eigentliche Ziel unserer Reise nach Rumänien.

Ich habe gerade noch meine Hotelbewertung gefunden:
Unter dem Titel: Für zwei Nächte o.k. - 80 er Jahre Stil habe ich folgendes vermerkt:
Wir haben hier zwei Nächte während einer Rundreise übernachtet. Die Zimmer sind o.k. und sauber aber haben kein 4 Sterne Niveau. Man konnte riechen, dass dieses Zimmer noch nicht lange ein Nichtraucherzimmer ist.
Positiv ist zu vermerken, dass uns das Hotel, als unsere Gruppe wegen einer Zugsverspätung um rund 1 Std. zu spät eincheckte, noch ein kleines Nachtessen serviert hat. Dieses war vom Reiseveranstalter nicht geplant.
Wir konnten auch problemlos einen Adapter für unseren 3-poligen Stecker bekommen.
Das Hotel liegt schön an einem kleinen See. Die Innenstadt ist problemlos mit dem öffentlichen Verkehr zu erreichen.Mehr

Es haben sich bereits 9 registrierte Benutzer bedankt.

Benutzer, die sich für diesen Beitrag bedankt haben:

Bufi (5. April 2020, 00:15), maddy (4. April 2020, 13:01), hawaiki (1. April 2020, 07:46), Bär (29. März 2020, 11:20), Cassandra (29. März 2020, 09:13), toetske (29. März 2020, 00:26), sunny_r (28. März 2020, 20:23), gatasa (28. März 2020, 18:37), SarahSofia (28. März 2020, 17:12)

Bueri

Reisende

Beiträge: 269

Dabei seit: 28. Juni 2015

Danksagungen: 1536

  • Nachricht senden

1 163

Samstag, 4. April 2020, 12:06

Durch die Karpaten und Transsilvanien (begleitete Rundreise)

Dienstag, 3.5.2016

Budapest - Baia Mare



Heute habe wir eine "Überführungsfahrt" nach Rumänien vor uns. Es geht über die E71 an die rumänische Grenze und dann noch wenig km nach Baia Mare.
Auf dem Weg sehen wir Wegweiser nach Miskolc und Debrecen. Da kommt uns unsere Rundreise durch Ungarn in den Sinn, als wir ohne ungarischkenntnisse einfach von unseren Bekannten in Böszenfá weggefahren sind und rund 14 Tage von Ort zu Ort ohne Plan unterwegs waren. Das waren die Russen noch überall präsent, die Einreise nach Ungarn hat schon mal zwei Std. gedauert, die Landwirtschaft war von LPG geprägt und die Industrie von Kombinaten. Der Verkehr fand mit Trabis, Schiguli und andern Ost-Fahrzeugen statt und natürlich zu Fuss, mit Velo oder mit Pferdefuhrwerken.

Wir waren wirklich gespannt, ob sich Rumänien ähnlich präsentiert.

Doch zuerst ein Blick auf die blühenden Bäume im Park neben dem Hotel, ein letzter Blick über die Donau und ein paar weitere Bilder aus dem Bus.
Kurz nach 09.00 h fahren wir los.






Metzgerei






alle Wege führen nach Baia Mare




ein langer Zug mit Liegewagen und zwei Dieselloks im Vorspann

Entschuldigt die miese Bildqualität, wurde aus dem Bus aufgenommen. Die Züge sind für Bahnenthusiasten von Interesse. Einen solchen gibt es bestimmt hier im Forum. :thumbup:

Uns erwarten auf dieser Reise noch mehr Züge, allerdings technisch eine Generation älter.







Für unsere rumänischen Begleiter, war der Beginn der Reise eher ungewöhnlich. Sie fahren nicht so oft ins Nachbarland um Gäste abzuholen. Das hat sich gezeigt, dass sie keinen richtigen Plan hatten, wo wir ein Mittagessen einnehmen können. Man hat sich dann irgendwo an eine Tankstelle mit kleinem Lebensmittelgeschäft gestellt. Wir haben uns mit dem Nötigen versorgt und haben einfach ein Stehpicknick gemacht. Auch hier hat sich wieder gezeigt, dass die Mitpassagiere von der umgänglichen Art waren, keine Motzerei, man nimmt es sportlich. Bei so einer grossen Gruppe von rund 100 Personen wirklich erstaunlich.

In Baia Mare hat uns unsere Reiseleiterin durchs Städtchen geführt und uns sehr fundiert mit vielen Informationen versorgt. Der rund 1 1/2 stündige Rundgang hat uns gut getan, nach dem langen Sitzen im Bus.


Unser Hotel, das Carpati in Baia Mare mit den drei Reisebussen

Zum Hotel noch meine Bewertungen unter dem Titel: Aussen nicht so schön, Innen schon
Anlässlich einer Karpatenrundreise haben wir hier mit unserer Gruppe übernachtet. Die Zimmer sind schön und sauber, das Bett gut.
Das Nachtessen im grossen Speisesaal war sehr gut, es mussten immerhin 100 Personen gleichzeitig verköstigt werden. Das Frühstück war reichhaltig und vielfältig.

Die Busse waren in Topzustand, die Fahrer sehr gut, ruhig und umsichtig.


Strassenkaffee mit St. Stefansturm im Hintergrund


am Freiheitsplatz




eine Orthodoxe Kirche in der Nähe des Tourismusbüros


reformierte Kirche


Römisch-katholische Dreifaltigkeitskirche, Barockstil, 1717-1720


hier weiss ich nicht mehr, wie der Turm, resp. die Kirche geheissen hat

vermutlich kann auch niemand aus dem Forum helfen. :?:


Orthodoxe Dreifaltigkeitskathedrale, in den 1990 begonnen 2017 beendet


Zum Nachtessen hatten wir Hühnersuppe, sauer eingelegtes Gemüse, Polenta mit Schweinegulasch und ein seht gutes Dessert (Berliner mit Erdbeerkompott und Sauerrahm). Das war sehr lecker, der rumänische Wein hat sehr gut dazu gepasst.

Morgen geht's dann auf unsere erste Fahrt mit dem Dampfzug ins Wassertal.

Es haben sich bereits 7 registrierte Benutzer bedankt.

Benutzer, die sich für diesen Beitrag bedankt haben:

nellymops (5. April 2020, 10:29), gatasa (4. April 2020, 22:02), toetske (4. April 2020, 22:01), sunny_r (4. April 2020, 20:54), Bär (4. April 2020, 14:02), SarahSofia (4. April 2020, 13:36), maddy (4. April 2020, 13:01)

Bueri

Reisende

Beiträge: 269

Dabei seit: 28. Juni 2015

Danksagungen: 1536

  • Nachricht senden

1 164

Montag, 6. April 2020, 14:17

Mit Dampf ins Wassertal - CFF und WAB

Mittwoch, 4.5.2016



Tagwache ist um 05.30 h. Auf der zweistündigen Fahrt nach Viseu de Sus sammeln wir die ersten Eindrücke des Landes.

Vorbei an eher verlotterten Gehöften


durch hügelige, grüne Dörfer


passieren wir neue Gebäude. Viele Holzschindeln auf den Dächern.






ein kurzer Blick auf eine Kirche.




Und dann sieht es aus, als wären wir in den Voralpen in der Schweiz





Ein Blick ins Tal



Hier wären wir gerne ausgestiegen und hätten uns das Gebäude näher ansehen wollen.



In den kleinen, verlassenen Dörfern sehen wir nur alte Leute und Kinder. Wie unsere Reiseleiterin erzählt, sind ganze Landstriche entvölkert. Die jungen Leute arbeiten in Italien oder sonstwo im Ausland. Die kleinen Kinder bleiben bei den Grosseltern, die die Erziehungsarbeit übernehmen. Die Kinder kennen ihre Eltern kaum. Ganze Familien leben so vom Einkommen, das im Ausland erwirtschaftet wird.




In Viseu de Sus beginnt unsere sechsstündige Fahrt mit dem Dampfzug ins Wassertal.

Am kleinen Bahnhof sind wir zum ersten Mal überrascht, stehen doch einige Personenwagen der WAB im Bahnhof.
Was machen Fahrzeuge der Wengerneralpbahn hier?


sogar die Originaltafeln Wengen-Lauterbrunnen hängen noch an den Wagen

Noch erstaunter sind wir, als wir die Abkürzung der Eisenbahngesellschaft lesen.





Nein nicht CFF (Chemin de Fer Féderal) sondern Caile Ferate Forestiere fährt hier. CFF war ein staatliches Eisenbahnunternehmen, das für Feld-, Wald- und Werksbahnen gegründet wurde.

Wer mehr über die Bahn, und wie es kam, dass sich einige Schweizer Enthusiasten hier über viele Jahre engagiert haben, wissen will, findet einige Infos hier:
(Der Link ist für Gäste ausgeblendet. Um ihn zu sehen, bitte registrieren!)
Und hier ein kurzer Abriss der Geschichte des Journalisten Bernhard Odenthal:
(Der Link ist für Gäste ausgeblendet. Um ihn zu sehen, bitte registrieren!)

















Die Ferrofilen an der Wasseraufnahmestelle beobachten


die Arbeit des Lokführers






Die Ioana bekommt Wasser und Holz, damit wir es bis Palin, unserem Ort zum Mittagessen, schaffen











Allerlei kuriose Schienenfahrzeuge:





Unsere Reise geht dann weiter nach Bistritz zum Hotel Ozana.








Orthodoxe Ostern war am 1. Mai 2016





Zu unserem Hotel habe ich folgende Bewertung verfasst:
Wir waren mit einer Reisegruppe in diesem Hotel. Die Zimmer sind schön und sauber.
Das Nachtessen war gut, das Frühstück hatte eine grosse Auswahl.
Leider konnte man im Zimmer riechen, dass es einmal ein Raucherzimmer war, obwohl es als Nichtraucherzimmer deklariert war. Weil unsere Gruppe vermutlich alle Zimmer belegt hat, habe ich gar nicht um einen Zimmerwechsel nachgefragt.
Das Hotel konnte leider keinen Adapter für unseren 3-poligen Stecker zur Verfügung stellen.

Am 5.5.16 geht es mit einem strengen Programm auf die nächste Fahrt mit einer Waldbahn und zu den farbigen Klöstern der Moldau

Es haben sich bereits 7 registrierte Benutzer bedankt.

Benutzer, die sich für diesen Beitrag bedankt haben:

maddy (11. April 2020, 16:48), Meerbie (10. April 2020, 20:21), sunny_r (8. April 2020, 08:11), toetske (6. April 2020, 23:43), gatasa (6. April 2020, 20:19), SarahSofia (6. April 2020, 20:08), Bär (6. April 2020, 18:40)

Bueri

Reisende

Beiträge: 269

Dabei seit: 28. Juni 2015

Danksagungen: 1536

  • Nachricht senden

1 165

Freitag, 10. April 2020, 14:51

Mit Dampf in der Bukowina und auf Draculas Spuren

Bevor ich mit dem nächsten Tag weiterfahre, möchte ich den Link zur Wassertalbahn teilen:

(Der Link ist für Gäste ausgeblendet. Um ihn zu sehen, bitte registrieren!)

Donnerstag, 6.5.2016

Heute wirds anstrengend. Tagwache ist vor 05.00 h, Frühstück ab 06.00 h und Abfahrt gegen 07.00 h.



Bei schönem Wetter verlassen wir Bistritz. Viele Menschen haben beim Begriff Rumänien ja die Assoziation zu "Dracula". Auch er, resp. der Roman von Bram Stoker spielt auf unserer abwechslungsreichen Reise eine Rolle. Um uns auf die Gegend um den Borgo Pass einzustimmen, liest Monika, unsere Reiseleiterin, einige Kapitel aus dem Buch vor. Wir erwarten jederzeit das Schloss des Grafen zu sehen, treffen dann aber auf:


Bram Stokers Büste


… und ein Hotel mit Draculas Namen






"Voralpen" in Rumänien


Tiefverschneite Berge, eventuell schon in der Ukraine?

In Moldovita wartet bereits unsere Bahn auf uns. Es fällt auf, dass es an der Einstiegsstelle keine Infrastruktur gibt. In Viseu de Sus hatte es ein kleines Restaurant, das Elefant und ein Museum zur Geschichte der jüdischen Bevölkerung von Viseu. @Bär: hast du gesehen, eine Verbindung zu Südafrika :saflag: .

Die Strecke bis Argel führt meist der Strasse entlang. Man hat das Gefühl, aus der Zeit gefallen zu sein. Doch schaut selbst. Achtung, sehr Dampfbahnlastig! :thumbup:








Halt in Argel, Umkehrbahnof

Die Pufferküsser beobachten jede Bewegung der Lok und des Zugpersonals. Ich könnte mir vorstellen, dass der Eine oder Andere Passagier, sogar in der Lage gewesen wäre, den Zug selbst nach Moldovita zurück zu fahren.

Weiter als bis Argel war die Strecke damals nicht ausgebaut.








Das Zugspersonal, Lokführer, Heizer, Bremser


ohne moderne Hilfsmittel geht's offenbar doch nicht












für den Winterbetrieb gerüstet








Eingangstor

Beachtet die schönen Eingangstore zu den Gehöften. Obwohl man in Rumänien sehr arm ist, hier investiert man. Monika hat uns gesagt, dass man sagt, je schöner das Tor, desto schönere Mädchen wohnen dahinter.






















sehr enger Durchgang kurz vor dem Endbahnhof

Zur Bahn gibt es kaum Informationen. Unsere Reiseleitung war auch nicht so fit auf dem Gebiet. Deshalb ein Link, den ich gefunden habe. Es gibt im Forum mindestens einen Dampffan, nicht wahr Batli?

(Der Link ist für Gäste ausgeblendet. Um ihn zu sehen, bitte registrieren!)
Mit viel suchen gibt es auch das Eine oder Andere Youtube-Video zu den Waldbahnen.

Mir hat die Fahrt nach Argel besser gefallen, als diejenige im Wassertal. Dadurch, dass man meist an Dörfern entlang fuhr, konnte man einen Blick aufs Leben der Bevölkerung erhaschen. Es gab allerlei pittoreske Fotomotive.

Kurz nach 13.00 h sind wir zum Kloster Moldovita aufgebrochen. Dort wurden wir von der bekannten Schwester Tatiana ums Kloster geführt. Eine taffe Dame, perfektes Deutsch und vermutlich noch einige andere Sprachen. Mit Laserpointer bewaffnet hat sie uns nicht nur die biblische Geschichte sondern auch die Geschichte Rumäniens erklärt. Die Kloster in der Bukowina sind über und über mit Szenen aus der Bibel bemalt. Nur schon diese Führung war das frühe Aufstehen wert. Monika, unsere Reiseleiterin kennt Schwester Tatiana persönlich und hat alle Hebel in Bewegung gesetzt, dass wir die Führung mit dieser wirklich charismatischen Frau erleben konnten.


Schwester Tatiana in der Mitte

Wenn Sie spricht, ist es mucksmäuschenstill, man wagt kaum zu atmen. Gebannt schauen 100 Personen zu.










Unsere Bibelfestigkeit wird auf eine harte Probe gestellt.

Diese Fülle an Fresken überwältigt.

Schwester Tatiana hat uns erklärt, dass die Bilder immer gleich angeordnet sind. So können sich auch Menschen, die nicht lesen können, an den Bildern orientieren.


Rüpel gibt es auch in Rumänien









Auf der Fahrt zum Kloster Voronet sehen wir diese schöne Regenrinne.



Weshalb ich vom sehr sehenswerten Kloster keine Bilder habe, weiss ich nicht. Monika, unsere Reiseleiterin hat uns auf jeden Fall sehr umsichtig auch dieses Kloster erklärt.

Auf alle Fälle hatten wir alle Durst und wir hätten auch mal eine Toilette benötigt. Hier hat sich das Improvisationstalent unserer Reiseleitung bewährt. Die drei haben innert kürzester Zeit in einer nahegelegenen Pension einen ausserplanmässigen Kaffeehalt organisiert.

Nach Pietra Neamt wars noch eine rund zweistündige Fahrt. Da uns noch immer ein Zwischenstecker für unseren dreipoligen Stecker fehlte, sind wir im Laufschritt durch die Stadt gerannt, zu einem Elektrogeschäft, das wir auf der Fahrt zum Hotel gesehen haben. Dort wurden wir endlich fündig.

Zum Hotel hatte ich folgende Bewertung erstellt:
Anlässlich einer Rumänien-Rundreise haben wir hier übernachtet. Wir hatten ein grosszügiges Zimmer. Der Ausblick auf den gegenüberliegenden H&M ist nicht gerade berauschend, doch für eine Nacht kein Problem.
Leider konnten wir auch hier, bereits im Flur riechen, dass noch vor kurzer Zeit auf der Etage und im Zimmer geraucht wurde, trotz Nichtraucherzeichen. Offenbar ist das ein allgemeines Problem in Rumänien, wir hatten bis auf eine Übernachtung immer dieses Problem.
Das Hotel konnte leider keinen Adapter für unseren 3-poligen Stecker zur Verfügung stellen. Müsste in einem 4-Sterne Haus möglich sein.
Abendessen war o.k. Das Frühstück auch, aber etwas chaotisch, weil nicht alle Kaffeemaschinen funktionierten. Kaffeelöffel waren nur auf intensives Nachfragen erhältlich.

Der morgige Tag wird etwas entspannter.

Es haben sich bereits 6 registrierte Benutzer bedankt.

Benutzer, die sich für diesen Beitrag bedankt haben:

toetske (11. April 2020, 23:46), maddy (11. April 2020, 16:48), gatasa (10. April 2020, 20:49), Meerbie (10. April 2020, 20:22), Bär (10. April 2020, 20:20), sunny_r (10. April 2020, 18:55)

Bueri

Reisende

Beiträge: 269

Dabei seit: 28. Juni 2015

Danksagungen: 1536

  • Nachricht senden

1 166

Samstag, 11. April 2020, 16:01

Durch die Karpaten und Transsilvanien (begleitete Rundreise)

Freitag, 7.5.2016


Quelle: Google Maps

Nach einem guten Frühstück fahren wir gegen 09.00 h Richtung Bicaz Schlucht und Roter See. Leider zieht das Wetter zu und in der Schlucht beginnt es zu regnen.







Solch schwankende Stege sehen wir immer wieder, die die Bicaz überspannen. Beim nächsten Unwetter werden sie wohl weggespült.













Die enge Schlucht ist mit ihren hohen Felswänden interessant. Offenbar ist sie ein Touristenmagnet, denn langsam öffnen viele Einkaufsläden, die an der Strasse positioniert sind.

Wie es in der Hauptsaison ist, wage ich mir nicht vorzustellen. :thumbup: Der Spaziergang der Strasse entlang könnte gefährlich sein.



Am Roter See (keine Fotos) können wir uns nochmals kurz die Beine vertreten, bevor wir nach Brasov / Kronstadt weiter fahren.





Hier mal keine Diesellok, die Strecke ist elektrifiziert.

In Szeklerburg gibt es Mittagessen. Die Speisekarte ist ungarisch geprägt. Dieser Teil Siebenbürgens wird von einer ungarischen Minderheit, den Szekler, bewohnt. Mit eigener Sprache und eigener Kultur.


Marton Aron Gymnasium in Szeklerburg



Auf dem Weg nach Brasov wird das Wetter besser. Als wir uns zum Stadtrundgang bereit machen, ist der Himmel blau und die Temperaturen sind angenehm.




Ich musste gerade mal im Reiseführer spicken: Brasov/Kronstadt wurde von den Ritterbrüdern des Deutschen Ordens im frühen 13. Jahrhundert als südöstlichste deutsche Stadt in Siebenbürgen unter dem Namen Corona :!: gegründet.








Johannes Honterus, der Reformator der Stadt


die schwarze Kirche, grösste gotische Hallenkirche in Siebenbürgen



Auf der Fahrt nach Predeal zu unserem Hotel konnten wir diesen schönen Regenbogen bestaunen.







Das Licht war wegen des Gewitters mystisch und die frisch ausgetriebenen Blätter der Bäume sahen wie gephotoshopt aus.

Predeal liegt in den Bergen, das Wetter war kühl. Das Hotel hat uns gut gefallen, endlich konnte ich mit meinem Mann auch mal einen Apéro geniessen. Das Programm heute war nicht so gedrängt, wie an andern Tagen. Zum Nachtessen haben wir einen sehr guten rumänischen Wein für 239 Lei genossen. :wine: 239 Lei waren rund 56 CHF, also recht teuer.

Zum Hotel hatte ich unter dem Titel "Modernes Hotel in den Bergen" folgendes geschrieben:
Auf einer Rundreise übernachteten wir mit unserer Gruppe in diesem schönen Hotel.
Dies war die schönste und beste Unterkunft auf der Reise. Als einzige Unterkunft hat es hier im Zimmer nicht nach Zigarettenrauch gerochen.
Das Nachtessen war sehr gut, den rumänischen Wein haben wir genossen. Das Frühstück war ebenfalls reichlich und vielfältig.

Morgen geht es dann schon Richtung Bukarest. Übermorgen fliegen wir heim.

Es haben sich bereits 5 registrierte Benutzer bedankt.

Benutzer, die sich für diesen Beitrag bedankt haben:

toetske (11. April 2020, 23:49), sunny_r (11. April 2020, 22:19), Bär (11. April 2020, 21:48), gatasa (11. April 2020, 19:50), maddy (11. April 2020, 16:52)

Bueri

Reisende

Beiträge: 269

Dabei seit: 28. Juni 2015

Danksagungen: 1536

  • Nachricht senden

1 167

Sonntag, 12. April 2020, 14:01

Durch die Karpaten und Transsilvanien (begleitete Rundreise)

Samstag, 8.5.2016

Heute begeben wir uns bereits auf die Reise nach Bukarest. Morgen Sonntag werden wir zurückfliegen. Die letzten Stunden gehen wie im Flug vorbei.


Quelle: Google Maps

Bei recht schönem Wetter fahren wir über einen Pass nach Bran. Dort besichtigen wir das Schloss. Als wir ankommen hält sich der Ansturm der Touristen gemäss unserer Reiseleiterin noch in Grenzen. Sie erzählt, dass das Schloss im Sommer von Reisenden aus Bulgarien überrannt wird.
Man sagt, dass Draculas Vorbild, Fürst Vlad Tepes hier öfters übernachtet habe. Monika führt uns wie gewohnt umsichtig durchs Schloss. Sie hat ein gutes Wissen über Land und Leute und gibt auch gerne Informationen zu weniger bekannten Sachen, z.B. wie man ein kleines Geschäft in Rumänien eröffnet. Das muss mit vielen organisatorischen Hürden verbunden sein. Formulare über Formulare und oft auch willkürliche "Regeln", die plötzlich eingeführt werden. Sie hat uns erzählt, wie mühevoll es für sie war, ein kleines Unternehmen auf die Beine zu stellen. Obwohl viele jungen Leute das Land verlassen, hat sie sich ausdrücklich entschieden, im Land zu bleiben und das Geld, das sie verdient wieder in Rumänien zu investieren. :danke:


Blick aus dem Hotelzimmer auf die umliegenden Berge


vor Bran, die verschneiten Berge




unsere Gruppe auf dem Weg zum Schloss












im Sommer solls noch voller sein


ein letzter Blick auf Brasov

Auf dem Weg nach Sinaia beginnt es heftig zu regnen. Eine kurze Regenpause nutzen wir, um im Städtchen beim Chinesen zu essen. Als wir uns wieder treffen, um das Kloster zu besichtigen, beginnt es heftig zu regnen. Die Bilder sind entsprechend trüb.
Monika wollte mit uns eigentlich das Schloss Peles ansehen, bei dem schlechten Wetter wäre das kein Vergnügen gewesen. Wir haben gerne verzichtet.


Aussenansicht Sinaia





vergoldete Ikonostase





Die letzten 120 km nach Bukarest finden in heftigstem Regen statt.
Und dann öffnen sich die Schleusen:




kein Schnee - Hagel

Über Kilometer fahren wir durch Hagel. Er liegt 20-30cm hoch. Doch dann, kurz vor Bukarest, drückt die Sonne durch; blauer Himmel empfängt uns.




das ist nicht Ceaucescus Palast

Wir übernachten im Hotel Ramada Parc. Unter dem Titel "Amerikanischer Standart" hatte ich folgende Bewertung geschrieben:
Wir waren im Rahmen einer Rundreise für eine Nacht in diesem Hotel. Das Zimmer ist o.k., typischer amerikanischer Standard bis hin zum Duschvorhang mit Metallringen.
Die Betten sind relativ hart.
Am Abend wollten wir mit einem Teil unserer Gruppe in der Bar einen Drink nehmen. Das Personal war äusserst unfreundlich, als wir einen leeren Sessel von einem Tisch wegnehmen wollten. Die Bedienung war schleppend und hat erst geändert, als ein Teil der Gruppe die Bar verlassen hat um in der zweiten Bar etwas zu trinken.
Das Frühstücksbüffet ist dürftig, etwas Fleisch, etwas Käse, etwas Toast. Kein Joghurt, keine Rühreier, Spiegeleier oder Schinken, kaum frische Früchte, kein frisch gepresster Saft.
Für ein Hotel dieser Klasse erwarte ich eine grössere Auswahl.
Gäste, die sich auf dem Flur unterhalten, sind gut zu hören, ebenso Türen aus den Zimmern nebenan, die ins Schloss fallen.


Am Abend ist ein Abschiedsessen geplant. Dies war ein ziemlicher Reinfall. Keiner von uns war zufrieden, wir haben das Lokal schon vor 21.00 h wieder verlassen.
Ich habe zum Restaurant Pescarus folgendes geschrieben: Massenabfertigung - Touristenfalle, im Sommer bestimmt wunderschöne Lage
Wir waren letzten Samstag zur Abschlussveranstaltung unserer Rundreise zu einem festliches Dinner mit Folkloredarbietung in diesem Restaurant. Unsere Tische befanden sich auf der Terrasse, diese war nur mit Plastikplanen gegen die Witterung geschützt, es war recht kühl (12-14 Grad). Nur beim Eingang gab es einen Heizlüfter.
Da Essen war schlecht. Zwei verschiedene Salate, wir wussten nicht, ob wir irrtümlich einen zweiten Salat serviert bekommen haben. Als Hauptspeise Kartoffeln mit einer Art Ratatouille. Ich fand genau drei kleine Stücke Huhn darin. Andere Teilnehmer waren hier etwas erfolgreicher. Als Dessert gab es Eis. Als Getränk stand eine Wasserkaraffe auf dem Tisch, ein Glas Rotwein war inbegriffen.
Die Folklorevorführung dauerte beinahe den ganzen Abend, die Musik war sehr, sehr laut, eine Unterhaltung mit den andern Teilnehmern war kaum möglich. Unsere Gruppe hat das Restaurant dann schon früh, recht durchgefroren, verlassen.

Solche Flops gehören nun mal zu einer Gruppenreise. :) Es war ja die Première- und auch die Dernièrereise unseres Veranstalters. Leider hat er keine solche Reise mehr durchgeführt. Rumänien ist wirklich besuchenswert.
Wie ihr aus der Bewertung des Hotels sieht, war auch ein anschliessendes Zusammensein mit den Mitreisenden in der Bar nicht einfach zu organisieren.

Morgen geht's zum letzten Tag, Stadtrundfahrt und Besuch eines Freilichtmuseums und dann Rückflug in die Schweiz. Ein kleines Fazit folgt auch noch.

Es haben sich bereits 5 registrierte Benutzer bedankt.

Benutzer, die sich für diesen Beitrag bedankt haben:

Cassandra (13. April 2020, 07:31), Bär (12. April 2020, 22:46), sunny_r (12. April 2020, 21:58), maddy (12. April 2020, 15:02), toetske (12. April 2020, 14:37)

Bueri

Reisende

Beiträge: 269

Dabei seit: 28. Juni 2015

Danksagungen: 1536

  • Nachricht senden

1 168

Montag, 13. April 2020, 10:52

Durch die Karpaten und Transsilvanien (begleitete Rundreise)

Sonntag, 9.5.2016

Vorbei an imposanten Palästen und neuer Kunst fahren wir in den alten historischen Stadtkern, zum Lipscani Viertel. Hier haben früher Kaufleute Stoffe aus Leipzig verkauft (Lipscani = Leipzig).











Noch sind längst nicht alle Gebäude restauriert. Der Zahn der Zeit nagt auch mitten im schönen Lipscani Viertel überall.



Vor den ältesten mittelalterlichen Monumenten wacht Vlad Tepes, das Vorbild für Dracula,








im Innenhof eines Gasthauses (Hanul lui Manuc)






ein eindrückliches Tromp d'euil


Caru' cu bere - eine Brasserie in Lipscani Viertel






Ceaucescus Palast

Auf dem leeren Parkplatz vor Ceaucescus Palast steht unser Bus. Monika hatte wieder ein gutes Händchen, keine weiteren Touristen in Sicht. Den Besuch des Überbleibsels der Schreckensherrschaft von Ceaucescu ersparen wir uns.
Ich zitiere aus meinem Reiseführer: 450'000 m2 und über 3000 Zimmer. Man zerstörte für den Bau historische Wohnhäuser, Kirchen und Synagogen.



Weiter geht's auf den Hügel zur Patriarchenkathedrale. Der Patriarch ist das Oberhaupt der rumänisch-orthodoxen Kirche. Da heute Sonntag ist, findet eine Messe statt. Wegen der vielen Gläubigen können wir nicht bis zur prächtigen Ikonostase gehen. Orthodoxe Kirchen haben keine Bänke, wie sie katholische oder reformierte Kirchen haben. Die Gläubigen stehen im Kirchenraum. Orthodoxe Messen dauern oft viele Stunden. Deshalb ist es üblich, dass man zwischendurch mal die Kirche verlässt und draussen Luft schnappt und von draussen dem Gottesdienst folgt. Es herrscht ein ständiges Kommen und Gehen. Das "Luft schnappen" ist auch nötig; Weihrauch wird grosszügig gebraucht.





Zum Abschluss fahren wir an den Herastrau See zum sehenswerten (Der Link ist für Gäste ausgeblendet. Um ihn zu sehen, bitte registrieren!) . Bei schönem Wetter können wir schön gepflegte Häuser und die kunstvollen Zäune besichtigen. Es hat hier aus allen Bezirken Rumäniens verschieden Holzhäuser und Kirchen.







Wir haben sogar noch etwas Zeit für einen kleinen Imbiss, bevor wir uns zum Flughafen begeben.





Unsere Reise nochmals im Überblick:


Quelle: Rome2Rio


Fazit:
Für uns eine rundum gelungene Reise. Trotz des einen oder anderen Holperers. Wir haben uns trotz der grossen Gruppe sehr wohl gefühlt. Mit zwei Ehepaaren haben wir noch heute lockeren Kontakt. Die rumänischen Reiseleiter, die uns begleitet haben, waren sehr gut, haben sich um die Gäste gekümmert, aber uns trotzdem nicht überbetreut. Wie es halt so ist auf geführten Reisen, man ist in einen Fahrplan eingezwängt. Vom Reiseleiter, der vom Veranstalter mitgereist ist, haben wir nicht viel mitbekommen. Er hat sich meist in einem andern Bus aufgehalten. Wie ich schon geschrieben habe, war das die einzige Reise, die unser Veranstalter nach Rumänien gemacht hat. Für "Pufferküsser" gibt es spezialisiertere Veranstalter.

Für einen ersten Überblick über das interessante, unbekannte Land sind 7-9 Tage gerade richtig. Gerne würden wir nochmals nach Rumänien fahren. Diesmal aber auf eigene Faust. Wir haben überall schöne Hotels und Pensionen gesehen. Mietautos gibt es in Bukarest genügend. Auch 2016 wäre es nicht nötig gewesen Reservationen zu machen. Man hätte einfach ins "Blaue" fahren können. Es gäbe noch viel zu sehen, Temesvar, Sibiu oder das Donaudelta, wo man Tage bei Vogelbeobachtungen verbringen könnte.

Zur Jahreszeit: Ich würde die Reise etwas später im Mai beginnen, aber noch vor Ende Juni, wenn die Touristen aus Rumänien, Bulgarien und dem Rest Europas "einfallen". Ich würde auch auf Hotspots, wie Bran verzichten.


schönen Ostermontag und lg
Alma


P.S.: speziell für Bär ;)


Es haben sich bereits 8 registrierte Benutzer bedankt.

Benutzer, die sich für diesen Beitrag bedankt haben:

toetske (16. April 2020, 00:00), Sakasu (14. April 2020, 08:00), U310343 (13. April 2020, 20:53), Bär (13. April 2020, 14:45), maddy (13. April 2020, 12:59), sunny_r (13. April 2020, 12:05), gatasa (13. April 2020, 11:30), SarahSofia (13. April 2020, 11:04)

Bär

Vollkommen Ahnungsloser

Beiträge: 11 256

Dabei seit: 10. März 2008

Danksagungen: 18364

  • Nachricht senden

1 169

Montag, 13. April 2020, 14:45

Vielen Dank für den tollen Reisebericht und die speziellen Aufmerksamkeiten, liebe Alma. :danke:
Es ist schon ein paar Jahrzehnte her, dass ich das letzte Mal in Rumänien war und es scheint sich auch einiges geändert zu haben. Leider hattet ihr nicht das beste Wetter. Im Sommer, bei Sonnenschein sehen die Landschaften, insbesondere die Berge noch schöner aus.
.
*** Wenn du nicht mehr weißt, wohin du gehen sollst, halte inne und schau zurück, woher du gekommen bist. (Sprichwort aus Afrika) ***

Es haben sich bereits 2 registrierte Benutzer bedankt.

Benutzer, die sich für diesen Beitrag bedankt haben:

Cassandra (13. April 2020, 15:58), Bueri (13. April 2020, 15:43)

SarahSofia

Reisende

Beiträge: 724

Dabei seit: 25. Juli 2016

Danksagungen: 1634

  • Nachricht senden

1 170

Montag, 13. April 2020, 17:10

Liebe Alma,
auch von mir ein dickes Dankeschön - Rumänien ist auf der Wunschliste damit ein ganzes Stück nach vorne gerückt (auch wenn mir im Moment noch nicht wieder nach neuer Urlaubsplanung zumute ist).
Und versprochen, ich hab mir das letzte Foto nicht angeschaut - war ja nicht für die Öffentlichkeit bestimmt 8)
LG SarahSofia

Es hat sich bereits 1 registrierter Benutzer bedankt.

Benutzer, die sich für diesen Beitrag bedankt haben:

Bueri (14. April 2020, 21:31)

gatasa

viel zu selten in Südafrika

Beiträge: 243

Dabei seit: 20. Juli 2013

Danksagungen: 464

  • Nachricht senden

1 171

Montag, 13. April 2020, 18:52

Liebe Alma,

auch von mir vielen Dank :danke: für ein paar Einblicke in dieses immer noch eher unentdeckte Land mitten in Europa.

Bei dem ein oder anderen Bild kamen in mir die Erinnerungen an unsere Motorradtour wieder hoch. Manchmal hatte ich den Eindruck, dass sich in den 40 Jahren nichts verändert hat. Und dann wieder ein paar Bilder, in denen einiges neu oder renoviert war, ähnlich wie vor 20 Jahren in den damals noch neuen Bundesländern. Oder wie vor 10 Jahren in Polen.

Danke!

Es hat sich bereits 1 registrierter Benutzer bedankt.

Benutzer, die sich für diesen Beitrag bedankt haben:

Bueri (14. April 2020, 21:31)

U310343

Erleuchteter

Beiträge: 1 407

Dabei seit: 14. August 2015

Danksagungen: 4783

  • Nachricht senden

1 172

Montag, 13. April 2020, 20:53

Hallo Alma
Sehr umfangreicher schöner Bericht.
Rumänien stand bisher nicht auf unserer Liste.
Ich denke da muss man mal drüber nachdenken

Vielen Dank

herzliche Grüsse
Wilfried

Es hat sich bereits 1 registrierter Benutzer bedankt.

Benutzer, die sich für diesen Beitrag bedankt haben:

Bueri (14. April 2020, 21:31)

sunny_r

Erleuchteter

Beiträge: 1 105

Dabei seit: 26. November 2013

Danksagungen: 3161

  • Nachricht senden

1 173

Montag, 13. April 2020, 20:54

Liebe Alma,

vielen Dank für deinen Reisebericht in eine Gegend, die ich noch gar nicht kenne :danke:

LG
Rainer

Es hat sich bereits 1 registrierter Benutzer bedankt.

Benutzer, die sich für diesen Beitrag bedankt haben:

Bueri (14. April 2020, 21:31)

Bueri

Reisende

Beiträge: 269

Dabei seit: 28. Juni 2015

Danksagungen: 1536

  • Nachricht senden

1 174

Dienstag, 14. April 2020, 21:30

Gern geschehen!

Hallo Bär, SarahSofia, gatasa, Wilfried und Rainer

Vielen Dank für die :danke: und danke, dass ihr ausgeharrt habt.
Es freut mich, dass euch der Reisebericht gefallen hat. Wir hatten so manches déjà-vue. Ja es gibt auch in der europäischen Nähe einiges zu entdecken.

Im Moment ist unsere "Nähe" hier ums Haus herum und einmal die Woche einkaufen gehen. Arbeiten kann ich im Homeoffice. Ich plane Anfangs Mai wieder mal im Büro zum Rechten zu schauen. ;)

Wir beobachten viele Vögel, die noch immer an die Futterstelle kommen. Heute ein Kleiber, viele Feldsperlinge, Amseln, Eichelhäher, Kohlmeisen, Blaumeisen, vereinzelte Grünfinken, Trupps von Buchfinken und Rabenkrähen. Die sind meist zu Zweit daran, die Befestigung der Meisenknödel zu entfernen. So alle zwei Tage schaffen sie es und entführen einen Knödel irgendwohin. Das Plastiknetz lassen sie übrigens immer an der Schnur hängen. Am Sonntag hatten wir einen toten Sperber und im nahen Wäldchen klopft ein Buntspecht unermüdlich an den Bäumen.

einen schönen Abend und lg
Alma

Es haben sich bereits 4 registrierte Benutzer bedankt.

Benutzer, die sich für diesen Beitrag bedankt haben:

toetske (16. April 2020, 00:01), sunny_r (15. April 2020, 12:57), gatasa (15. April 2020, 12:57), Bär (14. April 2020, 23:10)

Zurzeit sind neben Ihnen 4 Benutzer in diesem Thema unterwegs:

4 Besucher